Korfu-Trail

June 2022
Auf ca. 165km von Süden nach Norden quer durch Korfu die Insel entdecken. Read more
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  • Morgen geht es los

    June 11, 2022 in Germany ⋅ ☁️ 24 °C

    Die Rucksäcke sind gepackt und haben mit je 6,3 kg das ideale Reisewandergewicht. Die Stimmung ist gut und wir freuen uns auf die Wanderung auf dem Korfu-Trail. Auf 220km werden wir die Insel von Süden nach Norden durchqueren. Das Wetter verspricht in der Vorhersage sehr warm zu und sonnig zu werden. Um die 30-32 Grad und nur Sonne.

    Morgen frühstücken wir zunächst und fahren dann mit der S-Bahn zum Flughafen. Die letzten Tage waren recht spannend mit EasyJet. Zum einen hat EasyJet selbst mehrere Flüge gestrichen und zum anderen gab es auch noch einen Warnstreik. Des Weiteren gibt es Personalmangel am Flughafen, was die Sicherheitskontrollen beeinflusst und lange Schlangen verursacht. Auch gäbe es zu wenig Bodenpersonal, was wieder das Verladen des Gepäcks verlangsamt. Wir werden 3 Stunden vorher da sein, um entspannt anzukommen. Selbst wenn alles klappt und wir schnell durch die Sicherheitskontrolle kommen, ist es uns lieber in Ruhe auf demFlughafen auf den Abflug zu warten.
    Aber nun erstmal gute Nacht 😴.
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  • Day 1

    Die Reise zur „grünen Insel“

    June 12, 2022 in Greece ⋅ ☀️ 25 °C

    Heute ist es soweit. Vor ungefähr 5 Jahren haben wir von dem Korfu-Trail gehört und gedacht, es wäre doch interessant diesen Weg einmal zu gehen. Vor zwei Jahren waren wir schon einmal für 10 Tage auf Korfu und konnten uns davon überzeugen, dass die Insel zu einen wirklich sehr grün und zu anderen landschaftlich sehr schön war. Auch haben wir hin und wieder einige Markierungen zum Korfu-Trail gesehen. Dadurch wuchs in uns erst recht der Gedanke, hier einmal zu wandern.

    Was wir im Vorhinein schon wussten, es wird sehr warm werden und schon allein dadurch haben wir mehr Gewicht durch das Wasser, was wir tragen mussten.

    Mit der S-Bahn ging es zum Flughafen BER und dort trafen wir uns mit meiner Schwester, ihrem Sohn und dessen 3-jährige Tochter. Gemeinsam flogen wir nach Korfu. Während wir jedoch die Insel zu Fuß durchqueren wollen, möchten sie entspannte Tage verbringen. Der Checkin und die Gepäckabgabe verliefen gut und so warteten wir etwas aufgeregt auf den Abflug. Der Flug war ruhig und in „Kerkyra“ - Hauptstadt von Korfu - angekommen, blieb die Aufregung erhalten. Denn nun trennten sich hier unsere Wege. Meine Schwester hatte ein Auto gemietet, mit den sie zu ihrer Unterkunft fahren wollte. Wir hatten ein Taxi nach „Kavos“ gebucht, um von dort aus morgen gleich zu starten. So verabschiedeten wir uns von einander.

    Auf der Fahrt mit dem Taxi nach Süden, konnten wir etwas die Ostküste von Korfu sehen. Dicht besiedeltes Gebiet ohne erkennbare gemeinsame Architektur - eher Zweckgebunden und dadurch mit eigenen Charme. Mit dem Fahrer gab es leichte Verständigungsprobleme, aber wir kamen gut an und gingen gleich zu unserem Hotel - das „Cavos Beach Hotel“. Schon bei der Durchfahrt und jetzt beim Gehen zum Hotel viel uns auf, dass hier deutlich jüngeres Publikum seine Zeit verbringt. Eine Cocktailbar nach der anderen und Restaurants in Massen. Nach dem Einchecken im Hotel, gingen wir etwas am Strand spazieren und am Ende dann wieder in den Ort zurück zum Hotel. Auf dem Weg aßen wir in „Eva’s Garden“ etwas zu Abend und holten Wasser aus dem Supermarkt.

    Anfänglich waren keine Mücken im Hotelzimmer. Jedoch mit zunehmender Abenddämmerung, kamen die kleinen zarten Wesen und fielen über uns her. Wir haben schon lange nicht mehr so viele Mücken in einem Zimmer gehabt. Also hieß es Fenster zu, Klimaanlage an und Mückenstecker rein und Olaf ging noch auf Mückenjagd durchs Zimmer.

    Für morgen haben wir uns entschieden, dass wir wieder in „Eva‘s Garden“ gehen und dort frühstücken werden. Auch soll das Wetter etwas kühler werden und statt der 31 Grad, dann „nur“ noch 28 Grad haben.
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  • Day 2

    1. Etappe: Von Kavos nach Agios Georgios

    June 13, 2022 in Greece ⋅ ⛅ 26 °C

    Um nicht gänzlich von den Mücken ausgelutscht zu werden, hatten wir unser Terassenfenster geschlossen und wegen der Wärme die Klimaanlage angeschaltet. Allerdings war diese so laut, dass wir mit Ohrstöpsel schlafen mussten. Aber die Kissen und die Matratzen waren super und so haben wir auch gut schlafen können.

    Eigentlich wollten wir in unserem Hotel auch frühstücken. Allerdings gab es das erst gegen 09:30 Uhr - was uns etwas zu spät war. Denn die heutige Etappe war mit 30km nicht nur die erste, sondern auch die längste. Je näher der Trip nach Korfu rückte, sahen wir auf die Temperaturen und die lagen bei 31 Grad. Das wird ein „Höllenritt“ solch eine lange Wanderung bei diesen Temperaturen zu machen.

    Wir suchten uns also eine andere Taverne, welche auch Frühstück anbot. Die wo wir gestern Abend gut gegessen haben, bot gegen 08:30 Uhr Frühstück an und genau da gingen wir wieder hin. Leider hatte diese nicht geöffnet und Olaf fragte nach. Zu „gegebener Zeit“ wird geöffnet - aha. Kurz überlegt gingen wir dann los zum Anfang vom „Korfu-Trail“ - der abgekürzt „CT“ hieß und auf gelben Schild erkennbar war. Später gab es dann nur noch gelbe Markierungen und Form von Klecksen, Steifen, Punkten oder eben dieses CT. Gleich am ersten Schild fuhr eine Radfahrerin vorbei und rief „Beautifull“ und meinte sicherlich nicht uns, sondern den nun vor uns liegenden Weg.

    Was uns zuerst auffiel, waren die vielen Schmetterlinge und Zikaden. Wie eine Welle am Meer, rauschten die Zikadengesänge heran und verebbten wieder. Ein tolles akustisches Schauspiel. Wir gingen durch dichte Olivenhaine und eines fiel uns hier auch auf. Die Olivenbäume waren sehr hoch gewachsen und nicht so in die Breite wie man sie kennt. Nach einer Weile lichtete sich der Weg und bot links einen spektakulären Blick auf die Küste mit dem wunderbar blauen Meer. Was für ein toller Anblick und uns entwich ein staunendes „oh“. Kurz danach kamen wir zu einer Klosterruine. Wir beide mögen ja solche „lost places“ sehr gerne und stellen uns dabei vor, wie der Ort früher ausgesehen haben mag.

    Von der Klosterruine Weg führte der Weg wieder durch dichte Olivenhaine und uns kam es vor, als wären wir im Dschungel so dicht schien er uns stellenweise zu sein. An einer Stelle gab es auch eine kleine Kletterpassage mit einem Seil. Oben angekommen trafen wir auf eine Straße und man konnte sich entscheiden. Entweder oberhalb der Küste auf dem Steilhang entlang zu gehen, oder unterhalb am Strand. Wir entschieden uns für den Strand und dieser war einfach herrlich. Anders können wir es nicht beschreiben. Fast keine Menschen, wunderbarerer Sand und kristallklares blaues Wasser. Es war nahezu perfekt und so konnten wir nicht anders, obwohl wir uns gerade mit Sonnenschutzmittel eingecremt hatten, ein Bad zu nehmen. Da die Temperatur schon entsprechend war, hatten wir eine herrliche Erfrischung. Wir ließen uns trocknen und gingen dann am Strand weiter.

    An einer Stelle ragte die Abbruchkante einer Straße in Richtung Strand. Hier verließen wir die Küste und stiegen aufwärts mit atemberaubenden Ausblicken auf die Landschaft und das Meer. Ach wie ist die Natur doch schön und so zerbrechlich. Beim Aufstieg kamen wir richtig ins schwitzen, wobei einige Spinnen, die ihr Netz quer über den Weg gespannt hatten, uns immer wieder im Gesicht überraschten. Manche von ihnen waren sehr groß und kräftig.

    Wir kamen an einer gerade im alten Stil gebauten Kirche vorbei, durchquerten das Dorf „Spartera“ mit seinen Cafés an dem Kanal und gingen weiter durch urbane Landschaften auf der Straße. Das war eine Abwechslung zu der vorherigen Landschaft. Dann erreichten wir „Lefkimmi“ mit seinen 3800 Einwohner und somit zweitgrößten Ort auf Korfu. Trotzdem war es ein verhältnismäßig ruhiger Ort und da wir sehr erschöpft waren und dringend eine längere Pause brauchten, gingen wir hier in ein Café und tranken jeder zwei Bier - man tat das gut. Frisch gestärkt gingen wir weiter. Offiziell beginnt hier die zweite Etappe von Korfu-Trail. Die hängen wir aber einfach an unsere erste dran.

    Wir gingen wieder durch dichte Olivenhaine, aber es gab leider auch lange Strecken ohne Schatten. Und die Hitze machte uns ganz schön zu schaffen. Wir legten mehrere Pausen in immer kürzere Etappen ein und verbrauchten uns ganzes Wasser - es waren für jeden 2 Liter gewesen. Wir erreichten erneut die Küste über einen Steilhang. Vorher gab es wieder phantastische Ausblicke auf das Meer. Wir gingen etwas am Strand entlang, aber da wir mittlerweile doch sehr erschöpft waren und das Gehen am Strand sehr anstrengend ist, gingen wir parallel auf einer Straße entlang. Wir erreichten. „Agios Georgios“ mit dem Beinamen „Argirades“. Der Ort hat deswegen eine Beinamen, weil es bereits einen Ort mit diesem Namen gibt. Hier gingen wir sogleich zu unserer Unterkunft, checkten ein, duschten und gingen Essen.

    Es war ein herrlicher Einstieg in den Korfu-Trail mit unglaublich schönen Ausblicken und Momenten. Durch die Hitze jedoch, kamen wir schnell an unsere körperlichen Grenzen.
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  • Day 3

    2 . Etappe - A. Georgios - Vouniatades

    June 14, 2022 in Greece ⋅ ☀️ 25 °C

    Die Unterkunft bei Andriana hat uns sehr gut gefallen. Es war ein Yoga- und Meditationszentrum. Es gab einen Zen-Garten, einen Spa-Bereich und diverse kleine Ecken mit spirituellen Inhalten. Hier ein kleiner Budda, dort eine Pflanze auf einen Stein. Das „Hinmelbett“ mit den Sonnenliegen im Schatten. Das Frühstück war durchweg vegetarisch und selbst hergestellt. Sei es die Marmelade oder die Früchte bzw. das Gemüse. Alles in eigenem Anbau - so etwas gefällt uns natürlich sehr. Die Atmosphäre war mega entspannt und alles konnte benutzt oder verbraucht werden. Es gab Wasser, Tee und Kaffee umsonst rund um die Uhr.

    Nach dem wirklich sehr guten Frühstück, verließen wir schon etwas traurig „Andriana Apartements“ und gingen zunächst zurück zur Küste, vorbei an dem Restaurant von gestern Abend und den Supermarkt. Wir kamen an der einfachen Kirche und dem „Event-Brett“ vorbei. Hier wurde aufgezeigt, welche Events in der nächsten Zeit in „Agios Georgios“ so anfallen. Insgesamt wirkte der Ort viel ruhiger und chilliger, als Kavos. Obwohl es hier auch viele Touristen gab - vornehmlich jedoch älteres Publikum.

    Wir kamen an dem kleine Hafen vorbei, vor einem Laden sonnte sich ein süßer Hund und und ein nettes Holzschild mit der Aufschrift „Mango“ hing vor einem Hotel. Das Schild hat mir sehr gefallen und am liebsten hätte ich es gerne mitgenommen. Dann kamen wir zum Anfang der Lagune und mit dem „Korission-See“. Wir gingen auf der Meeresseite an der Küste entlang. Der See entstand auf natürlichem Wege und enthält sowohl Süß- als auch Salzwasser. Denn an einer Stelle gab es eine Verbindung zum Meer, welche die Fischer nutzten. Der See an sich steht unter Naturschutz- die umgebene Dünenlandschaft jedoch nicht.

    Der Weg an der Küste war schön und bald mussten wir unsere Schuhe ausziehen, um dort weiter entlang gehen zu können. Leichte Wellen umspülten uns und unsere (kurze) Hose wurde etwas nass. Nach einer Weile komme wir auf den mittlerweile felsigen Strand zurück. Hier zogen wir wieder unsere Schuhe an und kamen alsbald zu dem kleinen Kanal, der die Lagune mit dem Meer verband. Nur ein kleiner Holzsteg überbrückte diese Stelle. Er sah schon etwas brüchig aus, hielt uns aber stand. Dahinter gingen wir durch die Dünenlandschaft mit Sträuchern von Wacholderbeeren. So kamen wir dann an der nördlichsten Spitze der Lagune an und weil wir die ganze Zeit (mal wieder) quatschen mussten, haben wir uns verlaufen. So mussten wir wieder zurück an die Küste gehen und dem Weg folgen. An einer Stelle war der Weg mehrfach abgebrochen. Am Vorabend haben wir davon gelesen und es war unklar, ob wir hier entlang kommen. Aber es war möglich.

    Ab hier bogen wir ins Landesinnere. Es gab zuerst wenig Schatten, dann aber doch. Ein Auto hielt neben uns auf der Sandstrasse - vollbesetzt mit (älteren) englischen Touristen. Sie fragten, ob die Straße für ein Auto passierbar sei und sie bis zu der Taverne kommen, die wir vor einiger Zeit gesehen haben. Wir sagten ja und gingen schnell weiter.

    Nach einer Weile kam die Hauptstraße, diese überquerten wir und gingen auf leicht ansteigenden Weg teils in Schatten. Der Weg machte hier einen großen Schlenker ins Landesinnere, um dann wieder zur Küste zu führen. Die Temperatur stieg und wir brauchten ein Restaurant und ein kühles Getränk. Bei „Restaurant Avra Oceanos“ wurden wir fündig - mit direktem Blick auf das Azurblaue Meer, tranken wir ein kühles Bier. Danach setzten wir den Weg fort, der uns zunächst auf einer wenig befahrenen Straße führte. An einer Stelle war auf dem Asphalt der Fahrbahn ein Kamerasymbol gemalt und an einem Baum hing ein Hinweisschild zu einem „Monument“ im Olivenhain. Wir folgten dem kleinen Trampelpfad und stießen auf den wohl ältesten Olivenbaum von Korfu. Ein mächtiger und sehr verschlungener Baum - sehr beeindruckend. Zurück auf der Straßen gingen wir eine Weile , um dann später aufwärts in einen Olivenhain zu kommen. Der Weg war hier schattig und es gab auch keine Autos.

    Aber irgendwann mussten wir auf die Straße zurück und erreichten den Ort „Paramonas“. Offiziell ist hier die dritte Etappe beendet, für uns jedoch ging es noch weiter. Ab diesen Ort ging es nur bergauf und es war sehr warm. Laut unserer Planung mit Komoot, gingen wir 20-34% bergauf und das in der Hitze. Zwischen nicht ganz so alten Olivenbäumen und Trockenmauern, führte einen kleiner, teils steiniger Pfad steil nach oben. Mehrfach mussten wir im Schatten eine Pause einlegen und etwas trinken. Wir erreichten ein Plateau mit einem herrlichen Blick auf die Landschaft und die Küste. Aber es ging noch weiter nach oben. Eine Vielzahl von Schmetterlingen und smaragdgrüner Käfer um uns herum brummend begleitete uns und nach ca. 40 Minuten, waren wir endgültig oben angekommen. Nun ging es nur noch bergab wir kamen durch „Ano Pauliava“ und laut Google, gab es hier einen Minimarkt - der aber geschlossen haben soll. War er jedoch nicht und wir holten uns ein Wassereis - was für eine tolle Erfrischung. Neben dem Minimarkt war das Schild vom Korfu-Trail. Aber es zeigte in die andere Richtung mit der zusätzlichen Aufschrift „New“. Wir folgten aber unserer ursprünglichen Planung, die anhand des Wegverlaufs erfolgt ist. Was für eine Entscheidung. Denn nach einigen Metern ging es zunächst einen guten Pfad und an einem Olivenhain vorbei, dann wurde er zusehends schmaler und kaum erkennbar. An manchen Stellen gab es einen Erdrutsch und wir mussten vorsichtig sein bzw. etwas über einen am Abhang querliegenden Baum klettern. Dann kamen wir auf die Straße, um alsbald wieder zwischen Sträuchern zu verschwinden und dann wieder auf eine Straße zu kommen. Wir folgten dieser und bogen nach einer weile in einen Nebenweg ein, der uns bis nach „Vouniatades“ führte. Ein sehr kleines Dorf, wo wir über Airbnb eine Unterkunft gebucht hatten. Wir gingen zu der Adresse und sahen an einer Ecke einige Frauen miteinander reden. Eine von ihnen sah uns mit großen Augen an und fragte uns mit „Händen und Füßen“, ob wir „Olaf Brandenburg“ sind. Dann zeigte sie uns das daneben liegende Haus. Im Kühlschrank war alles was man brauchte. Wasser,, Obst (Kirschen+Aprikosen aus eigenem Anbau), Dosen mit Tomaten, Mais und Champignons. In der Küche gab es Nudeln und Reis. Wir konnten uns also etwas kochen und mussten nicht in den 5km entfernten Nachbarort gehen.

    Wir waren sehr erschöpft und gleichzeitig so dankbar, dass uns diese Möglichkeit gegeben wurde. Immer wieder ist uns die Herzlichkeit und Freundlichkeit hier auf der Insel Korfu bei den „Einheimischen“ aufgefallen. Wir konnten sogar die Waschmaschine benutzen. Es war einfach perfekt. Die ältere Dame die uns in das Haus einwies, war die Mutter der Vermieterin, mit der wir mehrfach telefonierten. Sie wollte unbedingt noch vorbeikommen und uns ein Geschenk geben. Später rief sie an, dass sie es nicht schaffe und ihre Mutter wieder kommt. Sie brachte uns 3 Gurken aus dem Garten und eine kleine Tüte mit Kühschrankmagneten und Olivenseife. Das war sehr aufmerksam und wir haben uns sehr darüber gefreut.

    Im Kühlschrank war auch ein in einer 1,5 Liter Wasserflasche abgefüllter, selbst produzierter Rotwein, den wir zum Abendessen vor dem Haus genossen. Der hatte ganz schön viel Prozente - was wir schnell merkten.
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  • Day 4

    3. Etappe - Vouniatades nach Pelekas

    June 15, 2022 in Greece ⋅ ☀️ 23 °C

    Die Unterkunft war herrlich und bestens ausgestattet. Dank der vielen Geschenke, hatten wir auch morgens gut zu essen. Den Rotwein haben wir nicht geschafft, er war doch zu mächtig für uns. Nach dem Frühstück gingen wir durch den sehr kleinen Ort „Vouniatades“ und bedauerten es etwas, am Abend zuvor nicht noch zur hiesigen Kirche gegangen zu sein. So gingen wir unterhalb und etwas von ihr entfernt vorbei. Der heutige Tag versprach mit 32 Grad und Sonne pur sehr heiss zu werden und da wir auch noch 26 km mit zwei mächtigen Aufstiegen vor uns hatten, gingen wir zügig weiter. Es war 09:00 Uhr morgens und schon 26 Grad - da kamen wir schon ins schwitzen.

    Teilweise gingen wir auf Pisten aus Beton, dann wieder Schotter und Sand. Es wechselte ständig der Untergrund auf dem Weg durch Olivenhaine. Das spendete uns Schatten und manchmal blies ein laues Lüftchen. Wir sahen viele blühende Pflanzen, an den sich allerlei Insekten labten. Auch Schmetterling in den verschiedensten Formen und Farben waren wieder unsere Begleiter. Nach ca. 5km erreichten wir „Stroggili“. Hier kauften wir uns Wasser, welches wir später am ca. 2000 Jahre alten Olivenbaum des Ortes in unsere Wasserflaschen umfüllten. Wir fühlen uns bei solch alten Bäumen immer sehr wohl und haben viel Respekt und Ehrfurcht vor den teils mächtigen Bäumen. Eine Hinweistafel beim Baum erklärte, wie das Alter der Olivenbäume berechnet wird und wo die ältesten dieser Art stehen. Wirklich sehr beeindruckend diese alten Bäume.

    Ab hier ging es dann schon stetig aufwärts, was auch immer wieder atemberaubende Ausblicke in die Umgebung mit sich brachte. Leider machte uns hier auch schon die Hitze sehr zu schaffen und so legten wir öfter im Schatten eine kurze Stehpause ein. Wir passierten mitten im Olivenhain eine alte Kirche und kamen durch das kleine Örtchen „Komianata“. Wenig später kam das Örtchen „Dafnata“ Hier stand noch eine alte rote Telefonzelle - ohne Funktion versteht sich. Die weiße Kirche des Ortes hob sich durch den blauen Himmel perfekt ab und der Blick auf „Kerkyra“ Korfu-Stadt, war wunderschön. Wir folgten der wenig befahrenen Straße weiter durch „Loukata“, bis wir hinter einer weiteren Kirche des Ortes eine Markierung sahen. Es war die typische Markierung vom Korfu-Trail. Jedoch gab es scheinbar ab hier zwei Möglichkeiten. Links den von uns anhand der Original Route geplanten Verlauf und recht, eine Alternative. Das checkten wir sogleich und uns fiel auf, dass wir dadurch den heutigen extremen Aufstieg vermeiden konnten. Alles was wir bei diesen Temperaturen an Aufstiegen vermeiden können, machten wir auch und so gingen wir die Alternative Route - offiziell aber auch zum Korfu-Trail gehörend.

    Dieser Weg führte durch schattige Wälder bergab und kam ebenfalls an einer Kirche im Wald wieder an einer Straße heraus. Wir erreichten „Agii Deka“, wo uns sogleich eine Hundemutter und ihr Junges freudig begrüßten. Ach war das schön, so süße Hunde zu streicheln und die waren so freundlich und freuten sich richtig, ihre Nase an uns zu drücken. Leider konnten wir sie nicht mitnehmen und mit leicht traurigen Blicken verließen wir sie wieder. Hinter der nächsten Kurve nahmen wir die erste Taverne „Aretis Place“. Hier haben wir uns gleich wohl gefühlt und wurden von der freundlichen Besitzerin gebeten, Gast sein. Und so war es dann auch. Wir tranken Bier, frisch gepressten Orangensaft und jeder von uns ein Pita (ohne Gyros). Ein schöner Aufenthalt in freundlicher Atmosphäre. Frisch gestärkt zogen wir weiter und gingen zunächst quer durch den Ort durch die hübschen Gässchen an der Kirche vorbei.

    Es wechselte zwischen Schatten und Sonne - letztere hatte kein Erbarmen mit uns und brannte ohne Unterlass. Wir erreichten das Örtchen „Kamara“ mit einem typischen Dorfplatz. Weiter und weiter - nur um endlich an- und der Hitze zu entkommen. Wir machten kaum noch Fotos und fühlten uns zunehmend erschöpft. Hinter „Sinarades“ und noch 30 Minuten bis zum Ziel der heutigen Etappe, legten wir im Schatten von Olivenbäumen eine längere Pause ein. Dann hieß es „… weiter, wir sind gleich da…“ und so war es dann auch. Der Ort „Pelekas“ war unser Ziel und lag - wie war es zu erwarten - etwas erhöht und das brachte uns erneut zum schwitzen. Im Ortszentrum sollten wir beim Minimarkt „Agnes“ nach unserer Unterkunft fragen. Wir bekamen je eine Bier spendiert und ruhten uns kurz im Schatten der Bäume beim Minimarkt etwas aus. Dann schloss der Mann hinter der Kasse die Tür vom Minimarkt und führte uns ca. 50m zur Unterkunft. Wir bedankten uns und er auch.

    Nach der notwendigen Dusche und Ausruhzeit, gingen wir zum „Kaiser-Thron“ - ein Aussichtspunkt, der nach dem deutschen Kaiser Wilhelm benannt wurde. Er hatte hier eine Sommerresidenz und ließ sich oft hinauf auf den Berg bringen, um die unvergleichliche Aussicht zu genießen. Die Sonnenuntergänge sollen spektakulär sein, wir jedoch waren dafür etwas zu früh da.

    Wir gingen essen, Souvenirs und Wasser kaufen.
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  • Day 5

    4. Etappe - Pelekas nach Paleokastritsa

    June 16, 2022 in Greece ⋅ ⛅ 26 °C

    Gleich am Morgen gegen 07:00 Uhr ging Olaf nach nebenan zu dem dortigen kleinen Bäcker. Der Verkäuferin - wohl auch gleich die Bäckerin - haben wir am Abend zuvor bei unserem Besuch bei ihr gesagt, dass wir morgens vorbei kommen werden. Eigentlich wollte Olaf nur ein Brot kaufen (mit Sesam - lecker 🤤), aber dann brachte er noch frische Spinatküchlein, ein Hefestück mit Erdbeeren und für mich eins mit Schokolade. Insbesondere diese Spinatküchlein waren der Hammer - Mega - extremly lecker.

    Nachdem wir uns überzeugt haben, dass nichts von unserer Anwesenheit in der Wohnung erkennbar gewesen ist, gingen wir los. An der WAHNSINNS Bäckerei vorbei, der „Kaiserthron“ war nicht zu sehen. Wir verließen den Ort „Pelekas“ auf einem sehr aufgeschütteten Weg immer abwärts und Richtung Nudistenstrand „Myrtiotissa“. Auf dem Weg dahin, hatten wir uns schon zweimal verlaufen, da die Wegführung nicht ganz eindeutig bzw. die Markierung nicht erkennbar war. Hier trafen wir unterwegs auf eine recht große und für uns mächtige Schlange. Welche schnell vor uns geflüchtet ist. Anhand der Musterung (Zickzack) könnte es die Horn- oder Sandotter gewesen sein. Wohl eine der giftigsten Schlangen Europas und tatsächlich hier auf Korfu lebend. Sie greifen aber wohl nur an, wenn sie sich bedroht fühlen bzw. nicht rechtzeitig flüchten können und diese konnte noch rechtzeitig flüchten 😅. Es war ein Schotterweg, der dann oberhalb vom Strand vorbei führte und immer wieder Ausblicke auf das azurblaue und glasklare Meer bot. Atemberaubend. Wir folgten dann dem Betonweg zum Kloster „Myrtiotissa“. Ein stiller Ort mit einem scheuen Pfau 🦚 im Innenhof und herrlichen Aussichten. Das Kloster an sich war geschlossen und wenn es geöffnet hat, könnte man wohl hier das „beste Olivenöl“ von ausgezeichneter Qualität kaufen. Was hatten wir doch für ein Glück. Hehe

    Unterhalb des Klosters führte der Korfu-Trail dann zuerst eben, später stark ansteigend hinauf. Unterwegs legten wir erneut mehrere Pausen ein und waren bereits um 09:45 Uhr derart durchgeschwitzt, das die nasse Kleidung nach dem Absetzen der Rucksäcke am Körper klebte. An sich schön kalt, aber trotzdem unangenehm. Wir trockneten etwas und es ging weiter aufwärts und aufwärts und aufwärts. Die Sonne brannte auf dem doch fast schattenlosen Weg ohne Gnade. Dann endlich der Zenit mit zwei Sendemasten. Hier ging es dann wieder abwärts und teilweise durch dichtes Gestrüpp mit fetten Spinnen 🕷 im Weg hängend. Trotzdem waren einige Wegstrecken durch die Olivenhaine wieder extrem schön.

    Wir erreichten „Vatos“ und kauften uns im dortigen Minimarkt jeder eine kalte Cola—Zero und tranken sie auf den beschaulichen Dorfplatz. Hier gab es auch wieder einen großen Kasten mit vielen Briefkästen. Dadurch muss der Postbote nicht durch die vielen kleinen Gassen irren - das haben wir in unserem Reiseführer gelesen. Als wir danach weitergingen, haben wir uns erneut kurz verlaufen und mussten ein Stück zurück. Das war bereits das dritte mal und es war noch nicht einmal Mittag 🤪 Mal schauen war der Tag dazu noch bereit hält. Wir verließen „Vatos“ und schwubs, haben wir uns wieder verlaufen. Oh man. Ob wir jemals ankommen werden wenn das so weiter geht?

    Wir kamen auf eine Ebene und hatten den Eindruck, dass es so auch in Deutschland am Bodensee aussehen könnte. Allerdings trafen wir hier mitten auf den Weg auf eine Schildkröte und beobachteten sie eine Weile. Wenig später trafen wir erneut auf eine Schildkröte, die noch schnell versuchte ins Gebüsch zu kommen. Schon verblüffend wie sich die Vegetation hier mit unserer in Deutschland ähnelte.

    Wir kamen auf eine große Straße. An einem Strommast war eine Markierung nach links. Unsere Navigation mit Komoot sagte uns aber, dass der Korfu-Trail über die Straße in den Olivenhain führte. Es gab da auch Wegähnliche Spuren und so gingen wir dort entlang. Nach einer Weile kamen wir an einem Pferd und einer Kuh vorbei und dann ging es nicht mehr weiter. So mussten wir umdrehen und zurück gehen - zum 5. mal heute.

    Kurz vor „Giannades“ machten wir bei der Taverne „Tristrsto“ eine Rast. Die ältere Frau, die uns bediente verstand statt „Beer“, dass wir „Ginger Beer“ haben wollten. Egal. Neben dem Bier tranken wir auch das noch aus. Herrlich erfrischend. Dann ging es weiter nach „Giannades“. Ein kleines ruhiges Örtchen mit einer Panoramaterrasse und kauften uns jeder ein erfrischendes Wassereis.

    Wir folgten den Markierungen, welche eigentlich gut erkennbar waren. Wir wussten, dass es hinter „Giannades“ erneut einen steilen und längeren Aufstieg gibt. Es war heiss und hin und wieder gab es durch die Olivenhaine Schatten. Manchmal sogar wehte ein leicht kühlendes Lüftchen und uns entstieg ein „AH und OH“ vor Entzückung und Wohltat. Wir erreichten mit viel Schweiß und Pausen den höchsten Punkt und kamen später nach „Liapades“. Hier gönnten wir uns erneut ein Eis und folgten dann dem Weg, den wir 2020 schon einmal mit Freunden und meiner Familie gegangen sind. Am Strand von „Lipades“ sind wir damals durch das Restaurant „Rokamare“ gegangen, um auf den Weg zu kommen. Heute hielt uns ein Kellner davon ab und zeigte uns den eigentlichen Weg. Am Ende des Strandes war ein Holzstück an den großen Felsen gelegt. Darüber mussten wir dann auf den Felsen oberhalb entlang wandeln und dann ins Gebüsch nach oben. Dadurch kamen wir oberhalb, aber noch seitlich am „Rokamare“ an. Wir stiegen die felsigen Stufen nach oben, hangelten uns später am Seil einer Holzleiter hoch und waren dann kurz vor „Paleokastritsa“.

    Es kamen Erinnerungen auf, wie wir damals alles hier entlang gegangen sind. Teils aufgeregt wegen das erste mal auf Korfu und teils etwas angestrengt wegen der erschwert begehbaren Umgebung. So erreichten wir die Hauptstraße von „Paleokastritsa“. Wir überquerten die Straße und gingen ein Stück erneut aufwärts am Campingplatz vorbei. Auch dieses Teilstück kannten Olaf und ich schon. Oben auf der Straße, ging es alsbald wieder von ihr ab in einen Mischwald aus Kiefern und Oliven. Ein interessanter Duft. Hier verliefen wir uns erneut (das 6. mal heute) und da wir nun schon ziemlich erschöpft waren, war das sehr unerfreulich. Trotzdem marschierten wir zurück und folgten dem Weg, der plötzlich an einer großen Baustelle endete. Wir waren kurzzeitig etwas verwirrt, jedoch hat uns die Erschöpfung dazu gebracht, diese Baustelle einfach zu durchqueren. Kurz darauf verließen wir den Korfu-Trail, da wir in „Paleokastritsa“ übernachten wollten.

    Dann ging alles ganz schnell. Hier war das Hotel „Paleo Inn“ und wir checkten ein. Im Zimmer die Klimaanlage angemacht, geduscht und etwas geschlafen. Erfrischt und erholt gingen wir dann zu unserem Lieblings-Restaurant- dem „Gran Aladino“. Hier waren wir auch 2020 und es hat uns deswegen so gut gefallen, weil es auch viele vegetarische und sogar vegane Gerichte angeboten hatte. Es war wieder richtig lecker - für morgen haben wir auch reserviert. Dann gingen wir noch etwas Retsina, Kürbiskerne und Pistazien kaufen. Das genössen wir zum Sonnenuntergang auf unserem wunderbaren Balkon mit Meerblick vom Hotelzimmer.

    Ein schöner und erfüllter Tag ging zu Ende. Wir waren glücklich
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  • Day 6

    Pausen-Chill-Bade-Tag

    June 17, 2022 in Greece ⋅ ☀️ 26 °C

    Was haben wir heute denn erlebt?

    Wir wollten den Tag so nehmen wie er kommt und was sich so ergibt. Nichts planen - alles einfach nur so daher laufen lassen. So waren wir nach dem Aufstehen im Hotel frühstücken. Danach schlenderten wir an der viel befahrenen Straße in Richtung Hafen. Auf dem Weg dorthin erwähnte Olaf, dass er gerne einmal zu diesem berühmten „Paradise-Beach“ möchte. Da dort keine Straße oder Weg hinführt, kommt man nur mit einem Boot an den wohl „schönsten Strand Korfu‘s“. Plötzlich kamen wir an einer Info vorbei, wo Bootsfahrten angeboten wurden. Für 20€ p.P. werden einem 3 „Caves“ und 5 „Beaches“ geboten. Sollte man an einem der Strände einen Zwischenstopp einlegen und später abgeholt werden wollen, kämen 5€ p.P. noch einmal dazu. Das klang gut und so sollte es sein. Wir gingen in den Info-Shop und erkundigten uns. Alles was wir wollten war machbar und wir konnten auch gleich in 20 Minuten zu der Tour. Cool. Wir bezahlten und gingen zum Hafen, wo wir die Ticket erhielten. Dann noch 15 Minuten an der „Mainstation“ warten und der Käpt‘n fuhr mit uns aufs Meer. Es waren noch zwei andere Pärchen dabei.

    Wir bekamen die erste Höhle zu sehen und eine kurze Erklärung dazu. Irgendwas mit Poseidon und wie klar das Wasser hier sei und ein großer Fischschwarm war dort zu sehen. Dann weiter zur nächsten kleinen Höhle und hier war was mit Delfinen und den griechischen Göttern. Ebenso ein Seemöwenpaar - welches gerade brütete und wir haben sogar noch die zwei schon recht großen Küken von unten gesehen. Die nächste Höhle war - ähm … hohl. Ein paar Bergziegen standen da herum. Dan kamen die Strände. Der „Paradise-Strand“ war wegen Steinschlaggefahr leider geschlossen. Was private Schipper (Touristen) nicht hinderte trotz vorheriger Warnung dort zu pausieren. Er wollte hier wegen der hohen möglichen Strafen nicht halt machen. Der Strand daneben war dann unser. Hier ließen wir uns für zwei Stunden wieder und der „Käpt‘n würde uns dort am mittleren Felsen in Wasser“ dann wieder abholen.

    Wir sprangen barfuß vom Boot in den Kiesstrand. Dann gingen wir weiter nach rechts, weil da keiner lag und wir niemanden mit unseren nackten „Adonis-Körpern“ stören wollten. Eben schnell die Handtücher ausgelegt und von den Klamotten befreit und ab in das kristallklare und azurblaue Wasser. Das war so herrlich und erfrischend und vor allem so klar und blau - der reine Wahnsinn. Immer wieder staunten wir über die Klarheit und die Bläue. Gleich am Strand aber im Wasser, war ein großer Kalkstein. Auf diesen konnten wir uns setzen und die Umgebung betrachten. Viele kamen hier mit ihren gemieteten Boot her, sprangen kurz ins Wasser und fuhren weiter. Auch wir hielten uns zweimal in Wasser auf und schon waren die zwei Stunden wieder um. Dann mussten wir zu dem „mittleren Felsen“, aber unser Käptn holte uns schon vorher ab und fuhr sehr nah mit dem Boot an den Steand, dass es ein leichtes war einzusteigen. Und dann ging es zurück. Herrlich so eine Bootsfahrt.

    Am Hafen schauten wir wehmütig zurück und es gab einen kurzen Moment des Bedauerns, dass wir nicht 4 Stunden dort geblieben sind. Dann gingen wir weiter zum Kloster von „Paleokastritsa“. Auf dem Weg nach oben, kauften wir an einem Stand Kirschen 🍒 und Aprikosen. Das Kloster war noch geschlossen, aber es öffnete bald und entsprechend viele Menschen warteten davor. Auf uns wirkte das in etwa so, als wenn die alle keine Zeit haben sich etwas anzusehen, das dann schnell sehen wollen um dann zur nächsten Attraktion mit dem Bus gefahren zu werden. So gingen wir zuerst noch zu einem Aussichtspunkt mit einem Kreuz in der Nähe und hatten eine wirklich tolle Aussicht auf das blaue Meer und die Landschaft mit der Küste - ein WOW entquoll unseren Mündern. Außerdem hatte man eine tolle Aussicht auf eine kleine vorgelagerte Felseninsel, welche der Legende nach ein von Poseidon versteinertes Schiff von Odysseus gewesen sein soll. Natürlich gab es auch wieder Tiere unterwegs. Diesmal waren es 4 Esel in einer Gruppe.

    Im Kloster kannten wir schon alles vom letzten Mal 2020 und haben uns nicht lange aufgehalten, da es total voll war. Außerhalb gab es noch ein Shop, wo wir Souvenirs kauften. Dann ging es zur „Grotte“. Denn die war beim letzten Mal geschlossen. Der Weg quer durch die lang gezogene Stadt an der Straße ist nicht schön - wirklich nicht. Die vielen Autos nerven, die Hitze nervt und das es keinen richtigen Weg für Fußgänger gab. „La Grotta“ erreicht man über viele Stufen hinunter zum Meer und es handelt sich um eine in der Felswand hineingebauten Grotte mit chilliger Bar und einer felsigen Badestelle. In der „Grotte“ war es sehr voll. Viele Besucher die dort auch baden waren. Bedauerlich, denn hier wollten wir in chilliger Atmo einen Cocktail schlürfen. Dann eben ein andermal. Also zurück ins Hotel, geduscht und dann ins „Gran Aladino“ - unserem Lieblings-Restaurant auf ganz Korfu und wieder lecker vegan gegessen 😋.

    Nach dem wundervollen Essen gingen wir ins Hotel zurück und tranken zum Abschluss dieses entspannten Tages einen Retsina. Morgen geht unsere Tour über die Festung „Angelokastro“ nach „Agios Georgios“, wo wir uns wieder mit meiner Familie treffen. Darauf freue ich mich auch schon.
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  • Day 7

    5. Etappe-Paleokastritsa -Agios Georgios

    June 18, 2022 in Greece ⋅ ☀️ 27 °C

    Hier hätten wir es durchaus noch einen Tag länger „aushalten“ können. Das dachten wir uns, als wir nach dem Frühstück wieder losgingen. Immer wieder blickten wir zurück und gaben leichte Seufzer von uns. Vorbei an unserem Lieblingsrestaurant, ging es dem Pfad aus „Paleokastritsa“ entlang, welchen wir vorgestern in die Stadt gefolgt sind. Zwischen einzelnen Villen schlängelt der Pfad sich aufwärts in dem dahinter liegenden Wald aus vielen Olivenbäumen. An einer Stelle mussten wir etwas klettern, da ein umgefallener Baum den Weg versperrte. Ursprünglich muss das ein sehr alter Weg gewesen sein, denn in den Fels gehauene Stufen zeugten von einer Bearbeitung derselben vor langer Zeit. Die Bäume spendeten angenehmen Schatten und trotzdem kamen wir gut ins schwitzen. Dann erreichten wir eine kaum befahrene Straße, die wir zuerst unterqueren und dann auf ihr ein kurzes Stück entlang gingen. Eine Markierung zeigte uns, dass wir links abbiegen müssen. Wir kamen erneut in einen Wald und gingen aufwärts. Dann kamen wir kurz vor „Lakonia“ wieder auf eine Straße und gingen in den Ort.

    „Lakonia“ kannten wir auch schon von vor knapp zwei Jahren. Damals sind wir hier hochgewandert, um in der hiesigen Taverne etwas zu trinken und den herrlichen Ausblick zu genießen. Heute wandern wir durch den Ort um an dessen Ende erneut (rechts) seitwärts in die Wälder hochzusteigen. Das ging eine ganze Weile so und während uns erneut Schwärme von Schmetterlingen begegneten, breitete die Natur ebenfalls noch einmal ihre Schönheit vor uns aus. Die Luft war erfüllt von vielen Aromen und im Schatten ließ es sich beim Gehen gut aushalten.

    Dann sahen wir in der Ferne die Festung „Angelokastro“, was zwar etwas entfernt vom Corf-Trail liegt aber ein Besuch der Festung waren die zusätzlichen Kilometer wert. Es ging an einer Kirche vorbei durch eine Hohlweg abwärts, bis wir über eine Straße dann den Ort „ Kirini“ erreichten. Ein wirklich kleiner Ort aber mit einem hübschen kleinen Dorfplatz als Kreisverkehr. In der Mitte stand ein Olivenbaum und es gab eine Taverne. Es sah richtig idyllisch aus. Wir gingen weiter auf der Straße, später abfallend, an einen Aussichtspunkt. Hier sah man die Festung in aller Pracht. Sie muss einmal sehr mächtig gewesen sein.

    Angelokastro (griechisch Αγγελόκαστρο „Engelsburg“) war eine der wichtigsten Verteidigungsanlagen der Insel Korfu. Seine strategische, schwer einnehmbare Position an der Nordwestspitze der Insel mit guten Einflussmöglichkeiten auf das südliche Adriatische Meer begründete viele Jahrhunderte lang eine große Bedeutung für das Schicksal und die Entwicklung der Insel. Es gibt zuverlässige Indikatoren, dass die Stelle, an der sich das heutige Angelokastro befindet, bereits in der frühen byzantinischen Periode (5. bis 7. Jahrhundert) mit einer Befestigung versehen wurde. Dort wurden zwei bearbeitete frühchristliche Steinplatten ausgegraben, als 1999 mit der Restaurierung der Anlage begonnen wurde. Obwohl es keine dezidierten Hinweise in den bislang erforschten Quellen gibt, scheint es wahrscheinlich, dass der Ausbau der Anlage im 11. und 12. Jahrhundert erfolgte – insbesondere als im Jahr 1071 Byzanz seine Territorien in Süditalien verlor und Korfu somit zur Grenze zwischen dem byzantinischen Reich und seinen gefährlichen Feinden im Westen, den romanisierten Normannen von Sizilien, wurde, die fortan regelmäßig Korfu attackierten.

    (Quelle: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Angelokastro_(K…)

    Der Eintritt kostet 3€ pro Person und die Festung war über Stufen zu erreichen. Von oben hatten wir ein herrlichen, wenn nicht gar atemberaubend Blick über die Weite der Landschaft und das Meer. Ein richtiger Rundblick über die ganze Umgebung. Das war einfach phänomenal schön. Wir gingen nach der Besichtigung wieder zu dem kleinen Runden Dorfplatz, wo jetzt zunehmend mehr Autos entlang fuhren. Denn die Touristen sind erwacht, haben Frühstück erhalten und wollen nun Programm machen. Am Dorfplatz ist die kleine Taverne „Ftelias“ und hier ließen wir uns für ein Bier nieder. Drei griechische Frauen redeten ununterbrochen und gefühlt alle gleichzeitig und trotzdem schienen sie sich zu verstehen. Etwas angeschwipst gingen wir weiter und vor lauter Faszination über den kleinen Ort, haben wir die falsche Abzweigung genommen. Eine ältere Frau saß in ihrem Garten und grüßte uns freundlich mit „Jassu“ (Jassu! heißt sowohl Hallo! als auch Tschüß! für Leute, die sich duzen). Kurz darauf merkten wir unseren Fehler und gingen wieder zurück und an der älteren Frau vorbei. Erneute grüßte sie, diesmal mehr lächelnd, erneut mit Jassu. Sie wusste bestimmt das wir den falschen Weg genommen haben.

    So folgten wir dann der richtigen Markierung aus dem Dorf auf einer nicht befahrenen Straße, um dann später einer Markierung wieder leicht aufwärts zu folgen. Ein Schild mit der Schrift „Pathway to the Beach“ zeigte uns den Weg zu einem Felsdurchgang. Als wir da durch und um die Ecke kamen, raubte uns der Anblick fast den Atem. Wir sahen die Bucht und Schmetterlingsbucht von „Agios Georgios“ in ihrer gesamten Schönheit vor uns. Wir konnten uns kaum satt sehen. Entlang an der Felswand führte ein breiter sicherer Weg nach unten zur Küste. Nachdem wir wieder durch einen Wald sind, erreichten wir die Küste und den Ort „Agios Georgios“. Hier trafen wir uns kurz mit der Familie meiner Schwester, gingen ins Hotel zum einchecken. Leider mussten wir noch eine Stunde warten, da wir zu schnell unterwegs waren.

    Dann das Zimmer erhalten, umgezogen und ab ins blaue glasklare Wasser und zwar dort, wo auch meine Schwester war. Gemeinsam verbrachten wir den Nachmittag am Strand und für das Abendessen reservierte ich einen Tisch im „Delfini“. Nach dem Essen begleiteten wir meine Schwester noch zu deren Unterkunft und übergaben ihr Sachen, die wir für die kommenden zwei Tage nicht brauchten und somit auch nicht mitschleppen mussten. Wir lagern die Sachen zwei Tage bei ihr, dann holt sie uns am Endpunkt vom Korfu-Trail ab und wir beziehen für die restlichen 5 Tage eine Ferienwohnung und lassen die Tage kommen wie sie kommen.
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  • Day 8

    6. Etappe - Agios Georgios - Sokraki

    June 19, 2022 in Greece ⋅ ☀️ 25 °C

    Sehr gutes Frühstück im Hotel mit Buffet und dann ab auf den Weg und endlich wieder einmal bergauf. Laut Wetterbericht sollten heute nur 28 Grad werden und da wollen wir wir zumindest die ersten Pfade bergauf morgens gehen.

    Gleich hinter „Agios Georgios“ ging es aufwärts in den Wald hinein. Vorbei an einem alten verrosteten Bus und mit herrlichen Aussichten auf die Bucht von „Agios Georgios“, ging es aufwärts bis nach „Prinilas“. Es gab hier eine nette Kirche und eine kleine Straße. Kurz darauf kamen wir nach „Pagi“ und an dem Café „Spiros Bond 007“ vorbei. Das Café war im James Bondfilm „For your Eyes only“ (deutscher Titel: In tödlicher Mission) mit Roger Moore. Der ganze Bond-Film wurde in Griechenland gedreht und eine Szene hier im Café in „Pagi“. Darauf sind die Bewohner des Ortes und noch mehr die Besitzer des Cafés sehr stolz. Wir sahen uns noch die Kirche von außen an und folgten dann der Straße aus dem Ort.

    Zuerst ging es wieder in das Tal und der dortige Tümpel beherbergte viel Kaulquappen. Danach ging es stetig auf breitem Schotterweg mit viel Schatten erneut aufwärts, wo wir dann auf eine Straße trafen, der wir bis in den Ort „Aspiotades“ folgten. Gleich am Ende des Ortes schloss sich dann „Manatades“ an. Ebenfalls sehr klein.

    Wir erreichten „Agios Athanasios“ mit einer Kirche und einer geführten deutschen Wandergruppe davor. Wir flüchteten schnell in das Dorf unterhalb der Kirche und verließen alsbald auch den Ort. Kurz dahinter ein Kloster, welches bis 1974 ein Männerkloster war. Heutzutage ist es ein Frauenkloster und dem heiligen Jesus gewidmet - Kloster Pantokrator. Dort hielten wir uns eine Weile auf, es gab kaltes Wasser umsonst, eine nette Kirche mit reichhaltiger Innenbemalung, welche von den Nonnen selbst angefertigt wurde und einen Shop. Hier verkauften die Nonnen selbst hergestellte Seife, Olivenöl und Ikonen. Wir waren sehr bestrebt nichts zu kaufen. Dann ging es am Kloster vorbei auf einer Asphaltstraße, die später in Beton und dann Schotter überging. Wir bogen in einer Kurve links ein und gingen durch herrlich schattige Olivenhaine. Nach gute 30 Minuten erreichten wir eine viel befahrene Straße und hatten schon etwas Mühe diese zu überqueren. Denn auf der anderen Seite gab es eine Shop mit „Handemade“ Dingen. Sowas interessiert uns immer. Dann haben wir doch etwas gekauft - ein Windspiel was von einer Eule gekrönt ist - das braucht man ganz dringend 😂.

    Kurz hinter der viel befahrenen Straße bogen wir erneut in einen dichten Wald ein und gingen scheinbar wieder in ein Tal. Wir mussten einen kleinen Bach überqueren und später war der eh schon schmale Pfad noch überspült, so dass wir schon aufpassen mussten, wohin wir traten. Außerdem hatten hier auch Wildbienen ihr Bau und wir mussten umso vorsichtiger sein, diese nicht aufzuscheuchen. Die Natur war hier so üppig und reichhaltig an Insekten. Es gab nicht nur wieder hunderte von Schmetterlingen zu sehen, es gesellten sich auch noch Libellen in unterschiedlichen Farben dazu. Schwer, diese flinken Insekten zu fotografieren.

    Wir waren durch das Tal durch und der Weg ging natürlich wieder aufwärts durch dicht bewaldetes Gebiet, der in den felsigen Untergrund gehauen wurde und dadurch auch ein gewisses Alter haben musste. Wir erreichten „Valanio“ das Heimatdorf von dem Verkäufer aus dem „Handmadeshop“ mit der Windspiel-Eule. Ein kleines und ruhiges Dorf - ein sehr beschaulicher Ort.

    Von hier an ging es fast immer durch herrlich grüne Olivenhaine. Die Luft war von vielen Aromen geschwängert und es war durch ein paar Wolken auch nicht so heiss wie an den letzten Tagen. Stellenweise hatten wir erneut den Eindruck, als gingen wir durch einen Urwald. Leicht zog der Schotterweg aufwärts und mündete in einer kaum befahrenen Straße. Von dieser ging rechts auf moosbewachsenen Steinen der Korfu-Trail auf einem kleinen felsigen Pfad nach oben. Es sollte uns letzter Anstieg für heute sein. Diese moosbewachsen Steine, der dichte Olivenhain und der felsige Pfad waren schon sehr romantisch. Nur leider sahen wir auch andere Dinge wie eine. ausrangierten Küchenherd und anderen Plastikmüll. Wirklich schade wie teilweise noch mit der Natur umgegangen wird und die Leute ihren 💩 nicht anständig entsorgen können.

    Wir erreichten unser Ziel - den Ort „Sokraki“. Wir hatten etwas Durst und auch noch etwas Zeit, so gingen wir zuerst in einen Taverne an dem Dorfplatz. Hier gab es zwei Tavernen und wir entschieden uns für die eine, die Spinatkuchen im Angebot hatte. Dazu tranken wir ein Bier und merkten, wie die Entspannung einsetzte. Gleich am Dorfplatz gab es einen „Handmade-Shop“ mit Dingen aus Olivenholz - wunderbar. Natürlich mussten wir hier auch etwas kaufen. Dann gingen wir zu unserer Unterkunft und die war wundervoll. Es gab mehrere Apartments und einen Pool. Nach einer kurzen Pause auf dem Bett, wo wir bei einem lauen Lüftchen kurz eingeschlafen sind, gingen wir in den Pool. Danach noch einmal zum Dorfplatz, weil es dort einen kleinen Minimarkt gab. Leider kein frisches Gemüse. In unserem Apartment gab es Kekse und Marmelade für umsonst. Außerdem Kaffee und Olivenöl. Als Knaller dann noch selbst hergestellten Zitronenlikör von der Mutter des Eigentümers, der uns zuvor das Apartment gezeigt hatte. Alles hier sehr entspannt und locker.
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  • Day 9

    7. Etappe - Sokraki - Agios Spiridon

    June 20, 2022 in Greece ⋅ ☀️ 25 °C

    So ein Apartment mit Pool in einer grünen Landschaft hat schon was. Hat uns gefallen und wir würden es nicht ablehnen, wenn man uns das Apartment schenken würde 😜

    Ein kleines Frühstück mit Dingen die da waren und wir gestern in dem kleinen Minimarkt gekauft haben. Das reichte uns völlig aus und los ging es. Wir haben vor der heutigen Etappe ein wenig Respekt. Zum einen weil die Etappe mit knapp 30 km wieder recht lang ist und zum anderen, weil wir den Aufstieg zum höchsten Berg Korfus machen wollen. Der Pantokrator (griechisch Παντοκράτορας) ist der höchste Berg auf der griechischen Insel Korfu. Er befindet sich im Nordosten der Insel. Seine Höhenangaben schwanken zwischen 906 und 917 m. Der Name bedeutet so viel wie Allesbeherrscher. Die Venezianer nannten den Pantokrator „Monte San Salvatore“. Vom Gipfel, zu dem eine Asphaltstraße führt, bietet sich bei klarem Wetter eine weite Sicht nach Albanien und zum griechischen Festland. Es befindet sich dort auch ein Kloster aus dem 17. Jahrhundert, das in den Sommermonaten bewohnt ist. Die griechisch-orthodoxe Kirche ist tagsüber frei zugänglich. Ein markantes Bauwerk auf dem Gipfel ist der Sendeturm, eine frei stehende Stahlfachwerkkonstruktion. Unterhalb des Turmes befindet sich ein Brunnen. (Quelle: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Pantokrator_(Berg) aber wir werden das schon schaffen.

    So entfernten wir uns von dem tollen Apartment zuerst abwärts auf der Straßen entlang. Alsbald bogen wir ein einen schmalen Pfad, der durch dichte Wälder mit Farne führte. Eine Herausforderung waren die vielen Spinnen, die ihre Netze genau in den Weg hängen mussten. Bei fast allen schafften wir es unter ihnen durchzuschlüpfen. Manche sahen wir allerdings zu spät. Viele Spinnen waren richtige „Monster“ von kräftiger Statur. Ich fand witzig wie sie an ihrem Netzen rüttelten, wenn Dir ihnen zu nah kamen. Olaf meinte das machen die so, um ihre „Angreifer“ zu verwirren und eine schlechtes Ziel zu sein.

    Nach guten 40 Minuten lichtete sich der Wald und wir kamen erneut auf eine Straße. Kaum befahren führte sie durch landwirtschaftliche Gebiete. Hier wurde hauptsächlich Obst und Gemüse angebaut. Ein naher See war ausgetrocknet. Über diese Straße erreichten wir „Spartilas“. Hier trafen wir auf ein britisches Pärchen, das sich an zu diesem Ort fahren lassen um dann in den Korfu-Trail einzusteigen. Wir schätzten sie auf über 65 Jahre. In dem Ort folgten wir den Markierungen und das stetig aufwärts. Denn hier begann der erste Teil der Etappe mit dem Aufstieg. Aus dem Ort ging es zunächst auf einer kleinen Straße und dann von dieser links auf den Berghang. Auf diesem stiegen wir über einen kleinen, in den Fels gehauenen Pfad empor. Immer wieder gab es fantastische Ausblicke auf die Landschaft - in der Ferne sah man „Kerkyra“ und sogar die daran anschließende Festung.

    Wir kamen ganz schön in schwitzen und erreichten die Ruine einer Kapelle. Wir waren überrascht, dass sich im zerstörten Inneren Wandmalereien und sogar ein Altar befand, welcher offensichtlich noch benutzt wurde. Dieser Ort hat uns sehr gefallen, vor allen Wegen der grandiosen Aussicht. Wieder zurück zum Pfad und unter die Netze der Spinnen geschlüpft. Diesmal ging Olaf vor - mit reichten die bisherigen Erfahrungen damit völlig aus.

    Wir folgten erneut einen in das Gestein gehauenen Pfad. Alles um uns herum wirkte wie in einem verwunschenen Zauberwald. Es war die pure Wonne durch diesen Wald zu gehen. Wir konnten uns daran kaum satt sehen. Dann erreichten wir eine gewisse Höhe, wo die Bäume zurückgingen und die Sträucher mehr ihre Präsenz zeigten. Eine steinige Ebene durchquerten wir mit achtsamen Schritten und das im Antlitz vom „Pantorkrator“.

    Nach einer Weile erreichten wir die Straße, die hoch zur Bergspitze führte. Zahlreiche Sendeanlagen und deren Antennen zerstörten das schöne Bild. Am oberen Kamm war das Kloster selbigen Namens - also „Pantokrator“ zu sehen. Dieser Straße folgten wir in zahlreichen Windungen nach oben. Hier gab es eine kleine Taverne und wir machten eine Pause und tranken etwas. Danach besichtigten wir das Kloster. In diesem gab es prächtige Wandmalereien zu bewundern und natürlich auch die spektakuläre Aussicht - sogar bis nach Albanien.

    Dann gingen wir die selbe Straße wieder runter und später in einen Schotterweg. In einer Kurve war eine „Minikapelle“ aufgestellt. Die sah man hin und wieder in Griechenland. Die stehen dort, weil Menschen an dieser Stelle ums Leben gekommen sind. Ein Bild zeigte einen jungen attraktiven Mann. Daneben und schon am Hang, lagen defekte Teile von einem Auto und als wir hinunter sahen, sahen wir noch das Wrack dort liegen. Etwas traurig gingen wir weiter und bedauerten den Verlust des jungen Mannes.

    Auf diesem Schotterweg gingen wir knapp 50 Minuten und bogen an einem Rastplatz - den einzigen auf dem Korfu-Trail - in einen steinigen Weg mit Rollsplitt abwärts in ein kleines Tal. Dort erreichten wir „Palea Peritheia“ - ein verlassenes Dorf. Perithia (griechisch Περίθεια (n. sg.)) ist ein Dorf auf der griechischen Insel Korfu, das 1996 unter Denkmalschutz gestellt wurde. Der Ort liegt im Nordosten Korfus an den Ausläufern des Pantokrator. Die ersten schriftlichen Aufzeichnungen zu Perithia liegen aus dem 14. Jahrhundert vor. Man nimmt jedoch an, dass Perithia bereits deutlich länger besiedelt war. In seiner Blütezeit war Perithia einer der wohlhabendsten Orte der Insel und hatte bis zu 1200 Einwohner. Es gab etwa 130 Wohnhäuser und acht Kirchen.

    Die Lage des Ortes auf etwa 450 Metern bot ursprünglich Schutz vor Piratenüberfällen und der Malaria, die damals an der Küste grassierte. Viehzucht war ein wichtiger Wirtschaftszweig, andere Landwirtschaft war vornehmlich nur an Feldern in der tiefer gelegenen Küstenregion möglich. Im 19. Jahrhundert gab es kaum noch Piratenüberfälle und mehr und mehr Leute verbrachten den Winter an der Küste und nur die malariagefährlichen Sommermonate in Palea Peritheia. Der Ort wurde in den 1960er Jahren nach und nach ganz verlassen, nachdem die Malariagefahr auf den griechischen Inseln gebannt war und der Tourismus Arbeitsplätze an den Küsten bot. (Quelle: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Perithia)

    Wir durchquerten das Dorf, was wir bereits 2020 ausgiebig erkundet hatten. Auffällig für uns war, dass scheinbar mehrere Gebäude restauriert wurden und es mehr Tavernen gab. Auf einem sandigen Fahrweg gingen wir nun weiter abwärts. Für heute erwarteten uns keine Aufstiege mehr. Wir gingen erneut durch einen „verwunschenen Zauberwald“ und dann lichtete sich der Wald, weil wir uns der Küste näherten.

    An der Küste bewunderten wir den herrlichen Strand und das prachtvolle blaue Meer. Wir gingen über Tuffstein an der Küste bis zu. Endpunkt vom Korfu-Trail in dem Ort „Agios Spiridon“. Wir beglückwünschten uns für die Tour und haben uns einen Kuss. Dann gingen wir zum naheliegender Strand, weil dort meine Schwester mit Familie auf uns wartete. Sie haben uns hier abgeholt und brachten und zu unserer Unterkunft in „Agios Georgios“. Unterwegs hielten wir an eine Pita-Restaurant, wo wir alle eine wundervolles Abendessen zu uns genommen haben.

    In der Unterkunft selbst war alles super. Wir duschten und kauften schon etwas im naheliegenden Supermarkt ein. Ein schöner Tag und eine schöne Reise ging zu Ende. Auf unseren Balkon mit dem Blick auf das Meer, tranken wir noch ein Glas Retsina.
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