• Lefkada hat uns geflasht 🌊🏍️☀️

    8. maj, Grækenland ⋅ 🌧 19 °C

    Lefkada hat uns geflasht 🌊🏍️☀️
    Und manchmal gibt es Tage, die so schön sind, dass man abends kaum glauben kann, dass man wirklich dabei war

    Lefkada hat uns komplett erwischt.
    Nicht nur dieses irre Wasser. Nicht nur diese Farben. Nicht nur diese Strände. Nein, die ganze Insel hat uns in ihren Bann gezogen. Das Meer, die Berge, die Straßen, die Kurven, die kleinen Dörfer, die Wolken, das Licht… alles fühlte sich plötzlich größer an, schöner, weiter, blauer. So blau, dass wir irgendwann selbst dachten, wir sehen wahrscheinlich schon blau vor lauter Schönheit 😄💙

    Aber ich muss von vorne anfangen.

    Schon die Anfahrt auf die Insel hatte es in sich. Erst diese Ruckelstrecke, bei der du dich fragst, ob jetzt die Insel kommt oder erst noch die Bandscheibenprüfung. Und dann der Campingplatz. Oder besser gesagt der Weg dorthin. Gefühlt 20 Prozent Steigung… nach unten. Also genau diese Sorte Einfahrt, bei der du schon beim Runterrollen weißt, dass das eigentliche Problem morgen auf dich wartet 😅

    Britti natürlich sofort in Alarmbereitschaft:
    „Halt, halt… da kommen wir nie wieder hoch!“

    Und ich, Kai, Abenteurer aus Leidenschaft und in dem Moment auch ein bisschen aus Trotz, sagte natürlich nur:
    „Das werden wir doch sehen.“ 😎

    Also glitt ich den Silberpfeil ganz entspannt diesen steilen Berg hinunter. Unten angekommen war es dann aber sofort wieder wunderschön. Ein Campingplatz, wie griechische Campingplätze eben so sind… irgendwo in den 70ern stehen geblieben, ein bisschen schräg, ein bisschen eigen, aber genau dadurch schon wieder interessant 😄
    Dafür hatten wir Meerblick. Eine tolle Bucht direkt vor uns. Wasser, Licht, Ruhe. Und damit war der Tag eigentlich schon gewonnen.

    Aber dann kam erst das eigentliche Highlight.

    Wir schwangen uns auf den Roller und machten das, was man eigentlich gar nicht vernünftig planen kann, wir fuhren einfach los. Einmal Lefkada fühlen. Und was als kleine Tour begann, wurde ein ganzer Tag voller Staunen. Abfahrt gegen 10 Uhr morgens, Rückkehr gegen 18 Uhr abends. Acht Stunden Roller. Acht Stunden Insel. Acht Stunden pure Begeisterung 🏍️☀️

    Ich glaube, wir sind irgendwo zwischen 150 und 250 Kilometer gefahren. So genau weiß das am Ende keiner mehr, weil irgendwann alles nur noch aus Kurven, Aussicht, Lachen und Staunen bestand. Wir sind einmal rund um die Insel, dann wieder durch die Berge, durch winzige Dörfer, durch Wolken, durch Straßen, auf denen uns gefühlt den halben Tag nicht ein einziges Auto entgegenkam. Das musst du dir mal vorstellen. So eine Landschaft. So eine Weite. Und fast niemand da. Es war, als hätte Lefkada an diesem Tag nur uns eingeladen ❤️

    Und dann natürlich Strand Katsiki.

    Kaum waren wir mit dem Roller dort angekommen, war Britti schon völlig außer sich. Sie hüpfte, sie stampfte, sie war sofort im absoluten Ausnahmezustand 😄
    „Das muss ich sehen, da muss ich hin!“

    Während Britti also schon innerlich fast im Wasser lag, kümmerte ich mich erstmal um die wirklich wichtigen Dinge des Lebens… einen Americano mit Milch für glatte 5 Euro ☕😂
    Auch so ein Preis, bei dem du kurz schluckst und dann trotzdem bezahlst, weil der Blick sowieso alles wieder wettmacht.

    Und dann standen wir da.
    Britti irgendwo schon halb verschwunden vor Begeisterung, ich mit meinem Kaffee, und plötzlich fühlte sich alles blau an. Wirklich alles. Das Wasser. Der Himmel. Die Luft. Sogar die Gedanken. Wir schauten uns an, umarmten uns und wussten in genau diesem Moment, dass wir diesen Anblick nie wieder vergessen würden.

    Wir saßen ewig oben auf dieser Veranda und starrten auf dieses türkis-klare Wasser, als hätten wir beide vergessen, wie man wieder aufsteht. Und ich sag’s ganz ehrlich, für einen Norddeutschen ist so ein Anblick fast schon zu viel. Man ist ja einiges gewohnt, aber sowas… das haut dich weg 🌊💙

    Als wir abends wieder auf dem Campingplatz ankamen, waren wir völlig geplättet. Von der Sonne, von der Strecke, von den Bergen, von den Wolken, von diesem ganzen verrückt schönen Tag. Wir sanken in unsere Stühle wie zwei Menschen, die gerade einen kleinen Glücksunfall hinter sich haben. Die Augen wollten eigentlich schon zugehen, aber wir haben uns trotzdem noch etwas richtig Schönes zu essen gemacht und saßen da dann einfach nur und guckten uns an, mit diesem stillen Grinsen, das mehr sagt als jedes große Gerede.

    Und dann hatten wir noch einen gigantischen Lachkrampf.
    So einen, bei dem du irgendwann gar nicht mehr weißt, worüber du eigentlich lachst. Aber es ist völlig egal, weil es einfach immer schlimmer wird 😂
    Bis heute wissen wir nicht mehr genau, was der Auslöser war. Aber dieses Lachen hängt uns immer noch in den Ohren.

    Und dann hieß es irgendwann leider auch schon wieder: Lefkada langsam verlassen.

    Jetzt kam der Moment der Wahrheit. Die fast 20 Prozent Steigung nach oben. Britti hatte das Drama vom Vortag natürlich nicht vergessen. Ich dagegen blieb, wie immer, völlig tiefenentspannt 😎
    Und ich habe es natürlich locker geschafft mit unserem Silberpfeil. Überhaupt kein Problem. Kein Gezuckel. Kein Gejammer. Einfach hoch damit.

    Aber vorher sagte ich noch zu Britti:
    „Geh du lieber schon mal den Berg hoch und guck, ob oben ein Auto kommt.“

    Sie lief los.
    Ich grinste.
    Und es war herrlich zu sehen, wie die kleine Britti im Dauerlauf diesen Berg hochstiefelte, voller Pflichtbewusstsein und wahrscheinlich innerlich fluchend 😂

    Vielen Dank, Britti, für deinen heldenhaften Bergeinsatz und deine weise Voraussicht am Hang ❤️

    Und jetzt geht es weiter.
    Weiter nach Olympia.
    An einen Ort, der schon vor rund 3000 Jahren Geschichte geschrieben hat.

    Und wenn du wissen willst, ob Britti dort wirklich den 100 Meter Lauf läuft… dann bleib dran 😄🏛️🔥
    Und ich erzähle dir dann natürlich auch, das wir wieder einmal eine herzliche Bekanntschaft gemacht haben!
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