• Start im Morgengrauen

    15 Januari, Sepanyol ⋅ 🌬 18 °C

    .Aufbruch nach Gran Canaria ✈️🌴
    Ich kann nicht sagen, dass ich besonders gut geschlafen habe. Zu groß ist die Angst, zu verschlafen. Um 6:00 Uhr will ich spätestens aufstehen, um gegen 7:45 Uhr das Haus vernünftig verlassen zu können – Müll raus, Blumen versorgt, Kühlschrank gecheckt. Alles erledigt, bevor es losgeht.
    Der Flug nach Gran Canaria startet um 12:50 Uhr ab Köln/Bonn. Wenn wir gegen 8:00 Uhr losfahren, sollte das gut zu schaffen sein. Sollte. Denn die A2 ist ja bekanntlich eine echte Wundertüte, wenn es ums Zeitmanagement geht. 🚗💭
    Wenn ich „wir“ sage, heißt das: Ich fliege nicht allein. Nachdem ich Freundinnen, Schwestern, Familie und Bekannte gefragt habe, ob jemand Lust auf einen Kurztrip nach Gran Canaria hat – und leider niemand Zeit findet – reise ich nun mit Andreas. Er ist der Freund meiner Schwester, die wegen einer Fuß-OP verhindert ist. Andreas war noch nie auf der Insel, ist neugierig und hat Lust, mein Reisebegleiter und Mitbewohner der Ferienwohnung zu sein. Perfekt. 😊
    Warum gerade Gran Canaria? Ich folge der Einladung meiner Freundin Petra. Sie hatte schon Michael und mich eingeladen, sie und ihren Lebensgefährten auf dem Boot zu besuchen, auf dem sie im Hafen von Las Palmas leben. Nach Michaels Tod rückt dieses Ziel – gleich nach Cuxhaven – ganz weit nach oben auf meiner Wunschliste. Und ich freue mich sehr darauf, das nasse, kalte Löhne für eine Woche gegen die Wärme der Kanaren zu tauschen. 🌞🌊
    Der Flug ist ein echtes Schnäppchen, die Ferienwohnung liegt direkt am Canteras-Strand in Las Palmas. In Flug und Wohnung bin ich bereits eingecheckt, also starten wir noch vor acht Uhr Richtung Köln.
    Mein „Eselchen“ – so heißt mein neues Auto wegen seiner grauen Farbe – bekommt heute seine erste richtige Autobahnfahrt und sammelt die ersten Kilometer auf dem Tacho. 🫏🚙
    Das Angebot von Andreas zu fahren nehme ich bei dem Sauwetter, der Dunkelheit und dem dichten Verkehr dankbar an.
    Google Maps meldet bereits zwei Staus. Ein bisschen nervös macht mich das schon – meine ganz persönliche Angst vor dem Zuspätkommen. Dabei haben wir reichlich Puffer eingeplant. Und tatsächlich: Wir kommen just in time auf dem Parkplatz nahe des Flughafens an.
    Gleich bei der Einfahrt muss das Gepäck raus. Dumm nur, dass wir mitten in einer riesigen Pfütze stehen. Meine Jacke und Andreas’ Rucksack gönnen sich eine unfreiwillige Erfrischung. 💦
    Nachdem das Auto abgestellt ist, bringt uns ein uralter Transporter zum Terminal. Auf den Sitzen könnte man anhand der Flecken vermutlich eine kleine Weltkarte erkennen. Für die Rückfahrt bekommen wir einen Infozettel in die Hand gedrückt – sehr vertrauenerweckend. 😉
    Im Flughafen ist wenig los, ruckzuck sind wir durch die Sicherheitskontrolle. Wer – so wie wir – nur mit Handgepäck reist, weiß: Da muss einiges ausgepackt und in die bereitgestellten Boxen sortiert werden. Aber wir sind gut vorbereitet, alles läuft reibungslos, ganz ohne panische Kramerei.
    Jetzt heißt es erst mal: entspannen. Wir haben noch anderthalb Stunden bis zum Abflug. Ein kleiner Snack, die geleerten Wasserflaschen werden aufgefüllt – und schon vergeht die Zeit wie im Flug. 🕒
    Dank Priority-Boarding gehören wir zu den Ersten, die an Bord dürfen. Die Taktik, keinen Platz in der Mitte zu buchen, sondern Fenster- und Gangplatz, geht auf. Niemand will dazwischen sitzen – der Platz bleibt frei. Mehr Raum, mehr Komfort. 👍
    Beim Abheben klebe ich am Fenster. Die Erde unter mir wird immer kleiner. Ein erhebendes Gefühl. Dann sind wir über den Wolken, die wie ein weicher Teppich unter uns liegen, und fliegen durch das Himmelsblau der Sonne entgegen. ✨☁️
    Vier Stunden und 45 Minuten Flugzeit sind eine ordentliche Zeit des Still­sitzens. Entsprechend lebendig wird es bald im Flieger: Menschen stehen im Gang, gehen zur Toilette, kramen in den Gepäckfächern. Jeder versucht, sich die Zeit auf seine Weise zu vertreiben.
    Und irgendwo dort oben beginnt sie – meine kleine Auszeit auf Gran Canaria. 🌴✈️Auch die 4½ Stunden Flugzeit gehen irgendwann zu Ende.
    Die Uhr wird eine Stunde zurückgedreht – und gefühlt beginnt eine andere Zeitrechnung.
    Dank des schönen Wetters kann ich den Anflug auf die Insel aus dem Fenster beobachten: Küste, Licht, Meer … ein großartiges erstes Insel-Erlebnis.
    Genau dieser Moment, in dem man weiß: Ich bin angekommen. ☀️🌊
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