• Beachtime am Vanilla Strand

    March 10 on the Philippines ⋅ ⛅ 26 °C

    🌴 Ein Tag in El Nido
    Heute schlafen wir tatsächlich mal etwas länger. Obwohl wir mitten in Downtown von El Nido wohnen, ist es in der Nacht erstaunlich ruhig gewesen. Erst gegen Morgen wird es wieder lebhafter – allen voran eine Kapelle, die musizierend durch die Straßen zieht, fast wie ein wandernder Big Ben.
    Ich könnte mir eigentlich einen Kaffee auf dem Zimmer machen. Kaffeepulver, Wasserkocher und Tassen stehen bereit. Aber seit ich gehört habe, dass manche Gäste darin ihre Socken auskochen, ist mir die Lust auf Zimmerkaffee gründlich vergangen. Also gehe ich lieber schon einmal in den Frühstücksraum und warte dort auf den Rest der Familie.
    Zum Frühstück gibt es – wie fast überall auf den Philippinen – wieder warme Gerichte: Reis, Curry, gebratenes Gemüse und Rührei. Nichts, was ich unbedingt gleich am Morgen brauche. Ich halte mich lieber an Obst, Toast und ein bisschen Rührei.
    Während wir frühstücken, schlägt Jan Michel vor, heute den Taraw Cliff Canopy Walk zu machen. Der neue Canopy Walk führt über gesicherte Wege, Hängebrücken und Kletterpassagen hinauf zu einer spektakulären Aussichtsplattform über El Nido. Von dort soll man einen grandiosen Blick auf die Bucht, die Kalksteinfelsen und die vielen kleinen Inseln haben.
    Als wir nach dem Frühstück allerdings die vier Stockwerke zu unserem Zimmer hochgestiegen sind, kommen uns angesichts der Hitze, der Luftfeuchtigkeit und der Vorstellung von Kletterpassagen doch ein paar Zweifel. Wir beschließen: Das machen wir lieber am späten Nachmittag.
    Jetzt ist erst einmal Beachtime angesagt.
    🌊 Traumstrand am Vanilla Beach
    An der Rezeption liegt schon unsere Wäsche bereit – frisch gewaschen, gebügelt und ordentlich verpackt. Wir hatten sie gestern abgegeben. Wenn ich mich richtig erinnere, hat das Ganze gerade einmal 400 PHP gekostet.
    Wir packen unsere Sachen zusammen. Die TukTuks warten immer vor dem Hotel. In etwa 15 Minuten bringen es uns über den Hügel zum Vanilla Beach.
    Früher waren viele Strände hier gar nicht über Straßen erreichbar. Heute ist der Hang mit Hotels bebaut, und auch am Strand selbst gibt es einige kleine Resorts und Bars. Trotzdem: Als wir ankommen, verschlägt es mir kurz den Atem.
    Türkisblaues Wasser in allen Schattierungen, im Hintergrund die typischen Felsen von El Nido, davor Palmen, weißer Sand und glitzerndes Meer. Einfach nur Traum.
    Wir setzen uns zunächst direkt in den Sand, entdecken dann aber eine Strandbar mit Liegen, die man benutzen darf, wenn man dort etwas bestellt. Perfekt.
    Allerdings weht ein ziemlich kräftiger Wind. Die kleinen Sandkörner fühlen sich auf der Haut an wie Nadelstiche. Also drehen wir die Liegen einfach gegen den Wind und sitzen bald wunderbar geschützt unter den Palmen.
    Irgendwann entdecke ich allerdings ein Schild: “Be careful – Jellyfish!”
    Danach gehe ich nicht mehr ganz so unbeschwert ins Wasser.
    Clara hingegen bekommt man kaum noch heraus. Für sie ist das hier eindeutig der perfekte Strand. Wir lassen uns mit Drinks und mittags mit einem kleinen Essen am Strand verwöhnen.
    🌅 Sonnenuntergang & Zipline über dem Meer
    Der Vanilla Beach ist übrigens auch bekannt für seine Las Cabanas Zipline. Dabei saust man an einem Drahtseil vom Hügel über den Strand hinweg – mit Blick auf Meer und Inseln. Sie gilt als eine der schönsten Ziplines der Philippinen.
    Wir schauen den Mutigen eine Weile zu, bleiben aber lieber mit beiden Füßen im Sand.
    Weil es hier so schön ist, beschließen wir spontan: Heute ist Faulenzer-Strandtag.
    Und wir bleiben gleich noch bis zum Sonnenuntergang.
    Der ist diesmal nicht ganz so spektakulär wie erhofft, weil Wolken der Sonne ein wenig ins Handwerk pfuschen. Trotzdem ist die Stimmung fantastisch. Viele Menschen sitzen im Sand, schauen aufs Meer und warten auf diesen Moment.
    🌙 Nachtleben & Streetfood
    Nach Sonnenuntergang wollen plötzlich alle gleichzeitig zurück in die Stadt. Das ist hier kein Problem – TukTuks gibt es unendlich viele, und am Vanilla Beach scheint sogar geregelt zu sein, dass alle Fahrer zu ihren Fahrten kommen.
    Zurück in El Nido wünscht sich Clara unbedingt noch einmal eine Rückenmassage – die hat ihr gestern so gut gefallen. Also machen wir uns nach einer schnellen Dusche auf den Weg in die Stadt, wo schon wieder ordentlich Leben herrscht.
    Zuerst lassen wir uns die Hände schön machen, danach gönnen wir uns noch eine halbe Stunde Massage. Jan Michel geht es nicht so gut und rt geht zurück ins Hotel,
    während Clara und ich noch einen kleinen Mädelsabend machen. Es zieht uns zum El Nido Night Market. Dort reihen sich kleine Stände mit gegrilltem Fisch, Fleischspießen, Reisgerichten, Nudeln und frischen Früchten aneinander. Die Auswahl ist riesig – und alles duftet unglaublich verführerisch.
    Am Ende suchen wir uns wieder etwas Leckeres aus dem bunten Angebot aus.
    Inzwischen ist es 22:30 Uhr, und langsam wird es Zeit zurück ins Hotel zu gehen und den Tag ausklingen zu lassen.
    Denn morgen wechseln wir die Insel.
    Mit der Fähre geht es von El Nido nach Coron – fast vier Stunden über das Meer.
    Und wenn man den Berichten im Internet glauben darf, kann diese Fahrt durchaus etwas abenteuerlich werden.
    Ich bin gespannt, was uns morgen erwartet.

    El Nido Canopy Walk: Möglichkeit, die Taraw-Klippe zu genießen | https://share.google/8NWiYRtn1mlfyiU6b
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