🌴Inselträume rund um Coron
March 12 on the Philippines ⋅ ⛅ 29 °C
– Ein Tag wie aus dem Bilderbuch
Gestern Abend kurz vor zehn buchen wir noch schnell unsere Bootstour für den nächsten Tag. Eigentlich wollen wir unbedingt die berühmte Tour A rund um Coron Island machen, die zu den schönsten Lagunen, Stränden und Schnorchelplätzen der Region führt.
Aber nach unseren bisherigen Erfahrungen mit den vielen Ausflugsbooten haben wir eine andere Idee. Morgens starten oft 30 bis 50 Boote gleichzeitig und fahren alle die gleichen Spots in der gleichen Reihenfolge an. Das bedeutet: viele Menschen, viele Kajaks und wenig Ruhe.
Also verhandeln wir ein wenig – und buchen kurzerhand ein privates Boot, das die Route einfach entgegengesetzt fährt. So hoffen wir, die schönsten Orte möglichst für uns allein zu erleben.
🚤 Start ins Inselparadies
Um 8 Uhr werden wir am Hotel abgeholt und zum Hafen von Coron Town gebracht. Dort herrscht das übliche Gewusel: Menschen suchen ihre Boote, Guides ihre Gruppen – und wir stehen mittendrin mit einem kleinen Zettel in der Hand.
Aber auf den Philippinen gilt:
Auch Chaos ist organisiert … irgendwie.
Und tatsächlich finden wir bald unseren Guide Paul. Er organisiert noch Flossen und Schnorchelausrüstung – und schon geht es über den Steg zu unserem Boot.
Ein relativ großes Ausflugsboot wartet auf uns. Heute ist es nur für uns unterwegs. Die Crew besteht aus Steuermann, Guide und einem Helfer, der gleichzeitig Koch ist. In der kleinen Kombüse wird schon eifrig Gemüse geschnippelt.
Wasser, Gläser und eine Bluetooth-Box stehen bereit – wir dürfen sogar unsere eigene Musik abspielen.
So ausgestattet gleiten wir über das tiefblaue bis türkisfarbene Wasser hinaus in die Inselwelt.
🐠 Schnorcheln zum ersten Mal
Unser erster Stopp ist ein kleiner Strand zum Schnorcheln.
Ich habe in meinem Leben noch nie geschnorchelt. Aber einmal ist immer das erste Mal. Und was soll ich sagen: Es macht riesigen Spaß!
Unter mir schwimmen bunte Fischschwärme, ein Seestern liegt auf dem sandigen Grund und das Wasser ist glasklar.
⚓ Wrack aus dem Zweiten Weltkrieg
Weiter geht es zu einem der berühmten Wracktauchplätze rund um Coron. Vor der Insel liegt ein versunkenes japanisches Schiff aus dem Zweiten Weltkrieg.
Im September 1944 wurden hier mehrere japanische Kriegsschiffe von amerikanischen Flugzeugen versenkt – heute gehören diese Wracks zu den spektakulärsten Tauchplätzen der Welt.
Selbst beim Schnorcheln können wir Teile des Wracks erkennen. Unser Guide streut etwas Reis ins Wasser – und plötzlich sind wir mitten in einem riesigen Schwarm tropischer Fische.
Clara und Jan Michel tauchen begeistert hinunter und machen Unterwasserfotos mit unserer wasserdichten Handyhülle.
🪸 Korallengarten
Der nächste Stopp ist ein Korallengarten.
Hier ist das Wasser sehr flach und die Korallen sind unglaublich gut zu sehen. Ich kann mich gar nicht sattsehen an den Formen, Farben und Mustern dieser Unterwasserwelt.
Während wir wieder aufs Boot steigen, macht Paul mit unserem Handy noch fantastische Fotos von uns. Er hat wirklich Talent – und erzählt nebenbei, dass er nur zwei bis drei Monate im Jahr als Guide arbeitet. Den Rest der Zeit ist er Fischer.
🍍 Inselpicknick
Mittags steuern wir eine kleine Insel an. Dort stehen einfache Hütten mit Tischen und Bänken – Picknickplätze für die Ausflugsboote.
Außer einem zweiten privaten Boot ist niemand hier.
Während wir die Insel erkunden, deckt die Crew für uns den Tisch.
Und was für einen!
Frisch gegrillter Fisch, verschiedene Salate, Reis, Obst – und als Dessert frische Mangos. Dazu eine eiskalte Cola.
Die palmengedeckten Hütten, das klare Wasser, das sanft schaukelnde Boot – es sieht wirklich aus wie ein perfekter Instagram-Post.
🌊 Die berühmten Twin Lagoons
Nach dem Essen fahren wir zu den spektakulären Twin Lagoons.
Zwei Lagunen, getrennt durch eine Felswand aus Kalkstein. Von der ersten gelangt man in die zweite entweder unter einem Felsen hindurch tauchend – oder über eine kleine Leiter kletternd.
Ich bleibe lieber in der ersten Lagune. Hier mischt sich warmes Süßwasser mit kühlerem Salzwasser – ein faszinierendes Naturphänomen.
Als ich zurück zum Boot schwimme, tauchen schon die ersten Ausflugsboote auf. Gut, dass wir gleich weiterfahren.
🛶 Die Große Lagune
Als nächstes erreichen wir die Big Lagoon.
Die Lagune ist von hohen Karstfelsen umgeben und nur über einen schmalen Zugang erreichbar. Viele Besucher fahren hier mit Kajaks hinein.
Wir schwimmen ein Stück hinein, genießen das ruhige Wasser – und als es voller wird, kehren wir lieber wieder zu unserem Boot zurück.
🏞 Barracuda Lake – der tiefste Punkt
Der Höhepunkt der Tour ist der spektakuläre Barracuda Lake.
Ein von steilen Kalksteinfelsen umgebener See mit kristallklarem Wasser. Der Weg hinauf führt über etwa 300 Stufen zu einem Aussichtspunkt – einer der meistfotografierten Orte der Philippinen.
Der See ist über 30 Meter tief und berühmt für seine faszinierenden Temperatur- und Salzschichten.
Paul, unser Guide, ist Freediver und taucht an den steilen Felsen hinunter. Clara und Jan Michel probieren es auch – und filmen sich gegenseitig dabei.
Mir reicht es völlig, von oben in die Tiefe zu schauen und die Unterwasserwelt beim Schnorcheln zu beobachten.
🌅 Zurück nach Coron
Nach diesem letzten Highlight fahren wir etwa eine halbe Stunde zurück zum Hafen von Coron.
Für uns steht fest:
Das war eines der absoluten Highlights unserer Philippinenreise.
Und wir können jedem nur empfehlen, eine private Bootstour zu machen. Die Freiheit, die Aufenthalte selbst zu bestimmen und die Orte ohne Menschenmassen zu erleben, ist einfach unbezahlbar.
🌺 Ein ruhiger Abend
Zurück im Hotel springen wir erst einmal in den Pool.
Keiner von uns hat danach noch Lust, durch die Stadt zu laufen. Also essen wir einfach im Coconut Garden Island Resort – und stellen fest, dass auch die Küche dort wirklich hervorragend ist.
Wir sitzen noch lange im wunderschönen Garten bei einem Drink.
Morgen geht es weiter nach Manila.
Aber dieser Tag rund um Coron wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.Read more


























TravelerTolle Erlebnisse 👍
TravelerWas für tolle Erlebnisse