• Navi-Chaos und Frühlingsfahrt

    April 16 in Germany ⋅ ☁️ 16 °C

    Heute heißt es Abschied nehmen von den wirklich schönen Niederlanden. Doch nach Hause geht es noch nicht – unser Ziel ist die Marina Fünstrup in Greven, wo am Wochenende das Frühjahrstreffen der Wohnmobilisten aus Löhne stattfindet. Natürlich wollen wir dabei sein.
    Bei herrlichem Wetter starten wir entspannt in den Tag. Frühstück, Abfahrtsroutine – alles läuft rund. Naja… fast. Einmal piept es: die Treppe ist noch nicht eingefahren. Klassiker. Doch kaum sind wir vom Platz, fällt zuerst das Garmin-Navi aus – und keine 200 Meter später auch noch Google Maps. Perfektes Timing! Anhalten? Fehlanzeige. Vor lauter Aufregung verpasse ich im Kreisverkehr die richtige Ausfahrt.
    Zum Glück erinnere ich mich grob an die Strecke: irgendwie auf die A7, dann über Nieuweschans auf die A31. Klingt einfach – ist es aber nicht ohne Navi. Einen Parkplatz auf der A7 gibt es nicht.Also runter bei Nieuweschans… und Gitti lotst mich mit ihrem Handy (quer durch den Ort – direkt zur Therme.
    Jetzt reicht’s. Ich biege auf den Parkplatz ab, um beide Navis wieder zum Leben zu erwecken. Das gelingt auch – aber dafür bin ich im Parkplatz gefangen. Baustelle, Sackgasse… und ich darf zwischen parkenden Autos rückwärts wieder raus. Schweißperlen inklusive.
    Dann endlich: beide Navis funktionieren, wir finden die A31 – und ab da läuft es. Tempomat rein, Verkehr überschaubar, entspanntes Rollen Richtung Deutschland. Nur der Abschnitt rund um Rheine fordert nochmal Nerven: Baustellen, LKW an LKW und gefühlt endloses Überholverbot und natürlich ein Stau.
    In Greven angekommen, wartet schon die nächste kleine Geduldsprobe: Drei Wohnmobile vor uns, deren Fahrer sich offenbar noch nicht ganz einig sind, wo sie hinwollen. Aber auch das geht vorbei – und gegen 13:30 Uhr stehe ich endlich auf meinem Platz in der Marina Fünstrup.
    Die ersten bekannten Gesichter begrüßen uns herzlich – wie immer fühlt es sich sofort ein bisschen wie „nach Hause kommen“ an. Die Marina Fünstrup liegt idyllisch direkt am Dortmund-Ems-Kanal und ist ein beliebter Treffpunkt für Wohnmobilisten. Moderne Stellplätze, ein kleiner Hafen und die entspannte Atmosphäre machen den Platz perfekt für ein Wochenende mit Gleichgesinnten.
    Kaum eingerichtet, zieht es uns aber nochmal raus. Bewegung muss sein! Also schwingen wir uns aufs Rad und fahren ins etwa 13 km entfernte Telgte.
    Die Strecke ist traumhaft: ruhig, grün, einfach schön zu fahren – perfekt für unsere geplante gemeinsame Tour am Samstag. Und Telgte selbst? Ein echtes Kleinod im Münsterland. Die historische Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern, kleinen Gassen und der berühmten Wallfahrtskapelle hat einen ganz besonderen Charme – vor allem in der warmen Nachmittagssonne.
    Doch plötzlich merke ich: Heute war einfach viel. 200 km Fahrt, Navi-Chaos, Einparken, Ankommen – und jetzt noch die Radtour. Und das Ganze mit einem einzigen Brötchen am Morgen. Mein Kreislauf meldet sich deutlich.
    Die Rettung: ein Eiscafé. Ein großer Eiskaffee - Coffein und Zucker- bringt mich zurück ins Leben. ☕🍦
    Nach einem kleinen Bummel durch Telgte geht es wieder zurück – die Zeit ist wie im Flug vergangen. Gegen 19 Uhr erreichen wir wieder den Stellplatz, und inzwischen macht sich auch der Hunger bemerkbar.
    Natürlich lassen wir uns die gemeinsame Runde nicht entgehen. Es wird geplaudert, gelacht und gefachsimpelt. Zwischendurch wird gegessen – und ganz nebenbei noch der Salat für morgen vorbereitet. Ein rundum gelungener Abend. 🌅
    Bis fast 22 Uhr sitzen wir draußen, genießen die milde Luft – dann ruft die warme Dusche und das gemütliche Wohnmobil.
    Ein erlebnisreicher Tag geht zu Ende… mit allem, was dazugehört. ❤️
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