• Pfingsten mit Krähe, Burgruine und Rundtour

    24 maggio, Germania ⋅ ☁️ 21 °C

    So, heute ist also Pfingsten. Erwartungsvoll gehe ich raus, um mich in die Morgensonne zu setzen.
    Satz mit X – war wohl nix. Es ist kalt, windig und bewölkt. Also: Kaffee schnappen und zurück ins Bett. ☕
    Gegen 9.00 Uhr sieht die Welt dann plötzlich pfingsttauglich aus. Sonne satt, wolkenlos – nur der Wind tanzt aus der Reihe mit seinen kühlen Böen.
    Wir frühstücken draußen, ich decke den Tisch. Kaum bin ich nochmal drin, um Servietten zu holen, liegt draußen die Butter auf dem Boden. Die Verpackung zerfetzt – eindeutig das Werk kräftiger Schnabelhiebe.
    Der Täter sitzt auf dem Bootsmast, guckt beleidigt und ist keine Möwe, sondern eine große schwarze Krähe. 🐦‍⬛
    Zweimal versucht sie noch, bei uns mitzufrühstücken. Unsere energischen Gesten überzeugen sie schließlich, sich doch lieber anderswo zu bedienen.
    Nach der Morgenroutine ist es schon später Vormittag. Jetzt passt alles. Kleine Reparaturen erledigt, und ich mache mich an die Planung unserer Radtour. Zu lang darf sie nicht sein – sonst streikt Anne.
    Ich finde eine schöne Strecke rund um den Schweriner See. Komplett müssen wir sie ja nicht fahren. Ziel: die Reppiner Burg – und unterwegs durch Mueß, wo es angeblich das beste Softeis der Region gibt.
    Gestern habe ich schon eine ruhige Strecke entlang des Ziegelsees entdeckt – deutlich angenehmer als die Werderstraße. Aber rund ums Schloss wird es voll. Besucherverkehr wie ein Ameisenhaufen. Da ist die Hand besser ständig an der Bremse. 🚴‍♀️
    Über den Franzosenweg geht’s Richtung Zippendorfer Strand – hier ist genauso viel los wie am Wasser selbst.
    Kurz vorher passiert mir noch eine kleine Überraschung: Ich filme gerade die Gegend, da laufen mir zwei Nackedeis direkt vor die Linse, frisch aus dem See. 😄
    Ob die mich für eine Spannerin gehalten haben? Aber ehrlich – wer rechnet hier am stark frequentierten Weg mit Nudisten?
    Am Strand legen wir eine kurze Pause ein, bevor es weiter nach Mueß geht.
    Dort liegt das Freilichtmuseum Schwerin-Mueß – ein liebevoll gestaltetes Dorfmuseum mit historischen Gebäuden aus Mecklenburg. Heute entsprechend gut besucht.
    Die Eisdiele finden wir auch. Aber: mindestens 50 Meter Schlange.
    Nee, Schlange stehen ist so gar nicht meins. Also weiter.
    Durch den Wald führt uns das Navi tatsächlich direkt zur Reppiner Burg.
    Eine slawische Wallanlage aus dem 9./10. Jahrhundert – heute eine Ruine mit Aussichtsturm.
    Den Turm lasse ich mir natürlich nicht entgehen. Die letzten Stufen sind schmal, aber oben wartet ein toller Blick über den See. Und unten entdecke ich sogar eine kleine Badestelle. 🌊
    Jetzt die Frage: zurück oder weiter?
    Bei Rampe könnten wir auf die andere Seite wechseln. Anne entscheidet – und meint, das sei am Ende egal.
    Leider zieht sich der Weg ab Raben Steinfeld an der L101 entlang, immerhin mit gutem Radweg durch Felder und Wiesen.
    Aber: länger als gedacht. Und Anne ist… sagen wir mal… mäßig begeistert. 😅
    In Leezen hoffe ich auf Eis oder wenigstens Kaffee – aber Sonntagsruhe. Nichts zu holen.
    Erst in Rampe geht’s dann über den Paulsdamm zurück.
    Der Damm verbindet die Ufer des Schweriner Sees und ist Teil der B104 – mit schönem Blick aufs Wasser.
    Am Ende stehen 32,5 km auf dem Tacho.
    Ob ich Anne das wirklich sage? 🤫
    Zurück am Stellplatz gibt’s von den Nachbarn ein Stück Pfingsttorte. Wir sitzen in der Sonne, trinken Kaffee und genießen einfach den Moment.
    Abends dann klassisch: Spargel und Schinken – mit Blick auf den See.
    Die Sonne geht unter und taucht Himmel und Wasser in ein rotgoldenes Licht. 🌅
    Wunderschön.
    Aber wir schauen uns das lieber von drinnen an.
    Denn hier gibt es nicht nur freche Krähen, sondern auch ziemlich hungrige kleine Blutsauger. 🦟
    Mal sehen, was morgen kommt.
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