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Schwesternreise Schwerin

Schwesternzeit in Schwerin – 17. bis 31. Mai
Es ist meine dritte Reise ohne Michael. Noch immer fühlt es sich ungewohnt an, aufzubrechen – und doch tut es gut, wieder unterwegs zu sein.
Dieses Mal begleitet mich meine "kleine" Schwester Anne.
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  • I øjeblikket i
    🇩🇪 Schwerin, Deutschland

    Sonne, Regen, Bootstour

    I går, Tyskland ⋅ ⛅ 25 °C

    Heute wollen wir es mal etwas ruhiger angehen lassen und die Sonne vor dem Mobil mit gepflegtem Nichtstun überraschen. Ich fahre noch kurz los, um Getränke zu holen, sehe aber schon auf dem Rückweg, wie sich der Himmel verändert. Also lasse ich die geplante kleine Fahrradtour lieber sein und drehe um.
    Kaum sind wir soweit, verabschiedet sich die Sonne, dicke Wolken ziehen auf – und dann regnet es tatsächlich. Also alles wieder reinräumen. Bei unseren Nachbarn gleich mit, denn die sind mit dem Boot unterwegs zum Fischessen in Hohen Viechen, beim Fischimbiss Pricknitz ganz am Ende des Schweriner Sees, und geraten auf dem Rückweg ebenfalls in den Regen.
    Wir trösten uns mit einem Eiskaffee ☕ und schauen dem Regen zu, der irgendwann nachlässt. Und dann – zack – ist wieder eitel Sonnenschein.
    Am Nachmittag fragt Klaus, ob wir noch einmal eine Runde mit dem Boot drehen wollen. Immer! 🚤 Auf dem Wasser ist es einfach herrlich. Wir sehen das Ufer aus einer ganz anderen Perspektive – dort, wo wir sonst mit dem Rad entlangfahren.
    Dann darf Anne das Steuerrad übernehmen und uns in Richtung Speicher bringen, wo wir eine kleine Pause einlegen wollen. Ein Fischreiher beobachtet uns aufmerksam 🐦 – als würde er genau prüfen, was wir da treiben.
    Auf dem Rückweg darf ich dann selbst ans Steuer. Es macht Spaß, aber als ich unter der Brücke durchlenken soll, wird mir doch etwas mulmig. Die Pfähle kommen gefühlt ziemlich nah 😅
    Aber wir kommen gut durch und sind am Ende glücklich, voller Eindrücke und Erlebnisse, wieder beim Womo angekommen.
    Gegen Abend schaut der Hafenmeister vorbei und kündigt ein Unwetter an. Also wieder alles reinräumen und sichern. Und dann warten wir… und warten… 🌩️
    Es darf auch gern einfach vorbeiziehen.
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  • Mit Rad und Zug nach Wismar

    28. maj, Tyskland ⋅ ☀️ 19 °C

    Heute Morgen geht es nach Wismar – mit Rad und Zug und dem Mecklenburg-Vorpommern-Ticket. Online gebucht, Fahrradtickets gleich dazu… dachte ich.
    Denn wie das so ist: eins klappt, fürs zweite bleibt keine Zeit mehr. Wir wollen den 11:30-Zug nehmen – und offenbar hat irgendwer über Nacht die Uhr vorgestellt. Der nächste fährt nämlich erst eine Stunde später.
    Also: keine Diskussion. Mit fliegenden Fahnen zum Bahnhof.
    Inzwischen kennen wir uns in Schwerin ja aus, kein planloses Herumirren mehr. Rein in die Halle, schnell noch das zweite Radticket am Automaten gezogen – und da steht er auch schon, unser Zug.
    Startet hier, also alles entspannt. Räder rein, Platz sichern, durchatmen.
    Keine 25 Minuten später: Wismar.
    Und gleich die erste Frage: Toilette? Fehlanzeige. Na gut – dann eben später.
    Handy raus, Navi an. Die Tour bastle ich mir kurzerhand im Zug zusammen – wird schon passen.
    Wir starten an der Alten Mühle und folgen dem Mühlenbach Richtung Altstadt. Wirklich weit kommen wir nicht, denn schon ruft die St.-Nikolai-Kirche.
    Und die meint es ernst. Riesig, hoch, beeindruckend – da wird selbst der größte Schnacker leise. Früher die Kirche der Seefahrer und Kaufleute. Kein Wunder, dass hier alles eine Nummer größer wirkt.
    Ich zünde eine Kerze an – für Michael. Mache ich inzwischen in jeder Kirche. Gehört einfach dazu.
    Draußen wieder Sonne, und weiter geht’s. Räder abgestellt, und dann zu Fuß durch die Altstadt.
    Und die kann was.
    UNESCO-Welterbe – und man sieht sofort warum. Diese Giebelhäuser! Eins schöner als das andere. Pastellfarben, Verzierungen, kleine Details überall. Man kommt aus dem Gucken gar nicht raus.
    Es ist inzwischen richtig warm. Überall Menschen – einige mit Kamera im Anschlag, andere mit Eis in der Hand, wieder andere fest verwurzelt im Café.
    Wir schließen uns der letzten Gruppe an. Kaffee, Kuchen, Sonne – passt.
    Danach weiter durch die Gassen. Am Marktplatz bleiben wir hängen. Die Wasserkunst steht da wie ein kleiner Palast – früher lebenswichtig, heute einfach schön anzusehen.
    Wir bummeln weiter, lassen uns treiben, entdecken hier noch einen Laden, da noch einen Hinterhof, und plötzlich ist wieder eine Stunde weg.
    Zurück zu den Rädern, einmal locker um die Altstadt – und dann ab zum Alten Hafen.
    Und da ist richtig Betrieb. Sonne scheint, Wasser glitzert, Menschen überall. Und vor dem Fischimbiss: Schlange. Natürlich.
    Wir vertagen das Thema erstmal und laufen an der Hafenkante entlang.
    Die Möwen übrigens auch. Die stehen da nicht rum – die beobachten. Ganz genau. Jede Bewegung. Jedes Fischbrötchen. Und ich bin sicher: die haben einen Plan.
    Irgendwann geben wir nach. Ohne Fischbrötchen fahren wir hier nicht weg. Also anstellen.
    Und diesmal klappt’s.
    Die Möwen gehen leer aus – wir nehmen unser Abendessen einfach mit rüber in die Altstadt und setzen uns unter einen Baum. Sicher ist sicher 😄
    Inzwischen: 16:30 Uhr. Zeit, so langsam an den Rückweg zu denken.
    Also wieder zum Bahnhof. Der 17:00-Zug fährt nicht durch – entweder umsteigen in Bad Kleinen oder eine Stunde warten.
    Der Zug steht schon da. Wir auch. Also rein.
    Diesmal: voll. Richtig voll.
    Und dann der Blick auf die Uhr: fünf Minuten zum Umsteigen. Gleis 2 auf 4. Mit Aufzug. Mit Rädern. Mit Menschen. Viele Menschen.
    Ich sag mal so: sportlich ist noch nett formuliert.
    Mein Vorschlag, einfach von Bad Kleinen zurückzuradeln, wird freundlich ignoriert.
    Und dann wird’s tatsächlich eng. Im Fahrstuhl wird gedrängelt, als gäbe es Freikarten für irgendwas. Ich komme rein, Anne bleibt draußen – Stimmung: sagen wir mal… ausbaufähig.
    Aber dann zeigt sich: Bahnfahren hat auch seine guten Seiten.
    Der Anschlusszug hat Verspätung. Zehn Minuten.
    Plötzlich ganz viel Entspannung. Wir stehen am Gleis, atmen durch und steigen ganz normal ein.
    Zurück geht’s an Pfaffenteich und Ziegelsee vorbei – richtig schön, besonders am Abend.
    Und am Ende: Womo, See, Füße hoch.
    Ein Tag mit allem drin – Sonne, Stadt, Hafen, Möwen und ein bisschen Bahn-Drama.
    Genau so muss das sein. 🚐🌊
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  • Markt, Bahnhof und Lankower See

    27. maj, Tyskland ⋅ ☀️ 18 °C

    Zwei Tage Schwerin – Bleiben tut gut ☀️🚲
    Heute fasse ich mal zwei Tage zusammen. Gestern passiert nicht so viel – außer, dass wir es uns vom Nachmittag bis in den Abend gut gehen lassen. Kaffee trinken, grillen, ein bisschen klönen. Genau richtig.
    Am Vormittag machen Anne und ich noch eine kleine Radtour und natürlich kaufen wir ein – die Pfingstlücken müssen ja wieder gefüllt werden. Aldi und Rewe sind gleich um die Ecke, das ist schon ziemlich praktisch.
    Jetzt haben wir schon die Hälfte der zweiten Woche rum. Ehrlich gesagt bin ich anfangs skeptisch: 14 Tage an einem Ort? Ich bin doch immer die, die nach zwei Tagen weiter will. Aber inzwischen fühlt es sich richtig gut an. Nicht ständig alles zusammenpacken zu müssen, hat was. Und gerade jetzt tut mir genau das richtig gut. Wir unternehmen trotzdem jeden Tag etwas und erschließen uns die Gegend rund um Schwerin per Rad und Schiff.
    Und heute geht es gleich weiter.
    Unser Ziel: der Lankower See. Vorher schauen wir aber noch auf dem Altstädtischen Wochenmarkt vorbei (mittwochs und freitags) und radeln anschließend zum Bahnhof. Der Schweriner Hauptbahnhof ist wirklich sehenswert – ein prächtiger Backsteinbau aus dem 19. Jahrhundert, mit Türmen und vielen Details, fast wie ein kleines Schloss. Die roten Ziegel leuchten heute besonders schön in der Sonne.
    Wir informieren uns dort auch gleich über die Zugverbindung nach Wismar. Nur rund 30 Kilometer entfernt – mit dem Rad für Anne zu weit, aber mit dem Zug gut machbar. Vielleicht nehmen wir die Räder mit oder stellen sie am Bahnhof ab.
    Dann geht es weiter Richtung Lankower See. Erst noch ein bisschen kreuz und quer durch die Straßen, bis wir den richtigen Einstieg finden. Und dann: raus aus der Stadt, rein in die Natur.
    Der Lankower See zeigt sich von seiner schönsten Seite. Ein ruhiger See im Westen von Schwerin, viel Natur, kleine Buchten, mehrere Badeplätze – und heute angenehm leer. Kaum zu glauben, wenn man die übervollen Mülleimer sieht, dass es hier an warmen Tagen ganz anders aussieht.
    An einem Badeplatz legen wir eine Pause ein und beobachten zwei Unerschrockene im Wasser. Für uns ist es definitiv zu kalt. Der Nordwind hat es trotz Sonne in sich. Aber die Luft ist herrlich – klar, frisch, fast ein bisschen prickelnd. Und in der Sonne, windgeschützt, ist es richtig angenehm.
    Wir radeln weiter bis ans Ende des Sees. Eigentlich könnte die Tour noch Richtung Neumühler See gehen, aber das ist für Anne zu viel. Also fahren wir auf der anderen Seite zurück.
    Und die hat es in sich.
    Schmale Waldwege, unbefestigte Abschnitte durch Kleingartenanlagen, dazu ein paar ordentliche Höhenmeter. Aber wunderschön. Immer wieder Blick auf den See, Natur pur.
    Irgendwann erreichen wir wieder das Zentrum, stellen die Räder ab und bummeln durch die sonnige Altstadt. Bis ein Eiscafé ruft – und wir natürlich folgen.
    Gestärkt geht es am Pfaffenteich und Ziegelsee entlang zurück zum Wohnmobil. Heute sitzen wir allerdings nicht mit Seeblick – der Wind kommt direkt vom Wasser und ist einfach zu kalt. Also drehen wir uns in die Sonne. Gesicht warm, Rücken im Windschatten – so passt es.
    Und ehe wir uns versehen, geht wieder ein richtig schöner Tag zu Ende.
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  • Ein besonderer Pfingstmontag ....

    25.–30. maj, Tyskland ⋅ ☀️ 21 °C

    🚤......auf dem Wasser
    Dieser Pfingstmontag lässt wettertechnisch keine Wünsche offen – und verdient einfach etwas Besonderes. ☀️ Und genau das bekommt er. Wir natürlich auch.
    Schon am Vortag habe ich mit den Besitzern des nostalgischen Dampfers „Aris“ gesprochen, der hier seinen Liegeplatz hat. Ob sie uns wohl einmal mitnehmen würden? Ja – sehr gern, gegen eine Spende für den Erhalt dieses über 100 Jahre alten Schmuckstücks. Ich solle einfach Bescheid sagen.
    Heute Vormittag ist es so weit. Bei diesem Traumwetter wollen wir unbedingt aufs Wasser. 🚤
    Astrid und René haben alles liebevoll vorbereitet. Getränke stehen bereit, der Kaffee duftet, und wir bekommen eine kleine Einführung in Bordregeln und Sicherheit. Dann geht es los.
    Wir dürfen uns sogar eine Route wünschen – und so fahren wir über den äußeren Ziegelsee in Richtung Frankenhorst. Der Ziegelsee gehört zur Seenlandschaft rund um Schwerin und ist über Kanäle mit dem großen Schweriner See verbunden. Früher wurde hier tatsächlich Ton für die Ziegelherstellung gewonnen – daher der Name.
    Überall liegen Boote, oft im Päckchen, in versteckten Buchten oder an idyllischen Uferplätzen. 🛶🌿 Astrid erzählt von der „Caipirinha-Insel“, wo im Sommer ein großes Bootsfestival mit Livemusik stattfindet. Dann ankern hier bis zu 100 Boote – heute dagegen herrscht eine fast schon entspannte Ruhe.
    Weiter geht es in den inneren Ziegelsee. Die Ufer sind gesäumt von teuren Eigentumswohnungen. Astrid zeigt auf die vielen Bootshäuser: Früher unten Bootsgaragen und oben Platz zum Trocknen der Segel – heute unten Liegeplatz, oben Ferienwohnung. Und gehandelt werden diese Häuschen inzwischen für rund eine Million. 🏡💶
    Auch ein alter Speicher fällt ins Auge: aufwendig saniert, heute ein Hotel mit Restaurant. Überhaupt wirkt hier alles wie eine Mischung aus maritimem Flair und gehobenem Wohnen. Wer möchte hier nicht direkt am Wasser leben? 🌊
    Immer wieder kommen uns Boote entgegen, es wird freundlich gewunken – ein bisschen wie auf einer schwimmenden Promenade. 👋😊 Dazu ein Glas Sekt – und wir genießen dieses besondere Fahrgefühl in vollen Zügen. 🥂
    Durch einen Kanal geht es schließlich hinaus auf den Schweriner See – den zweitgrößten See Norddeutschlands. Vor jeder Brücke muss der Schornstein umgelegt und danach wieder aufgerichtet werden. Ein kleines Ritual, das zeigt: Dieser Dampfer hat Geschichte.
    Vorbei geht es auch an Inseln wie Kaninchenwerder und Ziegelwerder. Kaninchenwerder ist heute ein beliebtes Natur- und Ausflugsziel mit Wanderwegen und Badestellen. Früher sollen sich hier tatsächlich einmal die Kaninchen rasant vermehrt haben – bis ein Fuchs auftauchte und das Gleichgewicht wiederherstellte. 🦊
    Unser Ziel ist die Kanincheninsel. Einen kleinen Hafen gibt es zwar, aber anlegen dürfen wir dort nicht – der große Anleger ist der Weißen Flotte vorbehalten. Also genießen wir den Blick vom Wasser aus. 🏝️
    Die Zeit vergeht wie im Flug. Nach zweieinhalb Stunden laufen wir wieder im Hafen ein. ⏳⚓
    Was für eine besondere Bootsfahrt! Ein echtes Highlight, mit diesem alten Dampfer so individuell unterwegs zu sein und dabei so viel über die Region zu erfahren.
    Danke, liebe Astrid und lieber René, dass wir euch begleiten durften. 🙏✨
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  • Pfingsten mit Krähe, Burgruine und Rundtour

    24. maj, Tyskland ⋅ ☁️ 21 °C

    So, heute ist also Pfingsten. Erwartungsvoll gehe ich raus, um mich in die Morgensonne zu setzen.
    Satz mit X – war wohl nix. Es ist kalt, windig und bewölkt. Also: Kaffee schnappen und zurück ins Bett. ☕
    Gegen 9.00 Uhr sieht die Welt dann plötzlich pfingsttauglich aus. Sonne satt, wolkenlos – nur der Wind tanzt aus der Reihe mit seinen kühlen Böen.
    Wir frühstücken draußen, ich decke den Tisch. Kaum bin ich nochmal drin, um Servietten zu holen, liegt draußen die Butter auf dem Boden. Die Verpackung zerfetzt – eindeutig das Werk kräftiger Schnabelhiebe.
    Der Täter sitzt auf dem Bootsmast, guckt beleidigt und ist keine Möwe, sondern eine große schwarze Krähe. 🐦‍⬛
    Zweimal versucht sie noch, bei uns mitzufrühstücken. Unsere energischen Gesten überzeugen sie schließlich, sich doch lieber anderswo zu bedienen.
    Nach der Morgenroutine ist es schon später Vormittag. Jetzt passt alles. Kleine Reparaturen erledigt, und ich mache mich an die Planung unserer Radtour. Zu lang darf sie nicht sein – sonst streikt Anne.
    Ich finde eine schöne Strecke rund um den Schweriner See. Komplett müssen wir sie ja nicht fahren. Ziel: die Reppiner Burg – und unterwegs durch Mueß, wo es angeblich das beste Softeis der Region gibt.
    Gestern habe ich schon eine ruhige Strecke entlang des Ziegelsees entdeckt – deutlich angenehmer als die Werderstraße. Aber rund ums Schloss wird es voll. Besucherverkehr wie ein Ameisenhaufen. Da ist die Hand besser ständig an der Bremse. 🚴‍♀️
    Über den Franzosenweg geht’s Richtung Zippendorfer Strand – hier ist genauso viel los wie am Wasser selbst.
    Kurz vorher passiert mir noch eine kleine Überraschung: Ich filme gerade die Gegend, da laufen mir zwei Nackedeis direkt vor die Linse, frisch aus dem See. 😄
    Ob die mich für eine Spannerin gehalten haben? Aber ehrlich – wer rechnet hier am stark frequentierten Weg mit Nudisten?
    Am Strand legen wir eine kurze Pause ein, bevor es weiter nach Mueß geht.
    Dort liegt das Freilichtmuseum Schwerin-Mueß – ein liebevoll gestaltetes Dorfmuseum mit historischen Gebäuden aus Mecklenburg. Heute entsprechend gut besucht.
    Die Eisdiele finden wir auch. Aber: mindestens 50 Meter Schlange.
    Nee, Schlange stehen ist so gar nicht meins. Also weiter.
    Durch den Wald führt uns das Navi tatsächlich direkt zur Reppiner Burg.
    Eine slawische Wallanlage aus dem 9./10. Jahrhundert – heute eine Ruine mit Aussichtsturm.
    Den Turm lasse ich mir natürlich nicht entgehen. Die letzten Stufen sind schmal, aber oben wartet ein toller Blick über den See. Und unten entdecke ich sogar eine kleine Badestelle. 🌊
    Jetzt die Frage: zurück oder weiter?
    Bei Rampe könnten wir auf die andere Seite wechseln. Anne entscheidet – und meint, das sei am Ende egal.
    Leider zieht sich der Weg ab Raben Steinfeld an der L101 entlang, immerhin mit gutem Radweg durch Felder und Wiesen.
    Aber: länger als gedacht. Und Anne ist… sagen wir mal… mäßig begeistert. 😅
    In Leezen hoffe ich auf Eis oder wenigstens Kaffee – aber Sonntagsruhe. Nichts zu holen.
    Erst in Rampe geht’s dann über den Paulsdamm zurück.
    Der Damm verbindet die Ufer des Schweriner Sees und ist Teil der B104 – mit schönem Blick aufs Wasser.
    Am Ende stehen 32,5 km auf dem Tacho.
    Ob ich Anne das wirklich sage? 🤫
    Zurück am Stellplatz gibt’s von den Nachbarn ein Stück Pfingsttorte. Wir sitzen in der Sonne, trinken Kaffee und genießen einfach den Moment.
    Abends dann klassisch: Spargel und Schinken – mit Blick auf den See.
    Die Sonne geht unter und taucht Himmel und Wasser in ein rotgoldenes Licht. 🌅
    Wunderschön.
    Aber wir schauen uns das lieber von drinnen an.
    Denn hier gibt es nicht nur freche Krähen, sondern auch ziemlich hungrige kleine Blutsauger. 🦟
    Mal sehen, was morgen kommt.
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  • Ein Tag, wie gemacht für den See

    23. maj, Tyskland ⋅ ☀️ 22 °C

    Was für ein Morgen, der seine Sonnenstrahlen durchs Fenster schickt ☀️
    Blauer Himmel, Sonnenschein und vor uns ein glitzernder See. Genau so starte ich gern in den Tag. Den ersten Kaffee trinke ich draußen. Außer Vogelgezwitscher ist nichts zu hören. Wie sagt man so schön: still ruht der See. Wobei – es ist ja auch erst kurz nach sieben.
    Später, als wir unseren Frühstückstisch draußen decken, sieht es schon ganz anders aus. Überall an den Wohnmobilen wird gefrühstückt oder gerade abgeräumt. Hinter uns rollen Autos mit Booten zum Slippen, auf dem See sind die unterschiedlichsten Boote unterwegs. Sogar die Weiße Flotte ist schon auf Tour 🚤
    Nach dem üblichen Womo-Alltag setzen wir uns in die Sonne. Da kommt Klaus und fragt, ob wir Lust auf eine Bootsfahrt haben. Und ob wir die haben!
    Kurz darauf ist das Boot startklar und wir legen ab. Erst durch den Hafen, dann über den Kanal vom Ziegelsee zum Schweriner See. Unglaublich, was heute auf dem Wasser los ist – alles, was schwimmen kann, scheint unterwegs zu sein. Der Fahrtwind, das Glitzern, die Wellen, die gegen das Boot schlagen – einfach herrlich 🌊
    Wir fahren bis zum Schloss und sehen die wunderschöne Anlage mal aus einer ganz anderen Perspektive. Auf dem Rückweg legen wir am Seglerheim an – hier gibt es tatsächlich „Parkplätze“ für Boote. Mit einem kühlen Getränk in der Hand schauen wir dem bunten Treiben auf dem Wasser zu 🍹
    Zurück geht es ganz entspannt. Wir bewundern die liebevoll renovierten Datschen, viele mit eigenem Steg und direktem Zugang zum Wasser. Auch die Ufervegetation ist beeindruckend – und die vielen Vögel sowieso 🦆
    Zurück am Womo lassen wir den Nachmittag ruhig angehen. Einfach sitzen, schauen, genießen. Aber lange halte ich das nicht aus 😉 Gegen späten Nachmittag zieht es mich nochmal los. Anne bleibt lieber sitzen – sie hat heute ihr Sightseeing ganz entspannt vom Boot aus erledigt.
    Ich drehe noch eine Runde zur anderen Seite des Ziegelsees. Wieder diese Gartenanlagen mit den alten Datschen, direkt am Wasser. Dann schaue ich mir den Stellplatz Hangar 19 an – auch sehr schön, mit Plätzen in erster Reihe und sogar Gastronomie.
    Weiter geht es Richtung Marstall und schließlich wieder zum Schloss. Bei dem Wetter sind alle draußen: volle Terrassen, Menschen auf den Wiesen, einige sogar im Wasser. Ich fahre noch am Streetfoodfestival vorbei – 4 Euro Eintritt für den ganzen Tag. Aber nicht mehr heute.
    Durch die Altstadt geht es weiter zum Pfaffenteich – auch hier ist richtig was los. Cafés, Biergärten, überall Leben 🍻
    Am Ziegelsee nehme ich den ruhigeren Radweg. Von hier hat man einen schönen Blick auf die Altstadt. Nach etwa 15 Kilometern und gut einer Stunde bin ich zurück.
    Zeit fürs Abendessen bei Sonnenuntergang 🌅 Man gönnt sich ja sonst nichts. Geduscht wird heute draußen – passt perfekt zum Tag.
    Gegen 22 Uhr treiben uns dann ziemlich hungrige Stechmücken ins Womo 🦟 Tja, an Mückenschutz habe ich natürlich nicht gedacht. Aber was soll es: Dieser Tag hatte so viel zu bieten – mehr geht eigentlich nicht.
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  • Ein Tag der sich Zeit lässt...

    22. maj, Tyskland ⋅ ☁️ 21 °C

    „Wo bleibt eigentlich das angekündigte Sommerwetter?“
    Es ist grau und frisch am Morgen – und ganz ehrlich: Keiner von uns hat Lust, draußen zu frühstücken. ☁️🥶

    Um 11 Uhr fahre ich zu meinem Termin bei der Physiotherapeutin. Ich hoffe, dass sie meine Verspannungen und die Blockade etwas lösen kann – und tatsächlich: Es fühlt sich danach deutlich besser an. Mal sehen, wie lange das anhält. 🙏

    Nebenbei bekomme ich noch ein paar gute Tipps, was man in Schwerin unternehmen kann – sehr praktisch.

    Zurück am Womo geht es direkt weiter. Anne ist der Meinung, wir sollten besser jetzt noch einkaufen, bevor es vor Pfingsten richtig voll wird. Und sie hat recht – überall merkt man schon, dass es voller wird.

    Auch hier auf dem Platz: ein Auto nach dem anderen, um Boote ins Wasser zu slippen. 🚤

    Nach dem Einkauf stehen erst einmal die weniger schönen Dinge an: Frischwasser auffüllen, Grauwasser und Toilette entsorgen. Da ich deutlich zu viel Wasser gekauft habe und der Tank randvoll ist, nutze ich die letzten beiden Kannen, um den Abwassertank ordentlich durchzuspülen.

    Danach habe ich mir einen Kaffee verdient ☕ – Anne kocht ihn bereitwillig und organisiert sogar noch Kuchen. Trotz draußen sitzen bleibt das Wetter eher ungemütlich… grau in grau.

    Und dann fällt uns auf: Es ist schon Nachmittag – und wir haben noch gar nichts von Schwerin gesehen! Also rauf aufs Rad 🚴‍♀️

    Wir fahren eine schöne Runde rund um den Pfaffenteich. Immer wieder eröffnen sich tolle Blicke auf die Altstadt. Der Weg ist ziemlich belebt, ich muss gut aufpassen, niemanden umzunieten.

    Am Ende des Sees, direkt an der Altstadt, genießen wir den Blick auf die Wasserfontäne. Die Gastronomie ist gut besucht, viele sitzen auf den Stufen am Wasser.

    Weiter geht’s durch die kleinen Straßen der Altstadt, dann durch eine hübsche Kleingartenanlage bis zum Heidesee. Dort schauen wir uns auch den Stellplatz an – sehr schön gelegen, aber heute ziemlich voll und nur wenige Plätze direkt am Wasser.

    Durch die Gärten fahren wir weiter bis zu einer Ferienhaussiedlung am Schweriner See. Die Häuser – alle mit eigenem Bootsliegeplatz direkt vor der Tür – sehen einfach toll aus. ⚓

    Vom See aus geht es durch den Wald zurück zum Womo. Am Ende stehen knapp 25 Kilometer auf dem Tacho – eine richtig schöne Runde.

    Und dann passiert es doch noch: Der Himmel wird plötzlich blau 🌤️, die Wolken ziehen nach Norden ab – und wir sitzen am Abend draußen beim Essen mit einem perfekten Sonnenuntergang. 🌅

    Manchmal sollte man einen Tag wirklich erst am Ende bewerten.
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  • : Ein Tag voller Fragezeichen

    21. maj, Tyskland ⋅ ☁️ 19 °C

    Heute ist so ein Tag, an dem niemand so richtig weiß, was eigentlich Sache ist. 🤷‍♀️
    Das Wetter kann sich nicht entscheiden – Sonne oder Regen? 🌦️
    Die Temperaturen auch nicht – rauf oder runter? 🌡️
    Und wir stehen dazwischen und überlegen, ob die Stühle raus oder wieder rein sollen. Ob wir losradeln oder lieber noch warten.
    Dieser rote Faden zieht sich durch den ganzen Tag.
    Aufstehen oder liegen bleiben?
    Wir bleiben liegen… und plötzlich ist es nach neun. 😄
    Frühstück drinnen, weil es zu windig und zu kalt ist. Kaum ist der Tisch gedeckt, scheint die Sonne durch alle Wolkenlücken – also alles wieder schnappen und nach draußen umziehen. Typisch. 🌤️
    Dazu melden sich meine Rückenschmerzen. Eine Blockade, die ins Bein zieht – jeder Schritt einer zu viel. Nicht gerade das, was man unterwegs braucht. Aber immerhin bekomme ich für morgen noch einen Physiotermin. 🍀
    Radfahren geht eigentlich immer. Also plane ich eine Runde um den Ziegelsee.
    Als wir starten wollen, wird es plötzlich so dunkel, dass wir doch lieber warten… auf den Regen, der dann gar nicht kommt. 🙈
    Und dann das nächste: Die rote Lampe im Panel leuchtet.
    Kein gutes Zeichen. Die neue Starterbatterie verliert Spannung. Wirklich jetzt?
    Klaus schaut mit mir nach, aber so richtig schlau werden wir nicht. Erst am Abend kommt der Verdacht: Vielleicht liegt es am Zenec-System, dessen Display sich nicht ganz ausschaltet.
    Langweilig wird es uns jedenfalls nicht. Aber ehrlich – einmal unterwegs sein ohne irgendein Problem, das wäre auch schön. 😅
    Gegen 14 Uhr passt es dann endlich: Wir schwingen uns aufs Rad. 🚴‍♀️
    Am Uferweg entlang des Ziegelsees – eine richtig schöne Strecke mit kleinen Anstiegen und Abfahrten.
    Unser Ziel: die Seewarte. Ein herrliches Ausflugslokal direkt am Wasser mit Terrasse. Wir ergattern einen guten Platz – und passend dazu zeigt sich auch die Sonne. 🌞
    Kaffee, Kuchen, ein bisschen durchatmen – so darf es gerne bleiben. ☕🍰
    Weiter geht’s über den Paulsdamm, zwischen Ziegelsee und Schweriner Außensee. Eine tolle Strecke, gesäumt von Birken. Wäre da nicht die B104 mit ihrem Verkehr… 🚗
    Am Supermarkt an der Werderstraße stocken wir noch unsere Vorräte auf. Ganz schön was los – Pfingsten steht vor der Tür, das merkt man überall.
    Zurück am Platz wird es richtig voll. Ein Stellplatz nach dem anderen belegt, Boote werden zu Wasser gelassen, überall Bewegung.
    Und dann unser neuer Nachbar… ein echtes Schwergewicht. Riesig, breit, hoch – mit Slide-Outs, Auto in der Garage und Boot hinten dran. Da wird es bei uns im Wohnmobil direkt ein bisschen dunkler. 😄
    Am Abend grillen wir zusammen. 🔥
    Für langes Draußensitzen ist es aber zu kühl. Also ziehen wir uns ins Wohnmobil zurück, beobachten den Sonnenuntergang von drinnen und machen es uns gemütlich. 🌅
    Heute ist einfach nicht mein Tag. Zu viel, was nicht so läuft, wie ich es gern hätte.
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  • Ein Regentag im Schloss

    20. maj, Tyskland ⋅ 🌧 16 °C

    Es regnet…
    Die ganze Nacht hat es geregnet – und auch heute Morgen, als ich die Rollos hochziehe, prasselt es weiter. Also bleiben wir erst einmal gemütlich im Bett, trinken Kaffee und schauen Frühstücksfernsehen. Ganz nach dem Motto: Ein Morgen im Bett ist gemütlich und nett. ☕📺
    Doch irgendwann meldet sich dieser kleine Hunger und findet das alles gar nicht mehr so gemütlich. Also raus aus den Federn und Frühstück machen. Danach ist er zufrieden – und wir auch bereit für den Tag.
    Während Anne sich um den Innenbereich kümmert, übernehme ich das Ver- und Entsorgen. Mit der Gießkanne hole ich Wasser satt, damit unsere Pumpe auch beschäftigt bleibt. Zwei Herren mit ihren Schläuchen warten auf die Freigabe des Anschlusses – ich dagegen bin mit meinen sieben Kannen für 50 Cent gut beschäftigt. Müssen die Herren halt mal warten. 😉
    Die Toilettenkassette und ich haben uns übrigens wieder vertragen – sie macht ohne Murren mit. Auch das Abwasserwägelchen darf ran, wenn auch nur für ein paar Meter bis zum Gulli. Alles voll, alles leer – läuft.
    Nur das Wetter nicht.
    Ich nutze die Zeit für ein bisschen Büroarbeit am Laptop, bevor wir Plan B starten: Schwerin bei Regen. Mit dem Bus – die Haltestelle ist nur ein paar Schritte entfernt – geht es zum Schloss.
    Heute also kein Draußenprogramm, sondern ein Blick nach innen. Mal sehen, wie die Herrschaften früher so gelebt haben. Und ja – manchmal hat das Älterwerden auch Vorteile: Der Eintritt für Seniorinnen ist 5 Euro günstiger. Als Anne fragt, ob ihr Schwerbehindertenausweis noch mehr Ermäßigung bringt, meint die Dame an der Kasse trocken:
    „Also… auszahlen wollte ich Ihnen den Eintritt nicht.“ 😄
    Wir nehmen uns einen Audioguide und lassen uns fast eineinhalb Stunden durch das wunderschön restaurierte Schloss führen. Wer wann wen geheiratet hat oder wer wo das Sagen hatte – ehrlich gesagt, schon wieder vergessen. Festplatte voll.
    Aber das Gefühl bleibt:
    Die Räume, die Säle, die Ausblicke auf den See und den Innenhof, die Gemälde, die Decken, die Vertäfelungen – und diese unglaubliche Fülle an Möbeln und Details.
    Alles hat seine Zeit. Und es ist schon besonders, heute noch durch diese gelebte Geschichte zu gehen.
    ℹ️ Infos zum Schweriner Schloss
    Das Schweriner Schloss gilt als eines der schönsten Schlösser Deutschlands und wird oft als „Neuschwanstein des Nordens“ bezeichnet.
    Es liegt auf einer Insel im Schweriner See und ist von Wasser und Parkanlagen umgeben.
    Ursprünglich stand hier schon im 10. Jahrhundert eine Burg. Das heutige Schloss entstand im 19. Jahrhundert im Stil der Neorenaissance.
    Heute ist es Sitz des Landtags von Mecklenburg-Vorpommern.
    Besonders sehenswert: der Thronsaal, die Ahnengalerie und die Aussicht auf den See.
    Der Schlossgarten lädt bei gutem Wetter zu Spaziergängen ein – heute eher nichts für uns 😉
    Da wir beide heute nicht ganz so gut zu Fuß sind, nutzen wir jede Sitzgelegenheit, die sich bietet. Der Audioguide erzählt – wir hören entspannt zu.
    Nach der Schlossbesichtigung meldet sich wieder der Hunger. Wir besänftigen ihn mit Cappuccino und Apfeltaschen. ☕🥐
    Und wenn wir schon königlich unterwegs sind, machen wir gleich weiter – als Shopping-Queens. Ziel: das Schlosspark-Center. Drei Etagen, viele Geschäfte und vor allem: trocken.
    Unser Plan ist ehrgeizig – die Realität etwas gemütlicher. Jede Bank wird dankbar angenommen. Erst nachdem ich in meiner Handtasche eine Schmerztablette entdecke, kommt wieder etwas Schwung in die Sache.
    Als wir später zur Bushaltestelle zurückgehen, haben wir Glück – der Bus steht quasi schon bereit. Perfektes Timing.
    Gegen 18 Uhr sind wir zurück. Und tatsächlich: Die Sonne zeigt sich noch einmal, sodass wir kurz draußen sitzen können. 🌤️
    Doch lange hält das nicht – ein ordentliches Gewitter treibt uns wieder hinein. Abendessen gibt es dann mit Blitz und Donner. ⚡🍽️
    Mal sehen, was der nächste Tag bringt. Angeblich soll es trockener werden…
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  • Von Tigern, Dom und anderen Eindrücken

    19. maj, Tyskland ⋅ ⛅ 14 °C

    In der Nacht hat es geregnet. Darf es ruhig – wenn am Morgen die Sonne scheint und den See zum Glitzern bringt.
    Mit meinem Kaffee gehe ich kurz nach draußen. Zum Sitzen ist es aber noch zu frisch. Also wieder zurück ins warme Bett und durch die Frontscheibe einfach nur schauen. So ein Panorama hat man auch nicht jeden Tag. ☕🌊
    Später wird es warm genug für draußen. Frühstück mit Seeblick – besser geht’s kaum. Danach der übliche Womo-Haushalt, und dann lehnen wir uns einfach mal in die Sonne.
    Kurz schwinge ich mich noch aufs Rad und besorge Spargel für den Abend. Was für eine herrliche Luft! Die Natur zeigt sich von ihrer besten Seite, alles wirkt frisch und geschniegelt. Viel zu schade, um nur herumzusitzen.
    Also schnell ein paar Radtouren rund um Schwerin rausgesucht. Aber bitte nicht länger als 30 km – Schwester Anne hebt sofort den Finger. 😄
    Gut, wir starten mit knapp 20 km zum Einrollen:
    Schloss Schwerin – Zippendorfer Strand – Altstadt
    Wir fahren über die Werderstraße Richtung Schweriner Schloss und weiter durch den Schlosspark. Immer am Schweriner Innensee entlang, vorbei am Ruderclub, an der Aussichtsplattform und über den Franzosenweg durch ein schönes Waldgebiet.
    Das Wasser glitzert zwischen den Bäumen, mal nah am Ufer, mal nur ein blauer Streifen im Grün.
    Plötzlich sagt Anne: „Da ist ein Tiger!“
    Ich lache. „Hast du schon was getrunken oder siehst du jetzt Tiger im Schweriner Wald?“ 🐅😄
    Kurz darauf erreichen wir den Zippendorfer Strand. Blauer Himmel, ein paar Schäfchenwolken, einige Leute im Sand. In der Ferne zieht die weiße Flotte ihre Bahn über den See.
    Wir machen Pause, sitzen in der Sonne und schauen einfach nur aufs Wasser. Hinter uns die schönen alten Villen – geschniegelt und geschniegelt, als warteten sie auf den großen Pfingstansturm.
    Wir wollen weiter bis ins Naturschutzgebiet – doch plötzlich ist Schluss. Ein Tor, ein Schild: Durchfahrt verboten für Fahrräder. Also ein Stück zurück und durch den Wald auf einen gut ausgebauten Radweg.
    Am Zoo entlang – und dann stehen wir plötzlich vor Kängurus!
    Ich schaue Anne an: „Na gut… Tiger war vielleicht nicht ganz falsch.“ 😄
    Die Strecke führt uns weiter zur Schleifmühle Schwerin.
    📌 Kleiner Exkurs:
    Hier wurden früher Steine mit Wasserkraft geschliffen – unter anderem für das Schloss. Die Technik funktioniert teilweise heute noch. Ein spannendes Stück Handwerksgeschichte.
    Von dort geht es zurück durch den Schlosspark – die Runde schließt sich.
    Jetzt haben wir Kaffeedurst. Auf dem Markt, gegenüber vom Schweriner Dom, werden wir fündig. ☕🍰
    Danach schauen wir noch in den Dom hinein.
    📌 Wissenswert:
    Der Dom ist eines der wichtigsten Bauwerke der Backsteingotik. Besonders die großen Fenster fallen auf – und die mächtige Orgel sowieso.
    Und: 1989 fanden hier Friedensgebete statt. Unter dem Motto „Schwerter zu Pflugscharen“ versammelten sich Menschen, die Veränderungen wollten. Die Kirche war damals ein wichtiger Ort für Austausch und Mut.
    Für Michael zünde ich eine Kerze an. 🕯️
    Beim Hinausgehen meldet sich plötzlich laut mein Handy-Navi:
    „Sie haben die Route verlassen!“
    Peinlich… 😄
    Eine Frau fragt uns nach dem Ausgang – den finden wir dann ganz ohne Navi.
    Draußen wartet schon die Petermännchen-Bahn auf ihre nächste Runde. Für uns heute nicht mehr. Uns zieht es zurück an den See in die Sonne.
    Unsere Womo-Nachbarn kommen später von ihrer Bootstour zurück, und wir sitzen noch eine ganze Weile zusammen. Erzählen, lachen, genießen den Abend. 🌅
    Dann meldet sich der Magen – der Spargel wartet.
    Leider nichts mit draußen essen, es fängt wieder leicht an zu tröpfeln. Der Regen beendet die Runde.
    Und dann noch das: Die Satanlage zeigt kein Signal!
    Klaus kommt zur Hilfe – und tatsächlich: Der Satellit ist verstellt. Wer war das denn? 😄
    Am Ende sitzen wir doch gemütlich drin, essen unseren Spargel und schauen auf das Lichtspiel über dem See.
    Morgen?
    Mal sehen… wir schauen einfach. 😊
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  • Ankommen in Schwerin

    18. maj, Tyskland ⋅ ☁️ 18 °C

    Das gibt es heute zu berichten:
    In der Nacht hat es geregnet. Gegen 8 Uhr holen wir uns erst einmal einen Kaffee ins Bett, lesen ein bisschen Zeitung und schauen aus dem Fenster. Draußen? Nichts. Kein Mensch. Diese herrliche Ruhe nutze ich direkt für eine erfrischende kalte Dusche unter freiem Himmel – besser geht’s nicht! 🚿

    Doch die Idylle hält nicht lange…
    Schon beim Frühstück rollen die ersten Autos an – Eltern bringen ihre Kinder zum Reiten. Und natürlich stellen sie sich genau dorthin, wo ich später rangieren müsste, um aus der engen Ausfahrt zu kommen. Als ich dann den Müll wegbringe, traue ich meinen Augen kaum: Drei riesige Reisebusse stehen in der schmalen Straße – direkt vor unserer Ausfahrt! 😳

    Ich spreche einen Fahrer an. „Nur eine Viertelstunde“, sagt er. Dann müssen alle drei Busse rückwärts etwa 300 Meter bis zur Hauptstraße zurück. 🚐💨

    Nach dem Frühstück schaffen wir es tatsächlich, uns aus der Enge zu befreien – und zum Glück kommt uns niemand entgegen. Gegen 10 Uhr sind wir wieder auf der Autobahn.

    Die A24 zeigt sich heute von ihrer arbeitsreichen Seite: viele LKW, aber der Verkehr bleibt angenehm moderat. Das „LKW-Scheuchen“ macht fast ein bisschen Spaß 😄 und so vergeht die Fahrt wie im Flug. Bald geht es runter von der Autobahn, und die letzten 16 Kilometer führen über Landstraßen Richtung Schwerin – meist gemütlich begrenzt auf 50 bis 80 km/h.

    In Schwerin angekommen wird es kurz spannend: Mit unserem „Dickerchen“ mitten durch die Innenstadt – aber alles klappt wunderbar! Wenig später entdecken wir die etwas versteckte Einfahrt zum Stellplatz am Ziegelsee. Klaus und Simone stehen schon da, unser Platz ist reserviert – und wir dürfen direkt ans Wasser fahren. 🌅

    Der Blick? Einfach traumhaft. Jeder Stellplatz wirkt wie ein kleines Wohnzimmer am See.

    Nach der herzlichen Begrüßung heißt es erst einmal: ankommen. Hubstützen runter, Strom anschließen – der zickt kurz, funktioniert dann aber doch. Noch schnell Ver- und Entsorgung, und dann: Feierabendmodus. Die Räder sind abgeladen, alles ist vorbereitet – jetzt können wir genießen.

    Klaus zeigt uns sein Boot (eine kleine Tour ist eingeplant 😉), und wir schauen uns die gepflegte Sanitäranlage an – alles top!

    Am frühen Nachmittag schwingen wir uns auf die Räder und fahren in die Altstadt. Das Wetter ist einfach zu schön, um den Tag nicht zu nutzen. Der Weg führt uns entlang der Werderstraße – immer geradeaus – bis wir schließlich vor dem märchenhaften Schloss stehen. 🏰

    Wir schlendern rund ums Schloss, durch die Gärten, vorbei an der Orangerie – einfach wunderschön. Natürlich entstehen dabei unzählige Fotos 📸

    Dann meldet sich leider mein Bein und zwingt uns zu einer Pause. Wir kehren im Café Prag ein und gönnen uns ein Eis. 🍨 Danach geht es zum Glück wieder besser, und wir erkunden noch die kleinen Gassen bis hin zum Dom.

    Nach gut zwei Stunden reicht es uns – wir satteln die Räder wieder, kaufen auf dem Rückweg noch schnell etwas bei Aldi ein und fahren zurück zum Stellplatz.

    Den Abend verbringen wir entspannt am See, plaudern mit unseren Womonachbarn über alte Zeiten und genießen das fantastische Licht über dem Wasser. 🌅

    Nach dem Abendessen beginnt der gemütliche Teil: Ich schreibe mein Reisetagebuch, wir duschen, schauen noch ein bisschen Fernsehen – und lassen diesen erlebnisreichen Tag ausklingen.
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  • Zwischenstopp im Hoppelino:

    17. maj, Tyskland ⋅ ☁️ 16 °C

    🌿 Tag 1 – Auszeit auf der Wiese
    Gegen 10 Uhr geht es los. Alles ist eingepackt – an alles gedacht… hoffentlich. 😄
    Diese Tour mache ich gemeinsam mit meiner kleinen Schwester Anne. Wobei – eine richtige Tour ist es diesmal eigentlich gar nicht. Denn wir bleiben ganze 14 Tage an einem Ort: in Schwerin am Ziegelsee. 🚐🌊
    Anfang des Jahres hatten mich alte Womo-Freunde gefragt, ob ich mitkommen möchte. Sie hätten einen tollen Platz am Ziegelsee – inklusive Boot. Warum also nicht? Schwerin kenne ich noch nicht, und die Gegend soll sich wunderbar mit dem Fahrrad erkunden lassen. 🚴‍♀️ Gesagt, getan: Ein Platz wurde für mich reserviert – und Anne war sofort dabei.
    Da unsere Reservierung erst ab dem 18.05. gilt, ich aber lieber am Sonntag fahre (weniger LKWs 🚛 auf der Autobahn), legen wir einen Zwischenstopp im Hoppelino ein.
    Entgegen aller Erwartungen ist die Autobahn auch Richtung Norden ziemlich voll. Auf der A7 und A1 erwischen wir einige kleinere Staus – aber nichts im Vergleich zur Gegenrichtung. Gefühlt reicht der Rückreiseverkehr vom langen Wochenende an Nord- und Ostsee bis nach Hannover. 😅
    Kurz vor Hamburg machen wir eine Pause – doch selbst die Parkplätze sind voll. So brauchen wir deutlich länger als geplant. Gegen 13:30 Uhr verlassen wir schließlich die Autobahn und fahren die letzten Meter zum Heuhotel Hoppelino.
    Ein kleines Abenteuer erwartet uns: ein schmaler Weg, Sackgasse, keine Wendemöglichkeit… 😳 Aber dann entdecken wir die ebenso schmale Einfahrt – geschafft! Wir parken erst einmal und suchen nach jemanden, bei dem man sich anmelden kann.
    Anne fällt ein, dass sie vor zwei Jahren schon einmal hier war. Wir melden uns an (12 € ohne, 15 € mit Strom) – und haben die Wiese heute ganz für uns allein. 🌾
    Die Sonne scheint, wir stellen unsere Stühle raus, trinken Kaffee ☕ und essen ein Brötchen. Dabei fällt mir auf: Ich habe den ganzen Tag noch nichts gegessen!
    Wir genießen die Ruhe, plaudern – und bekommen Besuch von zwei aufgeregten „Damen“. 🐔 Ich frage sie spaßeshalber, ob sie der Frühstücksservice sind. Antwort: lautes Gegacker! Als sie anfangen, unsere Füße zu beknabbern, schicken wir sie lachend weiter.
    Dann erkunden wir die Anlage: ein Kinderparadies mit Pferden, Streichelzoo, Hüpfburg und vielen Outdoor-Spielmöglichkeiten. Heute ist kein Kind da – also dürfen wir selbst wieder Kind sein. 🎈
    Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal Tischtennis gespielt habe. Es macht riesigen Spaß – und wir kommen ordentlich in Bewegung. 🏓
    Am Abend beginnt es leicht zu tröpfeln 🌧️. Wir räumen zusammen und machen es uns im Wohnmobil gemütlich. Bleibt nur noch die Frage: Was essen wir heute?
    Ein rundum entspannter Start in hoffentlich ebenso entspannte Tage am Ziegelsee. 💛
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  • Schwesternzeit in Schwerin

    16. maj, Tyskland ⋅ ⛅ 10 °C

    17. bis 31. Mai
    Es ist meine dritte Reise ohne Michael. Noch immer fühlt es sich ungewohnt an, aufzubrechen – und doch tut es gut, wieder unterwegs zu sein.
    Dieses Mal begleitet mich meine kleine Schwester Anne. Vierzehn Tage wollen wir uns Zeit nehmen: für Schwerin, für das Umland, für Spaziergänge und Radtouren – und vor allem füreinander.
    Durch meine alten Wohnmobilfreunde Simone und Klaus sind wir auf diesen besonderen Stellplatz aufmerksam geworden – den Sportboothafen in Schwerin. Die beiden werden zur gleichen Zeit ebenfalls dort sein und haben für uns einen Platz organisiert. Ein Wiedersehen, auf das ich mich freue.
    Anders als bei meinen bisherigen Touren bleiben wir diesmal an einem Ort. Kein tägliches Weiterziehen, kein „immer weiter“ – sondern bewusst ankommen. Campingurlaub im besten Sinne.
    Ich freue mich auf unbeschwerte Tage, auf kleine Entdeckungen, Gespräche, ein Miteinander und hoffe, dass auch das Wetter uns wohlgesonnen ist.
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    Start på rejsen
    15. maj 2026