• Markt, Bahnhof und Lankower See

    27 maggio, Germania ⋅ ☀️ 18 °C

    Zwei Tage Schwerin – Bleiben tut gut ☀️🚲
    Heute fasse ich mal zwei Tage zusammen. Gestern passiert nicht so viel – außer, dass wir es uns vom Nachmittag bis in den Abend gut gehen lassen. Kaffee trinken, grillen, ein bisschen klönen. Genau richtig.
    Am Vormittag machen Anne und ich noch eine kleine Radtour und natürlich kaufen wir ein – die Pfingstlücken müssen ja wieder gefüllt werden. Aldi und Rewe sind gleich um die Ecke, das ist schon ziemlich praktisch.
    Jetzt haben wir schon die Hälfte der zweiten Woche rum. Ehrlich gesagt bin ich anfangs skeptisch: 14 Tage an einem Ort? Ich bin doch immer die, die nach zwei Tagen weiter will. Aber inzwischen fühlt es sich richtig gut an. Nicht ständig alles zusammenpacken zu müssen, hat was. Und gerade jetzt tut mir genau das richtig gut. Wir unternehmen trotzdem jeden Tag etwas und erschließen uns die Gegend rund um Schwerin per Rad und Schiff.
    Und heute geht es gleich weiter.
    Unser Ziel: der Lankower See. Vorher schauen wir aber noch auf dem Altstädtischen Wochenmarkt vorbei (mittwochs und freitags) und radeln anschließend zum Bahnhof. Der Schweriner Hauptbahnhof ist wirklich sehenswert – ein prächtiger Backsteinbau aus dem 19. Jahrhundert, mit Türmen und vielen Details, fast wie ein kleines Schloss. Die roten Ziegel leuchten heute besonders schön in der Sonne.
    Wir informieren uns dort auch gleich über die Zugverbindung nach Wismar. Nur rund 30 Kilometer entfernt – mit dem Rad für Anne zu weit, aber mit dem Zug gut machbar. Vielleicht nehmen wir die Räder mit oder stellen sie am Bahnhof ab.
    Dann geht es weiter Richtung Lankower See. Erst noch ein bisschen kreuz und quer durch die Straßen, bis wir den richtigen Einstieg finden. Und dann: raus aus der Stadt, rein in die Natur.
    Der Lankower See zeigt sich von seiner schönsten Seite. Ein ruhiger See im Westen von Schwerin, viel Natur, kleine Buchten, mehrere Badeplätze – und heute angenehm leer. Kaum zu glauben, wenn man die übervollen Mülleimer sieht, dass es hier an warmen Tagen ganz anders aussieht.
    An einem Badeplatz legen wir eine Pause ein und beobachten zwei Unerschrockene im Wasser. Für uns ist es definitiv zu kalt. Der Nordwind hat es trotz Sonne in sich. Aber die Luft ist herrlich – klar, frisch, fast ein bisschen prickelnd. Und in der Sonne, windgeschützt, ist es richtig angenehm.
    Wir radeln weiter bis ans Ende des Sees. Eigentlich könnte die Tour noch Richtung Neumühler See gehen, aber das ist für Anne zu viel. Also fahren wir auf der anderen Seite zurück.
    Und die hat es in sich.
    Schmale Waldwege, unbefestigte Abschnitte durch Kleingartenanlagen, dazu ein paar ordentliche Höhenmeter. Aber wunderschön. Immer wieder Blick auf den See, Natur pur.
    Irgendwann erreichen wir wieder das Zentrum, stellen die Räder ab und bummeln durch die sonnige Altstadt. Bis ein Eiscafé ruft – und wir natürlich folgen.
    Gestärkt geht es am Pfaffenteich und Ziegelsee entlang zurück zum Wohnmobil. Heute sitzen wir allerdings nicht mit Seeblick – der Wind kommt direkt vom Wasser und ist einfach zu kalt. Also drehen wir uns in die Sonne. Gesicht warm, Rücken im Windschatten – so passt es.
    Und ehe wir uns versehen, geht wieder ein richtig schöner Tag zu Ende.
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