• Radtour entlang der Weser

    August 5 in Germany ⋅ ⛅ 31 °C

    Mittwoch, Radeltag

    Mittwoch. Radeltag. Und was für einer!
    Die Sonne meint es heute fast zu gut mit uns – ein ausgesprochen heißer Tag. Eigentlich ein perfekter Grund, es ruhig angehen zu lassen… aber nicht bei uns. Oh Wunder: Alle vier Radl-Mädels sind am Start. Trotz Hitze. Trotz Schweißgarantie.

    Ich starte Richtung Werre, treffe mich zunächst mit Doris – zumindest war das der Plan. Blöd nur, dass ich den Treffpunkt in die völlig falsche Richtung gelegt habe. Also erst einmal einen Kilometer werreaufwärts zur Heinrich-Schneider-Brücke… und dann das ganze Stück wieder zurück. Typisch ich.
    Kurzerhand verlege ich den Treffpunkt auf die Brückenstraße und hoffe, dass Doris meine Nachricht liest. Tut sie nicht sofort – aber beim zweiten Versuch erreiche ich sie telefonisch. Da ist sie schon unterwegs. Läuft also doch.

    2-3 Kilometer später, entlang der Werre bis zum Sielwehr, warten wir auf Anne. Oder besser: Wir wollen auf sie warten. Sie lässt uns ein paar Minuten zappeln – dann ist sie da. Komplett ist die Truppe noch nicht

    Ein kurzer Stopp an der PippiBox, dann geht’s weiter durch die Baustelle mit den dicken Steinen Richtung Weser. An der Kussbrücke wartet Gitti. Zusammen rollen wir los.

    Heute soll es Richtung Minden gehen. Wunschziel: Frühstück bei Bertamann in Hausberge. Also ganz entspannt an der Weser entlang. Und siehe da – die Strecke meint es gut mit uns: viel Schatten, ein angenehmer Wind kommt auf. Die Hitze verliert ein bisschen ihren Schrecken.

    Kurz vor Porta haben wir einen tollen Blick auf den Fernsehturm, dann wartet die Steigung zur Brücke. Schnauf. Aber oben angekommen ist alles vergessen. Noch ein paar Ampeln, ein bisschen Stadtverkehr – und schon sind wir mitten in Hausberge.

    Das Café Bertamann hat draußen schattige Plätze, nicht zu voll – perfekt. Wir finden einen Tisch, holen uns Brötchen und Kaffee. Und wie immer: Es gibt viel zu erzählen. Mittwoch eben.
    Als wir eigentlich fertig sind, meldet sich bei Doris noch der Kuchenhunger. Ich bin sofort dabei. Klar.

    Nach gut einer Stunde heißt es: Weiter geht’s.
    Durch Hausberge – und ja, der Name ist Programm. Es geht rauf… und dann wieder steil runter zur Weser. Unter Brücken hindurch, vorbei an Gleisen, bis wir auf der anderen Seite auf dem Weserradweg landen.

    Drei Jugendliche mit Zelt und Gepäck ziehen an uns vorbei. Ihr Ziel: der große Weserbogen. Unseres auch.
    Die Strecke dahin ist erst etwas schotterig – nicht gerade mein Lieblingsbelag – aber dann wird es besser. Wir fahren durch Costedt, vorbei an einem kleinen Hofladen und buntem Biogemüse: Kartoffeln, Tomaten, Kürbis, Zucchini… alles leuchtet uns an. Aber heute? Viel zu heiß zum Schleppen.

    Kurz vor zwölf erreichen wir den Biergarten am großen Weserbogen. Eigentlich öffnet er erst um zwei – aber wir haben Glück. Ein Radler geht immer.
    Wir sitzen unter der großen Kastanie, genießen den Wind, schauen auf den See und die Badenden. Genau solche Momente sind es.

    Gegen eins geht’s weiter. Richtung Autobahnbrücke, über die Weser und auf der anderen Seite zurück.
    Ein Stück begleiten wir Gitti, dann trennen sich die Wege. Doris hat die Uhr im Blick – um halb vier muss sie zuhause sein. Es ist halb drei. Passt.

    Also noch ein kleines Eis bei Angelo am Wehr. Muss sein.
    Kurz nach drei verabschiedet sich Anne, die hier in der Nähe wohnt. Doris und ich fahren weiter Richtung Löhne. An der Brückenstraße trennen sich auch unsere Wege. Sie Richtung Obernbeck, ich Richtung Gohfeld

    Um 15:45 Uhr bin ich zuhause.
    42 Kilometer zeigt mein Tacho. Und ehrlich? Ich habe es gar nicht gemerkt. Die vielen Pausen, das Lachen, der Schatten im Wald – und selbst die Hitze war irgendwie nur Nebensache.

    Nächste Woche fehlen zwei von uns – Urlaub. Mal sehen, was Anne und ich dann anstellen.
    Mittwoch bleibt Mittwoch. Egal wie.

    #Radeltag #MädelsTour #Weserliebe #42km #Sommergefühle #Mittwochsmädels #EinfachMachen
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