• Meike und Philipp
  • Meike und Philipp

Balkan 2

Geplant sind Serbien und Bosnien mit Zwischenhalten in Österreich, Kroatien und Slowenien 🙂 Read more
  • Trip start
    September 13, 2025

    Los geht's

    Sep 13–14, 2025 in Austria ⋅ ☁️ 22 °C

    Das gab's lange nicht: Wir verreisen doch tatsächlich mit dem Auto!
    Auf unserer letzten Reise auf dem Balkan 2023 waren wir nur mit Bus und Bahn unterwegs und fanden wir es etwas schade, dass wir viele schöne Orte in der Natur links liegen lassen mussten. Praktischerweise sind wir rund ums Renovieren unserer neuen Wohnung stolze Stadtmobil-Mitglieder geworden und nutzen das jetzt voll aus!
    Die erste (und vorerst nach Kilometern längste) Strecke bis Graz (ca. 700 km) haben wir trotz letztem Ferienwochenende überraschend schnell hinter uns gebracht.
    Nach angemessener Ruhepause gings abends noch gut essen und morgen fahren wir schon weiter nach Zagreb (bisschen Strecke machen).
    Grob angedacht sind danach übrigens Serbien und Bosnien, in den Kosovo wollten wir eigentlich auch noch, aber zumindest mit dem Stadtmobil dürfen wir da leider nicht hin. Mal sehen, wo es uns am Ende so hinverschlägt 🙂
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  • Zagreb

    Sep 14–15, 2025 in Croatia ⋅ ⛅ 20 °C

    Heute war unsere Anreise etwas kürzer (knapp 200 km), trotz unseres kleinen Umwegs über das steirische Dörfchen "Dobl" mit dem weithin berühmten Chianinahof (Ochsenknecht-Fans wie Meike werden wissen, um was es geht😁).
    Nach guten zwei Stunden waren wir dann mit Transit durch Slowenien in Zagreb, der Hauptstadt Kroatiens. Die zugleich größte Stadt des Landes kam einigermaßen verschlafen daher (vielleicht auch, weil Sonntag war), ist aber schon mal einen Abstecher wert.
    Von unserem kleinen Apartment in einem Wohngebiet im Westen war die Innenstadt mit ihrem hauptsächlich klassizistischen Kern super mit der Straßenbahn ("tramvaj" von engl. tramway) zu erreichen. Was direkt auffiel: Wahnsinnig viele historische Gebäude waren komplett von Baugerüsten umgeben und wurden wohl renoviert - möglicherweise gab es ja einen Zuschuss von der EU, nachdem das Land 2023 beigetreten ist.
    Außerdem gibt es in der ganzen Stadt verteilt sehr viele Parks unterschiedlicher Größe und seeehr viele Straßencafés und niedliche kleine Läden mit schönen Sachen. Anders als entlang der Adria scheint der Tourismus hier weniger auf Feiern mit billigem Bier ausgelegt zu sein.
    Wie oben schon anklang, ist die Stadt nicht sonderlich groß und entsprechend lassen sich alle wesentlichen Sehenswürdigkeiten bequem in ein paar Stunden zu Fuß erkunden.
    Am Ende unserer Tour haben wir uns dann eine regionale Spezialität namens "Štrukli" genehmigt, ein Auflauf aus einer Art Nudelteig und Frischkäse. Jetzt wird noch die deutsche Herren- Basketball- Nationalmannschaft vorm Fernseher angefeuert und dann gehts ab ins Bett! Wohin wir als nächstes fahren, lassen wir erstmal noch im Verborgenen 😶‍🌫️
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  • Durch die kroatische Provinz

    September 15, 2025 in Croatia ⋅ ☀️ 27 °C

    Gestern befanden wir uns einen Großteil des Tages auf dem ca. 400 km langen Weg von Zagreb zu unserem nächsten Ziel: Novi Sad (Нови Сад) in Serbien. Eigentlich war die Fahrt komplett unspektakulär, ist doch der Nordosten Kroatiens vorwiegend landwirtschaftlich geprägt. Wer etwas für Maisfelder übrig hat, dem sei eine Reise in diese Region aber wärmstens empfohlen.
    Wo wir doch sowieso gerade mal in der Gegend waren, haben wir noch einen Abstecher in das Dörflein Šidski Banovci (heute nur noch Banovci) unternommen, aus dem Philipps Oma stammte. Vor Ort gab es erwartungsgemäß nicht viel zu sehen, spannend war es aber allemal. Neben sehr vielen verfallenen Häusern gibt es noch zwei (den Daten auf den neueren Grabsteinen nach zu urteilen) intakte Friedhöfe. Die Grabsteine sind aber allesamt kyrillisch beschriftet und demnach vermutlich serbisch. Spuren der hier bis nach dem zweiten Weltkrieg lebenden Donauschwaben sucht man vergebens.
    Im Anschluss sind wir dann auf der Landstraße Dorf für Dorf und Maisfeld für Maisfeld zur serbischen Grenze bei Plankenburg (Бачка Паланка) getuckert. Danach weiter auf der jetzt etwas buckeligeren Landstraße ins nun wieder sehr urbane Novi Sad. Darüber dann im nächsten Beitrag mehr!
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  • Novi Sad (Нови Сад)

    Sep 15–17, 2025 in Serbia ⋅ ☀️ 26 °C

    Hier im "Serbischen Athen" (so nennt man die Stadt wohl seit dem 19. Jhd. auch gelegentlich) hat es uns in etwa so gut gefallen wie im "Griechischen Athen" (siehe Reise von 2023). Die zweitgrößte Stadt Serbiens ist zwar mit etwa 300.000 Einwohner:innen nicht so ein riesiger Moloch, hat aber für eine ehemalige europäische Kulturhauptstadt (2022) recht wenig zu bieten: Eine (zugegeben) nette kleine Innenstadt mit alten Häuschen, eine Festung aus dem 17. oder 18. Jahrhundert und ein, zwei kleine Parks und das wars dann auch wieder.
    Für uns war es dennoch ein guter Zwischenstopp, mussten wir uns doch nach den letzten langen Tagen im Auto ein wenig die Beine vertreten und eben auch ausruhen.
    Wer mal zufällig hier in der Gegend auf Durchfahrt ist, kann sich alle wichtigen Sehenswürdigkeiten auch easy bei einem Zwischenstopp anschauen und (Tipp!) eine wirklich gute napolitanische Pizza im Restaurant "Tramontana" essen.
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  • Auf dem Weg nach Belgrad (Београд)

    September 17, 2025 in Serbia ⋅ ⛅ 22 °C

    Die Fahrt von Novi Sad nach Belgrad war nun endlich mal eine etwas kürzere Etappe, die erst über buckelige Landstraßen durch die Fruška Gora (Фрушка Гора), ein dicht bewaldetes Gebirge, verlief.
    Einen Zwischenhalt wert war ein alter Fernsehturm mitten im Nirgendwo, der 1999 im Rahmen des Kosovokrieges von der NATO bombardiert worden war und heute wohl trotz der Zerstörungen wieder in Betrieb sein soll. Daneben ein ähnlich verwittertes Hotel mit sehr territorialen Wachhunden, die uns zu verstehen gaben, dass wir doch bitte schnell wieder verschwinden sollten. Gesagt, getan: Weiter ging es dann noch vorbei an einem dieser monumentalen Denkmale aus der sozialistischen Zeit und letztlich auf einer schicken Mautautobahn nach Belgrad. Um unser Überleben des wirren Großstadtverkehrs zu feiern, sind wir erstmal in die schnieke 'Galerija'-Mall (Мол😄) eingekehrt und haben ganz landestypisch eine chinesische Nudelsuppe verzehrt. Allgemein scheint es viele chinesische Restaurants zu geben, man sieht aber auch viele chinesisch beschilderte Baustellen.
    Abends haben wir dann noch die Kalemegdan-Festung (Калемегдан) erklommen, die einen schönen Rundumblick auf die Stadt bietet, und sind nach einem Sundowner ab in unsere Ferienwohnung, um uns etwas aufzuwärmen (abends ists hier auch schon recht kühl).
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  • Belgrad (Београд)

    Sep 17–19, 2025 in Serbia ⋅ ⛅ 21 °C

    Uiuiui Belgrad ist schon eine andere Nummer als Novi Sad zuvor. Man merkt direkt, dass hier das Zentrum des Landes sein muss. Mit seinen ca. 1,5 Mio. Einwohner:innen ist die Stadt äußerst urban, vor allem in den von sozialistischen Wohnblocks geprägten Vorstädten. Die Altstadt Stari Grad (Стари Град) bietet hingegen viele Jugendstilfassaden in unterschiedlich gutem Zustand. Neben dem vielen Verkehr auf den Straßen wurden wir noch Zeugen eines seltsamen Schauspiels: Wie aus dem Nichts sind plötzlich mehrere Geschwader Kampfflugzeuge, gefolgt von militärischen Helikoptern und Transportflugzeugen, in sehr geringer Höher über die Stadt hinweg gedonnert. Später haben wir herausgefunden, dass am 20. September eine Militärparade stattfinden soll. Passend dazu haben wir anschließend das 1999 im Kosovokrieg zerbombte ehemalige jugoslawische Armeehauptquartier besichtigt, das umringt ist von patriotischen Bannern und Anti-NATO-Schmierereien auf den umliegenden Gebäuden. Da ist dann zum Beispiel "Кад се воjска на Косова врати" (=Wenn die Armee in den Kosovo zurückkehrt) zu lesen. Generell geht es in der Graffiti-Szene viel um den Kosovo und die NATO, außerdem ist die serbische Flagge überall gerne gesehen und das in jeder erdenklichen Größe. Nach einem Besuch der größten orthodoxen Kirche (je nach Quelle) der Welt/Europas/Serbiens und einem ordentlichen Marsch durch die sonnige Großstadt haben wir noch die lokale Spezialität "Knedle" probiert. Wie der Name schon sagt, handelt es sich um Kartoffelknödel mit unterschiedlichen (meist süßen) Füllungen, besonders spannend war es aber nicht. Nach diesem Tag voller Eindrücke geht es als nächstes dann in die Natur im Tara-Nationalpark im Südwesten des Landes.Read more

  • Tara-Nationalpark

    Sep 19–21, 2025 in Serbia ⋅ ☀️ 21 °C

    Nach dem vollgestopften Belgrad war uns nach etwas Ruhe und Natur zumute und passenderweise liegt auf unserem Weg nach Bosnien noch der Tara-Nationalpark. Nach vielen Kilometern auf der top ausgebauten Mautautobahn waren wir uns in Valjevo noch mit Lebensmitteln eindecken, bevor es weiter in das dünn besiedelte Gebiet des Nationalparks ging. Dort haben wir uns eine Ferienwohnung (so mehr oder weniger) mitten im Nirgendwo am Zaovine (Заовине)-See gemietet. Generell scheint es in Serbien eher Ferienwohnungen zu geben als Hotels. Der Weg in den Nationalpark führte über stellenweise abenteurlich geführte und mit Schlaglöchern jedweder Größe übersähte, wenig befahrene Landstraßen. Ein Stück des Weges führte uns entlang der Drina, der ein langes Stück die Grenze zu Bosnien bildet. Dort gibt es beim Örtchen Bajina Bašta (Баjина Башта) eine kleine Attraktion: Ein Häuschen, das kurioserweise auf einem Felsen mitten in der Drina errichtet wurde. Beim nahegelegenen Café wurden wir auf ein Schild aufmerksam, das eine Rallye auf unserer folgenden Fahrstrecke angekündigt hat, die aber zum Glück erst am Folgetag ausgetragen werden sollte.
    Zurück zum Nationalpark: Dieser ist wirklich ein tolles bisheriges Highlight unserer Reise! Die Natur ist total ruhig und schön und auf dem nahegelegenen See (der übrigens Reservoir für ein Wasserkraftwerk ist) sind wir ein bisschen rumgepaddelt. Wetter macht super mit, viel Sonne!
    Bevor wir dann morgen nach Sarajevo weiterfahren, hier noch ein interessanter Fakt: Serbien ist neben Russland und Mexiko einer der größten Himbeerproduzenten der Welt. Jetzt wisst ihr das auch, gern geschehen!
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  • Sarajevo (Сараjево)

    Sep 21–23, 2025 in Bosnia and Herzegovina ⋅ ☀️ 27 °C

    Also erstmal muss hervorgehoben werden, dass die Strecke vom Tara-Nationalpark nach Sarajevo zum Schönsten gehört, was wir bisher so befahren haben! Vor allem direkt nach der bosnisch-serbischen Grenze tun sich eindrucksvolle Schluchten auf und man schlängelt sich entlang der Drina erstmal bis Višegrad (hier befindet sich die namensgebende osmanische "Brücke über die Drina" zum Roman von Ivo Andrić).
    Danach sind es nochmal anderthalb Stunden bis Sarajevo (der schmalen und kurvigen Straße geschuldet durchgehend bei 60 km/h).

    In Sarajevo haben wir uns dann eine innenstadtnahe Ferienwohnung genommen und alles Wesentliche in anderthalb Tagen zu Fuß gut erkunden können, denn die Stadt ist nicht sehr groß. Neben dem osmanischen Baščaršija-Viertel, das sich direkt an die österreichisch-ungarisch geprägte Innenstadt anschließt, zählt die alte Bobbahn der olympischen Winterspiele 1984 auf dem nahegelegenen Berg Trebević zu den Hauptattraktionen. Letztere Sehenswürdigkeit erreicht man mit einer Seilbahn recht bequem fast aus der Innenstadt und kann dann tatsächlich auf der Bobbahn herumlaufen.

    Weiteres Highlight (mit einem Augenzwinkern) ist die Wäscherei "Tito's Iron Fist", die -von einem US-Amerikaner geführt- eher wie ein Museum zum Sozialismus anmutet. Da wir ohnehin waschen mussten, durften wir Zeuge dieses interessanten Ortes werden.

    Insgesamt gefällt es uns auf den ersten Blick sehr gut, denn trotz der auch zu dieser Jahreszeit mit Tourist:innen vollgepackten Altstadt-Gassen versprüht Sarajevo erstmal einen recht entspannten Charme. Was wir allerdings nicht erwartet hätten, ist das doch recht stattliche Preisniveau in Restaurants etc., vor allem im Vergleich zu den interessanterweise recht günstigen Unterkünften.

    Übrigens hat Bosnien während bzw. nach dem Bosnienkrieg erstmal drei Währungen gehabt (kroatischer Kuna, bosnischer Dinar und jugoslawischer Dinar), die dann aus Neutralitätsgründen 1998 durch die Konvertible Mark (tatsächlich nach der Deutschen Mark) ersetzt wurden.

    Morgen geht es dann weiter in Richtung Mostar, wo wir unterwegs bei Konjic noch eine Rafting-Tour im Neretva-Canyon unternehmen werden.
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  • Rafting auf der Neretva (Неретва)

    September 23, 2025 in Bosnia and Herzegovina ⋅ ☀️ 26 °C

    Heute mal wenige Worte: Auf unserer Weiterfahrt nach Mostar haben wir uns der überwältigend schönen Natur Bosniens gewidmet und sind bei Konjic (sprich: Konnjitz) auf dem Fluss Neretva (mit im Oberlauf dauerhaft 6-7°C kälteste Fluss Europas) raften gewesen. Morgens hatten wir noch Angst, dass es bereits zu kalt dafür sein könnte, aber später waren wir dann sehr dankbar für etwas Abkühlung bei der immer noch starken Sonne!Read more

  • Mostar (Мостар) und Umgebung

    Sep 23–26, 2025 in Bosnia and Herzegovina ⋅ ☀️ 28 °C

    Nachdem uns Sarajevo ja irgendwie schon sehr gut gefallen hat, waren wir jetzt natürlich sehr gespannt auf Mostar, dem der Ruf anhängt, noch viel schöner zu sein. Und was soll man sagen: Die Altstadt mit ihren verwinkelten, kopfsteingepflasterten Sträßchen, die kleinen osmanischen Moscheen und natürlich der (Mo)Star unter den Attraktionen, die alte Brücke: Schön ist das alles, sehr sogar. Aber Sarajevo hat für uns trotzdem gewonnen. Was uns nämlich hier in Mostar fehlt ist die Möglichkeit, in der Altstadt auch schön zu verweilen und sich damit auch irgendwie vorzustellen, wie es hier so unter osmanischer Herrschaft zuging. Gab es in Sarajevos Altstadt noch überall kleine Cafés und Restaurants an jeder Ecke, ist Mostars Altstadt fast ausschließlich gespickt mit Souvenirläden; einkehren muss man dann in der zweiten Reihe oder auf abgesetzten Terrassen, die nur dazu dienen, die alte Brücke in Szene zu setzen. A propos alt: Die ursprünglich 1566 errichtete Brücke zwischen dem vorwiegend muslimischen Ostteil und dem vorwiegend katholischen Westteil der Stadt wurde 1993 von kroatischen Truppen zerstört und nach längerer Restaurierung erst 2004 wieder eröffnet.

    Rund um Mostar gibt es auch noch ein bisschen was zu sehen, nämlich die Kravica-Wasserfälle (ähnlich den kroatischen Krka-Wasserfällen) und das (nicht mehr für ursprüngliche Zwecke genutzte) Derwisch-Kloster in Blagaj (sprich: Blagai).

    Die Wasserfälle sind per Auto in etwa einer Stunde von Mostar zu erreichen und in der Tat schön anzusehen, das Wasser scheint hier ungebremst einfach durch die Natur zu fließen. Ein kurzer Abstieg vom Parkplatz führt an die Wasserfälle, unten sind mehrere Restaurants und Cafés und bei sehr warmen Temperaturen kann man auch baden. Die Dimensionen des Parkplatzes und der unmittelbar umliegenden Gastronomie deuten darauf hin, dass hier im Sommer richtig was los ist und so waren wir froh, gegen Saisonende hier gewesen zu sein.

    Ähnlich verhält es sich mit der Tekke (also dem Derwisch-Kloster), das sich neben einer kleinen Grotte an eine imposante Felswand schmiegt: Eigentlich ein schöner (und irgendwann in der Vergangenheit auch mal spritiueller) Ort, der jetzt nur durch ein Spalier von Souvenirständen oder entlang unzähliger Restaurants zu erreichen ist.

    Beide Orte haben wir (da Philipp seit zwei Tagen erkältet ist) sehr gemütlich auf einem Tagesausflug von Mostar aus besucht.

    Was uns hier in der Region noch mehr auffällt als bereits in Sarajevo: Auch Bosnien ist touristisch längst kein Geheimtipp mehr, ist es aufgrund der Lage doch gerade im südlichen Teil scheinbar überflutet mit Tagestouristen aus dem kroatischen Dalmatien. Dementsprechend dürfen auch hier keine stereotypen Balkanpreise erwartet werden. Damit uns da niemand falsch versteht: An Tourismus soll sehr gerne Geld verdient werden und das ist schon alles okay so.
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  • Bosnien, der Rest

    Sep 26–29, 2025 in Bosnia and Herzegovina ⋅ ⛅ 22 °C

    So, hier melden wir uns mal wieder! Physisch befinden wir uns bereits in Südtirol, gedanklich noch in Bosnien, denn es hat uns sehr gut gefallen! Was haveb wir in der Zwischenzeit erlebt? So einiges:
    - Bei Jablanica gibt es eine Eisenbahnbrücke über die Neretva, die ursprünglich 1888 errichtet, dann 1943 von jugoslawischen Partisanen in einer Schlacht zerstört und im gleichen Jahr von den Nazis neu gebaut wurde, nur um dann bei Dreharbeiten zu einem Kriegsfilm 1968 zweimal (!) zerstört zu werden. Verwendbar waren die Aufnahmen am Ende wegen Rauchentwicklung nicht.
    - Ebenfalls bei Jablanica haben wir in einem 'Glamping'-Zelt in klammer Bettwäsche direkt an einem See übernachtet. Für unser beider Erkältungen (Meike hats jetzt auch) war das sehr förderlich.
    - In Jajce (sprich: Jaitze) gibt es neben einer Festung einen großen Wasserfall und ebenso große Palačinka (Pfannkuchen mit Füllung). Touristen gab es hier im Vergleich zur Mostar-Sarajevo-Achse fast keine, das dürfte aber auch mit dem in dieser Gegend inzwischen sehr herbstlichen Wetter zusammenhängen. Nach der Abreise haben wir noch kurz durchgefegt, Saison ist jetzt vorbei.
    - Im Anschluss ging es dann hinter die sieben Berge (gut, ein paar mehr waren es dann schon), aber nicht zu den sieben Zwergen sondern zu den Kroaten nach Split und dort auf die Fähre nach Ancona. Auf dem Weg nach Split zu sehen gab es zwischendrin dichten Nebel und trotz vieler Warnschilder keine Wildpferde (nur deren Mist).

    Kurzes Fazit zu Bosnien: Unbedingt hingehen! Wer nicht hingeht ist doof!
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  • Auf ein Frühstück in San Marino

    September 29, 2025 in San Marino ⋅ ⛅ 18 °C

    Das Programm an diesem Tag sah wie folgt aus: Von der Fähre direkt auf die (Buckel-)Piste und auf der geringfügig überfüllten Adria-Autobahn (oder ist es eine Rennstrecke?) erstmal bis Rimini, um dort nach San Marino abzufahren. Zeitlich hat sich ein Frühstück angeboten, bevor wir dann mit der Seilbahn in die Altstadt gefahren und dort ein wenig herumgewandelt sind. Viel angeschaut haben wir nicht, waren wir doch beide etwas erkältet und hatten an diesem Tag noch recht viele Autobahnkilometer bis ins Trentino vor uns. Es gab aber auch nicht so viel zu sehen, es handelt sich schließlich um eines der kleinsten Länder der Welt. Auf dem Monte Titano gelegen, bietet sich ein toller Ausblick auf die umliegende Landschaft und auch die Altstadt ist sehenswert. Sie muss außerdem wirklich alt sein, denn der Legende nach wurde die "älteste Republik der Welt" im Jahr 301 durch den namensgebenden heiligen Marinus und andere begründet, die als Christen damit der Verfolgung durch die Römer entgehen wollten.
    Jedenfalls haben wir das Ländchen jetzt auch mal gesehen und falls jemand sowieso mal in der Gegend ist, kann ein kurzer Besuch durchaus empfohlen werden.
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    Trip end
    October 3, 2025