• Meike und Philipp
  • Meike und Philipp

Irgendwo in Westafrika

Mittlerweile sind wir wohl bei Plan F oder G angekommen. Aber was spielt das für eine Rolle? Wir haben unsere Wohnung aufgegeben, haben Hamburg verlassen und können nun unseren (fast) kompletten übrig gebliebenen Besitz auf unseren Schultern tragen. Læs mere
  • Ziguinchor

    12. december 2021, Senegal ⋅ ⛅ 33 °C

    Für EU-Bürger in ihren Dreißigern und jünger ist das mit Landgrenzen immer irgendwie aufregend. Erst zum dritten Mal in unserem Leben sind wir nämlich auf diese Weise in ein neues Land gekommen (,das nicht im Schengenraum liegt).
    Nach einer etwa anderthalbstündigen Fahrt kamen wir an die gambisch-senegalesische Grenze. Dort stempelte uns eine mürrische Beamtin aus und wir fuhren knapp zwei Kilometer weiter zum senegalesischen Posten. Nachdem wir in das "Gästebuch" eingetragen wurden, durften wir auch hier weiter. Mit einem sogenannten Sept-Place, das wir jedoch nur zu zweit besetzen (wer kann der kann😎😅), fuhren wir dann weiter nach Ziguinchor.
    Die Stadt liegt im südlichen Teil des Senegals - der Casamance. Für alle, die schon meine frühen Werke verschlungen haben: Ja, das ist DIE Region, die ich in meiner Bachelorarbeit untersucht habe 🤩 Und zum Glück für uns, hat das mit der Separatistenbewegung hier nicht so gut funktioniert, weshalb das Projekt Unabhängigkeit eher keine Rolle mehr spielt und es hier wieder ziemlich friedlich zugeht.
    Und wie könnte man bei so einem Ausblick (Bild 6) überhaupt auf aufwieglerische Gedanken kommen? 😎💆🧘
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  • Hafen Ziguinchor

    17. december 2021, Senegal ⋅ ⛅ 35 °C

    Nicht weit von unserem Haus entfernt ist der kleine Fischereihafen von Ziguinchor. Zumindest im vorderen Teil ist der Gestank extrem, doch diese Gerüche von verdorbendem Fisch kennen wir schon von den Märkten hier.
    Ist man durch die dicke fischige Luft gewatet kommt man zu den Räucherbuden. Der Wind stand günstig, also konnten wir hier relativ frische Luft atmen.
    Ganz am Ende der Straße liegen schließlich die Kühlhäuser, von denen einige gerade auch neu gebaut werden.
    Fischerei ist hier in der Gegend wohl eine der wichtigsten Einkommensquellen. Im Fluss werden Garnelen gezüchtet, die Austern wachsen an den Wurzeln der Mangroven.
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  • Mangroven, Mangroven, Mangroven ...

    19. december 2021, Senegal ⋅ ⛅ 30 °C

    Mangroven, Mangroven, Mangroven…. das hatten wir schon einmal in Indien ganze zehn Stunden am Stück und es kam uns damals so vor als hätten wir in dieser Zeit wohl schon jede Mangrove auf diesem Planeten gesehen😑. Doch weit gefehlt. Auch hier kommen diese ökologisch sinnvollen, aber
    stinklangweiligen Gewächse vor. Doch was ist jetzt Trumpf? Erneut entlang endloser
    Mangrovenwälder oder eine Bootsfahrt? Letzteres trumpft bei uns vermutlich immer.

    🚣 Also ab in Sambas schaukelige Pirogge und ab die Post. Der alte wortkarge Mann mit der ledrigen Haut ist gut eingepackt in einen Anorak. Es ist immerhin unter 30 Grad und die Sonne drückt sich nur selten durch die diesige Wolkendecke. Seine Wortkargheit ist übrigens nicht so schlimm, da unsere Diola-, Wolof- oder Französisch-Kenntnisse leider immer noch sehr begrenzt sind (mais ils vont mieux🙊).

    Wir fahren vorbei am Fischereihafen von Ziguinchor, an einem havarierten Wrack, von dem wir leider überhaupt nicht verstanden haben wie es da hingekommen ist, und immer wieder an Fischern, die sich gerade zu ihrer Arbeit aufmachen oder von dieser zurückkehren. Schon nach kurzer Zeit biegen wir in einen kleineren Seitenkanal ab und dann in einen noch kleineren. Wir sehen Pelikane, Flamingos, Fischadler, Reiher und Ibisse – zum Glück hatte ich meine beige
    Ornithologenhose an!
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  • Rue de Conmerce

    23. december 2021, Senegal ⋅ ⛅ 33 °C

    Viele fragen uns immer wie wir untergebracht sind. Und irgendwie schaffen wir es immer wieder in ziemlich kuriosen Wohnsituationen zu landen.
    Zuletzt haben wir in Gambia in einer schnieken Wohnanlage gelebt. Bewachter Eingang mit dem charmanten Manager Bakari und dem philipp-affinen Sicherheitsmann Modou. Pool, Meerblick, schickes Hotelspa direkt neben an. Sogar einen In-house Schneidereiservice hatten wir, weil Alihu der Reinigungsmann zufällig Schneider war.
    Zusammengelebt haben wir dort mit zwei UN-Mitarbeiter:innen. Hyungjong der Südkoreaner, der Influencerambitionen hegt und nach drei Jahren in Gambia in nur drei Stunden mit Sack und Pack das Land verlassen hat, weil er nach Marokko wollte und die mal wieder die Grenzen dicht gemacht haben. Dann gibt es noch Alexia, die weitgereiste Französin, die das Englisch ihrer Landsleute einfach nur peinlich findet und mit der wir nächste Woche einen Roadtrip nach Guinea-Bissau machen werden.
    Jetzt in der Casamance leben wir in einem riesigen Kolonialgebäude, das dem französischen Paar Claudia und Loris gehört. Die unteren Zimmer vermieten sie über Airbnb, der erste Stock besteht aus dem riesigen gemeinschaftlich genutzten Wohn- und Kochbereich und oben auf der Dachterrasse haben sie noch ihr Zimmer.
    Gerade sind die zwei im Urlaub und wollten eigentlich ihre Airbnb in dieser Zeit schließen. Doch wir haben wohl überzeugt - auch wenn uns Claudia in Sachen Pingeligkeit übertrumpft (believe it or not) - und jetzt spielen wir hier "Kevin allein zuhaus" nach.
    🙋🏿‍♀️🐈🦜
    Naja, also nicht wirklich. Da wären noch die Haushälterin Mami, die uns immer unser Frühstücksgeschirr abwäscht 🙈 Die schwangere Katze Zig (kurz für Ziguinchor, wo wir uns ja gerade befinden) und der Papagei Ouzman. Letzterer ist übrigens eine wahre Ikone, denn er war einst der offizielle Papagei vom Hotel "Le Perroquet" - zu deutsch "Der Papagei" 😱😎
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  • Cap Skirring

    24. december 2021, Senegal ⋅ ☁️ 28 °C

    🎅 Frohe Weihnachten 🌲

    Übers Wochenende sind wir an die Küste gefahren. Eigentlich wollten wir uns hier ein richtig schickes Hotel gönnen, doch wer zu spät kommt...
    Also doch Airbnb. Abends los zum Essengehen. Restaurant Nummer 1 hatte zu. Kein Problem! 200 Meter weiter seien zahlreiche Lokale, so Google Maps. Stimmte auch, aber bei den meisten handelte es sich um kleine rappelvolle Imbisse. 😷 Nein, danke!
    Also wieder ins Taxi und in eines der schicken Hotels, die keinen Platz mehr für uns hatten. "Wir sind heute Abend ausgebucht", erwiderte uns der Hotelmitarbeiter. Na gut. Eine Möglichkeit hatten wir noch auf der Liste.
    Von weitem hörten wir laute Musik und Philipp sagte noch: "Das ist noch nicht das Lokal. Oder die haben so laut Musik an! Hahaha.". Ja, hahaha! So war es tatsächlich. Die scheppernden Boxen waren für uns nicht gerade einladend.
    Also ab in den nächsten Supermarkt und Weihnachtsmenü zusammenstellen:

    ⭐⭐⭐⭐⭐
    Vorspeise: Exquisite Auswahl an Nacho-Chips
    Hauptspeise: Feine Pasta mit fruchtiger Tomaten-Olivensoße (aus dem Glas)
    Dessert: Saftiger Marmorkuchen à la mâitre de pâtisserie (aka Packung)
    ⭐⭐⭐⭐⭐

    Doofer Ort, doofes Essen!
    Zum Glück wurden wir heute (25.12.) zumindest ein bisschen versöhnt. Der Ort ist immer noch doof, weil er total verstreut ist und keinen guten Zugang zum Meer hat, aber zumindest das Essen und vielmehr noch der Ausblick haben heute mehr als gestimmt.
    5 von 5 Sterne ⭐⭐⭐⭐⭐, gerne wieder!
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  • Cap Skirring Beach

    25. december 2021, Senegal ⋅ ⛅ 30 °C

    Dieser Tag ließ uns etwas versönhlicher mit Cap Skirring werden. Es war zwar unerbittlich heiß aber der Spaziergang am Strand und unser Ziel das Hotel Hibiscus (auf Französisch: Ibisküss) waren wirklich schön.
    Nachteil dieses Ortes: Er ist total verstreut und extrem lang gezogen. Das Zentrum ist laut und unheimlich trubelig und der hübsche Strand fast nicht direkt zugänglich, da die Bebauung in großen Teilen nahtlos ineinander übergeht.
    Vorteil: Wir waren nur zwei Tage hier und konnten ein paar gute Fotos machen 😁
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  • Auf nach Guinea-Bissau...

    29. december 2021, Senegal ⋅ 🌙 28 °C

    ...oder doch nicht? Gleich vorab, um keine Verwirrung zu stiften: Wir werden nach Guinea-Bissau fahren🙂
    Nur eben nicht - wie geplant - heute. Denn eigentlich hätte unsere Freundin Alexia heute um die Mittagszeit aus Gambia ankommen sollen, um uns mit ihrem Auto aufzusammeln und weiter nach Bissau zu fahren. Doch da haben wir die Rechnung ohne die gambischen Grenz-Bürokraten und die heiratswilligen senegalesischen Polizisten gemacht, die Alexia auf ihrem Weg hierher nicht nur ausgebremst, sondern auch fast um ihren Verstand gebracht haben. Und das, nachdem es bereits bei ihrem Aufbruch in Gambia die ein oder andere Verzögerung gab (Geldautomaten ohne Geld und dergleichen). Am Ende ist sie zum Glück unbeschadet angekommen und wir brechen dann morgen früh in Ruhe auf.
    Immerhin hat das Ganze noch zu einem sehr schönen Bild von der Hotel-Terrasse und zu einer Lektion geführt: Reisen in Westafrika sollte man niemals zu knapp planen 🤷🏻‍♂️
    Außerdem noch ein Foto von Ousman, dem Papageien, einfach weil es niedlich ist 🙂
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  • Von Zig nach Guinea-Bissau

    30. december 2021, Guinea-Bissau ⋅ ☀️ 37 °C

    Was ein Trip! Zum Glück sind wir erst einen Tag später gefahren als geplant. Denn das wichtigste vorab: 146 Kilometer in acht Stunden (in Zahlen: 8!!!). Dieser Roatrip hat irgendwann echt keinen Spaß mehr gemacht.
    An der Grenze lief noch alles gut, obwohl auch für das ganz normal Prozdere dort schon eine Stunde draufging. Dann weiter. Die Straßen voller Löcher (Tiefe: halber Weg bis zum Erdkern). Wollten wir nicht wie bei den vielen Pannenautos am Straßenrand auch bei sengender Hitze einen Reifen wechseln, so mussten wir eben die meiste Zeit mit 20-30km/h durchs Land tuckern.
    Kurze Fotostopps und immer wieder Polizeikontrollen taten dann ihr übriges.
    Heute nochmal 4 bis 5 Stunden Fähre und dann sind wir hoffentlich im Paradies....wehe wenn nicht -> Schlechte Google-Bewertung ist raus! 😁
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  • Bijagos Archipel

    31. december 2021, Guinea-Bissau ⋅ ⛅ 29 °C

    Türkises Wasser, traumhafte Strände, Meeresschildkröten und nicht zuletzt die seltenen Salzwasserhippos - all das wollten wir auf der Insel Bubaque im Bijagós-Archipel genießen.
    Doch da haben wir im wahrsten Sinne des Wortes die Rechnung ohne unsere Gastgeberin Mimi gemacht. Schon im Vorfeld hatten wir von unserer vorherigen Gastgeberin aus Ziguinchor erfahren, dass Mimi eine toughe Geschäftsfrau sei (Zitat "She likes money."). Doch zu was das ausarten würde, hätten wir beim besten Willen nicht erahnt.
    Nach der vierstündigen Fährüberfahrt, die wirklich sehr angenehm war, stand uns das groß angekündigte Silvesterbuffet bevor. Zunächst konnte uns niemand wirklich sagen, wann es denn überhaupt losgehen würde. Rappelvoll sollte es werden, eine Show sollte es geben und die Kosten beliefen sich auf '18'. 18€ dachten wir - ein stolzer Preis. Aber mit inkludierter Show kann man das ja mal machen. Ich spule vor: Das Essen war ok, eine Show gab es nicht und '18' beudeutete am Ende 18000 CFA - umgerechnet also 27€. Ohne Getränke, kein Sektchen zu Mitternacht.
    Touren wollten wir auch machen. Andere Inseln besuchen, Tiere sehen. Wir haben das mehrfach gesagt und wurden immer wieder mit "Ja ich schau mal, wann die anderen Gäste das machen wollen" hingehalten. Das machte insofern Sinn als dass sich der meist horrende Preis (300 bis 500 Euro) dann auf mehrere Schultern verteilen würde.
    Erst als wir bekanntgaben, frühzeitig abzureisen hieß es 'zufälligerweise', dass es nur zwei Tage später eine Tour geben würde. Darauf wollten wir uns jedoch nicht verlassen. Also hieß es nach nur zwei Nächten: Zurück nach Bissau!
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  • Zurück auf Start...

    13. januar 2022, Gambia ⋅ ⛅ 25 °C

    Keine Bilder von dunstigem, grünen Urwald. Keine Schnappschüsse von frei lebenden Schimpansen. Keine bunten Vögel vor der Linse.
    Nach unserer vorzeitigen Rückkehr nach Bissau sollte unsere heiß ersehnte Tour in den Cantanhez Nationalpark in zwei Tagen starten. Einen Tag wollten wir gemütlich am Pool zubringen und den nächsten Bissau erkunden. Doch nicht mal mehr zum Pool schaffte ich es. Erschöpft von der anstrengenden Fährfahrt, so dachte ich, verbrachte ich den Tag im Zimmer. Am Nachmittag kam Philipp zurück und wir entschieden intuitiv, Fieber zu messen.
    Huch, erhöhte Temperatur! Also Schnelltest raus und Stäbchen ab in die Nase. Nach einigen Minuten erschien dann tatsächlich eine feine Linie im Testfeld. Jetzt musste dieses Ergebnis verifiziert werden und auch die andern beiden unterzogen sich der Prozedur. Philipp negativ, Alexia positiv! Nach ein paar Stunden wiederholten wir das Ganze und erhielten dasselbe Ergebnis.
    Was sollten wir tun? In Bissau hatten wir keine Kontakte und wussten nicht, ob uns nach einem positiven PCR-Test eine staatliche Quarantäne blühen würde. Wir entschieden uns auf schnellstem Weg wieder nach Gambia zu fahren. Hier hatten wir Kontakte und, für den schlimmsten Fall, waren hier auch bessere Krankenhäuser (Dakar) in Reichweite. Am Abend buchten wir uns noch fix zwei Hotelzimmer in Ziguinchor, denn auf einen Rutsch war die Fahrt nie im Leben zu meistern, sowie eine Quarantäne-Airbnb in Gambia.
    Am nächsten Tag packte ich mich auf den Rücksitz, ausgestattet mit Fieberthermometer, Ibus und Co. und wir machten uns auf den Weg. Als wir in Gambia ankamen waren die Unzulänglichkeiten jedoch noch nicht vorüber. Gleich am darauffolgenden Morgen wollten wir uns PCR-testen lassen, doch an zwei Stätten, die wir dafür aufsuchten, war es aufgrund verschiedener Umstände nicht möglich. Erst beim dritten Testzentrum reihten wir uns ein. Alles ging unerträglich langsam, mir ging es mittlerweile gar nicht mehr gut und auch meine Stimme war komplett weg, und auch viel zu viele verantwortungslose Menschen hielten sich in dem kleinen Gebäude auf.
    Das Ergebnis am nächsten Tag überraschte jedoch wieder: Ich war positiv, Philipp nicht. Doch auch er entwickelte mittlerweile Symptome, weshalb er sich zwei Tage später nochmals zum PCR-Test schleppte...alles für's Genesenenzertifikat 💪 Schlussendlich konnten seine Antikörper meiner Virenlast doch nicht standhalten und auch er war letztlich auch positiv.
    Alles in allem geht es uns aber gut. Wir hatten und haben dank der Impfung nur einen milden Verlauf. Dennoch war es, das muss ich unumwunden zugeben, zwischenzeitlich wirklich angsteinflössend! Meine Qurantäne endet nun auch bereits am Sonntag und Philipp ist am Mittwoch soweit. Die Decke fällt uns rein gar nicht auf den Kopf, vielmehr genießen wir das faule Rumlümmeln nach all der Aufregung ❤️🙏
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  • Tschüßi Quarantäne

    19. januar 2022, Gambia ⋅ ☀️ 31 °C

    Heute endete nun auch Philipps Quarantäne und wir zogen in unsere vorerst letzte Unterkunft in Gambia.
    Mit Bahnenziehen im Pool und Dümpeln im Meer wollen wir jetzt langsam wieder fitter werden, denn das Virus hat schon ziemlich an unserer Fitness genagt. Das haben wir schon jetzt bei unserem kleinen Umzug gemerkt, der für heute schon Aktivität genug war 🥵
    Auch ansonsten ist es ehrlich gesagt ziemlich komisch wieder raus zu gehen...ihr kennt uns: Wir fühlen uns in einer Quarantänesituation einfach viel zu wohl 😑😶‍🌫️
    Für alle Fernwehgeplagten hier schonmal unser weiterer Plan: Am 31. Januar geht es nach Saly im Senegal und am 20. Februar fliegen wir von dort auf die Kap Verden. Herzliche Einladung geht raus ❤️
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  • Heimweh?!

    23. januar 2022, Gambia ⋅ ☀️ 31 °C

    Disclaimer: Wir sind nicht ernsthaft krank, sonst könnte und würde ich keinen Blogpost schreiben. Auch alle geschilderten Gefühle sind ganz normal und gehören zu einem Nomadenleben einfach dazu. Kein Selbstmitleid also, sondern einfach ein ehrlicher Reisebericht, denn es ist auch nicht immer alles nur Strand, Sonne und "lebensverändernde Erfahrungen" 🤢 Solche Reiseblogs gibt es schon zu Hauf und mich persönlich nerven und langweilen solche geschönten Darstellungen immer nur. Für "alles perfekt" müsst ihr auf Insta gehen 😉

    ❤️😷❤️

    Covid ist gerade abgehakt, da kommt der nächste Immunkiller ums Eck. Mein Bauch macht mir Probleme (keine Details an dieser Stelle) und auch ein bisschen Fieber darf anscheinend wieder nicht fehlen. Mal wieder zwei beschissene Nächte hintereinander und wieder ein Auge drauf, dass es sich nicht um eine der weniger spaßigen Tropenkrankheiten handelt. Dabei wollten wir uns doch jetzt einfach fertig von Covid kurieren, langsam wieder mit Sport anfangen und bis zu unserer Weiterreise wieder richtig fit werden. Ja, hat halt leider nicht geklappt.
    Und wenn sich die negativen Erfahrungen eben schon seit knapp einem Monat aufsummieren, dauert es meist nicht lange, bis sich ein ganz bestimmtes Gefühl einstellt: Heimweh. Das wiederum ist auch irgendwie knifflig, wenn man keine eigenen vier Wände mehr hat. Ich neige zum Beispiel dazu Sätze, wie "Ich will nach Hauseeee..." zu sagen, wenn es mir wirklich elend geht. Tja, aber wo ist das nur?
    In unserer alten Wohnung sehe ich in meiner Vorstellung mittlerweile nicht mehr uns, sondern andere Leute. Bei den Eltern ist es auch nicht, obwohl ein beliebter Satz in meinem Kopf auch "Ich will zu meiner Mamaaaa..." lautet, wenn ich so ernsthaft krank wie neulich war.
    Doch das ist eben manchmal einfach alles nicht möglich. Sei es, weil man mit einem hochansteckenden Virus infiziert ist und nicht von dort weg kann, wo man gerade ist. Oder sei es, weil man kein eigenes Zuhause mehr hat, in dem man sich zu 100 Prozent geborgen und gut aufgehoben fühlt.
    So ist das halt, wenn man so ein Nomadenleben führt wie wir es jetzt tun. Alles nicht so schön, aber eben auch alles ganz normal 🙏
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  • #TeamGambia🇬🇲

    24. januar 2022, Gambia ⋅ ☁️ 26 °C

    Die gambische Nationalmannschaft lässt sich gerade nicht lumpen. Beim Africa Cup of Nations sind sie heute sogar schon ins Viertelfinale eingezogen.
    Gefeiert wurde hier aber schon als hätten sie den Pokal in der Tasche. Kein Wunder, schließlich hatte damit niemand gerechnet. Die Mannschaft ist doch eher ein Underdog und auch zum ersten Mal überhaupt für das Turnier qualifiziert 💪🏾
    Und ihr wisst, dass wir eigentlich mit Fußball so rein gar nix am Hut haben, aber irgendwie freuen wir uns einfach mit. Die Gambier sind soo nette Menschen und wer freut sich nicht mit, wenn nette Menschen was zu feiern haben?
    🥳🇬🇲❤️
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  • British High Commission

    27. januar 2022, Gambia ⋅ ⛅ 25 °C

    Wir waren zu Gast in der Britischen Botschaft. "Uhlala", mag man jetzt vielleicht denken, doch es war anders als gedacht.
    Geladen hatte der Vizebotschafter. Unser Alter, Schlabberjeans und entsprechendes Shirt, man bun - ein echter dude eben! (Find him on Twitter: @colebournej)
    Leider ging es bei diesem Fest deutlich gesitteter zu als bei der letzten Veranstaltung. Hier, so erzählte uns unsere Freundin Alexia, habe man im Handstand Bier geext. Das habe ich noch nie live gesehen und ich war sehr enttäuscht, dass dies an diesem Abend auch so bleiben sollte.
    Unser Highlight als alte Navy CIS Ultrafans war aber sowieso das Gespräch mit einem älteren amerikanischen Navy-Soldaten - grauer Schnauz und akurater Bürstenhaarschnitt. Ein sonnengegerbter Leroy Jethro Gibbs also.
    Das andere Highlight seht ihr auf dem Foto, hinten links hinter der Bar 🫅🏼😍

    Die zahlreichen Anglizismen sind anlassbezogen angebracht 😉🤓
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  • Banjul International Airport

    31. januar 2022, Gambia ⋅ ☁️ 24 °C

    Bye bye Gambia! 🥲

    Was sollen wir sagen, wir haben dieses kleine Land wirklich ins Herz geschlossen, doch jetzt ist's dann auch mal gut 🙃

    Was wir hier gelernt haben:
    - Bauchgefühl trumpft Kopf IMMER und IMMER und IMMER
    - Es ist definitiv nice to be nice
    - We are one big Gambian family....also jetzt bin ich aber dann so langsam echt verwirrt?! Haben die mich auch adoptiert? Und geht das überhaupt?
    - Autos haben in bestimmten Kontexten doch eine Daseinsberechtigung
    - Fahrradfahren am Strand ist das allerbeste überhaupt
    - Wonjo-Saft (Hibiskusblüte) ist eigentlich ein Tee und Baobabsaft schmeckt manchmal gut und manchmal nach Elefantenhaus
    - Es gibt mehr Libanesen außerhalb des Libanons als im Libanon selbst und viele davon sind schon seit Generationen in Gambia (eigentlich in ganz Westafrika)
    - No shirt, no shoes, no service! Bitte liebe Briten/Niederländer, benehmt Euch doch wenigstens ein bisschen!
    - Wenn wir ein eigenes Bad haben, sind wir WG-tauglich
    - Es gibt kein Corona in Gambia, alle haben nur die Grippe und Sonne ist ein probates Gegenmittel für Covid-19
    - "Wir sind keine Touristen." kann so manchen Bumster abschütteln
    - "African Style, haha!" oder "It's professional *zwinker*." sind legitime Ausreden wenn etwas nicht klappt oder schrottig ist/aussieht
    - Die Gambier sind ein nettes und freundliches Völkchen, die um keinen Schnack und Scherz verlegen sind. Wir werden Euch vermissen ❤️

    P.S.: Am Flughafen war ganz und gar kein African Style mehr angesagt. Nachdem sie uns richtig Dampf gemacht haben, landeten wir in Dakar 7 Minuten vor der eigentlichen ABFLUGZEIT!!!
    😱🥵🤯

    P.P.S.: CO2-Ausgleich geht raus! 💪
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  • Saly Portudal

    5. februar 2022, Senegal ⋅ ☀️ 32 °C

    Saly ist DER Touristenort schlechthin im Senegal. 1 ½ Wochen werden wir insgesamt hier an der Petite Côte bleiben. Remote Arbeit läuft übrigens auch super - vor allem eine deutliche Verbesserung der Infrastruktur (Strom und Internet) ist hier im deutlich weiter entwickelten Senegal zu spüren.
    🧑‍💻👩🏼‍💻
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  • Homeoffice Dakar

    14. februar 2022, Senegal ⋅ ⛅ 23 °C

    Unsere letzte Station in Westafrika ist das sagenumwobene Dakar - Hauptstadt Senegals. Unsere kleine Ralley führte uns von Saly mit dem Taxi hierher. Klar, lief das nicht alles reibungslos. Der eigentliche Taxifahrer, mit dem wir verabredet waren, hatte unsere Fahrt ganz offensichtlich vergessen. Immerhin organisierte er einen Freund, der uns dann eine Stunde verspätet abholte.
    Über einen beachtlichen Highway (so richtig mit Leitplanken und alles) ging es gen Großstadt.
    Hier empfing uns dann unsere Gastgeberin Ariane, die in Deutschland nicht nur ein Studienfach, sondern ganz offensichtlich auch "gemütliche und praktische Einrichtung" studiert hatte. Sogar die Uhren sind richtig eingestellt 👌
    Bis zum 22.02.2022 werden wir jetzt noch hier sein. Dann geht es, inshallah (so Gott will), nach Spanien. Tatsächlich sind wir aufgrund der zurückliegenden Erfahrungen was Reisen und ihre Durchführbarkeit in Westafrika angeht, irgendwie ein bisschen nervös und angespannt. Aber wird schon!!!

    Oder???
    Ahhh....
    Hoffentlich lassen sie uns mit. Hoffentlich kommen wir pünktlich am Flughafen an, hoffentlich lässt uns Westafrika gehen....😱😬😰🤯

    Späßchen, wir sind natürlich total coole und abgeklärte Reiseprofis....😳
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  • Dakar Plateau

    20. februar 2022, Senegal ⋅ ☀️ 23 °C

    Die hoffentlich letzten Tagen in Westafrika haben wir recht unspektakulär verbracht. Einerseits sind die Sehenswürdigkeiten begrenzt, andererseits sind wir einfach super schnell erschöpft. Folgendes stand dennoch auf dem Plan:

    👫 Spaziergang zum Monument de la Renaissance Africaine. Ein imposantes sozialistisch anmutendes Monument, für dessen Antlitz sich die meisten Dakaris wohl schämen, weil es nichts mit Afrika sondern vielmehr mit Nordkorea zu tun hat. Immerhin haben ja tatsächlich auch nordkoreanische Arbeiter dieses Kunstwerk geschaffen. Solche seltsame Begebenheiten findet man hier an jeder Ecke. Daneben habe ich noch folgende Frage: Wo schauen diese Sozialisten eigentlich immer hin? 🤔

    🛒 Wir wir waren in DER Mall Dakars, die allerdings auch erst halbfertig ist und dennoch einige Geschäfte schon wieder geschlossen haben. Also TK-Pizza kaufen und ab nach hause, denn...

    💃...die beste Show der Welt ging wieder los und die lassen wir uns selbst auf Reisen nicht entgehen!

    🏥 Im Militärkrankenhaus ums Eck haben wir einen PCR-Test machen lassen - den brauchen wir für Spanien. Um unsere Aufregung davor etwas abzumildern, haben wir noch unsere letzten Schnelltests geopfert ala Putzen bevor die Putzfrau kommt.

    😎 Zu guter letzt haben wir noch ein bisschen Sightseeing im Zentrum gemacht. Dakar Plateau ist irgendwie französisch und irgendwie dystopisch. Utopisch hingegen waren die Preise für unser Mittagessen. Zwei Hauptspeisen, zwei Desserts und Getränke für über 50€ - klar, waren hier keine Locals...

    🚕 Es bleibt weiter spannend, ob wir nach Europa kommen. Natürlich genau am Dienstag soll das neue Stadion eingeweiht werden. Fußballstars, wie Didier Drogba, und Politprominenz, wie Herr Erdogan, sind geladen. Und wir müssen genau da vorbei...Taxi ist jetzt auf 5 ½ Stunden vor Check-In bestellt. Es sind übrigens 54km für die man normalerweise 1 ½ Stunden braucht 🤯
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  • Barcelona

    23. februar 2022, Spanien ⋅ 🌙 8 °C

    Und da schließt sich der Kreis! Nach fast fünf Monaten in Westafrika sind wir nun wieder in Europa. Und auch wenn es das Meme vielleicht nicht wirklich zeigt, es war eine tolle, ereignisreiche, langweilige, spannende Zeit. Alles zugleich!

    Für fünf Monate hier unsere Top 5-Mitbringsel:

    1. NICE TO BE NICE. Diesen fast passiv-aggressiven Spruch hat man in Gambia von Bumstern hinterher gerufen bekommen, die man zuvor abgewimmelt hat. Als Erinnerung, dass man sich ja an der Smiling Coast befände, haben sie einem dann diesen Spruch gedrückt, wenn man sich nicht stundenlang zulabern lassen wollte. Für uns und unsere Reisegefährten hingegen ist es mittlerweile ein running gag und wenn man ihn mal einem dieser Bumster entgegnete bevor er es tat, staunten sie nicht schlecht und konnten sich ein Schmunzeln nicht verkneifen 😎

    2. Westafrika ist voll von modischen Menschen. Farben, Muster, Stoffe, Designs - alles ist irgendwie spektakulär. Man traut sich was. Und das geht sogar meistens gut. Entgegen der Meinung mancher, ist hier eine Menge kreatives Potential zu finden 💡

    3. Covid ist dumm und stinkt 😝 0 von 5 Sternen. Anzeige ist raus!

    4. Wir könnten hier nicht leben, wegen des vielen Staubs. Die Sahelzone ist reichlich ungeeignet für Antistaubfans. Er ist wirklich überall und wenn man nicht alle paar Tage ALLES abwischt.....nein, nein, nein! Dann doch lieber der feine Staub in Europa, der nur auf lange Sicht schadet 😆

    5. Abgedroschen aber wahr: Die Leute! Sie sind das eigentliche Potential dieser Gegend. Herzlich, freundlich und auch mal für einen dummen Spruch zu haben. Das ist anders als in Asien. Auch wenn uns die Gegend touristisch nicht so zugesagt und uns einiges abverlangt hat, die Menschen haben es immer wieder wettgemacht. Hier ein kleiner Schnack, da ein freundlicher Gruß und alles irgendwie umständlich - klar, das kann einem schonmal auf den Zeiger gehen. Zum Beispiel als wir unser positives PCR-Ergebnis abholen sollten, als uns Covid gerade so richtig erwischt hatte. "Wie kann das sein? Was soll das?", fragten wir uns grimmig. Dann reichte der Herr vom Gesundheitsamt uns die Ausdrucke, ich schaute sie an und sie sahen aus wie Scheiße. Ein mieser Ausdruck in schlechter Qualität. Ich fragte ihn, ob sie nicht was schöneres hätten, weil wir so doch wohl niemals einen Genesenennachweis bekommen würden. Er grinste und sagte: "It's professional!", genau wissend was ich meinte. Die ganze Rückfahrt haben wir soooo gelacht, wie schon lange nicht mehr....diese Schelme ❤️
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    Slut på rejsen
    23. februar 2022