Tag 1: Ankunft im Land aus Feuer und Eis
7月14日〜15日, アイスランド ⋅ 🌬 13 °C
Der erste Tag unserer Islandreise begann mit einer kleinen Geduldsprobe. Durch eine Verspätung landeten wir erst gegen 17:20 Uhr in Reykjavík – über eine Stunde später als geplant.
Vom Flughafen brachte uns ein Shuttle zur Autovermietung. Nachdem wir unser Fahrzeug übernommen hatten, führte uns die erste Fahrt etwa 30 Minuten durch eine Landschaft, die sofort zeigte, warum Island so besonders ist: weite Wiesen, schwarzes Vulkangestein und eine beeindruckende Ruhe, die einen sofort entschleunigt.
Nachdem wir unser kleines Guesthouse bezogen hatten, machten wir noch einen spontanen Abstecher in die Altstadt von Reykjavík. Bunte Häuser, gemütliche Straßen und die entspannte Atmosphäre machten Lust auf mehr. Obwohl wir nach der Anreise schon etwas müde waren, wollten wir die ersten Eindrücke dieser besonderen Stadt unbedingt noch aufsaugen.
Eine kleine Side Note, die man selbst erlebt haben muss: Es ist 23:30 Uhr – und draußen ist es immer noch taghell. Ein faszinierendes Gefühl, bei Tageslicht in den späten Abend zu gehen. Die Mitternachtssonne verleiht Island schon am ersten Tag etwas Magisches.
Fazit des Tages: Die Reise hat begonnen. Noch sind wir ganz am Anfang, doch Island hat uns schon am ersten Abend mit seiner besonderen Landschaft, der entspannten Hauptstadt und dem niemals endenden Tageslicht in seinen Bann gezogen.もっと詳しく
Nationalpark Öxarárfoss
7月15日, アイスランド ⋅ 🌧 11 °C
Grábrók 🌋 Volcano
7月15日, アイスランド ⋅ 🌬 11 °C
Tag 2: Wo die Erde ihre Geschichte erzählt
7月15日〜16日, アイスランド ⋅ 🌬 13 °C
Heute haben wir Reykjavík hinter uns gelassen. Mit jedem Kilometer wurde die Landschaft ursprünglicher – rau, weit und voller Kontraste.
Unser erster Höhepunkt war eine Wanderung durch den Þingvellir-Nationalpark. Der Öxarárfoss begrüßte uns mit seinen mächtigen Felswänden und die tiefen Erdspalten, die sich durch die Landschaft ziehen. Einige von ihnen sind mit kristallklarem Wasser gefüllt und wirken beinahe unwirklich. Hier ist ein Ort, an dem man die Kraft der Erde förmlich spüren kann.
Das Wetter zeigte sich typisch isländisch: etwa 11 Grad, kräftiger Wind, immer wieder Regenschauer und dazwischen kurze sonnige Abschnitte. Doch genau dieses wechselhafte Wetter macht Island so faszinierend. Immer wieder spannten sich breite Regenbogen über die Landschaft und legten sich wie ein farbiges Band an die dunklen Felswände. Nebelschwaden hingen tief auf den Berggipfeln und verliehen der Umgebung etwas Mystisches. Nur wenige Minuten später brach die Sonne durch die Wolken und ließ die grün-gelb leuchtenden Hügel in einer Intensität erstrahlen, als wäre man auf einem anderen Planeten.
Die Straßen sind von sattgrünen Hügeln gesäumt. Aus den steilen Felswänden stürzten hier und da kleine Wasserfälle hinab, die sich unten zu wilden, rauschenden Flüssen vereinten. Jeder Kilometer der meist geraden Strasse eröffnete ein neues Panorama.
Am Nachmittag führte uns die Ringstraße durch endlose Vulkanlandschaften. Schwarzes Lavagestein wechselte sich mit weiten Wiesen, Bauernhöfen und großen Schafherden ab. Und dann war er endlich da – einer der Momente, auf die ich mich schon lange gefreut hatte: Islandpferde! Immer wieder standen kleine Herden auf den Weiden. Sie leben nicht wild, sondern gehören zu den Höfen der Insel. Trotzdem wirken sie in dieser unberührten Landschaft frei, stolz und vollkommen mit ihrer Heimat verbunden.
Den Abschluss des Tages bildete die Wanderung auf den Grábrók-Vulkan. Zwei Krater liegen hier dicht nebeneinander und erzählen von einer Zeit, in der die Erde alles andere als friedlich war. Der Aufstieg führte über echtes Vulkangestein – ein beeindruckendes Gefühl. Kaum vorstellbar, dass diese Felsen einst glühend heiß durch die Luft geschleudert wurden und hier eine Landschaft erschufen, die heute so ruhig wirkt.
Inzwischen sind die Krater von Moosen und Gräsern überwachsen. Friedlich liegen sie inmitten der Landschaft und erinnern daran, wie sich die Natur mit der Zeit selbst die gewaltigsten Kräfte zurückerobert. Oben angekommen bot sich ein weiter Blick über die Vulkanfelder und die grüne Hügellandschaft – ein Moment, der Demut und Staunen zugleich auslöst.
Fazit des Tages: Gewaltige Erdspalten, Wasserfälle, Regenbögen, Nebel, Vulkane und die ersten Islandpferde – all das an einem einzigen Tag. Die Insel zeigt eindrucksvoll, wie eng Schönheit und die gewaltigen Kräfte der Natur miteinander verbunden sind.もっと詳しく
Festung Borgarvirki
7月16日, アイスランド ⋅ 🌬 13 °C
Hvítserkur
7月16日, アイスランド ⋅ 🌬 13 °C
Islandpferde 🐎
7月16日, アイスランド ⋅ ☁️ 14 °C
Kolugljúfur Canyon
7月16日, アイスランド ⋅ ☁️ 13 °C
Tag 3: Wind, Basalt und gewaltige Schluchten
7月16日〜17日, アイスランド ⋅ ☁️ 11 °C
Der dritte Tag unserer Reise führte uns weiter in den Norden Islands. Mit jedem Kilometer wird die Landschaft spektakulärer. Gleichzeitig zeigte sich das Wetter heute von seiner freundlicheren Seite. Immer häufiger brach die Sonne durch die Wolken und ließ die Landschaft in kräftigen Farben erstrahlen. Das satte Grün der Hügel, das dunkle Lavagestein und der blaue Himmel sorgten für beeindruckende Licht- und Schattenspiele. Man weiß kaum noch, wohin man zuerst schauen soll.
Unser erster Halt war Borgarvirki, eine der wenigen bislang entdeckten natürlichen Festungen Islands. Schon beim Aussteigen wurden wir von orkanartigen Windböen empfangen. Teilweise fiel das Laufen schwer, und für einen Moment fühlte man sich tatsächlich wie ein Blatt im Wind. Trotz der gewaltigen Kräfte des Windes war dieser Ort faszinierend. Kaum vorstellbar, dass Menschen diese natürliche Felsformation einst als Festung nutzten.
Als Nächstes führte uns die Route zum schwarzen Sandstrand von Hvítserkur. Mitten aus dem Meer erhebt sich der rund 15 Meter hohe Basaltfelsen, der wie ein riesiges, versteinerndes Wesen aus dem Wasser ragt. Die Kombination aus schwarzem Sand, den dunklen Basaltsäulen und dem ruhigen Meer verleiht diesem Ort eine beinahe mystische Atmosphäre.
Auf dem Weg zum nächsten Ziel wurden wir immer wieder von den isländischen Pferden begleitet. Besonders eine Koppel mit zahlreichen Fohlen direkt an der Straße ließ uns sofort anhalten. Die kleinen Pferde strahlten eine unglaubliche Ruhe aus. Ihnen eine Weile zuzusehen, ließ die Zeit für einen Augenblick stillstehen.
Auch wenn es im isländischen Sommer kaum dunkel wird, erinnert einen der Körper irgendwann daran, dass ein Tag nicht unendlich lang sein kann. Deshalb machten wir uns auf den Weg zu unserem letzten Ziel.
Der Abschluss des Tages hätte kaum beeindruckender sein können: der Kolugljúfur Canyon. Tosende Wasserfälle stürzen hier in eine tiefe Schlucht, die sich zwischen mächtigen Felswänden hindurchzieht. Das blau-türkise Wasser bahnt sich seinen Weg durch grün bewachsene, braun-rötliche Basaltwände – ein Farbenspiel, das fast unwirklich wirkt. Die unbändige Kraft des Wassers ist überall spürbar und gleichzeitig strahlt dieser Ort eine besondere Ruhe aus. Ein eindrucksvoller Beweis dafür, wie gewaltige Naturkräfte über Jahrtausende Landschaften formen und dabei eine Schönheit erschaffen, die kaum in Worte zu fassen ist.
Fazit des Tages:
Heute war ein Tag der Gegensätze. Gewaltige Sturmböen, stille Begegnungen mit den Islandpferden, mystische Küstenlandschaften und ein Canyon, der die Kraft der Natur eindrucksvoll sichtbar macht.もっと詳しく
Flóðið See
7月17日, アイスランド ⋅ ☀️ 15 °C
Lutherische Kirche Grafarkirkja
7月17日, アイスランド ⋅ ☀️ 16 °C
Siedlung Hofsós
7月17日, アイスランド ⋅ ☀️ 16 °C
Vaðlaheiðargöng Tunnel
7月17日, アイスランド ⋅ ☀️ 17 °C
Der Vaðlaheiðargöng-Tunnel hat eine Gesamtlänge von 7,5 Kilometern (davon 7,17 km reines Tunnelbauwerk im Fels und ca. 320 Meter Portalbauten). Er liegt im Norden Islands auf der Ringstraße (Route 1) direkt östlich von Akureyri und verbindet das Eyjafjörður mit dem Fnjóskadalur.もっと詳しく
Goðafoss Wasserfall
7月17日, アイスランド ⋅ ⛅ 15 °C
Tag 4: Zwischen Fjorden, Bergen und der Kraft des
7月17日, アイスランド ⋅ ⛅ 11 °C
Heute stand ein klassischer Roadtrip-Tag auf dem Programm. Knapp 300 Kilometer lagen vor uns, bis wir unsere nächste Unterkunft erreichen würden. Doch in Island ist der Weg mindestens genauso beeindruckend wie das Ziel.
Der Tag begann mit einer Fahrt durch die bergige Landschaft rund um den Flóðið-See. Von einem Aussichtspunkt aus bot sich ein weiter Blick über das ruhige Gewässer, eingerahmt von grünen Hügeln und den immer höher werdenden Bergen.
Die Straße schlängelte sich weiter durch diese eindrucksvolle Kulisse. Immer wieder säumten Pferdekoppeln unseren Weg – die Islandpferde sind natürlich seit Tag1 zu treuen Begleitern unserer Reise geworden. Man kann einfach nicht vorbeifahren, ohne einen Blick auf diese wunderschönen Tiere zu werfen.🥰
Ein Stück weiter erreichten wir die Grafarkirkja, eine der ältesten lutherischen Kirchen Islands. Das kleine historische Gotteshaus wirkt fast unscheinbar und fügt sich dennoch perfekt in die Landschaft ein, mit seinem überwachsenen Dach und der begrünten kleinen Mauer ringsum. Auf der einen Seite ragen die mächtigen Bergketten empor, auf der anderen öffnet sich der weite Skagafjörður. Wieder einmal zeigt Island seine faszinierenden Gegensätze: schroffe Berge treffen auf weite Fjorde, raue Natur auf stille Orte voller Geschichte.
Side Note: Auf Island leben rund 80.000 Islandpferde. Für viele Familien sind Zucht und Verkauf ein wichtiger Wirtschaftszweig. Die Tiere werden weltweit exportiert und genießen einen hervorragenden Ruf – nicht nur wegen ihres einzigartigen Tölts, sondern auch wegen ihres ausgeglichenen Wesens und ihrer Robustheit.
Nur wenige Autominuten später erreichten wir die kleine Siedlung Hofsós. Direkt am türkis-blauen Skagafjörður gelegen, empfing uns der Ort mit seinen vielen farbenfrohen Häusern, einer bescheidenen Kirche und einem kleinen Hafen. Es sind genau diese kleinen Orte, die Island seinen besonderen Charme verleihen – ruhig, ursprünglich und irgendwie zeitlos.
Ein besonderes Erlebnis – wenn auch nicht unbedingt ein angenehmes – war die Fahrt durch den Vaðlaheiðargöng-Tunnel. Mit einer Länge von 7,5 Kilometern gehört er zu den längsten Straßentunneln Islands und verbindet einen Abschnitt der Ringstraße im Norden des Landes. Wer unter Platzangst leidet oder sich in langen, dunklen Tunneln unwohl fühlt, sollte die alternative Route wählen. Sie ist zwar etwa 16 Kilometer länger und dauert 6 bis 12 Minuten mehr, führt dafür aber oberirdisch durch die Landschaft.
Ich selbst hätte vorher nie gedacht, dass mich dieser Tunnel so beschäftigen würde. Etwa auf halber Strecke setzte plötzlich ein unangenehmes Gefühl ein. Die lange, dunkle Röhre schien kein Ende zu nehmen und löste eine zunehmende Angstreaktion in mir aus - das mich selbst überrascht hat. Nicht nur einmal spielte ich mit dem Gedanken anzuhalten. Umso größer war die Erleichterung, als am Ende endlich wieder Tageslicht zu sehen war.
Nach einer kurzen Pause, führte uns der letzte Stopp des Tages schließlich zum Goðafoss, dem "Wasserfall der Götter". Gewaltige Wassermassen stürzen hier mit unbändiger Kraft in eine tiefe Felsspalte und bahnen sich ihren Weg durch das Basaltgestein. Im Flussbett liegen mächtige, vom Wasser ausgewaschene Basaltblöcke, während oberhalb der Schlucht sattgrüne, hügelige Wiesen leuchten. Die Kombination aus tosenden Wassermassen, dunklem Lavagestein - glitzernd-schwarzer Sand - und intensivem Grün ergibt wieder dieses unverwechselbare Bild, das wir inzwischen so sehr mit Island verbinden.
Am Abend erreichten wir schließlich unsere nächste Unterkunft – erfüllt von unzähligen Eindrücken eines weiteren Tages, der uns gezeigt hat, wie abwechslungsreich diese Insel ist. Um 23:30Uhr im ewigen Sonnenuntergang sitzen wir im Wintergarten und betrachten die Berglandschaft um uns herum.
Fazit des Tages:
Die Bergketten werden höher, es erschienen die ersten schneebedeckten Gipfel und Fjorde bestimmten immer häufiger das Landschaftsbild. Bei überraschend sonnigen 22 Grad konnten wir den Tag sogar im T-Shirt genießen. Weiterhin unzählige Islandpferde, historische Orte, ein Tunnel, der mich mehr Überwindung kostete als gedacht, und zum Abschluss ein Wasserfall, dessen Kraft man nicht nur sieht, sondern auch hört und spürt. Genau diese Mischung aus Schönheit, Respekt vor der Natur und immer neuen Überraschungen macht Island jeden Tag ein Stück faszinierender.もっと詳しく
Whale watching
7月18日, アイスランド ⋅ ☁️ 14 °C
Puffin Island
7月18日, アイスランド ⋅ ☁️ 13 °C
Öxarfjörður - point of view
7月18日, アイスランド ⋅ ☁️ 12 °C
Tag 5: Wale, Papageitaucher und die raue Schönheit
7月18日, アイスランド ⋅ ☁️ 17 °C
Heute stand eines der Highlights unserer Reise auf dem Programm: Whale Watching in Húsavík – der Walhauptstadt Islands.
Am Morgen fuhren wir in das kleine Hafenstädtchen Húsavík. Bevor es an Bord ging, bekamen wir warme Thermoanzüge – eine gute Entscheidung, denn auf dem offenen Meer ist es trotz Sonnenschein deutlich kühler. Gemeinsam mit einigen anderen Abenteurern stiegen wir auf ein nahezu lautloses Elektroboot und verließen langsam den Hafen in Richtung offener Ozean.
Schon kurz nach dem Auslaufen wurden wir belohnt. In einiger Entfernung tauchte ein kleiner Schwarm Delfine auf. Immer wieder durchbrachen sie mit ihren typischen, eleganten Sprüngen die Wasseroberfläche – ein wunderschöner erster Eindruck.
Nur wenig später wurde es plötzlich ganz still an Bord. Dann hörte man ein kräftiges Ausatmen – direkt neben unserem Boot. Nur wenige Meter entfernt trieb ein schlafender Buckelwal an der Wasseroberfläche. Da Wale zum Atmen auftauchen müssen, ruhen sie immer wieder an der Oberfläche. Das laute Auspusten und anschließende Einatmen war deutlich zu hören und sorgte bei allen für Gänsehaut. Den gewaltigen dunklen Körper konnte man unter der Wasseroberfläche nur erahnen.
Als wäre das nicht schon beeindruckend genug, zeigten sich wenig später mehrere Zwergwale (Minke Whales). Deutlich aktiver als der Buckelwal tauchten sie links und rechts neben dem Boot auf, präsentierten immer wieder ihre Rücken und Schwanzflossen und verschwanden ebenso schnell wieder in den Tiefen des Meeres.
In diesem Moment wurde mir bewusst, wie einzigartig diese Kulisse eigentlich ist: Vor uns der endlose Ozean, links schneebedeckte Bergketten, rechts sattgrüne Hügel und hinter uns das bunte Hafenstädtchen Húsavík. Ein Panorama, das man kaum schöner hätte malen können.
Ein Stück weiter draußen liegt die kleine Insel Lundey, besser bekannt als "Puffin Island". Bereits auf dem Weg dorthin begleiteten uns Papageitaucher und Möwen rechts und links des Bootes. Die kleinen schwarz-weißen Vögel mit ihren bunten Schnäbeln und orangefarbenen Füßen sind einfach unverwechselbar.
An der Insel selbst herrschte reger Betrieb. Überall flatterten und schnatterten Papageitaucher. Riesige Schwärme flogen zwischen Meer und Felsen hin und her, landeten auf dem Wasser, tauchten nach Nahrung und erhoben sich Sekunden später wieder in die Luft. Ein ständiges Kommen und Gehen – lebendig, laut und faszinierend.
Zurück an Land führte uns die Reise noch zu einem Aussichtspunkt am Öxarfjörður. Schon die Fahrt dorthin war ein Erlebnis. Weite Lavafelder säumten die Straße. Das schwarze, zerklüftete Gestein wirkte wie riesige Kleckerburgen aus erkalteter Lava. Kaum vorstellbar, dass diese friedliche Landschaft einst ein glühendes Inferno gewesen ist.
Am Aussichtspunkt angekommen, bot sich uns erneut ein atemberaubendes Panorama: Basaltfelsen, eine tiefe Schlucht, kleine Wasserfälle, der weite Ozean und auf der gegenüberliegenden Seite des Fjords schneebedeckte Berge. Wieder einmal zeigte Island seine unglaubliche Vielfalt auf engstem Raum.
In den steilen Felswänden brüteten unzählige Papageitaucher und Möwen. Besonders schön war es, die Jungvögel zu beobachten. Viele wagten heute ihre ersten eigenständigen Flugversuche. Manche starteten noch sehr zögerlich und wirkten bei den Landungen herrlich unbeholfen. Ein amüsantes Schauspiel, das uns lange fesselte.
Während die Altvögel unermüdlich zwischen Meer und Nest pendelten, wurden sie jedes Mal von lautstark rufenden Jungvögeln empfangen. Doch irgendwann blieb die erwartete Futterlieferung aus. Nun begann für den Nachwuchs ein neuer Lebensabschnitt: selbstständig werden und das Jagen lernen.
Viele der jungen Papageitaucher kuschelten sich nach ihren ersten Flugversuchen erschöpft in die weichen Graspolster auf den Felsvorsprüngen, putzten ihr Gefieder oder ruhten sich einfach aus.
Fazit des Tages:
Heute gehörte Island ganz den Tieren. Delfine, Buckelwale, Zwergwale, Papageitaucher und Möwen machten diesen Tag zu einem unvergesslichen Naturerlebnis. Es zeigte sich einmal mehr, wie harmonisch sich die Tierwelt in diese spektakuläre Landschaft aus Vulkanen, Fjorden und Basaltfelsen einfügt. Es war einer dieser Tage, an denen man die Kamera irgendwann sinken lässt, weil man den Moment einfach nur mit den eigenen Augen genießen möchte.もっと詳しく
Aldeyjarfoss Wasserfall
7月19日, アイスランド ⋅ ☁️ 18 °C
Kraterlandschaft Skútustaðagígar
7月19日, アイスランド ⋅ ⛅ 21 °C
Lava field Dimmuborgir
7月19日, アイスランド ⋅ ⛅ 21 °C
Schwefeldampfquellen Sulfuric smoker Hverarönd
7月19日, アイスランド ⋅ ☀️ 20 °C
Tag 6: Zwischen Basaltgestein, Lavafeldern und koc
7月19日, アイスランド ⋅ ⛅ 16 °C
Auch heute wartete wieder ein Tag voller landschaftlicher Gegensätze auf uns. Die Tour führte uns durch eine immer rauer werdende Gebirgslandschaft – vorbei an endlosen Lavafeldern, unwirklichen Basaltformationen und schließlich dorthin, wo die Erde bis heute ihre gewaltigen Kräfte offen zeigt.
Unser erstes Ziel war der Aldeyjarfoss Wasserfall. Schon die Anfahrt war ein Abenteuer für sich. 🤪 Über 41 Kilometer führte uns eine schmale, rallyeähnliche Schotterpiste durch das Hochland. Eine Stunde lang sahen wir im Rückspiegel nichts als aufgewirbelten Staub. Vor uns wechselten sich Hügel und Senken ab, rechts erstreckten sich grüne Hänge, links schlängelte sich ein reißender Fluss wie eine silberne Schlange durch die Landschaft. Allein diese Strecke war das Gefühl von Freiheit pur.
Am Aldeyjarfoss angekommen, zog uns sofort die gewaltige Kraft des Wassers in ihren Bann. Rund 20 Meter stürzt der Fluss hier in die Tiefe und wirbelt dabei Wolken aus feinem Wassernebel auf. Sobald die Sonne durch diese Gischt scheint, entsteht am Fuß des Wasserfalls ein breiter Regenbogen, der der ohnehin beeindruckenden Kulisse etwas Magisches verleiht.🌈
Mindestens genauso faszinierend wie der Wasserfall selbst sind die hohen Basaltsäulen, die ihn umgeben. Sie wirken, als hätte jemand riesige Bauklötze sorgfältig aufeinander gestapelt und die Türme anschließend einfach umgestoßen. Kaum zu glauben, dass diese geometrischen Formen allein durch die Natur entstanden sind.
Nach diesem eindrucksvollen Erlebnis führte uns die Route weiter zur Kraterlandschaft Skútustaðagígar am Mývatn-See. Hier reihen sich zahlreiche sogenannte Pseudokrater aneinander. Sie entstanden nicht durch Vulkanausbrüche, sondern als glühend heiße Lava einst auf feuchten Untergrund traf und gewaltige Dampfexplosionen auslöste. Heute liegen die begrünten Krater friedlich am Seeufer und erinnern nur noch an ihre explosive Entstehung.
Nur wenige Autominuten entfernt änderte sich das Landschaftsbild erneut vollständig. Im Lavafeld Dimmuborgir wird sichtbar, welche gewaltigen Mengen geschmolzenen Gesteins hier einst unterwegs waren. Was uns entlang der Ringstraße bereits wie kleine Lava-Kleckerburgen erschien, wirkt hier gigantisch. Riesige erkaltete Lavaformationen türmen sich übereinander, in unterschiedlichsten Formen und Farben. Schwarzes Gestein trifft auf rötliche, orange und violette Schattierungen. Es fühlt sich an, als wäre man auf einem fremden Planeten gelandet.
Vom Parkplatz aus erhebt sich gegenüber der mächtige Hverfjall, einer der bekanntesten Vulkankrater Islands.
Entlang der Ringstraße ziehen sich beidseits flache Lavafelder. Vor Tausenden von Jahren floss hier glühende Lava Richtung See, erkaltete und blieb genau dort liegen. Heute fährt man mitten durch diese erstarrten Ströme hindurch und versucht sich vorzustellen, welche Naturgewalten hier einst gewirkt haben.
Den Abschluss des Tages bildete einer der eindrucksvollsten Orte unserer bisherigen Reise: Hverarönd, die kochenden Schwefeldampfquellen.
Bereits aus der Ferne waren die aufsteigenden Dampfwolken zu erkennen. Je näher wir kamen, desto intensiver wurde der beißende Schwefelgeruch. Kurz überlegten wir tatsächlich, ob wir uns das wirklich antun wollten. Die Luft war schwer vom Geruch nach faulen Eiern und machte tiefes Atmen nahezu unmöglich. Mal ließ der Geruch etwas nach, wenige Sekunden später traf einen die nächste intensive Schwefelwolke. Nix für schwache Mägen.
Vor uns brodelte die Erde im wahrsten Sinne des Wortes. Überall öffneten sich runde Löcher in der gelb-orange gefärbten Erde. Graue, dickflüssige Schlammmassen blubberten unaufhörlich vor sich hin, platzten auf und schleuderten heiße Schwefeldämpfe in die Luft. Dazwischen zischten Dampfaustritte aus dem Boden oder spitzen Hügeln, während die Erde in unzähligen Gelb-, Orange-, Braun- und Grautönen leuchtete. So lebensfeindlich dieser Ort wirkt, so faszinierend ist er zugleich.
Side Note:
Etwas, das uns unterwegs immer wieder auffällt, sind die scheinbar einsamen Briefkästen entlang der Straßen. Oft steht mitten im Nirgendwo ein Tor mit einem Briefkasten oder nur ein Straßenschild mit Briefkasten – weit und breit ist kein Haus zu sehen. Die Erklärung ist ganz einfach: Viele Familien leben auf großen Farmen, die oft ein bis zwei Kilometer von der Hauptstraße entfernt liegen und nur über lange Gravel Roads erreichbar sind. Der Briefkasten bleibt deshalb direkt an der Straße stehen.
Fazit des Tages:
Heute haben wir Island von seiner ursprünglichsten und gewaltigsten Seite erlebt. Tosende Wasserfälle, uralte Krater, endlose Lavafelder und brodelnde Schwefeldampfquellen erzählen alle dieselbe Geschichte: Diese Insel ist das Ergebnis unvorstellbarer Naturkräfte. Wasser, Feuer und Erde formen sie bis heute – unaufhaltsam und mit einer Kraft, die Ehrfurcht einflößt. An Tagen wie diesem wird einem bewusst, wie klein und unbedeutend der Mensch im Vergleich zu den Kräften der Natur eigentlich ist. Genau dieses Gefühl macht Island so faszinierend.もっと詳しく










































































































































































































