• Jenny Kobelt
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Balkan

Un’avventura di 23 giorni di Jenny & Thomas Leggi altro
  • Camping Skopje

    8 luglio, Macedonia del Nord ⋅ ☁️ 31 °C

    In Skopje finden wir etwas ausserhalb einen Camping. In der Stadt hat es gar nichts. Erstmals treffen wir auf Schweizer, aus Solothurn. Der Camping befindet sich unmittelbar neben einem Minarett. Zur Begrüssung startet gerade eines der vier täglichen Gebete. Schrill tönt ein Geheul aus den Lautsprechern. Das benachbarte Minarett macht ebenfalls mit und so entsteht ein wildes, lautes Durcheinander. Die Solothurner lächeln uns an und er meint verschmitzt 4.32 Uhr kommt das Gebet ein erstes Mal. Juhu wir freuen uns drauf.

    Auf dem Camping schleichen zwei süsse Katzen umher, die uns an unsere erinnern. Eine Katze gönnt sich sogar noch Schmuseeinheiten.
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  • Skopje

    9 luglio, Macedonia del Nord ⋅ ☀️ 26 °C

    Nachdem uns um 4:38 Uhr der Minarettgesang aus dem Schlaf gerissen hat, konnten wir weiter schlafen. Jenny hat heute besonders lang geschlafen. Wie auch das deutsche Päärchen, die in der Nacht Beruhigungsmusik brauchten, da sie der Gesang derart erschreckt hat.

    Wir frühstücken und fahren dann in die Hauptstadt. Das Suchen eines Parkplatzes ist nicht ganz einfach. Wir finden eine Lücke am Strassenrand. Gekonnt bezahlen wir per QR Code und auf gehts in die City.

    Die Stadt hat viele Statuen und Denkmäler. Wir schlendern dem alten Markt entlang. Unglaublich, was da alles ausgestellt wird. Auch hier sind wir auf der Suche nach einem Andenken. Doch die Auswahl ist eher quantitiv als qualitiv. Wir finden etwas.

    Nach einer Stärkung gehts nun in den Kosovo!
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  • Die balkanische Schweiz

    9 luglio, Kosovo ⋅ ☀️ 18 °C

    Am Zoll werden wir darauf aufmerksam gemacht, dass wir für den Kosovo eine Haftpflichtversicherung abschliessen müssen. Die Versicherung deckt den Kosovo nicht. Wir fahren ans Häuschen und lösen eine Versicherung.

    Dann direkt wieder wunderschöne, grüne Landschaft. Hügelig mit Kühen, wie in der Schweiz. Nur das Autofahren ist etwas mehr an den Balkan angelegt. Kinder sind nicht angeschnallt und fahren mit ca. 12 Jahren grosse Quads, natürlich ohne Helm und ultra schnell. Auf halber Strecke Richtung Prizren werden wir von der Polizei angehalten. In gebrochenem Englisch erklärt der Polizist, dass die Strasse kaputt sei, wir wieder umdrehen und über die Autobahn müssen.

    Wueh, eine Stunde zusätzlich. Der Norweger und der Franzose hinter uns sind sichtlich verärgert. Wir nehmens gelassen und geniessen die Natur.

    Unser Camping ist 40 min von Prizren entfernt an einem Hügel, zu hinterst auf der Alp. Es begrüsst uns ein Schweiz-Albaner. Er offeriert uns einen Kaffee und erzählt, dass er hier geboren und in Sigriswil im Kanton Bern aufgewachsen ist. Vor ein paar Jahren hat es ihn zurück in den Kosovo gezogen. Hier hat er einen Camping aufgebaut, den nun seine Enkelin übernimmt.

    Das Areal ist gigantisch und wunderschön. Wir blicken über die Stadt, spielen etwas Fussball (Jenny arbeitet an ihren Jonglierskills) und Beachball und geniessen ein Nachtessen am wohl schönsten Ort im Kosovo. Hier schmeckt das simpelste Essen unglaublich lecker.
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  • Prizren

    10 luglio, Kosovo ⋅ ☀️ 25 °C

    Auch am nächsten Morgen geniessen wir den gigantischen Campingplatz in vollen Zügen. Das Badezimmer ist grösser als zu Hause und ebenfalls top modern.

    Wir machen uns dann auf nach Prizren. Laut ChatGPT soll das die schönste Stadt des Kosovo sein. Uns gefällt die Stadt ebenfalls extrem gut. Die Stimmung ist gelassen, es hat herzige Cafes und Restaurants und auch schönere Souvenierläden.

    Wir schlendern dem Fluss entlang, nehmen einen kalten Kaffee und steigen dann zur Burg empor. Und damit meine ich wirklich steigen. Es ist extrem steil. Die Touristen mit ihren Schlarpen kommen diesmal nicht oben an. Der Aufstieg hat sich aber sehr gelohnt, die Aussicht über Prizren ist fantastisch.

    Nun endet unser Parkingzeit bald und es reicht nicht mehr, um gross was zu essen. Als gehen wir Traditionell in eine Dönerbude. Das muss man hier ja auch mal noch gemacht haben.
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  • Gutes Essen, Fussball und 😸

    10 luglio, Kosovo ⋅ ☀️ 25 °C

    Beim Hotel Graganica, wo einst auch Guy Parmelin gespiesen hat, finden wir im Garten ein Plätzchen für unseren Camper. Wir sind alleine und können uns ausbreiten.

    In der Gartenbeiz trinken wir was und spielen ein paar Runden Sccopa. Es hat wieder einen Hund und eine Katze. Beide sehr zutraulich und freuen sich über Kuscheleinheiten.

    Die leckeren Speisen am Nebentisch inspirieren uns und wir bestellen ebenfalls etwas zum Znacht. Leckere Tapas zur Vorspeisen, danach gefüllte Peperoni bzw. Ravioli. 😋

    Wir bereiten das Bett vor und gehen dann in die Bar. Da läuft nämlich der Fussballmatch. Von einer Kroatin, die 20 Jahre in London gelebt hat und nun in Amsterdam, werden wir regelrech zugetextet. Sie berichtet über die Region, das Hotel das einst von einem Schweizer aufgebaut wurde. Sie spricht über die Lebenssituation im Balkan, in London und wie nervig die englischen Touristen in Amsterdam sind. Sie unterrichtet uns in der Geschichte des Balkans und wunder sich, dass wir nicht in Zadar, ihrer Heimat, gehalten haben und warum wir noch nie auf Griechenland waren. Sie nennt im Schnelldurchlauf einige Orte, bedeutende geschichtliche und orthodoxe Gebiete und Bücher, die wir lesen sollten. Dabei merkt sie nicht, dass vor 15 Minuten ihr Essen kam. Das erste Goal von Spanien sehen wir auch nur im Replay.

    Aber irgendwann hat sie fertig geredet und widmet sich ihrem Abendessen. Sie zeigt uns dann noch die Quelle im Garten des Hotels, wo aus
    120 m Tiefe mineralisches Wasser hoch kommt. Sie bittet den Kellner Gläser zu holen und bringt uns etwas von dem «heiligen« Wasser. Es schmeckt wie Mineral ohne Kohlensäure. Ganz speziell.

    Am Ende schauen wir noch etwas Fussball. Die arme Hotelcrew muss ausharren, bis Spanien endlich das zweite und entscheidende Tor schiesst. Sie sind froh, dass wir uns dann vom Acker machen.
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  • Pristina

    11 luglio, Kosovo ⋅ ☀️ 26 °C

    Nach einer etwas kürzeren Nacht, erwache ich mit starker Übelkeit und Kopfschmerzen, was die Gründe sind, können wir nur raten. Zu viel Bier, Schafskäse, die Quelle des Hotels oder sonst was. Ich gönne mir ein Algifor zum Frühstück, Jenny muss heute alleine frühstücken. Wobei sie von Katze und Hund bewacht wird.

    Danach packen wir langsam zusammen, heute besucuen wir Pristina.

    Beim Skanderberg Square finden Proben für ein Musical statt. Skanderberg ist einer der bedeutensten Helden in der Geschichte der Albaner. Er hat einst einen Aufstand gegen die Osmanen an. Eine Art gerolltes Cordonbleu wird ebenfalls nach ihm benannt.

    Dann suchen wir Ibrahim Rugova. Die Autobahn heisst ebenso und das Navi hat es gefühlt 10Mal erwähnt, jetzt wollen wir diesen Typ auch noch sehen. Er war der erste Präsident vom Kosovo und bekannt für seinen gewaltfreien Widerstand gegen Serbien.

    Wir schlendern dann durch die Innenstadt und schnell wir klar, Pristina fehlt es an Charm, an Geschichte an Leben. Jenny zieht mich in ein Kleiderladen. Wir finden beide coole Hosen und ein Tshirt.

    Wir trinken noch einen Kaffee und dann gehts weiter.
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  • Mirushes Wasserfall - Ujëvara e Mirushës

    11 luglio, Kosovo ⋅ ☀️ 31 °C

    Eigentlich hatten wir uns entschieden, diesen Stop auszulassen. Aber der Schweizerbesuch auf dem letzten Camping hat davon erzählt und dann haben wir uns trotzdem für einen Halt entschieden.

    Die Mirushes sind mehrere Wasserfälle, die Stufenweise über die Felsen kommen und jeweils ein kaltes Wasserbecken bilden.

    Der Weg vom Parkplatz dauert 3 Minuten. Und dann folgt eine Art Klettersteig. Wofür es in der Schweiz wohl einen Guide, Helme und Kletterausrüstung bräuchte. Aber hier kann mans auch in Addiletten versuchen.

    Wir klettern und hangeln bis wir an eine Brücke kommen. Hier scheint das Ende zu sein. Weit gefehlt, wir können uns um den Felsvorsprung hangeln und dann gehts noch weiter nach oben.

    Hier sind wir dann vernünftig und entscheiden, dass unsere Reserven nicht mehr ausreichend sind um noch höher zu klettern, zumal wir ja noch einen Rückweg haben. Ich bade im Tümpel, es hat ja schliesslich wiedermal Wasser - herrlich.

    Dann klettern wir wieder nach unten, was bedeutend weniger Spass macht.
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  • Irreschön!

    11 luglio, Kosovo ⋅ ☀️ 20 °C

    Wir fahren wiedereinmal über eine holprige Passtrasse gut zwei Stunden. Die Rugova Schlucht ist atemberaubend schön. «Irreschön!!«, wie Jenny sagen würde.

    Zuoberst checken wir beim Guesthouse Bujtina Kacaku ein. Wir werden herzlich begrüsst. Wow diese Aussicht! Irreschön! Wir geniessen sie für einige Zeit. Dann essen wir im Guesthouse. Der Sohn ruft seine Mutter an, welche sofort kommt und uns ein Festmahl kocht.

    Wir gehen anschliessend direkt ins Bett. Um 2:50 Uhr klingelt schliesslich der Wecker 🇨🇭.

    Bis das Wlan und der VPN mitmachen, sind schon 5 Minuten gespielt. Das Tor von Argentinen und die erste Halbzeit können wir problemlos schauen. Dann haben wir wohl das ganze WLAN aufgebraucht. Die Seite lädt nicht mehr. Am Handy können wir im Ticker etwas mitlesen, bevor wir wieder einschlafen. Am Morgen sehen wir dann, dass die Schweiz ausgeschieden ist.

    Wir frühstücken gemütlich bei Sonnenschein und dieser irreschönen Aussicht. Plötzlich spüren wir ein paar Tropfen und 20 Sekunden später übergiesst uns ein kalter Regenschauer. Wir platzieren alles im Van oder unter der Heckklappe. Vergebens warten wir, dass es aufhört.

    Im Guesthouse planen wir die letzten Tage. Wir beschliessen Serbien auszulassen und nun zurück nach Montenegro und dann noch nach Bosnien zu reisen. Es wird richtig knapp.
    Einige langstrecken Wanderer haben sich nun im Guesthouse Unterschlupf gesucht und beschlossen, heute niergens mehr hin zu gehen. Wir beschliessen weiterzufahren und haben heute 4 Stunden Fahrtzeit auf dem Navi.
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  • Schleichweg durch die Rugova Schlucht

    12 luglio, Montenegro ⋅ ☁️ 17 °C

    Heute gehts weiter erneut Richtung Montenegro. Gemäss Navi sind es ca. 4 Stunden bis zum nächsten Ziel.

    Aber Google Maps spielt uns einen Streich, wir fahren 20 min dem Tarafluss entlang, bis zu einer kleinen Abzweigung. Bei welcher Google Maps uns sagt, da gehts nach Montenegro. Eine steinige Strasse blickt uns entgegen, wir schauen uns an, na gut, wenn GoogleMaps das meint. 15 Minuten fahren wir über Stock und Stein und sind uns nie ganz sicher, ob dies auch wirklich eine Strasse oder nur der Wanderweg ist. Auf Maps sind wir bereits über die Grenze. Da sollte bald ein Zollhäuschen kommen. Wir fahren weiter bis...
    Panzersperren, da wo der Zoll sein sollte, stehen vier grosse Steine. Kein Durchgang für uns. Auf der anderen Seite sehen wir eine perfekt asphaltierte Strasse, nur kommen wir nicht dahin. Wir fühlen uns wie Schmuggler, die illegal über die Grenze wollten. Zum Glück ist es nicht die Grenze zwischen Kosovo und Serbien...

    Wir wenden, lachen, schütteln den Kopf. Wir suchen eine Alternativroute, aus 4 Stunden werden mehr als 6 Stunden. Unser Abenteuer geht weiter.

    Unterwegs halten wir einige Male und lassen die Drohne durch den Canyon fliegen. Atemberaubend, irrsinnig, wow!

    Nach ein paar Stunden und einem weiteren Pass kommen wir an den Zoll von Kosovo und einige Kurven später an den von Montenegro. Wir müssen noch den Kofferraum öffnen. Was sie da wohl jeweils erwarten 🤔 Waffen, Leichen, Alkohl, oder eben das geschmuggelte Zeug...?
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  • Auf Bärensuche

    12 luglio, Montenegro ⋅ ⛅ 18 °C

    Nach einer sehr langen Fahrt, erreichen wir den Durmitor Nationalpark. In der Nähe vom schwarzen See Crno Jezero finden wir einen Camping. Wir werden wie immer herzlich begrüsst, dürfen unseren Platz selber aussuchen und erhalten viele Informationen über Wanderrouten im National Park.

    Wir machen einen frühen Znacht, packen unseren Rucksack und machen uns auf zu diesem See.

    Es geht zuerst nur bergauf und dann quer durch den Wald 40 Minuten bergab. Wir sind dabei auf der Suche nach Rehen, Bären oder sonstigen Tieren. Wir sichten leider gar nichts.

    Wir erreichen bei Sonnenuntergang den See. Hier ist einiges los. Wir machen ein paar Fotos und geniessen die wunderschöne Stimmung (seht selbst).

    Bevor es stockdunkel wird, machen wir uns auf den Heimweg. Im Wald ist es natürlich schon finster und wir finden den Weg zurück nur durch die Wanderapp. Es geht alles bergauf. Dafür sehen wir viele Glühwürmchen 🙃.

    Wir kuscheln uns sofort ins warme Bett.
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  • Savin Kuk

    13 luglio, Montenegro ⋅ ☀️ 12 °C

    Heute gehts hochhinaus. Wir wandern ins Skigebiet Savin Kuk. Bevors los geht müssen wir noch einkaufen. Wie zwei Deppen stehen wir vor verschlossenen Türen vor dem grössten Supermarkt der Stadt. Hä aber heute ist doch Montag? Wir googlen. 13.Juli Unabhängigkeitstag von Montenegro. Ein hoch heiliger Sonntag. In einer Metzgerei finden wir das köstlichste Brot vom Balkan mit etwas fein geschnittenem Fleisch. Los gehts!

    Der Start ist moderat, der Blick hoch furchteinflössend. Es könnte wieder eine lockere Wanderung von Jeanine sein.

    Das erste Drittel ist gut machbar. Wir beneiden die Leute auf dem Sessellift noch nicht. Wir lassen die Drohne schonmal fliegen.

    Dann folgt ein steiler, steiniger Aufstieg. Die Steine sind leider lockeres Geröll, so dass wir immer etwas abrutschen. Mittlerweile zieht ein heftiger, eiskalter Wind. Wir wissen uns mit Schal zu helfen.

    Auf dem vermeintlichen Gipfel, machen wir ein paar Fotos. «Twenty minutes to go!«, ruft uns ein herabsteigender Wanderer zu. Na gut, das werden wir wohl auch noch schaffen. Es zwickt schon wieder an einigen Stellen und mittlerweile ist es echt kalt.

    Diese letzten 20 Minuten haben es dann so richtig in sich. Und oben erwartet uns die verdiente Belohnung. Die Aussicht auf den schwarz See, den höchsten Berg Montenegros und die umliegenden Berge. Zwei Einheimische posieren mit der Nationalflagge. Jenny schiesst einige Fotos von den beiden. Dann haben wir die Ehre, ebenfalls mit der Flagge posieren zu dürfen.

    Etwas weiter unten gönnen wir uns den Gipfelschnapps und den wohlverdienten Zmittag. Der Abstieg über den Schotter ist schmerzhaft und rutschig. Für das letzte Stück nehmen wir dann noch den «vertrauenswürdigen« Sessellift aus 1900.

    Unten gibts ein Finish-Raki und ein Dessert. Am Abend versuchen wir vergebens in der Stadt etwas Festlichkeit zu finden.
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  • Sarajevo, dann Regenwald

    14 luglio, Bosnia Erzegovina ⋅ ☀️ 30 °C

    Nach dem Frühstück packen wir unsere sieben Sachen und Steurern unserem letzten Land entgegen. Bosnien und Herzegowina.

    Unser Navi zeigt wieder mal 4 Stunden an. Erstes Ziel ist Sarajevo.
    Wir geniessen nochmals die unglaubliche Bergwelt von Montenegro, wir können uns kaum satt sehen.
    Auf dem Weg kreuzen uns Schaffe, Kühe und auch Esel.

    Am Nachmittag treffen wir in Sarajevo ein. Wir suchen uns einen Parkplatz und schlendern anschliessend durch die Stadt.

    Diese Stadt ist wieder mal etwas Besonderes. Man sieht hier die Einflüsse vom Osmanischen Reich (Bazare, Kupferschmiede, Moschee) und Österreich-Ungarn (Boulevards, Jugendstil). Die Stadt wechselt ihr Bild am Meeting of Cultures.

    Wir essen typisch Bosnisch, besichtigen das Rathaus, den Sebilj (Brunnen und Wahrzeichen Sarajevos) und die Brücke, wo einst das Attentat auf Franz Ferdinand den zweiten Weltkrieg auslöste.

    Dann fahren wir erneut 2.5h in den Sutjeska Nationalpark.
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  • Forest Walk - Sutjeska National Park

    15 luglio, Bosnia Erzegovina ⋅ ☀️ 25 °C

    Auf diesen Tag haben wir uns besonders gefreut. Mit Milos, unserem Guide, einem Pärchen aus Deutschland und zwei Freunden aus den Niederlanden und aus Polen gehts heute in den einzigen Regenwald Europas.

    Um 10 Uhr werden wir mit einem uralten Van, er ist wohl aus der Schweiz - es hängt noch eine Vignette von 2008 am Fenster, abgeholt. Über Schotterpiste geht es 20 Minuten zum Ausgangspunkt. Hier stechen wir in den vom UNESCO geschützten Wald. Seit 20 Jahren darf hier nichts verändert werden. Also klettern wir über all die gefallenen Bäume und schlängeln uns durchs Dickicht.

    Und dann wirds richtig steil, etwas rutschig und schon auch etwas gefährlich. Der Holländer ist recht am Limit. Wir erreichen ganz unten den Wasserfall. Hier geniessen wir eine Pause, schiessen ein paar Fotos und freuen uns so gar nicht auf den Aufstieg. Ein weiteres Pärchen mit Guide sitzt am Wasserfall, wobei nur sie sitzt und er ständig Hügel hochklettert und irgendwelche Pflanzen holt.

    Der steile Teil verlangt dem Holländer alles ab. Wir machen eine Pause. Er erzählt, dass er aus der Niederlande ist und sie so gar keine Höhen haben. Er witzelt, die einzigen Höhenunterschiede fände man bei den Speedbumpern auf der Strasse.
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  • Mountain Rescue Team

    15 luglio, Bosnia Erzegovina ⋅ ☁️ 25 °C

    Vorab: Uns gehts gut, wir sind unverletzt, alle sind lebend rausgekommen.

    Nun zum Abenteuer, das wir hoffentlich nie mehr erleben werden:

    Wir gehen weiter und plötzlich hören wir ein knacken. Wir schauen nach hinten und sehen, wir der Holländer reglos fällt und einige Meter rollt. Sofort sind wir alle bei ihm. Er atmet, ist aber bewusstlos. Wir sichern ihn mit Rucksäcken und unseren Körpern am Hang. Und dann hat jeder seinen Job. Sein Freund Michel spricht mit ihm. Vanessa gibt ihm Mut und überwacht seinen Puls, Jan kümmert sich darum, dass der Guide Hilfe organisiert und holt den zweiten Guide. Tom sorgt für Schatten und händigt Wasser, Schal etc. aus dem Rucksack. Ich halte seinen Kopf und ermutige Michel mit ihm zu sprechen.

    Wir versuchen ihn aufzuwecken indem wir Wasser über seinen Kopf leeren, der Kräuter-Peter, wie ihn Jenny nennt, findet Bärlauch und Knoblauchzehen, die wir ihm unter die Nasen halten. Leider wacht er nicht auf. Es ist jeder von Bedeutung. Der Guide meint, dass in einer Stunde die Bergrettung kommt, wir ihn aber sicher bis zum Auto schleppen müssen.

    Ein weiteres Pärchen und 3 Guides aus dem Camp sind nun ebenfalls eingetroffen. Leider keine medizinische Fachperson. Unterdessen reagiert er mit Händerdruck auf beiden Seiten, also kein Schlaganfall, auf Michel's Stimme. Einer der Guides hat eine Cola mitgebracht, die wir ihm nun Schlückchen für Schlückchen aus einem Getränkedeckel in den Mund leeren. Ein bisschen schlucken kann er.

    Die Guides haben zwei Bäume gefällt und mit Spannset eine Trage errichtet. Bergrettung wie 1900. Wir und die Deutschen könnens kaum glauben.

    Wir hiefen den 90kg Mann auf die Trage. Jens montiert ihm seine Pulsuhr zur Überwachung. Und dann wirds richtig ungemütlich. Die Männer tragen den Mann zu diesem Wald raus. Über eine Stunde dauert der steile und harte Aufstieg. Die Frauen haben die Rucksäcke, tragen Wasser händigen Sachen aus. Jenny nimmt Michel an die Hand. Der muss ja nicht auch noch irgendwo abstürzen. Immer wieder müssen wir Erkijan ablegen, den Puls kontrollieren, ihm gut zureden, die Träger mit Wasser und den Patienten mit Cola versorgen. Wir sind ein gutes Team. Ihr erinnert euch an die Bäume, die man hier nicht wegräumen darf. Der Kräuter-Peter gibt alles. Er rennt immer wieder voraus und dann hört man es knacken. Er reisst alles zur Seite, was er kann.

    Die starken Männer wechseln sich ab. Sie sind mit allen eingerechnet zu acht. Über die grossen Baumstämme ist es besonders kräfteraubend. In «flacheren« Teilen nehjen sie die Baumstämme auf die Schultern. Bei jedem Stopp sind alle massivst nassgeschwitzt. Und dennoch heisst es keine Zeit zu verlieren, noch atmet er und der Puls ist stabil.

    Nach über einer Stunde trifft uns das Mountain Rescue Team im Wald. Ein Kind, zwei Männer in Turnschuhen und eine Trage mit einem Rad in der Mitte. Michel wird immer nervöser und wir könnens kaum glauben.

    Der Patient wird verlagert und dann mit dieser Trage die letzten Hundert Meter geschoben. Immer wieder muss man die Trage über einen Baumstamm heben. Die Männer sind ebenfalls am Limit. Michel mit den Nerven am Ende.

    Es beginnt zu regnen und endlich erreichen wir den Parkplatz und da steht ein Krankenwagen. Es wird eine Infusion gelegt, die Ärztin erkundigt sich nach Informationen und dann fährt der Rettungswagen ab. Michel darf nicht mit.

    Wir werden zurück ins Camp gebracht. Wir sitzen in die Bar. Alle werden mit Flüssigem versorgt. Die letzten 3 Stunden waren hart. Jenny holt alles was es noch im Kühlschrank hat. Zusammen mit Michel, Jens und Vanessa lassen wir den Nachmittag revue passieren. Michel erzählt, dass sein Freund vor zwei Wochen seinen Vater verloren hat und diese Reise als Ablenkung gedacht war. Wir reden, essen und ermutigen Michel. Nicht auszumahlen, was er gerade durchmacht.

    Es dauert eine Stunde, bis der Anruf aus dem Krankenhaus kommt. Good News: Er spricht, er ist wach und ansprechbar. Alle einschliesslich aller Guides sind bis zur Entwarnung geblieben. Wir freuen uns mit Michel. Er wird ins Spital begleitet. Wir wünschen ihnen alles Gute.

    Vanessa und Jens machen sich ebenfalls auf den Nachhauseweg, wir springen unter die Dusche und machen ein Nickerchen. Dann essen wir in der Bar und schauen das Fussballspiel. Was für ein Tag. Auf solche Abenteuer könnten wir verzichten. Und wie viel Glück er hatte. Er hätte auf einem der grossen Felsbrocken aufschlagen können oder gar schlimmer.

    Und dann kommen Michel und Erkijan zur Tür rein. Wow er sieht super aus! Er bedankt sich bei allen und setzt sich dann zu uns. Michel, sichtlich fertig, trinkt mit uns ein Bier. Er habe alle Szenarien in seinem Kopf gehabt, aber nicht dieses. Wir sind alle heilfroh.

    Grüsse gehen ans Mountain Camp Outdoor Tara Team 🇧🇦, nach Nürrnberg 🇩🇪, nach Katowice 🇵🇱 und natürlich nach Holland 🇳🇱. Stay safe!
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  • Mostar

    16 luglio, Bosnia Erzegovina ⋅ ⛅ 35 °C

    Heute heissts Abschied nehmen und langsam in Richtung Heimat. Wir verabschieden uns vom Camping Team. Als wir aus dem Camp fahren, entdecken wir in zwei Hängematten unsere beiden Freunde. Wir winken ihnen ein letztes Mal zu.

    Es geht nach Mostar. Beim ersten Parkplatz verlangen sie 25€ für 3 Stunden. Wucher, wir parken wie die Locals und wollen am Automaten bezahlen. So viele Münzen haben wir jedoch nicht. Das Wechseln ist schwierig, da nie jemand Münzen hat. Wir werden in die Post geschickt und siehe da, wir erhalten Kleingeld.

    Die Stadt ist wunderschön mit der berühmten Stari Most (Brücke) und der herzigen Innenstadt. Einzig als wir dort waren, hatte es extrem viele Touristen. Wir essen typisch bosnisch und kaufen auch ein paar schöne Souvenirs.
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  • Jajce

    16 luglio, Bosnia Erzegovina ⋅ ☀️ 27 °C

    Weitere drei Stunden fahren wir dann durch halb Bosnien in den Westen. Die Landschaft ist, wie die letzten drei Wochen, unglaublich schön.

    Jajce ist das Ziel. Hier hat es Mitten in der Stadt einen Wasserfall. Zuerst sehen wir ihn von oben. Wir schlendern durch die Gässchen und kaufen in der Bäckerei ein Nachtessen für auf den Weg. Dann gehen wir noch auf die Plattform, um den Wasserfall auch von unten zu betrachten.

    Zuletzt gehts über die Grenze nach Kroatien, wo Jenny zwar beim Zoll, aber nicht bei der Grenzkontrolle hält. Der Polizist meint verärgert: «you have to stop always!« Der hätte halt bereitstehen und ein Handzeichen geben müssen, denkt sich Jenny. Tom kriegt als Beifahrer dann den Ärger des Polizisten ab. Der Polizist zählt von Alkohl über Drogen, Viagra bis zu Zigaretten alles auf. Tom sagt ihm bei jedem einzelnen Ding, dass wir das nicht dabei haben. Dann lässt er uns gehen.

    Wir fahren insgesamt nochmals 2.5h bis nach Slowenien.
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  • Zwischhalt Trojane 😋

    17 luglio, Slovenia ⋅ ⛅ 24 °C

    Wir haben auf einem Parkplatz übernachtet. Um 7 Uhr müssen wir dringend auf eine Raststätte - aufs WC!

    Wir fahren durch Slowenien und da tauchen Erinnerungen auf. Wir können es nicht lassen und machen einen Abstecher nach Trojane. Vor vier Jahren haben wir hier Berliner in Übergrösse gekauft und mit Iris, Christina und Jeanine tropfnass im Hotelzimmer gegessen.

    Diesmal hat es kaum Leute da. Wir nehmen eine grosse Schachtel. Weiter gehts Richtung Italien.
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  • Zwischenstop Lepa Vida

    17 luglio, Slovenia ⋅ ⛅ 25 °C

    Und dann fahren wir direkt an «unserem« Weingut vorbei. Hier haben wir vor vier Jahren unser erstes Weintasting gemacht. Wir haben uns in die Weine verliebt und die Flaschen nur zu speziellen Momenten aufgemacht. Leider sind sie seit langer Zeit leer.

    Das Weingut öffnet erst in zwei Stunden. Wir probierens trotzdem. Die Inhaberin schaut aus dem Fenster und kommt zu unserem Glück direkt nach unten. Unsere Lieblinge hat sie immer noch im Sortiment. Wir kaufen einige Flaschen. Und weiter gehts. Diesmal wirklich nach Italien 🙃
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    Fine del viaggio
    18 luglio 2026