• Simon Rossier
  • Fabienne Minder
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Panamerica Süd

A 714-day adventure by Simon & Fabienne Read more
  • Liveaboard (Galapagos) - Seymour Isl #1

    November 28, 2023 in Ecuador ⋅ 🌬 28 °C

    Für uns geht ein Traum in Erfüllung, den wir uns eigentlich gar nicht leisten können. Und so greifen wir mit dieser letzten Performance tief in die Taschen und ruinieren uns finanziell. Wir denken aber an die Worte von Boon aus Singapur, den wir vor zwei Tagen auf Isabela getroffen haben. Er sagte, dass man Geld immer wieder erarbeiten könne, manche Chancen im Leben ergäben sich aber nur einmal.

    Nach zwei Testtauchgängen vor der Küste Santa Cruz' besuchen wir zusammen mit den anderen Gästen und einem Nationalparkguide die relativ kleine und karge Seymour Island, die von Leben nur so strotzt. Unzählige Fregattvögel ziehen knapp über unsere Köpfe hinweg, Blaufusstölpel tanzen in Bodennestern um ihre Küken, endemische Galapagos-Landleguane kreuzen unsere Wege und Babyseelöwen beissen sich direkt vor uns gegenseitig spielerisch ins Gesicht. Wir hatten von diesem Ausflug eigentlich nicht viel erwartet, als wir dann aber im Schlauchboot sitzen und zurück zum Tauchschiff gebracht werden, zeichnet unsere Gesichter ein breites Grinsen.

    Und so nehmen wir ein paar Minuten später Fahrt auf gen Norden in Richtung der unter Tauchern bestens bekannten Inseln Wolf und Darwin. Die Fahrt dorthin dauert ca. 18h. Unterwegs werden wir von einem Wellengang begleitet der so intensiv ist, dass wir nachts Kampfszenen aus Inception träumen.
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  • Liveaboard (Galapagos) - Wolf Island #1

    November 29, 2023 in Ecuador ⋅ ☁️ 26 °C

    Am nächsten Tag zeichnet sich in der Ferne schon bald ein weit in die Höhe reichendes, markantes Plateau ab: Wolf Island. Benannt nach einem Geologen, der wiederum nach einem Tier benannt wurde.

    Bald schon wird unser Schiff von Tölpeln begleitet, die sich nacheinander auf dem Deck niederlassen und den Rest des Wegs stehend zurücklegen. Die Vögel lassen sich von uns nicht stören und starren uns beim vorbeigehen jeweils zugleich interessiert als auch gleichgültig hinter her.

    Etwas später positioniert der Kapitän unser Schiff vor der Brandung geschützt in einer von hohen Felswänden umgebenen Bucht, während es an Bord geschäftiger wird: wir bereiten uns auf unseren ersten Tauchgang vor.

    Kurze Zeit später halten wir uns in einer Tiefe von 25m auf dem Meeresgrund an Felsen fest. Die Strömungen hier sind tükisch und unter Umständen gefährlich, weshalb die hiesigen Tauchsafarianbieter für die Teilnahme in der Regel 100 absolvierte Tauchgänge voraussetzen. Wir verharren an Ort und Stelle und beobachten das Treiben um uns herum. Ein Hammerhai schwimmt vorbei, dann eine Schildkröte, später ein Tigerhai, dann wieder ein Hammerhai und schliesslich noch ein Galapagoshai. Die Gewässer hier verzeichnen die weltweit höchste Haidichte und verkörpern ein Paradies für diese oft missverstandenen und nicht weniger faszinierenden Kreaturen. Nach dreissig Minuten schwimmen wir weg von den Unterwasserfelswänden ins offene Blau. Hier treffen wir dann auf die Protagonisten diesen Ortes: riesige Hammerhaischulen. Zuerst sind nur einzelne sichtbar. Je näher wir aber an sie heranschwimmen desto mehr lassen sich erkennen. Dutzende, wenn nicht hunderte Hammerhaie schwimmen vor uns in Formation und wir müssen aufpassen, dass uns vor purem Staunen die Atemregler nicht aus dem Mund gleiten.
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  • Liveaboard (Galapagos) - Wolf Island #2

    November 29, 2023 in Ecuador ⋅ ☁️ 26 °C

    Weitere Tauchgänge schliessen sich dem ersten an und folgen dem gleichen Muster. Bereits der zweite dehnt die Grenzen unserer Vorstellungskraft. Während wir am Ende des Tauchgangs unseren Sicherheitsstop nahe der Oberfläche absolvieren erscheinen unvermutet Delfine und ziehen an uns vorbei. Erst einzelne, dann immer mehr. Nach ein paar Minuten haben uns wohl schon über einhundert Stück passiert. Wo wir auch hinschauen sind Delfine.Read more

  • Liveaboard (Galapagos) - Wolf Island #3

    November 30, 2023 in Ecuador ⋅ ☁️ 26 °C

    Ein paar Tauchgänge später wieder eine Sensation. Während wir unsere Gewichte und Flaschen vom Wasser aus ins Schlauchboot hieven erblicken wir direkt neben uns im Wasser für einen Bruchteil eines Moments den Kopf eines Orcas, dessen Augen uns inspizieren. So schnell wie er da war war er dann auch wieder weg. Da es für ein Foto nicht gereicht hat, muss eine Visualisierung herhalten. Wir fahren dem König der Meere mit dem Boot hinterher. Eine zweite Majestät gesellt sich dazu und während sich die beiden offenbar auf der Jagd befinden kreist ein wild gewordener Haufen Fregattvögel über dem Tatort umher. Einmal mehr können wir unser Glück kaum fassen und erwischen die Orkas vom Boot aus mehr schlecht als recht für einen kleinen Moment noch auf unserer GoPro.Read more

  • Liveaboard (Galapagos) - Darwin Isl. #1

    November 30, 2023 in Ecuador ⋅ ☁️ 26 °C

    Für zwei Tage fahren wir noch zu einer der abgelegensten Inseln Galapagos': Darwin Island. Benannt nach einem Engländer, der hier vor ein paar Jahren Riesenschildkröten und andere endemische Tierarten verspiesen hat.

    Vorort gibt es genau einen Tauchplatz. Und zwar beim ehemaligen Darwin Arch. Vor etwa drei Jahren brach der Jahrhunderte alte Bogen zusammen und liess die beiden Darwin Towers zurück. Der Tauchplatz ist ein Mekka für Walhaie. Zumindest wenn das Wasser etwas kühler und damit auch Nährstoffreicher ist. Wir befinden uns aber gerade mitten in einer El Niño Phase und das Wasser hat angenehme 27-28°C. Die Chancen Walhaie zu sehen sind damit verschwindend klein, zumal deren Saison auch nur bis November reicht.

    Dafür tümmeln sich im Wasser grosse Tümmler und auch Hammerhaie streifen auf der Suche nach Nägeln durch die Unterwasserwelt. Manchmal ziehen sich die uns umschwirrenden riesigen Fischschwärme abrupt mit einem hörbaren Rauschen zusammen und ein massiver über zwei Meter grosser Gelbflossenthunfisch, von dessen Anmut in der Dose nicht mehr viel übrig bleibt, zieht an uns vorbei.
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  • Liveaboard (Galapagos) - Darwin Isl. #2

    December 1, 2023 in Ecuador ⋅ ☁️ 26 °C

    Wir sammeln weitere Tauchgänge. Um 6:30 sind wir täglich das erste Mal im Wasser. Danach gibt es Frühstück und anschliessend einen zweiten Tauchgang. Daraufhin Mittagessen und kurz darauf den dritten Tauchgang. Danach Snacks, einen vierten Tauchgang und abschliessend Abendessen. Die vorangehenden Tage hatten wir mehrheitlich selbstgemachte Spaghetti und Sandwiches gegessen. Nun werden wir von einem Spitzenkoch gemästet und wir halten uns unsererseits auch nicht zurück. Mit jedem Tag wird unser Auftrieb grösser.Read more

  • Liveaboard (Galapagos) - Darwin Isl. 3

    December 1, 2023 in Ecuador ⋅ ☁️ 25 °C

    Auf unserem letzten Tauchgang bei Darwin stossen wir dann noch auf ein Highlight das tatsächlich grösser ist als unsere Bäuchlein. Plötzlich höhren wir wild läutende Unterwasserglöckchen von der nicht sichtbaren anderen Tauchgruppe unseres Bootes. Dann keine 15 Sekunden später durchbricht der grösste Fisch der Welt die Sichtgrenze und hält direkt auf uns zu. Ein gigantischer 14m langer Walhai treibt mit einer Masse und Bestimmtheit in unsere Richtung, der wir nichts als Ehrfurcht erwidern können. Einmal mehr sind wir sprachlos.Read more

  • Liveaboard (Galapagos) - letzte Tage #1

    December 4, 2023, Südsee ⋅ ⛅ 27 °C

    Wir beenden unseren Ausflug auf dem Tauchboot einerseits deutlich ärmer, andererseits aber auch, um unbezahlbare Erinnerungen reicher. Gemeinsam mit Sam, Vera und anderen Gästen durften wir eine unvergessliche Zeit erleben und neue Freundschaften schliessen.

    Einen letzten Tag verbringen wir noch bei Wolf Island und treten danach die Rückfahrt an. Den letzten Tag tauchen wir noch zweimal bei Cousin's Rock und zum Abschluss besuchen wir alle zusammen eine Art Riesenschildkrötenfarm und lassen den letzten Tag bei einem gemeinsamen Abendessen ausklingen.
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  • San Cristóbal (Galapagos)

    December 4, 2023 in Ecuador ⋅ ⛅ 26 °C

    Eigentlich hatten wir geplant hier beinahe eine Woche zu verbringen, doch das Schicksal nahm einen anderen Lauf und so bleibt uns nur ein knapper Tag bevor wir uns wieder von Galapagos verabschieden und unsere Rückreise nach Quito antreten.

    Wir nutzen den Tag zum schnorcheln und beim sünnele läuft mir noch ein Seelöwe über die Beine.
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  • Quito mit Sam

    December 7, 2023 in Ecuador ⋅ ☁️ 19 °C

    Weil Sam die Stadt für zwei Tage besucht, kehren auch wir noch einmal nach Quito zurück. Zu dritt ziehen wir durch die Gassen der Hauptstadt Ecuadors und besuchen das durchaus ernüchternde Mitad del Mundo Museum. Schweren Herzens verabschieden wir uns von Sam, mit dem wir einige der verrücktesten Wochen unserer Reise erlebt haben (Meditationsretreat, Ayahuasca, Liveaboard). Gleichzeitig freuen wir uns auf weitere verrückte Abenteuer in einer noch nicht absehbaren Zukunft.

    Zurück auf dem Camping von Fernando und Evelyn treffen wir unsere Walliser Freunde und besuchen zusammen einen ecuadorianischen Weihnachtsmarkt.
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  • Cotopaxi #1

    December 11, 2023 in Ecuador ⋅ ☁️ 14 °C

    Für ein paar Tage verziehen wir uns wieder einmal in einen Nationalpark. Wir finden uns wieder auf einer Höhe von etwa 3800 m.ü.M. Ein paar hundert Meter vor uns ragt der Cotopaxi über 5800 Meter in die Höhe. Und trotz seiner gewaltigen Grösse bleibt er hinter einem Nebelschleier vor unseren Augen versteckt. Wir bleiben zwei Tage und sehen den aktiven Vulkan einmal kurz teilweise für etwa 15 Sekunden, danach wird er wieder von Wolken verdeckt. Trotzdem gefällt es uns hier und so bleiben wir drei Nächte, während wir einer nach dem anderen eine Grippe durchlaufen.Read more

  • Cesars Familie

    December 16, 2023 in Ecuador ⋅ ☁️ 15 °C

    Wir sind ein paar Tage bei den Eltern unseres Freundes Cesar zu Besuch. Albita und Marco wohnen südlich von Quito, sind ultra lieb und empfangen uns als wären wir wichtige Leute. Nach wenigen Stunden wollen sie uns nicht mehr gehen lassen und laden uns ein Weihnachten mit ihrer Familie zu verbringen. Das wäre schön. Uns wird aber bewusst, dass es noch schöner zu Hause wäre. Und einmal mehr werfen wir unsere Pläne über den Haufen und buchen unseren Rückflug spontan einen Monat früher als geplant. Nach der Buchung bleiben uns vier Tage, um sämtliche dafür nötige Vorkehrungen zu treffen und das Nötigste für unsere Rückreise einzupacken. Vier Tage später sitzen wir in Madrid am Flughafen und warten auf unseren Anschlussflug nach Zürich. Wir sind müde. Ich habe im Flugzeug knapp zwei Stunden geschlafen, bis mich Fabienne geweckt hat, weil neben uns jemand einen epileptischen Anfall erlitt. Den Rest der Nacht musste ich auf dem Rückenlehnenbildschirm vor mir ein Dorf vor Zombieangriffen verteidigen. Ich darf mit Stolz verkünden, dass mir das gelungen ist. In jedem Level. Zu Hause ahnt derweil wohl noch kaum jemand, dass wir bald schon vor der Türe stehen. Nur Christoph und Sandra wurden eingeweiht. Und im August soll unsere Reise weitergehen.
    Bis dahin arbeiten wir nun in der Schweiz und geniessen die Zeit mit unseren Freunden und Familien. Hasta Luego!
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  • Zurück in Ecuador

    August 8, 2024 in Ecuador ⋅ ☁️ 16 °C

    Wir sind zurück in Ecuador und es sind schon einige Dinge passiert. Zum Beispiel ist unser Schmuggel-Rucksack einen Tag länger angereis, weil er in Bogotá eine Ehrenrunde gemacht hat. Oder einmal ganz am Anfang sind wir zur Grenze gefahren und haben die Beamten dort ausgetrickst, damit unser Auto wieder legal in Ecuador ist. Und ein andermal haben wir Forellen in einem kleinen Teich gefangen und danach gegessen. Und einmal waren wir ein paar Tage krank und hatten Fieber. Oder neulich waren wir neben einem Vulkan und dann kam plötzlich ein Mann und fragte, ob wir schon einmal gesehen hätten wie ein Kalb aus einer Kuh raus kommt und ein paar Minuten später sehen wir wie ein Kalb aus einer Kuh raus kommt. Oder dann bricht mir eines Abends ein Zahnstück ab. Oder ein paar Tage darauf starten wir einen Mehrtäger, verlieren unterwegs unseren geliebten Feldstecher und brechen deshalb wieder ab. Dann wachen wir eines Morgens auf, weil eine Herde Lamas um unseren Bus herum grunzt. Und gestern zerkratzen wir unsere Autotür an einem Armierungseisen, weil uns jemand im Kreisel in eine Baustelle abdrängt. Wir starten mit interessanten Karten und sind gespannt was das Deck noch für uns bereit hält.Read more

  • Wir vs Zoll - 2:0

    August 9, 2024 in Colombia ⋅ ☀️ 16 °C

    Wir kommen in Ecuador an und stellen uns ans Gepäckkarusell. Eine halbe Stunde später stehen wir immernoch da. Unser Rucksack aber nicht. Die Airline sagt: der ist noch in Bogotá. Kommt aber morgen. Wir sagen: auch gut, so müssen wir die 5kg Schoggi, Autoersatzteile und die ominösen getrockneten Gemüsebeutel immerhin nicht selber durch den Zoll schmuggeln.
    Und so fahren wir per ÖV nach Ibarra, wo die letzten Monate unser Bus vor sich hin vegetierte. Die Starterbatterie funktioniert noch, die Elektronik ebenfalls und auch der stets prognostizierte Schimmelbefall traf nicht ein. Wir fühlen uns sofort wieder zu Hause und stellen uns ein bald wieder nur noch alle paar Tage zu duschen.
    Jetzt müssen wir nur noch kurz an die Grenze. Gleichzeitig trifft mich eine Allergieattacke und ich sehe nur noch auf einem Auge. Und auch auf dem nur noch so halb. Fabienne möchte dennoch, dass ich fahre - weil wir keine gültigen Fahrzeugpapiere haben und lieber ich ins Gefängnis soll*. Also geht's los zur etwa zwei Stunden entfernten Grenze. Unterwegs werden wir nur zwei Mal von der Polizei kontrolliert. Aber nicht gut genug. An der Grenze angekommen machen wir Papierzeugs wie das erwachsene Leute halt so machen und irgendwann, nachdem wir für einen kurzen Moment theoretisch in Kolumbien eingereist sind, halten wir das Papier in den Händen, nach dem wir uns so sehnten. Alles hat tiptop geklappt und wir fahren zurück nach Quito, um dort unseren Rucksack abzuholen.

    *Anmerkung der Redaktion: Fabienne bestreitet diese (wahre) Aussage.
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  • Bei unserer Gastfamilie in Uyumbicho

    Aug 10–17, 2024 in Ecuador ⋅ ☀️ 19 °C

    Wie zwei kleine Aupairs beziehen wir ein Zimmer bei Leuten, die eine andere Sprache sprechen als wir. Als wir das letzte Mal hier waren, entschieden wir uns spontan vor Weihnachten nach Hause zu reisen und acht Monate dort zu bleiben und uns einen Job, Alltag und keine eigene Wohnung zuzulegen. Dieses Mal machen wir das nicht. Nicht zuletzt auch, um den Überraschungseffekt auf unserer Seite zu behalten. Albita und Marco akzeptieren uns wie es auch ihr Sohn resp. unser Freund Cesi tut als ihresgleichen. Die beiden entführen uns in einen ecuadorianischen Alltag. Wir gehen auf den Markt Gemüse und Früchte kaufen und probieren uns unterwegs durch allerlei fremde Nahrungsmittel und Gerichte. Nur knapp essen wir keine Meerschweinchen. Einmal fahren wir an einen Ort, wo wir Forellen aus einem Teich fischen und diese für den nächsten Tag mitnehmen. Ein anderes Mal spielen wir mehrere Stunden Memory mit schweizer Motiven. Wie es dazu kam weiss ich auch nicht mehr. Einmal gehen wir auch zum Mechaniker, der uns sagt, dass eine unserer Bremsen wohl seit längerem unentwegt bremst - so fest und lange, dass sie schon ganz durch ist und sich bereits in die Bremsscheibe eingeritzt hat. Sicherheitshalber waschen wir das Auto noch. Nach vier Tagen Intensivsprachkurs möchten wir dann weiterreisen. Doch daraus wird nichts. Aus dem Hinterhalt werden wir von einer Grippe ins Bett geworfen und bleiben dort auch eine Weile liegen. Und so geniessen wir die Zeit hier in Uyumbicho noch etwas länger zu viert.Read more

  • Baños

    Aug 17–18, 2024 in Ecuador ⋅ ⛅ 22 °C

    Wir erreichen Baños pünktlich mit der Hälfte der Einwohner Ecuadors aufs Wochenende und führen uns einen der ansässigen Wasserfälle zu Gemüt. Der Wasserfall ist hoch, schnell, laut, spritzig und nass. Allesamt gute Wasserfalleigenschaften.

    PS: auch hier essen wir keine Meerschweinchen
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  • Chimborazo

    August 18, 2024 in Ecuador ⋅ ☁️ -2 °C

    Der Chimborazo sieht aus wie ein Vulkan. Und er ist auch einer. Grund genug ihn uns aus der Nähe anzuschauen. Je näher wir ihm kommen desto dünner wird die Luft. Irgendwann sind wir auf 4800 m.ü.M. und die Strasse ist fertig. Ab hier kann man zu Fuss weiter. Wir packen also unsere Füsse und lassen uns von ihnen weiter den Berg hoch tragen. Schritt für Schritt. Manchmal auch nur 'Schritt'. Und dann wieder gar kein Schritt. Dafür umso mehr Ein- und Ausatmen und Gedanken darüber, ob wir die Hälfte bereits geschafft haben. 1km, 200 Höhenmeter und ÜBER EINE STUNDE SPÄTER treffen wir dann bei einem Refugio ein und setzen uns als erstes ein weiteres Mal hin, um zu verschnaufen. Neben uns steht eine Frau, die selber gerade hoch gestiegen ist. An ihrem Rücken hängt ein Baby in einem Wickeltuch. Und ihre Füsse kleiden Flip Flops. Wir sind atemlos.

    Unser Abendessen wird von einem Abendprogramm begleitet, dass es in sich hat. Zumindest zu Beginn, denn nach etwa einer Stunde ist es draussen und liegt blutüberströmt vor uns im Gras. Aus einer Kuh ist eine kleine Kuh rausgekommen!
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  • Cuenca

    Aug 20–22, 2024 in Ecuador ⋅ ☁️ 18 °C

    In Cuenca erwarten uns auf unserem Campingplatz drei deutsche emigrierte Schäferhunde. Die Besitzerin warnt uns, dass einer von ihnen beisst, einer nicht und einer so 50:50. Und alle sehen gleich aus. Weil es unser oberstes Ziel dieser Reise ist so viele Hunde wie möglich zu streicheln, müssen wir uns einprägen welcher gerne gestreichelt wird. Das machen wir auch und streicheln den einen so oft wie möglich. Ein zwei Mal verstreicheln wir uns bei einem falschen Hund, aber wir haben dann immer früh genug abgebrochen.

    Ab und zu unterbrechen wir die Streicheleien auch, um etwas anderes zu machen. Einmal gehen wir joggen und einmal gehen wir zum Zahnarzt weil mein Zahn wegen einem Ragusa abgebrochen ist (Anzeige folgt). Der Zahnarzt sei aber noch an einer Tagung, weshalb wir erst am Abend vorbeischauen können. Den Tag verbringen wir daher in der schönen Stadt und kaufen uns die obligaten, traditionellen Alpakaandenpullis, die hauptsächlich von Touristen getragen werden. Am Abend dann, erzählt uns der Zahni wie prima seine Surfsession heute an der Küste war.
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  • Der Tag an dem Feldi verschwindet

    August 23, 2024 in Ecuador ⋅ ☁️ 11 °C

    Prolog: Es war einmal in Kanada, da waren wir stolze Besitzer eines traurigen Feldstechers, den wir einst in einer Brockenstube gekauft hatten. Der Feldstecher war zwar schlecht und man konnte damit nicht sonderlich weit (geschweige denn gut) sehen aber er war unserer. Wir waren noch nicht lange auf Reisen als ihn Fabienne in einen Bach legte. Von da an sah man ohne Feldstecher besser als mit. Wer weiss was uns alles entging weil wir nicht mehr in Felder stechen konnten. In Panama erreichte die FOMO ihren Zenit und wir schworen uns einen Feldstecher zu kaufen. Einen guten. Weil so einen guten Feldstecher kauft man nur einmal. Der hält ein Leben lang. Also haben wir stundenlang recherchiert und YouTube-Reviews geschaut, bis wir unseren Favorit fanden: den Celestron Nature DX. Und den gibt es in Panama natürlich nicht. Und auch in den umliegenden Ländern wird der nicht zu finden sein. Und auch kein vergleichbares Modell. Doch irgend ein glücklicklicher Zufall ermöglicht es uns den Feldstecher via einen Briefkasten in Miami zu unserem Verschiffungsunternehmen in Panama zu senden. Was für ein Glück! Der Feldstecher trifft zwei Tage nachdem wir nach Kolumbien abgereist sind ein. Eddy und Romy erklären sich aber bereit uns den Feldstecher nachträglich mitzubringen. Und wie durch ein Wunder sind wir ein paar Tage später in Cartagena stolze Besitzer eines wunderbaren Feldstechers dem wir nur Lobeshymnen singen können. Gemeinsam erleben wir sagenhafte Dinge.

    Gegenwart: Nichts deutet auf ein tragisches Ende hin: die Sonne lacht, wir parkieren unser Auto neben einem kleinen Restaurant und packen unsere grossen Rucksäcke mit Proviant und Kleider für zwei Tage. Dann marschieren wir los hinein in die Berghinterlandschaft. Wir befinden uns auf etwa 4000 m.ü.M. Nach zwanzig Minuten entdecken wir über den Hügeln geierartige Geier und nehmen unseren geliebten Feldstecher zur Hand (oh wie sehr wir ihn lieben!), um sie tatsächlich als normale Geier zu identifizieren. Den Feldstecher fixieren wir dann am Rucksack, um ihn schneller griffbereit zu haben - ein gravierender Fehler. (Höchstwahrscheinlich) sehr kurze Zeit später fällt das Teil aus seiner Verankerung und bleibt im Gras liegen, während unsere Rücken in der Spiegelung der Linse kopfüber immer kleiner werden. Zweieinhalb Stunden später sowie näher am geplanten Übernachtungsplatz, merken wir (viel zu spät!), dass der Feldi fehlt. Unter den Anwesenden macht sich Panik breit. WO IST ER?! Wir laufen ein paar Meter zurück und tasten uns mit unseren Blicken durch die soeben begangenen Weglein. Hier ist er nicht. Da auch nicht. Wir laufen weiter zurück und bald wird uns klar, dass wir den Mehrtäger im Cajas Nationalpark abblasen und den gesamten Weg zurücklaufen, um nach Feldi Ausschau zu halten (Spoiler: vergebens!). Frenetisch mäandern wir uns durch die Wanderwege zurück in Richtung Startpunkt. Minute um Minute, Stunde um Stunde vergehen und wir finden nichts. Die karge Bergseenlandschaft kommt kaum mit unserer Netzhaut in Kontakt. Wir scannen Grasbüschel um Grasbüschel. Bis wir zuletzt mit leeren Händen sowie müden Rücken, Beinen und Augen wieder vor dem Restaurant stehen. Niedergeschlagen müssen wir uns eingestehen, dass der Feldi wohl von der einzigen anderen heutigen Wandertruppe, die zu Beginn hinter uns her ging, eingesteckt wurde. Uns bleibt nicht einmal ein Erinnerungsfoto von Feldi 💔

    Am nächsten Tag doppelt unser Schicksal in einem Kreisel nach. Ein Einheimischer drängt uns von der Strasse direkt in eine Baustelle hinein. Die Baustelle ist umrandet mit halb im Boden versenkten Armiereisen. Fast touchiert eines davon meine Füsse. Glücklicherweise hält die Busaussenwand die Eisenstangen ab, so dass meinen Füssen nichts passiert. Als Erinnerung an diesen Moment hat der Lack nun einen coolen weissen Streifen.

    Zählt man den letztlich abgebrochenen Zahn dazu stehen wir bei einem Hattrick fürs Schicksal. Wir schwören Rache und ballen unsere Fäuste gen Himmel.
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  • Lama madness

    August 24, 2024 in Ecuador ⋅ ⛅ 7 °C

    Nach unserem "Mehrtäger" übernachten wir irgendwo in einer Art Wald am Rande des Cajas NP. Frühmorgenzs hören wir seltsame Geräusche um unseren Bus herum. Wir öffnen unsere Fenster und blicken in dutzende Augen von herumgrunzenden Lamas. Die Andenkamele stehen einfach nur so rum und warten bis etwas passiert. Doch es passiert nichts. Und dann sind sie weg.Read more