• Damian Koch
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  • Damian Koch

Hike with me around the world!

Das grösste Abenteuer meines Lebens steht bevor. Während der kommenden zwei Jahre werde ich verschiedene Fernwanderwege rund um den Globus absolvieren. Weiterlesen
  • Derzeit in
    🇨🇦 Edmonton, Kanada

    Edmonton (Tag 1)

    Gestern in Kanada ⋅ ⛅ 21 °C

    Heute habe ich einen langen Spaziergang durch Edmonton gemacht, um mir das Zentrum der Stadt sowie einen kleinen Teil des riesengrossen Parks entlang von Saskatchewan River anzusehen. Wie in Calgary gefällt es mir bis jetzt auch hier sehr gut.

    Edmonton ist die Hauptstadt der kanadischen Provinz Alberta und hat etwa 1.1 Millionen Einwohner. Die Stadt ist bekannt für seine vielen Festivals, das ehemals grösste Einkaufszentrum der Welt und die vielen Stadtparks.
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  • Reise nach Edmonton

    7. September in Kanada ⋅ ☁️ 13 °C

    Die Reise mit dem Bus von Calgary nach Edmonton dauerte 4 Stunden. Meine Wohnung ist wunderschön und ich freue mich, dass ich die Stadt in den nächsten Tagen etwas besser kennenlernen darf.

  • Calgary (Tag 9)

    6. September in Kanada ⋅ ☁️ 13 °C

    Heute hatte ich nach der offiziellen Parade der Pride ein Date mit Rod.

    Zuerst lud er mich in ein brasilianisches Restaurant ein, in dem die Kellner immer wieder mit grossen Fleischspiessen an den Tischen vorbeigekommen sind und direkt davon servierten. Dazu gab es verschiedene leckere Beilagen, unter anderem auch „Palmitos“ (Palmherzen).

    Während dem Essen haben wir uns spontan dazu entschieden ins Kino zu gehen. Der Film „The Dog Stars“ (Das Ende der Sterne) von Ridley Scott hat mir richtig gut gefallen, was mich angesichts der eher mittelmässigen Kritiken doch etwas überrascht hat. Besonders mochte ich, dass die melancholische Geschichte sehr langsam erzählt und dabei von wunderschönen Landschaftsaufnahmen begleitet wurde. Auch die Schauspielerinnen und Schauspieler haben mir durch die Bank gut gefallen.

    Danach fuhren wir zu meiner Wohnung, bevor sich Rod gegen 22 Uhr auf den Weg zu einer Pride-Party gemacht hat, wo er mit Freunden verabredet war. Ich habe den Abend wiederum ganz gemütlich mit den letzten beiden Folgen der dritten Staffel von „Love Is Blind: UK“ ausklingen lassen. 😉

    Die gemeinsame Zeit mit Rod war schön und intensiv. Wir haben sehr persönliche Gespräche geführt und es hat gut getan, dass wir uns so offen und ehrlich auszutauschen konnte. Obwohl wir nur wenige Stunden miteinander verbringen konnten, hat sich in dieser kurzen Zeit eine besondere Nähe entwickelt. Dafür bin ich sehr dankbar.
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  • Zwischenbericht Nr. 2

    6. September in Kanada ⋅ ☁️ 14 °C

    Wie versprochen, folgt hier auch noch das zweite Video.

  • Calgary (Tag 8)

    5. September in Kanada ⋅ ☁️ 10 °C

    Heute habe ich meine Wohnung erst am frühen Abend verlassen, um mich auf den Weg zur offiziellen Pride Party zu machen. Ich bin wirklich froh, dass ich mich dazu aufraffen konnte, denn der Auftritt der Dragqueen Trixie Mattel war grossartig. 😍

    Danach bin ich zur Gaybar „Texas Lounge“ weitergezogen, wo an diesem Abend Karaoke auf dem Programm stand. Dort habe ich glücklicherweise wieder Daniel angetroffen, den ich bereits am Vorabend kennengelernt hatte. Gemeinsam mit ihm und seinem Arbeitskollegen Rod verbrachte ich den restlichen Abend, was sehr schön war.

    Spät in der Nacht fuhr mich Rod nach Hause. Bevor wir uns verabschiedet haben, sassen wir noch lange gemeinsam im Auto. Wir haben uns fest umarmt und geküsst. Es war ein sehr schöner und gleichzeitig intensiver Moment, der uns beiden unglaublich gutgetan hat. Manchmal braucht es einfach jemanden, bei dem man sich für einen Moment fallen lassen kann.
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  • Calgary (Tag 7)

    4. September in Kanada ⋅ ⛅ 13 °C

    Heute bin ich mit dem FlixBus für einen Tagesausflug nach Drumheller gefahren.

    Drumheller liegt mitten in den Badlands von Alberta und ist vor allem für seine zahlreichen Dinosaurierfunde bekannt. Die Region zählt zu den bedeutendsten Fundgebieten für Dinosaurierfossilien weltweit. Entsprechend dreht sich dort fast alles nur um die Urzeit. Das Royal Tyrrell Museum of Palaeontology wiederum befindet sich ein paar Kilometer nördlich von Drumheller und ist eines der bekanntesten Dinosauriermuseen der Welt. Es beherbergt eine der grössten Sammlungen von Dinosaurierskeletten und Fossilien und ist gleichzeitig ein wichtiges Forschungszentrum für Paläontologie.

    Nach dem Besuch des eindrücklichen Museums bin ich zu Fuss zurück nach Drumheller spaziert. Abgesehen von der grössten T-Rex-Statue der Welt bietet der Ort selbst jedoch leider nicht wirklich viel.

    Als ich dann am Abend um 19.30 Uhr wieder in Calgary angekommen bin, habe ich mich direkt auf den Weg zur Gaybar „Texas Lounge“ gemacht, um im Idealfall ein paar Personen aus Calgary kennenzulernen. Das hat auch prima geklappt, denn im Gegensatz zum vergangenen Montag war die Bar heute nicht komplett leer. 😉
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  • Calgary (Tag 5 & 6)

    3. September in Kanada ⋅ 🌙 16 °C

    Zu diesem beiden Tagen gibt es nicht viel zu sagen, da ich auch nicht viel unternommen habe.

    Erwähnenswert ist eigentlich nur, dass ich mir am Donnerstag im Süden der Stadt in einer grossen Mall im Kino den Film „The End of Oak Street“ angeschaut habe. Ein spassiger Film mit Dinosaurier, bei dem es zwischendurch richtig brutal zu Sache geht. Der Film wurde im nostalgische 80er-Jahre-Stil gedreht und ist richtig spannend. Anne Hathaway, die ich bereits in The Odyssey toll fand, glänzt zudem in ihrer Rolle als fürsorgliche Mutter.Weiterlesen

  • Calgary (Tag 4)

    1. September in Kanada ⋅ 🌙 19 °C

    Zum heutigen Tag gibt es nicht besonders viel zu erzählen, denn es ist nicht viel passiert. Am frühen Abend besuchte ich die „Pride Block Party“, die nur wenige hundert Meter von meiner Wohnung entfernt stattfand. Obwohl der Anlass schön war und ich die Stimmung genossen habe, musste ich dabei auch an meine Freunde zuhause denken und habe sie sehr vermisst.Weiterlesen

  • Calgary (Tag 3)

    31. August in Kanada ⋅ ☀️ 20 °C

    Heute war ein sonniger und warmer Tag in Calgary. Nach dem Mittag machte ich mich deshalb auf zu einem langen Spaziergang entlang des Bow Rivers. Das schöne Wetter war einfach perfekt, um die Stadt zu erkunden.

    Aufgrund der vielen vorübergehend gesperrten Wanderwege fuhr ich auf dem Rückweg zum ersten Mal mit der Stadtbahn. Im Zentrum angekommen gönnte ich mir zunächst einen Abstecher in eine Rooftop-Bar, bevor ich auch noch die älteste Gay Bar der Stadt besuchte.

    Auf dem Heimweg entdeckte ich dann das grösste Mochi, das ich in meinem Leben gesehen habe. Natürlich konnte ich nicht widerstehen. Es erinnerte mich an meine Zeit in Japan und an das fantastische Essen in diesem tollen Land.

    Übrigens gefällt mir Calgary immer noch sehr gut. Ich finde, es ist eine wunderschöne Stadt und auch nach drei Tagen bin ich weiterhin sehr positiv überrascht.
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  • Calgary (Tag 1)

    29. August in Kanada ⋅ ☁️ 21 °C

    Nachdem ich heute beim Barber war, habe ich mir bei schönstem Wetter das Zentrum von Calgary angeschaut und auf dem Weg ein paar „normale“ Kleider eingekauft. Die Stadt gefällt mir bis jetzt immer noch sehr gut. 👍🏻

    Im diesem Moment ist es 19.27 Uhr und ich liege auf der Couch. Eigentlich habe ich mir fest vorgenommen, dass ich heute in eine Gaybar gehen werde... Wirklich Lust dazu habe ich jedoch ehrlich gesagt nicht. 🙈 Mal kucken, wie ich mich nach dem Abendessen fühle. Es gibt bei mir übrigens endlich wieder mal meinen Gemüsemix. 😋
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  • Reise nach Calgary

    28. August in Kanada ⋅ 🌙 19 °C

    Kurz bevor ich heute aufbrechen wollte, wurde ich auf dem Zeltplatz von June auf mein Schild angesprochen. Wir kamen ins Gespräch und kurzerhand ergab sich für mich die Möglichkeit, mit ihr und ihrer Freundin Laura durch die kanadischen Rocky Mountains bis nach Canmore zu fahren. Die Reise war wunderschön und wir hatten unterwegs jede Menge Spass. Wer weiss, vielleicht werde ich die beiden schon bald an einem ganz anderen Ort in Kanada wiedersehen… 😉 Zum Abschied gab mir Laura übrigens einen Kuss, wodurch ich ab sofort nicht mehr der ungeküsste Fernwanderer bin.

    Von Canmore fuhr ich am frühen Abend mit dem FlixBus weiter nach Calgary, wo ich um 19.30 Uhr angekommen bin. Die Stadt hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Das Zentrum ist wunderschön und auch meine Wohnung gefällt mir bisher richtig gut. Nach den vielen Nächten im Zelt fühlt es sich schon fast ein wenig luxuriös an, wieder ein eigenes Bett, eine Küche und eine Dusche zu haben. 😄

    Gleichzeitig habe ich auch schon die andere Seite der Grossstadt kennengelernt. Bereits am ersten Abend bin ich vielen obdachlosen und drogenabhängigen Menschen begegnet. Das ist ein deutlicher Kontrast zu den einsamen Landschaften und kleinen Dörfern, durch die ich in den vergangenen Monaten gewandert bin.
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  • Waterton (Tag 3)

    27. August in Kanada ⋅ ☀️ 21 °C

    Heute habe ich eine Entscheidung getroffen, die mir nicht leichtgefallen ist. Eigentlich wollte ich morgen zurück in den Glacier-Nationalpark, um noch ein paar Tage alleine auf dem Pacific Northwest Trail zu wandern. Nach langem Überlegen habe ich mich nun aber dazu entschieden, direkt nach Calgary weiterzureisen.

    Ausschlaggebend war vor allem die schwierige Weiterreise nach der geplanten Wanderung. Von einem kleinen Dorf irgendwo in Nordamerika nach Calgary zu kommen, ist alles andere als einfach, denn es gibt keine öffentlichen Verkehrsmittel. Auch das unsichere Wetter der kommenden Tage hat bei meiner Entscheidung eine Rolle gespielt. Zudem werde ich in den kommenden Monaten ja noch mehr als genug wandern.

    Während ich heute im Internet nach Möglichkeiten für die Weiterreise gesucht habe, entdeckte ich noch einen weiteren Grund, der für Calgary spricht. Nächste Woche findet dort nämlich die Pride-Week statt. Da ich auf meiner bisherigen Reise die Pride mehrmals knapp verpasst habe, fühlte es sich fast wie ein Zeichen an, dass sie ausgerechnet jetzt in Calgary stattfindet.

    Ich freue mich jedenfalls darauf, auch wenn ich noch nicht weiss, an wie vielen Veranstaltungen ich tatsächlich teilnehmen werde. Für den grossen Anlass am Samstag, bei dem die wunderbare Trixie Matell der Star sein wird, habe ich jedoch bereits ein Ticket gekauft. 🥰 Trixie ist eine Drag Queen, die ich schon seit Jahren verfolge und sehr mag. Ich hätte nie gedacht, dass ich sie tatsächlich einmal live sehen werde.

    Morgen werde ich versuchen, per Autostopp bis nach Lethbridge zu kommen. Dafür habe ich heute bereits ein Schild vorbereitet. Von dort geht es dann am frühen Abend mit dem FlixBus weiter nach Calgary, wo ich für zehn Tage eine kleine Wohnung gemietet habe. Zehn Tage ohne Zelt, ohne Rucksack und ohne Gedanken über den nächsten Schlafplatz. Ich glaube, das wird mir zur Abwechslung richtig gut tun. 😊

    Einfach ist mir die Entscheidung trotzdem nicht gefallen. Ein Teil von mir wäre sehr gerne zurück in den Nationalpark gegangen. Aber ich habe mich entschieden und so ist es jetzt.

    Meine Bewilligungen für den Glacier-Nationalpark habe ich heute übrigens wieder freigegeben, damit sie jemand anderes nutzen kann. 👍🏻
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  • Waterton (Tag 2)

    26. August in Kanada ⋅ ☁️ 21 °C

    Nachdem ich mich heute erneut mit der Planung meiner weiteren Reise beschäftigt hatte, habe ich um 11 Uhr meinen Zeltplatz gewechselt. Danach habe ich zuerst das Visitor Centre besucht, bevor ich mich im lokalen Outdoorshop umgesehen habe. Beiden Orte werde ich morgen erneut einen Besuch abstatten.

    Danach habe ich mir das Hotel „Prince of Wales“ angeschaut, das spektakulär auf einer Anhöhe direkt über dem Upper Waterton Lake liegt. Es handelt sich um ein historisches Grandhotel aus dem Jahr 1927, das im Schweizer Chaletstil erbaut wurde. Das Hotel wurde damals von der amerikanischen Great Northern Railway errichtet und war Teil einer Luxusreiseverbindung im Glacier-Nationalpark. Mit gefällt das Hotel ausserordentlich gut und falls ich jemals nach Waterton zurückkomme, möchte ich dort eine Nacht übernachten.
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  • Waterton (Tag 1)

    25. August in Kanada ⋅ 🌙 18 °C

    Wir sind heute um kurz vor 12 Uhr im wunderschönen Ort Waterton angekommen. Nach einem letzten gemeinsamen Mittagessen mussten wir uns bereits voneinander verabschieden, da Road Runner, Krista und Marc Trail in Richtung Calgary losgefahren sind. Von dort werden sie am Donnerstag zurück nach Hause fliegen.

    Ich wiederum habe den Nachmittag wie geplant in Waterton verbracht. Neben ein paar organisatorischen Sachen stand auch wieder mal Wäsche waschen auf dem Programm. Hier werde ich zudem zwei Ruhetage verbringen, was mich sehr freut. Der Ort ist richtig süss und strahlt eine relaxte Ferienstimmung aus.
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  • CDT: Zusammenfassung

    25. August in Kanada ⋅ ☀️ 15 °C

    Nach insgesamt 145 Tagen habe ich den Continental Divide Trail (CDT) erfolgreich abgeschlossen.

    101 ganze Wandertage
    19 halbe Wandertage / halbe Ruhetage
    25 Ruhetage

    3’929.80 Kilometer gewandert
    35.56 Kilometer/Tag
    2’454.40 Meilen gewandert
    22.21 Meilen/Tag

    97 Übernachtungen im Zelt
    1 Cowboy Camping
    43 Übernachtungen im Bett
    1 Übernachtung im Tanzlokal
    1 Übernachtung in einer Berghütte
    1 Übernachtung im Campinghäuschen
    1 Übernachtung im Alpakahäuschen

    0 Schlangenbisse
    0 Bärenattacken
    12 Stürze

    0 Küsse 😘
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  • CDT: Montana (Tag 143)

    23. August in den USA ⋅ ☀️ 14 °C

    Da wir heute nur 8.5 Meilen zu unserem Zeltplatz wandern mussten, war der Tag trotz einer Passüberquerung nicht sehr anstrengend. Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, war die Aussicht trotz der kurzen Strecke atemberaubend schön.

    Gestern habe ich mir mitten in der Nacht zum ersten Mal das neue Album „Hazel Eyes“ von meinem Lieblingssänger Sam Smith angehört und ich bin begeistert. Bereits seit vielen Jahren liebe ich diese Stimme über alles. ❤️ Falls ich jemals in den Himmel komme, wünsche ich mir, dass Sam Smith dort als Engel mit einer Harfe auf mich wartet. Zudem gefällt mir der neue Stil der Songs, der perfekt zum Continental Divide Trail passt. Falls ihr in das neue Album reinhören wollt, empfehle ich euch als Appetithappen das Lied „Constant Companion“. 🤠😍 Kleiner Tipp: Benutzt Kopfhörer.
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  • CDT: Montana (Tag 142)

    22. August in den USA ⋅ ☁️ 17 °C

    Wir sind heute nach dem Frühstück zu zweit in Richtung Many Glacier losgewandert. Wir hatten grosses Glück und sind kurz nach dem Pigean Pass fünf weissen Bergziegen über den Weg gelaufen. 😍 Für Road Runner ging dadurch ein Traum in Erfüllung.

    Meine Glückssträhne dauerte sogar noch etwas länger an. Als ich am Nachmittag in Many Glacier mit Marc Trail zur Ranger Station ging, habe ich tatsächlich bereits meine fehlenden Bewilligungen für den Glacier-Nationalpark erhalten, die ich für die Tage nach dem CDT benötige. Das macht alles soooo viel einfacher für mich und ich bin richtig glücklich darüber. 🙏🏻

    Im Moment sieht mein Plan für die restliche Zeit in den USA folgendermassen aus:

    - Am 25. August 2026 werden wir die Grenze nach Kanada überqueren und bis nach Waterton wandern.

    - In Waterton werde ich mich von den anderen verabschieden und für drei Nächte auf einem Campground übernachten. Das bedeutet, dass ich dort zwei Ruhetage haben werde.

    - Am 28. August 2026 werde ich zurück in die USA fahren und von Chief Mountain aus während 8 Tagen den ersten Teil vom Pacific Northwest Trail (PNT) wandern. Wenn alles klappt, komme ich danach in Eureka an.

    - Von Eureka werde ich versuchen, irgendwie zurück nach Kanada zu kommen. Dort will ich wiederum eine Woche in Calgary, eine Woche in Edmonton und eine Woche in Vancouver verbringen.

    - Am 24. September 2026 reise ich zurück nach Seattle, von wo ich am 29. September 2026 nach Singapur werde.
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  • CDT: Montana (Tag 141)

    21. August in den USA ⋅ ☀️ 21 °C

    Weil sich Road Runner & Marc Trail dazu entschieden haben, per Anhalter in einen nahegelegenen Ort zu fahren, hatte ich heute den ganzen Nachmittag für mich alleine. Das war sehr schön und ich freue mich, dass ich nach dem CDT voraussichtlich noch ein paar Tage auf eigene Faust im Glacier-Nationalpark unterwegs sein werde. Voraussetzung ist natürlich, dass ich auch die entsprechenden Bewilligungen dafür erhalte. Drückt mir bitte die Daumen.

    Heute sind wir kurz vor dem Campground auf viele Tagestouristen getroffen, die auf einem kurzen Wanderweg unterwegs waren, der wiederum ein Teil vom CDT ist. Als ich an den vielen Personen vorbeigelaufen bin, wurde mir wieder mal bewusst, in was für einer privilegierten Situation ich mich befinde. Einerseits deshalb, weil ich gefühlt unendlich viel Zeit im wunderschönen Glacier-Nationalpark verbringen kann. Andererseits durchqueren wir während unserer Wanderung durch den Park viele abgelegene Orte, von denen ein durchschnittlicher Tagestourist nur träumen kann. Happy me! 😇
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  • CDT: Montana (Tag 140)

    20. August in den USA ⋅ ☀️ 24 °C

    Da wir heute nur 11,5 Meilen bis zu unserem Zeltplatz wandern mussten, sind wir bereits um 13 Uhr dort angekommen. Den Nachmittag haben wir anschliessend im Schatten grosser Tannen direkt neben dem wunderschönen See verbracht. Es war einfach herrlich, einmal so früh am Nachmittag am Ziel zu sein und die Ruhe und die schöne Umgebung geniessen zu können. ❤️

    Marc Trail hat sich inzwischen übrigens dazu entschieden, nur noch einen weiteren Tag mit uns zu wandern. Die langen Tagesetappen und das hohe Gewicht seines Rucksacks sind für ihn auf Dauer eine zu grosse Belastung. Wir werden ihn jedoch in den kommenden Tagen immer wieder sehen.
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  • CDT: Montana (Tag 138)

    19. August in den USA ⋅ ☀️ 20 °C

    Gestern hatte ich kurz nach Einbruch der Dämmerung zum allerersten Mal in meinem Zelt so richtig Angst, weil ein grosses Tier während 40 Minuten um mein Zelt herumgelaufen ist. Ich wiederum sass zitternd auf meiner Isomatte und umklammerte hilflos meinen Bärenspray. In diesem Moment war ich plötzlich nicht mehr glücklich darüber, dass sich mein Zelt weit weg von den anderen am Ende vom Campingground befand. Was die Situation noch unangenehmer gemacht hat, war der Wind. Er hat immer wieder Geräusche überdeckt, so dass es schwierig für mich war, den Schritten des Tieres zu folgen.

    Um mich zu beruhigen habe ich mir immer wieder in Erinnerung gerufen, dass es fast nie zu Vorfällen mit wilden Tieren kommt, die in ein Zelt eindringen wollen. Ausserdem wusste ich, dass ich alle Vorschriften betreffend der Lebensmittel und Hygieneprodukte korrekt befolgt habe.

    Nach etwa 30 Minuten wurde mir die Anspannung zu viel. Ich habe meinen ganzen Mut zusammen genommen und laut mehrmals den Satz „Bitte geh weg“ gesagt. Ich habe dabei versucht freundlich und ruhig zu klingen. Keine Ahnung, ob das tatsächlich geholfen hat. Fakt ist jedoch, dass sich das Tier kurze Zeit später entfernt und in die Richtung der anderen Zelte gelaufen ist…

    Während ich dann am Morgen gefrühstückt habe, stand plötzlich ein zutrauliches Reh neben mir. An der Art und Weise, wie es sich bewegt hat, wusste ich schlagartig, wer mich gestern bei meinem Zelt auf Trab gehalten hat…

    Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, war der anschliessende Wandertag spektakulär. 😍 Da die Wege sehr breit waren, hatte ich trotz der ausgesetzten Stellen überhaupt keine Probleme mit der Höhe.

    Mir geht es sehr gut und ich geniesse die neue Gruppendynamik, die durch die Ankunft von Marc Trail entstanden ist. Die beiden sind ständig am Reden und ich kann mich dadurch ungeniert etwas zurückziehen.

    Auf Dauer würde das jedoch nicht funktionieren. Obwohl wir für die restlichen Tage mehr als genug Essen dabei haben, diskutieren Road Runner und Marc Trail immer wieder darüber, wo wir unter bestimmten Bedingungen noch zusätzlich in einem Restaurant essen können... Es geht bei den beiden eigentlich immer nur darum, wie wir so bald wie möglich wieder zurück in in die Zivilisation kommen. Obwohl ich selbst dieses Bedürfnis überhaupt nicht verstehen kann, versuche ich es zu akzeptieren.
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  • CDT: Montana (Tag 138)

    18. August in den USA ⋅ ☀️ 19 °C

    Der erste Wandertag im Glacier Nationalpark war sehr schön, obwohl ich ehrlich gesagt etwas traurig war, als wir nach dem Frühstück losgelaufen sind.

    Der Grund dafür war, dass ich mich am Morgen schweren Herzens dazu entschieden habe, meinen Bärenkanister zurückzulassen. 😕 Da wir im Park unser Essen aufhängen müssen, macht es keinen Sinn, dass ich die zusätzlichen 1,6 Kilogramm weiterhin mit mir herumtrage. Gleichzeitig bin ich froh, dass ich den Kanister nicht einfach wegwerfen musste. Eine Mitarbeiterin der Lodge wird ihn für sich selbst behalten.

    Während der Wanderung hatte ich dann noch eine wirklich schöne Begegnung. Kurz vor dem Zeltplatz ist uns ein etwas älterer Mann entgegengekommen. Da ich mit etwas Abstand zu den beiden anderen unterwegs war, hat er mich im Vorbeigehen gefragt, woher ich komme. Als ich ihm geantwortet habe, dass ich aus der Schweiz bin, hat er ganz begeistert reagiert und gesagt: «I’m very happy that you are here.»

    Ist das nicht schön? ❤️ Solche kleinen Begegnungen sind es, die eine lange Wanderung manchmal ganz besonders machen. Ich habe mich jedenfalls sehr darüber gefreut.
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