• Karl Heinz
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Radreise

Juli - Dezember 2019 Les mer
  • Tag 76 - Stenje

    28. september 2019, Nord-Makedonia ⋅ ☀️ 17 °C

    45 km / 3080 km - 7 / 309 Stunden

    Ausgaben:

    0 € / 39 € Transport (Fähre, etc.)
    9 € / 705 € Lebensmittel
    0 € / 505 € Unterkunft
    0 € / 117 € Eintrittspreise
    0 € / 12 € Anschaffungen
    0 € / 8 € Ersatzteile

    9 € / 1383 € Gesamt

    Mindi plagt seit Tagen eine Erkältung. Zwar ist diese am abklingen, doch schränkt es sie noch immer in der Leistungsfähigkeit sehr ein.
    Dennoch schieben wir uns alle drei wacker die 15 Kilometer den Berg hinauf.

    Schon unterwegs gibt es fiel zu entdecken und zu staunen. Der See ist wunderschön und die Aussicht gut. So wird das Mittagessen zur Freude.
    Am frühen Nachmittag fliegen Paraglider über uns hinweg.
    Weiter oben auf dem Berg sehen wir dann die Gruppe erneut starten. Wir wollen das auch machen und fragen, wann und wo das möglich ist.
    Am Abend erhalten wir die Nachricht, dass wir schon morgen starten können.

    In der Zwischenzeit haben wir uns schon den Berg hinab auf die andere Seite und zu dem anderen See begeben.
    Wir essen in einem Restaurant und fragen, ob wir am Strand die Zelte aufschlagen können.
    Keiner hat damit ein Problem und sie freuen sich, dass wir für drei Tage zu Dauergästen werden sollten.

    Song des Tages
    Joker And The Thief - Wolfmother
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  • Tag 77 - Stenje

    29. september 2019, Nord-Makedonia ⋅ ☀️ 18 °C

    0 km / 3080 km - 0 / 309 Stunden

    Ausgaben:

    0 € / 39 € Transport (Fähre, etc.)
    9 € / 714 € Lebensmittel
    0 € / 505 € Unterkunft
    98 € / 215 € Eintrittspreise
    0 € / 12 € Anschaffungen
    0 € / 8 € Ersatzteile

    107 € / 1490 € Gesamt

    Die Aufregung liegt in der Luft.
    Mindi und Katty sind angespannt.
    Sie fragen sich, für was wir uns da nur entschieden haben.

    Keine Zeit zum zögern, wir werden abgeholt.
    Auf den Sitzen hinten gibt es keine Gurte und als ich mich auf dem Beifahrersitz anschnallen wollte, wurde mir gesagt, dass das ja nicht nötig ist.
    Wir fahren ja schließlich nicht auf die Autobahn.

    Wieder einmal denke ich mir, dass hier das Prinzip nicht verstanden wurde.
    Aber der Fahrer ist von meinem Schlag und gut drauf. Dennoch war die Fahrt auf den Berg aufregender, als der gesamte Flug.

    Nun, abgesehen von der akrobatischen Einlage zwischendurch.
    Die muss man erstmal gewohnt sein. Und ich bin froh, mich für den Flug entschieden zu haben.
    Ich denke, ich habe ein neues Hobby entdeckt.

    Song des Tages
    Fly me to the moon - Frank Sinatra
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  • Tag 78 - Kurz Vor Bilisht

    30. september 2019, Albania ⋅ ☀️ 23 °C

    50 km / 3130 km - 8 / 317 Stunden

    Ausgaben:

    0 € / 39 € Transport (Fähre, etc.)
    2 € / 716 € Lebensmittel
    0 € / 505 € Unterkunft
    0 € / 215 € Eintrittspreise
    0 € / 12 € Anschaffungen
    0 € / 8 € Ersatzteile

    2 € / 1492 € Gesamt

    Auf geht's.
    Ab geht's.
    Nach Albanien.

    Das zweite Mal für mich, das dritte für die beiden.

    An der Grenze kommt uns eine Hundefamilie entgegen. Die Mutter mit fünf kleinen Welpen. Sie geht zum Vater und drei Kinder folgen ihr.
    Zwei bleiben bei uns und spielen mit uns.

    Bis ein albanischer PKW vorbei kommt und fragt, ob wir die kleinen mitnehmen wollen.
    Als wir verneinen schnappt er sich einen und setzt ihn in seinen Kofferraum.

    In mir kochte das Blut und ich wog den Gedanken ab, mich mit ihm und den Grenzpolizisten anzulegen, um den kleinen zu retten.
    Die Vernunft hier zu erkennen ist schwer. Ich tat meinen Begleiterinnen den Gefallen und wog mich im Gedanken, das der kleine vielleicht sogar ein liebevolles zu Hause bekäme und so gar mehr Chancen hat, als am Grenzübergang.
    Dennoch weiß ich es nicht sicher und alles was mir bleibt, ist die Hoffnung.

    Der restliche Tag verlief schöner.
    Landschaftlicher, von den Menschen her und auch das Wetter spielte mit.
    Der Süden Albaniens zeigte sich überraschend aktiv und aufgeräumt. Ganz anders, als das, was ich aus dem Norden kannte.
    Hier hatte jeder, dem wir begegnet sind auf seine Weise gewirkt. Alle haben an etwas gearbeitet, jeder schaffte.
    Keiner saß untätig herum. Weder in Gaststuben, noch am Straßenrand, oder fuhr unnütz in der Gegend herum. Sogar Frauen konnte man wieder erblicken und diese fuhren sogar Fahrzeuge.
    Das sind keine Vorurteile, oder Schbladen, die ich hier aufziehe. Sondern Beobachtungen und Tatsachen.

    Nur die Natur war weniger grün. Aber das ist nicht weiter erstaunlich.

    Leider trennten sich heute die Wege unserer verbliebenen Gruppe.
    Ich wollte meine geplante Route angehen und langsam wieder den Zeitplan aufholen.

    Nach einem gemeinsamen Kaffee, bog ich nach Osten Richtung Bilisht ab und die Frauen in den südwestlichen Teil Albaniens.

    Ab späten Abend schlage ich mein Zelt ganz abgeschieden in einem Feld auf.
    Ausser der Dreiergruppe Syrer, welche mich mehr oder minder überraschten, wurde ich von niemandem gestört.

    Song des Tages
    Heroes - David Bowie
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  • Tag 79 - Kurz nach Florina

    1. oktober 2019, Hellas ⋅ ☀️ 22 °C

    80 km / 3210 km - 8 / 325 Stunden

    Ausgaben:

    0 € / 39 € Transport (Fähre, etc.)
    14 € / 730 € Lebensmittel
    0 € / 505 € Unterkunft
    0 € / 215 € Eintrittspreise
    0 € / 12 € Anschaffungen
    0 € / 8 € Ersatzteile

    14 € / 1506 € Gesamt

    Alles nass.
    Was war auch zu erwarten, wenn man auf einem Feld schläft? Na gut, warte ich also, bis das Zelt einigermaßen trocken ist und starte dann zur Grenze.

    Seit dem Grenzübergang von Ungarn nach Kroatien, ist hier der meiste Andrang aller Grenzübergänge seither.
    Aber mit dem Fahrrad ist das alles kein Problem und in wenigen Minuten erledigt.

    Vor mir liegt Griechenland. Mit seinen weiten Feldern, vielen Herden und Bergen.
    Also wie Albanien auch. Und Nordmazedonien. Menschen, die Grenzen als Schall und Rauch betrachten, wird das ebenso wenig verwundern.

    Ich entschied mich, über Florina weiter Richtung Thessaloniki zu fahren.
    Hierfür musste ich wieder einige Berge erklimmen.
    Aber das schlimmste daran waren heute die vielen kleinen und flinken Fliegen.
    Die Straße folge einem Wasserlauf und diesen bewohnten diese geflügelten Quälgeister.

    Sie bissen und waren auf meiner Brille, in meinen Ohren und grundsätzlich immer hinter mir, wenn ich es schaffte, schneller als 10 km/h zu fahren.
    Sonst waren sie um mich herum.
    Auch eine schnellere Fahrt brachte keine Abhilfe. Sie waren nach kurzer Zeit wieder da. Diese, oder deren Freunde.

    Aber irgendwann hatte ich dann genug Höhenmeter erreicht, und sie waren verschwunden.
    Selten habe ich mich so darüber gefreut, einen Berg hinauf fahren zu müssen.

    Nachdem ich ein Skigebiet Griechenlands hinter mir gelassen hatte, verbrachte ich eine Weile in Florina und fuhr danach noch ein paar Kilometer aus der Stadt heraus zu einem schönen Forstwäldchen, in welchem ich dann ungestörtldchen die Nacht verbrachte.

    Song des Tages
    Griechischer Wein - Udo Jürgens
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  • Tag 80 - Giannitsa

    2. oktober 2019, Hellas ⋅ ☀️ 26 °C

    105 km / 3315 km - 10 / 335 Stunden

    Ausgaben:

    0 € / 39 € Transport (Fähre, etc.)
    0 € / 730 € Lebensmittel
    32 € / 537 € Unterkunft
    0 € / 215 € Eintrittspreise
    0 € / 12 € Anschaffungen
    0 € / 8 € Ersatzteile

    32 € / 1538 € Gesamt

    Ich bevorzuge zum Zelten immer mindestens einen Baum um mich herum. Das verhindert die Feuchtigkeit am Morgen.
    So komme ich zeitig genug los, um die letzte Berggruppe zwischen mir und Thessaloniki noch vor der Mittagshitze hinter mich zu bringen.

    Doch nicht ohne gewisse Aufregung.
    Denn oben angekommen versuchen ein paar Hirtenhunde sehr energisch ihre Herde zu verteidigen. Grundsätzlich scheinen mir die Hunde in Griechenland am gefährlichsten auf der gesamten Reisen bisher.

    So entkomme ich dieser Gruppe noch mit dem Schrecken und der Hilfe der Schwerkraft bergab. Dennoch bleibt ein ungutes Gefühl. Selbst kurzes Anhalten ist hier im Land oft ein Fehler. Es dauert wenige Sekunden und man ist umringt von fletschenden Hunden, die nach einem schnappen.

    Aber jetzt geht es erst einmal den Berg hinab und die Schnellstraße entlang nach Thessaloniki.
    In Edessa verbringe ich noch ein paar Stunden und sehe mir die Stadt an. Esse gut und schaue noch am Wasserfall vorbei.
    Dann ist es doch Zeit aufzubrechen.

    Ich schaffe es noch bis in die nächste Stadt. Aber hier ist nichts an Unterkunft zu finden. Auch nicht im nahen Umland.
    So fahre ich aus der Stadt heraus und versuche ein Feld zu erkunden. Nach ein paar Metern springt ein Hund mit roten Augen und böse fletschend auf mich zu.
    Umdrehen ist zu spät. Es geht entweder nach rechts, weiter in das Feld hinein, geradeaus auf den Hund zu und mit Geschwindigkeit weiter, oder links an ihm vorbei und zurück zur Straße.
    Ich entscheide mich für links. Es war sehr knapp. Bisse Richtung Bein und Tasche und sein Gebell lockte seine Freunde an, die gleich noch mitspielten. Dem Fahrrad sei dank, komme ich hier nochmal raus. Ohne, würde ich jetzt nicht mehr schreiben können.

    Es reicht, Hundeabwehr muss her.
    So fahre ich weiter an der Straße entlang und finde ein Hotel, in welches ich auch gleich einchecke.
    An der Abfahrt dahin lagen auch wieder Hunde, welche sogleich böse auf mich zu sprangen.
    Was ist nur los in diesem Land? Umgangsweisen mit Fahrrad und Hund sind mir bekannt. Aber scheinen diese nicht zu greifen.

    Das Hotel ist eine Unterkunft für afghanische Jugendliche und hat somit auch Therapiehunde. Diese kommen sogleich auf mich zu und wollen sich für ihre Artgenossen entschuldigen.

    So verbringe ich ein paar Stunden mit diesen vierbeinigen Freunden und gehe zu Bett.

    Song des Tages
    Alexander the Great - Iron Maiden
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  • Tag 81 - Thessaloniki

    3. oktober 2019, Hellas ⋅ ⛅ 24 °C

    50 km / 3365 km - 5 / 340 Stunden

    Ausgaben:

    0 € / 39 € Transport (Fähre, etc.)
    22 € / 755 € Lebensmittel
    15 € / 575 € Unterkunft
    0 € / 215 € Eintrittspreise
    0 € / 12 € Anschaffungen
    0 € / 8 € Ersatzteile

    37 € / 1578 € Gesamt

    Auf zu neuen Ufern.
    Hinein in Thessaloniki.

    Ich freue mich schon auf die Stadt und noch mehr auf Tom und Jule.
    Die beiden sind schon ein paar Tage dort und ich werde sie wieder sehen.

    Doch zunächst sind noch ein paar, aber wenige Kilometer zurückzulegen. Der Stadtverkehr ist zwar dicht, aber nicht so aufregend, wie ich dachte. Die Stadt hat etwas von Leipzig und der Verkehr erinnert an Istanbul, aber mit mehr Ordnung.

    Nachdem ich das Hostel erreicht und mich eingerichtet habe, geht es hinaus in die Stadt, erste Erkundungen erledigen und für den Abend einkaufen.
    Tom und Jule freuen sich schon und ich stapfe frohen Mutes den Berg hinunter.

    Song des Tages
    Cotton Fields - Creedence Clearwater Revival
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  • Tag 82 - Thessaloniki

    4. oktober 2019, Hellas ⋅ ⛅ 16 °C

    50 km / 3365 km - 5 / 340 Stunden

    Ausgaben:

    0 € / 39 € Transport (Fähre, etc.)
    9 € / 764 € Lebensmittel
    15 € / 590 € Unterkunft
    0 € / 215 € Eintrittspreise
    62 € / 74 € Anschaffungen
    0 € / 8 € Ersatzteile

    84 € / 1662 € Gesamt

    Es gibt heute einiges zu erledigen.
    Die Hunde sitzen mir noch immer im Nacken. Zwar nur metaphorisch, aber immerhin. Also suche ich nach einem Laden, der mir eine Auswahl liefert.
    In Shkodra habe ich eines meiner Rad-T-Shirts eingebüßt. Also muss auch hier Ersatz her.
    Das wird als erstes heute angegangen. Dann geht es zum Sightseeing weiter durch die Stadt.
    Neben einem T-Shirt ist mir auch unterwegs meine Jacke abhanden gekommen. Das muss dann schon in den ersten Tagen gewesen sein. Also schaue ich, ob irgendwie ein preiswerter Ersatz zu finden ist. Überlege mir aber, dass ich an sich wenig Platz dafür habe und entscheide mich, morgen ein Paket nach Hause zu schicken, um dann doch für die Kälte gerüstet zu sein.

    Song des Tages
    Prehistoric Dog - Red Fang
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  • Tag 83 - Thessaloniki

    5. oktober 2019, Hellas ⋅ ☀️ 19 °C

    15 km / 3380 km - 2 / 342 Stunden

    Ausgaben:

    0 € / 39 € Transport (Fähre, etc.)
    9 € / 773 € Lebensmittel
    15 € / 615 € Unterkunft
    0 € / 215 € Eintrittspreise
    43 € / 117 € Anschaffungen
    14 € / 22 € Ersatzteile

    81 € / 1741 € Gesamt

    Es ist dann doch soweit. Ich hätte nicht gedacht, dass ich das machen müsste, aber ich schicke Dinge nach Hause.
    Also nehme ich meine Tasche und packe ein:
    - ein paar Andenken
    - ein Kurzarmhemd
    - das T-Shirt des Rudervereins aus Kroatien
    - gesammelte Münzen
    - die Hälfte meines Werkzeugs

    Insgesamt über drei Kilogramm und eine Menge Platz.
    Die deutsche Firma DHL hat mir ein Schnäppchen angeboten: für nur 100 € versenden sie es per Express und Luftfracht. Ich lehne dankend ab und sage, dass normal reicht. Das sei das einzige, was sie mir anbieten können.
    Also ab zu ACS, einem lokalen Transportdienst, der bei uns in GLS übergeht.

    In einem Buchladen bekam ich meinen Karton und habe dann für alles zusammen, knapp 16 € bezahlt. Das für eine Versandzeit von 10 Tagen. Ein wahrer Kampfpreis.
    Die griechische Post hätte um die 35 € verlangt.

    Danach habe ich mir dann meine neue Vliesjacke holen können und bin gut gerüstet wieder zum Sightseeing durch die Stadt aufgebrochen.

    Song des Tages
    Peggy Sue - Buddy Holly
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  • Tag 84 - Paralia Gerakinis

    6. oktober 2019, Hellas ⋅ ☀️ 21 °C

    85 km / 3465 km - 7 / 349 Stunden

    Ausgaben:

    0 € / 39 € Transport (Fähre, etc.)
    12 € / 785 € Lebensmittel
    0 € / 615 € Unterkunft
    0 € / 215 € Eintrittspreise
    0 € / 117 € Anschaffungen
    0 € / 22 € Ersatzteile

    12 € / 1753 € Gesamt

    Es wird mal wieder Zeit.
    Zeit, um weiter zuziehen.

    Thessaloniki ist eine großartige Stadt und hat viel zu bieten. Lange war ich für mein Empfinden nicht mehr so begeistert, vom Leben hier.

    Und dennoch ist es derzeit nicht mein Ziel, irgendwo auf der Reise sesshaft zu werden. Ich habe noch etwas vor. Und wenn das Sprichwort sagt, dass Pläne nicht für das Leben sind, steht doch der Winter vor der Tür und ich kann mich nur für eine Richtung entscheiden.

    So geht es auf die Halbinsel Chalkidiki. Eine Halbinsel, die in meiner Welt einer Schildkröte gleicht. Manch einer mag auch Finger sagen, aber ich sehe das anders. Die Griechen sagen sogar Beine dazu.
    Zwar wollte ich auf die östliche Halbinsel in die Mönchsrepublik, aber das hat sich als schwieriger erwiesen, als die mittlere zu erkunden. Also wird diese angesteuert.

    Am Abend gelange ich an einen schönen kleinen und abgeschiedenen Strand.
    Es war innerorts und ich befürchtete wieder wilde Hunde. Aber hier war alles soweit ruhig, dass ich entspannt der Sonne zugucken konnte.

    Song des Tages
    Hit the Road Jack - Ray Charles
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  • Tag 85 - Nikiti

    7. oktober 2019, Hellas ⋅ ☁️ 20 °C

    25 km / 3490 km - 3 / 352 Stunden

    Ausgaben:

    0 € / 39 € Transport (Fähre, etc.)
    7 € / 792 € Lebensmittel
    30 € / 645 € Unterkunft
    0 € / 215 € Eintrittspreise
    0 € / 117 € Anschaffungen
    0 € / 22 € Ersatzteile

    37 € / 1790 € Gesamt

    Seit Mitternacht regnet es. Zwar habe ich in meinem Zelt keinerlei Probleme mit eindringendem Wasser zu erwarten, dennoch haben meine frühen Erlebnisse mit undichten Zelten nicht schlafen lassen.

    Erst gegen sechs Uhr, als das Regengebiet in die Richtung weiter gezogen war, in die ich fahren wollte, konnte ich wieder einschlafen.
    Um neun stehe ich auf und frühstücke.

    Es regnet immer wieder mal und das Regengebiet ist noch nicht so viel weiter gezogen, wie ich gedacht hatte. Und aus der anderen Richtung zog schon das nächste heran.
    In einer der Regenpausen habe ich alles zusammen gepackt und bin losgefahren.

    Weit kam ich nicht, bis der nächste Schauer nahte. So verbrachte ich einige Zeit unter der überdachten Terrasse eines in dieser Saison geschlossenen Lokals.
    Danach ging es nur noch bis Nikiti.

    Es war zu kalt. Der Wind kam direkt aus Norden. Kalt und nass. Es war so ungemütlich, dass ich nicht länger draußen sein wollte.
    Das günstigste, was ich an Unterkunft fand, war eine ganze Ferienwohnung.
    Na gut, so kann ich wenigstens alles trocknen und habe Platz.

    Song des Tages
    It's Raining Men - The Weather Girls
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  • Tag 86 - Toroni

    8. oktober 2019, Hellas ⋅ ☁️ 18 °C

    50 km / 3540 km - 4 / 356 Stunden

    Ausgaben:

    0 € / 39 € Transport (Fähre, etc.)
    7 € / 799 € Lebensmittel
    0 € / 645 € Unterkunft
    0 € / 215 € Eintrittspreise
    0 € / 117 € Anschaffungen
    0 € / 22 € Ersatzteile

    7 € / 1797 € Gesamt

    Es nieselt.
    Die Menge wie der Regen von gestern, über die Dauer des gesamten Vormittags.
    So nutze ich den Morgen für mein Reisetagebuch und lasse das Zelt noch weiter trocknen, während ich in Ruhe meine Sachen einpacke.

    Gegen Mittag bringe ich mein Rad vor die Tür und die Treppe hinunter.
    Und die Tür fällt zu.

    Ein Glück, das die Wohnung im Hochparterre liegt und es einen Balkon gibt.
    Doch wie kommt man da drauf?
    Während ich im den Balkon herum laufe, sehe ich, dass dort schon eine Leiter angestellt steht.

    Wie praktisch!

    So fahre ich weiter nach Süden. Aber nicht im warmen und nicht ins warme.
    Der Wind wechselt immer die Richtung von Nord nach Süd und umgekehrt.
    Während aus dem Norden kalter Eiswind weht, der einem sämtliche Wärme entzieht, wärmt einen der warme Südwind bis hin zum Schwitzen. Und dann wechselt er wieder.

    Am Abend erreiche ich die südwestlichste Siedlung auf der Halbinsel und schlage mein Zelt auf einem verlassenen Strandabschnitt auf.

    Song des Tages
    King of the Dead End Road - Motorjesus
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  • Tag 87 - Pirgos

    9. oktober 2019, Hellas ⋅ ☀️ 19 °C

    70 km / 3610 km - 8 / 364 Stunden

    Ausgaben:

    0 € / 39 € Transport (Fähre, etc.)
    3,5 € / 802,5 € Lebensmittel
    0 € / 645 € Unterkunft
    0 € / 215 € Eintrittspreise
    0 € / 117 € Anschaffungen
    0 € / 22 € Ersatzteile

    3,5 € / 1800,5 € Gesamt

    Die Nacht war ruhig und das Meer rauschte neben mir gluckend langhin.
    Es kamen einige Fischer, die in der Nacht und auch am Morgen noch angelten.
    Keiner hatte sich an meiner Anwesenheit gestört.

    Nach dem Frühstück ging es noch auf einen Kaffee in den Ort, welchen ich mir mit der anwohnenden Katze geteilt habe.

    Gegen zehn setze ich meine Reise dann Richtung Osten und später Norden fort.
    Die Gegend scheint sehr verlassen. Die Saison ist vorbei und die Touristen ziehen ab.
    Und mit ihnen auch die meisten Griechen.
    Nur in den größeren Ortschaften mit größeren Anlagen scheint noch Leben zu sein.

    Die Halbinsel ist ein Paradies für Mountainbiker. Jedenfalls denke ich das, als ich immer mal in die Wege abseits der Route hinein sehe und mir auch einige Radler mit den entsprechenden Rädern begegnen.

    Die Ostseite der Halbinsel ist sehr hügelig.
    So schiebe ich mich immer wieder die Berge hinauf, um sie dann gleich wieder hinunter zu fahren.
    So geht es dann noch bis fast ganz in den Norden.

    Ich komme an einen wunderbaren Strandabschnitt, treffe auf andere Van-Lifer und schlage mein Zelt auf einem schönen Hügel auf.
    Einer der Schäferhunde hat mit uns zu Abend gegessen und so Freundschaft geschlossen, dass er die Nacht vor meinem Zelt verbringt und ich dadurch so schnell einschlafe und gut, wie schon lange nicht.

    Song des Tages
    Long Cool Woman - The Hollies
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  • Tag 88 - Olympiada

    10. oktober 2019, Hellas ⋅ ⛅ 22 °C

    70 km / 3610 km - 8 / 364 Stunden

    Ausgaben:

    0 € / 39 € Transport (Fähre, etc.)
    13 € / 815,5 € Lebensmittel
    0 € / 645 € Unterkunft
    0 € / 215 € Eintrittspreise
    0 € / 117 € Anschaffungen
    0 € / 22 € Ersatzteile

    13 € / 1813,5 € Gesamt

    Mein vierbeiniger Freund war bei Anbruch des Tages verschwunden
    Ich frühstücke noch mit der Frau im Van und fahre dann weiter nach Norden.

    Es geht über viele Berge und durch schönste Natur.
    Wälder, in denen ich mich so heimisch fühle, dass ich träume, wieder zu Hause zu sein.

    Zwischendrin ist das Wetter auch mal verhangen, aber ich erreiche trockenen Reifens einen schönen Zeltplatz am Meer und den nächsten Van-Fahrer.
    Heute esse ich mit Etienne zu Abend und sehe den Fischern zu, wie sie mit einem ferngesteuerten Boot ein Netz über das Meer ziehen.

    Song des Tages
    Sixpounder - Children Of Bodom
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  • Tag 89 - Nea Iraklista

    11. oktober 2019, Hellas ⋅ ⛅ 22 °C

    90 km / 3700 km - 8 / 372 Stunden

    Ausgaben:

    0 € / 39 € Transport (Fähre, etc.)
    17 € / 832,5 € Lebensmittel
    10 € / 655 € Unterkunft
    0 € / 215 € Eintrittspreise
    0 € / 117 € Anschaffungen
    0 € / 22 € Ersatzteile

    27 € / 1840,5 € Gesamt

    Heute gab es wieder viel Schnellstraße. So komme ich schnell voran und erreiche am späten Abend einen Zeltplatz in Nea Iraklista.
    Zwischendrin war wieder die Nach-Saison-Tristesse überall zu spüren.
    Dafür wartete der Zeltplatz mit sieben kleinen Katzen auf und lies mich wohl fühlen.

    Song des Tages
    Powertrip - Monster Magnet
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  • Tag 90 - Byzantinische Kirche

    12. oktober 2019, Hellas ⋅ ⛅ 21 °C

    90 km / 3790 km - 8 / 380 Stunden

    Ausgaben:

    0 € / 39 € Transport (Fähre, etc.)
    5,5 € / 838 € Lebensmittel
    0 € / 655 € Unterkunft
    0 € / 215 € Eintrittspreise
    0 € / 117 € Anschaffungen
    0 € / 22 € Ersatzteile

    5,5 € / 1846 € Gesamt

    Heute frühstücke ich mit sieben Miezen.
    Ich hätte gar Lust gehabt, mich von einer begleiten zu lassen, aber sie gehörten alle zusammen und wohnen gemeisam auf dem Zeltplatz. Diese kleine Familie möchte ich nicht trennen.

    So fahre ich direkt nochmal einkaufen und Hole für die ganze Bande Futter für eine Woche.
    Danach muss ich dann leider packen und die Fellknäule alleine lassen.

    Es geht wieder auf der Schnellstraße von gestern von gestern weiter.
    Schon bald erreiche ich die Stadt Kavala und habe noch keine Ahnung, dass ich hier Tom und Jule überhole. Die beiden geben sich hier ein paar Pausentage.

    Für mich geht es weiter ostwärts. Hinein in den National Park des Nestos Delta und den Seen Vistonida-Ismarida.
    Hier ändert sich sofort die Natur und das gesamte Bild der Landschaft umhin. Es gibt viele Felder und weite unendlich lange Straßen. Es verschwimmt das Gefühl für Entfernungen und Zeit.

    So gleite ich am frühen Nachmittag in Richtung Meer und finde ein Café, welches noch geöffnet ist. Denn bisher war der Endruck der verlassenen Einsamkeit allgegenwärtig.
    Fast alle Häuser, Wohnungen und Siedlungen waren leer, Fenster zugezogen und ohne erkennbare Bewohner.

    Nach einer Weile hat sich die Sonne schon erstaunlich weit dem Horizont genähert.
    Es wir Zeit aufzubrechen. So fahre ich die Straße am Meer entlang und komme zu der Ruine einer alten byzantinischen Kirche.
    Der Platz ist perfekt auf einem Hügel gelegen und geschützt von alten Gemäuern.
    Auch hat mich die Sonne bis zur letzten Sekunde des Tages begleitet und wird mich auch morgen zur ersten Sekunde wieder erfreuen.

    Song des Tages
    Volunteers - Jefferson Airplane
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  • Tag 91 - Alkyona

    13. oktober 2019, Hellas ⋅ ☀️ 21 °C

    75 km / 3865 km - 8 / 388 Stunden

    Ausgaben:

    0 € / 39 € Transport (Fähre, etc.)
    11 € / 849 € Lebensmittel
    0 € / 655 € Unterkunft
    0 € / 215 € Eintrittspreise
    0 € / 117 € Anschaffungen
    0 € / 22 € Ersatzteile

    11 € / 1857 € Gesamt

    Der Tag begann warm und voller Sonne.
    Es machte Spaß, das trockene Zelt einzupacken und mich in der Wonne auf das Rad zu schwingen. So fuhr ich die ersten 500 m des Tages gut gelaunt lang hin.

    Plötzlich zog links von mir im der Straßenmitte ein gut getarntes Objekt vorbei.
    Irgendwas stimmte da nicht. Also hielt ich an und drehte mich um. Es war nicht zu erkennen, was ich da vor mir hatte. Also ging ich weiter darauf zu und plötzlich erhob sich die Gestalt und versuchte nach mir zu schnappen.
    Fledermaus? Nein. Was ist es? Versucht auf mich auf mich zu zukommen. Aber es funktioniert nicht. Warum nur? Also keine Gefahr für mich. Näher heran.

    Oh nein. Ein Uhu liegt hier vor mir auf der Straße und ist schwer verletzt. Seine Beine und alles dahinter abgerissen, seine Organe sichtbar.
    Was nur tun?

    Zwei Radfahrer kamen vorbei und wir haben eine Kiste geholt und den kleinen zum nächsten Tierarzt geschafft.
    Mehr konnten wir nicht tun.

    Noch immer frage ich mich, was den armen Vogel so zurichtete. Es war nichts in der Umgebung zu erkennen, was irgendwie gepasst hatte.
    Nur erinnerte ich mich daran, in der Nacht vorher mehrfach diverses Geheul aus der Richtung gehört zu haben.

    Der restliche Tag verlief ruhiger. Dachte ich noch viel an den kleinen.
    Ich lenkte mich mit der Natur ab und besuchte eine orthodoxe Kirche auf einem See, streifte durch Baumwollfelder und fuhr abseits der Hauptstraße durch den Naturpark.

    Am Abend entdecke ich ein außerhalb der Saison geschlossenes Restaurant mit Meeresanschluss und damit auch einer Dusche. Die war willkommen.
    Im Einverständnis mit dem hiesigen Wachhund habe ich im angrenzenden Wald mein Zelt aufgeschlagen und eine angenehme Nacht verbracht.

    Song des Tages
    Look Wot You Dun - Slade
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  • Tag 92 - Loutra Traianoupolis

    14. oktober 2019, Hellas ⋅ ☀️ 21 °C

    75 km / 3940 km - 8 / 396 Stunden

    Ausgaben:

    0 € / 39 € Transport (Fähre, etc.)
    17 € / 867 € Lebensmittel
    0 € / 655 € Unterkunft
    0 € / 215 € Eintrittspreise
    0 € / 117 € Anschaffungen
    0 € / 22 € Ersatzteile

    18 € / 1875 € Gesamt

    "Mal sehen, wie weit ich heute komme."
    Das war der Gedanke am Morgen. Die Möglichkeiten waren gegeben, es bis an die Grenze zu schaffen, um morgen zeitig und somit mit wenig Stress über die Grenze zu kommen.

    Zwischen mir und der Grenze lag noch die Stadt Alexandroupolis. Ich fand es hier zwar schön und hätte sie mir auch gerne noch angeguckt, aber die Unterkünfte waren teuer und eine günstige Alternative nicht auffindbar.

    Also ging es noch noch ein paar Kilometer Richtung Osten. Ich fand einen schönen Hang, in den eine Straße hinein geschnitten war. Eine vielversprechende Lage für einen Platz ohne hörbaren Lärm der Straße.
    Ich wurde fündig in einem kleinen Forstwäldchen mit jungen Bäumen und wunderbar grüner Wiese. Die beherbergte neben vielen Mücken auch jede Menge interessanter Insekten, welche mir sogleich Gesellschaft leisteten, aber mich nicht störten.

    Song des Tages
    The Weight - The Band
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  • Tag 93 - Acker, Acker, Acker

    15. oktober 2019, Tyrkia ⋅ ⛅ 19 °C

    100 km / 4040 km - 10 / 406 Stunden

    Ausgaben:

    0 € / 39 € Transport (Fähre, etc.)
    9 € / 878 € Lebensmittel
    0 € / 655 € Unterkunft
    0 € / 215 € Eintrittspreise
    0 € / 117 € Anschaffungen
    0 € / 22 € Ersatzteile

    9 € / 1884 € Gesamt

    Wieder einmal bin ich froh, dass ich mein Zelt zwischen Bäumen aufgeschlagen habe.
    Es ist toll, am Morgen ein trockenes Zelt zu haben.
    So kann ich in Ruhe frühstücken und dann schnell zurück auf die Straße.

    Mich trennen nur wenige Kilometer von der Grenze.
    Aber der Tag beginnt anders, als die anderen. Es liegt ein ungewöhnlicher Dunst in der Luft. Für Nebel zu trocken, für Rauch zu weich und für Staub zu leicht.
    Auch wird es schnell kalt. So wärme ich mich in einem Café der letzten Stadt vor der Grenze auf.
    Das Funktionsunterhemd unter das Radshirt und den Pullover darüber gezogen geht es zur Grenze.

    Ein Schild weist mir den Weg nach links. Das kommt mir zwar zuerst komisch vor, aber denken sich die Leute ja vielleicht mal etwas dabei.
    Nach ein paar Kilometern stehe ich an der Auffahrt zur Autobahn. Zwar sehe ich keinen Verkehr und denke mir, dass sie wohl groß genug sei, drehe dann aber doch um und fahre den Umweg zurück.
    An einer Brücke über die Autobahn sehe ich, dass genau kein Verkehr zu erkennen ist.

    Der Grenzübergang ist riesig und voll.
    Voll von der anderen Seite. So komme ich schnell und ohne Probleme in die Türkei.

    Den Rest des Tages folge ich der Schnellstraße auf dem Seitenstreifen.
    Das schien mir zu dem Zeitpunkt die sinnvollste Route, um schnellstens nach Tekirdag zu kommen.

    Nach einer Mittagspause ging es dann noch bis zum Sonnenuntergang weiter.
    Hier etwas zum unterkommen zu finden ist schwierig. Entweder gibt es Felder, oder Felder und dazwischen kleine Ortschaften.
    Hinter einem kleinen Hang, der mir zwar Sicht-, aber keinen Schallschutz zur Straße bot, schlage ich mit Anbruch der Nacht mein Zelt auf.
    Es ist zu laut, um ohne Ohrenstöpsel zu schlafen. Keine gute Idee, aber auch keine schlechte.

    Song des Tages
    Go All The Way - Raspberries
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  • Tag 94 - Tekirdağ

    16. oktober 2019, Tyrkia ⋅ ⛅ 16 °C

    50 km / 4090 km - 4 / 410 Stunden

    Ausgaben:

    0 € / 39 € Transport (Fähre, etc.)
    0 € / 878 € Lebensmittel
    0 € / 655 € Unterkunft
    0 € / 215 € Eintrittspreise
    0 € / 117 € Anschaffungen
    0 € / 22 € Ersatzteile

    0 € / 1884 € Gesamt

    Ich lasse mich zeitig vom Wecker wecken.
    Es war damit zu rechnen, dass morgens alles nass ist und auch nicht mehr trocknet.
    So frühstücke ich, packe das Zelt nass zusammen bin zeitig auf der Straße.

    Heute erschließt sich mir, woher dann wohl der Dunst in Griechenland gekommen war.
    Wenn man nur Äcker hat und keinerlei Bewuchs, oder zu wenig, kommt dann sowas.

    Am frühen Nachmittag bin ich in Tekirdağ.
    Hier treffe ich einen alten Freund und komme bei ihm die nächsten beiden Nächte unter.
    Es gibt wieder türkisch viel und verschiedenes zu essen.
    Ich freue mich so sehr, ihn und seine Familie wieder zu sehen.
    Vor neun Jahren war sein kleiner Sohn gerade erst geboren. Heute spielen wir gemeinsam.
    Auch der Rest der Familie erinnert sich gut an mich und meinen Freund, die damals mit dem Motorrad hier waren.

    Song des Tages
    Solarisphere - Orange Goblin
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  • Tag 95 - Tekirdağ

    17. oktober 2019, Tyrkia ⋅ ⛅ 19 °C

    0 km / 4090 km - 0 / 410 Stunden

    Ausgaben:

    0 € / 39 € Transport (Fähre, etc.)
    0 € / 878 € Lebensmittel
    0 € / 655 € Unterkunft
    0 € / 215 € Eintrittspreise
    27 € / 143 € Anschaffungen
    0 € / 22 € Ersatzteile

    27 € / 1911 € Gesamt

    Heute passiert nicht viel.
    Wäsche machen, ausruhen und Fahrradpflege stehen auf dem Programm.
    Ansonsten gibt es eine SIM-Karte für das Telefon und wieder zu viel zu essen.

    Den Rest des Tages verbringe ich mit den Katzen von meinem Freund.
    Die sind so lieb und freuen sich darüber, dass ich bei ihnen bin.

    Song des Tages
    Tuulee - Mara Balls
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  • Tag 96 - Semizkumlar Mahallesi

    18. oktober 2019, Marmarameer ⋅ ☀️ 21 °C

    65 km / 4155 km - 5 / 415 Stunden

    Ausgaben:

    0 € / 39 € Transport (Fähre, etc.)
    1 € / 879 € Lebensmittel
    8 € / 673 € Unterkunft
    0 € / 215 € Eintrittspreise
    0 € / 143 € Anschaffungen
    0 € / 22 € Ersatzteile

    9 € / 1920 € Gesamt

    Relativ spontan starte ich heute Mittag von Tekirdağ.
    Ein paar Probleme machen meinem Freund zu schaffen und es ist mir lieber, ihm dann nicht weiter im Weg zu stehen.
    Ich habe mich ohnehin sehr gefreut, da gewesen sein zu können.

    Weiter geht es auf die Schnellstraße. Beim Abendessen finde ich einen Zeltplatz in der Nähe.
    Da ich mich schon in der Metropolregion Istanbul befinde, scheint es mir am sinnvollsten, wenn ich mich heute nicht mit der Suche nach einem Platz draußen abmühe.
    Der Platz ist hinreichend gut und es gibt sehr günstig Lebensmittel. Natürlich verhältnismäßig gesehen.

    So sitze ich noch einige Zeit im Liegestuhl am Meer und habe Gesellschaft der Katzen vom Platz. Das wird wohl für die nächste Zeit der letzte Liegestuhl am Meer gewesen sein. Jetzt geht es wieder ins Inland und darin weiter.

    Song des Tages
    Raven Black Cadillac - Chrome Division
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  • Tag 97 - Istanbul

    19. oktober 2019, Tyrkia ⋅ ☀️ 21 °C

    85 km / 4240 km - 9 / 424 Stunden

    Ausgaben:

    0 € / 39 € Transport (Fähre, etc.)
    14 € / 893 € Lebensmittel
    8 € / 673 € Unterkunft
    0 € / 215 € Eintrittspreise
    2 € / 145 € Anschaffungen
    0 € / 22 € Ersatzteile

    24 € / 1944 € Gesamt

    Vor sieben Jahren war ich schon mal hier.
    Vor sieben Jahren bin ich die selbe Strecke gefahren.
    Vor sieben Jahren war es Nacht und der größte Verkehr durch.

    Heute waren die Straßen voll und chaotisch.
    Das wusste ich und ich freute mich schon lange auf diese Chaos.
    Der Verkehr ist dicht, aber fließt. Wenn man mit schwimmt geht es. Aber man ist sein einziger Freund. Es passt niemand auf einen auf. Das ist in Indien schöner.

    Zum Glück kann ich viel Schnellstraße umgehen und nach der letzten Meeresüberquerung geht es dann auch an einem Radweg entlang.
    Hier zeigt mir Istanbul bisher unbekannte Seiten und stellen. Ganz anders und viel überladener, dreckiger habe ich es in Erinnerung.

    Am frühen Abend erreiche ich die Blaue Moschee. Ein Muss, bevor es zum Hostel geht. Hier treffe ich noch auf ein paar Leute, trinke Kaffee und plaudere eine Runde.
    Bevor es zu dunkel wird, werde ich wieder Verkehrsteilnehmer und komme ohne größere Probleme, aber mit viel Adrenalin beim Hostel an.

    Song des Tages
    Iron Man - Black Sabbath
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  • Tag 99 - Istanbul

    21. oktober 2019, Tyrkia ⋅ ⛅ 21 °C

    0 km / 4240 km - 0 / 424 Stunden

    Ausgaben:

    1,5 € / 40,5 € Transport (Fähre, etc.)
    3,5 € / 908,5 € Lebensmittel
    8 € / 689 € Unterkunft
    0 € / 215 € Eintrittspreise
    0 € / 146 € Anschaffungen
    0 € / 22 € Ersatzteile

    12 € / 1975 € Gesamt

    Es wird kalt.
    Der Winter kommt schneller, als gedacht und er bringt die Notwendigkeit, meinen Plan umzudenken.
    Nun, ich habe ihn ja schon geändert. Vor zwei Monaten hätte ich hier in Istanbul sein wollen.

    Genauer gesagt wollte ich am 17. Oktober im Iran sein. Vorher die Türkei und Kappadokien durchradeln, nach Georgien und Aserbaidschan.
    Ich breche in heiterem Gelächter aus.

    So bleibt nur die Möglichkeit, mit dem Zug zu fahren, den ich in Thessaloniki aufgespürt habe.
    Es sollte einer von Ankara nach Teheran fahren und sogar Fahrzeuge mitnehmen. Perfekt!
    Weniger perfekt ist, dass dies nun Geschichte ist und nur noch als Personenwagen gefahren wird und mein Fahrrad nach mehreren Quellen nicht mitgenommen werden kann.

    So überlege hin und her und wäge die Möglichkeiten und die Sinnhaftigkeit ab und komme zu dem Schluss, dass ich mit dem Bus fahren muss.
    Es wird auch im Iran kalt und so entschließe ich mich schweren Herzens, Kappadokien auszulassen und direkt in den Iran zu fahren.
    Auch hat es den Vorteil, das ich in Teheran starten kann und bei dem 30-Tage-Visum nicht zu sehr hetzen muss.

    Super! So brauche ich nun schnellstens mein Visum, da ich ja doch eher einreisen möchte, als zuerst gedacht. Also zeitlich eher nach Istanbul.
    So muss ich nun über eine Agentur gehen und das Visum direkt hier in der Botschaft abholen, um auf Nummer sicher zu gehen.

    Song des Tages
    Pressure and Time - Rival Sons
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  • Tag 100 - Istanbul

    22. oktober 2019, Tyrkia ⋅ ⛅ 20 °C

    0 km / 4240 km - 0 / 424 Stunden

    Ausgaben:

    0 € / 40,5 € Transport (Fähre, etc.)
    7,5 € / 916 € Lebensmittel
    8 € / 689 € Unterkunft
    0 € / 215 € Eintrittspreise
    0 € / 146 € Anschaffungen
    0 € / 22 € Ersatzteile

    15,5 € / 1990,5 € Gesamt

    100 Tage (in Worten: einhundert)
    So lange bin ich jetzt unterwegs.

    Je länger, desto weniger kommt es mir vor.
    Je länger, desto öfter denke ich an Erlebnisse auf der Reise und sie kommen mir vor, als wären sie Monate, gar Jahre her.

    Sogar vor der Reise. Aber das sind sie nicht.

    Das sind wohl die alten Wege des Gehirns.
    Ein Gehirn, das irgendwann aufgehört hat, dem Alltag zu entfliehen. Eines, dass sich der Tristesse und Gleichheit jedes Tages hingegeben hat und nun überfordert ist, all die Erlebnisse einzuordnen.

    Mir gefällt dieser Gedanke nicht, ist er aber doch zu menschlich. Und diese Eigenschaft des Geistes?
    Was bedeutet das für die Zukunft? Was lehrt mich das für mein Leben zu Hause? Für den kommenden Alltag?
    Noch möchte ich darüber nicht nachdenken.

    Zu Hause. Ich vermisse es schmerzlich, wenn ich daran denke. Auch dieser Gedanke gefällt mir nicht. Also versuche ich wiedereinmal nicht darüber nachzudenken.

    Aber der Tag hält auch anderes bereit, als solche Gedanken.
    Ich komme mal wieder zum Frisör. Das war lange überfällig und seit Shkodra wucherte alles so langhin. Ich fühle mich wieder wohler unter meinem kaum noch vorhandenen Kopfhaar.

    Song des Tages
    Don't Worry Baby - Los Lobos
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  • Tag 102 - Istanbul

    24. oktober 2019, Tyrkia ⋅ ☀️ 20 °C

    0 km / 4240 km - 0 / 424 Stunden

    Ausgaben:

    0 € / 45,5 € Transport (Fähre, etc.)
    0 € / 927,5 € Lebensmittel
    8 € / 705 € Unterkunft
    0 € / 220,5 € Eintrittspreise
    0 € / 146 € Anschaffungen
    0 € / 22 € Ersatzteile

    8 € / 2032,5 € Gesamt

    Sie sind zurück!

    Die Boneshakers kommen!
    Die Boneshakers kommen!
    Die Boneshakers kommen!

    Ich freue mich so sehr, dass ich die beiden am Nachmittag von der Blauen Moschee abhole und zum Hostel begleite.
    Aber vorher geht es noch auf den Galataturm.
    Dieser liegt glücklich und direkt neben meinem Hostel. An sich ein schönes Gebäude und Wahrzeichen. Der Blick über das Goldene Horn ist so sicher einmalig. Das erklärt auch die unendliche lange Besucherschlange, die nie abebbt.
    Aber da ich kurz vor Öffnung schon da bin, habe ich keinerlei Probleme.
    Oben angekommen ist die Sicht zwar weit und interessant, aber aufgrund von Smog nicht so klar, wie ich es mir erhofft habe. Dennoc0 km / 4240 km - 0 / 424 Stunden

    Ausgaben:

    0 € / 45,5 € Transport (Fähre, etc.)
    0 € / 927,5 € Lebensmittel
    8 € / 705 € Unterkunft
    0 € / 220,5 € Eintrittspreise
    0 € / 146 € Anschaffungen
    0 € / 22 € Ersatzteile

    8 € / 2032,5 € Gesamt

    Sie sind zurück!

    Die Boneshakers kommen!
    Die Boneshakers kommen!
    Die Boneshakers kommen!

    Ich freue mich so sehr, dass ich die beiden am Nachmittag von der Blauen Moschee abhole und zum Hostel begleite.
    Aber vorher geht es noch auf den Galataturm.
    Dieser liegt glücklich und direkt neben meinem Hostel. An sich ein schönes Gebäude und Wahrzeichen. Der Blick über das Goldene Horn ist so sicher einmalig. Das erklärt auch die unendliche lange Besucherschlange, die nie abebbt.
    Aber da ich kurz vor Öffnung schon da bin, habe ich keinerlei Probleme.

    Oben angekommen ist die Aussicht zwar weit und interessant, aber nicht so klar, wie ich es mir erhofft habe. Dennoch freue ich mich über diesen schönen Überblick über die Stadt.

    Bis ich dann zu Tom und Jule aufbreche, wird im Hostel an dem ganzen Social-Media-Wahnsinn gearbeitet, den ich mir aufgebürdet habe.
    Zum Glück habe ich hier die Möglichkeit all das aufzuholen, was in den letzten Tagen liegen geblieben ist. Und das sind viele Geschichten.

    Zusammen mit Tom und Jule entschließen wir uns beim Abendessen, gemeinsam in den Iran zu fahren und vorher doch noch Kappadokien zu erleben.
    Allen Wetteraussichten zum Trotz. Gemeinsam wird das ganze sicher angenehmer werden.
    Für die beiden ist es auch ein Vorteil auf ihrem Weg ohne Flugzeug nach Südafrika.
    Saudi Arabien hat sich eben erst für Touristen geöffnet und wir wittern ungeahnte Möglichkeiten. Was das für mich heißt, will ich erst mit Erreichen der arabischen Halbinsel beschließen.

    Leider hat mir die Zeit des Ausruhens leichte Vorboten einer Erkältung beschert. Aber noch ist es nicht so schlimm. Ich hoffe, das bleibt mir erspart.

    Song des Tages
    Frisbeee - Bilderbuch

    Bis ich dann zu Tom und Jule aufbreche, wird im Hostel an dem ganzen Social-Media-Wahnsinn gearbeitet, den ich mir aufgebürdet habe.
    Zum Glück habe ich hier die Möglichkeit all das aufzuholen, was in den letzten Tagen liegen geblieben ist. Und das sind viele Geschichten.

    Zusammen mit Tom und Jule entschließen wir uns beim Abendessen, gemeinsam in den Iran zu fahren und vorher doch noch Kappadokien zu erleben.
    Allen Wetteraussichten zum Trotz. Gemeinsam wird das ganze sicher angenehmer werden.
    Für die beiden ist es auch ein Vorteil auf ihrem Weg ohne Flugzeug nach Südafrika.
    Saudi Arabien hat sich eben erst für Touristen geöffnet und wir wittern ungeahnte Möglichkeiten. Was das für mich heißt, will ich erst mit Erreichen der arabischen Halbinsel beschließen.

    Leider hat mir die Zeit des Ausruhens leichte Vorboten einer Erkältung beschert. Aber noch ist es nicht so schlimm. Ich hoffe, das bleibt mir erspart.

    Song des Tages
    Frisbeee - Bilderbuch
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