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USA Westküste/Florida

Vorfreude!
In 2 1/2 Wochen geht es los in die USA. 3 Wochen Westküste und 2 Wochen Florida.
Mein Trip startet an der Westküste in Los Angeles und endet in Las Vegas und von dort aus geht es weiter nach Miami.
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    Senast sedd i
    Fort Myers

    Tag 28 - Ft. Myers

    28 oktober, Förenta staterna ☁️ 28 °C

    Bereits heute morgen war das Wetter ziemlich durchwachsen und der Wetterbericht versprach keine Besserung. Im Gegenteil! Später sollte es auch noch regnen. Also überlegten wir, wie wir den Tag sinnvoll nutzen könnten. Wir entschieden uns zu einem kleinen Preserve in einem Feuchtgebiet zu fahren, in dem man die Chance auf Alligatoren oder weitere Tiersichtungen hat. Chatcpt war auch der Meinung, dass ein Besuch im six mile Cypress Slough lohnen würde. Da er auch nicht all zu weit von unserer Unterkunft war, fuhren wir dort hin.

    Der Eintritt war frei, das Parken kostete 1 $/Stunde. Wir lösten ein Parkticket für 3 Stunden. Am Anfang des Trails begrüßte uns ein netter älterer Herr von dem Park und gab uns einige Tipps und teilte uns mit, welche Sichtungen es bereits am Morgen gab.
    Der Trail war ein 2 km langer Holzsteg, der verschiedene Aussichtsplattformen hatte. Leider war die Tiersichtungen mehr als mau, bis auf eine Schildkröte, sodass wir uns bereits über einen Schmetterling gefreut haben - Schmetterlinge sind schön - nicht falsch verstehen, aber wenn man die Chance auf einen Alligator hat, dann insgesamt doch ein wenig enttäuschend.

    Aber der Vorteil war, dass, als wir mit dem Trail durch waren, zwischenzeitlich die Sonne ein wenig raus kam.

    Wir haben uns zwei Optionen für den heutigen Tag festgehalten. Bei Regen ins Outlet oder aber zum Strand. Da es aber trocken war, entschieden wir uns erst Mal zum Strand zu fahren. Wir entschieden uns zum Delnor-Wiggins Pass State Park zu fahren. Laut Chatcpt einer der schönsten Strände in der Nähe.

    Der Eintritt kostete pro Auto 6 Dollar. Wir gingen eine Brücke entlang zum Strand und auf uns wartete der weichste Puderzuckerstrand weit und breit 😍
    Der Strand war relativ breit und wirklich kaum besucht. Wir hatten schon vor dem Urlaub die Befürchtung, dass es aufgrund der Herbstferien in Deutschland voll werden könnte. Aber nichts... Hier und da läuft man mal einem Deutschen über den Weg, aber wir tarnen uns dann immer 😁

    Das Wetter war doch auf ein Mal wesentlich schöner als vorhergesagt. Warm war es morgens schon, aber als die Sonne raus kam, brannte die ganz schön. Ich machte ein paar Strandspaziergänge und sammelte ein paar Muscheln. Auf einer Sandbank begegnete ich ganz vielen Möwen. An sich sind die ja eher lästig. Als ich an diesen vorbei gehen wollte, bemerkte ich, dass das wohl eine andere Art zu sein, weil die Meisten eine ganz lustige Frisur trugen mit einem witzigen Haarkranz. Teilweise sah das aus, als würden sie ein Toupet tragen. Es war sehr sehr lustig! Musste total lachen und habe versucht ein paar Fotos zu machen, ohne dass sie mir abhauen.

    Wir verbrachten den restlichen Tag bis zum späten Nachmittag dort. Der Strand war wirklich ganz hübsch, allerdings fehlt mir so ein bisschen das Türkise Wasser. Aus diesem Grund freue ich mich schon sehr sehr auf Mexiko im Dezember 😍

    Auf dem Rückweg wollten wir noch am Fort Myers Beach anhalten, weil wir es gestern nicht mehr geschafft haben. Sobald wir allerdings im Auto saßen, zog es sich total zu und es folgte ein Wolkenbruch dem nächsten. Also haben wir diesen Plan verworfen und sind die letzte Stunde doch noch ins Outlet gefahren, welches leider bereits um 19 Uhr zu machte. Ich lief kurz durch Adidas und Nike und durch ein paar andere Geschäfte. Adidas hatte ganz nette Preise, der Rest hat sich eher nicht gelohnt. Deshalb bin ich auch mit leeren Händen dort wieder raus.

    Von dort aus fuhren wir ins Hotel und schmieden unseren Plan für den morgigen Tag.

    Den Tag werden wir auf Sanibel Island verbringen, bevor es Nachmittags dann weiter nach Clearwater Richtung Tampa geht.
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  • Tag 27 - Naples

    27 oktober, Förenta staterna ☀️ 29 °C

    Unser Tag in Naples begann mit einem kurzen Besuch in der Tin City, die an Naples grenzt. Wir waren froh, einen kostenlosen Parkplatz gefunden zu haben, da diese hier in Naples sehr rar sind. Bis zur Tin City waren es ca. 30 Minuten.

    Tin City ist ein historisches Einkaufs- und Erlebnisviertel am Wasser in Naples, Florida, das in den 1920er Jahren als Zentrum für die Fischereiindustrie entstand.
    Die Tin City war leider wesentlich kleiner als erhofft. Ein kurzer Spaziergang und schon waren wir durch. Schade - also wieder zurück zum Auto. Von dort aus überlegten wir, was wir machen sollen. Wir hatten verschiedene Strände rausgesucht, die wir ansteuern wollten, die allerdings alle ein wenig auseinander lagen und teilweise nur mit dem Auto erreichbar waren.
    Wir überlegten hin und her und entschieden uns dann für den Dnelnor Wiggins Pass State Park, weil der am unkomplizierten zu erreichen war. Das Parken hat 6 Dollar gekostet. Puuuuderzuckerstrand 😍 Der Sand war so unfassbar weiß. Das Wasser allerdings leider nicht so türkisblau. Aber dennoch ein Paradies zum Muschelnsammeln. Es war auch so gut wie nichts los. Dort verbrachten wir nahezu den gesamten restlichen Tag bis wir dann die knapp 50 km nach Ft. Myers weitergefahren sind, wo wir die nächsten 2 Nächte verbringen.
    Hier sind wir im Days Inn & Suites. Ein ganz nettes und modernes Hotel. Der Check in lief über einen Computer, der an der Rezeption stand... Hat aber dennoch ganz gut funktioniert.
    Für morgen haben wir noch gar keinen konkreten Plan. Werden wir spontan entscheiden, da das Wetter eher durchwachsen werden soll.
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  • Tag 26 - Anfahrt Naples

    26 oktober, Förenta staterna 🌬 29 °C

    Wir packten gemütlich unsere Sachen zusammen und fuhren kurz nach 9 los. Hatte hatten wir noch mal eine längere Strecke von 400 km vor uns. Die Keys alleine sind schon 290 km lang und man fährt über insgesamt 42 Brücken 😲

    Natürlich suchten wir uns auf dem Weg nach Naples ein paar Spots raus, an denen wir anhalten wollten. Ich wollte auch unbedingt die Drohne fliegen lassen. Ich schleppte sie schon so lange mit mir rum, aber an der Westküste, in den Nationalparks darf man leider nicht fliegen, was ich zuvor wusste, aber dafür wollte ich sie umso mehr in der Region Florida nutzen.

    Unser erster Stop war ein kleiner Schotterparkplatz unweit von unserer Unterkunft. Ein Holzsteg führte unterhalb der Honda State Bridge. Von dort aus hatte man die Sicht auf die neue, sowie die stillgelegte alte Eisenbahnbrücke. Da wir aber gegen die Sonne schauten, konnte man diese nicht so gut fotografieren. Wir. fuhren also relativ schnell weiter. Am Ende der Brücke war der Bahia Honda State Park mit zwei verschiedenen Stränden und Ausblick auf die beiden Brücken von der anderen Seite. Der Eintritt kostete 4,50$/Person. Wir parkten und wollten erst mal zur Brücke, da dort extra ein Schild hinführte. Allerdings war die Brücke bereits direkt zu Anfang gesperrt. Also gingen wir von dort aus zum ersten Strand. Auch hier war das Wasser sehr karibisch und der Sand sehr fein. Wir hielten unsere Füße ins Wasser und spazierten den Strand ein wenig entlang, bis wir zu dem Strand auf der gegenüber liegenden Seite gegangen sind, von dem die alte Eisenbahnbrücke zu sehen war.

    Ohhhh das war ja hier noch viel viel schöner. Dieser blaue Himmel, die Brücke, das türkisfarbende Wasser 😍 ich packte die Drohne aus und machte ein paar wirklich schöne Ausnahmen, wo ich die alte Eisenbahnbrücke entlang fliege. Seit 1972 liegt die alte "Eisenbahnbrücke"still.Zwei Teilstücke wurden für den Schiffsverkehr entnommen, sowie um die Gefahr zu minimieren, dass Fußgänger zu weit über die baufallige Brücke laufen. Nach einem kurzen Abstecher zum Veterans Memorial Beach, der auch ganz hübsch war, allerdings direkt an der Straße gelegen. In Richtung 7 Miles Bridge fuhren wir einer schwarzen Wolkendecke entgegen. Kaum am anderen Ende angekommen, hatten wir genau 2 Minuten bevor es wie aus Eimern schüttete und wir so schnell es ging Richtung Auto liefen und trotzdem pitschnass waren 🙄
    Schade - ich hätte soooooo gerne die Drohne fliegen lassen, aber warten machte keinen Sinn, weil der Himmel nicht heller wurde. Von dort aus steuerten wir den Weg Richtung Naples an. Immerhin lagen noch knapp 380 km vor uns und gefühlt sind wir noch gar nicht von der Stelle gekommen.

    Um 17:30 Uhr checkten wir dann im Hotel ein. Endlich mal ein Hotel, dass noch einen echten Mitarbeiter an der Rezeption sitzen hatte... Ist ja doch irgendwie ganz schön, mit jemandem zu reden. Die Dame fragte uns, auf welcher Etage wir unser Zimmer haben möchten. Da wir ohnehin nur für eine Nacht dort waren, haben wir uns für die untere Etage entschieden. Die nächste Frage war, wie viele Personen wir seien. Ich verstand die Frage nicht so wirklich und sagte 2.

    Als wir die Zimmertüre öffnete, wurde mir klar, warum sie fragte. Ich hatte eine Suite gebucht, die bestimmt 50 m2 groß war, mit einem Wohnbereich, einem Schlafzimmer mit 2 Betten und einer riesigen Küche 😅 hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm.
    Wir machten uns ein bisschen frisch und fuhren noch mal nach Naples rein zum Pier, auf die Chance, eines Sonnenunterganges. Diesen haben wir allerdings um wenige Minuten verpasst. Gerade als wir am Strand ankamen, applaudierten die Menschen, weil die Sonne umgegangen ist. Schade! Wir machten noch ein paar Meter am Strand, bevor wir uns entschieden, noch einen kleinen Abstecher durch Old Naples zur Einkaufsstraße 5th. Avenue zu gehen. Ich kaum aus dem Staunen, der Anwesen, die in den Wohnviertelen in Old Naples standen, nicht raus... Das gesamte Wohnviertel war super gepflegt und man hatte den Eindruck, als sei das Gras der Vorgärten sowie an der Straße entlang mit einem Linial und einer Nagelschere geschnitten worden.... Und wieder Mal stellt man sich die Frage, wie schön es sein muss, viel Geld zu haben 😅

    An der Einkaufsstraße reihte sich auch nur eine Boutique nach der nächsten. Solche, bei denen man in den Schaufenstern keine Preise finden kann, weil sie ohnehin nicht relevant sind 🫠 Naples diente auch eher als Zwischenstop zwischen Key West und der restlichen Route. Auf dem Zettel stand für Naples nichts Besonderes. Da es wie immer bereits schon spät war, gingen wir zurück zum Auto und fuhren in unsere Suite... Na immerhin etwas 😏
    Morgen geht es weiter nach Fort Myers.
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  • Tag 25 - Key West

    25 oktober, Förenta staterna ⛅ 27 °C

    Heute starteten wir sehr gemütlich in den Tag, denn wir hatten uns nicht besonders viel vorgenommen. Da wir bereits wussten, wo man das Auto idealer Weise abstellen kann, parkten wir wieder genau dort und die Lücke vom Vorabend war sogar noch frei 😃

    Auf dem Weg dort hin, hielten wir kurz im Supermarkt an um ein paar Snacks für den Tag zu kaufen. Die Sonne brannte bereits schon beim losfahren. Heute wird ein guter Tag ☀️

    Mit Strandtasche machten wir uns auf den Weg zum Fort Zachary Taylor Historic State Park. Der war ca. 45 Min. vom Parkplatz entfernt und wir spazierten los. Der Weg führte durch kleine Gassen mit super süßen kleinen Beachhäusern in pastelligen Farben. Ich lieb's! DAS war Inselfeeling. Gestern im Dunkeln hat man das gar nicht so wahrnehmen können. Wunderschön!
    Der Eintritt die den Park betrug 2,50 $/Person. Hier steht die Zachary Festung und es soll einen wunderschönen naturbelassenen Strand geben. Klang gut! Als erstes besichtigten wir die Festung.  1850 während des Baus der Festung verstarb der damalige Präsident. Als Ehren wurde diese Festung dann nach diesem benannt.
    ..Ursprünglich war die Festung 3 Etagen hoch. Um sich allerdings weniger angreifbar zu machen, wurden
    päter 2 Etagen abgetragen.
    Der Bau dauerte insgesamt 21 Jahre und wurde von größtenteils versklavten Handwerkern und
    Arbeitern erbaut. Da aber bekannt war, wieviel Munition diese Festung besaß, wurde sie nie aktiv angegriffen. Sehr spannend!

    Von dort aus ging es dann weiter zu dem Strand. Schon von weitem konnte man einige Palmen erkennen. Wer mich kennt, weiß, ich liebe Palmen 😍 das Wasser war karibisch. blau und bekam sofort Mexiko-Vibes 🫶 ich meine, Mexiko ist ja auch nicht weit weg. Aber der Strand war wirklich schön! Wir suchten uns ein schönes Plätzchen unter einer Palme und verbrachten den Tag mit dösen, genießen und Strandspaziergängen 😍

    Um 16:30 Uhr sind wir dann schweren Herzens los, weil wir uns den Sonnenuntergang am. Mallory Square anschauen wollten. Das ist ein riesiger Platz direkt am Wasser und einem Hafen mit diversen Straßenkünstlern und Händlern und einigen Restaurants.

    Auf dem Weg dort hin, entdeckten wir gaaaaaanz viele Sovinirläden, in denen ALLE Dinge jeweils 5 Dollar gekostet haben. Diese Läden waren riesig und es gab alles - von Kleidung mit Key West Aufschrift bis hin zu den klassischen Dingen wie Magnete etc. Key West ist eher teuer - deshalb war das ein kleines Paradies. Wir waren gefühlt in fast jedem Laden, die wahrscheinlich irgendwie alle zusammen gehören und die identischen Sachen hatten.

    Die. Ausbeute war: 3 Key West Oberteile, eine kurze Hose und eine kleine Strandtasche. Hat sich total gelohnt! 🤗 Ich wollte unbedingt noch eine Capy kaufen, aber fand nirgends eine, die mir gefiel 😔

    Kurz vor Sonnenuntergang am Mallory Square angekommen, wurde die Sonne von einer riesigen Wolkendecke überschattet. Das Farbenspiel war aber trotzdem schön anzusehen. Dort schlenderten wir noch ein wenig umher und machten uns dann auf die Suche eines supermarktes, da wir beide unfassbaren Durst hatten und. Supermärkte hier eher rar sind. Wir setzten uns die Treppe von Wallgreens und machten da quasi eine kleine Pause. Aßen eine. Kleinigkeit und tranken etwas. Über die Duval Duval Street ging es dann zurück zum Auto. Immerhin hatten wir bereits fast 20 Uhr.

    Wir hielten noch kurz bei Publix, einem großen Supermarkt, den wir beide mögen, und holten uns noch eine Kleinigkeit zu essen.

    Den restlichen Abend verbrachte ich dann in der Laundry. Was für ein richtig schöner und entspannter Tag das war.

    Morgen geht es dann schon weiter nach Naples.

    Schade, das nächste Mal würde ich viel länger in Key West bleiben wollen und das Feeling aufsaugen. Allerdings ist Key West was zumindest die Unterkünfte angeht, sehr sehr teuer. Aber dennoch werde ich ganz bestimmt noch mal hier her kommen 😍
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  • Tag 24 - Anfahrt Key West

    24 oktober, Förenta staterna ⛅ 28 °C

    Heute starteten wir relativ entspannt in den Tag.
    Sortierten in Ruhe unsere Sachen, luden alles ins Auto und gegen 09:00 Uhr machten wir uns auf den Weg nach Key West. Es lagen ca. 350 km vor uns, mit einem Stop im Big Cypress National Park, der dafür bekannt sein soll, ähnlich wie der Everglades zu sein, allerdings nicht so überlaufen. Also ich fand den Everglades überhaupt nicht überlaufen. Teilweise begegnete uns niemand und wir waren das einzige Auto auf dem Parkplatz. Aber vielleicht hatten wir auch einfach einen guten Tag erwischt.

    Der Park war ca. 120 km von unserer Unterkunft entfernt. Wie auch sonst machten wir erst Mal einen Stop am Visitor Center und informierten uns, neben den Informationen, die ich zuvor in der Reiseplanung bereits rausgesucht hatte, was man dort alles machen könne. Die Infos deckten sich ebenfalls wieder mit meinen. Wir fuhren einige Stellen an, allerdings ohne Sichtungen und fuhren danach den Scenic Drive entlang, der 21 Meilen (33 km) lang ist.  Dieser führt mitten durch feuchte Zypressensümpfe, Sumpfwälder, Sägegras-Prärien und Kiefernwälder.
    Gefühlt sind wir nahezu die gesamte Strecke mit max. 20 kmh gefahren und schauten mit Adleraugen, ob wir irgendwelche Tiere sichten (abgesehen von Vögel, die wenn man die Chance auf Alligatoren hat, doch eher nicht so spannend sind 😆). Wir fuhren einige Zeit, bis uns irgendwann ein Auto entgegen kam und ich ein bisschen rechts ran gefahren bin und anhielt, um ihn auch zu lassen. Die Straße war nicht all zu breit. Gerade an der Stelle, wo ich stand, saß ein Alligator im Wasser 😃 Wen hat den da gerade extra hingesetzt?! Das war doch Telepathie!! 😃 Danach hatten wir Blut geleckt und wollten unbedingt den nächsten sehen, der gar nicht so lange auf sich warten ließ.

    Wir hatten das Glück, wirklich viele entdeckt zu haben. Aber natürlich sind wir auch wesentlich langsamer und aufmerksamer gefahren, als die Anderen, die an uns vorbei kamen oder uns sogar überholten. Sie hatten den Sinn des Scenic Drive wahrscheinlich nicht verstanden.

    Anstatt der, wir nehmen den Park auf dem Weg mal mit, wurde 14:00 Uhr und wir hatten noch einige Kilometer bis zu unserer nächsten Unterkunft vor uns. Das Navi nannte uns eine Ankunftszeit von 17:40 Uhr.
    Da dieser Park in der Nähe vom Everglades lag, fuhren wir an sämtlichen Airboat Anbietern vorbei. Das sind die Dinger, die mit hoher Geschwindigkeit über das Wasser gleiten und für maximalen Spaß sorgen, allerdings zum Leidwesen der Tiere, da diese laut sind und die vorhandenen Tiere belästigen und vorallem die im Wasser lebenden...
    Da ich aber auf Toilette mussten, machten wir einen Stop und schauten uns das Ganze mal an. Eine Fahrt 30/40 Min hätte 49 Dollar gekostet. Das fand ich noch relativ fair. Hätte gerne mal gesehen, wie ein Boot los fährt, aber dir schienen gerade alle unterwegs zu sein.

    Also fuhren wir ziemlich schnell weiter und ohne weiteren Stop, bis auf einen Tankstop zur Unterkunft in Sugarloaf, ca. eine halbe Stunde von Key West entfernt. Die Florida Keys sind 290 km lang und besteht aus Hunderten von Koralleninseln. Insgesamt fährt man über 42 Brücken darunter auch die berühmte 7 Miles Bridge. Die Strecke war schön zu fahren. Aber dass wir bereits auf dem Weg zur Unterkunft über DIE 7 Miles Bridge waren, war mir nicht bewusst. Ich hatte auf das türkisfarbene Wasser gewartet, das man immer im Internet sah. Vom Auto aus sah das Wasser eher blau, dunkelblau aus. Erst später in der Unterkunft, als ich nachschauen wollte, wo diese Brücke ist, habe ich herausgefunden, dass wir bereits drüber gefahren sind 🫣
    Die Unterkunft informierte mich mehrfach per E Mail über verschiedene Informationen. Teilweise doppelt und dreifach. Das war ein bisschen nervig, aber standardisiert in deren System. Jedenfalls habe ich daraus gelesen, dass der Checkin nur bis 17 Uhr besetzt ist. Warum?! Ich hatte mich nun auf einen komplizierten Checkin eingestellt, mit hochladen von irgendwelchen Dokumenten die nicht funktionieren und Ähnlichem. Wäre ja nicht das erste Mal gewesen, dass ich teilweise eine Stunde vor der Unterkunft stand, bis ich dann endlich drin war.
    Wir bogen auf das Grundstück der Unterkunft ab. Die Beachhäuser, das ich gebucht hatte, konnte man noch nicht sehen. Laut Navigation waren wir allerdings da. Ich schaute noch mal in die hunderten von E Mails, die ich seit der Buchung erhalten habe. Dort stand noch eine weitere Wegbeschreibung drin, nämlich die, die den Checkin nach 17 Uhr. Diese führte allerdings eine Straße entlang, von der man sich nur schwer vorstellen konnte, dass das überhaupt eine sei. Diese war nämlich von dem Meer, welches rechts und links führte, vollkommen überschwemmt. Also das Meer und die Straße waren eins... Man konnte auch überhaupt nicht einschätzen, wie tief das Wasser ist und ich war mir auch nicht sicher, ob das wirklich der Weg ist, den wir langfahren müssen, da ich zu 100 % davon ausgegangen bin, dass die Unterkunft uns doch darüber hätte informieren müssen?! Wir schauten uns also noch mal ganz genau die Wegbeschreibung an. Das konnte nur dort entlang sein.... 😶 Zum Glück kam uns irgendwann ein Auto entgegen, und wir wussten zumindest, dass es möglich ist, dort durch zu fahren, auch wenn das Wasser nicht gerade niedrig war. Also fuhr ich mit weniger als 10 Meilen mittig dort durch. Hab nur darauf gewartet, dass die Motorkontrollleuchte angeht.. Der Weg war ungefähr 200 Meter lang. Ging aber zum Glück alles gut. An der nächsten Kreuzung ging an einem Zaun mehrere Tütchen, über die "Checkin Stand". Ich suchte das Tütchen mit meinem Namen raus, wo ein paar Broschüren und der Schlüssel drin lag und wir fuhren noch ein Stück weiter, bis wir die hübschen bunten Häuschen sahen 😍 wir schlossen die Türe auf und ich war völlig hin und weg. Bei den ganzen Buchungen hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm, was ich genau gebucht hatte. Ich wusste nur, dass das eine mit Abstand der teuersten Unterkünfte mit 414 Dollar für 2 Nächte war. Aber die Gegend um Key West ist im Allgemeinen sehr sehr teuer und das war noch das Beste zum bestmöglichen Preis. Direkt in in Key West hätten zwei Übernachtungen mind. 600 Euro gekostet und das wäre dann nichts Dolles gewesen. Wir waren beide happy. Räumten das Auto aus, machten uns ein bisschen fresh und fuhren dann abends noch nach Key West rein. Die Fahrt dauerte 25 Minuten. Zuvor hatten wir mal geschaut, wo man die Chance auf einen kostenlosen Parkplatz hat, da das Parken ansonsten 5$/Stunde kostete. Kaum im Zentrum angekommen, fielen uns diverse Straßensperrungen auf und wunderten uns über Menschen, die uns mit sehr speziellen Outfits begegneten. Teilweise sehr sehr knapp 😅 Am Anfang kamen uns nur vereinzelte entgegen, aber das wurde immer mehr. Hier schien irgendwas los zu sein, von dem wir nichts wussten 😁

    Entsprechend schwer war es natürlich auch, einen Parkplatz zu finden. Wir fuhren ein Stückchen außerhalb die ganzen Wohnviertel ab, und hatten dann irgendwann Glück eine Lücke gefunden zu haben, wo kein "no parking" Schild aufgestellt war. Wir schauten trotzdem 3 Mal, aber schienen einfach Glück gehabt zu haben. Von dort aus gingen wir in zur Duval Street.

    Die Straße ist weltberühmt für ihre lebhafte Mischung aus viktorianischer Architektur, legendären Bars, erstklassigen Restaurants und entspanntem „Conch Republic“-Lebensgefühl.

    Also normaler Weise 😆 Kaum dort angekommen, standen hunderte Menschen mit diversen Outfits am Straßenrand. Offensichtlich fand hier eine Demo oder eine Parade statt. Laut Google - das Fantasy Fest. Zur richtigen Zeit, am richtigen Ort. Kaum dort angekommen begann diese. Wir schauten uns das wilde Treiben an, eigentlich waren wir auf einen entspannten Ausklang des Tages eingestellt, aber es kommt ja immer anders als man denkt 😅

    Also so ganz konnte man keinen roten Faden erkennen. Manche liefen fast nackt rum, die anderen mit irgendwelchen Superman Kostümen... Wahrscheinlich so, wie jeder mag 🤷‍♀️

    Da Key West sehr klein ist, kann man alles super zu Fuß erreichen. Von dort aus gingen wir zum Southernmostpoint. Das ist eine Statue in Form einer Boje, die den südlichsten Punkt der USA darstellen soll. Aufgrund von Bauarbeiten bis Ende des Jahres an dem eigentlichen Standort wurde diese leicht versetzt. Da diese direkt am Strand steht und der Meeresspiegel derzeit sehr hoch ist, war dieser Bereich leider überschwemmt und wir konnten nur von weitem Bilder machen. Aufgrund der Uhrzeit war einfach niemand da! Normalerweise bildet sich hier eine riesige Schlange von Menschen, die mit diesem besonderen Wahrzeichen ein Foto haben wollen.

    Da wir bereits 21:30 Uhr hatten und wir echt ko. waren, entschieden wir uns danach zum Auto zu gehen und zurück zu fahren, wo wir beide dann todmüde ins Bett gefallen sind.
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  • Tag 23 - Everglades

    23 oktober, Förenta staterna ☀️ 27 °C

    Um 07:30 Uhr nahmen wir bereits den Bus in Richtung Flughafen, um unseren Mietwagen ab zu holen. Daher mussten wir den Sonnenaufgang am Strand leider auffallen lassen. Ich hatte den Mietwagen bereits ab 08:00 Uhr gebucht... Woher damals diese Euphorie?! Ich habe keine Ahnung 😆

    Wir also früh los, die Hertz Station befand sich innerhalb des Flughafens. Die Abwicklung ging wie auch in Los Angeles, super fix. Wenige Minuten später hatte ich bereits die Unterlagen. Auf Parkplatz 219 stand ein Kia Soul. Ok.. Nicht vielleicht das Modell, welches man sich ausgesucht hätte, aber der Kofferraum ist groß genug und das Auto hatte 5 Türen und ist ein bisschen höher gelegen und Android Car funktionierte auch, sodass man die Navigation von Google Maps direkt auf das Display vom Radio übertragen konnte. Also alles ok..

    Wir machten uns von dort aus direkt auf dem Weg zu den Everglades. Die Fahrt dauerte nur ungefähr eine Stunde. Auf dem Weg dort hin, hielten wir noch bei Aldi und Walmart an und versorgten uns mit einigen Snacks und Getränke für die nächsten Tage, weil wir nun ein Auto hatten.

    Von dort aus ging es dann weiter.
    Der erste Stop führte ins Visitor Center. Dort gibt es meist eine schöne Ausstellung und vorallem hilfreiche Informationen und eine Karte für den Park.

    Dort gab es ebenfalls im Außenbereich auch eine Aussichtsplattform. Wir fragten, ob wir auf diese rauf dürfen (es war nicht klar ersichtlich, da die Türe zu war). Der Ranger gab uns das Einverständnis und fragte uns zeitgleich, ob wir Lust hätten, ein Teleskop mit zu nehmen. Dies verneinten wir natürlich nicht. Leider konnten wir damit keine Tiersichtungen machen. Wir gingen also wieder in das Visitor Center, gaben es ab und unterhielten uns mit einer unfassbar freundlichen älteren Frau, die dort tätig war. Wir fragten nach einigen Tipps, was sie empfehlen würde etc. Glücklicher Weise deckten sich ihre Informationen mit meinen zuvor recherchierten fast gänzlich. Wir plauderten noch ein bisschen mit ihr. Sie gab uns einige Karten mit uns als kleines super special, weil wir uns so nett unterhalten haben, öffnete sie die Schublade, und gab uns jeweils eine DVD über den Everglades. Ich denke, ich werde sie wohl niemals sehen, aber die ältere Dame war einfach sooooo herzig 😍🥺

    Witzig ist immer, wenn man sagt, woher man kommt, man bisher IMMER als Reaktion zurück bekam, dass entweder diese Person schon mal in Deutschland war, jemand aus der Familie dort lebt, oder schon mal da war und dann GUTEN TAG?! 😆

    Die Amerikaner sind einfach so wahnsinnig nett! Nach über 3 Wochen kann ich absolut nichts gegenteiliges behaupten.

    Wir fuhren also mit unseren ganzen Infos im Gepäck zum ersten Trail, der nicht weit entfernt war.
    Zum Anhinga Trail. Dieser ist nur ein kurzer Trail, der über einen Holzsteg führt und ein kleiner Loop ist. Dieses Gewässer war von hunderten, tausenden Seerosen bedeckt. Wir versuchten natürlich so aufmerksam wie möglich zu sein, um vielleicht schon irgendwo ein Krokodil zu finden. Am Ende des Stegs auf einer Plattform standen 4 Personen. Dort am Ende angekommen, wussten wir auch warum. Wir sahen unsere ersten beiden Alligatoren und nicht nur das, sondern auch ganz ganz viele Babys 😍 witzig, welche Farbgebung die Schuppen zu Beginn haben, bevor sie grau werden. Eine riesige Schildkröte haben wir ebenfalls im Wasser entdeckt 😍 die Alligatoren waren leider nicht so bewegungsfreudig und lagen nur auf einer Stelle. Nicht, dass ich sie mal gerne in Action gesehen hätte, aber ein Lebenszeichen wäre schön gewesen 😁 Also standen wir dort einige Zeit und beobachteten diese, bevor es dann weiter zum nächsten Trail/Aussichtsplattform zum Pa-hay-okee Trail ging, der ebenfalls über einen Holzsteg ging, da die Everglades natürlich überwiegend aus Gewässer bestehen. Auch hier gab es allerdings keine Sichtungen und fuhren weiter zum Ort Flamingo, der sich ein wenig außerhalb des Parks befindet.

    Flamingo ist einer der wenigen Orte weltweit, an dem Alligatoren und amerikanische Krokodile nebeneinander leben. Zudem lassen sich oft Seekühe (Manatees), Delfine und über 360 Vogelarten beobachten.
    Kaum dort auf dem Parkplatz vom Visitor Center angekommen attackierten uns nachdem wir die Autotür aufmachten, hunderte (!) von Mosqikos. Sowas hab ich noch nie erlebt! So schnell konnte man gar nicht reagieren, wie die alle im Auto saßen 😳 ich hatte zum Glück bereits eine lange Hose an. Ich machte so schnell wie es ging meinen Koffer auf, um keinen Las Vegas Pullover raus zu holen und zog diesen an. Während dessen hatte ich bereits die ganze Jeans voller Moskitos und schon einige Stiche an den Armen und im Gesicht. Ich zog die Kapuze über und schnürte sie fest in Gesicht, sodass nur noch ein Teil dessen offen war. PS. Selbstverständlich haben wir uns bereits zuvor mit Moskitospray eingesprüht, weil wir bereits hörten, dass es dort einige geben sollte. An den anderen Orten im Park waren keine. Aber das in Flamingo überstieg jegliche Vorstellung. Auch unsere Kleidung ein zu sprühen, brachte wenig Erfolg. Wir liefen über den Parkplatz und retteten uns ins Visitor Center, wo uns die Dame mit den Worten begrüßte, dass sie in 5 Minuten schließen, aber wir uns noch kurz umgucken könnten. Wir hatten bereits 17 Uhr. Danke für nichts 🙄 Dennoch plauderten wir ein bisschen mit ihr und ich genoss es für einen Moment "sicher" zu sein 😆 wollte am liebsten einfach dort bleiben. Nachdem das Center dann kurze Zeit später schloss, gingen wir nach draußen, wenige Meter weiter gibt es quasi einen kleinen angelegten Hafen für die Bootstouren, die tagsüber starteten. Die liebe ältere Dame am Visitor Center emphal uns diese auch, aber heute waren wir zu spät dran. Das sind relativ entspannte Bootstouren durch die Mangroven und Ähnlichem und gehen 1 1/2 Std und kosten um die 50 Dollar. Das hörte sich interessant an.
    Dort am Hafen ließ auch die Invasion von den Moskitos auch ein wenig nach und es waren nur noch einzelne da. Dennoch war es mir lieber, weiterhin neben der bereits viel zu warmen Hose, mit dem Pullover dort rum zu laufen.
    Um es kurz zu machen - wir sahen wieder die so sehr erhofften Sehkühe, keine Delfine.. Am Ende war ein Alligator so gnädig, und zeigte sich. Nach dem Ganzen war das auch das Mindeste 😒

    Wir stürmten von dort wieder zum Parkplatz, rissen die Fenster auf, machten die Klimaanlage an und fuhren los. Der Plan ging auf, die Viecher sind durch den Sog des Fahrwindes fast alle nach draußen katapultiert worden. Von dort aus fuhren wir zurück und machten noch Halt in einem Supermarkt, um uns noch Etwas für den Abend mitzunehmen.

    Meine Bilanz der Stiche war ganz ok. Hochgezählt nur um die 5-6. Aus der Nummer bin ich noch ganz gut raus gekommen.

    Es war dennoch ein Highlight im Everglades zu sein. Irgendwie fühlte sich das an wie ein kleiner Meilenstein.
    Alle kennen das Everglades vom Hören und Sagen und ich war einfach da 🤩
    Morgen geht es weiter Richtung Key West 😍
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  • Tag 22 - Miami

    22 oktober, Förenta staterna ☁️ 24 °C

    Matratze ist ein bisschen zu hart, sodass ich ständig Druckschmerzen bekam und mich umdrehen musste.

    Wir hatten uns extra den Wecker so gestellt, dass wir den Sonnenaufgang am Strand sehen. Der ist ja immerhin nur 2 Minuten entfernt. Ich putze mir schnell die Zähne und schmiss mir Etwas über. Wir waren nicht die einzigen mit dieser Idee. Es waren bereits schon einige am Strand und zur passenden Atmosphäre, rauschten ständig zwei Trecker an uns vorbei, die den Sand am Strand begradigten... 🙄

    Leider kam die Sonne durch eine vorhandene Wolkendecke nicht so gut durch. Der Himmel färbte sich dennoch ein wenig und es war trotzdem ganz hübsch anzusehen. Nachdem wir dann noch einen kleinen Spaziergang am Strand gemacht haben, planten wir den Tag.

    Der erste Stop führte uns nach Downtown zum Hafen etc. Da haben wir ein paar Sachen abgegrast sowie im district Viertel. Ich habe schnell festgestellt - Miami Stadt ist nichts für mich. Wir entschieden dann noch mal weiter ins little Havana zu fahren. Ein Viertel, dass für ein cubanisches Flair und seine Streetart bekannt ist. Ja..das stimmt auch, aber zwischenzeitig fing es immer wieder an zu nieseln und irgendwie waren wir durch. Um 16 Uhr entschieden wir uns dann die Rückreise an zu treten. Immerhin war es über eine Stunde Fahrt zurück.

    Wir schauten uns noch mal den Sonnenuntergang an, der leider ebenfalls aufgrund des Wetters nicht so schön war und entschieden uns dann später noch ein bisschen durch die Geschäfte TJ MAXX und Ross etc. zu gehen. Tja Leute.. Was soll ich sagen, mein Sockendrama beginnt wieder. Ich musste mir neue Socken kaufen 😆 Ansonsten habe ich nichts gefunden. Um 22 Uhr waren wir in der Unterkunft und ich bin einfach sofort eingeschlafen.

    Morgen früh holen wir den Mietwagen vom Flughafen ab und der Roadtrip startet.

    Erster Stop: Everglades 🐊 😃

    Bin super gespannt!
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  • Tag 21 - Tschüss Las Vegas - Hallo Miami

    21 oktober, Förenta staterna ⛅ 28 °C

    Heute morgen ging es super früh Richtung Flughafen. Um 03:50 Uhr ging der Wecker ich um 4:25 Uhr der Bus Richtung Flughafen. Der Weg ist mir einem Umstieg leider relativ umständlich, dauerte aber aufgrund der geringen Entfernung dennoch nur 30 Minuten.

    War mal wieder kurz vor knapp am Flughafen. Hatte in meiner Planung allerdings nicht mit einkalkuliert, dass ich mir einem Skytrain noch bis zu meinem Gate fahren musste.

    Als ich am Gate ankam, war das bording schon im vollen Gange.

    Meine Buchungsklasse wurde allerdings noch nicht aufgerufen. Wenig später machte ich Dame am Gate dann eine Durchsage, dass diejenigen, die nur mit Handgepäck fliegen, sich bei der Kollegin anstellen sollen, da sie das Handgepäck checken würde... Bis dahin hatte ich einen Rucksack, das Handgepäck und einen Beutel dabei, in der meine dicke Jacke und mein Hut sowie meine Tupperdosen drin waren. Der Beutel war natürlich zu viel. Also stopfte ich die Tupperdose noch gerade so in den Rucksack, zog die dicke Jacke noch über meinen bereits eh viel zu dicken Pullover, den ich anziehen musste, weil er nicht mehr ins Handgepäck passte und setzte den Hut auf den Kopf. Sah nicht nur "toll" aus, sondern ich schwitze ohne Ende. Die Dame machte dann am Gate ein Etikett an den Trolley und sagte, dass dieser in der Frachtraum des Flugzeuges transportiert werden würde, weil der Flug ausgebucht sei und ich diesen danach am Gepäckband in Miami abholen könne. War mir recht. In meinen Rucksack steckte ich natürlich den Beutel, wo die Sachen zuvor drin waren und auf dem Weg zum Flieger packte ich dort alles wieder rein und nahm den Beutel dann zusätzlich an Bord.

    Ich hatte mir einen Fensterplatz auf der linken Seite gebucht, da dort die Aussicht beim Landeanflug auf Miami besonders schön sein sollte. Leider sah ich dadurch wenig von Las Vegas, obwohl es um 6 Uhr noch dunkel war 😪

    Der Flug ging tatsächlich 5,5 Std. Hatte ich gar nicht auf dem Schirm für einen Inlandsflug.. In Deutschland ist gefühlt alles in max. 1,5 Std zu erreichen. Ich konnte allerdings im Flugzeug ein bisschen schlafen. Aber irgendwie zog sich der Flug trotzdem. Zudem gab es zwischen Miami und Las Vegas eine Zeitverschiebung von 3 Stunden. Ich kam also um 14:30 Uhr Miami Zeit an. Holte mein Handgepäck und warte auf Sandra. Sandra habe ich in einer Travelbuddygruppe auf Facebook kennengelernt. Wir haben uns auf Anhieb gut verstanden und sie entschied sich, mich auf meinem Florida Trip zu begleiten.

    Sie landete knapp eine Stunde später. Mit der Einreisekontrille etc. waren es dann 16 Uhr. Wir steuerten den direkten Weg zur Unterkunft an. Irgendwie waren wir ein bisschen lost, fanden erst nicht die richtige Bahn, dann den richtigen Bus. Dann nicht die richtige Unterkunft, da man bei dieser durch ein Restaurant ging?! Wir liefen zwar zich mal an dieses Restaurant vorbei aber kamen natürlich nicht auf die Idee, da rein zu gehen, auch wenn Maps immer sagte, dass wir "angekommen" sind. Irgendwann fragten wir denjenigen, der dort arbeitete und er schickte uns ganz selbstverständlich durch. Danke.... Hätte man auch irgendwie kommunizieren können, dass sich dort die Unterkunft befindet.

    Wir checkten kurz die Unterkunft, zogen uns flott um und haben es gerade noch so geschafft, rechtzeitig zum Sonnenuntergang am Strand zu sein.

    Wie schön 🥰 🥰 eine richtig schöne Promenade mit vielen Palmen, ein breiter Strand und die klassischen Miami Holzhäuschen, die dort überall standen.

    Wir machten ein paar Bilder und gingen danach noch etwas am Strand und an der Promenade entlang. Unsere Unterkunft ist direkt am South Beach, ein Steinwurf vom Geschehen. Hier reiht sich ein Restaurant und Bars an das nächste, alle mit einem richtig schönen flair, teilweise spanischer Musik und richtig schön beleuchtet und gaaaanz vielen Palmen 😍 hab es sofort gefühlt! Der ein oder andere teure Flitzer oder aber auch richtig alte Flitzer stand vor den Restaurants. So, wie man sich Miami Beach irgendwie vorstellte. Ich war total in love. Wir holten uns in einem Supermarkt was zu trinken, ich eine Kleinigkeit zu essen und setzten uns auf eine Mauer. Danach spazierten wir noch ein bisschen die Promenade entlang und gingen irgendwann zurück. Ich war echt k.o. und Sandra hatte ja immerhin auch einen langen Flug hinter sich und mit Jetlag zu kämpfen.

    Ich schaffte es noch gerade so, ein paar Bilder bei Instagram hoch zu laden. Super schnell schlief ich dann ein.
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  • Tag 20 - Las Vegas

    20 oktober, Förenta staterna ☀️ 27 °C

    Wie die letzten Tage, startete ich ganz entspannt in den Tag. Wie schön, wenn man keine "Termine" hat und einfach in den Tag hinein lebt. Das einzige, was ich mir vorgenommen habe, ist zu einem Post Office zu fahren, um Briefmarken zu kaufen. Die Geschäfte außerhalb der Postfiliale verkaufen keine einzelnen. Das ich dafür allerdings mehr als Stunde insgesamt mit dem Bus unterwegs bin, ist er mir vorher noch nicht bewusst... Aber ich wollte die Karten endlich mal einschmeißen, bevor ich Gefahr laufe, vor dem Ankommen dieser auch schon wieder zurück zu sein 😊

    Danach machte ich meine klassische Runde zum Wallgreens und deckte mich mit einigen Dingen für den Tag ein und packte meine Pooltasche und fand noch ein schönes Plätzchen in erster Reihe 😍

    Dort verbrachte ich meinen Tag bis 17 Uhr, bis er schloss und machte mich dann fertig. Wollte noch Mal die anderen Seite des Strips Richtung New York New York ablaufen. Wahnsinn, wie warm das inzwischen abends auch noch ist. Die ersten Tage letzte Woche waren ja so kalt, dass ich mir einen Pullover kaufen musste. Jetzt sind es abends noch 24 Grad. Richtig angenehm!

    Auf dem Weg zurück machte ich natürlich noch mal am i n out halt und war gegen 21:00 Uhr schon im Hotel. Schließlich musste ich noch meinen Koffer packen. Der erste Teil meiner Reise ist einfach schon vorbei. Bin ich wehmütig? Sehr!! Aber ich freue mich gleichzeitig auch sehr auf Florida. Das wird noch mal ein richtiger Kontrast zu meinen Nationalparks sein. Hier liegt der Fokus auf den Städten.. Bin super gespannt! Die Meinungen zu Florida gehen sehr weit auseinander. Das was ich recherchiert und geplant habe, sieht allerdings alles sehr toll aus.

    Das Packen ging echt schnell und das easy. Da ich nur mit Handgepäck unterwegs bin, muss man manchmal Tetris spielen, zumal ich ja für den Flug alles so packen muss, dass es zu den Bestimmungen passt. Ein Handgepäckstück und ein persönlicher Gegenstand. Zum Glück hat American Airlines kein Gewichtlimit.. Wenn aber nicht alles rein passt, ist einem auch nicht geholfen 😅

    Ich schaute aus dem Bett noch ein bisschen das Abendprogramm der Sphere zu und schlief dann auch relativ schnell ein. Um 3:50 Uhr geht der Wecker. Um 4:27 Uhr nehme ich den Bus zum Flughafen. Um 6 Uhr geht der Flieger nach Miiiaaaaamiiii 🫶
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  • Tag 19 - Las Vegas

    19 oktober, Förenta staterna ☀️ 26 °C

    Heute startete ich entspannt in den Tag. Blieb noch was länger als sonst im Bett liegen und beobachtete das abwechslungsreiche Programm der Sphere, die ich super aus dem Bett sehe kann. Ich machte mich gemütlich fertig, schlenderte noch durch ein paar Souvenirläden, holte mir bei Wallgreens ein Sandwich und einen Salat, packte meine Pooltasche und machte mich auf den Weg. Auch am Pool war mehr als als gewöhnlich. Leider habe ich keine Liege mehr in der ersten Reihe bekommen, sondern nur weiter hinten. Egal! Ich cremte mich ein, weil die Sonne doch relativ viel Kraft hat und verbrachte den gesamten Tag am Pool, bis dieser um 17 Uhr schloss.

    Danach ging ich aufs Zimmer, ging duschen und machte mich ready. Heute wollte ich mal ein bisschen früher los und mir einige Hotels und Casinos anschauen und einfach ein bisschen schlendern. Zuerst ging ich in Richtung Venetian. Das Hotel mit der Shoppingmall hat mich vor 3 Jahren schon total umgehauen. Wer denkt, Dubai sei schon etwas Besonderes, der sollte unbedingt mal Las Vegas sehen. Las Vegas kann das ganze noch viel mehr toppen. Ein Einkaufszentrum, durch den ein Kanal führt und man in einer Gondel durch die Mall schippern kann?! Absolut verrückt! Die Einkaufszentren sind auch oft so gestaltet, dass diese einen künstlichen Himmel haben und man denkt, man sei draußen. Dieser Himmel passt sich auch farblich immer an. Hier gibt es auch Nachbildungen von riesigen Brunnen.

    Danach ging ich rüber ins Caesars Palace. Das ist nicht weniger beeindruckend. Es macht einfach super viel Spaß dort durch zu laufen, auch wenn die Geschäfte eher zu den hochpreisigen Marken wie Louis Vuitton, etc. gehören. Selbst die Sovinirläden haben hier ein ganz anderes Level. Macht nichts - bisher hatte ich ohnehin noch nicht so sehr das Bedürfnis, etwas zu kaufen. Wahrscheinlich auch der Thematik geschuldet, dass ich die gesamten 5 Wochen nur mit Handgepäck unterwegs bin. Hier und da habe ich bereits ein paar Kleinigkeiten in Las Vegas gekauft, aber hält sich absolut im Rahmen.

    Am Bellagio schaute ich mir am Abend noch mal die Wassershow an, allerdings von einer anderen Ecke. Echt nervig, dass wieder mal alles wegen der F1 zugebaut ist. Möchte ein Mal Las Vegas erleben, ohne die sämtlichen Sperrungen und Einschränkungen. Aufgrund von Straßensperrungen herrscht hier noch bis spät abends ein absolutes Verkehrschaos.

    Ich glaube, gegen 23 Uhr war ich schon wieder im Hotel. Ein paar Hotels wollte ich mir noch für morgen aufheben.

    In Deutschland unvorstellbar, dass man einfach so in die Hotels spazieren kann. Dadurch, dass zu fast allen Hotels ein Casino gehört und dieses überwiegend von Externen genutzt wird, herrscht dort ohnehin ein wildes Treiben.

    Mein persönlich reizen die Casinos ehrlicher Weise gar nicht. 1. Ist mir mein Geld zu wertvoll, um es zu verspielen, denn ehrlich - USA ist unfassbar teuer. Da bin ich froh um jeden Dollar, den ich nicht unnötig ausgebe und zweitens kenne ich mich überhaupt gar nicht damit aus. An die Tische würde ich ohnehin nicht gehen aber auch an den Automaten kenne ich mich nicht aus. Drückt man da einfach wild auf irgendwelchen Knöpfe? Als Aussenstehender sieht es zumindest GENAU SO aus. Sowas macht auch glaube ich, zu zweit mehr Spaß.

    Achso - by the way, wer denkt, Las Vegas sei teuer, der irrt sich. Dachte ich auch immer. Die Hotels sind super günstig, wenn man nicht gerade an einem Freitag oder Samstag in Vegas ist.

    Mein Hotel, das horseshoe liegt inmitten des Strips, man hat alles um sich herum, kann alles zu Fuß machen, ich kann kostenlos den Pool des Paris Hotels nutzen, die Zimmer sind mega groß (40 m²) und sind ganz hübsch und ich zahle pro Nacht 55 Euro 😵 verrückt! Die günstigsten Übernachtungen meiner gesamten Reise. Die Sauberkeit könnte ein bisschen besser sein, aber ich würde das Hotel immer wieder buchen!

    Dafür ist alles andere allerdings ziemlich teuer. Im Durchschnitt noch ein bisschen teurer als woanders. Heute morgen habe ich dir ein Sandwich, einen Salat, so kleine Muffins und einen kleinen trockenen Kuchen über 20 Dollar bezahlt. Eine kleine Flasche Cola 0,5 kostet hier z. B. 3,50 Dollar. Wer mich kennt weiß, dass ich gerne Cola Zero trinke. Das gönne ich mir auch weiterhin, aber bin überwiegend auf Wasser ohne Kohlensäure umgestiegen, da man dieses auch ganz gut trinken kann, wenn es nicht mehr gekühlt ist. Man muss irgendwie revanchieren..
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  • Tag 18 - Las Vegas

    18 oktober, Förenta staterna ☀️ 25 °C

    Meine Nacht endete relativ früh. Ich hatte mir den Wecker eigentlich auf kurz vor 6 gestellt, aber bereits ab halb 5 packte ich meine Sachen zusammen und saß um halb 6 bereits im Auto Richtung Zion Nationalpark. Laut Navi sollte ich um 08:30 Uhr da sein und wollte dort den Tag verbringen, bevor ich später nach Las Vegas weiter fuhr. In meiner Planung hatte ich allerdings nicht berücksichtigt, dass es wichtig ist im Navi ein zu geben, zu welchem Eingang man möchte. Bisher reichte es immer nur den Nationalpark einzugeben. Dort auf dem Parkplatz angekommen, wunderte ich mich, dass augenscheinlich noch nicht viel los war, bis ich dann ins Visitor Center rein ging und erfuhr, dass der Shuttle am Südeingang fährt und ich am Nordeingang stand. Prima...lagen ja nur 68 km und eine 3/4 Std Fahrt dazwischen. Egal... Jetzt bin ich ja quasi schon mal hier. Um kurz vor halb 10 dort angekommen, würde man bereits per Schilder informiert, dass der Parkplatz am Visitorcenter bereits voll ist. Ich wollte mein Glück trotzdem versuchen.. Hatte bisher ja auch immer Glück... 15 Minuten fuhr ich in Kollone anderer Autos über den Parkplatz. Aber niemand machte anstalten, weg zu fahren. Der Park bietet auch einen Shuttle von Springdale, dem Vorort des Parkes an... Wollte ich mir mit meiner Reisekrankheit eigentlich sparen, da man ohnehin bereits die gesamte Route mit dem Bus abfahren muss. Egal... Ich also wieder aus dem Park gefahren und einen Parkplatz gesucht. Erst später habe ich gesehen, dass diese 40 Dollar/Tag kosten. Abgesehen davon, dass auch dort keiner frei war, fuhr ich den gesamten Ort entlang um irgendwo einen Parkplatz zu finden. Keine Chance! Zudem alle kostenpflichtig. Ehrlich?! Das war mir echt zu doof! Was ist das denn für eine Abzocke?! War bedient und hatte echt keine Lust mehr und fuhr die weiteren 270 km bis nach Vegas durch. Um 11:30 Uhr war ich am Hotel, ließ dort mein Gepäck unterstellen und hab mich an den Pool des Nachbarhotels, Paris gelegt und dort den gesamten Nachmittag verbracht.

    Nichts anderes werde ich die nächsten 3 Tage machen. Das Wetter soll super werden - 27-29 Grad und Sonnenschein ☀️

    Um 17 Uhr checkte ich dann ein. Die Schlange am Check in war unfassbar lang! Wo kamen die ganzen Menschen her? Wir haben Sonntag! Letzte Woche war hier nichts los! Es hat bestimmt eine halbe Stunde gedauert, bis ich meine Zimmerkarte hatte. Ich habe nach einem Zimmer auf einer höheren Etage mit dem Blick auf die Sphere gefragt, die nicht all zu nette Dame lehnte diesen Wunsch ab, da sich oben nur Suiten befinden würden. Gab mir dann ein Zimmer auf der 18. Etage mit einem charmanten Blick in ein Parkhaus... Egal! Bin eh nur zum schlafen hier... Dachte ich. Packte meine Sachen aus, legte meine Kulturtasche ins Bad legen, da sprang mich auf der Ablage schon das erste Haar an - ok.. Kann passieren. Wollte meine Getränke in den Kühlschrank legen, dann lagen dort noch Sachen von dem vorherigen Gast drin?!... Ok.. Aber als ich dann auf Toilette gehen wollte, den Deckel anhob und dort auf der Brille ebenfalls ein Haar lag, hat es mir gereicht!

    Zu erst wollte ich den Mietwagen zum Flughafen wegbringen, da die Schlange am Checkin immer noch enorm war. Die Abgabe für die Mietwagen ist relativ abgelegen vom Flughafen. Ungefähr 6 km. Ich tankte das Auto voll, leer geräumt hatte ich es bereits mittags und gab es bei Hertz ab. Ich muss sagen, die Abwicklung ging so unfassbar schnell, sodass ich mich noch nicht mal richtig verabschieden konnte... Immerhin sind wir die letzten beide Wochen ziemlich zusammen gewachsen. Zumindest mein Hintern mit dem Fahrersitz 🤣🤣 Insgesamt bin ich irre 4.892 km gefahren 😵‍💫 so viel fahre ich zu Hause noch nicht mal in einem Jahr. Aber ich muss sagen, es fühlte sich gar nicht danach an. Das Auto war echt super, ließ sich gut fahren und hat Spaß gemacht. Mein nächstes Auto wird auf jeden Fall auch ein Größeres mit Automatik. Fahrkomfort macht auf solchen Strecken doch sehr sehr viel aus. Hatte nicht ein Mal Rückenschmerzen oder das Gefühl, dass ich zusammengefaltet ausgestiegen bin. Selbst nicht, wenn ich teilweise 700 km an einem Tag gefahren bin. Also hier lohnt sich die Mehrinvestition in eine höhere Fahrzeugklasse auf jeden Fall!

    Als ich dann gegen 20 Uhr wieder zurück war, war am Checkin immer noch nicht weniger los. Ich sah es aber auch nicht ein, mich nun mit dem Problem noch Mal in die lange Schlange zu stellen und sprach zum Ärgernis der wartenden einen Mitarbeiter nebenbei an und sagte, dass ich ein Problem mit meinem Zimmer hattee. Schilderte ihm die Sache, der sagte, ich würde ein neues Zimmer mit dem Blick auf die Spehre bekommen und es würde mir bestimmt gefallen. 🤩 Geht doch! Ich nahm also meine Sachen aus dem vorherigen Zimmer und bezog mein Neues. Klar - der erste Blick ging direkt nach draußen 🥰 MEGA! Danach checkte ich den Rest. Scheint sauber zu sein. Ich machte mich fertig und ging noch mal los. Schließlich hatte ich Hunger ohne Ende und naja.. In Vegas kann man nicht einfach um 20:30 Uhr im Bett liegen 😅

    Ich ging zu i n out, holte mir einen Burger und setzte mich draußen an einen Springbrunnen und beobachte ein wenig das Treiben. Wahnsinn, wie viel einfach an einem Sonntagabend hier los ist... Im Internet habe ich dann gelesen, dass ein Footballspiel gewesen ist und an diesem Wochenende einige Konzerte..

    Ich schlenderte ein bisschen durch die Geschäfte am Strip, kaufte ein paar kleine Soviniers und schaute mir dann endlich auch mal vor dem Bellagio die Wassershow an. Durch die Formel 1 Anfang November ist der Steil leider bereits ziemlich zugebaut und die Sicht eingeschränkt. Ich fand trotzdem noch eine kleine Stelle, von der ich mir die Show anschauen konnte. Ja nett, aber kein Vergleich zu der in Dubai. Da geht noch was, Vegas.

    Zack hatten wir auch schon wieder 0 Uhr.. Schafft es wirklich irgendjemand in Vegas vor 0 Uhr ins Bett zu gehen?! Am Tag ist die Stadt absolut unscheinbar, aber sobald es dunkel wird, erweckt sie zum Leben 🤩🤩🤩

    Todmüde nach einem wirklich langen Tag fiel ich dann ins Bett.

    Die nächsten Tage werden super entspannt.. Ich habe nichts geplant und lass mich einfach ein bisschen treiben. Die letzten Tage waren doch relativ anstrengend.
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  • Tag 17 - Loa / Capitol Reef Nationalpark

    17 oktober, Förenta staterna ☀️ 15 °C

    Heute morgen war ich bereits früh wach, lud meine Instagram Storys hoch, die ich am Vorabend verschlafen hatte und drehte mich danach noch mal um und schlief noch Mal bis 9 Uhr.

    Die heute stand fest - ich mach heute mal einfach gar nichts.. Also lag ich bis 17 Uhr im Bett und schaute diverse Dokus auf Netflix, schrieb meine. ganzen Tagebücher nach, die ich versäumt hatte, sortierte Fotos und pflegte mich ein bisschen, Augenbrauenzupfen, Nägelmachen etc.

    Danach machte ich mich fertig und bin gegen 17:30 Uhr noch mal in den Capitol Reef gefahren, da es dort einer der schönsten Sternenhimmel geben soll.

    Ich schaute mir den Sonnenuntergang an, der den Himmel wirklich schön färbte. Nach Sonnenuntergang saß ich noch 45 Minuten im Auto, alleine, stockdunkel und habe auf DEN Sternenhimmel gewartet. Nach dieser Zeit musste ich mir allerdings eingestehen, dass es den heute nicht geben wird, da sich ein paar Schleierwolken über den Himmel gezogen haben. Es waren zwar einige Sterne zu sehen, aber kein Vergleich zu dem grandiosen Sternenhimmel am Yosemite.

    Also fuhr ich ein wenig enttäuscht nach Hause. War aber dennoch froh, zumindest kurz draußen gewesen zu sein. Abends schob ich mir eine Pizza in den Ofen - ich hatte in der Unterkunft ja immerhin einen. Der war allerdings so dreckig, dass nach 10 Minuten der Feuermelder anging. Ich machte das Fenster auf, drehte den Feuermelder auf und aß dann schließlich meine Pizza! Die war ja teuer genug. Eine TK Pizza kostet hier um die 7 Dollar (6,25 €) Sie nicht zu essen war also keine Option 😁

    Was für ein schöner entspannter Tag... Das tat wirklich gut nach den ganzen letzten Tagen.
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  • Tag 16 - Capitol Reef Nationalpark

    16 oktober, Förenta staterna ☀️ 14 °C

    Bereits um 07.30 Uhr saß ich im Auto auf dem Weg in den Capitol Reef Nationalpark. Da ich mir vorgenommen habe, den Tag bereits im Park zu verbringen, weil ich mir einige Spots rausgesucht hatte, die ich auf zwei Tage splitten wollte, fuhr ich also direkt in einem durch. Gegen 10.15 Uhr war ich im Park.

    Heute waren mal wieder annehmbare Temperaturen und kurze Hose Wetter mit dünner Jacke.

    Als ersten Stop suchte ich mir den Hickman Bridge Trail aus, der 1,6 km lang war. Dieser führte zu einer "natural Bridge", ähnlich wie die gestern im Bryce Canyon. Da der Park nicht so weitläufig ist, bzw. sich die Spots und Trails nahe bei einander sind, merkte man sofort, dass sich die Menschengruppem im Vergleich zu anderen Parks nicht so gut verliefen und sich die Menschen eher knubbelten... Vor mir also 2 Chinesen und hinter mir eine Familie mit 3 kleinen Kindern.. 🙄 Der Geräuschpegel war super unentspannt im Vergleich der letzten Tage... Warum müssen manche Menschen einfach so laut sein?! Hab versucht, die irgendwie ab zu hängen aber auf einem Trail kleben solche Menschen förmlich an einem 🤢

    Als nächstes bin ich zum Grand Wash Trail gefahren. Der war sehr weitläufig und ohne Höhenmetern einfach zu laufen. Dieser war kein Loop, also entschied ich mich dafür, eine halbe Stunde zu gehen und dann zurück zu gehen. Der Weg führte durch wahnsinnig hohe Felsen, die links und rechts des Weges ragten. Verrückt, wie unfassbar klein und bedeutungslos man sich fühlt, wenn man dort entlang geht. Nach einer Stunde war ich wieder am Auto und fuhr den wunderschönen und beeindruckenden Scenic Drive entlang. Dieser ist nur 13 km lang.

    Danach hielt ich an einem Spot an, der Petroglyphen (Zeichnungen zwischen 600 und 1300 n. Christi) zeigten. Hier sah man trapezförmige, oft gehörnte menschliche Gestalten, Bighorn-Schafe, Vögel, Tiere und abstrakte Muster.

    Einen kleinen Mittagsstop machte ich dann am Gifford House. Das ehemalige Wohnhaus einer Pionierfamilie dient heute als charmantes kleines Museum und Kulturzentrum, ist unter Nationalpark-Besuchern aber vor allem für seine legendären, täglich frisch gebackenen Fruchtkuchen, hausgemachtes Eis und frisches Sauerteigbrot weltberühmt.

    Vor dem Haus befanden sich Bänke und Tische, an denen man ein Rast im wunderschönen Sonnenschein machen konnte. Ich saß eine Weile dort, bevor ich weiter zum Capitol Gorge weitergefahren bin. Wie es üblich ist, hat man in den Parks keinerlei Internet, allerdings sponn diesmal auch meine Navigation. Ich hangelte mich daher von Schild zu Schild der verschiedenen Spots.

    Ich bin den Capitol Gorge entlang gelaufen, konnte aber leider vorher nicht sehen, welche Besonderheit dieser Trail hat. Also ging ich einfach diesen Weg entlang. Dieser war sehr flach und einfach zu gehen. Die Felsen hatten verschiedene Maserungen und jeder Fels sah unterschiedlich aus. In Mitten des Trails stand ein Mann mit einer Staffelei, der einen Felsen malte, auf den die Sonne gerade schien. Nach 45 Minuten bin zurück gegangen.

    Später in der Unterkunft habe ich gelesen, dass dieser Weg dann zu beeindruckenden, natürlichen Wasserbecken (Tanks) abzweigte. Schade, die Bilder im Internet sahen interessant aus - diese habe ich leider verpasst..
    Da es schon 17 Uhr war, hatte ich nur noch einen Spot auf dem Rückweg, den ich noch anfahren wollte. Den Goosenecks Point. Ein kleiner Aufstieg führte zu einer Aussichtsplattform, von der man ca. 240 Meter in die Schlucht schauen konnte.

    Von dort aus fuhr ich zurück. Ein ziemlich langer Tag und ich hatte einfach keine Lust mehr im Auto zu sitzen.. Bis zur Unterkunft waren es ca. 30 Minuten. Auf dem Rückweg holte ich mir noch etwas zu essen. Die Unterkunft ist ganz hübsch. Ein kleines Appartement, mit einem super bequemen Bett und einem riesigen Fernsehen. Nach über 2 Wochen hatte ich das Bedürfnis, einfach mir ein Fernsehen an zu machen und Netflix zu schauen.

    Ich schaute, wie ich den morgigen Tag verbringen solle, da ich meine Punkte am Capitol Reef bereits gesehen hatte. Ich überlegte, ob ich am nächsten Tag in den Arches Nationalpark fahre, den ich super gerne gesehen hätte, allerdings wäre das eine Fahrt von 2,5 Std hin und später auch zurück. Dann überlegte ich, ob ich doch noch in den Zion fahre. Allerdings war die Strecke ähnlich lang. Schaute, was es hier in der Nähe von einer Stunde noch spannendes gibt. Nichts, was mich überzeugte.. Ich ringte mit dem Arches hin und her, aber entschied mich dann doch dafür, dass es mir zu stressig ist und ich es nicht übers Knie brechen will..

    Während ich auf Instagram ein paar Storys hochlud, schlief ich ziemlich früh ein.
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  • Tag 15 - Bryce Canyon

    15 oktober, Förenta staterna 🌬 14 °C

    Heute startete ich ganz entspannt in den Tag.
    Ich machte mir meine French Toast in der Mikrowelle warm und hatte noch 2 Crossaints übrig, die ich als Snack mitnahm.

    Als ersten Punkt steuerte ich den Sunset Point an. Von dort aus ging ich zum Sunrise Point und von dort startete mein Trail "Queens Garden" der ca. 3 km lang ist. Diesen bin ich bereits vor 3 Jahren gegangen. Dieser Weg führt nach unten ins Tal mit wunderschönem Ausblick und schlengelte teilweise an und durch die Canyon entlang. Das Ziel des Trails ist, welche der Trail seinem Namen zu verdanken hat, ein Canyon der von der Seite Aussicht, wie die Queen Viktoria, die mit einer Krone auf ihrem Thron sitzt... Ja... Naja... Also mit viel Fantasie, kann man in den verschiedenen Felsen so Einiges erkennen. Es muss nur jemand kommen, und dem Kind einen Namen geben 😁

    Von dort aus hat man die Möglichkeit, den Trail genau so wieder zurück zu gehen, oder aber weiter zu gehen ich einen Loop zu machen, was ich immer wesentlich spannender finde, als einen Weg zwei mal zu gehen.

    Tja, wandern hat immer zwei Seiten einer Medallie...Da es zuvor nur entspannt runter ins Tal ging, kommt irgendwann der Moment, wo die Höhenmeter wieder nach oben bestritten werden müssen.... Der Endgegner heißt hier definitiv - Navajo Loop. Auf kürzestem Stück geht es im Loop hoch. Ich erinnerte mich noch genau daran, wie ich mich vor 3 Jahren diesen Loop hoch gequält habe.
    Ehrlich?! Es ist nicht besser geworden 😅 Der Trail ist ca. 2 km lang und hat es wirklich in sich!! Meine Lunge pfeifte und schmerzte ohne Ende. Es war kalt, aber gleichzeitig schwitze ich so sehr, dass ich am Ende meine Jacke hätte auswringen können 😅 was für ein Weg.. Aber der allgemeine Trail im Allgemeinen ist trotzdem so wunderschön, dass ich die Anstrengung am Ende immer wieder lohnt..😍

    Von dort aus fuhr ich zu einem nächsten Point um einen weiteren Trail zu gehen. Den Bristlecone Loop Trail, der ca. 1,6 km lang ist und halbwegs ebenerdig. Der perfekte Weg, um sich ein wenig von dem anderen Trail zu erholen. Inzwischen kam die Sonne raus und es wurde zum Glück ein bisschen wärmer. Heute morgen zog ich zwei Hosen übereinander, war froh, dass ich meine Wollsocken von dem Flug hatte und meine Mütze mit den Handschuhen. Unter meiner dicken Jacke trug ich noch einen dicken Pullover...Irre, wenn ich überlege, dass es in Los Angeles vor 2 Wochen noch 41 Grad war! Einfach mal 40 Grad Unterschied.. Das machte auch in der Tat ein bisschen Kopfschmerzen.

    Nach diesem kurzen Trail fuhr ich den Scenic Drive entlang. Einen solchen Drive gibt es fast in jedem Park. Das ist eine besonders schöne Straße mit verschiedenen Fotospots oder Trails. Dieser war 29 km lang.

    Danach wollte ich noch zum Aussichtspunkt Bryce Point. Dieser befindet sich auf ca. 2500 Metern Höhe. Da die Parkplatzsituation vor den jeweiligen Spots im Park sehr begrenzt sind, fährt ein kostenloser Shuttlebus durch den Park. Da der Parkplatz am Bryce Point leider geschlossen war, weil dieser voll war, parkte ich mein Auto ein wenig außerhalb, um dann mit dem Shuttle dort hin zu fahren. Dieser fährt in der Regel alle 10/15 Minuten. Ist ziemlich praktisch, nur für mich mit meiner Reiseübelkeit nur im Notfall eine Option. Die Wege durch die Parks sind alle sehr sehr kurvenlastig. Als Beifahrer wären die letzten beiden Wochen für mich die Hölle gewesen... Zum Glück fahr ich also selber!
    Die Busfahrt dauerte nur wenige Minuten. Dort angekommen, machte ich ein paar Fotos und fuhr mit dem nächsten Bus zurück.

    Da ich meine Spots in dem Park abgegrast hatte, fuhr ich gegen Nachmittag zurück und machte noch einen kurzen Stop am Red Canyon, der vor den Toren des Bryce Canyons liegt und bin dort noch einen kleinen Trail gelaufen. Es gibt kaum etwas Schöneres, als das, wenn man niemanden sieht.. Einfach die Natur und du... Diese Stille... Keine Menschenseele weit und bereit. Ich liebe es!
    Einfach an nichts denken, funktioniert! In der Natur ist alles so so weit weg.

    Meinen Abend verbrachte ich dann in einem nahegelegenen Waschsalon und ging relativ früh ins Bett 😴

    Morgen geht es weiter zu meinem letzten Stop, bevor es dann wieder nach Las Vegas geht.
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  • Tag 14 - Anreise Bryce Canyon

    14 oktober, Förenta staterna 🌬 5 °C

    Gegen 7:30 Uhr checkte ich im Hotel aus und ging zum Auto, welches ca. 10 Minuten entfernt geparkt war. Ich hatte keine Lust 20 Dollar für das Parken im Hotel zu bezahlen. Es gibt in Las Vegas einige kostenlose Alternativen. Auf dem Weg dort hin kaufte ich noch ein paar Snacks für die Fahrt.

    Heute ging es für mich weiter Richtung Bryce Canyon. Mein kleines Highlight. Ich habe diesen Ort vor 3 Jahren so sehr geliebt, dass ich mir gesagt habe, dass ich irgendwann wieder kommen muss - heute war das irgendwann 😍

    Da ich den Zion Nationalpark aufgrund des schlechten Wetters gegen Las Vegas getauscht habe, war der Weg relativ weit. Insgesamt 433 km lagen vor mir. Ich fuhr mir schönstem Wetter aus Vegas los. Auf dem Weg lagen zwar ein paar Spots, die ich mir rausgesucht habe, aber etwas Spannendes war diesmal nicht dabei. Also fuhr ich fast auf direktem Wege durch. Das Einzige, was ich mir raussuchte, war durch den Dixie Forest zu fahren, da diese Strecke sehr schön zu fahren sein solle.

    Auf dem Weg überquerte ich die Grenze zu Arizona. Ab dort wurde mir aufgrund der Zeitverschiebung eine Stunde geklaut.

    Nach ca. 2:30 Std erreichte ist den Cedar Canyon am Dixie Forest. Auf der Temperaturanzeige merkte ich bereits, dass die Temperaturen immer weiter nach unten sank. Aber dass ich nach knappen 2,5 Std von zuvor 24 Grad auf ein Mal im Winterwonderland lande....damit habe ich nicht gerechnet! 😵‍💫 Waaahnsinn! Ich war absolut überrascht. Ich konnte es kaum glauben. Natürlich fragte ich mich sofort, ob das Auto überhaupt Winzerreifen drauf hat?! Egal... Ich wollte da jetzt durch. Die Strecke war unglaublich schön und ich war einfach verblüfft von dieser schneebedeckten Landschaft 😍

    Mit abnehmenden Höhenmetern ließ dann leider auch der Schnee wieder nach. Unten im Tal schneite es noch ganz minimal, aber es lag kein Schnee mehr, aber dafür war es bitterkalt! ❄️ Es waren inzwischen - 1 Grad. Das erste Mal auf der Reise bereuhte ich nicht, dass ich meine dicke Jacke seit 2 Wochen mit durch die Gegend schleppte. Jetzt hatte das ganze Verfluchen einen Sinn!! 😁
    Als ich in der Nähe vom Bryce angekommen war, es ziemlich bewölkt und es regnete leicht. Also entschied ich mich dafür, zu erst in die Unterkunft zu fahren, da wir bereits 16 Uhr hatten und ich einchecken konnte. Die meisten Unterkünfte verfügen über keinen klassischen Check in, sondern funktionieren mit einem Türcode, welchen man zuvor mitgeteilt bekommt.

    Dort angekommen, war es echt kalt in der Unterkunft. Ich machte umgehen die Heizung an, welche quasi eine Klimaanlage ist, die ebenfalls heizt. Also ließ ich mich von der heißen Luft anpusten und legte mich ins Bett. Die Fahrt war ein bisschen anstrengend, also ruhte ich mich ein wenig aus.

    Eine Stunde später hörte der Regen auf und die Sonne kam ein wenig raus.

    Ich wäre nicht ich, wenn ich das nicht nutzen würde, um noch mal los zu fahren.. Der Bryce Canyon war nur ca. 40 Minuten entfernt. Also wollte ich zumindest noch in der schönen Abendsonne einen kleinen Blick auf den Canyon werfen und fuhr noch mal los.

    Für mich ein ganz magischer Moment.. Als ich die ersten Canyon sah, bekam ich direkt Bauchkribbeln.. Mich uberkamen ständig meine Emotionen und mir kullerten ständig die Tränen über die Wangen vor Freude.

    Ich parkte am Sunset Point und spazierte ein wenig den Pfad der Canyon entlang und genoss den schönen Ausblick in das Tal. Der Wind pfiff allerdings ohne Ende und es war wirklich bitter bitter kalt. Laut Wetterapp gefühlte - 4 Grad ❄️ Eines war klar, für den morgigen Tag muss ich mich auf jeden Fall mit Mütze und Handschuhen ausstatten...

    Ich fuhr also auf dem Rückweg zur Family Dollar und kaufte beides sowie noch etwas zu Essen für den Abend. Ich machte mir mein Essen warm und fiel wie fast jeden Abend einfach todmüde ins Bett und freute mich auf den morgigen Tag 😍
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  • Tag 13 - Las Vegas

    13 oktober, Förenta staterna 🌬 16 °C

    Heute morgen starte ich ganz entspannt in den Tag. Auf dem Plan stand, dass Pierre und ich ins Valley of Fire fahren, nach dem ich ihm morgens geschrieben habe, wann wir los wollen, sagte er, dass es ihm nicht gut ginge und er lieber im Hotel bleiben wolle.

    Da mein Auto in seinem Hotel stand, weil man dort kostenlos parken konnte, bin ich morgens entspannt los, um es zu holen. Ich hätte auch mit dem Bus fahren können, bin aber lieber die Stunde über den Strip gelaufen. Der Wind pfiff ohne Ende! Da ich meine lange Hose im Auto hatte, musste ich mit der kurzen Hose raus. Es war echt kalt und ich hatte nicht wirklich einen Pullover dabei.. Also sprang ich schnell in den nächsten Souvenirladen, von denen es, wie soll es auch sein, an jeder Ecke einen gibt, und kaufte mir flott einen Pullover im Las Vegas Design, den ich direkt anzog...❄️ Nach einer Stunde am Auto angekommen, steuerte ich direkt das Valley an.

    Die Fahrt war ca. 80 km und dauerte ungefähr eine Stunde bis zum Parkeingang. Mit Hilfe von Chatcpt ließ ich mir einen kleinen Tagesplan zusammenstellen mit den Highlights, die man unbedingt gesehen haben sollte. Der Eintritt kostete 15 Dollar und ist nicht im Nationalpark - Pass enthalten.

    Ich war bereits vor 3 Jahren schon mal im Valley, aber das war eher "komm wir fahren mal durch" und haben nur einen Stop am Wave of Fire gemacht (diese bunten Felsen) Prägend ist er mir jedenfalls nicht in Erinnerung geblieben.

    Zwei kleine Trails sowie ein paar Fotospots hatte ich mir herausgesucht. Bereits nach der Einfahrt in den Park war ich total angetan 😍 wie konnte ich das verdrängen?! Hätte Pierre das nicht als Idee vorgeschlagen, wäre ich sicherlich nicht noch mal hingefahren...

    Das Valley of Fire ist für seine leuchtenden Sandsteinformationen, deren wellenförmigen Gesteinschichtung in rot und weiß und unter anderem für seine 2000 Jahre alten zahlreichen prähistorische Felsmalereien und Schnitzereien bekannt.

    Mein erster Stop war der Atlatl Rock. Deine Stahltreppe führte nach oben, wo man die Felszeichnungen sehr gut sehen konnte. Der Ausblick von dort oben war auch beeindruckend! 😍 Da ich gerne meinen Blick auch noch rechts und links schweifen lasse, bin ich auf dem Weg zu Auto noch mal rechts an dem Felsen dran vorbei gegangen und entdeckte auf der anderen Seite des Felsens noch ganz viele andere Zeichnungen, die nicht so präsentiert worden sind, aber dadurch nicht weniger interessant waren, zumal ich alleine davor stand. Ich beobachte immer super viele Menschen, wie sie nur zum vorgegeben Punkt gehen, zwei Fotos machen und dann direkt wieder ins Auto steigen, ohne den Blick auch mal schweifen zu lassen. Dabei entstehen nämlich meistens die schönsten Momente.

    Der zweite Stop waren die Beehives. Das sind  faszinierende Gesteinsformation aus geschichtetem Azteken-Sandstein, die stark an alte, kuppelförmige Bienenkörbe erinnern. Sah wirklich witzig aus!

    Danach wollte ich einen Trail machen. Also nein - Chatcpt schlug mir vor, einen von beiden Trails zu machen (Fire Wave oder den White Domes Loop). Da ich so angetan von diesem Park war, stand für mich fest, dass ich auf jeden Fall beide gehen möchte. Beide war ca. 2 km lang, laut Internet. Für mich ein absolutes Rätsel, wie man auf solche Angaben kommt. Ich war locker jeweils mind. 1 Std unterwegs. Bei dem White Domes sogar 1 1/2 Std. Habe mich aber auch tierisch verlaufen. Der Trail war wirklich schlecht ausgeschildert.

    Der Fire Wave Trail ist vom 01.06. bis zum 30.09. aufgrund der starken Hitze komplett gesperrt. Ich finde es immer erstaunlich, wie schnell sich die Hitze an bestimmten Stellen anstaut. Das kannte ich bereits vom Death Valley. Los bin mit Pullover und Regenjacke/Windbreaker und zurück schleppte ich beides mit mir rum 🥵
    Der Trail war gigantisch!
    Die Aussicht absolut traumhaft - schon ab dem ersten Meter, ohne die Wavefelsen überhaupt gesehen zu haben. Diese Weite.. Der rote Sand, die roten Felsen... Ich liebte alles daran! Gefühlt hatte ich schon auf dem Weg zu dem Wave 100 Bilder gemacht 😆 der Wave war dann die Sahne auf der Kirschtorte. WOW! Gerade in diesem Moment kam dann auch passend die Sonne raus und leuchtete die rot weißen Felsen richtig schön an. Gigantisch! 🤩🤩 Auch der restliche Trail, der zurück zum Auto führte (das war ein Loop) wer unfassbar schön. Er führte teilweise durch enge, schlengelnde Felsschluchten und schon wieder war ich einfach nur sprachlos, was die Erde für einen wunderschönen Ort erschaffen hat.

    Unweit von dort war der zweite Trail. Der Weg war ein bisschen anspruchsvoller, da man über viele große Steine und Felsen runterklettern musste. Durch den Sand waren diese teilweise ziemlich rutschig. Hab mich auch ein Mal auf die Nase gelegt - hat zum Glück niemand gesehen 😅
    Auch dieser Trail, der angeblich 2 km lang sein sollte, war unfassbar schön. Ich wusste gar nicht, soll ich filmen, Fotos machen, mit dem Handy oder mit der Insta360...Ich wollte das unbedingt festhalten. Aber manche Dinge, passen einfach nicht auf ein Bild. Vor allem nicht das Gefühl, dass man spürt, wenn man solche Wege geht und keinerlei Menschenseele begegnet. Das ist Therapie! Man schafft es wirklich an NICHTS zu denken und den Kopf aus zu schalten. Man schaut nur links und rechts und möchte diesen Moment und dieses Gefühl so sehr aufsaugen.
    Im Nachhinein habe ich mich geärgert, dass ich so entspannt in den Tag gestartet bin. Ich hätte am liebsten viel mehr Zeit in diesem Park verbringen wollen.
    Aufgrund einer Straßensperre auf dem Rückweg würden aus 50 Min. 1.45 Std. Erst gegen 20 Uhr war ich zurück im Hotel. Kurz vorher schrieb Pierre mir, dass er heute Abend nach Downtown fahren möchte und ob ich mitkommen wolle.. Downtown hatte ich ihm vorgeschlagen, da das noch mal was komplett anderes zu Las Vegas ist und mich damals komplett geflashed hatte. Ich wollte ohnehin noch mal dort hin.

    Ehrlicher Weise war ich ziemlich platt vom Tag, aber dennoch raffte ich mich zusammen. Innerhalb von 20 Minuten duschte ich mich, packte meine Tasche um, rannte zum Paris, wo der Bus dann auch direkt abfuhr. Das ist ein Doppeldecker, der den ganzen Strip entlang bis nach Downtown abfährt. Da Pierre's Hotel außerhalb war, stieg er ca. 15 Minuten später dazu. Von der Mitte des Strips fährt man mit dem Bus gute 45 Minuten.

    Dort angekommen - eine absolut andere Welt.
    Kaum zu beschreiben! Laut... Sehr laut.. schrill.. Absolute Reizüberflutung aber trotzdem einfach so cool! Ich mag es total! Die Freemont Street Downtown ist quasi eine überdachte Halle, mit rundherum 3D Effekten, passend zur lauten Musik. In dieser Halle, die wie ein Schlauch ist, gibt es viele Shops, Bars/Restaurants, sogar 3 Bühnen mit verschiedenster Livemusik und Straßenkünstler, die ihre selbstgemachten Dinge verkaufen wollen. Achja, ein Highlight ist sicherlich auch die Zip Line, als Attraktion, die durch die gesamte Halle führt. Ich hätte das ja echt super gerne gemacht, auch wenn ich mir bestimmt in die Hose gemacht hätte, aber mit 89 Dollar für 2 Minuten war mir das einfach zu teuer.. Hab aber mindestens 5 Mal überlegt. Ja... was kostet die Welt?! In den USA leider jede jede Menge 🫣

    Wir verbrachten dort ungefähr 2 Stunden und fuhren dann mit dem Bus zurück. Ich verabschiedete mich von Pierre, der morgen nach Hause fliegt und stieg dann in der Höhe vom Highroller aus, um bei i n out noch eine Kleinigkeit zu essen. Wir hatten es auch schon wieder 23:30 Uhr... Irre! Die Tage in Las Vegas sind gefühlt endlos.. Tagsüber ist Las Vegas super unspektakulär. Da kann man entweder am Pool liegen oder irgendwelche Tagesausflüge machen, aber abends, wenn die Stadt zum Leben erweckt wird - Wahnsinn!

    Kurz nach 0 Uhr war ich dann auch in meinem Hotel und schlief ziemlich schnell ein. Das Bett ish einfach sooooo bequem. Das Hotel ist wirklich super und ich bereuhe es nicht, die letzten 3 Nächte ebenfalls gebucht zu haben.

    Morgen geht es für mich weiter in Richtung Bryce Canyon. Die Strecke wird ein bisschen länger sein, als ursprünglich geplant, da der Stop in Las Vegas nicht eingeplant war, sondern ich bereits in der Nähe vom Bryce, am Zion Nationalpark gewesen wäre, den ich allerdings geskipped habe.

    Ich freue mich unfassbar auf den Bryce. Für mich vor 3 Jahren defintiv der schönste Ort, den ich gesehen habe 🥰
    Laut Wetterapp soll es derzeit dort schneien und bitterkalt sein. Ab übermorgen soll es ein bisschen wärmer werden und zumindest sonnig. Die letzten Tage hat es auch dort ziemlich viel geregnet. Aus diesem Grund bin ich sehr dankbar, dass sich das nun geändert hat und ich wie geplant den Nationalpark "machen" kann
    Derzeit scheint aufgrund von Wetter auch nur ein Trail gesperrt zu sein - leider ausgerechnet einer der schönsten 😔 aber vielleicht hab ich ja Glück...
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  • Tag 12 - Las Vegas

    12 oktober, Förenta staterna ⛅ 22 °C

    Heute morgen machte ich mich schon früh auf den Weg. Ich packte meine Sachen, wärmte mir meine French Toast auf und checkte bereits um 7:30 Uhr aus und machte mich auf den Weg nach Las Vegas. Die Fahrt waren ca. 190 km und ich brauche knapp 2 Stunden.

    Dort angekommen, holte ich Pierre an seinem Hotel ab, der ebenfalls in Las Vegas ist und ich freute mich, dass sich unsere Wege doch noch mal kreuzten.

    Zusammen fuhren wir dann zum Red Rock Canyon. Der stand ohnehin auf meiner to do Liste und ist nur ca. 40 Min von Las Vegas entfernt.

    Dort angekommen war das Wetter so naja... Durchwachsen, aber immer noch besser als amdersorts.

    Der Scenic-Drive im Park, der gestern noch aufgrund von schlechtem Wetter geschlossen war, war zu meiner Freude heute wieder befahrbar. Das ist eine 21 km lange Einbahnstraße, die an vielen schönen Spots vorbei führte. Überall hielten wir an, machten Fotos oder gingen ein kleines Stück. Es war im Vergleich der letzten Tage echt kalt und in Kombination mit Wind und immer wieder tröpfelnd teilweise echt unangenehm.

    Wir waren ungefähr 2 Stunden dort. Der Park ist nicht all zu groß. Also fuhren wir wieder zurück nach Vegas rein. Inzwischen schien die Sonne wieder und wir wollten zum Las Vegas Sign. Hier stand bereits eine endlose Schlange voller Menschen, die alle geduldig auf DAS Foto hofften 😁 erst überlegten wir uns, dort an zu stellen, entscheiden uns aber dann dafür, einfach ein wenig seitlich Bilder mit dem Sign zu machen und dabei keinerlei Wartezeit zu haben. Der Effekt war fast der selbe und es kamen ein paar coole Bilder bei raus. Tja... Was nun? Wir hatten bereits halb 3, das Wetter war schön und irgendwie wollten wir den Tag noch sinnvoll nutzen. Saßen im Auto und überlegten hin und her. Wir wollten noch ins Fire of Valley. Aber dafür braucht man defintiv ein bisschen mehr Zeit. Da die Fahrt knapp 1 1/2 Std sind, war das schon mal raus. Im Internet fanden wir noch eine kleine Goldgräberstadt, ca. 45 Min von Vegas entfernt. Gerade als wir es ins Navi eingeben wollten, kam die Info, dass diese um 16 Uhr schließt. Wir wären erst um 15:30 Uhr angekommen... 🙄 Also auch nix. Überlegten hin und her und sind dann zum Hoover Dam gefahren. Da war ich nämlich auch noch nicht. Dieser war ca. 50 km von Vegas entfernt.

    Der Hoover Dam ist eine massive Gewichtsstaumauer im Black Canyon des Colorado Rivers an der Grenze zwischen den US-Bundesstaaten Nevada und Arizona  und sichert die Bewässerung sowie Trinkwasserversorgung für Millionen Menschen in den südwestlichen US-Staaten.

    Wie gingen über die große Brücke und der Blick war schon sehr gigantisch. Diese ist 221 m hoch und 379 m lang.

    Leider regnete es auch hier immer wieder, aber das tat dem ganzen kein Abbruch. Gegen 18 Uhr fuhren wir zurück. Ich checkte in mein Hotel ein. Ich bin im Horseshoe - mitten im Geschehen, gegenüber vom Bellagio. Ziemlich cooles Hotel, mit eigenem Casino - was die meisten Hotels haben und das Zimmer ist riiiieeeesig. Leider nur in der 12 Etage und der Ausblick ist nicht so spektakulär, aber das Zimmer ist toll!!

    Pierre entschied sich für ein Hotel weiter außerhalb. Er kam dann mit der Monorail zu mir, da wir abends noch über den Strip laufen wollten. Puh! Das war echt kalt abends! Ich mit meinem Kleidchen und Jeansjacke hatte das vollkommen unterschätzt...

    Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Formel 1. Überall werden schon fleißig die Tribünen aufgebaut - ich habe ein Déjà-vu... 🙄 Das selbe hatte ich auch schon vor 3 Jahren. Das versperrte leider die direkte Sicht auf die Frontainenshow am Bellagio.

    Wir schlenderten rum, machten einen Stop bei in n out und kurz nach Mitternacht machten wir uns auf den Heimweg. Ich hatte es ja nicht so weit 😄 Las Vegas ist echt eine gigantische Stadt. Irgendwie gleicht sie einem riesigen Freizeitpark. Es gibt z.B. eine Nachbildung des Eifelturms, eine Freiheitsstatue, direkt am Hotel New York New York fährt eine Achterbahn, die direkt aus dem Inneren dieses startet. Alles muss irgendwie größer und ausgefallener sein und das vorhandene toppen.

    Derzeit baut das Hard Rock ein neues Hotel. Eine unfassbar riesige Nachbildung einer Gitarre 🎸. Dieses soll im Laufe des Jahres 27' fertig gestellt werden.

    Hier gibt es defintiv jede Menge zu sehen und ich liebe diesen Vibe! 🫶
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  • Tag 11 - Death Valley

    11 oktober, Förenta staterna ⛅ 19 °C

    Heute starte ich ganz entspannt in den Tag. Ich hörte schon, dass es draußen regnete. Ich schrieb also mein Reisetagebuch, lud bei Instagram einige dutzende Storys vom gestrigen Tag hoch und lag einfach bis zum 10 Uhr im Bett, bis mich der Hunger voran trieb. Ich versuchte noch mal mein Glück bei der Google Suche nach einem Lebensmittelgeschäft. Hier direkt gegenüber gibt es einen Dollar Markt. Eher ein Krimskramsladen, der scheinbar auch eine kleine Wahl an angepackte hat Lebensmitteln hatte. Also machte ich mich fertig, nahm meine Regenjacke und Regenschirm und ging über die Straße in dieses Geschäft.

    Ja - die Auswahl war nicht überragend. Ich fand trotzdem Etwas. Ich kaufte dort gefrorene French Toast mit Zimtgeschmack, die eigentlich für den Toaster sind und geforenen Reis mit Hähnchen, der sich ebenfalls in der Mikrowelle zubereiten ließ. Da es in der Unterkunft keinen Teller gab, um die Sachen in der Mikrowelle zu erhitzen, kaufte ich dort für ein paar Dollar eine mikrowellenfeste Tupperdose. Ein kleines Set Plastikbesteck hatte ich von zu Hause aus mitgebracht.
    Des Weiteren kaufte ich dort noch 2 Cups von diesen Yumm Yumm Nudeln. Die kann man abends auch mal ganz gut essen..

    Also zurück, packte ich mir diese Frenchtoast in die Mikrowelle. Zu meinem Erstaunen haben die echt gut geschmeckt. Nebenbei schaute ich in die Wetterapp und machte mich mit dem Wetter der nächsten Tage vertraut.... Zwischenzeitlich regnete es hier zumindest nicht mehr und ab heute Mittag 12 Uhr soll im Death Valley wieder die Sonne raus kommen.

    Die nächsten Tage ist im Zion allerdings echt mieses Wetter angesagt. So mies, dass bereits jetzt aufgrund des Wetters der letzten Tage schon einige Zufahrtsstraßen gesperrt sind.. 🙄 Das Wetter wird gerade echt ein bisschen nervig.. Morgen wollte ich nämlich weiter zum Zion fahren und dort 2 Nächte verbringen... Macht bei der Vorhersage aber wenig Sinn. Es soll nämlich von morgens bis abends regnen. Ich schrieb ein bisschen mit Pierre, der gerade am Grand Canyon ist, sich eigentlich auch auf dem Weg zum Zion machen wollte, aber nun weiter nach Las Vegas fährt, weil ab dort das Wetter morgen besser werden soll... Ich schlug ihm vor, dass wir morgen Vormittag gemeinsam zum Red Rock Canyon fahren können, da dieser nur 30 km von Vegas entfernt ist. Fand er gut! Da fing mein Kopf wieder an zu rattern... Vielleicht sinnvoll, ebenfalls in Vegas zu bleiben, bevor ich in Richtung Zion fahre und 2 Tage im Hotel sitze.. Ab dem 14. ist das Wetter wieder stabil und ich würde dann von dort aus zum Bryce fahren. Da liegt ohnehin mein Augenmerk drauf. Habe mich vor 3 Jahren so in diesen Park verliebt, sodass ich unbedingt noch mal hin möchte 😍🫶

    Da es zwischenzeitlich aufhörte zu regnen, fuhr ich um 11:30 Uhr noch mal los in den Death Valley. Die Strecken sind echt irre, die man mal eben so fährt... 100 km hier hin, dann 1 1/2 Std in die Richtung... Die Dimensionen sind hier ganz andere. Die Strecken lassen sich aber auch echt gut fahren. Innerhalb eines Tages einen kompletten Tank leer zu fahren, ist kaum eine Schwierigkeit. Gut, dass der Sprit hier wesentlich günstiger ist, als in Deutschland.

    Auf dem Weg zum Death Valley verzogen sich die letzten Regenwolken und ich steuerte das Badwater Basin an.
    Das Badwater Basin ist das absolute Herzstück des Death Valley Nationalparks in Kalifornien und berühmt als der niedrigste Punkt Nordamerikas. Die Senke liegt 86 Meter unter dem Meeresspiegel und ist eine der extremsten Landschaften der Erde. Die Landschaft besteht aus einer scheinbar endlosen, blendend weißen Fläche aus purem Salz. Was für ein irrer Ort! 😳 Es ist einfach absolut erstaunlich, was die Natur zu bieten hat. Da der Ort von Bergen umgeben ist, staut sich hier im Sommer die Hitze extrem. Es gehört zu den heißesten Orten der Welt, mit Temperaturen, die regelmäßig über 50 °C steigen.Das hat man defintiv gespürt. Man schwitze sofort!

    Danach fuhr ich an allen Spots, die von der Hauptstraße ausgeschildert waren, entlang. Der nächste Stop war die Natural Bridge. Vom Parkplatz aus erreichte man diese Felsbildung in etwa 10 Minuten. Es ist echt beeindruckend, wenn man diese Trails entlang geht und rechts und links von dir riiiieeeesige Felsen sind.

    Von dort aus fuhr ich weiter zum Artist Drive. Artist's Drive ist eine weltberühmte, 14,5 Kilometer (9 Meilen) lange Panoramastraße im Death Valley National Park, die für ihre spektakulären, farbenprächtigen Felsformationen bekannt ist. Die asphaltierte Einbahnstraße schlängelt sich wie eine Achterbahn durch die erodierten Hügel am Rande der Black Mountains und bietet einige der faszinierendsten geologischen Motive des amerikanischen Westens

    Das hörte sich nicht nur toll an, sondern war ein absolutes Erlebnis! Man wusste gar nicht, wo man hinschauen sollte. Schade, dass ich mich zumindest halbwegs aufs Fahren konzentrieren musste. Der Weg war wunderschön - es gab einige besondere Stops, an denen man anhalten konnte... Was zur Hölle!.... Es kann so unfassbar beeindruckend sein, was die Natur alles her gibt. Ich fuhr diese Straße teilweise mit 10 km/h entlang und habe es so sehr genossen dort entlang zu fahren. Ein Wunder der Natur! Es fühlte sich teilweise so surreal an, dass man einfach gerade an diesem Ort ist. Absolute Dankbarkeit!..

    Da ich aber dennoch noch einen kleinen Bewegungsdrang hatte, entschied ich mich, noch einen kleinen Trail zum Golden Canyon zu laufen. Dieser ist pro Strecke ca. 2,5 km lang. Direkt daneben auch wieder ein Schild, dass man sich nicht länger als 10 Minuten draußen aufhalten soll... Naja in 10 Min schaff ich die 5 km nur schwer 😅 ich packte mir 2 kleine Flaschen Wasser in den Rucksack und ging schnellen Schrittes los, vorbei wieder rechts und links an riesigen und beeindruckenden Felsen.. Man muss schon sagen, dass man spürt, dass die Luft im Death Valley anders ist. Durch die verschiedenen Höhenmetern ist man ständig mit dem Druckausgleich beschäftigt und irgendwann tuen einem schon die Ohren weh.. Man fühlt sich auch ein bisschen schwindelig - ganz komisches Gefühl. Ich bin jedenfalls noch nie eine Straße entlang gefahren, die so viel hoch und runter ging. Nicht nur die permanenten Kurven rechts und links, sondern nun auch noch die Straßen, die ständig steil nach oben und nach unten führten, so buckelmäßig mit freien Fallgefühl im Magen. Ich denke gerade an alle, die am Straßenrand standen, und sich übergeben haben oder ihre vollen "Tüten" am nächsten Parkplatz entsorgen. I feel you! Mir ist schon fast selber vom eigenen Fahren mulmig geworden.

    So - wo war ich noch mal?!.... Genau - beim Trail. Ich bin echt schnellen Schrittes gegangen, schwitze ohne Ende, weil es kaum Schatten gab, war aber nach einer Stunde wieder am Auto. Also ganz knapp über den empfohlenen 10 Minuten 🤭😅

    Ich schaute nach, was man unbedingt im Death Valley gesehen haben sollte und stellte fest, dass ich alle to does durch habe. Ich wollte nicht weiter unnötig durch den Park fahren, zumal die Distanzen zu den einzelnen Spots echt lang sind. Teilweise um die 50 im.

    Also entschied ich mich gegen 16 Uhr zurück zur Unterkunft zu fahren.

    Death Valley war echt besonders! Anders aber besonders.. Einfach nur dort durch zu fahren, wie es viele tun, weil das teilweise eine ganz normale Durchfahrtsstraße ist, würde dem auf jeden Fall nicht gerecht werden.

    Abends machte ich mir nur noch mein Essen in der Mikrowelle warm, was erstaunlicher Weise ganz gut schmeckte...

    Die Entscheidung ist gefallen - ich werde den Zion skippen und die nächsten beiden Tage in Vegas verbringen, bevor ich zum Bryce Canyon fahre. Leider kann ich die Unterkunft im Zion nicht mehr kostenlos stornieren, aber das sollte kein Argument sein, meine Zeit dort ab zu sitzen.

    Also werde ich mir gleich ein Hotel in Vegas buchen und morgen früh dort hin fahren und auf das schöne Wetter warten 😁
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  • Tag 10 - Anreise Death Valley

    10 oktober, Förenta staterna 🌬 26 °C

    Nach einer wirklich erholsamen Nacht - ich habe echt richtig richtig gut geschlafen, machte ich mich kurz nach 6 bereits fertig, packte meine Sachen zusammen und um 6:45 Uhr saß ich bereits im Auto Richtung Death Valley. Insgesamt waren das 250 km und ca. 2:45 Std Fahrt. Da es morgen regnen soll, wollte ich nach einem Zwischenstop unbedingt noch ins Death Valley fahren, auch wenn ich hier in der Nähe zwei Übernachtungen eingeplant habe.

    Um halb 9 war ich an meinem ersten Stop, den Alabama Hills. Die Alabama Hills sind eine faszinierende Felsenlandschaft aus runden, goldfarbenen Granitformationen vor der Kulisse des schneebedeckten Mount Whitney und ist weltberühmt als Kulisse für Hunderte von Hollywood-Filmen von klassischen Western bis hin zu modernen Blockbustern.

    Bereits die ersten Kilometer durch den Park haben mich total fasziniert. Die Felsformationen waren wirklich wunderschön. Unweit weg vom Eingang fuhr ich an einem bemalten Felsen vorbei (Nightmare Rock), auch Brenda genannt. Cool! Ein beliebter Fotospot. Mein erster Halt sollte allerdings der Mobius Arch sein, ein natürlicher Steinbogen und sicherlich einer der bekanntesten Fotospots in diesem Park.

    Vom Parkplatz sind es ca. 10 Minuten bis dort hin. Dort standen bereits einige Autos, weit und bereit war allerdings keine Menschenseele zu sehen. Ich schnappte mir eine kleine Flasche Wasser und ging diesen wunderschönen kleinen Trail entlang und genoss die Ruhe in der Morgensonne die wunderschönstes Licht zauberte. Was für ein toller Ort!! 😍 Kaum am Steinbogen angekommen, sah ich schon eine Menschentraube...🙄 Wo kamen die denn auf ein Mal alle her?! Alle standen vor oder auf dem Steinbogen. Es waren auch mehrere Filmkameras aufgebaut. Ich schaute nach, ob ich vielleicht jemand Bekanntes erkenne 😆 aber dadurch, dass ich keine Filme schaue, war die Chance gleich null... Ein bisschen ärgerlich, denn die ganzen Menschen ließen sich am Ende unmöglich aus dem Bild retuschieren. Auf ein Mal sprach mich ein älterer Herr an. Mat - Matthias, ein Deutscher, der schon viel zu lange in den USA lebt und daher kaum noch Deutsch spricht. Er fragte, ob ich ein Foto machen möchte. Ja - offensichtlich. Deshalb war ich dort! Nein.... Er fragte mich, ob ich ein Foto mit der IMAX Kamera machen möchte. Ich sagte nur "why not". So ganz habe ich nicht verstanden, was er von mir wollte. Er fragte mich nach meinem Namen. Ich sagte "Sally", weil der Name Silke im Ausland zu schwierig ist. Er rief allen Menschen zu. "Das ist Sally - Sally wird gleich ein Foto von uns machen"..und wie in einem Chor kam zurück, hello Sally, thank you!

    Keine 2 Minuten später stand ich auch schon hinter einer riesigen Kamera und bediente mehrfach den Record Knopf und machte Aufnahmen von diesen Menschen.

    Danach wurde ich gefragt, ob ich ein Foto mit der IMAX Camera haben möchte. Ich dachte erst, er meinte, er wolle mich damit fotografieren... Nein, ich solle mich neben die IMAX Kamera stellen und der ältere Herr würde dann ein Foto machen. Ist eine IMAX was Besonderes?! Ich hatte keine Ahnung 🤣 Stellte mich also ohne große Nachfragen neben die Kamera und er fotografierte mich mit meinem Handy. Irgendwie überforderte mich die ganze Situation 😆

    Damit dann fertig, bat er mich noch darum, mit verschiedenen Spiegelreflexkameras sowie diversen Handys Bilder zu machen. Es ging immer nur um diese Gruppe vor dem Steinbogen. Ich gab natürlich mein Bestes 😁 Irgendwann fertig, löste sich die Menschentraube irgendwann auf und das Filmequipment wurde nach und nach zusammengepackt. Nachdem das Motiv nun frei war, fragte ich, ob ich nun ein Foto mit dem Steinbogen haben könnte. Hab ich als Dank auch bekommen. Was für eine verrückte Situation 😂 Ich ging zum Auto und schaute nach, ob es noch einen schönen Trail gibt, den man laufen könne. Ich wollte nämlich noch nicht weiter, weil dieser Ort so magisch war. Ich suchte mir einen Trail raus, fand den allerdings irgendwie nicht.. Fuhr ein paar Schleifen, konnte aber den Startpunkt nicht finden. Das ist ein Nachteil, wenn man in den Parks kein Internet/GPS hat... Ich fuhr zurück zum Parkplatz, wo ich bereits vorher stand und bin von dort aus noch mal los und bin einfach ein paar Wege entlang gelaufen ohne einen richtigen Plan zu haben.

    Dieser Ort war einfach magisch! Diese sandigen Straßen, wunderschöne Felstransformafionem, im Hintergrund den schneebedeckten Berg Mt. Whitney und ich kleine Menschenseele einfach mitten drin. Alleine... Kein Mensch weit und bereit. In der Ferne zog eine große Pferdeherde durch den Park. Eine absolute Filmkulisse. Ich kletterte hoch auf einen Felsen und saß einfach dort und schaute in die Ferne. Irre... In diesem Moment zog mein Leben an mir vorbei.. Früher hätte ich es mir nie erträumen können, solche wunderschönen Orte zu entdecken. Jetzt sitz ich hier in den USA, in einem wunder wunderschönen Park und bin einfach nur dankbar. Dankbar.. Ja irgendwie schon, auch wenn ich jeden Tag hart dafür arbeite und reisen im Alltag auch ein riesiger Verzicht bedeutet. Meist arbeite ich 7 Tage die Woche, und leiste mir selten irgendwelche Dinge. Reisen rettet meine kleine Seele immer wieder und rettet mich aus meinem Alltag. Das ist der Preis, den ich dafür zahle. Es war ein echt sehr emotionaler Moment für mich 🥺

    Irgendwann stand ich auf und spazierte wieder in Richtung Auto. Ich saugte jeden Moment so intensiv auf. Für mich ein absolut magischer Ort, den man nicht auf Bildern festhalten kann..

    Bevor es dann weiter zum Death Valley ging, fuhr ich noch eine kleine Straße entlang. Die Straßen waren teilwveise extrem sandig und tief. So sandig, dass das Auto paar mal ausgebrochen ist. 7 Meilen bin ich diesen Weg gefahren, am Ende dann doch mit ein paar Schweißperlen auf der Stirn, weil ich dachte, dass ich mich festfahre und während der gesamten Strecke kam mir kein einziges Auto entgegen und Handyempfang ist nicht.. Hat sich sowas von gelohnt! Eins weiß ich - ich komme wieder!!

    Schon wieder bin ich an einem Ort versackt, dem ich zu Beginn gar nicht so viel Bedeutung schenkte und dieser nur als netter Zwischenstop gedacht war. Gegen 11:30 Uhr ging es dann weiter zum Death Valley. 2 Stunden Fahrt waren es noch bis dort hin.
    Zwischenzeitlich zog es sich leider immer mehr zu. Mein erster Stop dort waren die Mesquite Sanddünen, die teilweise 35 Meter hoch sind. Leider schluckten die Wolken so ziemlich das Licht. Es waren kaum schöne Aufnahmen möglich. Der Sand war weich wie Puderzucker!

    Ich war erstaunt, wie unfassbar warm es in diesem Park auf ein Mal war. Die Temperaturen klettern von 18-36 Grad hoch. Überall stehen Warnschilder, dass man sich draußen nicht länger als 10 min. aufhalten soll. Das ist schon sehr respekteinflößend..

    Der nächste Stop war dann der Zabriskie Point. Über Jahrmillionen hinweg schwemmten Flisse Schlamm, Sand und Ton in den Furnace Greek Lake. Gleichzeitig gab es in der Region heftige Vulkanausbrüche. Die vulkanische Asche fiel in den See und vermischtesich mitden Schlammschichten. Aus dieser weichen schichten aus Ton und Asche entstanden im Laufe der Zeit die gelb-braunen und grinlichen Gesteinsschichten, die man heute sieht.

    Super interessant, wie solche Transformationen entstehen. Der Spot war sehr beeindruckend.

    Zum Schluss fuhr noch noch zum Dante's View. Aufgrund des Wetters war die Aussicht nicht so lohnenswert. Die Windgeschwindigkeit von mehr als 70 km/h lud auch nicht unbedingt zum Verweilen ein.
    Da ich bereits den gesamten Tag im Auto saß und im Death Valley nicht wirklich irgendwelche Trails gegangen bin, entschied ich mich gegen 15:30 Uhr in die Unterkunft zu fahren. Immerhin waren es noch über 100 km und 1 1/2 Std Fahrt. War auch echt durch...

    Hier im Ort Beatty angekommen, die Ernüchterung. Hier gibt es nichts.... Gar nichts... Eine Tankstelle, viele Restaurants, die zwischenzeitlich geschlossen waren und ich hatte einen solchen Hunger 😵‍💫

    Der nächste große Supermarkt war mehr als eine Autostunde entfernt... Verdammt! Wie konnte mir das nur in meiner Planung untergegangen sein?! 😳 Ich freute mich also über meine 2 übrig gebliebenen Crossaints und meine Tüte Chips. Zu allem Übel soll es morgen den ganzen Tag regnen und ich sitz hier auf dem Trockenen.. Egal! Für heute Abend hat es erst mal gereicht.

    Für den morgigen Regentag stell ich mich mal auf Netflix und chill ein... Ein bisschen Entspannung sollte im Urlaub immerhin auch nicht zu kurz kommen 🤭
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  • Tag 9 Anreise Bishop

    9 oktober, Förenta staterna ⛅ 30 °C

    Heute morgen machte ich mich fertig, packte meine Sachen und fuhr los in Richtung Bishop. Bishop ist nur eine Zwischenübernachtung, bevor es ins death valley geht. Von Lake Tahoe sind es ca. 290 km.

    Mein erster Stop war nach 160 km und 2 1/2 Std Bodie Ghost Town. Eine alte Goldgräberstadt
    Diese wurde 1859 nach einem Goldfund gegründet. Heute stehen noch 144 Häuser in Originalzustand dort. Dort lebten einst 10.000 Menschen. Nachdem die Goldreserven erschöpft waren, verließen die Menschen dieses Dorf. Seit 1962 ist dieser Ort als Bodie State Historic Park geschützt. Der Eintritt kostet pro Erwachsenen 8 Dollar. Optional konnte man noch eine Karte dazu kaufen, die beschrieb, um was es sich bei diesen Häusern handelte. Geiz ist geil... Hab es sofort bereut, sie am Gate nicht gekauft zu haben. Es hätte mich total interessiert!

    Ich muss sagen, so etwas Beeindruckendes habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Ich war absolut geflashed. Man spürte sofort, dass es absolut besonders ist, durch einen solch geschichtsträchtigen Ort zu sein.

    Fast 2 Stunden spazierte ich durch dieses Dorf. Schaute in jedes Haus rein, welche teilweise noch ei eingerichtet waren. In einer angrenzenden Garage eines Hauses stand sogar noch eine alte Kutsche!

    Ehrlich?! Ich musste tatsächlich erst mal googeln, ob das alles echt oder inszeniert ist. Könnte es kaum glauben. Es gab ein Hotel, eine Schule, eine Kirche sowie Geschäfte, die nahezu noch vollständig eingerichtet waren. Es war einfach magisch! Ich hätte noch Stunden dort verbringen können 🤩🤩

    Auf dem Weg nach Bishop hielt ich noch für einen kleinen Fotostop am Mono Lake an. Der Weg dort hin war schöner als der See an sich.. Es roch auch ein bisschen unangenehm. Also 2-3 Fotos und weg war ich wieder auf dem Weg zum Mammoth Lake. Also so war ich zumindest der Annahme in meiner Planung. Dort angekommen, frage ich mich, wo der Mammoth Lake war. Ich hatte mir nämlich ein schönes Foto davon abgespeichert. Als mir auffiel, dass es gar keinen See gibt, der Mammoth Lake heißt, es sich nämlich um einen Ort handelte, schaute ich nach Alternativen. Es gab zwar ein paar Seen in der Nähe, aber da noch mal extra hin zu fahren, überstieg meine Motivation, da wir ohnehin schon 15 Uhr hatten. Ich schaute, ob es innerhalb einer Stunde Fahrtzeit noch etwas Sehenswertes gibt und bin dann auf den Little Lake Valley Trail gestoßen, der unweit von Bishop ist. Also... ab dort hin. Leider versteckte sich die Sonne hinter den riesigen Felsen und die Farben der Natur dieses wunderschönen Trails kam leider nicht wirklich zur Geltung. Dennoch ging ich eine Stunde, bevor ich dann zurück ging. Irgendwie war für heute die Luft raus.. Ich fuhr zur Unterkunft, auf dem Weg dort hin hielt ich noch kurz in einem Supermarkt an und holte mir für den Abend Lasagne und etwas zu trinken. Kennt ihr diese kleine Lasagne für die Mikrowelle, die in Deutschland 1,99 Euro kostet?! Die kostet hier mal eben 7 Dollar. Aber irgendwie hatte ich Lust drauf..

    Ich checkte hier in dieser wirklich sehr außergewöhnlichen Unterkunft ein. Ursprünglich hatte ich ein Motel in Bishop gebucht, welches ich aber gestern noch fix stornieren konnte, weil ich dachte, dass ich meine Pläne umschmeiße... Das war ein Schnellschuss. Alles was nun noch in Bishop übrig war, lag bei über 300 Dollar die Nacht oder aber das California Hostel.... Von dessen Bett ich gerade meinen Tagebucheintrag schreibe. Speziell - sehr speziell! Als ich hier ankam, saßen ganz viele in einem Stuhkreis und erzählten sich irgendwelche Dinge... Sah aus wie eine Therapiegruppe. War absolut seltsam! Ich hatte schon Angst, das sei ein Aufnahmeritual und Voraussetzung für die Übernachtung 🤣🤣 Ok... Nicht lange drüber nachdenken... Es gibt keine Alternative. Die Räumlichkeiten .. Ich hab sowas noch nie gesehen! Speziell... 😅 Seht selbst..

    Mir wurde dann mein Zimmer gezeigt. Ich bin in einem Raum mit 4 Betten. Ohne Vorhang. Hab als Sichtschutz erst Mal meine Flughafendecke und mein Handtuch rundherum an das Bett geklemmt.
    Hier um die Ecke gibt es einen Waschsalon. Waschen war längst überfällig.. Ich nahm also meine Wäsche und ging dort hin. Die Maschine Wäsche hat 2,50 Dollar und der Trockner 0,75 Cent gekostet. Hatte von zu Hause extra Farbfangtücher mitgenommem, sodass ich alles in eine Maschine schmeißen konnte.

    Also verbrachte ich meinen Abend im Waschsalon, aß danach noch meine Lasagne und liege jetzt im Bett.

    Morgen möchte ich schon ganz früh los. Morgen ist noch der einzig schöne Tag, bevor es danach 3 Tage regnet. Das muss genutzt werden ☀️ ☀️
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  • Tag 8 - Lake Tahoe

    8 oktober, Förenta staterna ☀️ 22 °C

    Heute habe ich zum Glück ein bisschen besser geschlafen. Aber ganz fit bin ich immer noch nicht. Um kurz nach 7 schlief ich noch Mal für eine Stunde ein.

    Da ich gestern ein wenig das Wetter der nächsten Tage recherchierte, habe ich gesehen, dass scheinbar eine Kaltfront unterwegs ist, der jede Menge Regen bringt. Um genau zu sein - 3 Tage 😦 das wirft meinen Plan für den Zion Nationalpark ordentlich durcheinander. Vorher bin ich im Death Valley - da ist das Wetter schön. Während der 3 Tage ist es ebenfalls in Las Vegas auch schön. Ich überlegte, ob ich meinen gesamten Plan umwerfe und vom Death Valley nach Las Vegas fahre ich danach die restliche Route ans Ende setze.

    Meine gebuchten Unterkünfte waren allerdings nur noch teilweise stornierbar. Zu den anderen Daten seien diese allerdings teilweise ausgebucht. Den Mietwagen müsste ich dann auch verlängern, da ich diesen bis zum Ende der Reise haben müsste und für die Tage in Las Vegas müsste ich jeden Tag eine Gebühr fürs parken bezahlen. Alles in allem würde mich das Ganze jede Menge zusätzliches Geld kosten. Wenn ich Pech habe, wird es Stand jetzt einen Tag im Zion Nationalpark regnen. Ich habe dort allerdings zwei Übernachtungen gebucht. Sollte dem also so sein, könnte ich einen Netflix Tag einrichten und dann nur einen Tag vor den Zion haben. Wäre zwar schade, aber im Endeffekt immer noch die bessere Lösung als alle Pläne auf links zu drehen.

    Ich wollte aber später noch Mal abwegen und schauen, was der sinnvollste Plan sei.

    Gegen 09:30 Uhr machte ich mich fertig und schaute, was ich für diese Region in meiner Reiseplanung stehe hatte. So gut vorbereitet zu sein, ist ein absoluter Vorteil. Das bedeutet nicht, dass alles durchgeplant ist, sondern, dass ich mir einfach rausgeschrieben habe, was man hier machen kann mit hilfreichen Tipps u.Ä. Ich muss also nicht mehr googeln, sondern kann direkt in den Tag starten.

    Ich hatte mir einen kleinen Trail rausgesucht, den ich gehen wollte, und der von "oben" zum Strand führte. Da die Parkplatzsituation dort sehr begrenzt ist, schrieb ich auf, dass es wichtig sei, früh da zu sein... Naja - das schaffte ich nun nicht mehr, da die Fahrt zur Emerald Bay noch eine halbe Stunde dauerte. Egal 😄

    Dort angekommen, fand ich vor dem eigentlichen Parkplatz, der 10 Dollar kostete, noch einen einzigen Parkplatz, der kostenlos war 😃 der Tag fing also schon mal gut an.

    Was hatte ich mir eigentlich dabei gedacht, heute morgen eine lange Hose an zu ziehen?! Hier in der Region ist es ein bisschen kälter, aber in der Sonne defintiv immer noch zu warm für eine lange Hose. Größte Fehlentscheidung! 🥴 Ich verbrachte ein bisschen Zeit unten am Strand, aber irgendwie überzeugte mich das nicht. Suchte mir noch einen anderen Trail raus, der mir aber auch irgendwie nicht zusagte und entschied mich dann gegen Mittag zurück zu fahren, einen kurzen Stop in der Unterkunft zu machen, um meine Kleidung zu wechseln und von dort aus in den Sand Harbor State Park zu fahren. Dieser war ca. 40 Min. von der Unterkunft entfernt. Dies ist ein  Naherholungspark am Ostufer. Bekannt für seine weitläufigen Sandstrände, das klare Turkisfarbene Wasser und eindrucksvolle Granitformationen. Der kostete 15$. Die Sonne brannte ziemlich dolle. Ich schlenderte ein bisschen am Strand entlang, entspannte ein bisschen in der Sonne, bevor ich dann weiter in die kleine Stadt Tahoe City gefahren bin. Dies ist ein kleiner charmanter und historischer Ort. Ich finde im allgemeinen wirkt die ganze Lake Tahoe Region soo anders. Es wirkt wie eine kleine Westernstadt. So ursprünglich, viele Gebäude sind aus Holz. Einfach anders! Aber schön 😍 Man merkt, dass hier ALLES im Sommer auf Wassersport und im Winter auf Wintersport ausgelegt ist. Die, im Sommer Fahrräder und Boote vermieten, vermieten im Winter Schneeeqipment. Hier fängt es meistens schon Anfang November an zu schneien! Unglaublich... Heute noch in der Sonne geschwitzt und in 3 Wochen könnte bereits der erste Schnee fallen.

    Ich spazierte dort am Hafen und an den kleinen Geschäften entlang, machte einen kurzen Stop am Penny Bear, eine bekannte Skulptur direkt am See.  Diese besteht aus etwa 200.000 bis 205.000 Pennies aus den USA, Kanada, Australien und der die einzeln hochkant in eine Beton- und Stahlstruktur eingebettet wurden. Die Skulptur wiegt rund 1,5 Tonnen.

    Ich aß meinen Salat, den ich dabei hatte und machte mich danach auf den Weg zurück. So umrundete ich heute den gesamten See. Als es bereits dunkel war, war ich wieder zurück.

    Ich schaute auf meinem IPad ein bisschen Youtube und schlief mal wieder relativ früh ein.
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  • Tag 7 - Anfahrt zum Lake Tahoe

    7 oktober, Förenta staterna ☀️ 23 °C

    Nach einer anstrengenden Nacht, weil meine Erkältung immer noch anhält, war ich wieder früh wach und einfach froh, dass die Nacht vorbei ist.. Ich machte mich in Ruhe fertig und gegen 8:30 Uhr verließen wir die Unterkunft.

    Mein heutiges Ziel ist Lake Tahoe. Die Strecke ist ca. 330 km weit. Also eine entspannte Tagesetappe mit kleinen Zwischenstops.

    Ich entschied mich über den Tioga Pass, der von einer anderen Seite nochmals teilweise durch den Yosemite Nationalpark führte, zu fahren. Die Strecke soll traumhaft schön sein. Als ersten Stop suchte ich mir nach ca. 160 km den Tenaya Lake raus.

    Bevor es los ging, deckte ich mich mich noch mit einigen Snacks und Getränken aus dem Supermarkt ein, den teilweise gibt es weit und bereit in der Nähe des Nationalparks keine Einkaufsmöglichkeiten.

    Der Tioga Pass war landschaftlich so wunderschön. Ein absolutes Highlight und es hat unfassbar viel Spaß gemacht. Hier und da legte ich einen kurzen Fotostop ein. Die Gegend sieht hier so anders aus, wie die, die ich bisher in der Umgebung des Parks gefahren bin. Einfach schön!

    Gegen 12:30 Uhr kam ich am Lake an. Wow! Kristallklares Wasser, die Berge im Hintergrund. Eine Kombination, die ich seit dem Gardasee so sehr liebe! Ich packte meine Snacks und Getränke in meinen Rucksack und suchte mir eine schöne Stelle am See aus, wo ich eine Pause machte. Ich ging am See entlang spazieren und war echt angetan und versackte einfach ungeplant 2 Stunden dort. Irgendwann setzte sich ein Musiker direkt in der Nähe des Wassers und nahm Videos auf. Ich gehe davon aus, für Instagram oder Youtube. Er hatte eine wahnsinnig schöne Stimme. Natürlich setzte ich mich in die Nähe von ihm, genoss die Musik ich diese wunderschöne Umgebung 😍

    Gegen 15 Uhr fuhr ich dann auf direktem Wege zur Unterkunft weiter. Schließlich hatte ich noch ein paar Kilometer und knapp 2 1/2 Std Fahrt vor mir.

    Gegen kurz vor 18:30 ich kam ich dann in der Unterkunft in Lake Tahoe an. Zu meiner Verwunderung war die Rezeption nicht besetzt. Ok... Was nun?! Es hing ein Zettel an der Türe, dass man den online check über die e Mail, die man erhalten hat, durchführen solle, und man dann die Zugangsdaten für das Türschloss des Zimmers erhält. Wunderbar 🙄 Hab natürlich keine E Mail erhalten... Bei Booking kam immer wieder eine Fehlermeldung, als ich die Unterkunft kontaktierte und die Nummer für WhatsApp konnte ich nicht einspeichern, da ich derzeit eine E Sim nutze, die keine Nummer, sondern nur Datenvolumen hat 🙄🙄
    Irgendwann konnte ich die Unterkunft dann über Booking kontaktieren... Keine Ahnung, ob die die Nachricht zeitnah lesen.. War ein bisschen angenervt! Nach einer halben Stunde habe ich eine Rückmeldung bekommen, sie würden das Anliegen an den Manager weiterleiten. Weitere 20 Minuten später, wurde ich nach meiner E Mail Adresse gefragt, damit man mir die Rechnung zuschicken könne. Ja - fällt denen ja echt früh ein! 😡 Ich stand ja erst 40 Minuten vor der Tür! Endlich erhielt ich die E Mail mit der Rechnung, die ich via Kreditkarte zahlte und weitere 10 Minuten später, hatte ich endlich die Zimmernummer und den Türcode. Ich war echt angefressen! Ich saß eine Stunde im Auto und ich war echt müde! Zwischenzeitlich waren es 19:30 Uhr! Eine Runde zum See zu schauen, lohnte sich dann auch nicht mehr.

    Ich schleppte meine Sachen in das Zimmer und fuhr noch mal zum nächsten Supermarkt los und kaufte mir noch einen Salat sowie etwas Süßes und fiel dann auch relativ zeitig ins Bett 😴

    Den See schaue ich mir dann morgen in Ruhe an..
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  • Tag 6 Yosemite Nationalpark

    6 oktober, Förenta staterna ☀️ 32 °C

    Heute sind wir super unentschlossen aufgewacht. Wir wussten nicht genau, was wir mit dem heutigen Tag anfangen sollen.
    Wir waren beide nicht so angetan von der Tatsache, dass die für uns interessanten Trails, unter anderem zum Glacier Point gesperrt waren. Wir waren beide der Meinung, dass sich der Weg von 1 1/2 Std, für das, was wir gestern gesehen haben, nicht lohnt.

    Für mich geht es nach dem Yosemite weiter nach Lake Thaoe. Pierre steuerte gedanklich den Sequoia Nationalpark an. Wir überlegten, ob es Sinn macht, bereits einen Tag vorher abzureisen, damit wir keine Zeit verlieren. Auf der anderen Seite würden wir aber gerne noch was zusammen machen. Im Umkreis von 2 Stunden gab es allerdings keine interessanten Alternativen. Wir überlegten, wegten ab.. Direkt nach Durchfahrt des Parkes gab es einen Trail "Mariposa Grove Trail". Dieser solle ein paar Mammutbäume beheimaten... Pierre steht total auf Mammutbäume - mich langweilte eher der Gedanke. Da es aber relativ nah war und es keinen Plan B gab, haben wir uns irgendwann entschieden, doch noch Mal in den Park zu fahren und den Trail zu machen. Laut Kommot ca. 6 km. Danach wollten wir entscheiden, ob wir Mittags dann bereits jeweils weiterfahren, denn die Unterkunft bot auch nicht all zu viel.

    Wir packten unseren Rucksack mit ein paar Snacks und Getränke und fuhren los. Nach ca. 45 Min sind wir an einem Parkplatz angekommen. Zu meinem absoluten Horror ging es von dort aus nur noch mit dem Shuttlebus weiter 🫪 davon stand nirgends etwas! Panik stieg sofort wieder auf... Die Kurvenstrecke zog sich ja durch den gesamten Park. Die in einem Bus zu fahren machte es wirklich nicht besser.... Zum Glück haben wir 2 Plätze direkt ganz vorne erwischt und die Fahrt dauerte nur um die 7 Minuten. Gerade noch so erträglich.

    Wir kamen direkt am Startpunkt des Trails raus und liefen von dort aus los. Der Beginn ist sogar barrierefrei und man läuft über einen Holzsteg. Fand ich super schön! Links und rechts standen bereits ein paar Mammutbäume. Der Weg war echt schön!

    Nicht weit entfernt, stand der Baum, der dem Trail seinen Namen zu verdanken hatte. Der Grizzly Giant - ca. 3.000 Jahre alt und ein Umfang von ca. 9 Metern. Neben diesem wirkte man wirklich klein 😁

    Wir liefen den Trail auf unbefestigtem Wege weiter nach oben. Der Weg war wirklich schön angelegt und Bäume hin oder her... Es war echt schön! Überall standen Mammutbäume. Pierre hatte zu Beginn die Befürchtung, dass hier nur vereinzelt welche stehen. Mir war es egal, da ich mich nicht wirklich dafür interessierte und ich einfach noch ein bisschen wandern wollte. Ich muss aber ehrlich gestehen, dass mich die Begeisterung doch ein wenig angesteckt hat. Wir haben tolle Fotos gemacht und den Trail sehr genossen.

    Überall lagen riiiieeeesige Tannenzapfen. Solche Dimensionen habe ich noch nie gesehen. Hätte gerne einen mitgenommen, da ich bereits zu Hause einen vom Tafelberg und einen aus DEM Bryce Canyon habe. Allerdings waren diese voller Harz. Haben wir natürlich erst festgestellt, als wir sie bereits in der Hand hatten 😂

    Achja - 6 km?! Am Ende waren es mehr als 11 km die wir gegangen sind und waren erst um 16:30 Uhr wieder am Auto. Der Trail war wirklich wunderschön und wir beide waren sehr happy, dass wir uns doch spontan dafür entschieden haben. Wir hätten defintiv Etwas verpasst. Pierre war so begeistert, dass er sich dagegen entschied, noch zum Sequoia zu fahren. Die Vielzahl der Mammutbäume heute war gigantisch! Das reichte ihm aus.

    Aufgrund der Uhrzeit fuhr natürlich keiner von uns beiden noch los. Stattdessen verbrachten wir den letzten Abend bei leckerem Essen unter dem Sternenhimmel, packten unsere Sachen für die morgige Abreise. Für mich geht es weiter zum Lake Tahoe und Pierre entschied sich, weiter nach Las Vegas zu fahren und von dort aus weiter nach Arizona/Utha zu fahren.

    Was ist mal wieder das Fazit?! Wenn man absolut keine Erwartungen hat, wird man meist sooo positiv überrascht! 🤗
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  • Tag 5 Yosemite Nationalpark

    5 oktober, Förenta staterna ☀️ 33 °C

    Heute sind wir ganz gemütlich in den Tag gestartet, da es seit Wochen im Yosimite brennt und einige Durchfahrten und Wandertrails geschlossen waren, mussten wir erst mal schauen, welchen Trail wir wandern wollen und haben uns sämtliche Routen auf Kommot angeschaut und uns für den Mist Trail entschieden.

    Wir packten uns Proviant ein und los ging es. Bis zum Eingang zum Yosemite Park sind es ca. 30 Minuten. Wenige Kilometer auf dem Weg fing es an mit der Kurvenlandschaft... Eine Kurve folgte unmittelbar der nächsten. Wer meine Tagebücher verfolgt - bei Reisekrankheit habe ich damals ganz laut hier geschrien... 🙄 Keine 20 Minuten später konnten wir bereits anhalten..An an einem Aussichtspunkt. Kotzen mit Aussicht! 😮‍💨 Schön! Hatten ja nur noch 2/3 der Strecke vor uns...In diesem Moment war mir alles andere als zu lachen zu Mute. Kaum stand ich dort, hielt neben uns ein Auto mit 4 Japanern an. Die Frau stellte sich neben mich, und musste sich ebenfalls übergeben. Ich wusste für mich, dass ich unmöglich weiter fahren konnte. Also musste Plan B her. Da wir mit Pierre's Mietwagen unterwegs waren und er keinen Zusatzfahrer beim Mietwagen hinzugebucht hat, gab es nur die Möglichkeit, eine Reisetablette zu nehmen und den Weg zur Unterkunft noch mal als Beifahrer mit zu fahren und wir dann in der Unterkunft die Autos tauschen, und wir mit meinem Auto fahre. Das Ganze hat natürlich ziemlich viel Zeit gekostet, sodass wir erst gegen 13 Uhr im Park waren, von dem wir unseren Trail laufen wollten. Wir führen durch den "Tunnel View", welcher DER Aussichtspunkt schlecht hin ist... Ja - war nett. Ein paar Felsen halt...Also die Qualen haben sich dafür defintiv nicht gelohnt.

    Naja.. Als hätte der Vormittag nicht schon gereicht, erfuhren wir vor Ort, dass genau der Mist Trail aufgrund von Bauarbeiten gesperrt war.. Na prima - das war ja schon die Alternative der Alternative 😒

    Wir suchten uns eine Route in Nähe des ursprünglichen Trails raus und dieser fing erst mal so an, dass es bestimmt erst mal gute 2 km richtig richtig steil hoch ging und das in der schönsten Sommerhitze.. Ich 2 Stunden in der Nacht geschlafen, weil ich erkältet bin und ständig keine Luft mehr bekam oder aber ich niesen oder husten musste oder meine Nase lief. Dann hing mein Magen noch halbwegs auf Links - beste Voraussetzungen. Konditonell war ich schon völlig im Eimer bevor ich überhaupt einen Fuß auf den Trail gesetzt hatte...Egal - wir sind ja nicht zum Spaß hier. Der Trail führte allerdings ohne Ausnahme über Stock und Stein weit nach oben. Ehrlicher Weise war ich nicht wirklich so sehr angetan. Graue Felsen sind nicht so beeindruckend wie z B. rote Felsformatiomen in anderen Nationalparks in Arizona, die ich wirklich liebte! Für Viele zählt der Yosemite zu einen der schönsten Parks. Hier mal wieder ganz klar - Geschmackssache. Für mich fehlte die Abwechslung.

    Der Trail den wir gelaufen sind, war auch sehr eintönig. Es ging immer nur nach oben und die Aussicht veränderte sich nicht spektakulär. Nach ca. 2 Stunden entschieden wir uns zurück zu gehen, weil wir überlegten, uns den Sonnenuntergang gegen 18:30 Uhr von einem anderen Punkt anschauen zu wollen. Gegen kurz nach 18 Uhr waren wir dann am Tunnelview mit Aussicht auf den half Dome. Dort stand bereits schon eine Menschtraube. Die Sonne ging allerdings nicht unter, sondern gab nur ein schönes Licht ab. Wir entschieden uns, nicht bis zum Sonnenuntergang zu warten und in Richtung Unterkunft zu fahren, da es noch ca. 1 ¹\² Stunden Fahrt zurück waren. Auf dem Weg zurück sahen wir aus dem Auto heraus, wie wunderschön sich der Himmel färbte. Unterwegs hielten wir noch an einigen Parkbuchten ein, Pierre holte seine Spiegelreflex Kamera raus und wir machten noch ein und paar richtig schöne Ausnahmen.

    Schon lange im Dunkeln waren wir zurück.. Zähneputzen und ab ins Bett. Innerhalb von 2 Minuten habe ich geschlafen!!
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  • Tag 4 - Anreise Ahnwanee (Yosemite)

    4 oktober, Förenta staterna ⛅ 33 °C

    Ich war übrigens immernoch alleine auf dem Zimmer! Hatte ich bisher auch noch nie, dass ich die gesamte Zeit alleine in einem Hostel war. Nett! 😃

    Geschlafen habe ich ganz ok. Seit Tagen schleppe ich eine Erkältung mit mir rum und bin eigentlich sehr dankbar, dass niemand in meinem Zimmer ist, den ich mit meinem gelegentlichen Husten nerve. Grüße gehen raus an den Typen neben mir im Flieger, der nicht nur aus dem Mund stank sondern auch hustete, ohne die Hand vor den Mund zu halten... 🙄

    Aus dem Plan, um 9 Uhr Richtung Flughafen zu fahren, um meinen Mietwagen ab zu holen und dann zum in n out zu fahren, der direkt am Flughafen ist, an dem die Flieger super nah vorbei fliegen, wurde dann ganz spontan 7:30 Uhr, wir fahren erst zum in n out, frühstücken dort, danach gehen wir das Auto abholen und eigentlich kann ich ja nicht fahren, ohne das Hollywood Sign gesehen zu haben 😅 immerhin hatten wir noch eine Strecke von knapp 500 km heute vor uns. Der in n out am Flughafen ist cool! Ein genialer Fotospot, der hin und wieder mal bei instagram auftaucht. Wir machten ein paar Bilder und fuhren dann ohne Frühstück Richtung Flughafen, weil der i n out erst um 10:30 Uhr öffnete 🫩 Schade Schokolade

    Also von dort aus die 5 Minuten zum Flughafen mein Auto holen. Die Abwicklung über Hertz funktionierte absolut problemlos und schnell. Nach 10 Minuten war der Papierkram erledigt. Da ich auch einen SUV gemietet habe und Pierre ein riesiges Schiff bekam, war ich gespannt, was ich für ein Auto bekomme. Am Schalter fragte ich nett, ob ich den kleinsten Wagen in dieser Kategorie bekommen könnte. Mir ging es ja nicht um die Größe sondern um das erhöhte Sitzen. Wenn man man in den Nationalparks unterwegs ist, sind die Straßen teilweise unbefestigt und da machte das absolut Sinn. Der nette Herr am Schalter sagte, wenn mir das Auto nicht gefallen würde, solle ich wieder kommen und ich würde ein anderes bekommen.

    Als ich die Nummer des Stellplatzes fand, war ich positiv überrascht. Die Marke kannte ich nicht, rot ist jetzt auch nicht unbedingt mein Fall, aber die Größe war perfekt. Pierre wartete außerhalb des Flughafens auf einem Parkplatz. Also verstellte ich nur eben den Sitz und fuhr los.

    Da die Enttäuschung über das fehlende Frühstück da war, schlug ich als Alternative vor, zu einem der ältesten Mc Donalds zu fahren und dort zu frühstücken. Da war ich bereits auf meiner ersten USA Tour und fand den Ort echt spektakulär. Also fuhren wir kurzerhand 30 Min in den Süden nach Downey um dort zu frühstücken. Die Überraschung war gelungen. Pierre war total angetan 🤩

    Wir aßen dort einen Mc Muffin, machten ein paar Bilder und fuhren dann wieder zurück in den Norden nach Los Angeles rein, um noch Fotos vom Hollywood Sign zu machen. Gegen 11:30 Uhr haben wir uns dann auf dem Weg gemacht. Der erste Stop nach 270 km war in ein angepriesener Souvenirladen im außergewöhnlichen Westernstiel. Abgesehen davon, dass wir nach dieser Stecke ohnehin eine Pause machen wollten, entpuppte sich dieser Countystop eher als ein überteuerter Sovinirladen, der allerdings sehr gut besucht war. Uns überzeugte das nicht und sind kurzerhand wieder gefahren. Immerhin hatten wir noch weitere 210 km bis zur Unterkunft vor uns

    Ca. 70 km vorher hielten wir bei Walmart an und deckten uns noch mit Getränken und ein paar Snacks für den Abend/nächsten Morgen ein und gegen 19:30 Uhr waren wir dann endlich im der Unterkunft. Diese ist ziemlich abgelegen in einem kleinen Waldstück ca. eine halbe Stunde vom Yosemite Nationalpark entfernt. Hier gibt es verschiedene kleine Hütten, davor jeweils 2 Parkplätze aber mit separatem Badezimmer im Außenbereich. Die Bewegung bei Booking lag bei 9,4 und hier in der Gegend tatsächlich das einzige, was zu bezahlen war.

    Ich war echt total angetan von dieser kleinen Hütte, mir der kleinen Terasse. Von innen auch super gemütlich eingerichtet mit Kühlschrank und einem wirklich bequemen Bett und einer weichen Bettdecke aber das viel beeindruckendere ist tatsächlich dieser gigantische Sternenhimmel über uns 😍😍😍

    Abends saßen wir noch eine Weile draußen und schauten einfach nur in den Himmel. Magisch! So viele Sterne habe ich selten gesehen. Ich glaube höchstens auf den Malediven. Wir überlegten noch ein bisschen hin und her, welche Tour wir morgen durch den Nationalpark machen wollen. Leider ist dort vor mehreren Wochen ein Feuer entstanden, welches immernoch brennt. Dadurch sind einige Zugangswege gesperrt und zudem die Luftqualität sehr schlecht. Zumindest am frühen Morgen. Gegen späten Vormittag soll sich das Ganze aufklären.

    Nicht hier hin zu fahren, war dennoch keine Option und alleine für den Sternenhimmel und die besondere Unterkunft hat sich der Weg hier her jetzt schon gelohnt 😍 die Badezimmer sind auch sauber und top ausgestattet. Für 300 Dollar kann man allerdings auch was erwarten 🙄

    Hier sind wir nun erst mal die nächsten 3 Nächte
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