• Uta Vogel
  • Uta Vogel

Wohnmobiltour durch Österreich

Wunderschöne, abwechslungsreiche und erlebnisreiche Wohnmobil-Reise durch ein liebenswertes, gastfreundliches und bildschönes Land, das auch kulinarisch begeistert. Read more
  • Abendessen im „Der Kamper“ in Admont

    August 6 in Austria ⋅ ☁️ 22 °C

    Eigentlich wollten wir in Admont beim Benediktinerstift übernachten, doch wir haben fast kein Wasser mehr. Seit wir unterwegs sind, haben wir tatsächlich erst einmal Wasser getankt, und gerade hier in der Region ist die entsprechende Infrastruktur dafür eher spärlich gesät. Ich hatte mir für Österreich extra die kostenpflichtige App „Schau aufs Land“ heruntergeladen, über die man Stellplätze auf Bauernhöfen buchen können soll – im Gegenzug kauft man dort im Hofladen ein. Sämtliche Versuche, über die Plattform zu buchen, sind bisher jedoch gescheitert: Entweder melden sich die Betreiber nicht oder die Plätze sind bereits komplett ausgebucht. Ich versuche mein Glück trotzdem noch einmal und fahre sogar direkt zum Anbieter, doch die Adresse scheint nicht zu stimmen. Auf dem Grundstück treffen wir allerdings auf freundliche Menschen, die uns an einen Campingplatz in der Nähe verweisen.

    Okay, den nehmen wir! Doch zuvor wollen wir noch etwas essen und sind über Google auf ein charmantes Restaurant gestoßen. Wir treffen dort zeitgleich mit einem anderen Paar ein – und keiner von uns vieren hat einen Tisch reserviert. Es ist nur noch ein einziger Tisch frei, den wir uns kurzerhand teilen. Das französische Paar ist ganz dankbar, dass wir ein bisschen als Übersetzungshilfe einspringen können, und sofort kommen wir ins Gespräch. Die beiden wohnen in Paris und sind bereits seit dem 20. Juli zu Fuß unterwegs, um die Alpen auf der „Via Alpina“ von Ost nach West zu überqueren. Sie haben lediglich ein paar leichte, sehr gute Trailrunning-Schuhe an; sie hat fünf und er gerade einmal sieben Kilo Gepäck dabei, wobei die Wandersachen fast jeden Abend im Waschbecken durchgespült werden.

    Die Idee zu diesem Abenteuer entstand, nachdem sie bereits von Paris nach Santiago de Compostela gelaufen waren: knapp 2.500 Kilometer in 80 Tagen! Das sind im Schnitt mehr als 31 Kilometer pro Tag (!) – und die Strecke führte damals sogar durch das französische Zentralmassiv. Joe und ich sind ja wirklich selten sprachlos, aber diese sportliche Leistung hat uns völlig umgehauen. Er hat die gesamte Tour komplett selbst organisiert, inklusive aller Übernachtungen in Hütten und Pensionen. Morgen liegen 700 Höhenmeter vor ihnen, und wie sie erzählen, laufen sie bei der Hitze tatsächlich viel lieber als im Regen. Wie wunderschön, intensiv und berührend solche zufälligen Begegnungen doch sind!

    Ach ja, fast hätte ich das Wichtigste vergessen: Das Essen, der Service und das Lokal selbst waren ein absoluter Traum. Wir waren restlos begeistert, vor allem auch vom hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis. Eine absolute Top-Empfehlung!
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  • Campingplatz Forstgarten im Gesäuse

    August 7 in Austria ⋅ ⛅ 18 °C

    Gestern Abend spät finden wir noch den ersehnten Campingplatz mit Stromanschluss in idyllischer Lage. Wir verbringen eine sehr ruhige Nacht, obwohl es zwischendurch ganz heftig regnet. Über Nacht laden wir sämtliche Akkus aller Devices auf: Zahnbürsten, Fahrradakkus, Rasierer, Handys, unsere LED-Lampe und alles, was man sonst noch so braucht.

    Heute Morgen ist mal wieder Großputz und Camperservice angesagt. Joe leert die Toilette sowie das Grauwasser und füllt den Wassertank auf, der fast leer war. Ich putze derweil innen gründlicher durch, sodass wir am Ende eine halbe Stunde später loskommen als ursprünglich geplant. Wir fahren direkt zum Stift Admont, parken dort kostenlos und begeben uns sofort auf Erkundungstour.
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  • Die berühmte Klosterbibliothek

    August 7 in Austria ⋅ ⛅ 20 °C

    Die Admonter Klosterbibliothek – ein Meisterwerk des Spätbarocks

    „DAS ACHTE WELTWUNDER“

    Die spätbarocke Bibliothek gilt als das bekannteste Wahrzeichen des Stifts Admont. Der im Jahr 1776 vollendete Saal wurde von Josef Hueber entworfen und beeindruckt mit einer Länge von rund 70 Metern, monumentalen Deckenfresken von Bartolomeo Altomonte, faszinierenden Skulpturen von Josef Stammel sowie mehr als 60.000 sichtbar aufgestellten Büchern. Der gesamte Bibliotheksbestand umfasst sogar etwa 200.000 Werke, darunter wertvolle mittelalterliche Handschriften und kostbare Inkunabeln.
    Ein Raum, der nicht nur Bücher beherbergt, sondern auch Visionen: Der prächtige Bibliothekssaal des Benediktinerstiftes Admont spiegelt den Geist der Aufklärung wider – ein Raum, der ganz bewusst mit viel Licht und Weite gestaltet wurde, ganz nach dem Motto: „Wie den Verstand soll auch den Raum Licht erfüllen.“

    Mit seinen 70 Metern Länge, seiner majestätischen Dreigliederung und den sieben eindrucksvollen Deckenfresken von Bartolomeo Altomonte – geschaffen im stolzen Alter von über 80 Jahren –, ist dieser Saal ein Ort von stiller Erhabenheit. Die Fresken erzählen vom Weg der menschlichen Erkenntnis: vom Denken und der Sprache über die Wissenschaften bis hin zur göttlichen Offenbarung im Zentrum der Kuppel.

    Als die größte klösterliche Bibliothek der Welt ist ein Besuch dieses Raumes weit mehr als eine normale Besichtigung – es ist eine wahre Reise durch Kunst, Geschichte und geistige Tiefe.
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  • Benediktinerkloster Stift Admont

    August 7 in Austria ⋅ ☁️ 21 °C

    Das Benediktinerkloster Stift Admont zählt zu den bedeutendsten Kultur- und Sakraldenkmälern Österreichs. Besonders bekannt ist es weltweit für seine berühmte Klosterbibliothek – die größte ihrer Art in einem Kloster –, sowie für die faszinierende Verbindung von klösterlichem Leben, Kunst, Wissenschaft und modernen Museen.

    Das Kloster wurde bereits im Jahr 1074 gegründet und blickt somit auf eine fast tausendjährige Geschichte zurück. Bis heute leben hier Benediktinermönche nach der Regel des Heiligen Benedikt. Neben seinem religiösen Auftrag engagiert sich das Stift stark in den Bereichen Bildung, Kultur, Wissenschaft und regionale Wirtschaft, wodurch es weit mehr als nur ein historisches Bauwerk ist.

    Zum Stift gehört außerdem ein modernes Museum, das kunsthistorische, naturhistorische und zeitgenössische Sammlungen sowie spannende wechselnde Sonderausstellungen beherbergt.
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  • Ennsradweg durch das Gesäuse

    August 7 in Austria ⋅ ☁️ 23 °C

    Es kommt selten vor, dass ich in Rage gerate, aber diese Radtour heute hat mich an meine Leistungsgrenze gebracht – nicht wegen der Länge der Strecke und auch nicht wegen der Höhenmeter, sondern eindeutig wegen der „hochgelobten“ Streckenführung. Da geht die rote Karte an unser geliebtes ChatGPT, das uns genau diesen Streckenabschnitt des Ennsradweges R7 von Admont durch das Gesäuse nach Sankt Gallen in den höchsten und vielversprechendsten Tönen angepriesen hat, denn die wilde Enns mit ihrem türkisgrünen Wasser gehöre zu den eindrucksvollsten Flusslandschaften Österreichs. Das mag stimmen, doch zwischen Fluss, Schiene und steilen Felswänden fährt man hier hochkonzentriert auf der Hauptverkehrsstraße, und genussvolle Entspannung kommt bei mir dabei leider so gar nicht auf. Irgendwann teste ich, ob ich meine gute Laune-Playlist von Spotify auch über meinen neuen Helm hören kann, der eigentlich dazu dient, mich während der Fahrt mit meinem Schatz zu unterhalten – und ja, es klappt. Juhu! Was für ein Genuss, mit Musik geht wirklich alles besser, deutlich besser, auch wenn das eine Unterhaltung mit meinem Schatz erst einmal ausschließt…

    Wir hatten eigentlich geplant, mit der Bahn zurückzufahren, doch aktuell gibt es Schienenersatzverkehr, und der Fahrplan ist ein kleines Mysterium, selbst für meinen sonst so versierten Joe. So beschließen wir, es mit dem Bus zu versuchen. In der Dorfmitte unseres beschaulichen Zielorts Sankt Gallen erleichtert uns ein Café mit absolut herziger Bedienung die Wartezeit von eineinhalb Stunden. Wir gönnen uns zuallererst zwei riesige und superleckere Eisbecher – ich nehme den Dubai-Becher, Joe ein Bananensplit –, und schon steigt das gute-Laune-Barometer, vor allem bei mir. Noch ein herrlicher Grapefruit-Spritz hinterher, und die Welt ist wieder völlig in Ordnung.

    Wir sind super happy, als der Bus schließlich fast auf die Minute genau einfährt und völlig leer ist. Wir fragen den Busfahrer untertänigst und hoffnungsvoll, ob wir die beiden Fahrräder vielleicht auch mitnehmen könnten. „Das geht eigentlich nicht“, sagt er. Ich schaue ihm tief in die Augen mit meinem verzweifelten Dackelblick. „Also gut“, sagt er, „aber ihr müsst sie die ganze Fahrt über festhalten.“ Das kriegen wir hin! Juhu, wir schicken ein Stoßgebet in den Himmel, laden die Räder sowie die Körbe ein und genießen die Rückfahrt, auf der lediglich noch eine weitere Dame zusteigt.

    P.S. Nachtrag von meinem Joe: Meine ungehaltene Gattin empörte sich auf etwa der Hälfte der Strecke über ein zu anspruchsvolles, ausnahmsweise von mir gewähltes Fahrrad-Strecken-Profil für den restlichen Weg. Obwohl ich flehentlich bat, sie möge doch nicht allein zum Ausgangspunkt unserer Tour zurückfahren, war sie nur widerwillig bereit, sich mit einem Drittel der Fahrstrecke und nur der Hälfte der Höhenmeter zu arrangieren, weil sie meiner Streckenführung schlichtweg nicht mehr vertrauen wollte. Nachdem ich mich durchsetzen konnte und sie das zähneknirschend akzeptieren musste, fuhr sie sehr sportlich davon, und ich hatte alle Mühe, hinterherzukommen.

    Bei dem Versuch, schnell aufs Rad zu springen, rutschte mir dann auch noch mein seit Jahren lieb gewonnener, rechter Birkenstock-Flipflop vom Fuß, wobei die Zehenlasche riss. Okay, dann muss ich eben auf meine Crocs-Netz-Schuhe umsatteln, die wir zusammen mit den Badesachen eingepackt hatten – doch da war nur noch der linke Schuh zu finden; der rechte war wohl bei einer der holprigen Abfahrten aus dem Korb gehopst. Nun hatte ich also zwei rechte Schuhe, für den linken Fuß aber nur einen kaputten und einen fehlenden Schuh. Super! Wenn der Wurm drin ist, dann zieht sich das eben durch…

    Doch ich bin erfinderisch, trage den rechten Crocs-Netz-Schuh nun am linken Fuß und darf berichten, dass das durchaus unerwartete Schmerzen verursacht.
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  • Platzkonzert in Admont

    August 7 in Austria ⋅ ☁️ 20 °C

    Als wir mit dem Bus in Admont ankommen, formiert sich gerade die örtliche Blasmusik vor dem Rathaus – da müssen wir hin! Also machen wir die Fahrräder startklar und radeln die kurze Strecke zurück. Sie spielen vier mitreißende Märsche und Polkas und singen aus voller Brust traditionsreiche Heimatlieder, was auf uns irgendwie sehr berührend wirkt.

    Drei Damen der Blasmusik schenken Schnaps und Likör gegen Spenden aus, und der Wirt von der Kneipe gegenüber kommt spontan mit einem großen Tablett voller Freibier vorbei. Da wollen wir uns natürlich revanchieren und gehen im Anschluss bei ihm noch etwas trinken. Er besitzt eine Doppellizenz für ein Café und eine Bar, was bedeutet, dass er ab 18:00 Uhr bis in die frühen Morgenstunden geöffnet haben kann.

    Wir kommen mit ihm und einer Dame ins Gespräch, die mit ihrem Enkelsohn da ist. Wir tauschen uns über Österreich, die Gegend, das Stift Admont und seine große Bedeutung für die Region, die Tages-Touristen, die dem Ort leider nicht viel einbringen, sowie über viele andere Themen aus. Es wird ein sehr netter Abend, doch als wir uns schließlich verabschieden, gießt es draußen in Strömen. Da müssen wir jetzt durch: Also schnell zurück zum Wohnmobil, und Joe verpackt die Räder in Windeseile, denn wir müssen sowieso noch den Standort wechseln, da man direkt am Kloster nicht übernachten darf. Der Kneipier gibt uns zum Glück einen guten Tipp für einen Stellplatz nur fünf Minuten von hier, wo wir eine kostenfreie und ruhige Nacht verbringen können und sogar eine Toilette direkt vor der Haustür haben.
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  • Fast 1000-jährige Burg Strechau

    August 8 in Austria ⋅ ☀️ 18 °C

    Die Burg Strechau, die nach der Riegersburg als die zweitgrößte Burganlage der Steiermark gilt, thront hoch über dem Paltental auf einem Felsen und blickt auf eine fast tausendjährige Geschichte zurück. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Wehranlage im Jahr 1074, wobei die Ursprünge auf einen kleinen Turm aus der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts zurückgehen. Ihre Blütezeit erlebte die Festung in der Mitte des 16. Jahrhunderts unter dem Adelsgeschlecht der Hoffmann, das zu den Führern der steirischen Protestanten zählte. Damals wurde der einstige mittelalterliche Wehrbau in ein prachtvolles Renaissanceschloss umgestaltet. Im Zuge der Gegenreformation mussten die protestantischen Besitzer die Burg jedoch im Jahr 1629 an das Stift Admont verkaufen, wonach sie im 17. und 19. Jahrhundert unter anderem als Herrschaftssitz und Verwaltergebäude diente, zeitweise aber auch dem Verfall preisgegeben war. Seit 1979 befindet sich die Anlage wieder im Besitz der Familie Boesch (heute Boesch-Privatstiftung), die sie umfassend restaurierte und der Öffentlichkeit zugänglich machte.

    Heute lockt die historische Anlage Besucher mit einer Reihe beeindruckender Sehenswürdigkeiten – angefangen beim weithin bekannten, italienisch anmutenden Arkadenhof im Renaissance-Stil. Im Inneren fasziniert das Schloss vor allem durch kunstgeschichtlich wertvolle manieristische, protestantische Deckenmalereien und Fresken aus dem späten 16. Jahrhundert, wie etwa Darstellungen nach Ovid. Zu den weiteren Highlights gehören die barocke Burgkapelle, ein riesiger historischer Weinkeller sowie der weitreichende Ausblick über das Paltental.

    Eine echte Besonderheit ist die protestantische Deckenmalerei, die von einem Abt des Stiftes Admont während der Gegenreformation geschützt und dadurch vor der Zerstörung bewahrt wurde. Sie ist in dieser Form einmalig in ganz Österreich.

    Es ist vor allem der Familie Boesch zu verdanken, dass die Burg heute in diesem hervorragenden Zustand gepflegt und zugänglich ist, wobei die genaue Herkunft der finanziellen Mittel dafür nicht näher bekannt ist.
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  • Technische Sammlung Burg Strechau

    August 8 in Austria ⋅ ⛅ 20 °C

    Im oberen Bereich der historischen Burg ist ein umfangreiches Archiv untergebracht, das rund 98.000 technische Zeichnungen der Fahrzeugproduktion der Steyr-Werke umfasst. Die wertvollen Pläne werden standesgemäß in ihren originalen Planschränken aufbewahrt. Neben den Zeichnungen selbst kann man hier auch historische Arbeitsgeräte wie originale Zeichenbretter aus der Fabrik besichtigen.

    Die Dokumente verdeutlichen die detailgenaue, handwerkliche Ingenieurskunst vergangener Jahrzehnte, mit der sämtliche Bauteile der Fahrzeuge damals entworfen wurden. Das „lebende“ Steyr-Museum: Die Sammlung der Zeichnungen gehört zu einem umfassenden Oldtimer-Museum auf der Burg, das von einer Privatstiftung (Dr. Wolfgang Boesch) betrieben wird.

    Der Fokus liegt dabei auf den Jahren 1920 bis 1941: Die Ausstellung zeigt einen fast lückenlosen Querschnitt durch die PKW-Produktion der Marke Steyr aus der Zwischenkriegszeit. Im Gegensatz zu vielen klassischen Museen sind die ausgestellten Fahrzeuge hierbei nicht „trockengelegt“, sondern voll fahrbereit. Mehrfach im Jahr werden die Oldtimer bewegt, und sie können teilweise sogar für Ausfahrten oder besondere Anlässe gebucht werden.

    Die Ursprünge der Fahrzeuge reichen in die Zeit zurück, in der die Steyr-Werke (die später nach Fusionen als Steyr-Daimler-Puch bekannt wurden) ikonische Automobile bauten, an deren Entwürfen oftmals legendäre Konstrukteure wie Hans Ledwinka beteiligt waren.
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  • Wanderung durch die Wörschachklamm

    August 8 in Austria ⋅ ⛅ 23 °C

    Auf die Klamm werden wir durch ein Hinweisschild im Vorbeifahren aufmerksam. So biegen wir ganz kurzentschlossen rechts ab, finden einen Parkplatz und machen uns direkt auf den Weg.

    Bis zum Jahr 1896 wurde auf einer eigens gebauten Brücke, die durch die gesamte Länge der Klamm führte, Holz ins Tal gebracht, das hinter der Klamm geschlagen worden war. Diese Brücke war so konstruiert, dass sogar ein Befahren mit Pferdefuhrwerken möglich war. Durch andere Erschließungen war es ab 1896 schließlich nicht mehr nötig, diese mit großen Gefahren verbundene Holzbringungsmöglichkeit durch die Klamm zu nutzen.Read more

  • Burgruine Wolkenstein aus dem 8. Jhd.

    August 8 in Austria ⋅ ☀️ 23 °C

    Die Burg Wolkenstein, die als eine der wehrhaftesten Burgen des Ennstals galt, blickt auf eine lange Geschichte zurück, die urkundlich bis in das Jahr 1099 reicht, als sie ursprünglich mit Ulrich von Wolkenstein in Verbindung gebracht wurde. Die Ursprünge der Anlage dürften sogar eng mit den Ereignissen im Ennstal des 8. und 9. Jahrhunderts verbunden sein.

    Ursprünglich bestand Wolkenstein wohl nur aus einem großen Wohnturm. Später legte man eine Zisterne an und umgab diese mit einer Ringmauer, die im Hauptturm endete. In den Jahren zwischen 1050 und 1100 wurde die Burg abermals vergrößert: Die einst kleine Anlage wurde zu einer relativ großen Ring- und Randhausburg ausgebaut, um dem Landgericht ein genügend großes Areal zur Verfügung stellen zu können. Auch die Vorburg mit ihrer Zugbrücke wurde damals errichtet. Mit dem Einzug des Landgerichts erhielt der gesamte heutige Bezirk Liezen einen politischen Namen, der bis 1800 seine Bedeutung behielt – Landgericht Wolkenstein. Die Burg selbst veränderte um 1560 erneut ihr Aussehen: Bereits 1524 war die Festung an die Freiherrn von Hofmann verpfändet worden, die sie weiter vergrößerten und Rondelle zur Aufstellung von Feuerwaffen errichteten. Die Jahre zwischen 1524 und 1592 gelten als die glücklichste Epoche der Burg, denn niemals zuvor oder danach wurde Wolkenstein so sorgsam umhegt und gepflegt.

    Nach dieser Blütezeit gelangte die Burg in den Besitz des Stiftes Admont – diesen Teil ihrer Geschichte hat sie übrigens mit der zuvor besuchten Burg Strechau gemeinsam. Bereits um 1630 galt Wolkenstein allerdings als unbewohnbar, woraufhin das Landgericht verlegt wurde.

    Zeitweise war die Burg noch bis 1750 bewohnt, danach jedoch endgültig dem Verfall preisgegeben. Die Dächer wurden zum Teil wegen einer hohen Dachsteuer abgetragen oder vermorschten im Laufe der Jahre. Noch im Jahr 1825 standen sämtliche Mauern der Burg, wie wir historischen Stichen von Kaiser und Kunike entnehmen können; nur 25 Jahre später zeichnete Haas die Anlage jedoch bereits als vollständige Ruine, deren Bausubstanz der heutigen Struktur sehr ähnelt.

    Der Burgverein Wörschach bemüht sich seit Jahren durch gezielte Instandsetzungsarbeiten und Freilegungen darum, die geschichtsträchtige Ruine für Besucher wieder sicher begehbar zu machen.
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  • Bad im Salza Wasserfall

    August 8 in Austria ⋅ ☀️ 25 °C

    Nach der schweißtreibenden Wanderung brauchen wir unbedingt eine Abkühlung. Ein Stückchen weiter ergibt sich glücklicherweise die Möglichkeit zu einem erfrischenden Bad am Salza-Wasserfall.

    Obwohl es die letzten beiden Nächte geregnet und zwischendurch deutlich abgekühlt hat, ist es immer noch drückend schwül, weshalb wir die ersehnte Abkühlung hier natürlich gerne mitnehmen. Der Zugang ist herrlich unkompliziert: Vom Parkplatz führt ein kurzer, gut ausgeschilderter Weg zunächst über eine Brücke und anschließend über einen kleinen Steg direkt zum Wasserfall.

    Das Wasser stürzt hier etwa 40 Meter in die Tiefe und sammelt sich unten in einer auffallend schönen, leuchtend türkisgrünen Lagune. Genau diese faszinierende Kombination aus schroffen Felsen, sattem Grün, dem rauschenden Wasserfall und dem natürlichen Becken macht diesen Ort so unglaublich reizvoll. Allerdings handelt es sich um reines Gebirgswasser, das dementsprechend eiskalt ist. Meine guten Vorsätze, ebenfalls baden zu gehen, sind daher sofort dahin – schon der kühle Wind, den der Wasserfall aufwirbelt, bietet mir Abkühlung genug.

    Joe ist da deutlich mutiger und wagt tatsächlich den Sprung in die Fluten, kehrt dann aber auch relativ schnell wieder zurück. Als wir gerade aufbrechen wollen, taucht noch eine Gruppe junger Leute auf, die sofort ihre Badesachen anzünden bzw. anziehen. Wir warten noch einen kurzen Moment, und tatsächlich gehen sie alle entschlossen schwimmen – Respekt, wir sind schwer beeindruckt! Zum Ende unseres wunderbaren Urlaubs ist dieser Ausflug zum Wasserfall auf jeden Fall ein absolut krönender Abschluss.
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  • Tagesabschluss im „Spieglein am Stoderplatzl“

    August 8 in Austria ⋅ ☀️ 24 °C

    Ganz spontan biegen wir auf der Suche nach einem Übernachtungsplatz ab und durchfahren das kleine, beschauliche Gröbming. Ziemlich zentral finden wir einen kostenfreien Parkplatz, auf dem wir mit einem herrlichen Blick in die Bergwelt stehen bleiben. Wir beschließen, erst einmal durch den Ort zu schlendern, und entdecken dabei dieses bezaubernde Café – einen so schönen „Place to be“ hatten wir schon lange nicht mehr!

    Die Freiterrasse ist mit ihren bunten Stühlen und Tischen bereits absolut charmant, aber auch die beiden Innenräume sind wunderschön gestaltet: farbenprächtig, harmonisch und super gemütlich mit viel Liebe zum Detail eingerichtet. Die Atmosphäre, die durch die warmen Farben, dezente Musik, stimmungsvolles Licht und das herzliche, sehr aufmerksame Serviceteam geschaffen wird, ist ein echter Genuss – man fühlt sich sofort wie in einer Familie aufgenommen. Wir wählen einen hausgemachten Eistee, einen Campari Spritz, einmal Bruschetta und eine herzhafte Vesperplatte. Zum krönenden Abschluss teilen wir uns noch eine superleckere Topfentorte. Definitiv eine absolute Empfehlung in Gröbming, die selbst einen kleinen Umweg absolut lohnt!
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  • 3-Seen-Wanderung mit Wasserfällen

    August 9 in Austria ⋅ ☀️ 22 °C

    Die 3-Seen-Wanderung in den Schladminger Tauern führt vom Steirischen Bodensee über den Hüttensee bis hinauf zum Obersee. Die Tour zählt zu den beliebtesten Wanderungen in der Region Schladming-Dachstein und verläuft fast durchgehend entlang des Wassers sowie vorbei an mehreren imposanten Wasserfällen. Insgesamt ist die Strecke knapp neun Kilometer lang, und man überwindet bis zum dritten See einen Höhenunterschied von rund 590 Höhenmetern. Doch zunächst müssen wir 4,50 Euro pro Person Maut für die Auffahrt bezahlen, finden danach aber ganz unkompliziert einen Parkplatz und wandern los.

    Die Wanderung ist technisch und alpinistisch zwar nicht allzu schwierig, aber stellenweise ziemlich steil und erfordert einiges an Kondition – vor allem der erste kräftige Anstieg zum Hüttensee. Da der Weg direkt neben den Tosen des Wassers verläuft und somit abschnittsweise über nasse, rutschige Wurzeln und Steine führt, sind feste Wanderschuhe mit gutem Profil hier absolut Pflicht.

    Schon nach kurzer Gehzeit ist der erste See erreicht: der Steirische Bodensee. Hier werden am Überlauf Forellen gezüchtet, die in der Hütte direkt nebenan fangfrisch serviert werden. Man kann den See außerdem mit einem Ruderboot erkunden – Schwimmen ist allerdings strengstens verboten.
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  • Aufstieg vom Hüttensee zum Obersee

    August 9 in Austria ⋅ ⛅ 21 °C

    Wir sind extrem dankbar für unsere Wanderstöcke, da sie uns im steilen An- und Abstieg enorm helfen. Je weiter wir an Höhe gewinnen, desto weniger Menschen sind unterwegs, und dennoch wundern wir uns über Gruppen junger Leute oder junge Familien, die diesen steilen Anstieg ziemlich mühelos auf sich nehmen.

    Am Hüttensee liegt auf 1.533 Metern Höhe die bewirtschaftete Hans-Wödl-Hütte, in der man sogar übernachten könnte. Alles, was hier auf den Tisch kommt, muss mit einer Materialseilbahn heraufgebracht werden, und das Personal bleibt die gesamte Saison über oben auf der Hütte. Umso mehr genießen wir unsere Frittatensuppe und den bunten Salatteller mit Kaspressknödeln – schön zu sehen, dass jemand eine solche Hütte noch mit so viel Idealismus bewirtschaftet!

    Auf der Hütte begegnen wir einem Mann, der ganz oben am Berg heute Morgen bereits um 2:00 Uhr aufgebrochen ist. Er kommt zwar völlig nassgeschwitzt an, ist aber ganz professionell mit einem Handtuch und einem Ersatz-T-Shirt ausgerüstet. Ein älterer Einheimischer, der uns beim Abstieg ein kleines Stück begleitet, ist wiederum seit 7:00 Uhr morgens unterwegs und hat den höchsten Gipfel erklommen. Er hat inzwischen etwas wackelige Beine und geht den Abstieg deshalb ganz gemächlich an. Was uns hier ohnehin immer wieder auffällt: Die Menschen sind unglaublich offen, herzlich und grüßen jeden Wanderer. Das steirische „Griaß eich“ geht uns inzwischen genauso locker von den Lippen – immer verbunden mit einem offenen, sehr herzlichen Lächeln.

    Wir jedenfalls sind gerade rundum im Glück: Ganz oben ist es traumhaft schön, absolut abgeschieden und rundherum gibt es nichts als reine Natur. Jetzt liegen noch einmal rund 200 Höhenmeter vor uns, um über einen weiteren Wasserfall bis hinauf zum Obersee zu gelangen.
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  • Schlenderspaziergang durch Radstadt

    August 9 in Austria ⋅ ☀️ 26 °C

    Am Abend machen wir noch einen kleinen Schlenderspaziergang durch Radstadt. Die kleine historische Stadt liegt auf rund 860 Metern Seehöhe und besitzt eine hübsche mittelalterliche Altstadt mit einer gut erhaltenen Stadtmauer und alten Türmen. Besonders schön ist der Stadtplatz mitsamt der Stadtpfarrkirche. Ein Spaziergang durch die Altstadt dauert zwar nicht allzu lange, lässt sich normalerweise aber wunderbar mit einem Cafébesuch oder einer Einkehr verbinden – heute wollen wir jedoch lieber gemütlich im Wohnmobil zu Abend essen.

    Leider ist vor Ort auf die Schnelle kein geeigneter Parkplatz zu bekommen, weshalb wir noch ein wenig durch die nähere Umgebung fahren, bis wir schließlich einen schönen und ruhigen Platz für die Nacht finden.
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  • Panoramawanderung Grießenkareck und Saukarfunktel

    August 10 in Austria ⋅ ☁️ 19 °C

    Bereit für eine lange Tour mit gleich drei Gipfelsiegen? Diese abwechslungsreiche Runde mit dem Saukarfunktel als Teil des „Salzburger Gipfelspiels“ bietet jede Menge Natur und herrliche Aussichten über das Flachautal.

    Sie beginnt ganz entspannt mit einer Liftfahrt: Starjet 1 und 2 schweben uns hinauf in die wunderbare Wanderwelt des Grießenkars, dem Hausberg von Flachau. Wir steigen direkt in den aussichtsreichen Weg ein und lassen uns von ihm zunächst zum Kriegerkreuz und dann weiter zum Grießenkareck leiten. Anschließend führt die Route weiter auf den Saukarfunktel – seines Zeichens stolzes Mitglied des „Salzburger Gipfelspiels“, einem Wandererlebnis, das zur achtsamen Wahrnehmung verschiedener Berggipfel inspiriert.
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  • Einkehr in der Frauenalm und Rückweg

    August 10 in Austria ⋅ ☀️ 22 °C

    Entlang des Grates wandern wir gen Süden bis zur Frauenalm, die zu einer Stärkung mit tollen regionalen Köstlichkeiten einlädt. Hier ist alles so liebevoll gepflegt und wunderschön dekoriert, dass ich zahlreiche Fotos schießen muss. Die ganze Familie ist im Einsatz, entweder in der Küche oder im Service, und Joe und ich teilen uns Fleischkrapfen mit Kraut sowie einen Apfelstrudel mit Vanillesoße, dazu gibt es hausgemachte Limonaden. Es schmeckt alles superlecker! Danach nutzen wir ein bisschen die Liegestühle, die zu einer gemütlichen Rast einladen. Doch allzu lange können wir nicht bleiben, denn um 16:30 Uhr fährt die letzte Bahn ins Tal, und die möchten wir auf keinen Fall verpassen.

    Wir sind ganz überrascht, dass es von hier aus noch zwei Stunden Fußweg sein sollen. Die Strecke führt uns über einen herrlich naturbelassenen Steig mit weiten Aussichten zurück zu den Grießenkaralmen und zur Bergstation des Starjet 2. Die Wanderung ist wirklich traumhaft schön – wir queren nach dem Regen der letzten Nächte immer wieder kleine Wasserläufe –, aber sie hat es auch in sich: Am Ende sind uns die Beine ganz schön schwer geworden, immerhin sind wir bei dieser Hitze 10,4 Kilometer gelaufen und haben 480 Höhenmeter überwunden.
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  • Talfahrt mit der Starjet 2&1

    August 10 in Austria ⋅ ☀️ 22 °C

    Am Ende schaffen wir es noch rechtzeitig vor Dienstschluss zur Seilbahn und kommen sicher ins Tal. Was für eine wunderschöne, aussichtsreiche Wanderung – wir sind einfach nur glücklich!

    Wir brauchen heute allerdings eine ganze Weile, bis wir einen geeigneten Platz zum Übernachten finden, werden schließlich aber direkt am Eingang der Kitzlochklamm in Taxenbach fündig: Hier gibt es tatsächlich noch kostenlose Parkplätze, auf denen das Übernachten nicht verboten ist. Wir sitzen noch lange gemütlich vor dem Wohnmobil, bis uns die Regenwolken zu dunkel werden und es leicht zu tröpfeln beginnt. Nach fünf schnellen Runden Rummy Cup fallen wir schließlich glücklich und beseelt müde ins Bett.Read more

  • Wanderung durch die Kitzlochklamm in Taxenbach

    August 11 in Austria ⋅ ☀️ 28 °C

    Heute Morgen lassen wir es ganz gemütlich angehen. Wir sind heilfroh über unseren Stellplatz auf dem ersten, gebührenfreien Parkplatz: Zwar liegt er ein gutes Stück vom Eingang der Klamm entfernt, dafür genießen wir rund um unser Wohnmobil herrliche Ruhe und reichlich Platz. Zum Auftakt entscheiden wir uns für den Pfad zur fast zugewachsenen Burgruine Taxenbach. Dank vieler interaktiven Stationen und lauschiger Plätzchen erweist sich dieser Weg besonders für Kinder als echtes Abenteuer.

    Hier zwängt sich die Rauriser Ache mit ungebändigter Urgewalt durch die extrem schmale, tief eingeschnittene Schlucht. Auf gesicherten Holzstegen und Brücken wandern wir unmittelbar am wild tosenden Wasser entlang. Zu den absoluten Höhepunkten zählen die gewaltigen Wasserfälle, die schroffen Kalkschiefer-Felswände sowie spektakuläre Passagen wie die berühmte Teufelstreppe und die Aussichtsplattform „Klammauge“. Sogar eine verborgene Einsiedelei thronen wir hoch über dem tosenden Abgrund.

    Der Reiz dieses Ortes liegt einerseits in der engen, schwindelerregenden Tiefe und den 537 Stufen, die unerbittlich nach oben führen. Andererseits faszinieren uns die Kletterer, die direkt in der Steilwand hängen und teilweise nur über ein dünnes Seil balancierend die Schlucht überqueren. Da Joe bei diesem Anblick ein mulmiges Gefühl plagt, werfen wir unsere Pläne spontan um: Statt denselben Weg zurückzugehen, folgen wir dem Pfad weiter flussaufwärts und treten über den idyllischen Höhenrücken unseren Rückzug an.
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  • Rückweg über Embach

    August 11 in Austria ⋅ ⛅ 26 °C

    Unser Rückweg führt uns zunächst gut 200 Höhenmeter steil bergauf, ehe wir auf einer malerischen Hochebene unterhalb der Embacher Wallfahrtskirche Maria Elend Kurs auf Embach nehmen. Zum Glück spendet uns unterwegs immer wieder frisches Quellwasser eine willkommene Abkühlung.

    Im Gasthof „Embacher Hof“ finden wir schließlich die rettende Stärkung. Da wir heute Früh außer einer Tasse Kaffee noch nichts im Magen hatten, plagen uns mittlerweile ein Bärenhunger und spürbar weiche Knie.

    Eigentlich stand ein gemütlicher, entspannter Tag auf dem Plan, der lediglich eine kleine Klammwanderung vorsah. Am Ende stehen jedoch wieder stolze zehn Kilometer und rund 420 Höhenmeter auf dem Zähler. Unsere nächste Mission ist nun ein erfrischender Badesee – darauf fiebern wir beide jetzt voller Vorfreude hin.
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  • Radtour rund um den Zeller See

    August 11 in Austria ⋅ ☁️ 25 °C

    Nach unserer Wanderung fahren wir weiter an den Zeller See. Dort ergattern wir einen gebührenfreien Parkplatz nahe einem Strandbad und beschließen spontan, das Gewässer mit dem Fahrrad zu umrunden. Die klassische Runde misst rund elf bis zwölf Kilometer, gilt als kinderleicht und sollte heute Nachmittag locker zu schaffen sein. Joe holt die Räder aus dem Wohnmobil und zückt eine echte Überraschung: seinen kompakten Akku-Kompressor. Im Handumdrehen füllt er unsere Reifen von zwei auf fast fünf Bar auf. Dieser kleine Helfer sorgt für ein völlig neues, federleichtes Fahrgefühl – vielen lieben Dank, mein Schatz!

    Unsere Tour beginnt an der Süduferseite. Hier eröffnet sich uns eine atemberaubende Bergkulisse mit den Hohen Tauern und – dank klarer Sicht – dem mächtigen Kitzsteinhorn. Schon nach kurzer Zeit erreichen wir Zell am See. Uns empfängt eine reizvolle, historische Altstadt, eine autofreie Seepromenade und ein lebendiges Treiben. Da es uns hier jedoch deutlich zu wimmelig ist, radeln wir ohne Halt im Uhrzeigersinn weiter. Entlang von dichten Schilfgürteln, saftigen Wiesen und naturbelassenen Uferzonen geht es nun ruhiger zu, als man es von einer derart bekannten Ferienregion vermuten würde. Das sonnenverwöhnte Westufer belohnt uns schließlich mit fantastischen Panoramablicken über das Wasser hinüber zur Schmittenhöhe.

    Im Beach Club in Thumersbach legen wir eine ausgiebige Rast ein. Für mich zählt dieser Abschnitt zu den absoluten Höhepunkten, da man hier wunderbar dem Trubel des touristischen Zentrums entfliehen kann.

    Der Zeller See selbst erstreckt sich auf einer Meereshöhe von rund 750 Metern, umfasst eine Fläche von knapp viereinhalb Quadratkilometern und wird von einer majestätischen Alpenlandschaft eingerahmt.
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  • Badestopp - eine herrliche Abkühlung

    August 11 in Austria ⋅ ⛅ 25 °C

    Zum Ausklang des Tages nutzen wir die letzten Sonnenstrahlen für ein erfrischendes Bad im See. Ach, tut das gut, dieses herrliche Nass! Wieder einmal erweist sich unsere neue Picknickdecke als perfekter Begleiter: Wir lassen uns darauf in der wärmenden Sonne trocknen, bevor wir wieder in die Pedale treten. Auf dem Rückweg genießen wir eine magische, fast surreale Abendstimmung, während in der Ferne ein Regenschauer niedergeht und gleichzeitig die Sonne spektakulär untergeht.Read more

  • Weiterfahrt auf dem Tauernradweg

    August 11 in Austria ⋅ ☀️ 24 °C

    Im Netz hatte ich von Schloss Kammer gelesen und dachte mir, dass das einen wunderschönen Schlusspunkt für unseren Tag bilden und gleichzeitig eine tolle Gelegenheit zum Abendessen sein könnte. Also lotse ich Joe über schmale Nebenstraßen dorthin. Vor Ort angekommen, zeigt sich jedoch ein wuseliges Bild: Sämtliche Parkplätze sind restlos belegt. Mit einer gehörigen Portion Glück entdecken wir schließlich doch noch eine freie Lücke direkt hinter dem Schloss.

    Mein Schatz schlägt vor, zur Sicherheit kurz durchzuklingeln, um zu klären, ob es noch etwas zu essen gibt und wir einen Tisch für zwei ergattern können. Ich wähle die Nummer – der Hörer wird abgenommen und im selben Moment wieder aufgelegt. Okay, so etwas kann passieren. Also versuche ich es ein zweites Mal. Die Antwort am anderen Ende folgt prompt: „Wir haben keine Zeit. Ruf morgen wieder an.“ – und zack, ist das Gespräch beendet. Perplex bleibt mir der Mund offen stehen; so etwas habe ich tatsächlich noch nie erlebt.

    Doch wie heißt es so schön: Alles hat seinen Sinn. Denn stattdessen führt uns unsere Weiterfahrt in dramatischer Abendstimmung auf wunderschönen Streckenabschnitten des Tauernradwegs weiter zum Ritzensee. Dort erwartet uns ein herrlicher Stellplatz, auf dem wir als Wohnmobilisten – ganz wie in alten Zeiten – unkompliziert über Nacht stehen und ohne ein schlechtes Gewissen sogar unsere Campingstühle auspacken können. Als Sahnehäubchen gibt die örtliche Blasmusik ein großartiges Platzkonzert vor einer atemberaubenden Bergkulisse. Da sämtliche Sitzbänke bereits besetzt sind, machen wir es uns in der Bar des „Ritzenhof - Hotel & Spa am See“ gemütlich und lauschen den Klängen von dort aus. Das abwechslungsreiche Repertoire begeistert uns auf Anhieb – und so wandeln wir uns im Handumdrehen zu echten österreichischen Blasmusik-Fans.
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  • Spaziergang am Ritzensee

    August 12 in Austria ⋅ ☀️ 23 °C

    Heute Morgen lassen wir es ganz entspannt und gemütlich angehen. Wir brauchen für unseren Frühstückskaffee länger als üblich: Ich aktualisiere meinen WhatsApp-Status und feile an meinem Reisetagebuch, während Joe in aller Ruhe und ganz ungestört lesen kann. Es ist schon wieder ziemlich heiß.

    Eigentlich wollten wir den Ritzensee mit seinen gewaltigen Ausblicken umrunden, aber nach den ersten Metern drehen wir doch wieder um. Das Wasser ist recht trüb und die Tour scheint uns letztlich nicht ganz so reizvoll zu sein, weshalb wir stattdessen wieder ein Stück weiterfahren.
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