• Hélène - on the road
  • Caro Messer
Nov – Dec 2018

pura vida - costa rica

A 21-day adventure by Hélène - on the road & Caro Read more
  • Trip start
    November 13, 2018

    San José

    November 12, 2018 in Costa Rica ⋅ ⛅ 19 °C

    San José: laut, quirlig, ein bisschen stinkig, typisch latein-amerikanisch, mit etwas Kolonial-Schick. Aber die Fußgänger-Ampeln rufen „Kuckuck“ wenn sie grün sind.
    Hotel: El Colonial, guter Standard, am Morgen auch wieder warmes Wasser, sehr leckeres Frühstück, gute BettenRead more

  • Fahrt nach Tortuguero

    November 13, 2018 in Costa Rica ⋅ 🌧 28 °C

    Das erste Abenteuer: von San José ging es über „die“ Ost-West-Verbindung an die Karibik-Küste, links Wald, rechts Wald, gefolgt von vielen Bananen-Plantagen und einigen lustigen Kühen mit Hörnern und Hautfalten. Auf dem Weg wurde das erste Faultier gesichtet, gemütlich am Straßenrand abhängend. Angekommen am Bootsanleger fing es pünktlich an zu regnen. Also der erste tropische Regen abgehakt - und damit die Erkenntnis: es gibt kein Entrinnen! Man wird nass - von innen und außen . Also haben wir uns ins Boot gepackt und sind - fein austariert, bloß nicht umsetzen! - durch die Mangroven gedüst. Filmreif - wenn der Regen nicht gewesen wäre. Und gut, dass der Motor nach kleinen Aussetzern auch wieder angesprungen ist.
    Angekommen sind wir heil, glücklich und nass in der Paradise Lodge in Tortuguero.
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  • Tortuguero - Spaziergang

    November 13, 2018 in Costa Rica ⋅ 🌧 27 °C

    Und wieder mit dem Boot durch die Mangroven, die einzige Art sich hier fortzubewegen... kurzer Spaziergang durch das Dorf Tortuguero, bei Nieselregen. Oder wie die Reiseleiterin sagte: hier gibt es keine Regenzeit. Es regnet nur mal mehr mal und mal weniger. Ins Auge stechen besonders die Mülleimer. Neben schöner Mülltrennung gibt es auch Mülleimer, die ein bisschen wie schön dekorierte Öfen aussehen.Read more

  • Tortuguero - erste Nacht

    November 14, 2018 in Costa Rica ⋅ 🌧 24 °C

    Hotel: Caribbean Paradise Lodge. Kleine Bungalows auch Stelzen. Malerisch angelegt. Aber nach der Nacht weiß ich, warum die Hütten auf Stelzen sind. Wir haben quasi in der Autowaschanlage geschlafen. Ich wusste nicht, dass es so regnen kann. Wie gesagt: es gibt nur mehr oder weniger Regen.Read more

  • Morgentlicher Bootsausflug Tortuguero

    November 14, 2018 in Costa Rica ⋅ 🌧 27 °C

    Nach der regenreichen Nacht geht es per Boot raus in die Mangroven. Frei nach dem Motto: 50 Shades of Green. Und: „Such‘ das Tier“.
    Am Morgen wirkt alles malerisch und friedlich, es tröpfelt noch ein bisschen aber später wird der Wettergott ein Einsehen mit uns haben und uns sachte Sonnenstrahlen schicken. Am Rand des Flusses finden wir allerlei Vögel, die meisten halten brav still und posieren für Fotos. Und dann biegen wir ab in eine andere Welt, grün und verwuchert. Das Wasser liegt schwarz und träge da und die Spiegelungen im Wasser vervielfachen das Blattwerk. Eine mystische und verwunschene Atmosphäre. Und ganz am Ende haben wir Glück und sehen auch noch Pelziges, kleine Kapuzineräffchen winken uns zu.Read more

  • Nachmittäglicher Bootsausflug Tortuguero

    November 14, 2018 in Costa Rica ⋅ 🌧 26 °C

    Der kleine Amazonas Mittelamerikas - wirklich eine gute Beschreibung des Tortuguero-Gebiets. Wieder im Boot unterwegs durch das nicht enden wollende Grün, dieses Mal eine ganz andere Stimmung als noch am Morgen aber nicht weniger verwunschen. Links und rechts des Bootes sieht man Bäume, Gestrüpp, Farne, Lianen und Palmen ineinander verschlungen, wie ein großes Durcheinander, in dem doch alles seine Ordnung hat. Wir tuckern durch kleine Seitenarme und halten die Augen offen, immer auf der Suche nach dem nächsten Tier, das es zu entdecken gilt. Viele Vögel, große und kleine natürlich, aber auch Leguane und einen Baby-Kaiman. Der unbestrittene Star für mich ist eine sehr entspannte Schildkröte, die es sich auf einem Holzstamm bequem gemacht hat.
    So hat auch dieser Ausflug wieder viel zu bieten, das man im Bild festhalten kann. Doch nichts beschreibt die mit den Geräuschen des Waldes durchsetzte Stille als unser Kapitän den Motor ausschaltet und wir uns einfach durch die Blätter treiben lassen. Traumhaft.
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  • Fahrt nach La Fortuna

    November 15, 2018 in Costa Rica ⋅ 🌧 26 °C

    Auf geht‘s zu neuen Gestaden - eine letzte Fahrt durch die Tortuguero-Wasserschnellstraße nach La Pavona, wo wir in den Bus umsteigen. Dort allerdings Regen, Regen, Regen - immer unterschiedlicher Regen, sturzbachartig, andauernd und später auf der Fahrt auch „englischer Landregen“. Das wird uns auf der Reise wohl noch begleiten...
    Doch unser kleiner Reisebus fährt uns sicher mit „Schallgeschwindigkeit“ - also gefühlten 50 kmh - erst Richtung San José bevor wir gen La Fortuna nordwestlich abbiegen. Es ziehen erst Bananenplantagen an uns vorbei, die später abgelöst werden von Ananasplantagen. Mit soldatischer Disziplin sind sie aufgereiht in Reih und Glied wie eine Ananas-Armee, die doch bald dem Zuckerrohr weichen muss.
    Wir legen zwei Überraschungspausen ein - es gibt Lokales zu probieren und Leguane zu bewundern. Überhaupt merkt man, dass das Land geprägt ist von allem was kreucht und fleucht, selbst Verkehrsschilder warnen: „Cuidado Fauna“.
    Vor übermäßigem Weihnachtskitsch warnt allerdings niemand, der springt einen so an - zum Gruseln, Käthe Wohlfahrt würde erschrecken.
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  • Kleiner Halt auf dem Weg nach La Fortuna

    November 15, 2018 in Costa Rica ⋅ 🌧 27 °C

    Kurzer kulinarischer Halt auf dem Weg nach La Fortuna - alles was das Herz begehrt von leckeren Yukka- und Bananen-Chips, über Kokos-Gebäck, in Chili eingelegte Mangos zu Palmfrüchten mit Mayo und eine leicht saure grüne Frucht, die man mit Salz konsumiert (sehr lecker aber namenlos).Read more

  • Wanderung Lavafelder Vulkan Arenal

    November 16, 2018 in Costa Rica ⋅ 🌧 22 °C

    Ja, es hat wieder geregnet. Wir machen uns am Morgen auf in Richtung Vulkan Arenal, der sich in ein graues Wolkenkleidchen gehüllt hat und sich versteckt. Nichtsdestotrotz marschieren wir durch den Urwald, der sich um uns herum wie ein lebendiges Gebilde ausbreitet. Nach dem sehr grünen Aufstieg lichtet sich der Wald und wir stiefeln über Lavabrocken, die der Arenal bei seinem Ausbruch 1968 in die Luft geschleudert hat und die nun wahllos verteilt ein großes Durcheinander bilden. Der Abstieg führt durch ein malerisches Zuckerrohr-Wäldchen bevor uns am Ende der Tour eine gelbe Greifschwanz-Lanzenotter huldvoll grüßt.Read more

  • Baldi - Größte Therme der Welt (!)

    November 16, 2018 in Costa Rica ⋅ 🌧 26 °C

    Das „Baldi Hot Springs Resort and Spa“ in La Fortuna gibt an, die größte Therme der Welt zu sein. In 25 verschiedenen Becken kann man das vulkanische Wasser mit immer wärmerer Temperatur genießen, bis man im obersten und wärmsten Becken fast wie ein Krebs gesotten wird. Genau das Richtige, wenn man sich am Morgen bis auf die Knochen hat nass regnen lassen (man beachte unser „wir sind nicht aus Zucker, wir haben es geschafft“-Bild NACH der Wanderung und VOR der Therme). Tropisches Flair, Pool-Bars bestückt mit Fernsehern, die in Dauerschleife Fussball zeigen, Mega-Rutschen, alles sehr schön angelegt. Und dann gibt es für 10$ extra auch noch ein all-you-can-eat-Büffet, was will man mehr? Na gut, ein Föhn und warme Duschen wäre schön gewesen... aber das ist Makulatur!Read more

  • Im Reich der Farne: Tenorio /Rio Celeste

    November 17, 2018 in Costa Rica ⋅ 🌧 22 °C

    Woran erkennt man einen Nebelwald? An Farnen. Und was mögen Farne? Genau, Feuchtigkeit!
    Davon gibt es wieder ausreichend, dieses Mal allerdings eher in Form von leichten, kleinen Tröpfchen, da wir uns durch die Wolken am Vulkan Tenorio bewegen. Vivifiant (belebend), würde der Bretone das nennen. Entsprechend belebt machen wir uns an den Aufstieg Richtung Wasserfall des Rio Celeste. Nicht ohne besagte Farne und andere Vegetation zu bewundern.
    Über 234 geschwungene Stufen gelangen wir zum imposanten Wasserfall, der sich heute in ein bläulich-grünes Bassin stürzt.
    Unerschrocken wie wir sind, legen wir nach und wandern ziemlich matschig noch zur blauen (naja, grünlichen) Lagune weiter. Ein kleiner Extra-Ausflug, der sich definitiv lohnt. Dabei wird es zunehmend trockener. Auf dem Rückweg fangen die Zikaden an zu Zirpen - ein Geräusch, dass an 1000 Mini-Motorsägen erinnert. Und das letzte Stückchen des Weges begleitet uns ein blauer Schmetterling.
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  • La Fortuna: Hängebrückenpark

    November 18, 2018 in Costa Rica ⋅ ⛅ 20 °C

    Es begrüßt uns am Beginn unserer Wanderung durch den Mystico Hängebrücken-Park wieder der Regen. Dennoch ein echtes Highlight: wir beobachten Nasenbären bei ihrer morgendlichen Lagebesprechung und grüßen eine Greifschwanz-Lanzenotter (dieses Mal in grün) am Wegesrand. Auf Spanisch heisst sie übrigens beso de la muerte. Also verzichten wir dieses Mal auf Küsschen.
    Über sechs Brücken müssen wir gehen, immer höher hinein in die majestätischen Baumwipfel. Ein unvergesslicher und einmaliger Blick auf die Welt, auf das Grün um uns herum und zu unseren Füßen.
    Eine ziemlich wacklige Angelegenheit, aber eben ein fantastischer Perspektivwechsel.
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  • Monteverde - Kaffeetour

    November 18, 2018 in Costa Rica ⋅ ⛅ 23 °C

    Zum Abschied aus La Fortuna sehen wir zumindest noch die Schemen des Vulkans Arenal, der sich in seinem Wolkenkleidchen sehr gefällt. Wir jedoch begeben uns auf die Fahrt nach Monteverde. Dabei fahren wir um den Arenalsee - der zweitgrößte See Mittelamerikas - herum und gelangen in eine sehr malerische, hügelige Landschaft. Das Klima ändert sich und wir sehen - Sonne!
    Über Schotterpisten röhrt unser Bus bergauf in das Dörfchen Monteverde, das seinen Namen wirklich zu Recht trägt.
    Spontan legen wir noch einen Stop ein für eine Kaffee-, Kakao- und Zuckerrohrtour, vom Chef, dem 82jährigen Don Juan, persönlich begrüßt: sehr detailreich und informativ, von der Bohne bis zum Getränk der Götter, bzw. von der Kirsche bis zum Wachmacher des modernen Menschen. Und was wird aus Zuckerrohr? In Costa Rica macht man daraus Kröten-Trank. Mit Wasser, Orange und Zuckerrohrsaft sieht es zwar wie Kröte aus, schmeckt aber sehr lecker.
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  • Von Schmetterlingen und Kolibris

    November 19, 2018 in Costa Rica ⋅ ⛅ 18 °C

    Nach unserem obligatorischen Morgen-Spaziergang durch den regnerischen Nebelwald wartet ein Foto- Hotspot: Schmetterlingshaus, Reptilienhaus und Kolibrigarten warten mit faszinierenden Bewohnern auf, die entweder hektisch flattern oder auf der faulen Haut liegen.
    Derweil düst Caro mutig am Seil hängend durch die Baumwipfel und betrachtet die Welt von oben.
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  • Fahrt nach Sàmara

    November 20, 2018 in Costa Rica ⋅ ⛅ 31 °C

    Von unserem Hotel in Monteverde aus können wir unser nächstes Ziel schon sehen: die Halbinsel Nicoya. Robinson, unser treuer Fahrer, manövriert den Bus wieder sicher über Schotterpisten den Berg hinunter. Wir lehnen uns zurück und genießen die Aussicht auf die grüne Berglandschaft (hat etwas Allgäu-Flair), fantastische Regenbögen und den Golf von Nicoya in der Ferne.
    Unterwegs legen wir einen bunten Überrschungshalt ein. Wir bewundern die Papageien im Baum und die ebenso bunten, süßen, tropischen Säfte. Dazu weihnachtliches Jingle Bells aus den Lautsprechern.
    Angekommen in Sàmara trifft uns das tropische Klima, sehr warm und feucht. Wir packen endlich die Flipflops aus: es gibt Hippie-Flair, Surfer-Boys und pura vida in Reinform. Hang loose!
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  • Schildkröte bei der EiablageAuf geht's, Richtung Meer

    Schildkröten-Walk by night

    November 20, 2018 in Costa Rica ⋅ ⛅ 26 °C

    Manchmal schenkt einem das Leben besonders unvergessliche Erlebnisse, und dieser Ausflug ist auf jeden Fall einer davon. Was kann man sich von einer Schildkröten-Tour versprechen? Die abenteuerliche Fahrt zu einem abgelegenen Strand bei maximaler Dunkelheit: vielleicht. Ein vom fast vollen Mond beschienener, einsamer Strand: bestimmt. Aber auf den Verkehr am Boden ist man wirklich nicht vorbereitet: Kleine Schildkröten, grauen ovalen Steinen sehr ähnelnd, überall auf dem Strand. Einsiedlerkrebse laufen kreuz und quer, immer auf der Jagd nach etwas Essbarem. Doch es kommt etwas (rotes) Licht ins Dunkle. Die Schildkröten orientieren sich am hellen Mondlicht in Richtung schimmerndes Meer. Daher tasten wir uns vorsichtig, dem roten Licht des Guides folgend, vorwärts, bis wir hinter dem ersten Nest stehen. Eifrig haben sich die kleinen Schildkrötchen aus der Tiefe freigeschaufelt, ihre Lungen gedehnt, Kraft gesammelt, bevor es auf den gefährlichen Weg Richtung Freiheit geht. Lauft! Ihr schafft es! möchte man ihnen zurufen und drückt die Daumen, dass sie nicht den Krebsen in die Scheren fallen. Wir begleiten „unsere Nestlinge“ auf ihrer gefährlichen Reise zum Meer und bis zu dem bewegenden Moment, an dem sie vom Wasser ins Leben gespült werden.
    Doch dieser Abend hat noch mehr für uns parat: am Ende des Strandes hat sich eine Schildkröte (Nachzüglerin, denn eigentlich ist die Saison zu Ende) zur Eiablage niedergelassen. In Trance legt sie ihre Tischtennisball-großen Eier in die eigens ausgebuddelte Kuhle ab und lässt sich weder von uns Neugierigen, noch von den freiwilligen Betreuern stören. Gründlich wird das Nest zugeschaufelt und der Sand rhythmisch klopfend festgetanzt. Dann macht sie sich auf den Rückweg und verschwindet in den Fluten. Sie wird erst in zwei Jahren wieder an diesen Strand kommen, wieder mit ca. 250 Eiern pro Nest im Gepäck.
    Die Vorstellung, dass zur „Hauptsaison“ auf diesem Kilometer Strand Tausende von Schildkröten auf einmal aus dem Meer kriechen, um ihre Eier abzulegen, bereitet Gänsehaut!
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  • Sàmara - Delfintour

    November 21, 2018 in Costa Rica ⋅ ⛅ 27 °C

    Noch ganz von Schildkröten verzaubert, geht es heute raus aufs Meer. Dieses Mal sind wir auf der Suche nach Delfinen und werden nicht enttäuscht: eine ganze Schule tummelt sich um unser Boot. Einige Tiere nutzen unsere Bugwelle gerne als Mitfahrgelegenheit, etwas weiter weg halten sich Mütter mit ihren Jungtieren auf. Dennoch ist es gar nicht so einfach, die Tümmler vor die Linse zu bekommen. Kaum zeigen sie sich, sind sie auch wieder abgetaucht. Eine Weile schwimmen sie mit uns mit, dann lockt der nächste Sardinen-Schwarm und sie verlassen uns.
    Wir winken noch einer (unserer?) Meeresschildkröte zu und hängen dann einen kleinen Strandausflug an. Danach geht es zurück in die Hippie-Beach Bar, wo wir mit Blick aufs Meer bei gutem Kaffee und guten Gesprächen in kleiner Gruppe den Nachmittag ausklingen lassen.
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  • Fahrt nach Rincon de La Vieja

    November 22, 2018 in Costa Rica ⋅ ☀️ 32 °C

    Sàmara verabschiedet uns mit strahlendem Sonnenschein, der uns auf unserem Weg Richtung Rincon de la Vieja begleitet. Wieder ist die Landschaft anders als alles, was wir bis jetzt gesehen haben, aber nicht weniger grün. Links und rechts der Straße wächst und gedeiht es und wir fahren an vielen großohrigen Kühen vorbei, ein untrügliches Zeichen für warmes Klima. Nach einem Stop in einer German Bakery geht es hoch in gebirgige Regionen. Unsere Lodge befindet sich fast am Ende der Welt und besticht besonders durch den hauseigenen Hängebrückenpark und eine fantastische Aussicht auf den Sonnenuntergang.Read more

  • Hängepartie mit Affen

    November 22, 2018 in Costa Rica ⋅ ⛅ 21 °C

    Heute scheint Affen-Tag zu sein: Eigentlich wollten wir nur kurz die Lodge-Umgebung auf dem Weg zum „Mirador“ erkunden. Ganz kurz mal die Hängebrücken anschauen. Die entpuppen sich aber als ziemlich wackelig und lang. Mit toller Aussicht natürlich... und - ahh!, ohh! - da ist ein Affe in weiter Ferne, vertrieben von einer lauten Menschengruppe. Hm, schade... naja, wir eilen weiter, wir wollen ja schließlich pünktlich zum Sonnenuntergang am Aussichtspunkt sein. Aber das haben wir uns zu einfach vorgestellt: wir balancieren um eine Kurve und sehen vor uns zwei Affen, am anderen Ende der Brücke. Hach, toll, schnell den Fotoapparat gezückt.... aber, oh, da kommen ja noch mehr Brüllaffen (monos aullador) um die Ecke... eine ganze Gruppe von ca 12 Tieren schneidet uns quasi den Weg ab. Angeführt von einem großen Männchen springen sie nach und nach, mehr oder weniger geübt vor uns in die Bäume - größere Affen sehr versiert, kleine Jungtiere noch etwas unsicher, Muttertiere mit ihren Jungen Huckepack geschwind hinterher. Gebannt warten wir bis die gesamte Karawane an uns vorbei ist, dankbar, dass sie eigentlich keine Notiz von uns nehmen, wahrscheinlich sind sie auf dem Weg zum streng vegetarischen Abendessen...
    Da wirkt das einsame Kapuzineräffchen an der nächsten Ecke schon fast unspektakulär.
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  • Nationalpark Rincon de la Vieja

    November 23, 2018 in Costa Rica ⋅ 🌬 28 °C

    Heute ist buchstäblich ein Tag für alle Sinne: wir sind unterwegs im Nationalpark Rincon de la Vieja („Der Ort, wo die Alte lebt“, bezieht sich auf eine Indianerprinzessin, deren Geliebter im Vulkan versenkt wurde).
    Unsere erste Wanderung bei Sonnenschein und gleich strahlt das Grün in immer neuen Facetten. Wir bummeln durch den Wald um den Vulkan, an einem Wasserfall vorbei, bestaunen drohnenartige Libellen und die Sonne zaubert 1000 Lichter auf die Blätter. Und dann trifft uns der Schwefelgestank mit voller Wucht. Als würde die Erde pupsen, steigen die Dämpfe aus der ersten Fumarole auf. Allerdings sorgt der Schwefelnebel mit den einfallenden Sonnenstrahlen für eine fast mystische Stimmung, unterlegt mit dem Sound eines Brüllaffen. Wir werden noch an weiteren Schwefeltümpeln vorbei kommen. Da vermisst man den starken Frangipani-Geruch aus dem Hotelgarten. Ansonsten kommt alles Gute bekanntlich von oben, so wird ein Teil der Gruppe fast von einem herabfallenden Leguan getroffen.
    Nach der Wanderung geht es holpernd wieder zurück zu unserer Buena Vista Lodge, wo wir den Tag gemütlich am Pool lesend und mit einem schönen Sonnenuntergang ausklingen lassen.
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  • Fahrt nach Quepos

    November 24, 2018 in Costa Rica ⋅ ⛅ 26 °C

    Wir verlassen die Alte / Rincon de la Vieja und düsen über die Panamericana Richtung Süden. Da der Manuel Antonio Nationalpark überfüllt ist, machen wir einen Ausflug in den Nationalpark Carara, die Wanderung startet bei Sonne und so großer Hitze, dass wir uns über den leichten, kurzen Regenschauer freuen. Auch hier gibt es viel zu sehen, glückliche Frösche, eine Tarantel versucht sich zu verbergen und außerdem entwickle ich mich zur Expertin für Termiten. Ich entdecke jedes Termiten-Gebilde in den Bäumen. Und denke aber auch jedes Mal, ich hätte ein Faultier oder einen Affen entdeckt, so fluffig sehen die Nester aus. Die Flora besticht hier besonders durch die von uns „Pömpel-Pilze“ getauften Pilze, die an jeder Ecke ihr Köpfchen in die Höhe strecken.
    Vorbei an Plantagen Afrikanischer Ölpalmen erreichen wir unser Tagesziel Quepos. Unser Hotel ist wirklich sehr einfach und hier können wir unsere Tierstudien im Bad fortsetzen: wir lernen Erna, ein Prachtexemplar einer Stubenkakerlake kennen. Doch das vergisst man, wenn man zehn Meter weiter den fantastischen Strand betritt und den Sonnenuntergang genießt.
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  • Halbinsel Osa

    November 25, 2018 in Costa Rica ⋅ ⛅ 26 °C

    Von Quepos aus geht es Richtung Sierpe und von dort aus mit dem Speedboot weiter zur Halbinsel Osa. Bei strahlendem Sonnenschein heizen wir durch die Mangroven und biegen dann in den majestätischen Pazifik ein. Unser Kapitän wandelt allerdings auf Michael Schumachers Spuren und nimmt rasant jede Kurve und jede Welle. Durchgeschüttelt, aber glücklich verlassen wir das Boot in der Bucht unter unserer Lodge. „Wildromantisch“ beschreibt diesen Ort wohl am Besten. Wir schultern unser Gepäck und machen uns an den Aufstieg zu den Hütten, wo wir mit einem fantastischen Ausblick und einem leckeren Mittagessen belohnt werden. Das Ganze unter den wachsamen Augen schnatternder Geckos.
    Hier sagen sich Aras, Fledermäuse, Tukane, Frösche, Kröten und eine Menge Kapuzineräffchen guten Tag und gute Nacht. Der Sonnenuntergang ist ein Traum und danach spannt sich über uns das Sternenzelt.
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  • Osa - Corcovado Nationalpark

    November 26, 2018 in Costa Rica ⋅ ⛅ 28 °C

    Frühmorgens schlittern wir nach einer regnerischen Nacht unseren Berg Richtung Bucht hinunter, wo wir wieder von unserem etwas hektischen Kapitän mit der hohen Stimme abgeholt werden. Er bringt uns - in Rekordtempo - zu unserem Ausflugsziel, dem
    Corcovado-Nationalpark, bekannt für seinen Artenreichtum. Natürlich fängt es pünktlich zum Start der Wanderung an zu regnen. Geschützt von unserem besten Freund, dem Regenponcho, folgen wir unserem tollen Guide tief hinein in den morastigen Wald, er findet für uns Frösche, Spinnenaffen, ein Baby-Faultier und jede Menge Vögel, die uns sonst entgangen wären. Und zwischendrin gibt es einen Termiten-Snack, lecker würzig wie grüner Pfeffer.
    Die Extra-Sport-Edition führt uns nachmittags in ordentlichem Marschtempo und mit abenteuerliche Flussdurchquerung zu einem Wasserfall, während es sich der Rest der Gruppe im den Hängematten bequem macht. Zurück in der Lodge entspannen wir abends wieder bei fantastischer Aussicht bevor die Glühkäfer für uns Ballett tanzen.
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  • Fahrt Osa - Boquete, Panama

    November 27, 2018 in Panama ⋅ ⛅ 21 °C

    Da unsere Hütten statt mit Wänden eigentlich nur durch Moskitonetzen ausgestattet sind, verbringen wir die Nacht quasi im Regenwald. Betonung liegt hier auf Regen. Was ein bisschen unangenehm ist. Etwas knatschig und zerknautscht verabschieden wir uns von unserer Lodge und besteigen abermals das Boot. In der nächsten Bucht, der Drake Bay - ja, wie Francis Drake - steigen weitere Fahrgäste zu, Touristen, es wird eng, alle sind etwas zerzaust und nass. Nur ein Mann kommt wohlriechend, trocken und gebügelt aus dem Regenwald. Und zieht sich dann mit vollendeter Eleganz einen schwarzen Müllsack über und kommt trotz Regen, Wind und Wellen trocken am Ziel an. Faszinierend.
    Dieses Mal fährt uns der Papa-Kapitän, also geht es etwas sachter zu. Dennoch werden wir trotz Regenponcho pitsche-patsche nass bis auf die Unterhose. Gut, dass es bis zur Anlegestelle aufhört zu regnen, so dass wir uns in der Sonne trocknen können wie die Pelikane, die ihr Gefieder in den Wind halten. Robinson sammelt uns auf und los geht es Richtung Panama.
    An der Grenze wird uns das Leben schwer gemacht, alles muss seine Ordnung haben, Stempel hier, warten, Stempel da, warten, Bild machen, Fingerabdrücke nehmen, warten, Formular ausfüllen, warten, Gepäck zeigen..... und dann heisst es: Willkommen in Panama.
    In Boquete steppt heute der Bär, eine Brücke wird eingeweiht, die Unabhängigkeit von Spanien gefeiert, der Präsident fährt an uns vorbei, es gibt Feuerwerk, Live-Musik, Trommel und Fanfaren-Umzug, Remmidemmi. Was für ein Tag! Und dabei sind wir noch nicht mal gewandert!
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