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2026 07 Dänemark

Une aventure de 43 jours par A und B unterwegs & RockyRacoonGC En savoir plus
  • Frederikshavn, Rønnerhavnen

    23 juillet, Danemark ⋅ ☀️ 18 °C

    Wir fahren weiter zum Stellplatz am Hafen im Norden von Frederikshavn, dort sind noch Rasenplätze frei. Da kein Regen gemeldet ist, bleiben wir hier, zahlen die Stellplatzgebühr und machen einen Rundgang. 

    Der führt uns zu Dänemarks einzigem Palmenstrand. Das beworbene Südsee-Flair empfinden wir nicht. Aber es gibt eine kleine Fläche mit hellem Sand, angeblich rund 100 Kübel-Palmen, die jeden Sommer hier aufgestellt werden und sich knubbelnde Menschenmassen.

    Im Hafenrestaurant essen wir eine Kleinigkeit und machen dann eine Pause im Wohnmobil. Am Spätnachmittag gehen wir nochmal los, aber in die andere Richtung. Hier ist der Sand nicht ganz so weiß, die Parkplätze sind wesentlich weiter entfernt, es gibt keine Palmen und keinen Stand mit Snacks und Eis. Und vor allem viel weniger Menschen. Wir beobachten eine ganze Weile die Möven bei der Nahrungssuche und die an- und abfahrenden Schiffe. Schön ist es hier.
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  • Sæby

    22 juillet, Danemark ⋅ 🌬 18 °C

    Direkt auf der anderen Seite des Limfjords in Nørresundby gibt es einen SB-Waschsalon, unser erstes Ziel für heute. Nach knapp zwei Stunden ist alles erledigt. Beim nahe gelegenen LIDL füllen wir die Vorräte auf. Dann geht wieder ungefähr 50 Kilometer nördlich, bis wir Sæby erreichen.

    Hier fahren wir den neuen Stellplatz am Hafen an und haben am frühen Nachmittag noch reichlich Auswahl an Plätzen in der ersten Reihe mit direktem Blick aufs Kattegat.

    Es ist nicht weit bis ins Zentrum. Wir erfreuen uns mal wieder an den hübschen Häusern mit den vielen Stockrosen. Zwischendurch schauen wir uns kurz die Marienkirche an. Irgendwann landen wir am zentralen Marktplatz, wo wir bei einem Mexikaner/Italiener einkehren. Und dann geht's langsam zurück zum Wohnmobil, wieder vorbei an den vielen Yachten und Segelschiffen im Hafen.
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  • Aalborg

    21 juillet, Danemark ⋅ ☀️ 22 °C

    Heute geht's nochmal ungefähr 60 Kilometer weiter nördlich nach Aalborg. Ungefähr auf der Hälfte des Weges machen wir eine Pause. 

    Der Grund ist wieder ein Geocache, der uns zur Bunkeranlage REGAN-Vest führt, ein ehemaliger Regierungsbunker. Die Anlage wurde in den 1960er-Jahren gebaut und sollte dem Königshaus und der Regierung Schutz im "Kalten Krieg" bieten. Im Jahr 2012 wurde sie aufgelöst. Sie ist heute ein Museum, das aber nur mit vorgebuchtem Ticket im Rahmen einer Bunkerführung besichtigt werden kann. Die nächsten Tickets gibts ab Mitte August. So machen wir nur das für den Geocache benötige Foto und fahren nach Aalborg. 

    In der Nähe des Parks der singenden Bäume finden wir einen Parkplatz und schauen uns in der musikalische Oase etwas um. 1987 pflanzte Cliff Richard den ersten Baum. Künstler, Künstlerinnen und Gruppen, die im benachbarten Kongresszentrum auftraten, pflanzten im Laufe der nächsten Jahrzehnte weitere Bäume. Der Park wuchs und wurde 2011 neu gestaltet. An jedem Baum befindet sich nun eine Gedenkplatte. Per Knopfdruck erklingt eine Auswahl der bekanntesten Hits des jeweiligen Musikers. 

    Der Sportboothafen von Aalborg bietet  drei Flächen für Wohnmobile. Wir wählen den, der am nächsten zur Stadt liegt. Hier stehen wir zwischen Booten, die (noch) nicht zu Wasser gelassen wurden mit direktem Blick auf die Eisenbahnbrücke über dem Limfjord. Auf dem Fjord sind viele Boote unterwegs, die warten müssen, bis der mittlere Brückenteil hochgeklappt wird, damit sie passieren können.

    Wir brechen auf zum Stadtrundgang. Das was wir von Aalborg sehen, ist ein buntes Gemisch aus moderner Bebauung und historischen Gebäuden. Nach einem späten Mittagessen bringen uns die müden Füße wieder zum Wohnmobil. Abends setzt starker Wind ein, der die Regenwolken bringt, die die Wettervorhersage schon angekündigt hatte.
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  • Hobro

    20 juillet, Danemark ⋅ ☀️ 19 °C

    Eigentlich wollen wir heute wegen eines Geocaches nur kurz nach Hobro. Aber dann bleiben wir doch ein paar Stunden. Wir halten uns recht lange im Hafen auf. Am „KulturKai” wurden die alten Lagerhäuser zu Museen und Cafés umgebaut. 

    Auch ein Maritimes Kulturcenter wurde errichtet. Das Gebäude wird auch als Schiffsbaumeisterhaus bezeichnet. Wir können auf das Dach steigen und haben von dort einen tollen Blick auf den Mariager Fjord und die Stadt.

    Das nahe gelegene Stadtzentrum überrascht uns mit den restaurierten Gebäuden der Bies Brauerei. Hier begannen die Brüder Bie 1841 mit der  Produktion von Mineralwasser und Bier. Die Brauerei wurde 1980 geschlossen. Inzwischen wird im alten Pferdestahl aber wieder gebraut.

    Die lutherische Kirche von Hobro liegt auf einem Hügel in der Stadt und ist innen erstaunlich blau. Gebaut wurde sie 1852 anstelle einer alten einsturzgefährdeten Steinkirche. Ungewöhnlich ist die Position des Turms, der sich am östlichen Ende über dem Chor befindet, so dass er von der Stadt aus sichtbar ist. 

    Wir schlendern zurück zum Hafen und kehren in einem Restaurant/Café ein. Dort gibt es Smørrebrød, "belegte Brote". Wir entscheiden uns für ein Fisch-Brot mit gebratenen und gedünsteten Schollenfilets, Räucherlachs und Krabben. Sehr lecker!
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  • Mariager

    19 juillet, Danemark ⋅ ☁️ 15 °C

    So landen wir dann heute überraschenderweise in Mariager. Im Hafen-Stellplatz am Mariager Fjord erwischen wir gerade noch den letzten der sieben Plätze. 

    Wir spazieren durch den Ort bis zur Klosterkirche und stellen fest, dass das kleine Städtchen ein Glückstreffer war. Hübsche Gassen und Gebäude, alles geschmückt mit Rosen und Stockrosen. 

    Ein sehr leckeres Abendessen mit freundlicher Bedienung gibt es in einem kleinen Café/Restaurant. Das entdecken wir zufällig, nachdem man uns im großen Restaurant unfreundlich weggeschickt hat. Wir waren zehn Minuten vor der Öffnungszeit dort, ein großes Schild am Eingang zeigte durchgehende Öffnungszeiten von 15 - 22 Uhr. Essen gehen in Dänemark ist schwierig und sehr teuer, das Personal nicht immer freundlich. Trinkgeld zu geben, ist laut Reiseführer hier unüblich.
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  • Fjellerup, Kirche

    19 juillet, Danemark ⋅ 🌧 16 °C

    Die Wettervorhersage hatte es so angekündigt und tatsächlich regnet es morgens. Die Sonne scheint nur im Süden von Dänemark, aber da wollen wir ja noch nicht wieder hin. Also fahren wir erstmal nördlich, wobei es nicht so einfach ist, Ebeltoft zu verlassen. Der Stau, der gestern in den Ort reinging, geht heute mit uns raus.

    Nach ungefähr 50 Kilometern erreichen wir  die Kirche von Fjellerup. Hierhin hat uns ein Geocache geführt. Den finden wir nach längerer Suche und schauen uns dann natürlich auch die hübsche Kirche kurz an.

    Weiter geht's nach Randers. Auf dem stadtnahen Stellplatz ist nur ein Platz besetzt. Doch aus dem etwas verkommenen Wohnmobil kommt sofort jemand im selben Zustand und rät uns, mehr Abstand von ihm zu halten, da er laute Musik spielen werde. Hier würden wir unser Wohnmobil keine Minute alleine lassen, also fahren wir wieder. Der andere Platz ist zu weit vom Zentrum weg, daher halten wir wegen eines Geocaches nur kurz auf einem Parkplatz an.
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  • Ebeltoft, Glasmuseum

    18 juillet, Danemark ⋅ ☀️ 21 °C

    Das Glasmuseum macht von außen einen interessanten Eindruck, daher entscheiden wir uns für eine Besichtigung. Neben internationalen Exponaten sind auch zahlreiche Werke Ebeltofter Glaskünstler ausgestellt. Die Glasbläserei, die wir in der Altstadt gesehen haben, ist eine Besonderheit der Stadt, die deshalb auch als „Hauptstadt des Glases“ bezeichnet wird.

    Das Museum gefällt uns allerdings nicht so richtig gut. Es wirkt, als hätte man möglichst viel auf geringer Fläche ausstellen wollen, so dass für uns eher der Eindruck eines bunten Flohmarktes entsteht. Die einzelnen Exponate gehen völlig unter. 

    Sehr ansehnlich sind die Glasarbeiten, die im Museumsgarten stehen. Hier sieht man allerdings auch, dass es viel zu wenig Regen gab, denn das Gras ist gelb statt grün. Kurz schauen wir in die Glasbläserei, darin ist es aber viel zu warm, um länger zu verweilen.
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  • Ebeltoft

    18 juillet, Danemark ⋅ 🌬 19 °C

    Nach nur knapp 30 Kilometern, die uns um die Ebeltoft Vig, eine Meeresbucht des Kattegat, herumführen, erreichen wir Ebeltoft auf der Halbinsel Djursland. Der starke Straßenverkehr deutet schon darauf hin, dass hier irgendwas Besonderes vor sich geht. Leider haben wir das Wochenende mit Stadtfest und großer Kirmes erwischt.

    Der Stellplatz liegt einen Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, wieder an einem sehr großen Yachthafen. Wir können kaum glauben, dass wir einen (den letzten) Platz in der ersten Reihe mit Blick auf die Motor- und Segelyachten erwischen. 

    Am Hafen entlang spazieren wir bis zum Museumshafen. Dort liegt die historische Fregatte Jylland. Gegenüber, auf der anderen Straßenseite, kommen wir in die historische Altstadt. Hier kann man vor lauter Menschen kaum treten und leider auch nur wenig von den historischen Gebäuden sehen oder fotografieren. Auch das kleinste Rathaus der Welt, „Det Gamle Rådhus“ ist ständig belagert. 

    In einem Hinterhof finden wir ein italienisches Restaurant, essen eine Lasagne (endlich mal wieder was mit Nudeln), und verlassen die laute Altstadt recht schnell wieder.
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  • Sletterhage Fyr

    17 juillet, Danemark ⋅ ☀️ 21 °C

    Es dauert ein wenig, bis wir morgens losfahren, denn für Frischwasser, Entsorgung und Müll müssen wir auf dem großen Hafenareal drei verschiedene Stellen anfahren. Danach sind wir eine gute Stunde unterwegs und legen ca. 50 Kilometer zurück, bis wir unser Ziel erreichen. Unterwegs gehen wir tanken. Diesel für 2,25 Euro ist nicht unbedingt ein Schnäppchen.

    Die landschaftlich schöne Fahrt führt rund um die Bucht Kalø Vig und dann südlich bis zur Spitze der Halbinsel Helgenæs. Dort steht der Leuchtturm Sletterhage,  "Sletterhage Fyr", an der Schifffahrtsroute in die Bucht von Aarhus.

    Der erste Leuchtturm an diesem Standort wurde 1872 von der Stadt Aarhus errichtet, 1894 übernahm der Staat die Leuchtturmverwaltung und errichtete den heutigen Turm. Er besteht aus Beton, ist 16 Meter hoch und sein Licht ist bis zu 30 Kilometer weit sichtbar. 

    Auf dem großen Parkplatz am Leuchtturm sind fünf Stellplätze für Wohnmobile markiert. Vier davon sind noch frei. Wir beschließen spontan, hier zu übernachten. Die Spende, um die der Verein bittet, der die Plätze pflegt, hinterlegen wir gerne. 

    An die Bitte, kein Campingverhalten zu zeigen, halten sich die älteren dänischen Paare auf den Plätzen neben uns nicht. Da werden erst die Campingstühle rausgeholt und dann die Grills. So gehen solche schönen Plätze irgendwann verloren. Wir empfinden wenig Mitleid, als gegen 19 Uhr starker Wind einen kräftigen Regenguss bringt, der auch das Grillgut trifft.

    Wir verbringen den Nachmittag mit Spaziergängen am Leuchtturm, einem großen und sehr leckeren dänischen Eis und dem Beobachten der kleinen und großen Schiffe, die an uns vorbeiziehen.
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  • Skæring Mindelund und Hafen von Skødstrup

    16 juillet, Danemark ⋅ ☀️ 25 °C

    Unsere weitere Reiseroute ist heute und in den nächsten Tagen abhängig von der Wetterlage. Für Teile von Dänemark sind Unwetter gemeldet und die wollen wir natürlich soweit wie möglich umgehen. 

    Daher bleiben wir zunächst mal in der Region Mitteljütland, fahren aber ca. 100 Kilometer Richtung Osten. Über die dänischen Autobahnen geht das schnell und entspannt. 

    In Hornslet gibt es einen SB-Waschsalon mit nettem Personal, das auch deutsch und englisch spricht, einen dänischen Geldschein in die benötigten Münzen wechselt und die ungewöhnliche Bedienung der Geräte erklärt. Da wir zur Mittagszeit hier sind, gibts Zimtschnecken aus dem nahe gelegenen Netto.

    Dann fahren wir zum Skæring Mindelund, den wir über einen kühlen Waldweg erreichen. Zwischen 1943 und 1945 wurden 113 Dänen von deutschen Exekutionsgruppen hingerichtet. Eine der ersten Hinrichtungen fand am 2. Dezember 1943 hier auf Skæring Hede (Heide) statt. Fünf junge dänische Freiheitskämpfer verloren ihr Leben. Die Gedenkstätte wurde 1977 eingeweiht, es wurden fünf Bäume gepflanzt.

    Gleich neben dem Stein gehts weiter zum Strand. Hier können wir einen kurzen Blick auf die Kalø Vig werfen, eine Meeresbucht der Ostsee nördlich von Århus.

    Nur zwei Kilometer weiter erreichen wir das letzte Ziel für heute: ein Stellplatz am Hafen von Skødstrup. Hier ist am frühen Nachmittag noch Platz in der ersten Reihe mit direktem Blick auf die Segelboote und Yachten. Der Zahlautomat ist einige hundert Meter weit weg in der Nähe des Hafenmeister-Büros. Da ist auch das Restaurant, das aber Mittagspause hat. Daher gibt es später wieder etwas Selbstgekochtes.
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  • Kunst in Herning

    15 juillet, Danemark ⋅ ☀️ 26 °C

    Von einem Geocache lassen wir uns nach Herning leiten und landen beim Carl-Henning Pedersen & Else Alfelts Kunst-Museum. 

    Carl-Henning Pedersen schenkte der Stadt Herning knapp 6.000 Werke, die er und seine Frau geschaffen hatten. Daher gründete die Stadt 1976 das Museum, das ursprünglich nur aus einem runden Ausstellungsgebäude bestand. Im Laufe der Jahre wurde das Museum um eine dreiseitige Pyramide erweitert und durch zwei große unterirdische Ausstellungshallen mit einem benachbarten Fabrikgebäude verbunden.

    Die klimatisierte Ausstellung, die wir uns zum Seniorentarif ansehen dürfen, gefällt uns sehr gut, ebenso die Architektur der Gebäude. Nach einem kurzen Gang durch den Museums-Shop stromern wir noch durchs Außengelände, auf dem ebenfalls zahlreiche Kunstwerke zusammengetragen wurden.

    Dann fahren wir zum Stellplatz in Sunds, der sich aber leider als Campingplatz mit Hotel und Ferienhäusern entpuppt, und der auch abseits des angepriesenen Sees liegt. Den Abend verbringen wir in einer lauten Geräuschkulisse mit Stimmengewirr und Kindergeschrei bei unterschiedlichsten Grillgerüchen und werden daran erinnert, warum wir Campingplätze meiden.
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  • Ringkøbing

    14 juillet, Danemark ⋅ ☁️ 23 °C

    Also fahren wir weiter nach Ringkøbing zum Stellplatz am Hafen. Es sind noch ausreichend Plätze frei und es ist nicht weit bis ins Zentrum. Dort finden wir ein chinesisches Restaurant mit Buffet, auf dem kurz vor 15 Uhr noch ausreichend Reste vorhanden sind. Bis zwei Däninen erscheinen und sich ihre Mitnahmeboxen dermaßen vollstopfen, dass die Deckel kaum zugehen. Anschließend ist das Buffet leer, wir sprachlos, aber glücklicherweise schon satt. 

    Ringkøbing ist eine der ältesten Städte Dänemarks und wurde im Jahr 2007 zur glücklichsten Stadt in ganz Europa gekürt. Die Backsteinhäuser an den alten kopfsteingepflasterten Straßen geben dem Ort eine urige Atmosphäre und sollen daran erinnern, dass Ringkøbing im Mittelalter das Zentrum des Handels und der Schifffahrt war. 

    Wir passieren auch die 3,5 Meter hohe Bronze-Skulptur „den fede dame“ (Die fette Dame). Die zeigt einen kleinen Jungen, der eine korpulente Frau auf den Schultern trägt. Während der kleine Junge ein Symbol für die Dritte Welt sein soll, steht die Frau für den Wohlstand der westlichen Welt. Nicht ganz so eingängig ist die Skulptur "Miss Ringkøbing", aber man muss ja nicht alles verstehen.
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  • Hvide Sande

    14 juillet, Danemark ⋅ ☁️ 20 °C

    Entgegen den Empfehlungen des Reiseführers wollen wir die Fahrt nördlich erstmal auf der Straße 181 fortsetzen. Also auf dem schmalen Landstreifen zwischen Nordsee und Ringkøbing Fjord. Das ist bestimmt ganz schön, wenn man einen Spaziergang durch die Dünen machen kann. Aber nicht in der Hochsaison am späten Vormittag. Es gibt keine freien Parkplätze, aber unzählige Ferienhaussiedlungen.

    So fahren wir weiter bis Hvide Sande, eine verstopfte Touristenhochburg, bei der wir uns nicht erklären können, was die Massen hierhin zieht. Wir können nur deshalb hier parken, weil gerade jemand wegfährt. Schnell hinauf auf den Bunkerberg und zwei Geocaches erledigt. Dann wollen wir etwas essen, denn es ist schon halb zwei. Im ersten Restaurant werden wir ignoriert und stehen wieder auf, im zweiten werden wir mangels Kapazitäten weggeschickt, obwohl viele Tische frei sind. Das ist uns gestern auf Fanø schon mal passiert.
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  • Oksbøl, Kirche

    14 juillet, Danemark ⋅ ⛅ 23 °C

    Morgens scheint die Sonne wieder. Das abendliche Gewitter hat die Schwüle weggenommen und es ist ein wenig abgekühlt. Wir machen das Wohnmobil startbereit - etwas aufwendig, da die Grauwasser-Entsorgung hier nur mit einem Schlauch funktioniert. Aber der Platzwart ist sehr freundlich und hilfsbereit.

    Wir durchqueren Oksbøl und fahren zur Kirche. Die ist sehenswert und einen Geocache gibt es dort auch.
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  • Nordby auf Fanø

    13 juillet, Danemark ⋅ ☁️ 23 °C

    Für heute sind Regen und Gewitter angekündigt, also quasi Museumswetter. Deshalb verlängern wir unseren Aufenthalt auf dem Stellplatz in Oksbøl schon morgens um eine weitere Nacht und fahren dann Richtung Esbjerg zum Fischerei- und Seefahrtmuseum. Auf dem gestern fast leeren Parkplatz hatten wir während des Besuchs der Männer am Meer gestanden und erwarten, dass heute, am Montag, recht wenig Betrieb dort ist.

    Wir können es kaum glauben, der Parkplatz ist rappelvoll, kein Platz mehr für unser Wohnmobil! Vielleicht hatten alle auf die Wettervorhersage geguckt? Also aktivieren wir Plan B: die Insel Fanø, denn noch ist es trocken und sonnig.

    Der Fähranleger ist nicht weit entfernt und ca. 300 Meter vorher gibt es kostenlose Parkflächen. Wir erwerben zwei Rentner/Fußgänger-Tickets und zahlen für Hin- und Rückfahrt insgesamt knappe 6,70 Euro. Die Fähren fahren alle 20 Minuten los, die Überfahrt dauert 12 Minuten.

    Im Hafen sehen wir auch mal die riesengroßen Schiffe, die Windräder auf dem Meer aufstellen, von nahem. Diese Offshore-Installationsschiffe werden auch Jack-up-Schiffe (aufbocken) genannt, weil sie sich für die Arbeiten am Meeresboden auf langen Beinen aus dem Wasser heben können.

    So sind wir schnell in Nordby, wo wir uns in den nächsten drei Stunden aufhalten. Direkt am Fähranleger bemerken wir die Skulptur der Fanø Fayence Hunde. Im 19. Jahrhundert war es üblich, dass die Seeleute diese Hunde als Souvenir für ihre Frau aus England mitbrachten. War der Mann auf See wurden sie so plaziert, dass sie aus dem Fenster blickten, war er wieder in der Heimat, wurden sie umgedreht und sahen ins Haus. Daher hatte auf Fanø praktisch jedes Haus zwei dieser Hunde im Fenster. Auch heute ist das noch üblich.

    Das Zentrum von Nordby ist ganz nett anzusehen, die "Hauptstraße" in der Hauptsaison ziemlich belebt. Abseits der Geschäfte und Restaurants sind wir ziemlich alleine. Es wird aber ständig wärmer und drückender, einige Regentropfen fallen. So nehmen wir gegen 15 Uhr die Fähre zurück nach Esbjerg. 

    Das erweist sich im weiteren Nachmittag und Abend als kluge Wahl. Zurück auf dem Stellplatz entscheiden wir uns heute für einen Platz auf Kies und nicht auf Rasen. Schnell noch am Kiosk vom Parkgolfplatz ein Eis geholt, kommen wir noch trocken am Wohnmobil an. Dann beginnt ein Gewitter und es regnet. Der Himmel wird erst dunkel, dann schwarz und kaum lässt der Regen mal nach, öffnet oben wieder jemand die Schleusen und es beginnt von neuem. Blitz und Donner machen Überstunden.
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  • Männer am Meer bei Esbjerg

    12 juillet, Danemark ⋅ ⛅ 20 °C

    Nach einem kurzen Einkauf bei LIDL (sonntags sind die Lebensmittelgeschäfte von 7-21 Uhr geöffnet) fahren wir ca. 35 Kilometer nördlich, vorbei am Industriehafen von Esbjerg. Dort steht die neun Meter hohe Skulpturengruppe "Mennesket ved Havet" aus weißem Beton, geschaffen vom Bildhauer, Maler und Grafiker Svend Wiig Hansen.

    Sie wurde 1994 zum 100. Jubiläum Esbjergs als eigenständige Landgemeinde beauftragt und 1995 der Öffentlichkeit übergeben. Mittlerweile sind die Männer am Meer ein Wahrzeichen der Stadt und bei gutem Wetter vom Meer aus noch in zehn Kilometern Entfernung zu erkennen.

    Hier ist jede Menge Betrieb und es dauert eine Weile, Fotos zu machen, auf denen sich nicht irgendjemand in Pose stellt. An der einzigen "Verpflegungsbude" ist viel los und auch hier braucht es Zeit, bis wir unsere Wurst mit Brot bekommen. 

    Da wir planen, morgen nochmal Richtung Esbjerg zu fahren, suchen wir auf Park4Night nach einem Stellplatz und werden in Oksbøl fündig. Von den mindestens zehn Plätzen an der Parkgolfanlage ist noch keiner besetzt. Bis abends sind wir zu sechst.
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  • Kammerschleuse Ribe

    12 juillet, Danemark ⋅ ☀️ 20 °C

    Unser erstes Ziel ist heute die Kammerschleuse bei Ribe, ca. fünf Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Hier treffen wir wieder auf den Wasserlauf der Ribe Å, die ins dänische Wattenmeer mündet. 

    Die Schleuse wird automatisch geschlossen, wenn die tägliche Flut kommt, und wenn der Wasserstand wieder fällt, öffnet der Wasserdruck des Flusses die Schleusentore wieder. So wird der Wasserstand in der Kammer im Verhältnis zu den Gezeiten ausgeglichen und Schiffen die Passage durch die Schleuse ermöglicht.

    Wir haben das Glück, einen Schleusenvorgang beobachten zu können. Denn nach und nach treffen einige Ruderboote ein, die sich in der Schleuse sammeln. Minuten später kommt der Schleusenwärter angefahren, die Tore schließen sich, das Wasser sinkt und irgendwann kann weiter gerudert werden.

    Die Geschichte der Kammerschleuse ist ganz interessant, daher hier eine kurze Zusammenfassung: Nach einer  verheerenden Sturmflut im Jahr 1909, als das Wasser in Ribe etwa einen Meter hoch stand, wurde beschlossen, einen 15 Kilometer langen Deich an der Nordseeküste vor Ribe zu bauen. Um weiterhin einen Bootsverkehr über den Ribe Å zu ermöglichen und den Wasserstand in Ribe und Umgebung ausgleichen zu können, installierte man die Kammersluse als kleine Schleuse.

    Kaum hatte man mit dem Bau begonnen, wütete 1911 eine noch schlimmere Sturmflut. Lt. Sturmflutsäule betrug der Wasserstand 1911 4,41 Meter und 1909 4,11 Meter über dem Normalwert. Seit seiner Fertigstellung hat der sieben Meter hohe Deich mehrere Katastrophen in Ribe verhindert. Auch als während des Orkans von 1999 das Wasser nur 30 Zentimeter unterhalb der Deichkrone stand.
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  • Ribe

    11 juillet, Danemark ⋅ ☀️ 24 °C

    Nur ungern verlassen wir "Oasen" und die Insel Rømø. Auf dem neun Kilometer langen Damm zum Festland kommen uns unzählige PKWs und Wohnmobile entgegen. Auf der Insel scheint es am Wochenende sehr voll zu werden.

    Wir fahren nach Ribe, insgesamt legen wir knapp 40 Kilometer zurück. Gegen 11 Uhr erwischen wir noch einen Platz auf dem Ausweichplatz des städtischen Stellplatzes. Es ist extrem eng (der rechte Nachbar parkt sich eine Spiegelbreite von uns weg ein) und unruhig hier, da laufend Wohnmobile kommen und ihre Suchrunde über den lauten Kiesbelag drehen. Die Übernachtung ist kostenlos und es sind nur 500 Meter bis zum Stadtzentrum. 

    Wir machen uns gleich auf den Weg und stellen fest, dass die Beschreibung im Reiseführer genau zutrifft. Die älteste Stadt Dänemarks verzaubert mit einer hervorragend erhaltenen mittelalterlichen Altstadt. Wir schlendern durch die engen Gassen, vorbei an Fachwerkhäusern und dem ältesten Rathaus Dänemarks.

    Mitten im Zentrum steht der Dom. Das Wahrzeichen aus dem 12. Jahrhundert ist - wie sollte es anders sein - der älteste Dom Dänemarks. Für umgerechnet vier Euro ist er zu besichtigen.

    Anschließend stärken wir uns in einer der zahlreichen Außengastronomien und setzen den Stadtrundgang fort. Durch Ribe fließt die "Ribe Å", wobei das Å für Fluss oder Bach steht. Entlang des Ufers erreichen wir den von einem Wassergraben umgebenen Hügel, auf dem einst Schloss Riberhus stand. Das wurde aber bereits im 17. Jahrhundert zerstört und so sehen wir nur einen Mauerrest und eine Statue von Königin Dagmar.

    Dann beginnen wir mit dem Rückweg zum Wohnmobil, den wir für ein leckeres Eis unterbrechen.
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  • Chillen auf Rømø

    10 juillet, Danemark ⋅ ☁️ 19 °C

    Der Stellplatz "Oasen" auf Rømø bietet Platz für 280 Fahrzeuge. Ein sehr großes Gelände mit großen, breiten Plätzen, die durch breite Grünstreifen voneinander abgetrennt sind. Die Plätze sind kreisförmig um Wasserflächen angeordnet und zwar so, dass man auch aus der zweiten Reihe noch auf den Springbrunnen gucken kann.

    Wir hatten das Glück, eine Reservierung für zwei Nächte zu bekommen. Von Samstag auf Sonntag ist allerdings alles ausgebucht, daher müssen wir morgen leider erstmal hier weg. Ohne Reservierung sollte man nicht hierhin fahren, aber die ist online schnell gemacht.

    Da es uns hier so gut gefällt, legen wir heute einen Chill-Tag ein. Wir wollen ausnutzen, dass es hier Waschmaschine und Trockner gibt, die zu vernünftigen Preisen genutzt werden können. Allerdings steht das Waschmittel noch zu Hause im Keller. Also gehen wir am späten Vormittag zum Supermarkt, der sich auf der anderen Straßenseite befindet. Da gibt es nicht nur Waschmittel und Brötchen, sondern auch sonst alles, was ein Camper so braucht einschließlich Werkzeug aller Art.

    Dann kümmern wir uns um die Wäsche und nutzen das wunderbare Wetter, um faul in den Stühlen zu liegen und zu lesen. Eigentlich wollten wir dann noch irgendwo hinfahren, um etwas zu essen. Aber dazu haben wir keine Lust, es sind ja noch genug Vorräte da, die für ein Abendessen reichen. Die Insel schauen wir uns dann ein anderes Mal an.
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  • Marsk Tårnet / Marsk Turm

    9 juillet, Danemark ⋅ ⛅ 19 °C

    Der Weg führt uns weiter zum Marsk Tårnet, zu deutsch Marsk Turm. Der doppelhelixförmige Aussichtsturm aus Cortenstahl befindet sich im Nationalpark Wattenmeer und bietet Aussicht auf die Nordsee, den Nationalpark selbst und auf die Stadt Skærbæk. 

    Wir haben keine Lust, für reichlich Eintrittsgeld die 146 Stufen hinauf zu steigen und entscheiden uns statt dessen für ein Mittagessen im nahe gelegenen Restaurant. Das Essen schmeckt, allerdings hätten wir auf den anschließenden Espresso besser verzichtet: der mit 6 € teuerste und mit großem Abstand schlechteste Espresso, den wir je zu uns genommen haben.

    In Skærbæk kaufen wir kurz Trinkwasser in dänischen Pfandflaschen und ein paar Brötchen. Dann fahren wir nach Rømø, wo wir auf dem Oasen-Stellplatz eine Reservierung für zwei Nächte haben. Dazu morgen mehr.
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  • Møgeltønder

    9 juillet, Danemark ⋅ ☁️ 17 °C

    Møgeltønder liegt etwas westlich von Tønder. Der kleine Ort ist für Schloss Schackenborg bekannt, das von 1993 bis 2014 Prinz Joachim von Dänemark als Wohnsitz diente. Das Schloss ist erst heute Nachmittag geöffnet, daher begnügen wir uns mit einem Spaziergang durch den sehr gepflegten Schlosspark.

    Dann spazieren wir auf der kopfsteingepflasterten Schlossstraße, die mit gut erhaltenen Backsteinhäusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert gesäumt ist. Heute werden sie anscheinend überwiegend als Ferienunterkünfte genutzt. 

    So erreichen wir die Møgeltønder Kirche, deren Ursprünge im 13. Jahrhundert liegen. Früher gehörte sie zum Besitz derer von Schack auf Schloss Schackenborg, erst 1970 wurde sie eine reguläre Pfarrkirche der Dänischen Volkskirche.

    Innen ist sie dank der Bauern aus dem 17. Jahrhundert prachtvoll gestaltet. Sie mussten alles finanzieren, dafür wurden ihre Namen auf der Empore verewigt.
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  • Tønder / Tondern

    8 juillet, Danemark ⋅ ☀️ 18 °C

    Kurz hinter der Grenze liegt Tønder. Auf dem dortigen Stellplatz haben wir eine Reservierung für die nächste Nacht. Das war aber nicht nötig, es bleiben ausreichend Plätze frei.

    Wir können zu Fuß in das schöne Städtchen gehen, überqueren dafür die Vidå und sind erstmal im Skulpturenpark. Dann geht es weiter in die Altstadt von Dänemarks ältester Marktstadt. Die Fußgängerzone wirkt gemütlich und ist geschmückt mit sehenswerten  Backsteinhäusern. 

    Geldautomaten gibt es hier auch und so verfügen wir nun über einen kleinen Bargeldvorrat, falls wir mal auf kleinere Stellplätze fahren, wo die Standgebühr im Briefumschlag zu hinterlegen ist. Ohne die zu Hause vorbereitete Umrechnungstabelle  kommen wir mit den Preisen in dänischen Kronen allerdings noch nicht zu recht. Das bedarf wohl wieder einer kleinen Gewöhnung.

    Mit müden Füßen kehren wir zurück zum Wohnmobil. Dort gibt es etwas selbst Gekochtes, denn einige Vorräte müssen mal gegessen werden.
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  • Fährfahrt und Ankunft in Dänemark

    8 juillet, Allemagne ⋅ ⛅ 16 °C

    Früh um 6:30 Uhr klingelt der Wecker. Kurze Katzenwäsche und dann gehts ab nach Wischhafen. Nach 45 Minuten sind wir am Fähranleger und weitere 10 Minuten später auf der Fähre. Nach 20 Minuten haben wir die Elbe überquert. 

    Auf dem nächsten Parkplatz vor Glückstadt frühstücken wir erst mal gemütlich und fahren dann nach Itzehoe, deutsche Pfandflaschen abgeben, einige Lebensmittel einkaufen, kurz vor 12 Uhr tanken. Weiter gehts Richtung Norden und irgendwann erreichen wir Dänemark.
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