• Ulrike Dous
  • Kurt Weißmann
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BALKAN

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  • FRANCHITHI HÖHLE und Argolischer Golf

    May 22 in Greece ⋅ ☀️ 21 °C

    War geil, mit dem Sonnenaufgang wieder Hydra vor uns zu haben.
    Heute ging meine Morgenroute östlich nach Akti Idras - das ist ein luxeriösen Resort für Leute, die ihre Yachten oder Boote gleich an ihrer Supersuit haben woĺlen.
    Gleich daneben verwunschene Bauruinen bzw alte, geschlossen und vergessene Ressorts.
    Für Ermioni haben wir nicht lange gebraucht - ein paar nette Tavernen und ein riesiger Pinienwald. Es wurde viel gearbeitet - geschweisst, gelärmt ect - war nicht so die Geräuschkulisse zum Entspannen. Also ab zu Lidl - diesmal schöpfen wir unsere Schrankkapazitäten voll aus! Großeinkauf vor Pfingsten!
    Dann war noch genug Zeit für eine Kletterpartie zu den Höhlen von Franchthi. Nicht dass es auch einen einfacheren Weg gegeben hätte - aber hier über die Felsen war es schon anspruchsvoll.
    Die Franchthi-Höhle liegt direkt an einer Bucht gegenüber dem Fischerdorf Koiladha auf der Peloponnes. Sie gehört zu den ältesten und historisch bedeutendsten Fundstätten der Menschheitsgeschichte in Europa und war vom Jungpaläolithikum (ca. 38.000 v. Chr.) bis ca. 4000 v. Chr. bewohnt.
    Nutzungsdauer: Wurde über einen Zeitraum von rund 30.000 Jahren von Jägern, Sammlern und frühen Bauern genutzt.
    Wir sind dann das Didyma-Gebirge rauf gefahren (Didyma heisst Zwillinge) - es gibt also zwei Gipfel, der große 1110 m und der kleinere Profitis Ilias 775 m.
    Unseren Platz finden wir auf 650 m Höhe bei den Windrädern. Von dort hat man eine bombastische Aussicht!
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  • DIDYMA-GEBIRGE

    May 23 in Greece ⋅ ☁️ 17 °C

    Hat schon was, so hoch oben zu schlafen! Heute sind Gewitter gemeldet, aber den kleinen Gipfel wollte ich noch machen. Auf 700m blockierte dann eine Schafherde meinen Weg. Die Schafe waren ja putzig, aber die Hunde wollten mich nicht vorbei lassen. Dann hat es zu Regnen begonnen und ich bin zurück zum Auto gelaufen.
    Das Didymo-Gebirge ist Teil des Arakneo-Gebirges und das ist das Hauptgebirge auf der Argolis-Halbinsel (der Daumen).
    Nachmittags waren wir in einem netten kleinen Cafe mit Bäckerei und haben uns allerhand leckere Törtchen einverleibt. Vivari ist ein Dorf an einer Lagune am Argolischen Golf, an der Tausende Fischarten und seltene Vogelarten zu beobachten sind.
    Wir wollten aber weiter zu den ältesten noch benutzbaren Steinbrücken mit Kraggegewölbe fahren, zu den Brücken von Arkadiko. Es gibt insgesamt vier Bauwerke aus der mykenischen Epoche. Die anderen besuchen wir morgen, z. B. die Brücke von Kazerma. Sie wurden wahrscheiluch 1300 v. Chr. in kyklopischen Mauerwerk gebaut. Hierbei wurden große, nur grob zugerichtete Steine ohne Mörtel verbaut. Zur Stabilisierung wurden in die Zwischenräume kleine Steine gesteckt. Die Brücken gehören zu einer Straße, die im Späthelladikum etwa 1340/25 - 1100 v.Chr. die mykenischen Zentren mit dem Hafen Palea Epidavros verband.
    Es war schon etwas spät und wir haben unsere geplante Wanderung zur Akropolis von Kazerma auf morgen verschoben.
    Für die Nacht haben wir einen Platz an einer kleinen Kirche über Arkadio gefunden. Die ist etwas ausserhalb etwas höher gelegen und wir hoffen, dass die Pfingstgemeinde morgen unten im Ort feiert und uns hier nicht stört.
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  • Festung Kastraki

    May 24 in Greece ⋅ ☁️ 24 °C

    Man schläft doch immer gut an einer so heiligen Stätte. Wir haben den Pfingstgottesdienst von der Hauptkirche von Arkadiko bis rauf gehört. Als ein Auto mit allerhand Material und Getränke hier an unser Kirchlein kam, haben wir dann aber doch die Flucht egriffen. Vielleicht kommt noch das ganze Dorf hier angepilgert.
    Erst mal sind wir zur zweiten mykenischen Brücke gelaufen - ein wunderschöner Spaziergang durch ursprüngliche Natur und einem schönen Blick auf die Berge..
    Dann gabs am Friedhof von Arkadika erst mal ein Vesperpäuschen. Total gut getimet, denn inzwischen hat es unangemeldet im Wetterbericht zu Regnen begonnen. Aber das ganze dauert nicht lange und wir können dann doch noch unsere Wanderung zur Festung Kastraki machen. Die - oder die Stein und Grundmauern, die noch zu sehen sind, stammen aus dem 5. bis 4. Jahrhundert v. Chr. Sie wurde in sogenanntem polygonalem Mauerwerk errichtet. Das bedeutet, dass die tonnenschweren Steine präzise in unregelmäßigen Vielecken behauen und ohne Mörtel so exakt ineinandergefügt wurden, dass sie bis heute halten.​.Die Burgmauer war ursprünglich stolze 2,50 Meter dick und umschloss ein Areal von etwa 3.000 Quadratmetern. An einigen Stellen im Süden steht sie heute immer noch 3 bis 4 Meter hoch.
    Dass die Burg genau an diesem Hügel steht, hat einen genialen militärischen Grund: Sie lag an einem Knotenpunkt der antiken Superstraßen.
    Direkt östlich unterhalb des Burgbergs trafen zwei der wichtigsten Routen der antiken Argolis aufeinander:​Die Straße von der mächtigen Stadt Argos nach Epidaurus (die nördlich am Burgberg vorbeiführte).​Die Straße von Nauplia (Nafplio) nach Epidaurus (die von Süden kam). Wer die Burg Kastraki kontrollierte, kontrollierte den gesamten militärischen und wirtschaftlichen Verkehr zwischen den großen Stadtstaaten der Region und dem heiligen Asklepios-Heiligtum.
    Leider gibt es eigentlich weder Weg noch Beschreibung dort, nur zugewucherte Steine und Dickicht. Wir haben uns aber wacker geschlagen und haben die Reste der Festung im Dschungel des Wildwuchses erklettert. Erschwerend kam noch ein Gewitter hinzu und wir konnten letzlich stolz sein, völlig durchnässt und verschrammt und zerstochen doch ohne Beinbruch oder Schlimmeren wieder das Abenteuer gemeistert zu haben.
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  • Vivaro

    May 25 in Greece ⋅ ☀️ 20 °C

    Traumhaftes Wetter - erfrischender Wind! Bin heute von unserem Kirchlein ab einen Feldweg gelaufen, der letzendlich mit allen seinen Abzweigungen in irgenwelchen Olivengärten endete. Aber es war wunderschön durch in die Natur zu tauchen mit den vielen Steinen und dem goldenen mannshohen Gras das sich im Wind neigt.
    Die Strasse durchs Gebirge war zwar etwas holprig aber wunderschön! Endlose Serpentinen durch die schroffen Felsen - ein ausgetrocknetes Flusstal und eigentlichlich keine Dörfer bis Vivari. Da haben wir eine nette Taverne direkt am Meer gefunden für unere leiblichen Bedürfnisse und später wieder ein Kirchlein für eine ruhige Nacht.
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  • Argolischer Golf und Palamidi

    May 26 in Greece ⋅ ⛅ 24 °C

    In göttlicher Obhut an dem Kirchlein inmitten Olivengärten und Natur hat uns dann doch heute morgen ein Bauer mit seinem Traktor und Mähmaschine geweckt. Wir haben uns ein leckeres Frühstück gemacht und dann bin ichhier wieder durch die wunderschöne Natur gelaufen.Um die Ecke sieht man von hier die Festung Palamidi von Nafplio und den Argolischen Golf. Wir sind ein bisschen landeinwärts bei Exostis.
    Nachmittags haben wir ins die Festung Palamidi angeschaut - eine bombastische Aussicht hat man von dort! Die Festung selber wurde von den Venezianern 1686 bis 1715 auf dem 220 m hohen Felsen über Nafplio erbaut. Sie hat sieben Bastionen.
    Anschließend noch ein Bummel durch die Stadt und ein obligatorischer Cafebesuch und dann wird es auch Zeit noch einem Übetnachtungsplatz Ausschau zu halten.
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  • Argos und Festung Larissa

    May 27 in Greece ⋅ ⛅ 21 °C

    Heute Nacht standen wir an der Pyramide von Hellinikon und hatten einen geilen Blick auf Argos und den Argonischen Golf.
    Die meisten Archäologen datieren die Pyramide an das Ende des 4. Jahrhunderts v. Chr. (ca. 350–325 v. Chr.).Begründung: Der Baustil (das sogenannte polygonale Mauerwerk aus lokalem grauem Kalkstein) ist typisch für die griechische Antike dieser Epoche. Zudem wurden bei Ausgrabungen im Fundament und der Umgebung hauptsächlich Keramikscherben und Tonscherben von Dachziegeln aus genau dieser Zeit gefunden.​Die umstrittene Labor-Datierung: ca. 2700 v. Chr. (Bronzezeit)​In den 1990er Jahren untersuchte ein griechisches Forscherteam die Steinoberflächen mit einer damals neuen physikalischen Methode (der optisch stimulierten Lumineszenz). Das verblüffende Ergebnis: Die Steine wurden angeblich um 2730 v. Chr. (± 720 Jahre) behauen. Damit wäre sie älter als manche ägyptische Pyramide.​Die Kritik: Die Fachwelt lehnt dieses Ergebnis fast geschlossen ab. Die Methode galt für diese Art von Kalkstein als ungeeignet und ungenau. Zudem fand man unter dem Fundament frühhelladische Scherben – die Pyramide muss also jünger sein als die Schichten darunter.
    ​Wer auch immer sie errichtet hat, eines ist sicher: Es waren die antiken Bewohner der Region Argolis (die Argiver). Es gibt keinerlei Verbindung zu Ägypten; die Bauweise (Neigung, Innenraum, Steintechnik) ist rein griechisch.​Da das Gebäude im Laufe der Jahrhunderte komplett ausgeräumt wurde, lässt sich der Zweck nur über die Architektur und antike Berichte rekonstruieren:​Die wahrscheinlichste Theorie (Militärischer Wachturm):
    Bin dann noch in die Berge gelaufen und habe Reste einer Stadt gefunden, Das muss Kenchreia sein. Kenchreai war ein strategisch wichtiger Außenposten und eine Kleinstadt im Grenzgebiet zwischen den verfeindeten Stadtstaaten Argos und Sparta. Wenn die Spartaner versuchten, über die Berge in die argolische Ebene einzufallen, war dies der erste Ort, auf den sie stießen.
    Später sind wir tatsächlich nach Argos gefahren - nur leidet wiedermal zu spät, um die Griechen mit unseren Eintrittsgeldern zu beglücken. Argos ist seit 5000 Jahren kontinuierlich bewohnt, früher vielleicht sogar mit bedeutend mehr Einwohnern. Das antike Theater fasste mindestens 20000 Zuschauer - das ist die heutige Einwohnerzahl. Dann gab es noch ein Odeon, eine Therme und eine Agora. Heute gibt es einmal in der Woche Wochenmarkt und im einzigen Cafe, das wier gefunden hatten, waren wir die einzigen Gäste. Hier lebt man nicht vom Tourismus sondern von der Landwietachaft. Argos ist das Orangenimperium von Griechenland.
    Über Argos thront die Burg Larissa mit einer fenomenalen Rundumsicht. Ihre Geschichte reicht von der mykenischen Kultur 1300 v. CHR. über alle Epochen, Byzantiner, Franken, Venezianer und Osmanen.
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  • Argolischer Golf

    May 28 in Greece ⋅ ☀️ 23 °C

    Heute Nacht standen wir direkt am Wasser hinter dem kleinen Hafen von Kiveri.
    Von hier aus gibt es einen schönen Weg direkt am Wasser, nachdem ich diesen genossen habe, bin ich dann erst mal ein bisschen in die Berge gelaufen.
    Strandduschen haben wir auch entdeckt, perfekt für einen Strandnachmittag. Im Grunde ist hier noch nichts los - es wird gewerkelt und gebaut, die Massen kommen erst später.
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  • Astros

    May 29 in Greece ⋅ ⛅ 26 °C

    Heute früh war es sehr windig, aber das versprochene Gewitter ist ausgeblieben. Der Ort Kiveri putzt sich rauß für die Saison. Planierraupen ebnen den Strand, Sträucher werden beschnitten, Parkbänke gestrichen, die Strasse gekehrt und Liegestühle gestapelt. Man spürt: Bald gehts los!
    Unser erstes Ziel heute ist Astros - die alte Stadt mit der Burg. Ein charmantes Fischerdorf. Wir sind zur Festung hoch gepilgert und dann zum Leuchtturm. Unterwegs hat uns jemand gebratene Fische vom Balkon runtergeteicht. Die waren köstlich und wir mussten auch keinen Abfalleimer suchen - die Katze ist gleich mitgelaufen und hat sich die Köpfe geholt.
    Danach wollten wir ein Kloster besichtigen: Loukous Ιερά Μονή Λουκούς.Leider war es über die Mittagszeit geschlossen. Die Hauptkirche stammt aus dem 12. JAHRHUNDERT und die ganze Anlage steht auf einem sehr geschichtsträchtigen Ort. Die Besucher kommen um die wunderschönen Fresken und Mosaike und die Bibliothek zu sehen.
    In der Nähe gibt es noch ein interessantes Kloster "Paleopanagie" in einer grünen Schlucht am Fuße des Peron-Gebirges.
    Wir haben uns auf 650 m Höhe schon mal ein Plätzchen gesucht. Ausser einer Ziegenherde gibt es hier nur Gestein und hohes gelbes Gras und niedrige Bäume und Sträucher.
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  • AG. IOANNIS

    May 30 in Greece ⋅ ☀️ 21 °C

    Wir hatten wieder einen super Platz heute Nacht mit dem totalen Blick auf die malerische Berglandschaft. Abends kam uns noch eine Ziegenherde besuchen- sie hielten aber dezent Abstand.
    Heute wollten wir erst mal zum Lapida-Wasserfall. Der wäre nur 8-10 km entfernt gewesen, das Navi hat uns aber dermaßen abentteuerliche Feldwege geschickt, dass sich sogar der Kurt unwohl fühlte. Wir waren zum ersten Mal froh, wieder auf einer befahrbaren Straße zu sein Diese führte uns dann weiter durch diese wunderschöne Bergwelt auf 700 - 800 m bis Ag Joannis. Ein interessantes Bergdorf, das und ins Cafe einlud. Hier gibt es schöne Hotels und touristische Infrastruktur.
    Ein paar km dahinter haben wir dann einen schönen Brunnen entdeckt - gut zum Autowaschen und Haarefärben.
    Dann waren wir in Ad. Petros und haben uns nochmal mit Nüssen und Honig eingedeckt.
    Als wir dann in Sparta ankamen, waren natürlich alle archäologischen Stätten bereits geschlossen. Also dann erst mal Lidl - vollbeladen fühlt man sich immer besser. Unseren Übernachtungsplatz haben wir uns dann im Taygetos-Gebirge so auf fast 1000 m an einer schattigen Quelle. Manganiari Springs heisst dieser Ort, von dem aus man auch eine halb verfallene Straße weiter zur Schutzhütte fahren könnte und von dort sind es nur noch 3 Stunden zum Profitis Ilias, dem höchsten Berg auf dem Peloponnes mit 2407 m. Aber es sind Gewitter gemeldet und von hier wären es 8 Stunden - ich werde morgen nur eibw kleine Tour machen.
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  • Taygetos-Gebirge

    May 31, Pazifischer Ozean ⋅ ☁️ 16 °C

    Wir haben auf dem Wanderparkplatz am Fusse des Profitis Ilias geschlafen, der ist 2407 m hoch und oben gibt es noch Schneefelder. Hier ginge die Strasse auch noch weiter bis zur SchutHaben jetzt eine Jahreskarte für den Tierpark!r7zhütte auf 1660 m, aber so richtig befahrbar ist sie nicht, man müsste drei Bäche durchfahren. Deshalb habe ich beschlossen von hieraus - fast 1000 m zur Schutzhütte zu laufen. Dann wäperen es noch drei Stunden zum Gipfel - aber insgesamt acht Stunden einfach ist zu viel. Ein schöner Pfad schlängelte sich durch den Wald, was natürlich auf kosten der Aussicht ging. Also heute eine Schattenwanderung ohne Sicht und morgen eine in der Sonne mit Blick auf den Prifitis Ilias.
    Wir bleiben noch eine Nacht - hier ist es schön - kühl - man kann auch in den Quellen baden, das ist mir aber zu kalt.
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  • Sparta

    June 1 in Greece ⋅ ☀️ 21 °C

    Wir sind noch eine Nacht an den kühlen Quellen geblieben. Heute morgen dann ein Frühstück im Schatten und ein moderater Spaziergang auf dem Weg zur Profitis Ilias Schutzhütte. Total andere Vegetation wie gestern im schattigen Kiefer- und Pinienwaid - nämlich nur Sträucher und bodennahes Gewächs - dafür freie Sicht auf die Berge.
    Im antiken Sparta haben wir das Amphittheater und die Angora angeschaut. Schon überwältigend, wenn man vor diesen mehrere tausend Jahren alten Mauern steht. Danach gings noch ins Olivenölmuseum - einzigartig und sehr informativ!
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  • Mystras

    June 1 in Greece ⋅ ⛅ 25 °C

    Mystras ist eine der faszinierendsten Ruinenstädte Griechenlands. Sie liegt in der Region Lakonien (nahe Sparta) auf einem steilen Hügel des Taygetos-Gebirges und war im Spätmittelalter ein blühendes Zentrum byzantinischer Kunst, Kultur und Macht.Read more

  • Gythio

    June 2 in Greece ⋅ ☀️ 20 °C

    Heute haben wir auf einen ausgedienten Fussballplatz geschlafen - nebenan ein schicker Basketballplatz mit Wasser und Mülleimer. Besser gehts nicht. Zum Frühstück haben wir die Sonnenmarkise ausgefahren uns so gab es mal wieder einen Vormittag im Freien. Ich habe einen kleinen Spaziergang gemacht - wollte eigentlich zum Nonnenklostet Moni Zermpitsis - aber meine Bekleidung war nicht würdig genug. Auf halber Strecke gab es ein Kirchlein mit Schatten - gut geeignet für eine Meditation zwischendurch.
    Später sind wir nach Gythio gefahren, einem malerischen Fischerdorf. Hier waren schon die Dorier und Sparta hat hier seinen Hafen gebaut. In der römischen Zeit hatte Gythio seine Blütezeit und die Epochen wechseln auch hier immer wieder. Heute ist es hier beschaulich und am Hafen touristisch.
    Bei einem klitzkleinen Ort namens Zoufa nahe Flomochori haben wir an einem winzigen Friedhof unseren Platz gefunden. Es kamen noch ein paar Ziegen mit ihren Hunden um im yFriedhof zu grasen.
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  • Mani I

    June 3 in Greece ⋅ ☀️ 21 °C

    Kaum sind wir von Gythio in Richtung Süden weiter gefahren, sahen wir die typischen Wohntürme - vereinzelt und in Dörfern- schick restauriert oder halb verfallen - auf jeden Fall in dieser kargen Landschaft wie Wächter oder Zeitzeugen großer Familienfehden. Die Geschichte der Mani ist geprägt von Isolation, Widerstand und extremen Familiensinn.
    Ein Spaziergang durch Flomochori ist der Hammer. Viele alte Wohntürme sind sehr schön restauriert. Hier gibt es auch den größten der Halbinsel.
    Später sind wir zum Kap Tenaro gefahren, das ist der südlichste Punkt vom Festland Griechenland und ich bin zum Leuchtturm gelaufen.
    Unseren Übernachtungsplarz fanden wir hoch über dem Meer kurz vor Vathio.
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  • Mani II

    June 4 in Greece ⋅ ⛅ 21 °C

    Der Platz war echt der Hammer! Natürlich haben wir direkt an den Klippen gefrühstückt und den weiten Blick über das Meer und die Küste genossen.
    Später bin ich noch zu einem kleinen Kirchlein gelaufen - direkt hoch über Vathio. Vathio ist ein Dorf nur aus alten Wohntürmen, im alten Bereich unbewohnt und wunderschön.
    Auf der Weiterfahrt kamen wir durch Gerolimenas, einem malerischen kleinen Küstendorf, das noch bis in die 1970er nur mit dem Boot erreichnar war. Da gabs leckere Sardinen.
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  • Mani III

    June 5 in Greece ⋅ ☀️ 20 °C

    Unser Übernachtungsplatz war in Sichtweite der Tropfsteinhöhle Vlichada Diros Mani. Wir mussten nur ein paar km über den Berg fahren, weil an der Steilküste kein Weg ging. Die Höhle ist der Hammer! Sie soll eine der schönsten Tropfsteinhöhlen der Welt sein. Die gesamte Länge beträgt 15400 m und man kann sie in einer 2800 m langen Bootsfahrt von etwa 25 Minuten Dauer und einem anschließenden etwa 300 m langen Steig besichtigen. Die Boote werden dabei von den Führern durch das Felslabyrinth mit engen Durchfahrten und großen Hallen gestakt.
    Später besuchten wir Aeropoli - hat ca 1000 Einwohner und ist der Hauptort hier auf Mali. Die alten Steinhäuser und Wohntürme sind liebevoll restauriert und schnuckelige Bars und Cafes laden zu Verweilen ein. In Aeropoli wurde am 17. März 1821 der offizielle Startschuss für den Griechischen Befreiungskrieg gegen das Osmanische Reich gegeben.
    Weiter ging es dann an die Küste nach Limeni, einem malerischen Fischerdorf .
    Eigentlich wollten wir bei Mani Bläuel in Pyrgos eine Olivenölverköstigung machen und eine Besichtigung der Bioherstellung - aber am Samstag haben die zu. Also haben wir uns ein paar Liter in Kardamyli geholt und sind dann weiter gefahren zut Burg (eigentlich ist es ein Wohnturm mit Befestigungsanlage) Kapetanakidesin der Nähe des Dorfes Charavgi. Dort wollen wir nächtigen.
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  • Kalamata

    June 6 in Greece ⋅ ☀️ 21 °C

    Heute morgen habe ich erst mal die Burg erkundet. Obwohl wir über 400 m hoch waren, ging kein Lüftchen - das hat uns dazu bewogen, doch relativ bald (10.00 ist für uns bald 😆) weiter zu fahren. Zuerst nach Kalamata. Eine erfrischend moderne Stadt ohne die üblichen Mauerreste undSteinhaufen - dafür mit schönen Cafes und Boutiquen und was man so im echten Leben braucht.Read more

  • Messenien I

    June 7 in Greece ⋅ ☀️ 22 °C

    Heute nacht haben wir an einem schönen Friedhof bei Nea Koroni geschlafen.
    Ich bin morgwns in den Ort gegangen und habe ein pasr Mauerreste dea alten Hafens von der antiken Stadt Kolonides gefunden.
    Ursprünglich befand sich auf dem nahegelegenen Hügel Goula (weniger als 1  km von Nea Koroni entfernt) ein Dorf namens Kastellia. An diesem Ort lag in der Antike die Stadt Kolonides. Der griechische Geograph Pausanias berichtet in seinem Werk „Messiniaka“, dass die Einwohner von Kolonides angaben, keine Messenier, sondern Athener zu sein, die von Kolainos (griechisch: Κόλαινος) aus Attika gebracht worden seien . Kolainos soll einer Prophezeiung gefolgt sein und von einem Korydon (Vogel) an den Ort geführt worden sein, wo er Kolonides gründete.
    Dann gings nach Koroni: eine riesige Festung - oder größtenteils nur Mauerreste und in der Mitte ein wunderschönes Kloster. Unten am Hafen war es damm touristisch - Tavernen, Fischlokale, Bars und Cafes und eine entzückende Prominade mit Sicht auf Mani.
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  • Messenien II

    June 8 in Greece ⋅ ☀️ 23 °C

    Wir hatten eine super Aussicht von unserem Platz aus. Zum Frühstück haben wir sogar die Markisen aufgebaut. Vormittags bin ich ein Stück gelaufen.
    Wir waren in der Nähe von Chridokellarisa - ich dachte ich käme von dort aus ans Meer, weil das von oben alles so nah ausschaute - aber es war dann doch zu Fuss unerreichbar. Also sind wir am frühen Nachmittsg aufgebrochen - um uns einen Strandnachmittag zu gönnen. Unser Strand ist ein Stüchchen hinter Finikounda. Wir hatten sogar eine Strandbar mit Liegestühlen und Duschen. Wenn man waw isst oder trinkt ist das Vergnügen kostenlos. Das war unser erstes Mal auf Liegestühlen. Was für ein tolles Gefühl!Read more

  • Messenien III

    June 9 in Greece ⋅ ☀️ 25 °C

    Unser Platz heute Nacht war eigentlich schon kurz vor Pylos - an einer Steilküste mit geilen Blick auf eine unbewohnte Insel. Nach dem Frühstück bin ich zu den Windrädern hochgelaufen und gegen Mittag sind wir nach Methoni aufgebrochen. Eine gigantische Festungsanlage aus dem 13. Jahrhundert fanden wir dort vor - nur leider verschlossen. Man konnte ein bisschen an der Mauer entlang laufen. Am Strand hätte man vielleicht auch noch einen schönen Blick erhaschen können, vor allem auf das Bourtzi, einer kleinen Miniburg an der Spitze des Kaps.
    Der Stadtbummel war auch eher minimalistisch - wir waren in 5 Minuten durch.
    Methoni wird bereits in Homers Ilias als Pedasos erwähnt. Die Polis war in der Antike wegen ihres natürlichen Hafens ein bedeutender Handels- und Lagerplatz, aber auch von hoher militärischer Bedeutung. Sie wurde zusammen mit Pylos im Zweiten Messenischen Krieg bis 620 v. Chr. als letzte gegen Sparta von den Messenern gehalten, war anschließend aber bis 370 v. Chr. unter der Herrschaft Spartas. 431 v. Chr. versuchten die Athener die Stadt zu erobern.
    Danach waren wir in Pylos. Hier gibt es ein charmantes Hafenviertel und auch wieder eine Festung.
    Ein Stückchen weiter nördlich gibt es den Palast von Nestor, der aus der mykenischen Zeit stammt.
    Wir waren dann noch am Romanos Beach mit Blick auf PalaioKastro. Danach haben wir uns einen Platz für die Nacht gesucht.
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  • Messenien IV

    June 10 in Greece ⋅ ☀️ 26 °C

    Wir hatten eine ruhige Nacht an der Kirche der Jungfrau von Sgrapa. Vor uns liegt die Gialova-Lagune und gegenüber die Insel Sfaktira. Unser erstes Ziel heute war der Palast des Nestor.
    Der Palast wurde um 1300 v. Chr. erbaut und war das administrative und wirtschaftliche Zentrum der Region Messenien. In der griechischen Mythologie – vor allem in Homers Odyssee – war dies der Sitz des weisen, alten Königs Nestor, der im Trojanischen Krieg kämpfte. Homer beschreibt den Palast als prachtvollen Ort, an dem Nestors Sohn den reisenden Telemachos (Sohn des Odysseus) mit warmen Bädern und Wein empfing.
    ​Lange währte die Pracht nicht. Um 1200 v. Chr. fiel der Palast, wie viele andere mykenische Zentren auch, einer plötzlichen Katastrophe zum Opfer. Er wurde durch ein gewaltiges Feuer komplett zerstört und danach nie wieder aufgebaut.
    ​Der historische Glücksfall: Die enorme Hitze des Brandes hatte einen unbeabsichtigten Nebeneffekt. Sie brannte Hunderte von Tontafeln, die im Palast gelagert waren, hart wie Ziegel. Dadurch blieben sie für Jahrtausende erhalten.
    Zu den Highlights, die man dort sehen kann, gehören:
    ​Das Megaron: Der zentrale Thronsaal mit den Fundamenten eines riesigen, runden Opferschiffchens (Herd).
    ​Die königliche Badewanne: Eine der ganz wenigen erhaltenen mykenischen Tonsitzbadewannen, die perfekt zu Homers Beschreibungen passt.
    Ein absolutes Highlight der jüngeren Archäologiegeschichte ist das Grab des Greifen-Kriegers (Griffin Warrior). Es wurde im Jahr 2015 von einem Archäologenteam der Universität Cincinnati (Sari Stocker und Jack Davis) nur wenige Meter vom Palast entfernt entdeckt – und es war eine weltweite Sensation.
    ​Hier ist, was diesen Fund so besonders macht:
    ​1. Ein unberührtes Zeitkapsel-Grab
    ​Im Gegensatz zu den meisten mykenischen Gräbern, die bereits in der Antike von Grabräubern geplündert wurden, war dieses Schachtgrab völlig unberührt. Es stammt aus der Zeit um 1450 v. Chr. – der Krieger wurde also etwa 150 Jahre vor dem Bau des eigentlichen Palastes von Nestor bestattet.
    ​2. Wer war der „Greifen-Krieger“?
    ​Im Grab lagen die Überreste eines Mannes im Alter zwischen 30 und 35 Jahren. Er war offensichtlich ein mächtiger Anführer, Priesterkönig oder Krieger der Elite. Seinen Spitznamen erhielt er wegen einer im Grab gefundenen Elfenbeinplatte, die mit einem Greifen (einem Fabelwesen mit Löwenkörper und Adlerkopf) verziert war.
    ​3. Der sensationelle Schatz
    ​Die Beigaben waren von unschätzbarem Wert und zeigten, wie eng die Kultur des griechischen Festlands damals schon mit der minoischen Kultur auf Kreta verflochten war. Zu den über 1.400 Fundstücken gehörten:
    ​Ein prachtvolles, fast einen Meter langes Bronzeschwert mit einem Griff aus Gold.
    ​Zahlreiche goldene Becher, Silbervasen und Kämme aus Elfenbein.
    ​Vier monumentale Goldringe, die kunstvoll mit minoischen religiösen Szenen graviert waren und vermutlich als Amtssiegel dienten.
    ​4. Das Meisterwerk: Der Pylos-Achat
    ​Der wertvollste Fund war jedoch ein unscheinbarer, von Kalkkrusten bedeckter Stein, dessen Reinigung im Labor ein Jahr dauerte: der „Combat Agate“ (Kampf-Achat von Pylos).
    ​Dabei handelt es sich um einen nur 3,6 Zentimeter großen Siegelstein, in den mit unfassbarer Präzision eine dynamische Kampfszene zwischen drei Kriegern eingraviert ist. Die Details der Muskeln und Waffen sind so winzig (teilweise weniger als ein Millimeter groß), dass moderne Forscher vermuten, der Künstler müsse bei der Herstellung eine Art Lupe benutzt haben – eine Technologie, von der man nicht wusste, dass sie damals existierte.
    ​Das Grab des Greifen-Kriegers hat das Bild über die Anfänge der mykenischen Kultur völlig auf den Kopf gestellt, da es beweist, dass die damalige Elite viel reicher und künstlerisch anspruchsvoller war, als man je für möglich gehalten hätte.
    Zum Entspannen waren wir bei Ag. Kiriaki noch am Strand.
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  • Apollotempel von Bassae

    June 11 in Greece ⋅ ☀️ 25 °C

    Der Apollotempel bei Bassae (griechisch Vasses) ist eines der faszinierendsten und am besten erhaltenen Denkmäler der griechischen Antike. Er liegt einsam und majestätisch in den Bergen Arkadiens auf etwa 1.130 Metern Höhe.
    Der Tempel ist Apollo Epikourios geweiht („Apollo, dem Helfer“ oder „dem Retter“). Die Einwohner der nahegelegenen Stadt Phigalia errichteten ihn im 5. Jahrhundert v. Chr. Der Legende nach dankten sie dem Gott dafür, dass er sie vor einer verheerenden Pestepidemie (während des Peloponnesischen Krieges) bewahrt hatte.
    Der Tempel wurde zwischen 420 und 400 v. Chr. erbaut. Als Architekt gilt kein Geringerer als Iktinos, der auch für das weltberühmte Parthenon auf der Akropolis in Athen verantwortlich war. Da der Tempel weit abseits in den Bergen lag, entging er im Laufe der Jahrhunderte der Zerstörung durch Kriege oder dem Schicksal, als Steinbruch für andere Gebäude genutzt zu werden
    Der Tempel von Bassae ist ein echtes Unikat der Architekturgeschichte, da er alle drei klassischen Säulenordnungen der griechischen Antike in sich vereint:
    ​Außen: Strenge dorische Säulen.
    ​Innen: Elegante ionische Säulen.
    ​Das Highlight: Im Inneren befand sich die älteste bekannte korinthische Säule der Menschheitsgeschichte.
    ​Zudem ist er nicht wie üblich in Ost-West-Richtung, sondern in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet – vermutlich aufgrund des steilen Geländes oder lokaler religiöser Traditionen.
    Über die Jahrhunderte geriet der Tempel in Vergessenheit, bis ihn ein französischer Architekt im Jahr 1765 zufällig wiederentdeckte.
    ​Im Jahr 1812 führten Archäologen Ausgrabungen durch und stießen auf den spektakulären, 31 Meter langen Bassae-Fries. Er zeigt detailreiche Kämpfe von Amazonen und Centauren. Wie es zu dieser Zeit leider oft üblich war, wurde der Fries mit Erlaubnis des lokalen osmanischen Herrschers versteigert. Er befindet sich heute im British Museum in London
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  • Andritsena

    June 12 in Greece ⋅ ⛅ 23 °C

    Andritsena ist ein malerisches, historisches Bergdorf im Westen der Peloponnes (Grenzregion zwischen Elis und Arkadien). Es liegt auf rund 750 Metern Höhe an den Hängen des Lykaion-Gebirges und ist bekannt für seine traditionelle Steinarchitektur, seine reiche Geschichte und seine kühlen Bergquellen.
    Direkt im Dorf gibt es eine sehr bekannte, ungewöhnliche Natursehenswürdigkeit: Eine uralte, riesige Platane, durch deren hohlen Baumstamm tatsächlich frisches Bergwasser geleitet wird bzw. herausfließt, sodass der Stamm selbst wie ein natürlicher Brunnen wirkt.

    Eisenbahnbrücke von Alfeios (nahe Pyrgos/Alfeiousa).
    ​Diese beeindruckende, historische Stahlkonstruktion hat eine Gesamtlänge von 313,90 Metern (oft gerundet auf 313 oder 314 Meter).
    ​Hier sind ein paar schnelle Fakten zu diesem beliebten Urban-Exploring-Ziel:
    ​Struktur: Sie besteht aus 6 Bögen bzw. Feldern mit einer Spannweite von jeweils etwa 50 Metern.
    ​Besonderheit: Als sie Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut wurde (Bauzeit begann um 1900), galt sie als die größte Metall-Eisenbahnbrücke in ganz Griechenland und ist bis heute die längste auf dem Peloponnes.
    ​Zustand: Da der reguläre Bahnverkehr auf dieser Strecke vor Jahren eingestellt wurde, ist sie heute komplett gleislos (man läuft direkt auf den offenen Stahlträgern, was einen tiefen Blick hinab auf den Fluss Alfeios erlaubt – nichts für Menschen mit Höhenangst!) und ein absoluter Magnet für Lost-Place-Fotografen.
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  • Pyrgos

    June 13 in Greece ⋅ ☀️ 20 °C

    Wir hatten einen erhabenen Schlafplatz an einer schönen kleinen Kirche mit bombastischer Aussicht sowohl auf die Berge, ala auch aufs Meer - und noch dazu umgeben von wunderschön blühenden Oleandersträuchern.
    Nach dem Frühstück bin ich erstmal zum nächsten Dorf gelaufen
    Dann wollten wir uns Pyrgos anschauen.
    Die Stadt entstand im frühen 16. Jahrhundert während der osmanischen Herrschaft und liegt inmitten einer der fruchtbarsten Küstenebenen Griechenlands, die durch die Sedimente des Flusses Alfeios genährt wird. Die Wirtschaft ist stark agrarisch geprägt, eng verknüpft mit dem Handel über den Hafen von Katakolo.
    ​Korinthen und Rosinen: Der historisch wie aktuell bedeutendste Wirtschaftszweig ist der Anbau und die Verarbeitung von Weinbeeren. Die Region ist berühmt für ihre qualitativ hochwertigen getrockneten Rosinen und Korinthen, die weltweit exportiert werden.
    ​Olivenöl und Wein: Wie in weiten Teilen des Peloponnes werden hier exzellentes Olivenöl (meist extra nativ) gepresst und hervorragende Weine produziert.
    ​Zitrusfrüchte und Gemüse: In der Ebene werden in großem Stil Tomaten, Melonen, Zitronen und Orangen für den griechischen Markt sowie den Export angebaut.
    Wir liefen an diesem Samtagnachmittag an geschlossenen Geschäften und leeren Cafes vorbei - und suchten die schönen neoklassizistischen Prachtbauten. Hier macht samstags alles um 14.00 zu. Falscher Ort - falscher Zeitpunkt. Wir haben dann dochnoch ein Eis uns einen Drink bekommen.
    Um den Tag noch entspannt ausklingen zu lassen, sind wir direkt nach Westen ans Meer gefahren und haben uns noch ein Stündchen an den Steand gelegt.
    Unseren Übernachtungsplatz haben wir am Kloster Kremasti in der Nähe von Olympua gefunden.
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  • Kloster Kremasti

    June 14 in Greece ⋅ ☀️ 21 °C

    Die wichtigste Stelle des Klosters ist die Katholikon (die Hauptkirche). Sie ist direkt in die gewaltige Höhle im Felsen hineingebaut worden – genau an dem Ort, an dem laut der Legende im 17. Jahrhundert die Hirten das mysteriöse Licht und die Ikone der Jungfrau Maria fanden. Drinnen spürt man die kühle, andächtige Atmosphäre des puren Steins besonders intensiv.
    Die Legende vom schwebenden Licht: Die Gründung dieses Klosters im frühen 17. Jahrhundert beruht auf einer bekannten Legende. Hirten sahen nachts immer wieder ein Licht aus einer tiefen Felsspalte leuchten. Die Dorfbewohner seilten daraufhin einen Mann in die Spalte ab. Er entdeckte in einer Höhle eine Ikone der Jungfrau Maria, die scheinbar frei von der Decke „hing“ (kremasti).
    Dieses Kloster ist berühmt für seine spektakuläre Aussichtsplattform. Vom Balkon aus blickt man über das gesamte Tal, den Erymanthos-Fluss und den berühmten Foloi-Eichenwald. Auch dieses Kloster wird heute von Nonnen bewirtschaftet.
    Später sind wir auf die Halbinsel bzw. den gleichnamigen Ort Katakolo gefahren am Golf von Kyparissia. Angelockt hat uns ein riesiges Kreuzfahrtschiff mit über 11 Stockwerken und einem gigantischen Ausmass. Als wir in den Ort kamen haben wir erlebt, wie man sich auf den Ansturm in diesem Fall von tausenden Amis vorbereitet hat. Es war ein einziger Bazar und am Ufer ein Lokal am anderen und natürluch auch zig bereitstehende Busse und bestimmt 100 Taxen. Machte auf mich den Eindruck seltsam überdimensionierter Scheinkulissen. Aber dann war plötzlich alles voll und quirlig und die Kreuzfahrer durchdrangen den klitzekleinen Hafen. Es war nicht chaotisch sondern organisiert - ein eigenartiges Schauspiel.
    Bevor wir uns ein Nachtquartier suchen, gehts nochmal an den Strand!
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