• Mit 2 PS ins Abenteuer
  • Franziska Liebelt
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Schwarzwald - Wien

En 35-dags äventyr från Mit 2 PS ins Abenteuer, Franziska & Tabea Läs mer
  • 23. Tag-Haag-Niederhausleiten 24,5km

    24 augusti 2025, österrike ⋅ ☀️ 20 °C

    Resi hatte uns gestern Abend noch für heute zum Frühstück eingeladen. Also richteten wir alles soweit abfahrtbereit hin und machten uns auf zum Haus. Wir genossen ein nettes Frühstück mit der Familie Zichachek und fuhren dann in Richtung Niederhausleiten los. Wir hatten gestern einen Aktivstall ausfindig gemacht und nach einer netten Mail-Kommunikation mit Manuela eine Zusage für die Nacht erhalten.
    Der Tag lässt sich mit einem Wort recht kurz zusammenfassen: "Sonntagsausfahrt".
    Bei schönstem Wetter zogen wir unter Schäfchenwolken durch die wunderschöne Landschaft dahin. Ganz viel Gegend und noch mehr Aussicht. Die Sträßchen waren - vermutlich des Sonntags wegen - fast wie leergefegt so bummelten wir gemütlich allein durchs Land. Die Strecke ging immer mal wieder runter und auch wieder rauf, aber alles nicht fürchterlich anstrengend für die Pferde. Die waren vom vielen Gras in der Nacht total satt gefressen und voller Power aber sehr entspannt.
    Wir experimentierten ein wenig mit unserer Drohne und dem Selfiestick und genossen ansonsten die Landschaft.
    Zur Mittagspause hielten wir an einem Grasstreifen neben einer Straße und kochten uns einen Kaffee zu den Süßen Stückle, die uns Resi heute früh noch zugesteckt hatte. Kurz vor dem Ziel überholte uns eine Familie mit Fahrrädern, und es stellte sich heraus, dass sie auf dem Weg zum selben Stall waren wie wir. Wir fuhren gleichzeitig dort ein.
    Wir wurden sehr herzlich und interessiert aufgenommen. Die Pferde durften sich zuerst auf dem Sandplatz wälzen und dann noch für ein paar Stunden auf eine Koppel zum Gras knabbern. Für die Nacht hatten sie Boxen mit reichlich Heu und wir konnten uns der Pizza-Bestellung anschließen zu der wir aus unseren vorräten Salat beisteuerten.
    Vor dem Zubettgehen haben wir uns noch lange mit Manuela und Herbert über alles Mögliche unterhalten.
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  • 24. Tag - Niederhausleiten - Ferschnitz

    25 augusti 2025, österrike ⋅ 🌙 16 °C

    28 km.
    Heute zogen wir nach einem schönen Frühstück mit Manuela weiter.
    Die Pferde waren nach der Nacht in der Box ausgeruht und gut drauf. Da sie in der Nacht kein Gras hatten, wollten wir uns einen Pauseplatz mit schönem Gras suchen und eine Weide einmachen. Dass der Platz so früh am Tag kommt, hat uns dann aber doch überrascht. Nach etwa 6 Kilometern kurz nach der Überfahrt über die Ybbs hielt uns in Wallmersdorf ein Vater mit seinen Kindern an. Wir bekamen einen Kaffe angeboten und die Pferde Wasser und schönstes Gras auf dem Gemeindeparkplatz. Also verlegten wir die Pause etwas vor, machten gemeinsam mit den Kindern eine Koppel ein und genossen den Kaffee, den Sandra und Ernst uns servierten.
    Die Kinder und die Nachbaschaft waren sehr interessiert an unserem Wagen und unserem Vorhaben. Wir wurden kurzerhand noch zum Pizza essen auf der Terrasse eingeladen.
    Als Gegenleistung boten wir an, die Kinder ein Stück mitzunehmen. So fuhren wir dann zu fünft weiter. Die Kinder waren super lieb und total interessiert. Und Spaß hatten sie obendrein. O-Ton Florian: "Des is ibarhaubt ned longweilig, des is voll cool!"
    Beim Billa in Neuhofen wartete schon Sandra und sammelte die Kinder wieder ein. Nicole erledigte unseren Einkauf und weiter ging die Fahrt.
    Bei einem kurzen Tränke-Stopp an einem Brunnen haben uns einige Kinder entdeckt, die uns mit den Fahrrädern ein gutes Stück hinterher fuhren.
    Wir steuerten Ferschnitz an, denn ein Freund von Ernst hat uns den Tipp gegeben, dass es direkt am Ufer der Ybbs einen schönen Platz gäbe, an dem wir vielleicht Quartier machen könnten.
    Dort angekommen, stellte sich heraus, dass der Platz tatsächlich total toll ist. Das Gras war zwar nicht allzu üppig, dafür machten wir eine große Koppel ein. Natürlich konnten wir es nicht lassen, mit den Pferden ein wenig zu planschen.
    Kurz danach kam ein Radfahrer und sprach uns an. Er war der Vater des jungen Mannes, der uns den Tipp mit dem Platz gegeben hatte. Er rief dann noch kurzerhand den Besitzer der Wiese an und sicherte uns das Einverständnis für unser Verbleiben und somit eine ruhige Nacht. Vielen Dank!
    Endlich konnten wir auch unsere Vorräte angreifen. Am Kiesstrad der Ybbs kochten wir Würstl und Spiegeleier. Dabei stellten wir fest, dass wir den halben Hausstand bei Manuela vergessen hatten... ab morgen gibt es nur noch eine Kaffeetasse...
    Wir zündeten noch ein Lagerfeuer an und genossen den Sonnenuntergang.
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  • 25. Tag - Ferschnitz - Diesendorf 23,5 k

    26 augusti 2025, österrike ⋅ ☀️ 25 °C

    Heute gönnten wir uns ein Frühstück auf der Kiesbank, bevor wir los fuhren. Die Pferde machten derweil noch ein Nickerchen.
    Die heutige Strecke hatte leider viele Steigungen parat, die die Pferde meistern mussten.
    An einem Forstweg, durch den uns das Navi führte, stand ein Auto mit einer Forstarbeiterin. Diese verwehrte uns die Durchfahrt... der Weg wäre für Radfahrer und Pferde gesperrt und sie wisse eh nicht, ob die Schranke am anderen Ende offen wäre...
    Also mal wieder umplanen.
    Wofür das gut war, erfuhren wir ein paar Kilometer weiter, als wir plötzlich vor einer Wasserdurchfahrt standen. Das wollte Franziska schon immer mal machen. Nicole wurde zum Erkunden vorgeschickt und konnte grünes Licht geben. Also fuhr Franziska drauf los. Die Pferde sind ohne zu zögern durch gelaufen. Nur die Kutsche musste sehr leiden. Der Untergrund bestand aus großen Steinplatten mit großen ausgewaschenen Fugen... wie gut, dass wir als Vorsichtsmaßnahme schon immer alles fest binden... sonst wäre die Hälfte unserer Ladung rausgehüpft.... selbst Franziska hob es vom Sitz.
    Mittagspause machten wir mal wieder am Straßenrand. Hier ersetzten wir auch einige Nägel an Champus Eisen. Der erste Satz wäre jetzt durchgelaufen...
    Gleich nach dem Mittag kam der härteste Teil für die Pferde... Eine Steigung von 13% und rutschiger Asphalt. Da war nix mit Schwung, da brauchte es langsames aber beständiges Tempo.
    Oben angekommen ging es den Rest des Tages fast nur noch bergab.
    Leider erwischten wir einen Straße, auf der die Autos ungebremst an uns vorbei bretterten. Den Pferden machte das scheinbar weniger aus als uns. Trotzdem beschlossen wir, aktive Verkehrserziehung zu betreiben. Wir banden die Warnweste an unsere Peitsche und hielten sie seitlich aus der Kutsche bis die Autos abbremsten. Das wirkte und wir konnten entspannter weiter fahren.
    Nach etwa 20 Kilometern fingen wir an, nach einem Quartier Ausschau zu halten.
    Wir sahen einen Hof mit Pferdekoppeln und fragten dort. So kamen wir bei Familie Gansberger unter. Die Pferde bekamen eine tolle Weide zugewiesen und wir durften den Wagen neben das Haus stellen.
    Wir wurden direkt zur Jause eingeladen und haben den Abend mit netten Unterhaltungen mit Erika und Karl, der als Schafscherer arbeitete, verbracht
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  • 26. Tag-Diesendorf-Bischofstetten 21km

    27 augusti 2025, österrike ⋅ ☁️ 25 °C

    Wir wurden von Gansbergers zum Frühstück eingeladen bei dem wir uns wieder mal bestens unterhalten haben. Erika versorgte uns zum Abschied mit einer tollen Tasse, damit wir wieder gemeinsam Kaffee trinken konnten.
    Die Abfahrt musste dann recht schnell erfolgen, denn wir mussten direkt an der schnell befahrenen Straße anspannen.
    Und schon waren wir wieder on Route. Die Pferde scheinen nicht besonders gut geschlafen zu haben, denn sie waren äußerst gemütlich unterwegs.
    Kurz vor der Mittagspause kamen wir auf eine zum Radweg ausgebaute alte Bahnstrecke. Hier hatten wir mal wieder ein "Poller-Problem". Gott sei Dank konnte Nicole die Absperrungen einfach herausheben, die Kutsche durchfahren lassen und die Absperrungen wieder einstecken. Dann fuhren wir gemütlich auf dem Radweg voran.
    An einer Stelle mit schönem Gras beschlossen wir, Mittagspause zu machen und für die Pferde eine Koppel abzustecken. Leider fanden die Pferde das Gras gar nicht so toll. Sie weigerten sich komplett, auch nur einen Grashalm zu fressen... also dehnten wir die Pause nicht ganz so lang aus wie geplant und fuhren weiter nachdem Nicole unseren Sternenhimmel im Wagen für tot erklärt hatte und wir unser Avocado-Brot gegessen hatten.
    Das "Poller-Problem" blieb uns über die ganze Länge das Radwegs erhalten und Nicole musste Schwerstarbeit leisten, um in regelmäßigen Abständen abzusteigen, vier Abschrankungen zu entfernen und nach der Kutsche wieder einzustecken. Wir haben nicht mitgezählt, aber es waren etwa 5 Übergänge und Nicole hinterher kaputt.
    Dazwischen machten wir noch einen kleinen Abstecher zu Billa in Kilb. Da der Parkplatz nur mit Umweg zu erreichen war, parkte Franziska im Wohngebiet und Nicole machte einen kleinen Fußmarsch zum Einkaufen.
    In Bischofstetten gönnte sich Franziska ein Eis am alten Bahnhof. Ab jetzt begaben wir uns auch aktiv auf die Suche nach einem Platz für die Nacht. An einer kleinen Häuseransammlung außerhalb von Bischofstetten bogen wir auf gut Glück ab und hofften auf Erfolg. Der war uns tatsächlich auch beschieden und wir durften bei Familie Mayer bleiben. Für die Pferde gab es eine große Koppel und der Wagen durfte gemütlich zwischen zwei Häusern parken.
    Wir durften uns im gigantischen Schwimmteich abkühlen und wurden von Evelyne (eine Kinderbuchautorin) und Heinz mit Abendessen verwöhnt. Wir saßen am Abend noch sehr lange zusammen und hatten so tolle Unterhaltungen mit den Beiden, dass wir uns fast nicht loseisen konnten.
    Nur die Müdigkeit trieb uns in den Sternenhimmel-losen Wagen.
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  • 27. Tag-Bischofstetten-Kirchstetten 33,5

    28 augusti 2025, österrike ⋅ 🌙 22 °C

    33,5 km
    Heute früh haben wir uns Zeit gelassen und noch lange mit Evelyne gefrühstückt und geratscht. Daher sind wir erst kurz vor halb elf losgefahren. Franziska hatte gestern schon bei einigen Ställen nach Quartier gefragt, hatte aber leider keinen Erfolg. Ein netter Mann, der leider selbst keinen Platz für uns hatte, hat Bekannte aktiviert und so bekamen wir schlussendlich die Zusage auf einem Hof in Kirchstetten. Leider war der Hof etwas weiter weg als wir eigentlich fahren wollten. Aber da wir für morgen einen Ruhetag eingeplant hatten und auch diese Zusage hatten, zogen wir es durch.
    Fast wären wir aber schon nach 6 Kilometern stecken geblieben... Unser Navi führte uns einen Weg durch ein Wäldchen. Nicole hat ihn sich angeschaut und für etwas eng aber schön befunden und gab grünes Licht zum einfahren... hätte sie nur mal genauer geschaut... der Weg wurde enger und enger und zu allem Überfluss hing auch noch ein Baum drüber. Keine Weiterfahrt möglich... Umdrehen leider auch nicht... Also Pferde ausspannen und Kutsche von Hand umdrehen. Gar nicht so einfach auf einem engen Weg. Aber wir haben es geschafft und konnten die Pferde zur Weiterfahrt wieder einspannen.
    Einen Platz für die Mittagsrast zu finden gestaltete sich schwierig. Da es sehr heiß war, wollten wir unbedingt einen Platz mit Schatten und natürlich Gras. Kurz vor der Triesting wurden wir dann endlich fündig. Das Gras schmeckte den Pferden deutlich besser als das gestrige und sie konnten nach dem Fressen im Schatten ausruhen. Mit einer Portion Hafer ging dann der zweite Teil der Strecke leicht vom Huf.
    Gleich beim Losfahren erwartete uns das nächste Highlight. Eine Holzbrücke über den Fluss. Natürlich haben die Pferde das super gemacht.
    Auf dem weiteren Weg hatten wir viele Schotterwege, auf denen die Pferde in aller Ruhe vor sich hingetrottet sind. Franziska konnte sogar den "Autopiloten" einschalten und ihre Schultern etwas entlasten.
    In Kirchberg angekommen war schon eine Box für die Pferde gerichtet. Dort fühlten sie sich aber nicht so richtig wohl. Isabella machte die Koppel flott, so können die Pferde dort bleiben und ihr Gras mümmeln.
    Zuvor konnten wir aber noch den Hufschmied des Hofes gewinnen, um sich die Eisen anzuschauen und vielleicht etwas nachzunageln. Er war allerdings der Meinung, dass nachnageln bei Champus abgelaufenen Eisen nichts mehr bringt. Also hat Champus vorne zwei neue Eisen bekommen und wir können ohne Bedenken weiter fahren.
    Nach unseren Pesto-Spaghetti haben wir uns dann vor dem Wind in den Wagen geflüchtet und freuten uns aufs Ausschlafen.
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  • 28. Tag - Kirchstetten - Ruhetag

    29 augusti 2025, österrike ⋅ ☁️ 24 °C

    Ein totaler Ruhetag für uns und die Pferde! Wir haben den Tag gemütlich angehen lassen und haben einfach nichts gemacht. Wir haben hin und wieder die Pferde grasen lassen. Ansonsten gab es ein wenig Wäsche zu waschen, zu essen und auszuruhen. Nach einem schönen Sonnenuntergang können wir dann morgen mit neuer Frische in die letzte Runde starten.Läs mer

  • 29. Tag - Kirchstetten - Henzing 24 km

    30 augusti 2025, österrike ⋅ ☁️ 23 °C

    Wir haben heute ganz gemütlich an unserem Wagerl gefrühstückt und sind dann los gefahren auf unsere vorletzte Etappe. Nun trennen uns nur noch 42 km von unserem Ziel. Die Strecke war heute total eben, viel auf Schotter- oder kleinen Teerwegen am Bach entlang. Also super entspannt.
    Doch zuerst mussten wir in Neulengbach die letzten Vorräte einkaufen. Dazu fuhren wir zur Samstag-vormittäglichen Rush-Hour zum Eurospar mitten in der Einkaufszone. Die Polizisten, die am Straßenrand standen staunten nicht schlecht, als wir um die Ecke bogen und uns vorschriftsmäßig mit Blinker in die Abbiegespur an der Ampel einordneten.
    Solange Nicole im Laden einkaufte, musste sich Franziska auf dem Parkplatz von einer militanten PETA-Anhängerin ausschimpfen lassen. Nicole bekam nach dem Einkauf auch noch ihr Fett weg und so fuhren wir unter dem Gezeter der Dame und des Augenverdrehens der Zuschauer wieder von Dannen.
    Für die Mittagspause fanden wir einen Bolzplatz mit etwas Gras und Schatten für die Pferde am Bach.
    Hier fand Franziska über die "Landvergnügen"-App (eine App, die Stellplätze auf Bauernhöfen für Wohnmobil-Fahrer auflistet) unser Quartier für die Nacht. Wir fuhren also in Richtung dem Buschenschank Hauck in Henzing. Wir wurden nett begrüßt und da der Parkplatz für Wohnmobile für uns und die Pferde nicht taugte, bekamen wir eine Wiese am Rand des Dorfes zugewiesen. Die Wiese war traumhaft! Viel tolles Gras für die Pferde und ein ruhiges Plätzchen für unseren Wagen. Nur die Einfahrt war nochmal eine kleine Herausforderung... es ging nämlich im dichten Gras erst ein gutes Stückchen aufwärts, bevor es wieder abwärts ans flache Ende der Weide ging. Mit einer letzten Kraftanstrengung der Pferde und überraschtem Stapfen von Bentley (wegen der allgegenwärtigen Disteln auf dieser Wiese) schafften wir auch das und richteten uns häuslich ein.
    Nachdem die Pferde versorgt waren kümmerten wir uns um unser Wohl. Leider hatte die Familie Hauck eine geschlossene Gesellschaft, daher wichen wir zum Nachbarn, dem Heurigen Kienberger aus. Nach guten 2 Wochen Österreich haben wir es endlich auch mal zu einem Heurigen geschafft. Hier haben wir uns mit einer Jausenplatte, süßem Schafskäse und Filzstrudel mit Ribisel-Marmelade die Bäuche voll geschlagen.
    Bevor wir satt und zufrieden in unser Wagerl gekrochen sind, haben wir die Pferde noch mit Regendecken versehen, denn es hatte schon angefangen zu regnen und es war für die Nacht weiterer Regen vorhergesagt.
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  • 30. Tag - Henzing - Zeiselmauer - 18 km

    31 augusti 2025, österrike ⋅ ☁️ 22 °C

    Gestern Abend wurden wir beim Einschlafen noch "Ohrenzeuge" eines Feuerwerks. Zwischendurch machten wir uns mal kurz Sorgen, dass Krieg ausgebrochen wäre... Die Donnerschläge wollten einfach nicht aufhören.
    In der Nacht wurden wir durch heftigen Regen geweckt. Gott sei Dank hatten wir den Pferden die Regendecken angezogen. So waren sie am Morgen trocken und warm und Dank des vielen Futters auch satt und gut drauf. Das brauchten sie auch, denn wir mussten gleich am Start in der dicken Wiese den Berg wieder hinauf. Das packten wir nach unserem gemütlichen Frühstück auf dem Kutschbock an.
    Nicole wartete oben und Franziska schickte die Pferde von Null auf Vollast. Die Rösser waren so gut erholt, dass sie die Herausforderung bestens meisterten und mit vollem Elan weiter marschierten.
    Die heutige Strecke war nochmal wirklich toll, vor allem für die Pferde. Alles topfeben und ganz viele Schotter- oder sogar unbefestigte Wege. Mittag machten wir schon nach knapp 8 Kilometern am Wegesrand, wo wir den Pferden ein Stück Wiese einmachen konnten an dem sie sich nochmal satt fressen konnten.
    Gemütlich ging es dann noch die letzten 10 Kilometer ins Ziel zum Florianihof in Zeiselmauer. Wir wurden schon erwartet und begrüßt und direkt bestens versorgt.
    Die Pferde bekamen ein Paddock mit einem kleinen Offenstall und reichlich Heu. Unser Wagerl steht direkt gegenüber.
    Als alles soweit versorgt war, machten wir uns auf in Richtung Donau, um etwas zu Essen zu ergattern. Das fanden wir dann auch am Hafen. Hier genehmigten wir uns zur Feier des Tages ein richtiges Wiener Schnitzel.
    Nach einem Verdauungsspaziergang zurück zum Hof bastelten wir uns eine kleine Duschkabine am Wagen und widmeten uns der Körperpflege bevor wir in unser Bett krochen.

    Nach 724 Kilometern endet hier die Fahrt. Pferde und Menschen sind gesund und fit am Ziel angekommen.
    Um die Pferde nicht mit übermäßigen Steigungen und zu viel Verkehrsaufkommen zu überfordern, sind wir nicht direkt im Schwarzwald gestartet und nicht ganz bis Wien gefahren. Trotzdem sind wir stolz auf unsere Rösser. Sie haben uns Schritt für Schritt den langen Weg gezogen, lassen sich immer noch gerne einspannen und sind mit Feuereifer bei der Sache.
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  • 31. Tag - Zeiselmauer

    1 september 2025, österrike ⋅ ☀️ 26 °C

    Die Fahrt ist zwar zuende, aber unsere Reise noch nicht...
    Franziska hat es sich nicht nehmen lassen, mit der Kutsche an der Donau entlang zu fahren. Also haben wir nach dem Frühstück nochmal eingespannt und sind einen Kilometer auf dem Donauradweg gefahren.
    Danach durften die Pferde noch ein bisschen grasen, bevor wir uns stadtfein gemacht haben. Wenn wir schon mit den Pferden nicht nach Wien kommen, müssen wir es wenigsten gesehen haben...
    Mit dem Zug waren wir in 30 Minuten in der Innenstadt.
    Dort sind wir erst über den Naschmarkt geschlendert und haben uns dann zum Schloss Schönbrunn begeben. Hier haben wir eine interaktive Führung erlebt und dann die Gärten bewundert.
    Pflichtprogramm war natürlich die Wagenburg. Wahnsinn, mit welchen Kutschen die Schönen und Reichen damals gelustwandelt sind... Es gab sogar einen "Schlafwagen". Also quasi den Vorläufer unseres Wagerls. Es lag ein ganz neues Gästebuch aus und wir hinterließen den allerersten Eintrag.
    Dann mussten wir natürlich auch bei den Fiakern am Stephansdom vorbei schauen. Wenn wir schon nicht zu ihnen fahren konnten... Wir hatten ein nettes Gespräch mit einem der Herren.
    Müde und voller Eindrücke fuhren wir dann wieder zurück und schickten die Pferde mit etwas Gras und Kraftfutter ins Bett.
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  • 32. Tag - Zeiselmauer

    2 september 2025, österrike ⋅ ☁️ 23 °C

    Heute hatten wir Karten für die Morgenarbeit in der Wiener Hofreitschule. Wir brachen also zeitig auf und fuhren zur Hofburg. Am Eingang sind uns schon auf der Straße die Pferde entgegen gekommen, die wir nachher in der Halle beim Trainig beobachten durften. Schon imposant, in dieser prunkvollen Halle zu sitzen und den Hengsten bei der Arbeit zuzuschauen. Danach hatten wir 2 Stunden Zeit bis zu unserer Führung durch die Stallungen. Die Zeit verbrachten wir mit einem Bummel durch die Stadt und leckeren Käsespätzle.
    Die Führung in den Stallungen war sehr informativ. Wir erfuhren die Kriterien für Bereiter, wie die Pferde gehalten und versorgt werden und durften einen Blick in die pompöse Sattelkammer werfen.
    Voller Eindrücke setzten wir unseren Weg fort und landeten in einer virtuellen Zeitreise durch Wien. Mittels 3D Kino, Videos, Figurentheater und Virtual Reality wurde uns die Wiener Geschichte in den alten Tunnels der Stadt nahe gebracht.
    Als wir wieder auf die Straße traten hatte Petrus schon seine Pforten geöffnet und wir suchten uns ein Kaffeehaus, in dem wir mit Wiener Melange und Apfelstrudel das schlimmste Wetter aussaßen bevor wir den Heimweg antraten um unsere Rösser zu versorgen.
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  • 33. Tag - Zeiselmauer

    3 september 2025, österrike ⋅ ☀️ 26 °C

    Heute haben wir es ruhig angehen lassen. Wir sind mit den Pferden nach dem Frühstück eine Weile grasen und eine Runde spazieren gegangen. Dann haben wir uns wieder stadtfein gemacht und sind noch ein letztes Mal nach Wien gefahren. Heute stand zunächst Shopping auf dem Programm. Danach haben wir das Hundertwasser-Haus bewundert und dann nach dem Essen den Prater unsicher gemacht. Da wir allerdings beide nicht Achterbahn fahren, blieb es beim Schauen und staunen. Im Schweizer Haus gönnten wir uns noch leckere österreichische Süßspeisen, dann fuhren wir wieder zum Wagerl. Noch einmal bastelten wir eine Duschkabine zur Körperpflege und begaben uns dann ins Bettchen.Läs mer

  • 33. Tag - Zeiselmauer

    4 september 2025, österrike ⋅ ☀️ 28 °C

    Der heutige Tag stand im Zeichen des Aufbruchs. Heute sollten unsere Männer kommen, morgen wollten wir nach Hause fahren.
    Wir ließen also nach dem Frühstück zunächst die Pferde grasen, dann fingen wir an unser Chaos im Wagerl zu sortieren und auszuräumen.
    Dann war es an der Zeit die Kutsche vom Wegesdreck zu befreien.
    Wir spritzten ab und schrubbten bis Franziska zufrieden damit war. Dann war das Geschirr dran. Franziska setzte sich damit in die Sonne und seifte das Leder fleißig ab.
    Nicole kochte solange ein Mittagessen aus unseren Resten.
    Pünktlich zum Essen fuhr Klaus auf den Hof. Der erste Teil des Abhol-Teams.
    Wir vernichteten gemeinsam die Reispfanne bevor Franziska das Fahrgeschirr fettete und Nicole und Klaus die Kutsche bereit zum Aufladen machten. Dank der Seilwinde am Hänger ging das Aufladen problemlos. Wir schoben den Hänger mit vereinten Kräften auf seinen Parkplatz, dann konnten wir uns erstmal ausruhen bis Patric kurz nach 17 Uhr eintraf. Die Zeit nutzten wir um uns mit der Drohne einen Überblick über den riesen Hof zu verschaffen.
    Nachdem dann auch der Pferdehänger geparkt war machten wir uns auf zum Abendessen. Wir ließen uns leckere Schnitzel schmecken und haben unsere Erlebnisse mit den Männern geteilt. Franziska und Klaus sind dann zurück in ihren Camper und Nicole und Patric haben es sich in ihrem Hotelzimmer gemütlich gemacht.
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  • 05.09.25 -Rückreisetag

    6 september 2025, Tyskland ⋅ ⛅ 19 °C

    Kurz nach sieben hatten wir die Pferde verladen, uns verabschiedet und sind losgefahren. Wir hatten eine lange Fahrt vor uns. Die Kutsche war nach 8,5 Stunden zuhause und durfte in ihre Garage. Die Pferde brauchten etwas länger, die waren nach 10 Stunden im Stall und konnten ihren zuhause gebliebenen Kumpel wieder begrüßen. Nach einer Nacht im Stall durften sie am nächsten Tag auf die Sommerweide und bekommen jetzt erstmal ein paar Tage Urlaub auf der großen Wiese.
    So geht dann unsere Reise zuende.
    Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Quartiergebern und sonstigen Helfern. Ohne die Hilfe und Großzügigkeit vieler fremder Menschen wäre eine solche Reise nicht möglich. Und wir denken gerne an jeden Einzelnen zurück und behalten ihn in guter Erinnerung. Vielleicht sehen wir uns ja mal wieder.
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    Resans slut
    5 september 2025