• Vickytoria on Tour
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Eine Orca-tastische Reise

A 14-day adventure by Vickytoria on Tour Read more
  • Trip start
    November 26, 2024

    Los gehts

    November 26, 2024 in Norway ⋅ ⛅ 7 °C

    Heute war es endlich so weit – das Abenteuer hat begonnen! Aber wie das bei großen Reisen so ist, startete der Tag mit einer kleinen Portion Chaos. Morgens lief alles auf Hochtouren: Rucksack Gregory war bis obenhin vollgepackt, das Handgepäck ebenso, und ich sprintete fast schon zum Bahnhof. Mit dem Zug ging’s dann entspannt Richtung Düsseldorf Flughafen – eine ruhige Fahrt, die endlich etwas Raum für Vorfreude ließ.

    Am Flughafen traf ich dann meine Cousine Anna.
    Nach einem kurzen Check-in-Marathon saßen wir auch schon im Flieger nach Oslo. Der Flug war angenehm kurz – gerade mal 1,5 Stunden – und ehe wir uns versahen, landeten wir gegen 16:30 Uhr in Norwegen. Dunkel war’s schon, so richtig nordisch eben.

    Vom Flughafen ging es mit dem Zug in die Stadt. Vom Bahnhof mussten wir noch etwa 10 Minuten zum Hotel laufen was aber auch sehr zentral gelegen ist.

    Nach dem Einchecken wollten wir direkt die Stimmung der Stadt aufsaugen und spazierten zum Weihnachtsmarkt. Dort empfing uns der Duft von Zimt und Glühwein – wobei der Glühwein mit stolzen 10€ eine kleine Investition war.

    Den Abend ließen wir mit einer großen, cheesy Pizza ausklingen, die wir uns teilten – ein ziemlich gelungener Start.
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  • Oslo erkunden

    November 27, 2024 in Norway ⋅ ☁️ 3 °C

    Der zweite Tag in Oslo begann mit dem in Preis inbegriffen Frühstück. Gestärkt und motiviert ging’s los, erste Station: der Königspalast. Der Palast ist beeindruckend, aber gleichzeitig so unaufgeregt – irgendwie typisch für Oslo.

    Von dort aus schlenderten wir Richtung Wasser und Hafen. Die Stadt wirkt unglaublich ruhig, fast schon meditativ. Überall diese kleinen Saunaboote, die wie schwimmende Hütten aussehen – total charmant!

    Nächster Halt: die Oper. Ein echter Hingucker, der nicht nur von außen, sondern auch von oben überzeugt. Wir hatten Glück und fingen ein paar Sonnenstrahlen ein, was in Norwegen im November fast schon wie ein Sechser im Lotto ist. Direkt neben der Oper entdeckten wir eine Bibliothek, die uns umgehauen hat – modern, hell und so schick, dass selbst ich dort freiwillig lernen würde.

    Nach so viel Kultur gönnten wir uns ein Stück Kuchen.
    Den Rest des Nachmittags verbrachten wir entspannt im Zimmer – ein kleines Power-Napping, bevor es zum Abendessen ging.

    Und wo isst man in Oslo? Natürlich in einer schicken Markthalle, wo es alles gibt, was das Herz begehrt – von Streetfood bis Pasta. Wir entschieden uns für Pasta, die zwar unfassbar lecker war, aber die Preise hier sind… sagen wir mal, ein Investment. Oslo hat definitiv einen eigenen Maßstab, wenn es ums Geld geht.
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  • Von Oslo ins Dunkel - Ankunft in Tromso

    November 28, 2024 in Norway ⋅ ☁️ 1 °C

    Der Tag startete entspannt – ein letztes ausgiebiges Frühstück in Oslo, bevor wir uns in Richtung Flughafen aufmachten. Mit noch ein paar freien Stunden schlenderten wir durch eine hippe Ecke der Stadt. Oslo hat echt Style, aber bald rief das Abenteuer weiter nördlich. Mit den Öffis ging es wieder zum Flughafen und ab in den Flieger nach Tromsø.

    Der Flug dauerte knapp zwei Stunden, und als wir ankamen, wurden wir direkt von Tromsøs Dunkelheit begrüßt. Hier oben gibt’s aktuell nur 52 Minuten Tageslicht – wenn überhaupt. Während wir auf unser Gepäck warteten, gönnten wir uns erstmal einen Snack.

    Frisch gestärkt ging’s dann zum Mietwagenschalter, wo uns ein schicker Skoda Octavia erwartete – der perfekte Begleiter für die kommenden Tage. Die Fahrt zu unserer Airbnb-Unterkunft war ein Klacks, gerade mal vier Minuten. Die Wohnung ist sehr gemütlich, mit eigenen Zimmern für jeden von uns.

    Nach einer kurzen Besichtigungstour unserer Bleibe fuhren wir in die Stadt. Tromsø ist winzig, aber der Clou: Alles ist komplett untertunnelt. Man fühlt sich fast wie in einer anderen Welt – ein bisschen wie im Bergbau.

    Da für morgen der schlimmste Sturm seit zehn Jahren angesagt ist (52 Knoten, also richtig heftig), haben wir uns noch schnell mit Lebensmitteln eingedeckt und uns gemütlich Nudeln gekocht. Gegen 22 Uhr sammelten wir dann Isi vom Flughafen ein. Gemeinsam wurde erstmal ausführlich gequatscht und die Pläne für morgen geschmiedet.

    Plan A: Früh um 8 starten und die 4-5 Stunden nach Skjervøy fahren, wo das Boot für die kommende Woche ablegt. Plan B: Wetterbericht checken und schauen, ob Plan A nicht völlig verrückt ist.

    Tromsø ist anders, rau und wunderschön – mal sehen, was uns morgen erwartet.
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  • Plan B, Stricken und Weihnachtszauber

    November 29, 2024 in Norway ⋅ 🌬 -3 °C

    Manchmal läuft’s nicht nach Plan – und das ist okay. Heute war so ein Tag. Nach ewigem Hin und Her, unzähligen Telefonaten mit unserem Guide vom Boot und der Fährgesellschaft, mussten wir eine schwierige Entscheidung treffen: Die erste Nacht auf dem Boot skippen und noch eine Nacht in Tromsø bleiben. Die Fahrt nach Skjervøy bei Sturm und glatten Straßen wäre einfach zu gefährlich gewesen. Sicherheit geht vor, auch wenn’s weh tut.

    Nachdem die Entscheidung gefallen war, hieß es Abschied nehmen von unserem gemütlichen Airbnb. Aber bevor wir ins nächste Quartier zogen, gönnten wir uns einen Abstecher in eine ziemlich beeindruckende Shopping Mall. Tromsø mag klein sein, aber diese Mall hat es in sich. Wir haben ein paar Outdoor-Läden durchstöbert und – mein Highlight – einen unglaublichen Wollladen entdeckt. Dort hat Isi beschlossen, mir das Stricken beizubringen. Projekt: Mütze. Ob das was wird? Wir werden sehen.

    Am Nachmittag checkten wir in unser neues Airbnb ein. Alle waren ziemlich platt, also gab’s erstmal eine kollektive Napp-Session. Danach zog es uns doch noch nach draußen für einen kleinen Spaziergang. Mit dem Schnee, den Lichtern und der Weihnachtsdeko sieht Tromsø einfach magisch aus. Fast wie in einem Weihnachtsfilm.

    Der Abend verlief dann ganz entspannt. Wir machten es uns gemütlich, packten die Stricknadeln aus und versuchten uns an den ersten Maschen. Es war tatsächlich ziemlich meditativ. Morgen steht die nächste große Etappe an, also heißt es heute: früh schlafen gehen. Um 8 Uhr soll es losgehen Richtung Skjervøy. Hoffentlich klappt’s diesmal – Daumen drücken!
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  • Ankunft auf dem Fischerboot

    November 30, 2024 in Norway ⋅ ☁️ -1 °C

    Heute ging’s endlich los! Punkt 8 Uhr starteten wir in Tromsø Richtung Skjervøy. Das Wetter war zwar besser als gestern, aber die Straßen waren dank des nächtlichen Schneefalls ordentlich zugedeckt. Wir nahmen es ruhig und fuhren vorsichtig – die perfekte Gelegenheit, die verschneite Landschaft zu genießen. Zwei Fähren und fünf Stunden später waren wir da. Erfolgreiche Mission!

    Unser neues Zuhause für die nächsten Tage ist ein altes Fischerboot. Charmant, aber ziemlich eng – besonders unsere Kajüte. Isi und ich teilen uns einen kleinen Raum ohne Fenster, was sicher eine interessante erste Nacht wird. Mal sehen, wie wir morgen rausfinden, ob es schon Morgen ist!

    Nach dem Einzug lernten wir die anderen aus unserer Gruppe kennen: drei Amerikaner und zwei Belgier. Eine bunte Truppe, die sich alle genauso auf das Abenteuer freut wie wir. Nach einem kurzen Mittagessen stand dann die erste Herausforderung an: die Trockenanzüge. Es fühlt sich an, als würde man nochmal geboren werden – nur mit weniger Platz. Aber hey, wir haben’s alle irgendwie geschafft.

    Am Nachmittag unternahmen wir noch einen kurzen Spaziergang durch den kleinen Ort. Skjervøy ist winzig, aber umgeben von einer Kulisse, die aussieht wie ein Bildband. Am Abend wurde es gemütlich: Wir versammelten uns alle im großen „Wohnzimmer“ des Bootes, aßen zusammen Abendbrot und spielten noch eine Runde Karten.

    Jetzt heißt es: Ab in die enge Kajüte und Energie tanken. Morgen beginnt das eigentliche Abenteuer – und ich kann es kaum erwarten!
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  • Erste Orcas und eisige Abenteuer

    December 1, 2024 in Norway ⋅ ☁️ -2 °C

    Der Tag begann früh – um 7:15 Uhr war Weckerzeit. Nach einem kleinen Frühstück (bei dem wir absichtlich wenig tranken – auf dem Boot ist keine Toilette die bessere Strategie) machten wir uns bereit für den Tag. Und bereit hieß in diesem Fall: 4 Hosen, 4 Oberteile und den Trockenanzug. Ein Michelin-Männchen wäre stolz auf mich gewesen.

    Um 9:30 Uhr legten wir ab. Anfangs war mir tatsächlich noch warm, aber das änderte sich schnell. Schnee und Wind setzten uns ordentlich zu, doch die Stimmung blieb voller Vorfreude. Und dann war es soweit: Der erste Orca! Ein einzelner, majestätischer Riese glitt durchs Wasser – einfach nur beeindruckend.

    Nach einer Weile entdeckten wir schließlich eine ganze Gruppe von acht Orcas, darunter sogar Jungtiere! Wir entschieden uns jedoch, nicht ins Wasser zu gehen, um die Tiere nicht zu stören. Stattdessen genossen wir den Moment an Bord und beobachteten diese faszinierenden Kreaturen aus der Ferne.

    Gegen 12:30 Uhr machten wir uns auf den Rückweg – durchgefroren und erschöpft. Die Kälte und der enge Anzug hatten mir starke Kopfschmerzen beschert, also legte ich mich erstmal ins Bett und schlief ein paar Stunden. Danach fühlte ich mich schon etwas besser, und nach einer heißen Suppe und einer noch heißeren Dusche war ich wieder halbwegs Mensch.

    Am Nachmittag machten wir noch einen kleinen Spaziergang zu einem Café. Mit einem Stück Kuchen und einem guten Kaffee kam die Energie zurück – kleine Wunder des Lebens!

    Jetzt steht das Abendessen an, und danach werde ich früh ins Bett fallen. Der Tag war so intensiv, voller Eindrücke und Emotionen, dass ich ihn wohl nie vergessen werde. Ich bin gespannt, was die nächsten Tage bringen – wenn der erste schon so unvergesslich war!
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  • Wale, Hagel und Hoffnung auf Mittwoch

    December 2, 2024 in Norway ⋅ 🌫 -4 °C

    Der Morgen begann wie immer: 7:15 aufstehen, 8 Uhr Frühstück, dann rein in die Schichten. Vier Hosen, vier Oberteile – das bewährte Zwiebelsystem. Aber heute hatte ich zwei Tricks auf Lager: eine Tablette gegen Seekrankheit und Handwärmer direkt in die Handschuhe. Und was soll ich sagen? Der Unterschied war enorm. Mir ging es richtig gut, und ich war ready für den Tag.

    Die Bedingungen waren zu Beginn ein Traum: spiegelglattes Wasser, kaum Wind, kein Schnee. Doch hier oben kann das Wetter in Minuten kippen. Und genau das passierte. Plötzlich war der Seegang heftig, der Wind tobte, und es hagelte sogar. Aber die Suche nach den Walen hielt uns in Bewegung – und dann wurden wir belohnt.

    Wir fanden zwei Gruppen Orcas, insgesamt 10-20 Tiere, die elegant durch die Wellen glitten. Als ob das nicht genug wäre, tauchten auch noch Buckelwale und Finnwale auf. Es war einfach surreal. Diese Größe, diese Eleganz – Worte reichen nicht aus, um das zu beschreiben.

    Heute wagten wir uns weiter weg von Skjervøy, aber je näher der Mittag rückte, desto bedrohlicher wurde das Wetter. Ein Unwetter zog auf, und das ohnehin spärliche Tageslicht verschwand. Die Rückfahrt war hart – über eine Stunde im wilden Seegang. Es war Rough mit großem „R“, aber wir haben es geschafft.

    Gegen 13:30 Uhr waren wir zurück auf dem Boot. Erstmal Suppe, dann ein dringend benötigter Mittagsschlaf. Am Nachmittag ging es wieder ins Café, das inzwischen fast wie unser zweites Wohnzimmer wirkt. Wir haben lange geredet, reflektiert und einfach die Ruhe genossen.

    Um 19 Uhr gab es eine kleine Einführung, was zu tun ist, wenn wir endlich ins Wasser gehen können. Die Vorfreude wächst, denn die Wettervorhersage für Mittwoch sieht vielversprechend aus: kaum Wind, endlich eine Chance!

    Nach dem Abendessen ließen wir den Tag entspannt mit etwas Netflix ausklingen. Die Erlebnisse heute waren intensiv und beeindruckend – ich kann kaum glauben, dass das hier mein Leben ist. Jetzt heißt es, weiter hoffen und Energie tanken. Mittwoch, wir zählen auf dich!
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  • Sturm, Spy Hops und Nordlichter

    December 3, 2024 in Norway ⋅ ☁️ -1 °C

    Der Morgen begann wie gewohnt: früh aufstehen, Frühstück, rein in die Schichten – 4 Hosen, 4 Oberteile, Trockenanzug. Mit einer Tablette gegen Seekrankheit und Handwärmern im Gepäck fühlte ich mich gut vorbereitet, aber der Tag hatte es in sich.

    Es schneite wie verrückt, so sehr, dass wir unser RIB-Boot gleich zweimal freischaufeln mussten, bevor wir überhaupt starten konnten. Als wir schließlich losfuhren, wurden wir von heftigem Schnee, Regen und einem tobenden Sturm begrüßt. Die Wellen waren riesig, und nach nur 15 Minuten mussten wir eine 20-minütige Pause einlegen, weil der Sturm einfach zu stark war.

    Nach der Pause beruhigte sich das Wetter ein wenig, und wir konnten weiterfahren. Es war erneut ein unglaublicher Tag mit vielen Orcas – ein Schauspiel, das nicht langweilig wird. Besonders beeindruckend waren zwei „Spy Hops“, bei denen die Orcas senkrecht aus dem Wasser schauen, um die Umgebung zu beobachten. Leider war das Wasser zu unruhig, um ins Wasser zu gehen, aber allein die Beobachtung war atemberaubend.

    Die Rückfahrt war absolut wild. Mit Wellen von bis zu 8 Metern fühlte es sich manchmal an, als würde das Boot gleich abheben. Wir waren alle erleichtert, als wir sicher zurück waren. Nach einer heißen Suppe brauchte ich dringend neue Handschuhe, denn meine alten waren klitschnass, und der Wind machte das Ganze unerträglich. Ein kurzer Abstecher in die Stadt brachte die Lösung, und danach gönnten wir uns wieder eine Runde im Café.

    Der Abend wurde noch besser: Wir verbrachten 30 Minuten im Hot Tub, was nach diesem Tag wie eine kleine Wellness-Oase war. Doch der absolute Höhepunkt kam, als unser Guide plötzlich in die WhatsApp-Gruppe schrieb: „Nordlichter, draußen, jetzt!“

    Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich Nordlichter gesehen. Grün, tanzend, magisch – einfach unbeschreiblich. Ich stand da, mitten in der Kälte, und konnte meinen Augen kaum trauen. Ein Moment, den ich nie vergessen werde.

    Zum Abschluss des Tages gab es Fisch mit karamellisierten Zwiebeln und eine spannende Unterhaltung mit einem Freund unseres Captains, der ein echter Orca-Experte ist und uns faszinierende Geschichten erzählt hat. Ein Tag voller Naturgewalten, beeindruckender Erlebnisse und unvergesslicher Momente.
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  • Ins Wasser mit Orcas–ein Traum wird wahr

    December 4, 2024 in Norway ⋅ ⛅ -6 °C

    Der Tag begann wie immer: früh aufstehen, Frühstück, rein in die Schichten – und ab 9:30 ging es los. Doch heute war das Wetter auf unserer Seite. Pünktlich zur Abfahrt hörte es auf zu schneien, und wir erlebten einen traumhaften Sonnenaufgang (oder Untergang – hier oben verschwimmen die Grenzen) ab 10:30.

    Wir fuhren weit hinaus, und die Kulisse war wie gemalt. In einen abgelegenen Fjord, den wir ganz für uns hatten, schwammen unzählige Orcas und Buckelwale. Ein Anblick, der sprachlos macht. Doch ins Wasser ging es vorerst nicht – die Tiere waren zu weit entfernt.

    Weiter draußen wurde es dann spannend: Wir beobachteten einen Buckelwal, der sich auf den Rücken drehte und scheinbar spielte. Plötzlich tauchten noch mehr Orcas auf, und dann kam endlich der Moment, auf den wir alle gewartet hatten: „Get ready!“

    Jacke, Mütze, Handschuhe aus –Tauchermütze, Wasserhandschuhe, Taucherbrille, Schnorchel und GoPro an. Und dann: ab ins Wasser. Direkt neben uns schwamm eine Orca-Gruppe vorbei. Ich konnte nur staunen – dieses Gefühl, diese Nähe, das kann man nicht in Worte fassen.

    Zurück aufs Boot (was ohne Leiter ein echter Kraftakt war), kurz weitergefahren – und wieder rein ins Wasser. Diesmal war eine große Orca-Gruppe da, und wir konnten sie beobachten, wie sie durch die Dunkelheit glitten. Einmal sprangen wir sogar ins Wasser, und als ich nichts sah außer Schwarz, bemerkte ich plötzlich zwei riesige weiße Flossen unter mir. Ein Buckelwal. Ich hatte einen kurzen Moment Panik, weil ich dachte, er könnte mich mit seiner Flosse erwischen, aber es war einfach nur beeindruckend.

    Am Ende waren wir fünfmal im Wasser. Kurz bevor wir zurückfahren wollten, kamen zwei weibliche Orcas ganz nah ans Boot, neugierig und verspielt. Das war der perfekte Abschluss dieses unglaublichen Tages.

    Zurück waren wir erst um 14:30. Nachdem wir unsere Videos gesichtet hatten, ging es wieder ins Café, um die Erlebnisse zu verarbeiten. Abends um 20:30 gab es ein spätes Dinner, und jetzt sitzen wir noch im Pub, voller Adrenalin und unfassbarer Erinnerungen.

    Dieser Tag war ein Lebenstraum – und er wurde noch besser, als ich es mir je hätte vorstellen können.
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  • Minusgrade und 18 Buckelwale

    December 5, 2024 in Norway ⋅ ⛅ -7 °C

    Der Tag begann wie gewohnt, doch die Temperaturen setzten direkt ein Statement: knackige -7 Grad. Dafür begrüßte uns ein glasklarer Himmel, und der Sonnenaufgang – oder Untergang, wie man es hier nennen mag – war eine absolute Augenweide. Die Farben am Horizont hätten direkt aus einem Gemälde stammen können.

    Auf dem Wasser war es ein ruhigerer Tag. Wir haben viele einzelne Orcas gesehen, aber keine größeren Gruppen, und leider ergab sich keine Gelegenheit, ins Wasser zu gehen. Doch dann, kurz bevor wir den Rückweg antraten, passierte es: Eine Gruppe von 18 Buckelwalen tauchte auf. Der Anblick war einfach nur gewaltig. Diese Größe, die Bewegung, die Synchronität – das bleibt hängen.

    Morgen steht unser letzter Ausflug an. Wir werden nochmal für zwei Stunden aufs Wasser gehen, und die Hoffnung, vielleicht doch nochmal ins Wasser zu kommen, lebt weiter.

    Den Nachmittag nutzten wir, um unsere Sachen zu packen, bevor es ins Café ging. Dort spielten wir Karten, wärmten uns auf und ließen den Tag entspannt ausklingen. Zum Abendessen hat unser belgischer Mitreisender Tiramisu für alle gemacht – und es war ein Traum. Ein gelungener Abschluss für einen kalten, aber beeindruckenden Tag.
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  • Ein Abschied mit Gänsehautmomenten

    December 6, 2024 in Norway ⋅ ☁️ -3 °C

    Unser letzter Tag auf dem Boot begann mit Unsicherheit – der Wind war stark, und wir waren uns nicht sicher, ob wir überhaupt rausfahren würden. Doch beim Frühstück gab Captain Lars grünes Licht, auch wenn wir nur bis 11:30 draußen bleiben konnten.

    Also wie gewohnt: rein in die Schichten und los. Diesmal fuhren wir nicht so weit raus, aber anfangs schien uns das Glück nicht hold. Nur vereinzelte Orcas ließen sich blicken. Die Zeit verflog, und um 11:15 passierte es dann: eine große Gruppe Orcas direkt vor uns. Lars rief das erlösende „Get ready!“, und wir zogen uns so schnell um, wie wir konnten, um ins Wasser zu springen. Doch die Orcas waren schneller und zogen weiter.

    Kurze Enttäuschung – aber nicht für lange Zeit. Nur wenige Minuten später die nächste Chance. Diesmal war es ein Moment wie aus einem Traum: Eine Mutter schwamm mit ihrem Orca-Baby direkt an uns vorbei. Es war ein flüchtiger Augenblick, aber so unglaublich intensiv, dass es mir die Sprache verschlug. Zusammen mit dem strahlend schönen Himmel war dieser Moment ein perfekter Abschluss unserer Zeit auf dem Boot. Zwischen den verschneiten Bergen und Fjorden fühlte ich mich so klein – und gleichzeitig so verbunden mit der Natur.

    Zurück am Hafen hieß es schnell umziehen, packen und ein letztes gemeinsames Mittagessen. Nach einer herzlichen Verabschiedung von der Crew brachen wir auf nach Tromsø. Die vierstündige Fahrt verging wie im Flug, während wir die Erlebnisse der letzten Tage noch einmal Revue passieren ließen.

    Jetzt sind wir in einem gemütlichen Airbnb in Tromsø, wo wir noch bis Montag bleiben werden. Ich kann es noch gar nicht richtig begreifen, was wir in dieser Woche alles erlebt haben – unvergessliche Momente, die für immer bleiben.
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  • Entspannen, shoppen &ein bisschen Action

    December 7, 2024 in Norway ⋅ ☁️ 0 °C

    Nach der aufregenden Woche haben wir heute erstmal ausgeschlafen – dringend nötig! Es war so schön, endlich wieder eine richtige Dusche zu genießen, nachdem das auf dem Boot eher Wunschdenken war. Frisch und entspannt haben wir zusammen gefrühstückt, bevor wir uns auf den Weg in die Stadt machten.

    Tromsø ist in der Weihnachtszeit einfach zauberhaft. Überall glitzern die Lichter, und die kleinen Weihnachtsmärkte mit ihren liebevoll geschmückten Ständen versprühen pure Wintermagie. Wir waren ausgiebig shoppen, alles ganz entspannt. Zwischendurch saßen wir lange in einem gemütlichen Café, bevor wir wieder zurück ins Airbnb fuhren. Dort gönnten wir uns einen kleinen Mittagsschlaf – so langsam merkt man die Erlebnisse und Anstrengungen der letzten Tage doch in den Knochen.

    Am Abend haben wir gemeinsam gekocht und ein bisschen gestrickt. Danach brauchten wir noch ein bisschen Action und sind nochmal in die Stadt gefahren, um Indoor-Minigolf zu spielen. Ein perfekter Mix aus Spaß und Gelächter.

    Zurück im Airbnb gab es zum Abschluss des Tages noch eine Folge unserer Serie, und ab ins Bett. Morgen steht ein echtes Highlight auf dem Programm: die Huskys und eine Schlittenfahrt. Wir können es kaum erwarten!
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  • Mit den Huskys durch Schnee und Sturm

    December 8, 2024 in Norway ⋅ 🌧 1 °C

    Unser letzter voller Urlaubstag begann früh: Der Wecker klingelte um 7, und um 8 saßen wir schon im Bus in Richtung Stadt, wo wir für unser Abenteuer abgeholt wurden. Nach etwa 45 Minuten Fahrt erreichten wir das Huskycamp – ein Paradies für Hundeliebhaber mit 80 bis 90 energiegeladenen Huskys, die es kaum erwarten konnten, loszulaufen.

    Die Schlitten waren bereits vorbereitet, jeder mit fünf Hunden, die in einer speziellen Formation angespannt waren: zwei vorne, die das Team leiten, zwei in der Mitte als Kraftpakete und einer hinten, direkt vor dem Schlitten, der zusätzlich Power gibt. Anna und ich teilten uns einen Schlitten, während Isi mit der Hundeführerin fuhr.

    Anna startete als Fahrerin, während ich im Schlitten saß. Der Anfang war… holprig. Die Hunde sind so stark, dass es schwer war, das Gleichgewicht zu halten, und die Strecke verlangte uns einiges ab. Nach einer Weile tauschten wir, und ich übernahm das Steuer. Zugegeben, ich war anfangs völlig überfordert, aber irgendwann kam die Routine, und es machte richtig Spaß! Zwischen all dem Hagel und Regen fühlte es sich trotzdem wie ein kleines Abenteuer an – unvergesslich.

    Nach der Tour halfen wir, die Hunde zurück in ihre Hütten zu bringen, und gönnten uns dann eine wohlverdiente Pause bei einer Tasse Kaffee. Der absolute Höhepunkt: Wir durften die Welpen streicheln! Sie waren einfach unglaublich süß, und ich hätte am liebsten einen mitgenommen.

    Zurück in Tromsø gingen wir noch essen, bevor wir ins Airbnb fuhren. Dort packten wir unsere Taschen und ließen den Urlaub ganz entspannt ausklingen. Es ist schwer zu glauben, dass die Zeit hier fast vorbei ist – so viele Eindrücke, so viele Erlebnisse. Morgen geht’s zurück nach Hause, aber die Erinnerungen bleiben für immer.
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    Trip end
    December 9, 2024