August 2019
  • Day40

    Porto

    September 30 in Portugal ⋅ ⛅ 21 °C

    Mit Flixbus nach Porto dauert es 3 Stunden. Zu Fuß habe ich letztes Jahr ungefähr 2 Wochen gebraucht 😅.
    Auch wenn es dieses Mal nur ein kurzer Aufenthalt wird, freue ich mich sehr auf Porto und Portugal an sich. Es ist so ein bezaubernden Land mit unglaublich warmherzigen freundlichen Menschen, Balsam für die Seele. Zudem habe ich ein Bett in meinem Lieblingshostel, dem Porto Wine Hostel.
    In Santiago war es kühl und regnete in Strömen. Daher war ich doppellagig angezogen (und letztes Jahr war bei mir am Sitzplatz die Regulierung der Klimaanlage abgebrochen, so dass ich gefühlt Stunden auf Eis gekühlt würde). In Porto 28 Grad und strahlender Sonnenschein. Den Weg vom Busbahnhof erinnere ich nicht mehr, so dass Google Maps mich erstmal mit Sack und Pack auf Stadtrundgang schickt. Wie wir in den letzten Wochen öfter festgestellt haben, ist die Fußgänger-Navigation in Städten nicht immer sehr zuverlässig... Verschwitzt im Lieblingshostel gibt's erstmal den Begrüßungsschluck Portwein. Da ich ja dank Jakobsweg etwas geübter im Umgang mit Alkohol bin, haut mich das aktuell nicht aus den Latschen. Da das Zimmer nicht fertig ist, treffe ich mich mit Judith, die meine Trekkingstöcke und mein Taschenmesser für ihren Camino übernimmt, das hatte ich bei Facebook angeboten. Jetzt nur noch Shopping und etwas zu Essen besorgen. Sightseeing hatte ich ausgiebig letztes Jahr und selbst beim Einkaufen kommt man hier ja an gewissen Denkmälern nicht vorbei, wie z.B. die Buchhandlung Lello, wo Harry Potter entstanden ist.
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  • Day38

    Tag 4 + 5 in Santiago

    September 28 in Spain ⋅ ⛅ 15 °C

    Aufgrund der Tatsache, dass man im Harry-Potter-Schloss von ca 9:30-13:30 h die Flure nicht nutzen soll/darf, bietet es sich ja an, diese Zeit für Stadtrundgänge zu nutzen, ein Mittagessen einzunehmen und danach schön Siesta zu machen. Viel länger kann ich auch nicht schmerzfrei laufen, die Ruhe tut gut, mir und meinem lädierten Schienbein.Read more

  • Day37

    Finisterre

    September 27 in Spain ⋅ ☁️ 17 °C

    Tag 3 in Santiago
    Da ich nicht wirklich viel laufen kann und will, habe ich alle Pläne über Bord geworfen und bis 30.9. mein Zimmer im Harry-Potter-Schloss verlängert. Gestern Abend beim Abendessen mit Bernd beschlossen, mit dem Linienbus nach Finisterre zu fahren und abends zurück.
    Los ging es im strömenden Regen, aber in Finisterre kam tatsächlich die Sonne heraus und plötzlich war der Himmel strahlend blau!Read more

  • Day36

    Santiago Tag 2

    September 26 in Spain ⋅ ⛅ 16 °C

    Schon nachts war mir klar, dass ich mit dem Bein nicht mehr wandern kann, schon gar nicht 90 km mit Rucksack, also bin ich um 8 Uhr kleinlaut zum Empfang gegangen, um mein Zimmer eine Nacht zu verlängern. Nach längerem Gespräch mit einem Pilger in ähnlicher Lage ging's mir besser: Es ist jetzt auch okay, keinen Plan und kein Tagesziel zu haben 😅.
    Gegen 11 Uhr bin ich zur Kathedrale gelaufen, um noch Ankommlinge zu begrüßen und dann mit Camino-Freunden Essen gegangen. Den Rest des Tages im Garten und auf dem Bett verbracht, das Bein ausruhen.
    Und morgen?
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  • Day35

    Santiago de Compostela

    September 25 in Spain ⋅ ⛅ 16 °C

    Finally we made it!
    Aufbruch im Dunkeln bei Regen, schön über Stock und Stein. Die Meute jagt ausnahmsweise mal überwiegend schweigend nach Santiago, viele hängen ihren Gedanken nach, dass dann ja auch alles zu Ende ist und der Camino-Blues droht. Ich bin vor allem besorgt, ob meine grobe Zeitplanung hinhaut, so dass wir sowohl noch ein Ticket fürs Pilgerbüro abbekommen, das dazu berechtigt, seine Compostela in Empfang zu nehmen, als auch Julie und Alice treffen.
    Patti und ich sind vernünftig und biegen vor der Kathedrale ab, um in die Herberge einzuchecken, dann ist man auch den sperrigen Rucksack los. Gegen Mittag sind wir dann auf dem Platz vor der Kathedrale und es tauchen plötzlich soviele Reisegefährten auf, die man zum Teil zwei Wochen nicht mehr gesehen hat. Also große Wiedersehensfreude!
    Tickets besorgt, so dass auch das mit der Compostela klappen wird.
    Da mein linkes Schienbein seit gestern schmerzt, humple ich mehr, als dass ich vom Rucksack befreit weit ausschreiten könnte ;-). Schnell also noch zu Decathlon, um Kompressionsstrümpfe zu besorgen. Das wird schon wieder, aber mein Plan, noch 90 km zu laufen, ist damit ad acta gelegt.
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  • Day34

    O Pedrouzo

    September 24 in Spain ⋅ ⛅ 20 °C

    Spät ins Bett, wir mussten noch auf Father Steves Geheiß den lokalen Schnaps probieren. Er ist der Initatior der Aktion "Warriors on the Way", die ehemalige US-Soldaten, z B. mit PTSB auf dem Camino begleitet. Der Schnaps ist eine Spezialität der Gegend und jeder braut da seine eigene Mischung.....Gelb- transparenter Kräuterlikör. Nach 2 kleinen war ich bettreif, wen wunderts ;-). Morgens gab's erstmal einiges an Regen, so dass wir etwas später aufgebrochen sind, es war schon fast 8 Uhr und immer noch dunkel.
    Gegen Mittag wird's brechenvoll auf den Wegen, aber das ist schon fast normal. Viele nehmen auch einfach den Bus. Wichtig, dass man dann ein T-Shirt trägt: I did the Camino Frances 😂.
    Man jagt uns mal wieder um die ganze Stadt herum, hätten wir einfach die Straße genommen, wie viele andere, hätte uns das 2 km erspart. So waren es denn nun 30km und zugegeben ein toller alter Eukalyptuswald.
    Dafür haben wir aber schon ein Restaurant gefunden, das Tapas in kleineren Mengen anbietet. Und ich habe ein Geschenk für Julie gefunden, deren Geburtstag wir ja morgen Abend feiern wollen, inkl. Ankunft in Santiago de Compostela.
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  • Day33

    Boente

    September 23 in Spain ⋅ ⛅ 18 °C

    Aufbruch erst um 7:30 h, so dass ich zum Start einen vernünftigen Kaffee hatte - für mich macht das einen Riesenunterschied :-). Kleines Frühstück in Palas de Rei, Lunch in Melide - das waren dann die nennenswerten Orte des Tages. Es nieselt immer mal, der Himmel ist bedeckt. Eichen- und Kiefernwälder, Brombeeren, Farn, viel Grünland wirken -zumal mit norddeutschem Schmuddelwetter- sehr vertraut. Nur die Eukalyptusbäume und die allgegenwärtigen Mauern ums Weideland sind dann doch sehr galizisch. Auch sieht man jetzt immer mehr der typischen alten Kornspeicher (Horreos), die quasi ein Wahrzeichen Galiziens sind. Übrigens ist kein Wild zu sehen, extrem wenig Krähen.... Hier wird nicht lange gefackelt.
    Weiterhin ist es ab mittags sehr voll auf den Wegen, aber viele haben heute schon den Bus genommen, um die Etappe zu überspringen (haben natürlich trotzdem die 2 erforderlichen Stempel ....nun ja).
    Positiv anzumerken ist, dass unser 750 km- Lauftraining sich auswirkt: Patti und ich können locker sogar bergauf schnellen Schrittes an allen vorbeiziehen :-)).
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  • Day32

    Legonde

    September 22 in Spain ⋅ ⛅ 11 °C

    Guter Kaffee zum Start, kaum Regen, schöne Landschaft. Portomarin ist eine ganz niedliche Kleinstadt, mit einer Kirche, die eher wie eine Burg aussieht. Erinnerte mich an die Kirche in Ponte de Lima in Portugal. Legonde ist ein kleines Dorf mit einer guten Bar mit gutem Essen, was will man mehr. Waschmaschine und Trockner gab's auch! Wir versuchen immer noch, es am 25.9. nach Santiago zu schaffen. Daher sind die aktuellen und kommenden Etappen alle etwa 28 km im Schnitt, das ist gut zu schaffen und rechtzeitig genug, um ein Bett zu bekommen. Und wir bleiben seit Tagen ja auch von den üblichen Etappenzielen fern, um den Massen auszuweichen. Auf dem Weg begegnet man ihnen mittags, dann wird's voll.Read more

  • Day31

    Ferreiros

    September 21 in Spain ⋅ ☁️ 16 °C

    Die ersten 15 km ohne Kaffee, davon die Hälfte im Dunkeln durch den Wald bergauf und bergab gestolpert. Fast typisches Erlebnis: 3 Italiener kommen spärlich beleuchtet von hinten, überholen und rennen ziegengleich den steinigen Berg hinunter. Sie laufen so, wie sie Auto und Mountainbike fahren.... halsbrecherisch :)). In Sarria ist dann alles nur noch auf die "letzten-100km-Pilger" ausgerichtet, die mit ihren Turnbeutelchen und brandneuer Kleidung aufbrechen. Ergo ist der Kaffee und das Essen teuer und schlecht, der Weg überfüllt und zu allem Überfluss regnet es mehr und mehr. Landschaftlich fast heimatlich, aber sehr hügelig. In Konkurrenz zu den Frischlingen wird's also schwieriger, überhaupt ein Bett zu bekommen. Zum Glück wird aber eine große Gruppe vor unserem Hostel vom Bus eingesammelt und in ein Hotel verfrachtet. Sie feiern den ersten Tag, als wenn wir schon in Santiago wären ;-).Read more

  • Day30

    Samos

    September 20 in Spain ⋅ ⛅ 17 °C

    Patti und ich sind 24 km bis nach Samos gelaufen, durch ein wunderschönes Tal, aber viel Auf und Ab. Wir schlafen im Kloster, aber es ist weniger spektakulär, als man annehmen sollte. Natürlich kein WLAN und kaum Steckdosen, aber ich habe ja die gute Powerbank :).