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Piet explores Scandinavia

Een 27-daags avontuur van GelaGoes Meer informatie
  • Het begin van de reis
    17 augustus 2026
  • Auftakt in Dänemark

    18 augustus, Denemarken ⋅ ☁️ 16 °C

    Der perfekte Start für meine Skandinavienreise: ein zweitägiger Zwischenstopp bei Hvide Sande. Ich wohnen in einem wunderschönen Ferienhaus direkt in den Dünen, zusammen mit meinem Bruder und seiner Familie. Es war sogar noch ein Zimmer frei für mich.
    Der stetige Nordseewind hat den Kopf nach der Fahrt sofort freigepustet. Am breiten Sandstrand haben wir bunte Drachen in den Himmel steigen lassen und uns mutig in die kühlen Wellen gestürzt – herrlich erfrischend und lebendig.
    Jetzt lassen wir den Tag mit glühenden Wangen, Sand zwischen den Zehen und Meeresrauschen im Ohr ausklingen. Die Reise gen Norden könnte nicht besser beginnen.
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  • Stavanger

    21 augustus, Noorwegen ⋅ ☁️ 13 °C

    Ein unkomplizierter Stopp in Stavanger, der genau das bot, was das Vanlife ausmacht: Ankommen, abstellen und direkt mittendrin sein.
    Der VW-Bus fand seinen Platz auf einem Parkplatz, der von farbenfroher Streetart eingerahmt war – urbane Kunst direkt vor der Schiebetür als perfekter Kontrast zum rollenden Zuhause.
    Von dort aus ging es zu Fuß weiter durch die Stadt:
    Gamle Stavanger: Schlendern durch die kopfsteingepflasterten Gassen entlang der charakteristischen, weißen Holzhäuser aus dem 18. Jahrhundert.
    Urbane Entdeckungen: Das bunte Treiben am Hafen und die lebendige Atmosphäre rund um die farbenfrohe Øvre Holmegate.
    Einfach treiben lassen: Ohne festen Zeitplan die Winkel der Altstadt erkunden.
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  • Vorm Preikestolen Kaffe mit der Cousine

    23 augustus, Noorwegen ⋅ ☁️ 14 °C

    Nach dem Trubel in Stavanger habe ich mir für die Nacht einfach ein ruhiges Plätzchen am Straßenrand gesucht – autark stehen hat einfach etwas Magisches, und ich habe herrlich geschlafen.

    ​Am nächsten Morgen ging es direkt weiter nach Tau für ein spontanes Wiedersehen: Meine Cousine ist gerade ebenfalls in Norwegen unterwegs, und ein Treffen auf einen Kaffee passte perfekt.

    ​Anschließend habe ich mein Lager auf einem traumhaften Campingplatz direkt im Fjord aufgeschlagen. Von hier aus ging es auf den Preikestolen. Der Aufstieg war zwar ganz schön schweißtreibend, aber der gigantische Blick über das Wasser hat jeden einzelnen Schritt wettgemacht. Die Krönung nach den müden Beinen: Direkt hinter meinem Bus stand eine kleine Sauna – und die eiskalte Abkühlung im Bach direkt danach war einfach unbezahlbar.
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  • Ohne Eile gen Norden

    24 augustus, Noorwegen ⋅ ☀️ 15 °C

    Heute Morgen bin ich vom Campingplatz in der Nähe des Preikestolen aufgebrochen – ohne festen Plan, einfach mit der groben Richtung Norden im Kopf. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, nur zwei bis drei Stunden zu fahren und vielleicht bis nach Odda zu kommen.
    Daraus ist absolut nichts geworden – und es hätte nicht schöner sein können.
    Aus den geplanten paar Stunden wurde eine Fahrt über den ganzen Tag. Ich habe gefühlt hinter jeder Kurve anhalten müssen, weil mir die Landschaft schlicht den Atem geraubt hat. Wilde Natur, steile Felswände und überall Wasserfälle, die mit unglaublicher Wucht ins Tal stürzen. Man kann an solchen Orten einfach nicht vorbeifahren; man muss aussteigen, tief einatmen und das Panorama aufsaugen.
    Jetzt habe ich meinen Stellplatz für die Nacht gefunden: vollkommen ruhig, ganz für mich allein und mit einer atemberaubenden Aussicht, die man sich nicht schöner malen könnte. Ein perfekter Abschluss für einen perfekten Roadtrip-Tag.
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  • Zwischen Gischt und Asphalt: Der Tag der Fossen

    25 augustus, Noorwegen ⋅ ☀️ 20 °C

    Der Weg war heute absolut das Ziel. Auf der Route Richtung Bergen jagte ein Naturhighlight das nächste – der gesamte Tag stand im Zeichen tosender, gewaltiger Wasserfälle, die mit beeindruckender Wucht direkt neben dem Asphalt in die Tiefe stürzen. Die feine Gischt in der Luft, das ständige Rauschen und die steilen Felswände haben der Fahrt eine fast schon unwirkliche Kulisse verliehen.
    Zur Mittagszeit tat eine kleine Pause im idyllisch gelegenen Odda richtig gut: kurz durchatmen, die Beine vertreten und die raue Fjordlandschaft wirken lassen, bevor es wieder weiterging.
    Nun, nur noch eine knappe halbe Stunde vor den Toren Bergens, ist die Reise für heute zu Ende. Ich habe einen einfachen, kleinen Platz direkt an der Straße für die Nacht gefunden. Der Motor ist aus, die Hektik der Straße verblasst und vor mir dampft ein heißer, ehrlicher Teller Nudeln mit Tomatensauce. Nach so vielen gewaltigen Natureindrücken und Kilometern braucht es am Abend wirklich nicht mehr als ein simples Essen und den Blick aus dem Fenster in die Dämmerung. Bergen kann bis morgen warten.
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  • Zwischen bunter Hansestadt und stiller Fjordidylle

    26 augustus, Noorwegen ⋅ ☀️ 22 °C

    Nach all der rauen Natur der letzten Tage stand heute ein Abstecher nach Bergen an. Erst ging es über den Fischmarkt, dann direkt ins historische Hanseviertel Bryggen mit seinen engen, knarrenden Holzgassen und bunten, verwinkelten Häusern.
    Mit der Standseilbahn ging es anschließend hinauf auf den Berg – der Panoramablick über die gesamte Stadt und das Wasser war einfach grandios. Bevor es zurückging, konnte ich in der Markthalle nicht widerstehen und habe mir noch einen leckeren Snack gegönnt.
    Eine knappe Stunde Fahrt später fand ich wieder die vertraute Ruhe: Ein einsamer Stellplatz mitten in der Natur an einem kleinen See. Zur perfekten Erfrischung nach dem City-Trubel bin ich direkt noch kurz ins Wasser gesprungen – eiskalt, aber herrlich belebend! Jetzt brutzelt das Abendessen, während der Blick entspannt über den kleinen Fjord schweift.
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  • Schluchten, Geschichte und gute Gesellschaft

    27 augustus, Noorwegen ⋅ ☁️ 14 °C

    Heute ging es weiter ins norwegische Landesinnere gen Osten. Eigentlich wollte ich mit der berühmten Flåmsbahn fahren, aber wegen eines angelegten Kreuzfahrtschiffs war restlos alles ausgebucht – kein Ticket zu bekommen.
    Dafür ging es auf der Straße spektakulär weiter: erst durch den beeindruckenden, 24,5 Kilometer langen Lærdalstunnel mit seinen stimmungsvoll blau und gelb erleuchteten Hallen, dann nach einer kurzen Wanderung an einer Schlucht über eine historische Route direkt am Flusslauf entlang. Ein echtes Highlight war der Stopp an der Stabkirche Borgund mit ihrer mystischen Holzarchitektur.
    Jetzt stehe ich wieder frei am Wasser. Drei Motorradfahrer aus Bremerhaven haben nebenan ihre Zelte aufgeschlagen, und wir haben spontan den ganzen Abend bei besten Reisegeschichten zusammen verbracht. Mit dem Rauschen des Flusses im Ohr geht ein ereignisreicher Tag perfekt zu Ende.
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  • Zwischen Wolkenmeer, wilden Wassern und rauer Hoch

    28 augustus, Noorwegen ⋅ ☁️ 11 °C

    Der Tag begann mit einer Fahrt ins Ungewisse: Serpentinen schlängelten sich die Berge hinauf, bis mich dichte Nebel- und Wolkenbänke komplett einhüllten. Eine ganze Zeit lang ging es im Blindflug voran, kaum Sicht nach vorn – bis die Straße plötzlich das Wolkenmeer durchbrach. Für einen Moment schwebte ich förmlich zwischen und über den Wolken, ein absolut magischer Anblick.
    Wieder hinab ins Tal öffnete sich die Landschaft und führte mich direkt an einen reißenden Gebirgsfluss. Der Weg ans Ufer führte mitten durch endlose Heidelbeersträucher – die perfekte Gelegenheit, zwischendurch ein paar frische Beeren zu snacken. Das Wasser schoss mit einer unglaublichen Wucht in leuchtendem Türkis durchs Flussbett. Perfekte Bedingungen, um die Drohne steigen zu lassen und dieses tosende Naturschauspiel aus der Luft festzuhalten.
    Weiter ging die Route hinauf auf eine weite Hochebene. Hier oben schlug das Wetter schlagartig um: Frische 8 °C, stürmischer Wind und eine raue, karge Natur, die in ihrer Schlichtheit eine ganz eigene Faszination ausstrahlte.
    Nach weiteren engen Serpentinen bergab erreichte ich schließlich einen kleinen, ruhigen Ort. Am Ufer eines Sees fand sich ein passender Parkplatz für die Nacht – mit Blick aufs Wasser und dem Rauschen des Tages noch im Ohr ging es schließlich schlafen.
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  • Fjordfahrt, Flossensichtung und Inselidylle

    29 augustus, Noorwegen ⋅ ☁️ 14 °C

    Mit Blick auf den Geirangerfjord und die Schiffe unten im Tal ging es die Straße bergab. Unten angekommen habe ich mich super spontan entschieden, direkt mit dem Bus auf die Fähre zu fahren und den Fjord vom Wasser aus zu durchqueren. Während ich die Aussicht genoss, tauchten am Rand immer wieder zwei bis drei Tiere an der Oberfläche auf – ich vermute stark, dass es Schweinswale waren.
    Direkt nach der Fährfahrt habe ich mir noch ein richtig hübsches Badehaus mit einem alten Holzsprungturm angeschaut, bevor es weiter an die Küste ging.
    Über eine große Brücke führte der Weg auf eine kleine Insel, wo ich jetzt an einem winzigen Hafen stehe – fast völlig allein.
    Den Abend verbrachte ich am Wasser: Beim zweiten Wurf hatte tatsächlich schon ein Dorsch angebissen, der mir aber leider wieder entwischt ist. Geschmeckt hat das selbstgekochte Abendessen beim Sonnenuntergang trotzdem.
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  • Leuchtturm, Traumstraße und Anglerglück

    30 augustus, Noorwegen ⋅ ☁️ 13 °C

    Heute ging es von der kleinen Insel runter, über die richtig schöne Brücke und weiter an der Küste entlang. Spontaner Zwischenstopp an einem Leuchtturm: Die Anlage wird von Ehrenamtlichen instand gehalten, und einer der Helfer war extrem nett. Ich durfte sogar ganz nach oben bis direkt ans Leuchtfeuer und habe noch einen Kaffee in die Hand gedrückt bekommen. Ein richtig guter, unkomplizierter Moment.

    Danach stand das eigentliche Tagesziel an: die Atlantic Ocean Road hier bei Kristiansund. Eine großartige Strecke, die sich absolut gelohnt hat.

    Für die Nacht habe ich mir kurz vor Kristiansund einen Platz gesucht. Vor dem Dunkelwerden wollte ich nur noch kurz die Angel auswerfen – und hatte tatsächlich direkt Glück: Ein rund 60 cm großer Pollack hat angebissen. Erstmal ordentlich Adrenalin und ein kurzer Moment von leichter Überforderung, aber das Filetieren im Bus hat am Ende erstaunlich gut geklappt. Ein Stück kam direkt in die Pfanne – frischer geht es nicht, extrem lecker. Ein bisschen stolz bin ich heute definitiv.
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  • Vor der Elchsichtung

    31 augustus, Noorwegen ⋅ 🌧 10 °C

    Nach der Nacht an meinem kleinen Angelplatz ging es heute Morgen los – direkt nach Kristiansund, was gerade mal zehn Minuten Fahrt entfernt lag. Der Funke sprang allerdings nicht wirklich über, die Stadt hat mich nicht sonderlich überzeugt. Also hieß es schnell: weiterziehen.
    Der restliche Weg war dafür wieder typisch Norwegen: rauf auf die Fähre und über eine Reihe richtig schöner Brücken, bei denen sich das Fahren fast von selbst erledigt.
    Gegen 16 Uhr habe ich eine längere Pause eingelegt, mit einem ganz bestimmten Plan im Hinterkopf: Ich wollte die letzten anderthalb Stunden erst in der Dämmerung weiterfahren, in der Hoffnung, irgendwo am Waldrand vielleicht einen Elch zu erspähen.
    Die Wartezeit ließ sich perfekt nutzen. Erst habe ich das Auto mal gründlich auf Vordermann gebracht und den ganzen Dreck mit dem Handfeger rausgekehrt – Wahnsinn, was sich auf so einem Roadtrip ansammelt.
    Aus den restlichen Fischfilets von gestern habe ich einen Auflauf mit feinen Kartoffelscheiben und einer Weißwein-Zitronen-Soße gezaubert. Super lecker, frisch und genau das Richtige für heute. Jetzt geht es gestärkt und mit sauberem Bus in die Dämmerung – Augen offen halten!
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  • Glitzernde Steine, wilde Beeren und bunte Holzhäus

    1 september, Noorwegen ⋅ ⛅ 8 °C

    Der Tag begann mitten in der rauen Natur direkt bei den alten Bergwerksanlagen von Røros. Nach dem Aufwachen ging es auf eine rund zwei Kilometer lange Wanderung hinauf zur Grube Christianus Sextus. Schon der Weg war ein Genuss: Überall am Pfad wuchsen wilde Heidelbeeren, die direkt frisch vom Strauch als Wegzehrung herhalten mussten.
    Oben angekommen bot das Gelände ein faszinierendes Farbspiel. Die Gesteine schimmerten und funkelten in der Sonne – mein Papa erklärte mir, dass dieses Glitzern von mineralischem Glimmer stammt. Ein perfekter Ort, um die Landschaft ausgiebig zu erkunden und die Drohne steigen zu lassen, um das beeindruckende Areal aus der Vogelperspektive einzufangen.
    Mit reichlich Beeren-Pflückpausen ging es schließlich zurück zum Bus und direkt weiter in den historischen Ortskern von Røros. Das alte Bergmannsstädtchen mit seiner gemütlichen Fußgängerzone und den bunten, windschiefen Holzhäusern versprüht einen ganz eigenen, charmanten Zauber.
    Nach einem entspannten Bummel hieß es schließlich wieder: Motor an, Blick nach vorn und Kurs in Richtung Schweden.
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  • Zum Saunieren nach Schweden

    1 september, Zweden ⋅ ☁️ 14 °C

    Nach zwei Nächten Freistehen wollte ich mir heute etwas Komfort gönnen – und wenn schon Campingplatz, dann mit Sauna! Da auf meiner Route in Norwegen nichts zu finden war, ging es spontan rüber nach Schweden an einen kleinen, süßen Platz direkt am See.
    Mein Stellplatz liegt perfekt am Rand, und die anderthalb Stunden Sauna taten richtig gut. Die Abkühlung danach war allerdings ein kleines Abenteuer: Das Wasser war so flach, dass ich mich nur reinhocken und selbst nassspritzen konnte, anstatt richtig zu schwimmen. Erfrischend war es trotzdem.
    Jetzt brutzelt im Bus die letzte Portion meines selbst gefangenen Pollacks. Durch die frisch geputzte Heckscheibe schaue ich auf den See, den Sonnenuntergang und halte gespannt Ausschau nach Rentieren – nur zwei, drei Meter vom Bus entfernt sind frische Spuren im Boden, und laut Bewertungen kommen sie hier öfter mal vorbei.
    Für morgen steht der Plan ebenfalls: Die Campingplatz-Besitzerin und ihr Mann haben zwei Körbe voll Pfifferlingen am Morgen gesammelt. Sie erzählten, dass sie die heute Morgen direkt hinter der norwegischen Grenze gesammelt haben – genau dort werde ich morgen auch mein Glück versuchen!
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  • Ein Tag ohne Pilz, aber mit Sonnenschein

    2 september, Noorwegen ⋅ ☀️ 14 °C

    Die Mission für heute war klar abgesteckt: Ich wollte Pilze finden. An der Ausdauer hat es definitiv nicht gelegen – bestimmt zehn- bis fünfzehnmal habe ich auf dem Weg hierher spontan angehalten, die Schuhe geschnürt und bin hoffnungsvoll in den Wald spaziert. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, durch das Moos zu streifen, doch die Ausbeute an Pfifferlingen blieb bei exakt null. Ein kurzer Adrenalinschub zwischendurch, als ich dachte, endlich Steinpilze entdeckt zu haben – die anschließende Recherche hat den Fund dann aber ernüchternd schnell entzaubert. Als ich später im Supermarkt vor einer Schale frischer Pfifferlinge stand, war die Versuchung groß, einfach zu schummeln. Am Ende siegte der Ehrgeiz: Wenn, dann selbst gefunden.
    Leer ausgegangen bin ich trotzdem nicht. Bei einem meiner Stopps wurde ich für die Mühe auf ganz andere Weise belohnt: Ich habe einen Seeadler majestätisch durch die Lüfte gleiten sehen – ein fantastischer Moment. Statt Pilzen landete später außerdem eine gute Handvoll herrlich frischer Heidelbeeren im Gepäck. Unterwegs gab es wieder die typischen, sturen Schafe mitten auf der Fahrbahn, die einem jedes Mal ein Schmunzeln entlocken, und die Landschaft zieht einen ohnehin in ihren Bann.
    Jetzt stehe ich wieder völlig autark und ruhig mitten im Grünen. Die Spätsommersonne hatte heute erstaunlich viel Kraft – so sehr, dass ich vorsichtshalber noch mal zur Sonnencreme greifen musste, um mir nicht die Nase zu verbrennen. Einfach draußen sitzen, die Wärme aufsaugen und den Tag sacken lassen. Schön war’s, ganz ohne Pilzpfanne. Mal sehen, was morgen so passiert.
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  • Sprung ins kalte Wasser & Kurs auf Oslo

    3 september, Noorwegen ⋅ ☀️ 12 °C

    Der Tag startete irgendwo im Nirgendwo – genau dort, wo man am besten schläft, wenn man einfach der Straße folgt.
    Mein erstes Ziel für heute war Hamar. Der ursprüngliche Plan: auf einer der Inseln dort übernachten, ganz entspannt und vor allem kostenlos. Vor Ort stellte sich allerdings ziemlich schnell Ernüchterung ein. Die Innenstadt von Hamar ist überschaubarer als gedacht, und nach einer kurzen Runde war das Thema eigentlich auch schon abgehakt. Manchmal spürt man einfach direkt, ob ein Ort zum Bleiben einlädt oder ob der Kompass schon weiterzieht.
    Also: Planänderung. Warum trödeln, wenn Oslo schon ruft? Da mir aber klar war, dass die kommenden ein, zwei Nächte autark und ohne Dusche ablaufen werden, brauchte es noch ein kurzes Frische-Upgrade. Kurzerhand ging es am Stadtstrand von Hamar mit einem beherzten Sprung ins eiskalte Wasser des Mjøsa-Sees. Nichts schlägt dieses glasklare, prickelnde Gefühl auf der Haut – danach ist man auf einen Schlag hellwach und sauber für die nächsten Tage im Bus.
    Frisch durchgepustet ging es dann die letzten Kilometer bis an den Stadtrand der norwegischen Hauptstadt. Jetzt stehe ich hier oben auf dem Parkplatz oberhalb des Holmenkollen, mit der Schanze im Rücken und einem herrlich ruhigen Abend vor mir. Kein Trubel, nur die Vorfreude auf die Stadt. Das Tagesticket für Bus und Bahn ist schon auf dem Handy gebucht. Morgen früh geht’s direkt rein ins Getümmel – ich habe richtig Bock auf Oslo.
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  • Lichterwald, Operndach und müde Beine – Mein Tag i

    4 september, Noorwegen ⋅ ☁️ 13 °C

    Heute ging es hoch über der Stadt los: Mit der T-Bane Linie 1 von oberhalb des Holmenkollen hinab ins Zentrum, an der Sentralstasjon umgestiegen und direkt raus zum Ekebergparken.
    Der Skulpturenpark war der perfekte Einstieg. Vor allem zwei Installationen sind mir im Kopf geblieben: The Dilemma – der Junge, der zögernd auf dem Sprungturm steht – und der magische Pixel Forest von Pipilotti Rist. Mit der passenden Musik hätte ich dort ewig stehen und mich im Lichtermeer verlieren können.
    Danach ging es mit der Bahn weiter nach Grünerløkka, dem angeblich hippen Szeneviertel. Ein paar Secondhand-Läden abgeklappert und in der Mathallen vorbeigeschaut, wo ich mir wieder eine Auster gegönnt habe. Ehrlich gesagt: Ich hatte mir mehr Streetart, Kanten und subkulturellen Vibe erhofft – ganz abgeholt hat es mich nicht.
    Auf dem Weg Richtung Fjord stieß ich noch auf eine Streetfood-Halle (Oslo Street Food), aber der Gyrosteller dort war leider auch eher ein Reinfall – kulinarisch heute also eine gemischte Bilanz.
    Dafür hat die Architektur entschädigt: Einmal quer über das schräge Dach des Opernhauses spaziert, danach weiter durch das moderne Hafenviertel Aker Brygge geschlendert und schließlich hoch zum Schloss. Dort herrschte eine spürbar andächtige Stimmung, überall lagen Blumen für den verstorbenen König.
    Die Bilanz des Tages: rund 17 Kilometer auf den Beinen, schwere Füße, aber den Kopf voller Eindrücke. Jetzt gibt es nur noch eine heiße Schüssel Ramen, ein Bett – und morgen geht es Richtung Stockholm.
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  • Grenzwechsel, Seelenpizza & ein frisches Bett

    5 september, Zweden ⋅ ☁️ 16 °C

    Raus aus dem zähen Dunstkreis von Oslo und endlich weg von der monotonen Autobahn – auf den Landstraßen durch die Natur fährt es sich einfach so viel entspannter. An der schwedischen Grenze gab es direkt das erste Highlight: Volltanken für 1,50 € pro Liter, was nach den 2,40 € um Oslo eine echte Wohltat für die Reisekasse war.
    Auf halbem Weg nach Stockholm habe ich kurz vor Karlstad einen traumhaften Campingplatz im Nadelwald mit breitem Strand erwischt. Nach Tagen mit Heißhunger auf apizza gab es im platzeigenen Restaurant eine überraschend gute Pizza Parma für mich.
    Der Abend gehörte dem großen Reset: 60°-Wäsche durchgejagt, Handtücher gewaschen, Bett frisch bezogen und eine ausgiebige heiße Dusche genossen. Jetzt ist alles wieder blitzblank und bereit fürs Freistehen ab morgen in Stockholm. Den Tag lasse ich nun gemütlich im frischen Bett mit den restlichen Pizzastücken und einer Serie ausklingen
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  • Kunst, Nobel und Kopfsteinpflaster: Etappe nach St

    6 september, Zweden ⋅ ⛅ 19 °C

    Was für ein vollgepackter, schöner Reisetag.
    Der Morgen begann genau so, wie man es sich wünscht: Aufwachen mit wärmenden Sonnenstrahlen, dazu ein richtig gutes Sonntagsfrühstück mit Bacon, Eggs, frischem O-Saft und dampfendem Kaffee. Besser kann der Start in den Tag kaum gelingen. Anschließend noch die klassische Vanlife-Routine erledigt – Abwasser raus, Frischwasser voll – und schon rollten die Räder Richtung Stockholm.
    Da die Zeit heute auf meiner Seite war, stand die Fahrt ganz im Zeichen von spontanen Kultur-Stopps. Erster Halt: eine monumentale Picasso-Skulptur, malerisch direkt an einem See gelegen. Sie stellt Picassos Frau dar und wurde nach seinen Entwürfen errichtet – eine beeindruckende Kulisse zwischen Kunst und schwedischer Natur. Weiter ging es zum letzten Wohnsitz von Alfred Nobel. Das zum Museum umfunktionierte Anwesen hatte zwar heute geschlossen, aber der Spaziergang rund um das historische Gebäude hat sich trotzdem absolut gelohnt.
    Nächste Station war Örebro: Ein Abstecher zur wuchtigen Wasserburg und danach ein schöner Spaziergang durch das Freilichtmuseum Wadköping mit seinen charmanten, roten alten Holzhäusern. Schweden wie aus dem Bilderbuch.
    Die letzten zweieinhalb Stunden waren dann reine Pflichterfüllung – zähe, nervige Autobahnkilometer bis an den Rand von Stockholm. Jetzt nutze ich den Abend noch für einen gemütlichen Spaziergang zur nächsten T-Bana-Station. Ein bisschen die Beine nach der langen Fahrerei vertreten und schon mal die Route für morgen früh auskundschaften, bevor es rein in die City geht.
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  • Stockholm im Schnelldurchlauf

    7 september, Zweden ⋅ ☁️ 17 °C

    Mit der T-Bana ging es heute direkt hinein nach Gamla Stan. Das Schlendern durch die alten Gassen hat mir richtig gut gefallen. Am Königlichen Schloss stand gerade der Schichtwechsel der Wachen an – war ganz nett anzuschauen, weil ich zufällig um 12:15 Uhr vorbeikam, aber der Wahnsinn war es nun auch nicht. Weiter ging der Spaziergang kurz über die Insel mit dem Reichstag und an der Oper vorbei.
    Mittags gab es dann die pragmatischste und ur-schwedischste Lösung überhaupt: Köttbullar bei IKEA mit Erbsen, Preiselbeeren und Kartoffelstampf.
    Danach stand ein echtes Highlight auf dem Plan: das Fotomuseum Fotografiska. Die Ausstellung von Martin Parr hat mir richtig gut gefallen – sein satirischer, bunter Blick auf den Alltag und die Menschen war absolut sehenswert. Im Anschluss bin ich noch rüber ins sogenannte Hipster-Viertel SoFo, von dem ich allerdings enttäuscht war: keine Streetart, eher überteuerte Trendläden und nette Cafés, aber irgendwie nicht das Wahre.
    Mit dem Bus ging es schließlich zur Markthalle (Östermalms Saluhall), und das war goldrichtig. Ein wunderschönes Gebäude! Nach den vielen Kilometern auf den Beinen habe ich mir dort eine lange Pause ein paar Austern und ein Glas Wein gegönnt – das nach dem langen Tag auch direkt ziemlich reingehauen hat.
    Auf dem Rückweg noch ein kurzer Blick auf die U-Bahn-Kunst an der T-Centralen, bevor es zurückging. Jetzt bin ich einfach nur erledigt und werde ganz wunderbar schlafen.
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  • Landstraßen-Bummeln und Ufer-Entdeckungen

    8 september, Zweden ⋅ ☁️ 18 °C

    Heute ging es von Stockholm aus Richtung Göteborg. Die Autobahn habe ich bewusst links liegen lassen und bin ganz entspannt über die Landstraßen gerollt, um noch etwas von Schweden mitzunehmen – belohnt wurde das unter anderem mit einer großen Schar Kraniche auf einem Feld.
    Mein Nachtlager für heute steht direkt an einem Segelhafen am Vättern, gleich an einem richtig süßen kleinen Strand. Nach der langen Fahrerei brauchte ich aber noch Bewegung und habe die unmittelbare Umgebung zu Fuß erkundet. Das hat sich mehr als gelohnt: Kurz neben dem Pfad lag eine Kreuzotter komplett eingekringelt am Boden, und eine stattliche Krause Glucke gab es noch obendrauf.
    Nach dem Spaziergang tat die heiße Dusche richtig gut. Auf dem Herd köchelte danach ein leckerer Eintopf, dazu ein frischer Caesar Salad. Jetzt mache ich es mir mit einer Serie gemütlich, bevor es morgen weiter nach Göteborg geht.
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  • Göteborgs Charme & stürmische Strandruhe

    9 september, Zweden ⋅ 🌧 15 °C

    Heute stand Strecke machen auf dem Plan, um pünktlich vor Samstag Kopenhagen zu erreichen. Also hieß es: ab auf die schwedische Autobahn. Entgegen der Befürchtung lief es aber entspannt, und so lag der erste große Zwischenstopp schnell vor mir: Göteborg.
    Die Stadt stand schon lange auf meiner Liste – und hat voll ins Schwarze getroffen, vielleicht sogar mein bisheriges Städte-Highlight der Reise. Super jung, lebendig und voller entspannter Vibes. Günstig und zentral am Stadion geparkt, ging es direkt zu Fuß auf Entdeckungstour: erst durch den Park mit seinem historischen Palmenhaus, dann weiter durchs charmante Haga mit den vielen netten kleinen Läden. Nach einem kurzen Streifzug durch die Markthalle folgte mein kulinarischer Glücksgriff: die berühmte Feskekôrka. In der markanten Fischkirche konnte ich nicht widerstehen und habe mir eine Thunfisch-Bowl gegönnt.
    Am Nachmittag ging die Jagd nach Kilometern weiter gen Süden. Bis etwa eine Stunde vor Malmö habe ich es geschafft, doch die Stellplatzsuche entwickelte sich zur Geduldsprobe: Platz 1 roch penetrant nach Fisch und wollte Bargeld; auf Platz 2 blockierte ein unfreundlicher Camper egoistisch gleich zwei und somit auch den letzten Platz; Platz 3 war überfüllt und unklar beim Bezahlen.
    Aber aller guten Dinge sind vier: Jetzt stehe ich auf einem riesigen Parkplatz direkt an einem wunderschönen Strand, fast ganz für mich allein. Nach einem ordentlich windigen Abendspaziergang an der Brandung sitze ich nun gemütlich im Bus. Morgen wartet Malmö!
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  • Frühstück in Malmö

    10 september, Zweden ⋅ 🌬 15 °C

    Extra früh den Wecker gestellt und nach einer knappen Stunde Fahrt in Malmö gelandet – der Plan: zwei Städte an einem Tag. Vor der Weiterfahrt nach Kopenhagen stand aber erst mal Frühstücken auf dem Zettel.
    Im Café gemütlich wachgeworden und dabei festgestellt, dass die Uhren hier etwas entspannter ticken: Die Läden öffnen meist erst um 11 oder sogar 12 Uhr. So viel Zeit war bei meinem straffen Tagesplan nicht drin. Also nach dem Kaffee noch eine gemütliche Runde durch die ruhigen Straßen gebummelt, die Stadt aufgesaugt und direkt wieder zurück zum Auto. Nächster Halt: Kopenhagen!
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  • Christiania, Palmenhaus und Kanalwind

    10 september, Denemarken ⋅ ☀️ 18 °C

    Was für ein vollgepackter, schöner Tag! Mein Stellplatz liegt sehr nah am Zentrum, also ging es direkt mit dem Fahrrad los Richtung Christianshavn. Dort das Rad abgestellt und zu Fuß hinein in den Freistaat Christiania. Rund zwei Stunden habe ich mich einfach treiben lassen, die ganz eigene Stimmung aufgesaugt und bei strahlendem Sonnenschein draußen zu Mittag gegessen: Muscheln und ein kühles Bier – love it.
    Danach ging es weiter quer durch die Stadt, herrlich planlos, bis mir der Trubel etwas zu viel wurde und ich das Grüne gesucht habe. Im Botanischen Garten habe ich mir ein Ticket fürs Palmenhaus geholt. Ich liebe diese riesigen, alten Gewächshäuser einfach – die Architektur, das Licht, die Pflanzenwelt.
    Mit rund 20.000 Schritten machten sich die Beine dann aber doch deutlich bemerkbar. Die Rettung: eine geführte Bootstour. Beine hochlegen, eine Stunde entspannt durch die Kanäle schippern, das moderne Opernhaus vom Wasser aus bestaunen, an hübschen Wohnvierteln vorbeigleiten und Christianshavn noch mal aus einer ganz neuen Perspektive sehen. Einziger Haken: Auf dem Wasser zog es ganz schön an und im bloßen T-Shirt wurde es am späten Nachmittag doch empfindlich frisch.
    Gegen kurz nach sechs ging es also zurück zum Rad und ab zum Bus zum Aufwärmen. Nach den Städtetrips der letzten Tage bin ich ehrlich platt. Kopenhagen hat mich absolut begeistert, aber morgen zieht es mich weiter – der Rest der Stadt wird definitiv bei einem eigenen, längeren Besuch nachgeholt!
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