• Christoph Schömer
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Rund um Großbritannien

A 16-day adventure by Christoph Schömer. Read more
  • Trip start
    May 27, 2026

    Bahnhof Bickenbach

    May 27 in Germany ⋅ ☀️ 22 °C

    Nachdem das schwere Gepäck gestern schon abgeholt worden ist (laut Airtag waren die Koffer schon am frühen Morgen in Hamburg), ging es unbeschwert mit dem eigenen Auto zum Bahnhof Bickenbach. Gut, wenn man Freunde hat, die das Auto dann bald mit dem Zweitschlüssel abholen und bis zur Rückkehr in Verwahrung nehmen. Danke Gerhard!

    Dass die Fahrt mit der Regionalbahn nach Frankfurt nicht erfreulich werden würde, war der Bahn-App schon vorher zu entnehmen. „Hohe Auslastung erwartet“ war zu lesen. Im Klartext: Die Bahn hat nicht genügend Wagen angehängt.

    Erwartungsgemäß war der Zug proppenvoll, sodass wir im engsten Gedränge nur mit großer Mühe einen Stehplatz ergattern konnten. Für die beiden kleinen Trolleys war kaum ein Platz zu finden. Thank you for travelling with Deutsche Bahn. Und wir waren heilfroh über unsere Entscheidung, die großen Koffer zu verschicken.

    Umso erleichterter dann der Umstieg in Frankfurt. Denn das war kein ICE, sondern ein ECE. Betrieben von der Schweizer Bahn. Pünktlich, mit funktionierender Klimaanlage, Einzelsitze gegenüber mit Tisch und genügend Stauraum für das Gepäck war das schon mal ein ganz anderes Reiseerlebnis . Also pure Vorfreude. Hamburg, wir kommen.
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  • Hamburg,

    May 27 in Germany ⋅ ☀️ 20 °C

    Nach der Ankunft in Hamburg erst mal einen Bummel durch die Umgebung gemacht. Durch das architektonisch wunderschöne Komponistenquartier in den Park „Planten und Blomen“.

    Daran anschließend der Elbpark mit dem etwas monströsen Bismarckdenkmal zu den Landungsbrücken. Dort war es aber viel zu rummelig. Viel besser hat es uns im Portugiesenviertel gefallen, wo wir auch zu Abend gegessen hatten.

    Bei schon tiefstehender Sonne dann am Hamburger Michel vorbei zurück ins Hotel. Das sollte dann auch für den ersten Tag reichen.
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  • Blankenese

    May 28 in Germany ⋅ ☀️ 17 °C

    Pflastertreten im Trubel einer Millionenstadt ist bei den aktuellen Temperaturen nicht unbedingt ein Zuckerschlecken. Wie also den Tag sinnvoll nutzen?

    Da bin ich auf die Idee gekommen, mal einen etwas ruhigeren Stadtteil zu besuchen, der bei der Fahrt die Elbe hinab immer als besonders sehenswert aufgefallen ist: der Stadtteil Blankenese.

    Wenn man ihn von Land aus besucht, ist es besonders empfehlenswert, sich das Treppenviertel anzuschauen. Wunderschöne Villen mit herrlichen Gärten schmiegen sich an den steilen Hang. Zu erreichen sind sie nur über schmale Wege und -wie der Name des Viertels ja schon vermuten lässt- über unzählige Treppen.

    Von der S-Bahn-Station ging es glücklicherweise immer bergab. Nach unzähligen Fotomotiven kam man dann irgendwann bei der Elbe heraus, wo man an der weitläufigen Promenade in einem Café einkehren konnte und den großen Pötten zuschauen konnte, die auf dem Weg in den Hafen oder hinaus aufs weite Meer waren.

    Theoretische Überlegungen, in diesem noblen Viertel ein Ferienhaus zu erwerben, wurden dann doch verworfen. Natürlich nur wegen der steilen Treppen 😜.
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  • Reeperbahn, Schmidt-Theater

    May 28 in Germany ⋅ ☀️ 21 °C

    Nach dem Blankenese-Ausflug haben wir etwas der Ruhe gepflegt, bevor wir uns ins Hamburger Nachtleben gestürzt hatten.

    Und wo geht man in Hamburg abends schon hin? Nach St. Pauli auf die Reeperbahn. Und eine Kultstätte ist dort das Schmidt-Theater am Spielbudenplatz.

    Gespielt wurde eine fröhliche Komödie mit Musical-Charakter. Es gab viel zu lachen und trotzdem war es ein Stück mit Tiefgang. Uns hat es jedenfalls riesig Spaß gemacht.
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  • HafenCity

    May 29 in Germany ⋅ ☁️ 24 °C

    Nach dem Ausschecken im Hotel ging es erst mal zum Hauptbahnhof, wo dienstbare Geister der Reederei unser noch vorhandenes Gepäck in Empfang genommen hatten.

    Was tun bis zum Boarding des Schiffs um 16 Uhr? Bei den hohen Temperaturen sollte es nicht die ganze Zeit im Freien sein. Zunächst stand die Kunsthalle zur Diskussion. Aber Tischnachbarn beim Hotelfrühstück hatten von ihrem Besuch im „Port de Lumières“ geschwärmt. Und da das Schiff ganz in der Nähe festgemacht hatte und uns die neu gebaute HafenCity auch interessiert, ist die Entscheidung dafür gefallen.

    Das Thema „Faszination des Ozeans“ war auch wirklich gut gemacht. Den Rest der Zeit konnten wir bei einen kleinen Imbiss in einem der zahlreichen Restaurants und beim Bummel durch das riesige Westfield-Shopping Centre verbringen
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  • Portsmouth

    May 31 in England ⋅ ☁️ 17 °C

    Die erste Anlandung der Reise war die Hafenstadt Portsmouth. Vor dem Verlassen des Schiffs war für jeden Einzelnen zunächst noch die Immigration an Bord zu absolvieren. Warum sollten auch nur die Briten allein unter den Folgen des Brexit leiden? Nein, wir auch! 😁

    Da ich absolut kein Freund von Busausflügen bin, hatte ich für den Tag einen Leihwagen gebucht. Aber die Station hatte am Sonntagmorgen nur ganz kurz geöffnet. Da ist bei mir Panik ausgebrochen, ob der Immigration-Prozess eventuell meinen engen Zeitplan komplett zerschießt. Ich hatte deshalb extra proforma einen Ausflug gebucht, den ich gar nicht in Anspruch genommen hätte, nur um ein frühes Zeitfenster zu ergattern. Doch beim Boarding lag ein Schreiben auf der Kabine, dass der Ausflug wegen zu geringer Beteiligung ausfällt. Erst mal dumm gelaufen. Aber die göttliche Fügung hatte ergeben, dass unser Deck 5 diesmal bei der Immigration nicht wie üblich zuletzt, sondern zuerst dran war. Großes Aufatmen. Die Prozedur selbst war easy peasy. Den Immigration Officer hatte am meisten mein Einreisestempel von Südgeorgien interessiert. Und ich hatte mich bei ihm bedankt, dass die Briten diese wunderschöne Insel damals wieder von den Argentiniern befreit hatten.

    Mit dem Uber also schnell zur Mietwagenstation gefahren und so waren wir schon lange vor den Busausflüglern in Stonehenge
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  • Stonehenge

    May 31 in England ⋅ ☁️ 18 °C

    Eines muss man den Briten lassen. Es war dort alles very well organized. Dafür war der Eintritt unverschämt teuer. So lange, wie die Steine schon stehen, müsste sich die Investition ja eigentlich schon längst amortisiert haben.

    Die Anlage ist auf jeden Fall total beeindruckend, wenn man es dann schafft, die ganzen Selfie-Artisten um einen herum auszublenden. Da man aber bei der Umrundung der Anlage nicht immer ausschließlich die gleichen Steine fotografieren wollte, hatte man sich dann zwangsläufig irgendwann auch selbst in die Kategorie der Selbstdarsteller eingereiht.

    Es war aber auf jeden Fall lohnenswert, dieses Wunderwerk aus lange vergangenen Jahren einmal im Leben live gesehen zu haben.
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  • Mottisfont Rose Garden

    May 31 in England ⋅ ☁️ 21 °C

    Bei der Vorbereitung der Reise hatte ich nach Stonehenge auch einen Bummel durch Salisbury ins Auge gefasst. Bis ich entdeckt hatte, dass auf dem halben Weg zurück nach Portsmouth die als schönster Rosengarten Englands bezeichneten „Mottisfont Abbey Gardens“ liegen. Und glücklicherweise lag der heutige Tag genau in der Mitte der Rosen-Blütezeit. Damit stand die Planung des Nachmittags fest. Und man hatte nicht zu viel versprochen. Sowohl das hoch herrschaftliche „Stateley Home“ als auch der jetzt vom National Trust gepflegte Garten war definitiv einen Besuch wert. Die zahlreichen Fotos, die ich dort gemacht hatte, werden das bestätigen.Read more

  • Klassisches Konzert des Myra Ensemble

    May 31 in England ⋅ ⛅ 18 °C

    Nach der Ankunft am Schiff gab es passend zum ersten Tag in Great Britain zum „High Tea“ standesgemäß erst mal Scones with Jam and Clotted Cream, bevor das nächste Highlight auf uns wartete. Schon vor dem Abendessen bot uns das Myra Ensemble ein großartiges klassisches Konzert auf höchstem Niveau. Und zwischen den Stücken las die Frontfrau Bea Sallaberger zum Thema Liebe aus dem kurz nach deren Hochzeit verfassten Tagebuch von Clara und Robert Schumann.

    Welch ein herrlicher Übergang zu dem darauf folgenden ganz besonderen Abendessen im Tarragon anlässlich unseres Hochzeitstags. Unser Tisch war festlich mit Rosenblättern geschmückt. Wir durften mit Champagner auf 24 Ehejahre anstoßen und wir hatten zudem noch ausgesprochen sympathische Menschen am Nachbartisch. Besser konnte man einen wunderschönen Tag nicht abschließen.
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  • Falmouth

    June 1 in England ⋅ 🌬 17 °C

    Die Grafschaft Cornwall hatten wir schon vor ein paar Jahren intensiv bereist, sodass uns so interessante Ausflugsziele wie St. Michael‘s Mount, Land’s End, Truro, St. Yves oder die Lost Gardens of Heligan alle noch in bester Erinnerung sind.

    Insofern hatten wir schon im Vorfeld keine großen Planungen unternommen. Ursprünglich hatte ich noch eine Taxi/Uber-Fahrt zu den Trebah- oder Glendurgan Gardens ins Auge gefasst. Aber nach den großartigen Eindrücken gestern im Mottisfont Rose Garden und dem Wissen, morgen in Tresco ebenfalls englische Gartenkunst genießen zu dürfen, haben wir das auch gestrichen.

    Das Wetter tat sein Übriges, den Tag ganz ruhig zu beginnen. Wie schön war es, im sonst doch etwas rummeligen Yachtclub nach 10 Uhr ein angenehm ruhiges Frühstück einnehmen zu können. Danach klarte das Wetter etwas auf und es war angebracht, diese Zeit auch wirklich für einen Stadtbummel zu nutzen. Für das kurze, aber nicht so reizvolle Stück bis zum Beginn der Falmouth „Royal Mile“ wurde ein Shuttle eingesetzt, sogar in deutscher Sprache gekennzeichnet. Auch vor einem Laden wurden wir auf einem Werbeaufsteller explizit willkommen geheißen. Die Einkaufsstraße bot dann auch für mich eine Vielzahl reizvoller Fotomotive und für Charlotte eine Vielzahl schöner Läden zum Stöbern. Cornwall ist einfach zum Verlieben, selbst an Tagen wie heute.

    Rechtzeitig, bevor der Regen wieder stärker einsetzte, hatten wir den Shuttlebus erreicht, der uns zurückbrachte, um das Mittagessen einzunehmen.

    Übrigens sind wir beim heutigen Rundgang durch den Ort immer wieder auf die Ankündigungen und Vorbereitungen für das „Sea Shanty Festival“ gestoßen, das in den nächsten Tagen hier stattfinden wird. Ein Event, das weit über die Grenzen Cornwalls Beachtung findet. Insofern kann der heutige Song zu Falmouth dann ganz sicher nur ein Shanty sein. Hier eine kurze Kostprobe aus dem vergangenen Jahr, verbunden mit ein paar schönen Luftaufnahmen des idyllischen Städtchens bei wesentlich besserem Wetter.

    https://share.google/izJKSMoIqIOog135F
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  • Konzert Chris de Sarandy

    June 1 in England ⋅ 🌧 16 °C

    Und nicht nur ich verbinde meine Berichte mit dem Thema Musik. Auch das Musikprogramm an Bord ist unwahrscheinlich abwechslungsreich. Gestern Abend durften wir hervorragende Klassik erleben. Heute hatten wir zunächst zum Feierabend-Bier noch im Club 2 die Bordband Cremisa mit Soul- und Motown-Stücken genießen dürfen. Um dann nahtlos zum Hauptact des Abends ins Theater rüberzuwechseln. Der inzwischen in Berlin lebende britische Singer-Songwriter Chris de Sarandy ist heute erst an Bord gekommen, da er ursprünglich aus Cornwall stammt. Seine gefühlvoll vorgetragenen Songs waren ein schöner Abschluss eines Tages, der zumindest den Vorteil hatte, auch mal ganz ruhige Momente auf dem Schiff zu genießen.Read more

  • Showprogramm „Breakin‘ Mozart“

    June 2, Atlantischer Ozean ⋅ 🌬 14 °C

    Mozart im 21. Jahrhundert

    Die Darbietung von DDC Entertainment mit dem Titel „Breakin‘ Mozart“ war eine Mischung aus Akrobatik, klassischem Tanztheater und Breakdance. Das Thema war, dass Mozart ins 21. Jahrhundert gebeamt wurde und seine Musik in Techno- und Hip-Hop Version verwandelt worden ist.

    Definitiv ein Highlight des Entertainment-Programms
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  • Dún Laoghaire

    June 3 in Ireland ⋅ ⛅ 16 °C

    Meine Fotoserie zum Ausflug nach Dublin beginnt mit einem Regenbogen, der uns das Frühstück verschönert hatte.

    Meteorologisch steht der Regenbogen dafür, dass das Wetter sich nicht für Regen oder Sonne entscheiden kann. Wir hatten jedoch das Glück, dass trotz schlechter Prognose die Sonne den Vorrang erhalten hatte. Und wenn dann doch ein kurzer Schauer runtergekommen ist, findet sich in Dublin immer ein Pub.

    Zunächst aber setzte uns das Tenderboot im Fährhafen Dun Laoghaire (gesprochen Dan Lieri) ab. Von dort ist es aber mit der S-Bahn ein Katzensprung nach Dublin.
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  • Dublin

    June 3 in Ireland ⋅ ☁️ 17 °C

    Vor einem eventuellen Pub-Besuch war nach der kurzen Zugfahrt zur Pearse-Station zunächst erst mal Pflastertreten angesagt. Wobei sich am Merrion Square und in St. Stephen‘s Green auch wunderschöne Parkanlagen befinden. Und wen trifft man dort so, wenn man durch eine doch ziemlich große Stadt bummelt? Natürlich Alexandra und Markus, die auch auf eigene Faust unterwegs waren. Über Grafton Street, Powerscourt Centre führte der Weg zum Temple Bar District. Und als hätte das Wetter darauf gewartet, bis man dort war, fing es an zu nieseln. Der Temple Bar Pub war mir vor lauter Touristen nicht irisch genug. Aber die Jigs and Reels, die aus der Gogarty‘s Bar tönten, trafen absolut meinen Geschmack. Damit hatte ich meinen Aufenthaltsort für die nächste Stunde gefunden.

    Es war eine tolle Atmosphäre dort. Man hätte dort locker bis zum Abend versacken können. Aber ein paar Fotospots mussten ja noch abgearbeitet werden. Zunächst die Ha‘penny-Bridge (wieviel ist das eigentlich jetzt in Euro?) und die obligatorische Molly-Malone-Skulptur. Irische Feministinnen hatten kürzlich darauf gedrungen, dass die durch viele Hände an ganz bestimmten Stellen verloren gegangene Patina wieder künstlich aufgetragen werden sollte. Aber es hatte sich heute gezeigt, dass die Aktion nicht besonders von Erfolg gekrönt war.

    Dort hatte ich auch die Galeristin vom Schiff Angela Holzhauer getroffen. Und auf die Frage, was den aus Sicht einer Kunst-Spezialistin empfehlenswert sei, empfahl sie mir die National Gallery of Ireland. Dort hätte man auch ganz viel Zeit verbringen können. Aber ich beschränkte mich auf den Bereich der modernen Werke, wo man Bilder von Monet, Degas und Francis Bacon bewundern durfte.

    Das hatte erst einmal gereicht. Kurz darauf saß ich dann im DART (Dublin Area Rapid Transport) und im Tenderboot, um endlich mal auch in den Genuss der legendären Waffeln zu kommen.

    Ach ja, noch mal zur Musik: Wie hätte ich heute einen anderen Song auswählen können als die Hommage an die legendäre Persönlichkeit Dublins, an deren hier schon erwähnten Denkmal im Zentrum der Stadt man einfach nicht vorbei kommt.

    Das Lied dann auch noch gesungen von den Urgesteinen irischer Folkmusik, deren Gruppennamen keinen Zweifel an der Herkunft der Musiker lässt.

    https://share.google/OozQHK0R7CibabPL8

    > In Dublin's fair city
    Where the girls are so pretty
    I first set my eyes on sweet Molly Malone
    As she wheeled her wheelbarrow
    Through the streets, broad and narrow
    Crying, "Cockles and mussels, alive, alive, oh"

    Alive, alive, oh

    Crying, "Cockles and mussels, alive, alive, oh"
    She was a fishmonger
    And sure it was no wonder
    For so were her father and mother before
    And they wheeled their barrow
    Through the streets, broad and narrow

    Crying, "Cockles and mussels, alive,

    She died of a fever
    And sure, no one could save her
    And that was the end of sweet Molly Malone
    Now her ghost wheels, her barrow
    Through the streets, broad and narrow

    Crying, "Cockles and mussels, alive, alive, oh" <
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  • Liverpool, Waterfront und City

    June 4 in England ⋅ 🌧 14 °C

    You‘ll never walk alone

    Ich habe ja meine Tagesberichte unter das Motto Musik von den Britischen Inseln gestellt. Und da ist Liverpool ja ganz sicher das Epizentrum.

    Aber als jahrzehntelanger begeisterter Fußballfan weiß ich auch, dass Liverpool ganz oben in der Liste der legendären Clubs dieser Welt steht. Insofern steht die Titelzeile für Beides. Zum Einen war „You‘ll never walk alone“ ein Hit von Gerry and the Pacemakers, einer der vielen Liverpooler Gruppen der Swinging Sixties.

    Auf der anderen Seite ist dies die ultimative Hymne, oft kopiert in vielen Stadien, aber nur echt im Stadion an der Anfield Road. Bei der Planung des Tages wollte ich Beides verbinden. Die Stadt Liverpool und eine Stadiontour. Die wurde allerdings in der Sommerpause nicht angeboten. Und da Charlotte nicht der große Fußballfan ist, hatte ich für uns Beide das Zeitfenster für den vormittäglichen Stadtbummel erweitert und nur einen kürzeren Besuch des LFC-Museums für den Nachmittag gebucht.

    Allerdings bin ich dann ganz kurz vor der Reise informiert worden, dass doch noch Stadionführungen, sogar mit Betreten des heiligen Rasens, buchbar wären. Dafür hätte meine Zeit am Nachmittag allerdings nicht gereicht. Denn ich wollte auch definitiv nicht auf glühenden Kohlen sitzen, wenn ein Stau meine rechtzeitige Rückkehr zum Schiff verhindert hätte. Aber ich hatte Markus über die kurzfristige Buchungsmöglichkeit informiert. Und Alexandra und er hatten dann dieses Angebot am Vormittag dann auch wahrgenommen. Ganz sicher ein tolles Erlebnis.

    Charlotte und ich sind am Vormittag also erst mal zum Stadtbummel aufgebrochen. Wie die Titelzeile des heutigen Beitrags ganz richtig feststellt, waren wir zu Beginn unserer Runde durch die Hafenstadt Liverpool definitiv nicht alleine unterwegs. Fast alle Passagiere, die nicht auf einem Busausflug waren, steuerten zunächst einmal die Beatles-Statue gegenüber dem imposanten Port-Of-Liverpool-Building für das obligatorische Foto an.

    Weiter ging es in Richtung Royal Albert Docks zur Tate Gallery. Nachdem Charlotte gestern im National Museum of Ireland nicht dabei war, freute sie sich schon auf eine schöne Kunstsammlung. Aber leider mussten wir feststellen, dass das Museum wegen Umbaumaßnahmen geschlossen war.

    Der einzige Vorteil war, dass das Zeitfenster für den restlichen Stadtbesuch dadurch entspannter wurde. Dies aber nur für kurze Zeit. Denn zum vorher schon sehr heftigen Wind kam dann auch noch heftiger Regen dazu. Der Versuch, unter den Umständen einen Regenschirm zu öffnen, war nicht die beste Idee. Also nutzen wir das gewonnene Zeitfenster für einen Besuch des nächstgelegenen Cafés, bis der Regen vorbei war.

    Um dem nach wie vor heftigen Wind zu entgehen, zog es uns mehr ins Stadtinnere. Und wer Liverpool als lange Zeit strukturschwache Stadt mit vielfältigen sozialen Problemen in Erinnerung hatte, war überrascht von der schönen Einkaufsstraße mit moderner Architektur und noblen Geschäften. Das änderte sich aber dann, als wir in das eher urige Viertel mit den vielfältigen Beatles-Erinnerungen kamen.

    Dort erlebten wir das wahre Highlight des heutigen Tages. Bei der Brian Epstein-Statue kamen wir mit einer reizenden älteren Dame ins Gespräch. Nach etwas belanglosem Smalltalk (Danke Inka) erwähnte sie ganz beiläufig, dass sie mit Paul McCartney in die gleiche Schulklasse gegangen ist. Und dass sie als 15-jährige heimlich hinter dem Schulgebäude Zigaretten geraucht hätten. Später, als sie im Berufsleben stand, ist sie mit ihren Kollegen zum Lunch in den Cavern Club gegangen. Und dafür hatten sie einen Anpfiff vom Chef bekommen, weil sie viel zu oft die Mittagspause deutlich überzogen hätten.

    Solche zufälligen Begegnungen mit höchst interessanten Menschen sind es, die das Reisen in fremde Länder so besonders machen. Und viele Zeitzeugen dieser Epoche wird es bald nicht mehr geben.

    Die Matthew Street mit den vielen Beatles-Erinnerungen war interessant, aber natürlich auch sehr touristisch. Charlotte verabschiedete sich danach aufs Schiff und ich nahm den Bus Nr. 26 zur Anfield Road.
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  • Liverpool Anfield

    June 4 in England ⋅ 🌬 16 °C

    Nach der Busfahrt an der Anfield Road angekommen ging ich gar nicht zuerst zum Stadion des FC Liverpool, sondern streifte ganz bewusst durch die nahegelegenen Wohngebiete. Denn dort ist mir so richtig bewusst geworden, dass der Fußball bei den Menschen dieser Stadt mehr Bedeutung hat als eine beiläufige willkommene Abwechslung vom Alltag. Vielmehr ist dieser Club ist ihr Leben. Im ganzen Viertel ist jede freie Fläche einer Hauswand dafür reserviert, die Erinnerung an ihre Helden hochzuhalten.

    Und auch den traurigen Momente im der Clubgeschichte wird Raum gegeben. Wie zum Beispiel den 96 Menschen, die 1989 in einem hoffnungslos überfüllten Stadion zu Tode gedrückt worden sind. Oder auch das Gedenken an einen ihrer Spieler, der im letzten Jahr bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist.

    Fazit des Besuchs: Ich habe Markus und Alexandra das großartige Erlebnis ihrer Stadionführung von Herzen gegönnt. Aber ich hatte beim Durchstreifen der Umgebung des Stadions vielleicht noch intensiver spüren dürfen, was dieser Club für die Menschen bedeutet.

    Und deshalb habe ich mich trotz der Beatles als die Musik des heutigen Tages für diese Hymne entschieden. Und die auch noch präsentiert an einem ganz besonderen Tag, nämlich dem, als Deutschlands bester Botschafter in England verabschiedet worden ist.

    https://share.google/DpVhSSTYo9iwy3GRr

    > When you walk through a storm
    Hold your head up high
    And don't be afraid of the dark
    At the end of a storm
    There's a golden sky
    And the sweet silver song of a lark
    Walk on through the wind
    Walk on through the rain
    For your dreams be tossed and blown
    Walk on, walk on
    With hope in your heart
    And you'll never walk alone
    You'll never walk alone
    Walk on, walk on
    With hope in your heart
    And you'll never walk alone <
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  • Belfast

    June 5 in Northern Ireland ⋅ ⛅ 12 °C

    von Dark Hedges, Grumpy Giants und Terrible Troubles

    Schön wäre es, wenn die Übernahme eines Leihwagens überall so einfach wäre wie in Belfast. Das Auto wartete schon an der Pier auf uns, sodass wir nur noch einsteigen und uns auf den Weg in den Norden Nordirlands begeben mussten.

    Dazu mehr in den folgenden Beiträgen.

    Von der Tour an die Nordküste zurück gekommen erlebten wir sehr intensiv den Kontrast zwischen der reizvollen, leuchtend grünen Landschaft und dieser manchmal doch etwas tristen Industriestadt. Noch viel trister sind allerdings die noch überall sichtbaren Erinnerungen an die üblen Geschehnisse, die mit dem doch ziemlich euphemistischen Wort „Troubles“ nur sehr unzureichend beschrieben werden. Und wenn man sich die Murals im Stadtbild so betrachtet, dann ist dort zwar gelegentlich auch von „Peace“ die Rede, die sehr martialischen Malereien an vielen Häusern sprechen da aber immer noch eine andere Sprache.

    So kommen wir zum heutigen Song, der bei uns eigentlich eher Erinnerungen an fröhliche Disco-Besuche in den Siebziger Jahren weckt, der aber auch die gerade zu jener Zeit besonders heftigen Konflikte in der Stadt zum Thema hat. Allerdings mit der hoffnungsvollen Botschaft „Got to have a Believing“

    https://share.google/XeIH4DjyyOxbjzpcH
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  • Dark Hedges

    June 5 in Northern Ireland ⋅ ☁️ 12 °C

    Erstes Ziel waren die „Dark Hedges“, eine der berühmtesten Alleen der Welt, die im 18. Jahrhundert mit inzwischen eng ineinander verwobenen Buchen bepflanzt worden ist. Leider jetzt auch als Drehort von „Game of Thrones“ bekannt, was täglich eine Vielzahl von Influencern ebenfalls dort hinführt. Da fällt es schon schwer, die Schönheit dieses Naturdenkmal noch auf sich wirken lassen zu können. Aber sollte man sich wirklich als Tourist über zu viele andere Touristen beklagen? Nachdenkenswert!Read more

  • Giant’s Causeway

    June 5 in Northern Ireland ⋅ ☁️ 13 °C

    Noch mehr Menschen erwarteten uns am nächsten Ziel, dem „Giant‘s Causeway“, wobei sich die zahlreichen Besucher dort in der Landschaft besser verteilen können. Der von mir sehr geschätzte Dr. Hajo Lauenstein, Geologie-Experte auf den Hanseatic-Schiffen, wäre mal wieder entzückt gewesen von den grandiosen Basaltsäulen und hätte uns sicher haarklein alles Wissenswerte über die vulkanische Entstehungsgeschichte der sechseckigen Strukturen erklärt.

    Viel besser gefällt mir allerdings die Geschichte von den beiden Riesen, dem Iren Fionn McCumhaill und dem Schotten Benandonner. Die hatten dort der Sage nach zwischen der Antrim-Küste und der (geologisch ähnlichen) schottischen Insel Staffa zunächst für einen gegenseitigen Besuch einen Damm errichtet, ihn dann aber nach dem dramatischen Bruch der Freundschaft auch wieder eingerissen, den Damm der Riesen, oder eben den „Giant‘s Causeway“.

    Wir wanderten hinter der meistbesuchten Stelle noch etwas weiter, um dann von oben noch mal einen herrlichen Blick auf die Basaltsäulen zu genießen. Um dort hoch zu kommen, war zunächst ein passabel ansteigender Weg zu absolvieren, bevor dann die von mir so benannte „Treppe des Schreckens“ mit 162 Stufen auf uns wartete. In Wirklichkeit heißt sie „Shepard‘s Steps“. Und die Schäfer waren im Gegensatz zu uns über den Bau der Treppe sehr erfreut. Vorher hatten sie noch viel mehr Mühe, Ihre verirrten Schafe den steilen Hang hochzubekommen.
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  • Theo Koll im Talk mit Inka Schneider

    June 5 in Northern Ireland ⋅ 🌬 12 °C

    Im richtig gut besuchten Theater hatte Inka Schneider den wohl allen gut bekannten Journalisten Theo Koll zu Gast in ihrem Talk „2 in einem Boot“. Er hatte ja in England studiert und war viele Jahre lang Leiter des ZDF-Studio London. Über seine Erfahrungen mit den Briten hatte er dann heute Morgen noch viel detaillierter in einem informativen, auch mit viel britischem Humor gespickten Vortrag referiert.Read more

  • Sound of Mull

    June 6 in Scotland ⋅ ☁️ 14 °C

    Einen Teil des heutigen Seetags verbrachten wir dann teils draußen, teils im Belvedere bei einer ganz entspannten „Flusskreuzfahrt“. Denn bei der Durchfahrt durch den engen Sound of Mull ließen wir das schottische Festland an Steuerbord und die zum Greifen nahe Hebriden-Insel Mull auf Backbord-Seite bei langsamer Fahrt an uns vorbeiziehen.

    Alle anderen Programmpunkte des Nachmittags wurden ganz schnöde ignoriert. Bis auf einen, den Besuch auf der Brücke. Ansonsten tat es gut, nach den vielen Eindrücken der letzten Tage einen Seetag zu genießen.
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