• Nicole Cruschwitz
  • Tim Seifert
  • Nicole Cruschwitz
  • Tim Seifert

Verkrümelt.

Ein Jahr Auszeit zwischen Biber, Bären und Bergen.  Read more
  • Plan B.

    June 28, 2019 in Canada ⋅ 🌧 6 °C

    Dem mit Liebe und Pragmatismus zusammen gezimmertem Masterplan zufolge, sollte uns unsere Reise über den Icefield Parkway nach Jasper zum hoch gehuldigten Skyline Trail führen, einer mehrtägigen Wandertour durch die Rocky Mountains. Pustekuchen. Nachdem wir quasi schon mit zwei Reifen in Jasper standen, hat sich durch Zufall heraus gestellt, dass der Wanderweg erst im Juli öffnet, weil dort selbst jetzt noch kniehoher Schnee liegt. Also Zeit für einen Plan B. In den Sommermonaten ist es allerdings gar nicht so einfach, sich spontan von einer Idee in die nächste zu stürzen. Viele der Wanderwege haben nur eine begrenzte Zahl an Campingmöglichkeiten, für die man sich zum Teil schon Wochen oder Monate vorher anmelden muss. Dachten wir zumindest. Und sein Zelt einfach da aufzustellen, wo ein schönes Fleckchen Natur ist, ist in den Provincial  Parks nicht gestattet und wird unter den strengen Augen der Park Ranger kontrolliert. 

    Daher haben wir den weisen Rat des Gandalfs unter den Parks Canada-Mitarbeitern eingeholt. Sein Tipp für die jetzigen Bedingungen (frischlichen 12 Grad und Regen. Regen, Regen, Regen.): der Lake Trail im Mount Robson Provincial Park. Also ab ins Auto, eine Zeitzone und eine Provinz zurück nach British Columbia. Mit etwas Glück haben wir auch noch zwei Plätze zum Campen ergaunern können. 

    Statt kniehohem Schnee erwarteten uns hier kopfhohe Sträucher, Wildblumen in allen saftigen Farben, tentakelartige Farne und flauschiges Moos, das sich über Steine und Bäume erstreckt. Wir hatten fast vergessen, wie schön grün British Columbia ist. 

    Unsere erste Etappe war ein entspannter Spaziergang von 7 km. Auf diesen paar Metern sind uns zwei kleine Schwarzbären über den Weg getapst, die sich seit ein paar Tagen hier in der Gegend aufhalten. Neugierig, aber schüchtern haben sie immer mal wieder eine Tatze auf den Wanderweg gesetzt, bevor sie sich wieder in den Wald verkrümelten. 

    Wir hatten aber nicht nur das Glück, den Bären auf unserer Wanderung zu begegnen, sondern auch einem super netten Pärchen, mit dem wir ein paar Kilometer zusammen gegangen sind. Ahmed und Moriam. Er ursprünglich aus Palästina, sie aus dem Libanon. Beide wohnen mittlerweile in Vancouver und verbringen ihren Jahrestag beim Wandern. Mit ihnen verging die Zeit so flott, dass wir ziemlich überrascht vor unserem heutigen Tagesziel standen. Kinney Lake. Ein türkisblauer See, der einem Arm an Bergen zu Füßen liegt. Es ist immer wieder eine Wonne zu sehen, wie es den Parks hier in Kanada gelingt, so wenig wie nötig in die Natur einzugreifen. Darum sind auch die Campingmöglichkeiten so natürlich wie möglich gehalten. Ein Plumpsklo, eine regensichere Hütte, ein bärennasensicherer Proviantkasten für die Wandernden. 

    Wir haben uns ein idyllisches Plätzchen gesucht, das Zelt aufgeschlagen und sind noch ein bisschen am See entlang gegangen, bevor uns der Regen ins Zelt getrieben hat. Dort sind wir beim Lauschen der Tropfen, dem Zwitschern der Vögel und dem Rauschen des Wasserfalls weggedöst. 

    Nach unserem kleinen, altersgerechten Nickerchen gab es noch einen Nudel-Bohnen-Schmaus, während wir den dicken Nebelwolken dabei zugesehen haben, wie sie es euch über dem See bequem machten.

    Die ganze Nacht hat Petrus die gut gefüllten Wolken ausgewrungen und es aufs Zeltdach plätschern lassen. Auch halb neun noch kein Ende der Sintflut in Sicht. Tims gähnendes Fazit: "Gib dem mal noch drei Stunden. Das ist Trekking-Life." Und rollt sich auf die andere Seite.  Aber leider hatte sich auch drei Stunden später der Wettergott nicht unserem Trekking-Life erbarmt und es munter weiter regnen lassen. Gegen Mittag haben wir dann trotzdem unser Zelt geräumt. Nützt ja nix. Also unter den neidisch Blicken der anderen seit-Tagen-auf-Trockennahrung-getrimmten Wandernden unser dekadentes Brot heraus geholt, noch kurz gestärkt und die Rucksäcke aufgesetzt. 

    Es regnete, mal mehr, mal weniger munter, die nächsten Kilometer auf uns herab. Gut eingeweicht haben wir dann die Entscheidung gefällt, nicht noch eine Nacht zu campen, sondern nur eine sportliche Wanderung draus zu machen. Also sind wir durch das "Valley of a thousand Falls" (in Realität eher "a dozen falls", aber nicht minder beeindruckend) bis zu den Emperor Falls und dann wieder zurück gestapft. 

    Und haben uns noch rechtzeitig in Jasper eine heiße Dusche gönnen können.
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  • Elk Island National Park

    June 30, 2019 in Canada ⋅ ☀️ 18 °C

    ...oder eher Mosquito Island National Park. Heimat für Bisons, Schmetterlinge und sämtliche ausgehungerte Mücken Nordamerikas. Die haben sich sogar noch mehr über unsere erste Wanderung im T-Shirt gefreut, als wir. 

    So ein Bison sieht im Sommer etwas weniger kuschelig aus, als mit seinem Winterfell. Und lässt sich auf den ersten schielenden Blick auch mit einer Herde speckiger Rinder verwechseln. Es handelt sich dabei aber immer noch um mächtige Tiere, die mit ihren eigenen Kilos zu kämpfen scheinen, wenn sie sich aus dem Liegen erstmal dreimal zur Seite wippen müssen, um genügend Schwung zum Aufstehen zu bekommen. Wie wir Montagmorgens.

    Um nicht nur die auf dem Silbertablett für Touristen kredenzten Bisons zu sehen, haben wir noch eine kleine, matschige Wanderung durch den Nationalpark gemacht. Immer der Fladenfährte nach. Bis wir auf einer schier endlosen Weide eine kleine 16-hörnige Herde gefunden haben. Mit der goldenen Regel einer Daumenlänge Abstand (wenn man den Arm vor sich ausstreckt und das Bison noch hinter dem Daumen verschwindet, dann sieht das nicht nur ziemlich unterhaltsam für das Bison aus, sondern gibt auch das Maß für einen passablen Sicherheitsabstand an) konnten wir uns eine halbe Stunde satt sehen, bevor wir weiter geschlendert sind. 

    Wie schlendern fühlt sich hier übrigens alles jenseits der Rockies an. Klima, Natur, Aussicht. Alles ist anders, als der Ausblick der letzten 8 Monate. Alles wirkt hier vertraut europäischer. 

    Dank Tims Adleraugen, der im Gras ein Fellbüschel erspäht hat, wissen wir jetzt übrigens auch, wie sich Bison anfühlt. Wie ein Teddybär.
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  • Indianer, die auf Dinos geritten sind

    July 2, 2019 in Canada ⋅ ☀️ 14 °C

    Wer hätte gedacht, dass wir in Kanada mal Kakteen wachsen sehen... Drumheller ist die kanadische Antwort auf Steppe. Nach endlos langen Straßen und Wolken jagen am schnurgeraden Horizont, standen wir ziemlich unerwartet mitten im Horsethief Canyon, um den ameisenhaufenartige Hügel ragen. Man fühlt sich gleich wie Winnetou. Hüja! 

    Diese völlig unerwartete, fast schon surreale Landschaft hat uns länger in ihren Bann gezogen, als gedacht. Aber hier wurden nicht nur Pferde über die Landschaften getrieben. Diese abgelegene Gegend hier in Alberta gilt auch als einer der bedeutendsten Orte der Welt, wenn es um Fossilienfunde geht. Besonders für die Zeitspanne von vor 80-55 Millionen Jahren. Was Tim endlich zu dem Ort gebracht hat, auf den er die letzten Monate hingefiebert hat: das Royal Tyrrell Museum of Palaeontology. Das Dinosaurier Museum. Aber auch für mich, die den Zenit ihrer Dino-Phase mit Little Foot und "Nicht die Mama, nicht die Mama!" hatte, war das Museum ziemlich spannend. Hier war für jede Altersklasse und jeden Groupie-Grad was dabei. Es konnte mikroskopiert, gedreht, sortiert, geschaut, gehört, gestaunt, gerochen und angefasst werden. Und das auf allen Augenhöhen. Ein gelungener Kompromiss zwischen Vitrinen und interaktiven Bildschirmen. 

    Ein gläserner Arbeitsplatz gewährte uns zudem einen Blick hinter die Kulissen. Dass Archäologie nicht nur Indiana Jones bedeutet, sondern vor allem auch Geduld, wenn Millimeter für Millimeter mit einer Handvoll Instrumente entsteint und entstaubt wird. Da braucht es auch schon mal fünfeinhalb Jahre intensives Putzen und Puzzeln für ein Skelett. Selten findet sich aber ein vollständiges Knochenhäufchen. Der Rest wird konstruiert und die Knochenreste für die Ausstellung mit aufwendigen Metallkonstruktionen vervollständigt, um den Besuchenden das Bild eines Ganzen zu geben. Forschung und Kunst in einem. 

    Schöner weise wurde im Museum auf Kitsch verzichtet. Die Skelette wurden in natürlichen Posen inszeniert und fühlten sich an, als würde man vor Millionen von Jahren dem ganz natürlichen Tagesablauf der Dinosaurier beiwohnen. Nur ohne Haut und Fleisch.

    Nach all den Fossilien und Skeletten hat man sich ziemlich klein gefühlt. Aber auch ziemlich jung. Und ziemlich lebendig.
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  • Dinosaur Provincial Park

    July 3, 2019 in Canada ⋅ ⛅ 19 °C

    So wie es gestern am Horsethief Canyon angefangen hat, ging es heute im Dinosaur Provincial Park weiter. Tim hat dieses Erlebnis nicht nur in 398 Bildern, sondern auch ziemlich schön in Worten zusammen gefasst. Dass es ein Privileg ist, dieses Naturschauspiel in seinem jetzigen Zustand zu sehen, da sich diese fragile Landschaft, deren Grundlage sich aus einem Gemisch aus Stein, Lehm, Sand und Erde zusammensetzt, wohl bereits innerhalb der nächsten 50 Jahre aufgrund von Veränderungen durch Wind, Wasser, Temperaturen und Menschen stark verändern und immer weiter verkleinern wird.Read more

  • "Land of the living Skies"

    July 7, 2019 in Canada ⋅ ⛅ 25 °C

    Das ist das Motto Saskatchewans, das uns von sämtlichen Autoplaketten anlacht. Und die Autoplaketten lügen nicht. Endlos lange Straßen, die mehr als hundert Kilometer immer nur geradeaus führen. Immer dem Horizont nach. Zugegeben passiert auf dem Weg zum Horizont nicht viel. Ab und zu huscht ein todesmutiger Prairie Dog über die Straße, knabbert eine Kuh am frischen Gras oder pflügt ein Bauer seinen Acker. Aber auch dieses Nichts zu erleben ist erlebenswert. Saskatchewan hat nicht besonders viel Aufregendes zu bieten. Keine Berge, keine kristallklaren Seen, keine Metropolen. Aber das, was es zu bieten hat, verpackt es charmant. Die Provinz ist bescheiden und sympathisch. 

    Und diese unendliche Weite zeigt ihren Charme, wenn man sich die Autofahrt mit den zahlreichen weißen Wolkentieren die Zeit vertreibt, sich nachts der beeindruckendste Sternenhimmel vor uns erstreckt oder wir das Ende des Regenbogens finden. 

    Regina, die Hauptstadt der Provinz, fügt sich ganz genauso in das Bild. Nicht zu klein, nicht zu groß. Nicht zu laut, aber auch nicht zu leise. Am Wochenende sammeln sich die Einwohner am See, drehen ihre Runden oder gönnen sich ein Grillerchen. Direkt am See befindet sich auch das Regierungsgebäude, das zu einem der schönsten Kanadas zählt. Zu Recht. Man ist stolz drauf, prahlt aber nicht. Geschmückt mit Marmor aus aller Welt, Gemälden vergangener westlicher und indigener Privinzoberhäupter sowie einer alten Bibliothek, in der sich die politischen Schmöker des letzten Jahrhunderts in hellen Holzregalen stapeln. Und auch, wenn Saskatchewan nie die Millionen angelockt hat, wie es sich der erste Premier der Provinz, Walter Scott, im frühen 20. Jahrhundert gewünscht hat. So war Saskatchewan trotz dessen ein wichtiger Punkt in der kanadischen Geschichte. Hier fand die Idee einer gesetzlichen kanadischen Krankenversicherung ihre Ursprünge und wurde auch zu erst hier eingesetzt. 

    PS: Tim ist schockiert, dass die Prairie Dogs hier nur so halbherzig erwähnt werden. Die kleinen Racker - halb Erdmännchen, halb Eichhörnchen - machen gefühlt die Hälfte der Bevölkerung Saskatchewans aus. Und es lassen sich tatsächlich einige Parallelen zu ihren menschlichen Provinzkameraden ziehen: Sie sind sehr sozial und haben einen wunderbar herzlichen Umgang miteinander. 

    Die Prairie Dogs haben neben, unter und auf dem Highway ihre Löcher gebuddelt und bleiben immer entsetzt mitten auf der Fahrbahn stehen, wenn sich jede dreiviertel Stunde doch mal ein Auto über ihre Wohnzimmerdecke verirrt. 

    Die kleinen Nager prägen die Fauna der Provinz so stark, dass ihnen im Grasslands National Park sogar mit einem eigenen Monument gehuldigt wurde. "The Prairie Dogs - the playful ones" .
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  • These boots are made for walking...

    July 10, 2019 in Canada ⋅ ⛅ 23 °C

    ... the next 15.000 km.

    Tim und Toni haben in Saskatoon jeweils ein Paar neue Schuhe bekommen haben. Tim, weile seine alten FlipFlops fast so dünn waren, wie zwei Lasagneplatten. Und Toni, weil er auf seinem linken Rückreifen ein unflickbares Löchlein hatte, durch das ihm ziemlich schnell die Puste ausging. Damit hat unser Auto die $10.000-Marke geknackt, mit denen wir es mittlerweile gefüttert haben. Unser kleiner rollender Goldbarren. 

    Den restlichen Tag hat Toni eine Verschnaufpause bekommen und wir sind ins Remai Modern Museum gegangen, wo man von Picasso bis prunkvollen Plastiken alles bestaunen konnte. Ein sehr neues, modernes und großräumiges Museum, in dessen mächtigen weißen Hallen die Exponate noch mal eine ganz andere Wirkung entfalten konnten. 

    Neben einem sehr lieben und begeisterten Museumsbeaufsichtigten, waren ganz nebenbei auch sämtliche Premiers aller Provinzen für eine Runde Häppchen anwesend.
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  • Hecla Island

    July 13, 2019 in Canada ⋅ ☀️ 20 °C

    Im Süden Manitobas, am Lake Winnipeg, liegt eine etwa 30 km-lange Insel mit Sylt-Flair: Hecla Island. Im 19. Jahrhundert von isländischen Einwanderern besiedelt, hielt sich die Tradition, seinen Kindern auch weiterhin isländische Namen zu geben, bis in die Neuzeit. Oder zumindest solange es noch Nachwuchs gab. Heute leben hier 4 Familien im Norden, 8 im Süden. Alle Rentner. Der Rest der Bewohner besteht aus Sommerhausbesitzern. Das haben wir zumindest bei einem netten Pläuschchen mit einem der wenigen Ansässigen herausgefunden.
    Dass man sich trotzdem noch mit Island verbunden fühlt, zeigen die Islandflaggen, die mit einem Ahornblatt versehen von den im nordischen Stil geprägten Häusern wehen.

    Hecla Island ist ein sehr (sehr, sehr, sehr....) ruhiges Fleckchen Erde, an dem sich die Welt etwas langsamer zu Drehen scheint. An dem es viele muckelige Buchten mit motivierten Hobby-Fischern, aber zu wenigen Fischen gibt. An dem es keine Polizei gibt, dafür aber einen Golfplatz. In dem nur einen einziger Laden steht, aber drei Friedhöfe.
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  • Manitoba

    July 16, 2019 in Canada ⋅ ⛅ 24 °C

    In nur vier Tagen sind wir von links nach rechts durch Manitoba bis nach Winnipeg gejuckelt. Entspannt und schnurstracks ließ es sich hier durchbrausen. Die Landschaft erinnert an die Saskatchewans, nur in grün. Flach, struppig, sumpfig und weit. Wir haben viel an und in Seen rum gelümmelt, haben Patrick Swayze mit Wasserakrobatik alt aussehen lassen, haben die Uhr eine Stunde zurück gestellt, waren mehr spazieren als wandern, haben dem Raps beim Wachsen zugesehen, Tim hat seine erste Naturdusche genossen und wir haben ein nächtliches Mückenklatschritual initiiert. 

    Die Menschen aus Manitoba scheinen auch mit Vorliebe in ihrer Region Urlaub zu machen. Warum auch nicht. Der See liegt ja quasi direkt vor der Haustür und die Sonne lässt sich hier auch gern blicken.

    Erst hier in Winnipeg, der Hauptstadt der Provinz, haben wir einen gezwungenermaßen längeren Stopp einlegen müssen, um auf ein Ersatzteil für Tims Kocher zu warten. 

    Die Tage haben wir primär mit Schlendern und Schwitzen verbracht. Mit Frisbee spielen und einem Abstecher in das einzige Human Rights Museum weltweit. Wo wir auch nach 3 Stunden nur die Hälfte der gesamten Ausstellung aufsaugen konnten. Das Gebäude an sich war schon ein ausgeklügeltes Labyrinth moderner Architektur, mit meterlangen Mamorgängen, die von Etage zu Etage geführt haben. 

    Und auch inhaltlich hat das Museum viel Futter für den Kopf gegeben. Und ungeschönt einen Blick auf Kanadas Geschichte geworfen, die von religiöser bis rassistischer Verfolgung auch einige dunkle Kapitel gefüllt hat. Besonders der Umgang mit seinen eigenen indigenen Völkern ist in Kanada eine immer noch sehr erschreckende Geschichte. Vor allem hier in Manitoba, wo man vermehrt auf Menschen mit indigenem Hintergrund trifft, fällt auf, dass diese uns vorrangig mit ungewohnter Zurückhaltung begegnen. Diese Skepsis ist, in Anbetracht der Geschichte, die die Ureinwohner mit "dem weißen Mann" hatten, gesund und begründet. Mit der Kolonisierung durch die Europäer wurden die Völker ihrer Länder beraubt, Familien getrennt, Frauen vergewaltigt. Es wurden Decken und Taschentücher an indigene Stämme verteilt, die mit Pocken infiziert waren, um sich "des Problems zu entledigen". Selbst in den 60er Jahren, als Kanada mit erhobenem Zeigefinger gegen die Apartheid in Südafrika polterte, wurden im "Sixties Scoop" etwa 20.000 Kinder unter fadenscheinigen oder gar keinen Gründen von ihren Familien getrennt und in kanadische Adoptivfamilien gesteckt, um sie in "sozialen mittelständischen Strukturen" aufwachsen zu lassen. Viele der Kinder haben ihre Eltern nicht wieder gefunden. Auch in den Schulen wurde darauf geachtet, dass die Kinder ihre Sprache und Riten nicht ausüben. Diese Praxis wurde bis in die 80er betrieben. 

    Und auch heute noch fühlt es sich nicht nach kultureller und gesellschaftlicher Gleichberechtigung an, wenn eine Gruppe Indigener in Trachten für eine Schar weißer Menschen, darunter die Premiers aller Provinzen tanzt, um sie zu unterhalten.
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  • Ontario

    July 19, 2019 in Canada ⋅ ☀️ 24 °C

    Ontario erwartet uns sonnig und warm. Mit Seen, die aussehen, als wäre man unterwegs falsch abgebogen und doch am Meer gelandet. Und unzähligen üppigen, grünen Bäumen. Normalerweise entscheidet sich Mutter Natur immer für ein Prachtjuwel pro Fleck: Strand, Berge oder Wald. Hier hat man alles zusammen. Und das im Überfluss. Hier hat sich die Natur nochmal richtig Mühe gegeben. Die Berge sind zwar eher Hügelchen im Vergleich zu den Rockies, reichen aber trotzdem, um beim Draufkrabbeln ins Schwitzen zu kommen. 

    Dass Ontario schön und wunderbar abwechslungsreich ist, wissen die Menschen hier aber auch und monetarisieren jeden Meter Idylle. Das ist okay, denn das Geld geht zu einem gewissen Teil schließlich auch in den Erhalt des Gebiets. Und den der Sommerjobs für Teenager, die hier von Juni bis August die Tresen zu regieren scheinen. Und außerdem fahren wir meist mit einer von Tims lässigen "ich-hab-schon-ein-Ticket-deswegen-fahr-ich-einfach-weiter"-Handbewegungen ohne zu Zahlen durch das Park-Gate, vorbei an ehrfürchtigen Gesichtern der Mitarbeitenden. Das ist fragwürdig und dreist und wir schämen uns regelmäßig dafür. Nur für jeden hübschen See-Ausblick zu Zahlen würde unser Portmonnaie nicht lange verkraften. Denn hier gibt es immerhin mehr als 250.000 davon. Das reden wir uns und unserem Gewissen in den Momenten zumindest mit Vorliebe ein. Um Karma und Umwelt aber doch was Gutes zu tun, nehmen wir auf unseren Wanderungen immer ein paar Hosentaschen voll Müll mit. Von Strohhalmen, Verpackungen und Zigarettenstummeln bis zur Angelschnur fällt den Leuten hier einiges aus der Hand. 
    Mittlerweile hat sich auch unsere Spaziermentalität übrigens wieder in stramme Wanderwonne gewandelt. Was sich unverschämt gut anfühlt.
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  • Sind wir schon da?

    July 21, 2019 in Canada ⋅ ⛅ 17 °C

    Nachdem wir morgens los gerollt und noch ein paar Kilometer einen der schönsten Abschnitte des Trans-Canada-Highways entlang gesaust sind, sind wir gegen 16 Uhr am Pukaskwa National Park angekommen, wo wir uns wieder entknittern und die Beine entknoten wollten.

    Da wir am Tag zuvor schon  22 km gewandert sind, wollten wir es heute mit einer kleineren Runde gediegener angehen. 17 Kilometer. Machbar. Also los. Über Stock und Stein und Treibholz, vorbei an Buchten und Märchenbuchwäldern, ein paar Felsen hoch, die mit getrocknetem Moos aussahen, als wären sie mit Blumenkohl übersät und schniefend den Ausblick über die endlos blau-grüne Weite rund um den Lake Superior genießen. 

    Aufgrund ein paar übersehener Meter auf der Wanderkarte haben sich die 17 km nach halber Strecke dann doch als 22 entpuppt. Die Aussicht macht es einem aber auch nicht leicht, sich doch noch rechtzeitig loszureißen, sodass wir den Sprint zurück über Wurzeln und barfuß durch Sümpfe watend etwas zu spät angesetzt haben. Mit den letzten heroischen Prozent unserer Handyakkus als Stirnlampenersatz sind wir gegen 23.30 Uhr am Auto angekommen. Noch ein Topf Pasta auf dem Parkplatz und dann wurden die wunden Fersen endlich hoch gelegt.
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  • Wie Winnie Pu gegen eine Gans verlor.

    July 22, 2019 in Canada ⋅ ☀️ 23 °C

    Voller Euphorie sind wir heute nach White River gefahren. Dort, wo Winnie Pu seinen Ursprung hat und mit einem Monument gehuldigt wird. 
    Tatsächlich beginnt die Geschichte um den liebenswürdig moppeligen Bären, mit dem Disney Millionen von Kinderherzen gefügig gemacht hat, genau hier. An diesem sonst ziemlich leblosen Ort. 

    Man munkelt, dass hier 1914 ein Mann namens Harry Colebourn ein verwaistes Schwarzbärenjunges für $20 gekauft hat und ihr (ja, Winnie Pu ist tatsächlich weiblich) den Namen "Winnipeg", gab. Eine Hommage an Harrys Heimatstadt in Manitoba. Als dieser für den Krieg eingezogen wurde, gab er die Bärin in die Obhut des Londoner Zoos. Dort hat der zutrauliche kleine Knopf schnell die Herzen der Besuchenden erobert, unter anderem das von Christopher Robin Milne, Sohn des Autors A. A. Milne. Und was der mit der Inspiration anfing ist... naja... Geschichte.

    Die Entstehung rund um den weltweit bekanntesten Bären ist herzerweichend . Das Denkmal hingegen ernüchternd. Es macht den Eindruck, als wäre es auf dem Weg zum Rummel vom Laster gefallen. Darum sind wir zunächst direkt dran vorbei gefahren. Auch beim zweiten Blick war es noch nicht wirklich das, was wir uns vorgestellt hatten. Aber beim dritten Blick hat man es dann doch irgendwie lieb gewonnen. Und ein bisschen Herzklopfen kriegt man auch, wenn man Winnie mal am Honigtopf anfassen darf. 

    Ein paar Kilometer weiter wurde Pu allerdings von einer Wildgans-Statue eiskalt in den Schatten gestellt. Die Gans, die etwa drei Mal so groß ist wie Bär samt Baum, auf dem er sitzt, thront auf einem kleinen Stück Rasen vor der Touristeninformation in Wawa. Und keiner weiß so richtig, warum eine Wildgans sinnbildlich für die Vollendung des Highways steht. Aber da steht sie nun. Mächtig, monochrom und irgendwie überflüssig. Und trotzdem tummeln sich mehr Touristen um die Grusel-Gans, als um Winnie Pu.
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  • Mitten im Nirgendwo

    July 26, 2019 in Canada ⋅ ☀️ 23 °C

    Die Seen rund um den Killarney Provincial Park gelten als die Schönsten hier in der Gegend, um sie mit dem Boot zu erpaddeln. Motiviert, unsere Beine auszuruhen und die Arme ordentlich rotieren zu lassen, haben wir uns für drei Tage ein Kajak ausgeliehen. Das klingt zwar kompakter als ein Kanu, entpuppte sich aber als kleines Platzwunder. Deshalb wurde neben dem Nötigsten (Zelt, Klopapier, Mückenspray, ein Kilo Pasta & Co.), die ein oder andere Ritze noch mit Kleinigkeiten gestopft. Gepackt, geschnürt, hoch gehoben - und auf den ersten 12 Metern zur Anlegestelle drei Mal absetzen müssen. Uff. Die nächsten Tage sollten wir das Kajak insgesamt fast einen Kilometer tragen. Ohne kleinen rollenden Helfer. Wird spannend. 

    Als wir unsere schwimmende orange-rote Chili-Schote im Johnny Lake abgesetzt hatten, haben wir uns nach den ersten Metern, die uns der Wind quasi ohne Anstrengung nach vorne gepustet hat, erstmal ein gutes, altes Pivo gegönnt. Irgendwie musste das Boot ja auch leichter werden. Angeschwipst im Sonnenschein ließ es sich auch ganz wunderbar die nächsten Wellenmeter erklimmen. 

    Unser erster Camping-Spot lag eine Portage-Stelle und nur wenige Kilometer weiter am Ruth Lake. Außer mit dem Boot erreicht man dieses abgelegene Fleckchen nicht. Und auch die Anzahl der Campingplätze ist überschaubar. Und das, obwohl jeder ein üppiges Stückchen für sich hat und der nächste und einzige Nachbar ein paar Kilometer weiter liegt. 

    Wir ließen uns durch den See treiben, staunten links, spähten rechts und sahen vor uns ein etwa grillkohlesackgroßes Etwas in der Sonne brutzeln. Eine Schildkröte. Tatsächlich lag nur wenige Meter von uns entfernt eine echte Schildkröte und bräunte sich genüsslichst die Falten im Hals. Nachdem wir am Abend zuvor mit einer Waschbärenfamilie um unser Essen gerangelt haben, hätte uns vieles nicht mehr gewundert. Das allerdings schon. 

    Beim Versuch, sich heranzuschleichen und doch noch einen genaueren Blick auf den bepanzerten Prachtkerl zu erhaschen, ließ diese sich allerdings flotter als man ihr zugetraut hätte ins Wasser plumpsen und war verschwunden. Wir tauften die Schildkröte Roy - weil "Roy aus dem Ruth Lake" so schön platt klang - und paddelten noch ein paar Meter weiter zu unserer Anlegestelle für die Nacht. Außer einer von Steinen umrandeten Feuerstelle und einer Holzkiste im Wald, die als Donnerbalken dient, deutet nichts darauf hin, dass es sich hier regelmäßig Paddler gemütlich machen. Alles wirkt noch wild und unberührt.

    Nachdem das Zelt hingezimmert war und Tim einen beachtlichen Stapel Holz gehackt hat, sind wir bei grauen Wölkchen noch einige Meter weiter gepaddelt, um einen der La Cloche Hügel, die sich hier durch die Landschaft ziehen, zu erklimmen. Von oben hatte man einen leider etwas getrübten Blick über einen hübschen, unregelmäßigen Wechsel aus Grün und Blau. Viele Seen, die von üppigen Wäldern umarmt werden. Die Regenwolken, die sich währenddessen angepierscht hatten, hatten sich schnell ausgewrungen und wir konnten den restlichen Abend am Feuer genießen. Neben uns die dickste Kröte, die die Natur zu bieten hatte. 

    Der nächste Tag führte uns an Ufern vorbei, an denen ein Nadelbaum über den anderen ragte. In allen Nuancen, die Grün hervorbringen kann. Wurzeln, die stolperfallenartig aus dem Boden hervor lunschten und Äste, die quer lagen. Hier und da eine kleine Insel auf einem Stein, auf den sich ein, zwei Bäumchen verirrt haben. Wie schön unaufgeräumt die Natur sein kann, wenn niemand eingreift. 

    Mit dem Geruch von Pinien und Sonnenmilch in der Nase fuhren wir weiter durch ein Meer aus Seerosen. Wie flauschig sich der Fettfilm unter den Blättern anfühlt. Unsere Idylle endete an einem Biberdamm, der die nächste, längere Tragestrecke für unser Kajak einläutete. Mittlerweile haben wir uns dafür entschieden, die schweren Sachen aus dem Boot zu hieven und zwei Mal zu gehen, um das Gewicht zu meistern. Klappt auch ganz gut.

    Als wir das Kajak in den nächsten See setzten wurde es schon wuseliger. Der Bell Lake war größer und offensichtlich auch beliebter. Hatte uns unser Schlafplätzchen vom Vortag noch die Möglichkeiten gegeben, nackig wie die FKK-Kultur uns schuf ins Wasser zu springen, schipperte an unserem heutigen Campingplatz immer mal ein Kanu vorbei. Also nur verpacktes Baden. 

    Am dritten Tag sind wir dann mit kräftigem Gegenwind zurück gepaddelt und mit krummen Rücken, aber Popeye-Ärmchen aus dem Kajak gekrochen.
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  • "It's the Bruce Trail!!!"

    July 29, 2019 in Canada ⋅ ⛅ 24 °C

    Bevor wir in Richtung Zivilisation und Großstadt weiter fahren, wollten wir noch den letzten Nationalpark hier in Ontario abklappern. Der Bruce Peninsula Nationalpark liegt als Halbinsel auf einem abgelegenen Landzipfel nordwestlich von Toronto und wird als "Muss-man-unbedingt-gemacht-haben" angepriesen. Mittlerweile fast schon ritualisert schauen wir zu Beginn jeder potenziellen Wanderung immer noch mal im Besucherinformationszentrum vorbei, wo Tim sich mit einem Aufkleber als Trophäe für sein Tagebuch ausstattet und wir uns mit Ideen berieseln oder unser Vorhaben absegnen lassen. 

    Das hat auch bislang gut geklappt und die Mitarbeitenden waren immer hilfreich. Also haben wir uns auch dieses Mal in unserer morgendlich ästhetischen Zerknautschtheit in das noch menschenleeren Infocenter begeben und auf den ein oder anderen zusätzlichen Tipp gehofft. Im Vorfeld hatten wir uns eine etwa 15 Kilometer lange Wanderung zu einer Grotte raus gesucht. Klang machbar und idyllisch. Allerdings nicht für die Mitarbeiterin, die uns entsetzt davon abriet. Das ginge auf gar keinen Fall. Auf die Frage warum, meinte sie voller Ehrfurcht "It's the Bruce Trail". Man konnte förmlich die drei Ausrufezeichen in ihrem Satz hören. 

    Der Bruce Trail ist Kanadas ältester und längster Wanderweg und schlängelt sich stattliche 885 km durch mal mehr, mal weniger anspruchsvolles Gelände. Nachdem sie uns noch ein paar Mal beschworen hat, davon abzusehen und zwei Mal mehr als nötig betont hat, dass uns niemand abholen kann, falls uns unterwegs die Puste ausgeht und wir nur mit unserer eigenen "manpower" zurückkommen können, haben wir angefangen, an unserem Vorhaben zu zweifeln und unsere Route um ein paar Kilometer gekürzt. Das hat sie aber offenbar immer noch nicht zufrieden gestimmt. Und ihr Ton war mittlerweile von Entsetzen zu Schnippisch übergegangen. Mit einem knappen "Good Luck" hat sie uns dann doch ziehen lassen. 

    Verunsichert, erschlagen und eingeschüchtert, was da jetzt auf uns zukommt, sind wir in unsere Wanderschuhe geschlüpft und los gestiefelt. 
    Tatsächlich war der Weg auch ziemlich schön, vorbei an zerklüfteten Felsen und Steinstränden. Als wir über einige Felsblock springen und durchs Wasser waten mussten, wurde es tatsächlich auch etwas abenteuerlich. Das lag aber nur daran, dass wir uns verlaufen und eine Abbiegung verpasst hatten. Ansonsten ist der Bruce Trail ein ziemlich ausgetretener Wanderpfad, der sich mit moderater Anstrengung durch die Klippen zieht. Und auch das Ziel, die Grotte, war nicht ganz so wild und mystisch, wie wir sie uns vorgestellt hatten. Die lässt sich nämlich auch mit dem Auto erreichen. Dementsprechend gut gefüllt mit Instagram-Profilbild-schießenden Touristen war sie auch. Auf dem Rückweg haben wir dann aber doch noch ein fast einsames Plätzchen gefunden, um die schwül-heiße Luft abzuspülen. 

    Unser Fazit: Der Bruce Peninsula Nationalpark ist hübsch. Wirklich hübsch. Aber auch ein bisschen überbewertet. Vor allem von seinen Mitarbeitenden.
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  • Es bleibt uns ja noch Shakespeare

    July 30, 2019 in Canada ⋅ ⛅ 24 °C

    Vorbei an Städten, die heimisch vertraut klangen, ging es vom kanadischen Hannover, über Carslruhe nach Neustadt. Vorbei an Wegweisern, die nach London, Woodstock und Paris zeigen in Richtung Stratford. Stratford hatte ursprünglich nie besonders viel zu bieten. Außer, dass es so wie die Geburtsstadt Shakespeares heißt. Das hat offenbar ausgereicht, um sich drauf zu stürzen und eines der größten Theaterfestivals Kanadas zu etablieren, das "Stratford Festival". Dabei werden hauptsächlich Stücke von Shakespeare inszeniert, aber auch zahlreiche weitere Klassiker, wie "Little Shop of Horrors" oder "The Merry Wives of Windsor". Den Kopf mal wieder mit Kultur füttern wollend, haben wir ein Paar kurz-vor-knapp-Tickets für die "The Neverending Story" ergattern können. Zwischen vielen hibbeligen Kindern und noch aufgeregteren Eltern haben wir eines der liebevollst verpackten Stücke erlebt, die wir je gesehen haben. Mit einem aufwendigen Bühnenbild, dass ziemlich dunkel gehalten war, aber nicht düster, tanzten unzählige bunte Lichtelemente mit viel Herz über das Parkett. Und auch, wenn die Geschichte ab und zu etwas schnell erzählt war (die unendliche Geschichte ist auch eine Geschichte biblischem Ausmaßes), war es ein inneres Blumen pflücken, 2,5 Stunden auf den gepolsterten Stühlen zu sitzen.Read more

  • Niagarafälle

    July 31, 2019 in Canada ⋅ ⛅ 23 °C

    Lohnt sich nicht, total enttäuschend und überlaufen. Das war zumindest das, was wir im Vorfeld über die Niagarafälle gehört hatten. Dementsprechend flach waren unsere Erwartungen, als wir nachts angekommen sind. Und tatsächlich blinkerte uns schon 5 km davor ein kleines Las Vegas entgegen. Farblich angepasst grellten uns auch die rauschenden, angestrahlten Massen der Niagarafälle entgegen. 

    Das tatsächliche, gewaltige Ausmaß hat man aber erst am nächsten Tag erkannt. Es ist schon sehr beeindruckend, wieviele Badewannen da pro Sekunde runter plätschern. Und auch, wenn alles drum herum reichlich mit Trash bestückt ist und man sich durch Touristenmassen schiebt, sollte man sie trotzdem mal gesehen haben. Und den Erwartungen eine Chance geben.
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