Montreal
20 September, Kanada
☀️ 18 °C
Montag, 21.09.2026
Koloskopie bei Endovision/Montreal
Nach dem Aufstehen um 5h früh gings wieder zu unserem Park, Yoga und Krafttraining und ein „Daumen hoch“ für unseren einsamen, dunkelhäutigen,fleißigen Goalie.
Ich musste ja nüchtern bleiben, denn heute war meine Koloskopie bei Endovision. Alex brachte mich um 9h schon dort vorbei und fuhr dann dann zum Proktologen, den er sich herausgesucht hatte. Auch er hatte heute dort einen Termin, um seiner Hämo den Garaus zu machen.
Das haben wir wirklich alles gut getimed. Auch das versprochene Email mit dem Rezept für mein Eisenpräperat bekamen wir pünktlich morgens zugestellt.
Nun konnten wir nach meiner Untersuchung dann noch zur Apotheke fahren und die Infusion dort abholen.
Ich hatte eigentlich erst Termin um 10:20, wurde aber schon um 9:15 hineingerufen, bekam ein Nachthemd und man legte mir den Infusionszugang in die linke Armbeuge.
Dann wurde ich mit dem Bett ins Untersuchungszimmer geschoben. In der Seitenlage bekam ich meine Sedierung und als ich aufwachte war schon alles vorbei.
Auch die Untersuchungsergebnisse erhielt ich gleich beim Gehen. „Alles in Ordnung“, die Ergebnisse für die 4 entnommenen Biopsien würde ich aber erst in 4-6 Wochen erhalten.
Alex wartete schon an der Straße auf mich und wir machten uns auf den Weg zur Apotheke um meine Eiseninfusion abzuholen.
Das war ein Tag! Froh nun einiges schon erledigt zu haben, keine Diät mehr essen zu müssen und die Koloskopie hinter sich zu haben fühlte sich einfach nur gut an.
Wir kehrten zu unserem Stellplatz in der Nähe des Parks zurück, froh, den ersten Haken setzen zu können.Baca lagi
Pausentag mit Big Deal
22 September, Kanada
☀️ 15 °C
Dienstag, 22.09.2026
Wir liebten unseren Joe Beef Park! Die Squirrels, den Golie und den Spaß beim Training. Und wir freuten uns auf das morgendliche Frühstück mit Gemüse und Natto und dem köstlichen Porridge mit Obst,Peanutbutter, Nüssen und Ahornsirup.
Heute wurde Abwasch gemacht und dann trödelten wir im Van so vor uns hin.
Ich wollte dann unbedingt noch in einen NHL-Laden Shirts, Caps und Hoodies für die Kinder einkaufen gehen, und so fuhren wir nochmals in die Stadt hinein.
Nichts ahnend,das dort gerade im Bereich wo das Geschäft lag, alle Straßen dorthin wegen eines Radrennens gesperrt waren.
Alex meinte zu Fuß wäre ich in 14 Minuten dort. Wir versuchten es weiter, doch jede Straße war mit Polizisten verbarrikadiert.
Ok, doch zu Fuß, ich stieg aus und rannte fast, denn der Shop war nur noch 1 Std offen. Als ich ihn erreichte, war ich einfach nur froh noch eine Stunde zum schmökern und zusammensuchen zu haben. Der Besitzer war sehr hilfreich, und als ich ihm erzählte, das meine Jungs Eishockeyspieler in Österreich waren und meine Töchter große Fans, war er mit noch mehr Eifer bei der Sache.
Ich suchte, Hoodies,Schirmkappen,T-Shirts und Mützen der Canadians, Edmonton Oilers und der Toronto Mapel Leafs zusammen. Bei der Kassa gabs dann noch 2 Jerseys und einen Hoodie der Canadians als Draufgabe dazu.
Ich war so begeistert, was echt kanadisches aus der NHL gefunden zu haben, ich hoffte,dass es Ihnen gefallen würde,wenn sie es zu Weihnachten auspackten.
So kehrte ich bepackt zu Alex im Van zurück, der bei meinem glücklichen Gesicht nur still lächelte. Happy wife,happy life!
Dann kehrten wir noch kurz bei einem Bioladen ein, denn unser Erdnussmus war schon wieder aus.
Wieder mal kehrten wir erst in der Dämmerung zu unserem Stellplatz am Joe Beef Park zurück.Baca lagi
Eiseninfusion und Paketaufgabe
23 September, Kanada
☀️ 19 °C
Mittwoch, 23.09.2026
14 km
Die Nacht war wieder ruhig gewesen, wir hatten gut geschlafen und unser Joe Beef Park wartete schon auf uns. Der Himmel war knallblau, die Eichhörnchen hüpften im Gras herum und ich grüßte unseren Golie wieder mit „Daumen hoch“. Unser Training unter den Spielgeräten am Kinderspielplatz, wo der Boden schön weich war, machte uns richtig Spaß. Wir würden den Park vermissen!
Danach gabs Frühstückszubereitung am Straßenparkplatz im Van, wir blieben dort gleich stehen, unser Mittagessen mussten wir heute schon zeitig einnehmen, da ich um 14.20 meine Eiseninfusion bei Summit Health bekam.
Gegen 13:20 fuhren wir los, und Alex brachte mich bis vor die Haustüre. Danach fuhr er wieder Richtung Bibliothek.
Ich ging also hinein, und eine nette Schwester bat mich in den Behandlungsraum. Ich war die einzige Patientin. Ich gab ihr die Eisenlösung und sie verabreichte mir als erstes eine Wasserlösung, dann bereitete sie den Beutel mit der Eiseninfusion vor und hängte ihn dazu. Die ganze Prozedur dauerte ca. 1 Std. und sie maß 3 mal meine Temperatur und 3 x meinen Blutdruck. Alles immer im Normbereich.
Dann zahlte ich und marschierte Richtung Bibliothek, ich wusste ja, wo Alex saß und setzte mich dazu und holte mir noch 2 Bücher über Wasserwirtschaft und scannte daraus ein paar interessante Seiten.
Dann machten wir uns auf den Weg zu unserem Stellplatz am Joe Beef Park. Morgen würden wir dort nochmals unsere Morgenroutine absolvieren.Baca lagi
…ein paar ruhigere Tage!
25 September, Kanada
☀️ 9 °C
Donnerstag, 24.09.2026 und Freitag,25. und Samstag 26.09.2026
117 km
Ein letztes Mal Joe-Beef-Morgen-Yoga und Krafttraining unter Klettergerüst. Ein letztes Mal „ Daumen hoch“ für den Goalie und Frühstück am Straßenrand.
Dann machten wir uns auf Richtung Quebec. Wir hatten uns auf IOverlander einen richtig grünen Stellplatz herausgesucht.
Er lag etwas weiter weg vom Highway, ein größerer Parkplatz, der in einen Wanderweg mündete. Wir sahen einige Wanderer mit Tarnanzügen, Gummistiefeln und wasserdichten Hosen den Trail nehmend. Immer hatten sie eine Kamera mit riesigem Zoom-Objektiv umgehängt.
Wir saßen in der Sonne und genoßen die Wärme. Sogar eine Outdoordusche nahmen wir noch in den letzten Sonnenstrahlen zwischen unseren Hecktüren. Alex hatte noch sein Fahrrad für seine morgige Ausfahrt zusammengebaut.
Freitag morgen, es war noch dunkel, kochte uns mein Schatz unseren Morgentee, dann machte er sich auf seine 2-stündige Radtour. Ich zog mir meine Laufmontur an und nahm den Wanderweg.
Dieser war sehr uneben, es war also eher ein Geländelauf, und nun wußte ich auch warum die vielen Wanderer immer mit Kameras bewaffnet waren.
So viele schöne Motive, die roten Herbstblätter leuchteten in der Morgensonne und der Morgennebel hatte sich in die taufeuchten Wiesen gelegt. Ein Fluß strebte dem großen See zu, der meinem Lauf ein Ende setzte. Hier endete der Weg, die Möwen suchten am flachen Strand nach Nahrung und ich versuchte sie mit meiner Handykamera festzuhalten.
Danach gings wieder zurück.
Ich kochte gerade Teewasser, als Alex zurückkam. Ja, es war frisch geworden und so wollten wir gleich noch unsere Heizung anwerfen. Doch leider ging sie immer wieder auf Störung.
Da musste der Fehler gefunden werden. Also irgendwie doch kein Ruhetag. Während ich Mittagessen kochte, machte sich Alex auf die Suche nach der Ursache. Wir befragen Google KI und nach 3 Stunden alles kontrollieren, kam Alex drauf, daß der Abluftschlauch nicht mehr auf der Abluftöffnung drauf saß.
So war die Zeit vergangen mit herumzangeln.
Das Schöne wie immer war, das Alex den Fehler gefunden hatte und nicht locker ließ, bis der Fehler behoben war, und unsere Heizung weiße Wölkchen aus der Abluftöffnung bluffte und lief wie ein Glöckerl. Bald wurde der Rauch durchsichtig und das ließ auf normalen Betrieb schließen.Baca lagi
Ruhetag in Gentilly am St. Lorenz Strom
27 September, Kanada
☁️ 13 °C
Samstag, 26.09.2026,
53 km
Die letzten warmen Sonnenstrahlen genossen wir in der Wiese auf unseren Campingstühlen sitzend, bis sie hinter den Bäumen nur noch schwach durchblinzelte, dann wurde es schlagartig kühl und wir verzogen uns in unseren Kohbi.
Morgen würden wir nochmals radfahren und laufen gehen.
Des Morgens war es noch ein wenig kälter geworden. Alex war schon seit 20 Minuten mit dem Rad unterwegs, als ich nun heute diesmal auf die Asphaltstraße einbog. So konnte ich ein gutes Tempo hinlegen, und schaffte sogar 7,3 km.
Die Straße ging nahe der Autobahn entlang, aber auch am See. Hier waren einige hübsche Häuser zu sehen.
Auch an der Verfärbung der Bäume konnte ich erkennen, daß nun der Indian Summer ins Land gezogen war.
Zurück bei Kohbi begann ich mit den Frühstücksvorbereitungen . Alex kam nach dem Fahrradfahren dazu und so waren wir schneller fertig.
Nach dem Frühstück beschloßen wir noch eine Ecke weiter zu fahren, da es uns mit den vielen Vogelbeobachtern hier einfach zu unruhig war, dauernd wanderten Leute an uns vorbei.
Wir hatten einen Platz auf IOverlander gefunden, fast am Fluss, einige Autos und ein riesiges Wohnmobil stand dort schon. So verzogen wir uns in ein ruhigeres Eckchen, ohne junge Leute, die im Auto mit offnen Fenstern laut Musik spielten. Ich denke je älter ich werde, desto angenehmer und entspannender empfinde ich Stille oder Naturgeräusche und den ungehinderten Blick ins Grüne.
So genoßen wir das Kochen, Essen und Chillen umso mehr.Baca lagi
Quebec
27 September, Kanada
⛅ 18 °C
Sonntag, 27.09.2026
133 km
Heute gabs Yoga in der Wiese, danach ein warmes Porridge und vorher ein wenig Gemüse, Natto und ein Stamperl gesunden, selbstgemachten Karottensaft mit ein wenig Olivenöl.
Dann machten wir uns auf den Weg in die 400 Jahre alte Stadt Quebec, gegründet 1608 von französischen Siedlern, hier findet man viele alte Häuser und sie ist Unesco Kulturerbe Gut. Hier wird auch hauptsächlich Französisch gesprochen, da es früher eine französische Kolonie war. 1763 über nahm England die Kontrolle, doch die französischen Siedler behielten ihre Sprache, Religion und Gesetze.
Wir stellten uns auf einen ausgewiesenen Parkplatz unterhalb des alten Stadtzentrums, und zahlten für 24h Can $ 18. Also eigentlich günstig, wir hatten auch vor, die Nacht gleich hier zu verbringen.
Aber als erstes gings mal in die Stadt hinein. Alex zog es zur Bibliothek, die in einer alten Kirche Platz gefunden hatte und innen gänzlich modern, hell und weiß neu interpretiert worden war. Da es hier nur französische Bücher gab gings ein Haus weiter in die englische Bibliothek. Hier klinkte ich mich aus, ließ Alex seine Bücher schmökern und durchstreifte die Stadt. Setzte mich in ein Café auf eine Tarte de Limone und einen Americano.
gegen 18h trafen wir uns wieder im Van.Baca lagi
… bis zur Hartland Bridge durch den Indian Summer
28 September, Kanada
⛅ 13 °C
Montag, 28.09.2026
478 km
Wir hatten gut geschlafen und Alex weckte mich wie immer kurz nach 5h früh. Ich bekam einen Olong Morgentee,und dann zogen wir uns warm an und marschierten mit unseren Unterlagsmatten und der Yogamatte einen Platz weiter.
Hier am Pier lag ein Kreuzfahrtzschiff vor Anker, und die Rückseite der Parkgarage mit Fassade aus Holz, bot uns Schutz vor Wind und Nieselregen. Da es so früh war, war auch noch kaum jemand auf den Beinen.
So hatten wir nach ca. 1,5 Stunden unsere Morgenroutine beendet. Inzwischen waren schon mehr Menschen unterwegs. Meist Arbeiter, die mit großen Kühltaschen,wo sicherlich ihr Proviant für den ganzen Tag verstaut war, unterwegs zu den vielen Baustellen in der ganzen Stadt waren.
Wir packten alles zusammen, gingen zurück zu unserem Van, kochten uns Frühstück und fuhren danach zurück auf den Highway Richtung Ostküste.
Das Wetter war bewölkt, doch links und rechts am Highway war der Indian Summer ausgebrochen. Die Bäume leuchteten in den schönsten Rot,Orange,Gelb und Grüntönen, wie als ob sich die Sonne in den Wald zurückgezogen hätte und nun dort ihr glanzvolles Licht ausstrahlte.
Wir waren mal wieder zum Fahrerwechsel von der Autobahn gefahren, und standen gerade am Straßenrand, als uns eine Pferdekutsche mit einem Paar der Amish-People entgegen kam. Er hatte einen Strohhut auf und sie eine schwarze Haube, und beide schleckten an einer Tüte Eis. Lustiges Bild!
…wir waren so perplex, und haben sie unglaublich lange angestarrt. Natürlich haben wir Vorfahrt gewährt!
Gegen Abend steuerten wir unseren IOverlander Stellplatz an, dieser lag an einer der ältesten und längsten überdachten Holzbrücken Kanadas, und sogar der Welt. Sie wurde 1901 errichtet und ist nun die längste erhaltene überdachte Brücke der Welt mit 390,75 m.
Auf dem Stellplatz neben der Brücke stand nur noch ein verwaister Pkw und wir stellten uns ebenso ganz an das Ende des Parkplatzes. So waren wir am weitesten von der Straße entfernt.
Müde vom vielen Fahren, kuschelten wir uns ins Bett.Baca lagi
Halifax, wir kommen!
30 September, Kanada
☁️ 19 °C
Dienstag, 29.09.2026
308 km
Der Morgen begann mal wieder früh. Es nieselte leicht, also nicht ungut, und so würde ich ein paar Kilometer laufen, und dabei noch die Brücke besichtigen können.
Alex hatte seine Yogamatte unter den überdachten Picknicktischen ausgelegt und wurde deswegen nicht naß.
Danach gabs ein gutes Porridge und vorher Gemüse mit Natto. Also ausgewogen, damit der Blutzucker nicht so schnell hinaufklettert.
Danach gings zurück auf den Highway und gegen ca. 16h konnten wir sogar noch ein kleines Training bei Planet Fitness in Halifax einlegen.
en.
Wir waren nach dem Fitnessstudio mit heißer Dusche zu unserem ausgewählten IOverlander-Stellplatz auf einen Parkplatz eines riesigen Parkes gefahren. Da es schon 19h war und relativ dunkel, war dieser zulässige Stellplatz schon sehr leer.
Nach dem wir auch noch nach dem Fitness Studio Lebensmittel einkaufen waren und auch viele Kilometer runtergespult hatten, freuten wir uns aufs Schlafen an einem ruhigen Ort ohne viel Verkehrslärm.Baca lagi
Halifax
30 September, Kanada
☁️ 19 °C
Mittwoch, 30.09.2026
35 km
“Nicht schon wieder“
Die Nacht war ruhig gewesen, und der Parkplatz,welcher ein wenig innerhalb des Parks lag, war daher auch der Verkehrslärm fast nicht bemerkbar gewesen.
Natürlich nutzten wir die Tatsache, dass es wieder mal einen Planet Fitness Standort hier in Moncton gab. Nach dem Training,bei solchen Gelegenheiten, wenn ich am Crossfitgerät stehe kann ich mich ins Internet des Fitnessstudios einklinken und während ich also gehe, kann ich perfekt mit meiner Mama in Wien reden. Das ist einfach ideal, und kostet nichts. So vergeht das Training schneller und ich bin in einer Stunde komplett informiert, was daheim in Wien bei Mama abgeht. Nach der heißen Dusche und dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zur Bibliothek. Als wir gerade dabei waren, uns ein paar Häuser weiter einzuparken, stieg mir ein eigenartiger, beißender Geruch in die Nase. „Wie von abgefahrenen Bremsbelägen, die beim Berg hinunterfahren zu heiß geworden waren.
Wir stiegen aus und schnupperten bei den Reifen. Nichts.
Dann hielten wir unsere Nase zu unserer Truma-Heizung rechts im Auto.Auch nichts! Und dann schnupperte Alex mal links. Hier saß unsere ganze Elektrik in der Garage. Hier roch es sehr verdächtig. Alex machte sich sofort auf die Suche und fand die Stelle sehr rasch. Dort wo die Kabel in den Ladebooster hineinführen, war der Anschlussteil schon komplett verschmort und deshalb hat es so gestunken.
Nun hieß es recherchieren, wo wir in Halifax einen neuen Ladebooster kaufen konnten.
2 Firmen boten sich an, die erste hatte dieses Gerät nicht, aber bei der 2. konnte Alex einen etwas schwächeres Votronic (ca. ⅓ schwächer als unser kaputtes Teil) erstehen.
Heute wollten wir auch unbedingt noch Wäsche waschen. Diese Tätigkeit nimmt immer ca. 2 Stunden in Anspruch. Alles zusammensuchen, in Taschen verpacken, waschen,trocknen und zusammenlegen. Diesmal hatte sich Alex erboten, in die Coin Laundry zu gehen, während ich auf dem Parkplatz der Tankstelle neben der Wäscherei noch unseren Van auskehrte, aufwusch und das Cockpit vom Staub befreite. Das war schon dringend notwendig gewesen.
Wir hatten wieder mal einen sehr ruhigen Stellplatz in einem großen Park auf IOverlander gefunden: „Point Pleasant Park“.
Dort gings nach der Wäscherei hin, und wir freuten uns kindisch auf den Geruch der frisch gewaschenen Bettwäsche und schliefen doppelt so gut wie sonst.Baca lagi
Halifax
1 Oktober, Kanada
⛅ 15 °C
Donnerstag, 01.10.2026
47,7 km
Früh am nächsten Morgen fuhren wir wieder ins Fitnesscenter. Training, Telefonieren dabei, dann eine heiße Dusche und Frühstück direkt am Parkplatz zubereiten und essen.
Da Alex noch den neuen Ladebooster einbauen wollte, und der beste Platz dafür auf unserem Stellplatz im Park war, gings dorthin zurück.
Dort räumten wir die Garage aus, und mein Mc Kohberger konnte alles wieder fixen. Er ist halt ein echter Pro!
Nun konnte sich unsere Bordbatterie beim Fahren wieder aufladen.
Wir haben auch hier zu Mittag gegessen, während Alex den neuen Ladebooster montierte. Als der Nachmittag schon fast vorbei war, konnte alles wieder in die Garage zurückgeräumt werden. Dann lasen wir noch ein wenig und danach gings ins Hochbett über der Garage zum Schlafen. Morgen wollten wir es dann nochmals mit der Bibliothek probieren - natürlich ohne neue Überraschung.Baca lagi
Unser Tag in Halifax
2 Oktober, Kanada
☀️ 24 °C
Freitag, 02.10.2026
14,4 km
Nach einer ruhigen Nacht im Park gings gleich nach dem Aufstehen wieder in unser Fitnesscenter. Das war ca. 10 min mit dem Auto entfernt. Routine wie gehabt mit Training am Crossfit Gerät mit Gesprächsstunde per WhatsApp mit Mama.
Danach 10 Minuten Massage im Durchknet-Sessel im Fitnesscenter, danach eine heiße Dusche. Herrlich.
Frühstück herrichten und noch direkt am Parkplatz verspeisen und dann konnten wir endlich Richtung Bibliothek fahren.
Wieder einmal ging Alex sehr gerne in die Bibliothek, ein tolles großes Gebäude mit vielen interessanten Büchern.
Ich spazierte lieber durch die Straßen von Halifax und kehrte dann auch schon früher zum Kohbi auf dem Parkplatz nahe der Bibliothek zurück, da ich meine Kopfschmerzen auskurieren wollte. Eine Tablette Mexalen und ein wenig Ruhe würden vielleicht helfen.
Gegen 18 h kam Alex zurück und wir machten uns wieder auf den Rückweg zu unserem Schlafplatz im Park.
Wir planten unseren nächsten Tag, denn morgen gehts wieder los und wir verlassen diese umtriebige Stadt, von der wir eigentlich nicht viel gesehen haben.Baca lagi
Peggys Cove und Flight 111 Memorial
3 Oktober, Kanada
☀️ 18 °C
Samstag, 03.10.2026
52 km
Noch einmal Fitnessstudio frühmorgens, ein VideoCall mit Mama und Lena, nochmals in den Massagesessel, eine heiße Dusche und am Parkplatz Frühstück richten und essen. Dann düsten wir los Richtung Peggy´s Cove. Einem kleinen Fischerdorf mit Leuchtturm und bunten Fischerhütten. Die Sonne schien, und der Himmel war ohne Wolken.
Der Parkplatz nahe dem Lighthouse war zum Brechen voll, aber wir bekamen trotzdem einen guten Platz. Wir kochten noch unser Mittagessen und dann spazierten wir vorbei an den Fischerhütten mit den Lobsterkäfigen, bis wir am Leuchtturm angelangten. Ein wenig zu viele Touristen hier, zu touristisch. Irgendwie fühlten wir uns beide nicht so ganz wohl in dem Getümmel.
Ich hatte unseren Schlafplatz beim Flight 111 Memorial herausgesucht. Ein Parkplatz nahe an der Küstenstraße, aber Bäume trennten den Stellplatz ganz gut von der Straße ab. So hatten wir noch einen Blick auf das in weiterer Ferne liegende Lighthouse mit dem roten Dach. Wir chillten noch ca. 2 Stunden im Van, und ich las mir die Geschichte zum Swissair Flug 111 auf Wikipedia durch.
Ja, wenn man sich die ganze Unglücksstory hineingezogen hat, bekommt so Erinnerungsplatz eine ganz ander Bedeutung. Auch Alex las ich die Geschichte vor.
Darum war es um so zu Herzen gehender und eindrucksvoller bei Sonnenuntergang zum Gedenkstein zu spazieren.
Eine Kappe mit Schweizer Wappen lag da und eine Borte mit Schweizer Motiven.
229 Männer,Frauen und Kinder haben am 2. September 1989 hier ihr Leben verloren. Keiner hat den Absturz überlebt. Die Untersuchung des Unfalles dauerte 4 Jahre und kostete 39 Millionen Dollar. Es wurden 98% der Trümmer aus dem Meer geborgen. Auch konnten fast alle Menschen identifiziert werden durch aufwendige DNA-Analysen.
Ein schreckliches Unglück, das aber auch viele Verbesserungen im Flugverkehr und im Flugzeugbau nach sich zog.
Ein toller Gedenkort, der besinnlich macht, dass unser Leben auch plötzlich enden kann und uns abruft, egal, wie alt wir sind.
Wir hatten also einen ruhigen Ausklang des Tages und auch eine ruhige, ungestörte Nacht.Baca lagi
Lunenburg und Four Mile Stillwater - Stellplatz
4–6 Okt, Kanada
🌙 6 °C
Sonntag, 04.10.2026 bis Dienstag 06.10.2026
208 km
Frühmorgens gegen 5h weckte mich Alex wieder liebevoll und ich bekam Olong Morgentee und dann gings raus aus dem Van zum Morgentraining. Danach frühstückten wir noch entspannt am Stellplatz, der nur sehr verhalten frequentiert wurde. Sehr angenehm.
Die Weiterfahrt führte durch den schönsten Indian Summer von Nova Scotia, mit verträumten Häusern am Meer und den typischen kanadischen Holzsesseln, die überall wo es schön ist, zum Sitzen und Verweilen und zum Staunen,einladen.
Unsere nächste Pause legten wir in dem Fischerstädtchen Lunenburg ein. Hier im Hafen lag ein altes Segelschiff, die „Bluenose II", die gerade wieder renoviert wurde. Sie dient heute noch jungen Seglern als Übungsschiff und wer mit diesem alten großen Segelboot mitfahren durfte, war ein richtiger Glückspilz.
Das Städtchen war wunderschön. Alte Holzhäuser in den vielfältigsten Farben standen auf diesem Hügel, dessen Straßen steil zum Hafen abfielen.
Ich spazierte staunend durch die Straßen und konnte mich gar nicht satt sehen.
Alex hatte die Zeit gerne anders genutzt und war im Van geblieben.
Als ich zurückkam, hatte er bereits begonnen, das Mittagessen vorzubereiten.
Wir hatten nun 2 Tage Zeit, die wir gut nutzen wollten und suchten uns einen IOverlander^ Stellplatz an einem verträumten See mit riesigen Granitsteinen im Wasser. Der Wald ringsum leuchtete in den schönsten Herbstfarben.
Am nächsten Morgen regnete es zwar nicht stark, aber wir wurden dennoch durchnässt. Hoffentlich trocknet unser Zeug bis morgen wieder. Wir frühstückten, schrieben, lasen, und recherchierten. Dann kochten wir uns ein leckeres Mittagessen und chillten uns durch den Nachmittag. Um 9h abends lagen wir im Bett, mit neuer Zusatzdecke, damit wir’s kuschelig warm haben, denn über Nacht heizen bei 6° Außentemperatur = 13° Kohbi-Temperatur ist nicht notwendig.
Morgenyoga mit unserer Laterne und mit Sternenhimmel, ja, ich mag es wirklich! Die Bewegung ist unheimlich gut, und so haben wir jeden Tag etwas getan.
Dann wieder chillen, recherchieren für den Appalachian Trail, Telefonieren mit den Liebsten zu Hause in Wien über Starlink und WhatsApp. Und heute gabs für mich mal Kaiserschmarren mit Apfelkompott als Mittagessen. Ok, ein gesunder Salat davor darf auch nicht fehlen. Guter Tag heute!
Morgen gehts nach Digby und Kohbi darf auch wieder mal Boot fahren.Baca lagi
Bay of Fundy + böse Überraschung an der Grenze U
7 Oktober, Kanada
🌙 8 °C
Mittwoch, 07.10.2026
187 km
Unser Tag begann noch in der dunklen,sternenklaren Nacht am kleinen See im kanadischen Indian Summer.
Die Sterne funkelten am Himmel, als wir mit unserem Yoga anfingen. Nach einer Stunde verblaßten die funkelnden Punkte und machten einem klaren hellblauen Himmel Platz.
Wir richteten noch unser Frühstück her, Gemüseplatte mit Natto und ein köstliches Porridge für jeden von uns.
Wir aßen wieder während der Fahrt, und kamen pünktlich um 10h im Hafen von Digby an. Das Ticket hatte Alex per Telefon gebucht und einmal von der Abendfähre um 17:30 auf die Vormittagsfähre um 11h nochmals umgebucht. Pünktlich konnten wir auf die Fähre auffahren, fanden einen Platz vorne in der Lounge am Bug des Schiffes.
Nach 2 Stunden und 15 Minuten erreichten wir Saint John.
Es war ca. 13h und so aßen wir unsere Vollkornwraps mit veganem Bacon. Hier konnten wir sogar nochmals unser Fitnessstudio besuchen. Ich gönnte mir 70 Minuten Crossfit und 20 Minuten im Massagesessel, sowie eine heiße Dusche mit Haarwäsche.
Als ich zum Kohbi kam, war Alex schon da. Leider ungeduscht, weil alle Duschen in der Männerkabine eiskalt waren.
Wir wuschen noch ab und dann gings an die Grenze in St. Stephens. Diesmal hatten wir das Gebäude zum Ausstempeln unseres CDP gleich gefunden. Alex ging hinein und kam nach 10 Minuten freudestrahlend zurück. „Das ging diesmal schnell“.
So, nun nur noch Grenze USA. Ein etwas finster dreinschauender Grenzbeamter wies unser Fahrzeug auf einen speziellen Parkplatz vor dem Gebäude. Da ich gefahren bin, wollte ich beim Verlassen unseres Vans natürlich zusperren. Ich wurde ungeduldig darauf hingewiesen, das ich das sein lassen sollte. Ok!
Wir gingen in einen großen hohen Raum, und wurden nach ca. 10 Minuten aufgerufen. Alex wurde dann in einen anderen Raum weitergeleitet. Ich sollte hier warten.
Nach mehr als 20 Minuten kam Alex wieder. Er wirkte verzweifelt, und durcheinander. Der Beamte winkte mich zu sich und meinte Alex sollte mich nun informieren.
Und was ich dann hörte, konnte ich gar nicht glauben:
„Wir müssen in 10 Tagen aus den USA ausreisen, unser ESTA mit 90 Tagen läuft am 18.Oktober 2026 aus!
In meinem Kopf dröhnten 1000 Fragen an Alex, was passiert war, doch ein Blick aus seinen Augen ließ mich stumm bleiben.
Der Beamte kehrte immer noch seinen unguten Alfawolf heraus und erklärte in schnellem Amerikanisch Alex nochmals, das wir unbedingt am 18. Oktober aus den USA ausreisen mussten, sonst würden schlimme Strafen und Konsequenzen drohen.
Dann wurden wir entlassen. Wir setzten uns ins Auto und Alex erklärte mir, dass, weil wir über Kanada in Alaska eingereist waren, dann nochmals über Kanada zurück in die USA und bei den Niagarafällen nochmals in Kanada eingereist waren, unsere 90 Tage des ESTAs ab Alaska zu zählen begonnen hatten.
Uns blieben also 10 Tage um Mexiko zu erreichen und ca 4000 km zu fahren. Also keine fast 2 Monate um uns die USA anzusehen! Unsere 90 Tage hatten ab Einreise Alaska zu laufen begonnen und uns blieben 10 Tage!
Es war 21 h, als wir von der Grenze wegkamen, wir waren beide geschockt und ratlos. Während ich mich ans Steuer setzte, googelte Alex alle Möglichkeiten auf KI durch.
Wir hatten uns einen Stellplatz in Calais herausgesucht, und Walmart hatte bis 23 h offen. So stockten wir dort noch unsere gesamten Vorräte auf und stellten uns in Calais auf den IOverlander Parkplatz.
Eines war uns klar: Wir mussten die 4000 km nach Mexiko in 9 Tagen schaffen, keine Panne haben, keinen Unfall, und das geplante Service für Kohbi in Dallas würde auch flach fallen.
Die Stimmung war sehr, sehr gedrückt, als wir endlich schlafen gingen.Baca lagi
Race across America + Hurricane Isaias
8–10 Okt, Amerika Syarikat
☀️ 19 °C
Donnerstag, 08.10.2026 bis Samstag, 10.10.2026
Donnerstag, 1036 km
Freitag, 1096 km
Samstag, 1030 km
Sonntag, 524 km Ankunft in Dallas
Wir hatten beide nicht gut geschlafen, es war 3h irgendwas, als wir aufstanden. Wir wollten einfach nur losfahren, wollten diese vielen Kilometer angehen.
Wieviel würden wir pro Tag schaffen?
Der Donnerstag begann in der Dunkelheit und endete auch dort. Dazwischen fuhren wir beide immer 100 km und wechselten uns dann ab. Wir hatten, bevor wir in Calais losfuhren, noch unser Frühstück gerichtet. Das nahmen wir während der Fahrt zu uns. Mittag gegessen haben wir auf irgendeinem Rastplatz. Das Geschirr wanderte einfach in die Spüle.
Während der eine fuhr, recherchierte der Beifahrer. Als gegen Vormittag auf unserem Google Maps plötzlich eine Hurricanewarnung aufpoppte änderte sich unsere Route nochmals gravierend. Wir mussten einen großen Bogen nach Norden machen, um dem Hurricane auszuweichen. Dieser sollte mit fast 180 km/h auf Land (Florida und Alabama) treffen und auch im Landesinneren würden sintflutartige Regenfälle, entwurzelte Bäume und starke Windböen die Autobahnen lahmlegen können.
Das konnten wir nicht riskieren, so nahmen wir die 200-400 km Umweg in Kauf.
Die Route stand fest und wir fraßen die Kilometer auf den Interstates. Viele riesige Lkws mit langen Anhängern überholten uns mit ihren starken Motoren. Oft konnten wir uns hinter einem ca. 110 km/h fahrenden Trucker dranhängen und sicher in der Dunkelheit hinter ihm, mit gutem Sicherheitsabstand, im Windschatten fahren. Wenn uns einer dieser Riesen überholte, versetzte uns der Fahrtsog um mindestens einen halben Meter nach links. Bald konnten wir mit dieser unangenehmen Tatsache besser umgehen.
Die Amis fahren sehr diszipliniert, ruhig, ohne Hupen, aber schnell. Sehr schnell. Sie fahren meist 20 - 30 km/h schneller als erlaubt. Aber Polizei sieht man auf den Interstates fast nie.
In diesem Modus erreichten wir am Samstag Abend Dallas. Da wir ja im Süden Amerikas unterwegs waren, fuhren wir an typischen endlosen Baumwollfeldern vorbei.
Einen Schlafplatz hatten wir uns schon rausgesucht,und bevor wir uns dort in unser Hochbett legten, gab es noch eine kleine Trainingseinheit im Planet Fitness Studio.Baca lagi
“Wichtige Dinge in Dallas“
10–12 Okt, Amerika Syarikat
☀️ 22 °C
Sonntag, 11.10.2026 bis Montag, 12.10.2026
316 km
Heute standen viele große Besorgungen auf unserem Plan. Nachdem wir im Planet Fitness trainiert hatten, und dort auch unser Frühstück eingenommen hatten, ging es auch schon los.
Wir wollten uns 8 Dieselkanister besorgen, die wir in unserer Garage unterbringen wollten. Alex recherchierte und bei Traktor Supply, einer Kette für Landwirtschaftsbedarf, wurden wir fündig. Ich suchte in allen Filialen in und um Dallas auf den Webseiten der jeweiligen Filiale heraus, wieviele Stück lagernd waren. So hatten wir nun 3 Filialen anzufahren. Mal 3 Stk,mal 2 Stk und nochmals 2 Stk und 1 Stk hatten wir in einem Outdoorladen gefunden. Alles dasselbe Fabrikat. Leider hatten die aber alle nur einen Rüssel zum zumachen und keinen Schraubverschluss und so bestellte Alex gefundene Schraubverschlüsse per Amazon nach San Antonio zu einem Locker.
Auch 3 Liter Motoröl einer ganz bestimmten Marke und für unseren Van passend mussten wir in mehreren Autozone Filialen zusammensuchen.
Der Filter, den Alex unter der Motorhaube unseres Kohbis einbauen wollte, um das Wasser aus dem Diesel herauszufiltern (schlechte Dieselqualität) bestellte er ebenfalls nach San Antonio zum Locker beim Whole Foodsmarket, einer Lebensmittelkette mit ganz vielen Organic Food Angeboten.
Am Abend stockten wir noch unsere Vorräte bei einem Walmart auf, und dort war Halloween gerade up to Date.
Diese verrückten Amerikaner! Alex suchte zur Sicherheit nochmals Verschlüsse für unsere gelben Dieseltanks im Internet bei Home Depot heraus, die wir morgen Montag noch in einer Filiale abholen wollten, wo 12 Stück lagernd waren.
Doppelt abgesichert also, das ist mein Schatzi, Alex!
Montag früh gings nochmals zum Training beim Planet Fitness, mit heißer Dusche, Haarwäsche und Frühstück am Parkplatz.
Danach ging Alex den Umbau in unserer Garage an. 8 gelbe Dieselkanister mussten unter unserem Bett Platz finden. Sie machten unseren grauen Euroboxen Platz, die wir ab diesem Zeitpunkt neben unserer Trenntoilette hochgetürmt in der Dusche platzierten, mit Lochband an Verzurrungsösen befestigten und nochmals mit einem Zerrgurt sicherten.
Nun hatten wir also Sichtschutz beim aufs Klo gehen. Hatte auch was! Alex platzierte noch eine Plywoodplatte auf den Kanistern, um darüber die letzten niedrigeren Euroboxen einzustapeln. Auch einen Antirutschboden gegen das Verrutschen der Dieselkanister hatte ich noch im Home Depot gefunden und Alex hatte sie zwischen die Schubschienen hineingeschnitten. Nun konnte nichts mehr verrutschen.
Nachdem das passiert war fuhren wir nochmals los, um AdBlue Additive (gegen die Kristallisation im AdBlue Tank)einzukaufen. Sie sollten für die Fahrt durch Mittelamerika ausreichen. Auch einige Flaschen Dieselpartikelfilter Reiniger haben wir noch an Bord aufgestockt und gut untergebracht.
So ausgerüstet haben wir uns noch um 19h abends auf den Weg nach San Antonio gemacht.Wir kamen nach ca. 2,5Std Fahrzeit und 219 km mitten in der Nacht auf unserem IOverlander-Stellplatz mitten auf dem Parkplatz vor dem Whole Foods Market an. Geschlafen hatten wir dort sehr gut, denn er lag mitten im Geschäftskomplex und weit weg von den lauten befahrenen Straßen. Auch toll zum Einkaufen. Biologisch vollwertiges Obst und Gemüse, ein riesiger Bio-Laden, mit herrlichen Keksen, wo ich jeden Tag einen anderen verkostet habe.Baca lagi
“noch mehr Besorgungen und Umbauten“
13–17 Okt, Amerika Syarikat
☀️ 32 °C
Dienstag, 13.10.2026 bis Samstag 17.10.2026
185 km Fahrerei in San Antonio
Unsere erste Station nach dem Frühstück war das Bauhaus, ein paar Häuserecken weiter. Ich kaufte Lochplatten, Schrauben und PVC-Schläuche für Dieselkraftstoff.
Während Alex im Schatten eines Baumes mit dem Einbau unseres Wasserabscheiders begann.
Er ist mit unendlicher Geduld bei dieser Arbeit gesegnet, denn mindestens 3 x beim Probieren ob alle Anschlüsse funktionierten, spritzte immer Dieselkraftstoff ihm entgegen.
Da ihm auch die Befestigung mit der Lochplatte noch zu sehr wackelte kaufte ich zur Stabilisierung nochmals dieselbe Lochplatte, um die Anschraubplatte zu versteifen.
Nicht glücklich mit dem Ölabscheider, googelte Alex noch im Netz und fand bei O`Reillys (Autozubehörteile) in Dallas mit Hilfe von KI noch neuen, professionelleren.
Mittwoch, 14.10.2026
Ich laborierte währenddessen an meiner Brandblase, die ich mir beim Umschütten unseres kochenden Tomatensugos, zugezogen hatte. Ein Esslöffel großes Stück kochendes Sugo fiel dabei auf den hinteren Teil meiner großen rechten Zehe und weil das noch nicht genug brannte, riss ich mir die große, schon mit Wasser gefüllte Brandblase beim Durchschlüpfen vom Fahrerraum in den Wohnraum am Beifahrersitz auf.
4 Tage war die Wunde nun alt, und nässte wie verrückt, und brannte höllisch und pochte.
So ging ich zum Arzt, bekam eine Spritze in die Zehe, die dann mit einem Schwamm gereinigt worden war und eine Antibiotika Salbe verschrieben. So ausgestattet humpelte ich mit meinen Flip Flops an den Füßen, den rechten hatte ich mit Malertape am Fuß festgeklebt, damit die Wunde mit nichts in Berührung kommen konnte zurück zum Home Depot Parkplatz, wo Alex fleißig schraubte.
Nach Mittagessen und Schraubertätigkeiten am Nachmittag ging es wieder zurück zum großen Parkplatz beim Whole Foods Market. Während ich einkaufen war, hatte Alex ein Gespräch mit den Securities, diese eine Nacht dürften wir nochmals bleiben.
Am Donnerstag früh besorgten wir noch den neuen Wasserabscheider, fuhren nochmals auf den großen Parkplatz beim Home Depot, und Alex baute den miesen aus, und den neuen ein.
Auch die Steuererklärung musste heute noch eingeschickt werden, so verbuchte ich alles von August und konnte auch dieses Kapitel abschließen.
Alex wollt nun nicht mehr riskieren, es sollten morgen Freitag noch ein paar Verbindungsteile für die Schläuche kommen, und deshalb recherchierten wir beide fleißig für Mexiko.
Diesmal schliefen wir ca. 10 Minuten weiter weg, in einer ruhigen Gegend am Straßenrand, da wir den Securities keine Gelegenheit bieten wollten, uns vom großen Parkplatz zu verjagen.
Wieder ging ein ereignisreicher Tag zu Ende und wir fielen müde in unser Bett.
Freitag früh besuchten wir noch das Geschäft Best Buy, und Alex besorgte sich dort die META Ray Ban, ein wahres technisches Spielzeug für Computer-Nerds.
Auch unsere Wäsche musste nochmals in die Waschmaschinen. Diese Prozedur kostete uns ebenfalls wieder 3 Stunden mit allem zusammensuchen, abmontieren,waschen, trocknen, wieder zusammenlegen Bett neu überziehen und alles frisch duftend Gewaschene wieder verstauen.
Danach fuhren wir zurück zum Whole Foods Market-Parkplatz, ich schrieb unsere Lebensmittel- und Medikamentenliste für den Grenzübertritt, während Alex sich mit der Brille beschäftigte.
Da unsere grüne Überdecke nun schon fast 30 Jahre alt ist, mehrmals geflickt ist und nach dem Waschen nochmals neu aufgerissen ist, habe ich mich mich mit dem Ausbessern von Plaids beschäftigt und bin auf eine alte japanische Ausbesserungstechnik, dem Sashiko, gestoßen.
Das hat mich so fasziniert, das ich mir unbedingt das passende Garn, Nadeln und Stoffe zum Ausbessern besorgen wollte.
Ich googelte und fand per KI ein Geschäft in San Antonio, dort würde ich mir alles Notwendige morgen besorgen können.
Wir warteten noch auf ein paar Teile, die auch hier im Markt heute Nachmittag noch ankommen sollten.
Alles kam gegen 6 Uhr abends an. Alex war hocherfreut, dass alles so gut klappte.
Dann gings wieder zu unserem Straßenparkplatz, wo wir dem Samstag, unserem Abreisetag entgegenschliefen.
Samstag war um 5h früh Tagwache. Wir besuchten nochmals den Planet Fitness, Alex, um zu trainieren und ich,um mich 20 Minuten im Massagesessel durchkneten zu lassen, dabei meinen Fuß zu schonen und dann mit Plastiksackerl am Fuß duschen gehen zu können. Das klappte alles hervorragend.
Dann fuhren wir zum Nähzubehörgeschäft, wo ich alles für die Ausbesserungsarbeit an meiner alten,aber für mich sehr wertvollen Decke besorgen konnte.
Da die neuen Verschlusskappen von Amazon viel billiger waren als die von O`Reillys, fuhren wir dort nochmals hin, um sie zurückzugeben. Auch das klappte hervorragend.
Noch einmal fuhren wir zum Whole Foodmarket Parkplatz zurück. Dort bereiteten wir alle unsere Dokumente für die Grenze vor, druckten noch mehr Dokumente aus und richteten alles übersichtlich zusammen und Alex holte die letzten Amazon-Bestellungen im Markt ab. dort.
Jetzt hatten wir alles beieinander.
Dann konnte es endlich losgehen. Wir machten uns auf in Richtung Grenze México.
Ich fuhr die gesamte Strecke von ca. 200km, während Alex sich auf den morgigen Grenzübergang vorbereitete.
Wir hatten uns einen Stellplatz in der Nähe von Laredo gesucht, wo wir dann nur mehr 34 Minuten an die Grenze hatten.Baca lagi
Grenzübergang Mexiko / Monterrey Webb County
18–19 Okt, Amerika Syarikat
⛅ 10 °C
Sonntag, 18.10.2026 und Montag,19.10.2026
299 km
Wir wachten um 5h auf, und endlich mal wieder Yoga! Dann noch Frühstück gekocht und auf dem Weg zur Grenze im Fahren gegessen.
Weil Alex sich so genau vorbereitet hatte, hatten wir auch das richtige Gebäude gleich gefunden, wo wir Khobi im CDP ausstempeln ließen und auch für uns den Ausreisestempel erhielten.
Dann ging es über die Colombia Bridge und wir reisten in Mexiko ein. Hier mussten wir 3,5 Stunden zubringen, unser FMME Formular zur Einreise konnte uns per email kein Dokument zuschicken, nur eine Zahlungsbestätigung und das war dem Grenzbeamten zuwenig, mit dem konnte er nichts anfangen. So mussten wir erneut ein Formular dafür vor Ort ausfüllen und nochmals bezahlen. Den bereits gezahlten Betrag könnten wir zurückfordern. Dann ging es um die Einreise für Kohbi. Der brauchte ein TIP. Wir wollten eines für 10 Jahre, mit mehrfacher Ein- und Ausreisemöglichkeit. Bekamen aber schlußendlich nach 2 Stunden warten, weil dort keiner der jungen Grenzbeamten fähig war, den Computer und das Programm zu bedienen, nur 6 Monate, mit dem waren wir aber auch zufrieden.
Dann hatten wir es geschafft. MEXIKO! Ein ganz anderes Pflaster als USA! Wir genehmigten uns noch ausgehungert Gnocci mit Tomatensauce ohne Salat, und ohne Dessert.
Alles Obst und Gemüse hatten wir gestern noch zusammengegessen und heute morgen im Frühstück verwendet. Unser Eiskasten war gähnend leer.
Gegen 16h fuhren wir wieder auf den Highway nach Monterrey auf, erreichten die Millionen-Metropole nach gut 2 Stunden Fahrzeit. Dann noch Einkaufen im Supermarkt und dann auf unseren Stellplatz in einem feineren Viertel der Stadt mit Einfamilienhäusern um einen kleinen Park.
Hier verbrachten wir eine ruhige Nacht. Wir fühlten uns sicher und gut aufgehoben.Baca lagi
„Warten auf Sojabohnen“
20–21 Okt, Mexico
⛅ 17 °C
Dienstag, 20.10.2026 und Mittwoch, 21.10.2026
13 km + 111 km
Ein weiterer früher Morgen in Monterrey am Park hatte begonnen. Wir machten uns wieder auf den Weg ins Planet Fitness, hatten dort kostenloses Internet und Alex plauderte mit seiner Mama und ich mit meiner über Videotelefonie, während er auf dem Fitness - Rad saß, und ich am Crosstrainer auf und ab wippte.
Meine Mutter begrüßt mich dann meist mit den Worten: Na, hüpfst scho wieder auf und o? Irgendwie nervt sie das wohl ein wenig, wenn ich mich im Bild auf und ab bewege.
Diesmal war die Aussicht auf den Berg ein wenig wolkenverhangen, aber die Sonne kämpfte sich aus dem Osten mit all ihrer orangenen Kraft durch die Wolken.
Ich freute mich aufs Telefonieren mit Mama und meiner Tochter Lena, auf die Bewegung und die heiße Dusche.
Hier war es sogar jedesmal möglich, nach dem Training noch für 10 Minuten auf einen Massagestuhl zu steigen.
Guter Trainings Ausklang. Dann zu Kohbi hinunter auf den Parkplatz und Frühstücken.
Heute gings nochmals zurück in den Park. Warten auf die biologischen Sojabohnen und Kürbiskerne.
Alex hatte am Montag nochmals bestellt. Aber leider war der Locker voll gewesen und das große Paket konnte nirgends hineingestellt werden.
Wir würden aber nur noch bis Morgen Mittag warten, und dann Richtung Pazifikküste /Mazatlan aufbrechen.
So verbrachte Alex nochmals einen Tag mit Recherchieren wegen dem Starlink, Durchforsten einiger Foren, was die anderen Overländer nun versuchen würden.
So kam der Abend und wieder eine ruhig verbrachte Nacht.
Mittwoch früh brach an und wir machten uns auf den Weg ins Fitness-Center.
Dieselbe Routine wie gestern. Trainieren, Videotelefonieren, Duschen, Frühstücken am Parkplatz.
Dort warteten wir noch auf die Amazon Lieferung. So kochten wir uns dort auch noch unser Mittagessen.
Dann leider noch immer keine Lieferung unserer heiß geliebten Sojabohnen. Ok, dann würden wir es nochmals in dem großen Supermarkt Soriana versuchen. Wir mussten ja sowieso nochmals für die Fahrt uns mit Lebensmittel eindecken.
Und dort wurde ich endlich fündig. In der Gemüse- und Obstabteilung hing ein Spender mit Sojabohnen. Soviel, dass ich gleich 5,5 kg in Säcke füllte und so nun unser Vorbestand an Sojajoghurt und Natto gesichert war.
Nun konnte es endlich los gehen.
Beim schönsten Sonnenuntergang gings endlich raus aus Monterrey mit seinen Rumpelstraßen mit den vielen Schlaglöchern und den vielen nicht gekennzeichneten Geschwindigkeitsschwellen.
Die Bergketten zeichneten sich deutlich gegen den leuchtenden Abendhimmel ab und die riesige Millionenmetropole mit den vielen Autos und Staus ließen wir schön langsam hinter uns.
Es war schon dunkel, als wir in Saltillo ankamen, hier wollten wir übernachten. Wir versuchten als erstes den Parkplatz beim Planet Fitness Studio, hier war es jedoch sehr eng und sehr voll. Und außerdem schrillte 2x eine Sirene total aufdringlich über den Platz. So hüpften wir 15 Minuten weiter auf den Walmart-Parkplatz. Hier schlüpfte ich noch kurz vor Sperrstunde um 21h hinein. Mal zum einen um für Alex noch Kohlsprossen zu besorgen, die ich in keinem einzigen Supermarkt in Monterrey bekommen hatte, und mich beim Ladenmanager anzumelden, ob wir hier auf dem Parkplatz übernachten durften. Auch die IOverlanderApp hatte diese Vorgangsweise so beschrieben.
Wir durften bleiben. Aber leider gabs auch hier keine Kohlsprossen für Alex.
Müde vom Warten auf die Sojabohnen, der Fahrt durch die wuselige Stadt und dann noch durch die Dunkelheit, schliefen wir ruhig und ungestört bis zum nächsten Morgen.Baca lagi
Saltillo und Ruhetag bei den Vizcaya Mountains
22 Oktober, Mexico
☀️ 23 °C
Donnerstag,Freitag, 22. und 23.10.2026
261 + 295 km
Frühmorgens verließen wir den Walmart-Parkplatz und begaben uns zurück zum einzigen Planet Fitness Studio in Saltillo. Training, Plaudern mit unseren Liebsten, eine heiße Dusche und eine angenehme Massage standen hier auf dem Programm.
Dann noch Frühstück am Parkplatz. Da ich mir noch die Stadt ansehen wollte, fuhren wir danach ins Zentrum. Alex war noch immer an der Sache mit dem Starlink dran, und daher hatte er einfach keinen Kopf für einen Stadtspaziergang.
So ging ich allein durch diese mexikanische Altstadt mit den typischen Häusern und Innenhöfen. Auch die Basilika besuchte ich, setzte mich sogar in eine Kirchenbank, um einer Messe mit Gesang und Gebet zu lauschen.
Und natürlich schickte ich meine Gebete und Wünsche an den lieben Gott, wenn ich schon mal da war. Für Gesundheit von Mama, für „dass alles gut geht mit Lenas Baby,meinem ersten Enkelkind,das gerade in ihrem Bauch heranwächst“ und für unsere Reise, dass wir doch manchmal Glück haben, und Sojabohnen einfach so daherkommen, so unerwartet.
Dann war ich wieder draußen auf dem Kirchenplatz, und wieder begegnet mir hier das bald kommende Fest „Dia de los Muertes (Tag der Toten), überall stehen Figuren von Künstlern, alles ist schon geschmückt.
Nach einer Stunde mache ich mich wieder zurück zum Auto, finde Alex jedoch nicht. Der musste eine Gasse weiterfahren und wartete dort auf mich.
Und er hatte es tatsächlich geschafft! Wir hatten wieder Internet über Starlink. Wir waren nun wohnhaft in Mexiko und legal mit Starlink verbunden. Einen begabten und grandiosen Mann hatte ich, der jede Aufgabe mit Bravour zu lösen schien.
Aber ich wusste und spürte, dass ihn dies sehr unter Druck setzte, und unruhig machte, bis er die Sachen gelöst bekam.
So verließen wir Saltillo, jedoch nicht ohne nochmals bei einem Supermarkt vorbeizuschauen, ob nicht doch noch irgendwo Kohlsprossen zu finden waren.
Doch leider nein. Aber ich hatte ein neues Gemüse gefunden, eine Jicama, (mexikanische Rübe) oder Yambohne, sie schmeckt wie Kohlrabi mit leicht süßlicher Note,sie wird meist roh gegessen und ist sehr knackig.
Wir fuhren wieder auf die Autobahn auf und steuerten den IOverlander Stellplatz in den Vizcaya Mountains an.
Gerade weit genug weg von der Autobahn, am Fuß der Berge, inmitten von Kakteen und kargen Böden mit Steinen und stacheligen Büschen, doch auch mit kleinen gelben Blüten aufwarteten.
Dort war es ruhig und weitläufig.
Ein guter Platz für einen Ruhetag. Begonnen mit Yoga-Morgenroutine, Frühstück mit Porridge und abgeschlossen mit Kichererbsen-Zucchini-Laibchen,Joghurt mit Kräutern und Knoblauch und Salat, mit Lesen und ein wenig Schlafen.Baca lagi






























































































































































































































































































