Mit dem Cabrio 3000 km durch Südnorwegen. Hamburg-Kopenhagen-Olso-Lillehammer-Greianger Fjord-Bergen-Stavanger-Kristianstadt-Hirthals-Hamburg
  • Day10

    Fazit

    August 16 in Norway ⋅ ☀️ 16 °C

    Fortes fortuna adiuvat!
    Das ist ganz sicher so, denn wir hatten in dieser Woche bis auf 3 Tropfen keinen Regen, wir hatten keine Panne, keine Verletzungen, keinen Streit, haben ausnahmslos nette Leute getroffen und die schönsten Ecken Süd-Norwegens bei bestem Wetter besucht.
    Wir sind die komplette Tour offen gefahren und hatten die ganze Zeit volle Sonne! Einmal haben wir das Dach zugemacht, weil es zu heiß war. Trotz Fahrtwind um die Nase. Irgendwann glüht die Birne eben.
    Norwegen ist mit seiner abwechslungsreichen Landschaft und den Nationalparks am besten mit dem Auto zu bereisen. Die Straßen sind alle top und die Infrastruktur für Camping, Wohnmobile und Biker ist hervorragend.
    Überall gut ausgestattete Campingplätze in den besten Lagen. Zusätzlich dazu gibt es, wie auch in Schweden das „Jedermannsrecht“, das es Reisenden erlaubt überall für eine Nacht das Zelt aufzuschlagen. Auch das haben wir genutzt.
    Wenn man aber ganz alleine irgendwo in der Walachei sein Zelt aufstellt, muss man die Geräusche der Nacht (Tiere, Wind, sonstiges Geraschel) möglichst ausblenden, sonst kommt man vor lauter Wacheschieben nicht zum Schlafen. Campingplätze mit vielen Autos sind jedoch auch nicht wirklich eine Alternative. Man hat zwar eine Dusche und sanitäre Anlagen, jedoch hört das Türenklappen der Leute auf Rundreise meist erst gegen 0:30 Uhr auf. Klapp klapp Klapp Klapp Klapp.
    Was manche Leute in der Nacht so alles umzuräumen haben, ist schon erstaunlich.
    Wild Campen ist, wenn man gut ausgerüstet ist, definitiv die bessere Lösung.
    Wir haben wieder festgestellt, dass wir alles dabei hatten, was benötigt wird. Das zeigt sich immer dann, wenn man sein Lager aufgebaut hat und der Kofferraum danach fast leer ist.
    Einzig die nicht vorhandene Kühlung könnte man noch perfektionieren.
    Ohne Kühlung muss man eigentlich fast jeden Tag irgendwo etwas einkaufen. Das könnte man vermeiden.
    Die Tour war sensationell schön. Wir haben, wie immer von Tag zu Tag geplant und uns nicht hetzen lassen. Wer eine Autoreise unternimmt und unbedingt alles das schaffen will, was er in der Theorie geplant hat, wird die ganze Tour wie ein Getriebener am Steuer sitzen und Kilometer abreißen.
    Genau das haben wir nicht getan und das Ergebnis ist, daß wir den kompletten Süd-westlichen Teil um Stavanger und die südliche Küste ausgelassen haben.
    Wir haben uns an Orten, die wir schön fanden ausreichend Zeit genommen, diese Region kennzenzulernen und sind dafür nicht in Stavanger gewesen.
    Ein Grund mehr noch einmal nach Norwegen zu fahren.
    Ein Glück, dass wir so tolle Kinder haben, die die ganze Woche, trotz Schule alleine zuhause waren. Wir hoffen sie haben uns ganz doll vermisst, aber freuen sich schon auf das nächste Mal.
    Denn nach der Reise ist vor der nächsten Reise.
    ✌🏼
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  • Day9

    Kristiansand

    August 15 in Norway ⋅ ☀️ 19 °C

    Joa... nett, aber kein Knaller.
    Wir waren gut Essen und haben den Urlaub schön ausklingen lassen.
    Die Stadt ist Durchschnitt. Keine extra Reise wert. Aber hier fährt morgen um 8:30 Uhr die Fähre nach 🇩🇰 ab, also sind wir hier.
    Früh aufstehen ist angesagt.
    Ach so ja, Christina möchte ein Boot. Sie hat schon mal eins ausgesucht.
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  • Day9

    Auf dem Telemarksvegen nach Kristiansand

    August 15 in Norway ⋅ ☀️ 22 °C

    Nach einer Nacht in der Wildnis des Gaustatoppen, absoluter Ruhe und einem imposanten Sternenhimmel ohne Streulichter, sind wir Richtung Kristiansand aufgebrochen.
    Kurz noch etwas zur Flora dieser zahlreichen Hochebenen. Flechten und Moose in allen Farben und Formen ziehen sich durch die Landschaft. Viel mehr wächst nicht, außer Heide und ein paar unbeugsame Birkenkeimlinge, die es aber nie über 3 cm schaffen.

    Waschen im Fluss und dann los.
    Immer entlang des Telemarksvegen (Riksvej 41), der in Nord-Süd Richtung bis Kristiansand geht.
    Landschaftlich einmalig abwechslungsreich und schön kurvig. Wie immer alles bei voller Sonne und bester Laune.
    Es gibt zwei Möglichkeiten: entweder die Norweger haben gesagt, wir bauen jetzt mal die richtige Straße für das Auto, oder die Japaner haben gesagt, wir bauen jetzt mal das richtige Auto für diese Straße. Eins von beiden muss stimmen.
    Lehrreich ist es zudem auf dieser Straße auch noch.
    Man passiert den drittältesten Baum Norwegens (knapp 1000 Jahre alt) und die Tveit Kirke von 1060.
    Von der Eiche ist leider nach der Zeit nicht mehr viel übrig. Drei verkümmerte Äste tragen noch Blätter, der Rest ist kahl und morsch.
    Unsere Eiche hinten ist knapp 100 Jahre alt. Ich rechne kurz...... Nee, wird nix. Die überlebt uns.
    Die Kirche in Tveit war geöffnet und wurde gerade für eine Hochzeit hergerichtet.
    Wer die Bergstedter Kirche kennt, wird eine Ähnlichkeit des Inneren nicht von der Hand weisen können.
    Ich bin kein Kirchen-Historiker, jedoch weiß ich dass die Bergstedter Kirche etwa Ende des 12. Jahrhunderts errichtet wurde.
    Also knappe 100 Jahre später, als diese.
    Wie es dazu kommt, dass der Stil sich sehr ähnlich ist, weiß ich nicht. Muss man ja auch nicht wissen.
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  • Day8

    Gaustatoppen

    August 14 in Norway ⋅ ☀️ 16 °C

    We did it!
    Nach einem gemütlichen Frühstück in der Sonne mit Blick auf den See sind wir zum Gaustatoppen und sind wie geplant raufgewandert.
    4,9 km, 670 Höhenmeter, 4 Stunden. Rauf und wieder runter.
    Bis auf 1850 m kommt man mit unseren Schuhen. Die letzten 40 m sind für Kletterer.
    Eine super Tour, mehr oder weniger die ganze Zeit im Geröll.
    Nach den beiden Tagen im Auto war das genau das Richtige, um mal wieder alle Glieder auszuklappen.
    Jetzt geht es weiter Richtung Kristiansand. Unterwegs nochmal Camping. Mal sehen was so kommt.
    Die Temperaturangaben stimmen übrigens nie in dieser App. Hier ist es viel wärmer.

    Planänderung. Wir bleiben auf der Hochebene und fahren erst morgen weiter.
    Heute wird wild gecampt. Kurz noch das Wichtigste eingekauft (kaltes Bier) und dann Feierabend!!! Siehe Video.
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  • Day7

    Hardangervidda

    August 13 in Norway ⋅ ⛅ 24 °C

    Heute geht es wieder Richtung Osten in die Berge und Hochebenen.
    Geschlafen wird wieder im Zelt an einem noch nicht bekannten Ort.
    Hauptziel des heutigen Tages ist Hardangervidda. Nordeuropas größte Hochebene.
    Sie beherbergt unter anderem die größten Herden von Bergrentieren auf der Welt.
    Schon der Weg dorthin, durch das Hardangertal war super. Tal reiht sich an Tal. Hauptsächlich Obstanbau ist hier zu sehen. Hat was vom alten Land, bloß dass die Berge etwas höher sind.
    Später noch einige Kilometer am Fjord entlang und dann geht es von Eidfjord aus auf die Hochebene.
    Gleich hinter der ersten Ecke der Vøringsfossen, ein gut zugänglicher Wasserfall mit knapp 6 Fällen und NUR HEUTE einem Regenbogen.
    Ich glaube, der ist sonst nicht da. Bestimmt nicht.
    Die bald danach beginnende Hochebene fasziniert durch ihre Kargheit und Weite. Wer das alles zu verantworten hat, sieht man wenn man den Blick bis ganz nach hinten wirft. Dort lugt der Hardangerjøkulen Gletscher über die Kante.
    Was man natürlich nicht zu Gesicht bekommt, sind die Rentiere, wie eigentlich alle Tiere in Norwegen. Keine Elchtiere, keine Hirsche, nicht einmal Greifvögel oder anderes Getier.
    Merkwürdig leer alles. Bachstelzen gibt es und die, wie bei uns die Amseln.
    Wir haben Stavanger heute ausgelassen. Wir sind lieber in Nationalparks und der Natur unterwegs. Stadt hatten wir genug. Vielleicht später.
    Der heutige Schlafplatz wirbt mit Bewertungen, die ihn als „schönsten Campingplatz Norwegens“ auszeichnen. Sandviken Camping in der Nähe des „Gaustatoppen“. Den gilt es morgen zu entdecken. Mal sehen ob wir ganz hochgehen.
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  • Day6

    Bergen

    August 12 in Norway ⋅ ☁️ 21 °C

    Bergen ist eine Reise Wert. Eine lebendige Stadt, mit toller Gastronomie und Leben an allen Ecken. Wenn ich Norweger wäre, würde ich diese Stadt Ålesund vorziehen.
    Die Fahrt hierher war schon ein tolles Erlebnis, die Stadt ist die lange Reise wert.
    Wer hierher kommt, erlebt etwas.
    Manche sagen, die Kinder in Bergen kommen schon mit einem Regenschirm zur Welt. Heute ist es eher der Sonnenschirm. Wir haben wohl Glück. Wie schon auf der ganzen Reise.
    Da fährt man nach Bergen um mal die echte Nordsee zu spüren und dann sind 30 grad.
    Ich hatte seit wir losgefahren sind noch nicht einmal eine lange Hose an.
    Morgen geht’s wieder in die Wildnis.
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  • Day6

    Aurlandsfjellet

    August 12 in Norway ⋅ ☀️ 16 °C

    Heute geht es früh von Olden mit diversen Umwegen nach Bergen. 400 km für die wir bestimmt 7 Stunden brauchen werden. Der Weg ist das Ziel.
    Der Aurlandsfjellet, die frühere Verbindung von Aurland nach Lærdal. 1967 eröffnet, vormals als Baustrasse für die Stromtrasse genutzt.
    Heute nur noch Touristenattraktion.
    Der Weg ist meist von Oktober bis in den Juni hinein gesperrt.
    Spektakuläre Ausblicke und nach wie vor viele Schneefelder.
    Ebenfalls vorbeigekommen sind wir am Aussichtspunkt „Stegastein“, einem der absoluten Touri-Hotspots in Norwegen. Man fragt sich warum. Die Architektur ist beeindruckend , der Blick ist gut aber nicht aussgewöhnlich.
    Jetzt um 18:00 nach Bergen reingefahren.
    Das Bier ruft!
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  • Day5

    Brenndalsbreen Gletscher

    August 11 in Norway ⋅ ☁️ 18 °C

    Nach einer kurzen, frühen Fahrt von nur 160 km sind wir am Oldevatnet angekommen. Einem Binnensee, der in erster Linie Schmelzwasser der umliegenden Gletscher aufnimmt. Es rauscht rundrum aus den Bergen.
    Schnell Zelt aufgebaut und dann zum Brenndalsbreen Gletscher aufgebrochen.
    Einem Auslaßgletscher des Jostedalsbreen, dem größten europäischen Festlandgletscher.
    Größere gibt es nur auf Island.
    Der Jostedalsbreen hat knapp 30 Auslaßgletscher, die sternförmig um ihn herum liegen.
    Gut erreichbar sind Brikdalsbreen und Brenndalsbreen.
    Wir sind also Brenndalsbreen gelaufen. 3,5 Stunden, knapp 400 Höhenmeter und viel Wasser.
    Kurz vor dem Geröllfeld war Ende. Der Geltscherfluss ist aufgrund der hohen Temperaturen dermaßen angeschwollen, dass ein Überqueren unmöglich und sehr gefährlich ist. Wir haben es gar nicht erst versucht. Das video sagt alles.
    Die Wanderung ist auch so sehr beeindruckend und man kommt selten einem Gletscher so einfach so nahe wie hier.
    Immerhin in kurzer Hose und T-Shirt.
    Jetzt ist Feierabend.
    Dr. Wehrheim Brut Rosé ist fjordkalt.
    Prost!
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  • Day4

    Ålesund

    August 10 in Norway ⋅ ☁️ 18 °C

    Ålesund, laut norwegischer Meinung, die schönste Stadt.
    Ja, sie ist ganz nett, aber merkwürdig angelegt. Sehr zerpflückt alles. Es fehlt ein echter Stadtkern.
    Die Häuser sind zum großen Teil sehr schön und gut erhalten.
    Ålesund wurde nach einem Brand im Januar 1904, anschließend im Jungendstil wieder aufgebaut.
    Hier liegt übrigens eines der Hurtigrouten Schiffe an der Kette. Da ist erstmal wieder Pause.
    Morgen wieder ne fette Wanderung.
    Zu Fuß zum Gletscher. Und wer hat nur Turnschuhe mit? Wir.... na toll.
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