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  • Day14

    Fazit

    May 21, North Sea ⋅ ☁️ 13 °C

    Schottland ist eine sehr reizvolle Region. Die Schotten betrachten ihre Region übrigens als Land.
    Man durchquert in zwei Wochen eine unglaublich vielseitige Landschaft, von Coastal Line und geschäftigem Treiben an der Ostküste, bis Wildnis und vollkommener Abgeschiedenheit an der Westküste.
    Die landschaftlich eher unspektakuläre Ostküste punktet mit Castle an Castle und einer sehr spannenden Geschichte. Man kommt vor lauter Schlössern, Burgen, Ruinen und Monumenten kaum voran. Edinburgh als Mittelpunkt.
    Das Inland, die Nationalparks, die Highlands, Cairngorns, Speyside und die Westküste ab Applecross abwärts sind an Schönheit kaum zu überbieten. Isle of Skye und Glencoe als Höhepunkt.
    Was man hier, vor allem im Westen deutlich spürt ist die Auswirkung von COVID, was den ausbleibenden Tourismus angeht. Aber auch der Brexit hat sicher ein paar Leute abgehalten zu reisen. Wir haben niemanden einheimischen getroffen, der den Brexit befürwortet. In Schottland schon mal gar nicht. Sehr häufig sieht man an Monumenten und neuen Straßen ein Schild, auf dem steht, dass die EU das mitfinanziert hat. Ich bin gespannt, wie es zukünftig laufen soll.
    Jetzt schon ist in einigen Regionen jeder dritte Laden geschlossen und viele Restaurants zu. Alles verrammelt.
    Leute die über die Verhältnisse in Deutschland meckern, klagen auf hohem Niveau und dürfen sich die Dörfer in Schottland gern ansehen, durch die wir gefahren sind. Totentanz.
    Unser Schlüssel zum Glück ist, bei dieser Art zu reisen oft das Wetter und das Essen.
    Beides könnte man in Schottland mal überarbeiten.
    Das Wetter ist nicht zu ändern, hat uns aber tatsächlich den einen oder anderen Programmpunkt ziemlich versaut. Dieses Mal war das Glück nicht auf unserer Seite.
    Beim Essen jedoch, fragt man sich, warum die so eine Scheisse fressen.
    Man kann frisches Gemüse essen, Salat und gute Zutaten.
    Bis auf im äußersten Westen in den Fischrestaurants an der Küste, muss man sich wirklich wundern, was hier so auf den Teller kommt.
    Tradition hin oder her. Haggis schmeckt uns. Auch Black Pudding ist schmackhaft.
    Man muss aber nicht alles frittieren und eine Lammhaxe totschmoren. Kartoffelpüree darf gern gewürzt werden und Brokkoli muss nicht grau sein, wenn er auf den Tisch kommt. Sowieso gibt es als Gemüse eigentlich nur Karotten, Blumenkohl und Brokkoli. Die Bohnen in der zuckersüßen Tomatensauce zum Frühstück betrachte ich nicht als Gemüse.
    Kann denn in Schottland keiner kochen? Knauserig waren wir nicht. Liegt nicht am Preis. Das ist nämlich noch die Krönung. Kostet, schmeckt aber nicht.
    Alles aber auszuhalten, wenn es nicht ständig regnen würde. Dann nämlich, kann man wild campen und seine eigene Küche zubereiten. Wir konnten dies leider, aufgrund des Wetters nur zweimal. Man muss schauen, dass die Sachen trocken bleiben. Ansonsten ist eine Reise dieser Arte schnell vorbei.
    Wir haben einige Bed & Breakfast kennengelernt und einige Hotels.
    Die bed & Breakfast sind oft besser, kosten aber das gleiche , wie ein Hotel.
    Wir kommen wirklich gern wieder, denn wir haben, trotzdem wir zwei Wochen Zeit hatten, nur die Hälfte gesehen.
    Die Schotten sind übrigens ein sehr sehr nettes und hilfsbereites, kommunikatives Volk.
    Überall sind wir auf sehr freundliche, zufriedene Menschen gestoßen. Wirklich schön und hilfreich.
    Man steht auf der Straße , guckt einmal links, oder in die Luft und schon fragt jemand „are you lost, can I help you?“
    Es stellt sich also heraus, dass man Schottland gut aufgehoben ist, ein tolles Land bereist, viel sieht und erlebt, aber das ganze besser mit einem Wohnmobil macht.
    Das ist der Grund, warum wir im nächsten Jahr Galizien oder Östereich/Ungarn/Tschechien bereisen werden. Da scheint nämlich die Sonne.
    Und nochwas. Auf der Fähre nicht das Buffet buchen. Für nur wenig mehr, gibt es im Restaurant deutlich mehr fürs Geld. Es war hervorragend.
    Und sie kennen sogar den Unterschied zwischen Muskateller und Muscadet. Ich bin begeistert.
    Die Überfahrt war sehr ruhig. Ausgeschlafen geht es jetzt auf die letzten 500 km.
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    Margot Schwartz

    Eine gute erste Nacht im eigenen Bett nach der erlebnisreichen Reise. Danke für die interessanten Berichte

    5/22/22Reply
    Anton Koschnik

    Vielen Dank für die Reiseberichte, war sehr unterhaltsam, abgesehen vom Wetter lieben auch wir Scotland. War schön

    5/25/22Reply
    Anton Koschnik

    Euch zu folgen . Bis bald mal in Hamburg.

    5/25/22Reply
     
  • Day14

    Alston & Newcastle

    May 21 in the United Kingdom ⋅ ⛅ 16 °C

    Der heutige, letzte Tag stand im Zeichen einer schönen Überlandfahrt aus Alston in Richtung Newcastle. Immer schön kleine Straßen und bloß nicht hetzen.
    Alston gilt als der abgelegenste englische Ort. In jede Richtung sind es zur nächsten ernsthaften Ortschaft mindestens 30 km.
    Das Dörfchen wirkt jedoch keineswegs, als läge es kurz hinter dem Mond.
    Der findige Bürgermeister hat bereits vor Jahren dafür gesorgt, dass der Ort mit schnellem Internet ausgestattet wird. Das hatte zur Folge, dass hier viele kleine Internet Unternehmen sitzen und glücklich über die Ruhe und das schnelle Netz sind. Ohne diese Maßnahme, wäre Alston wahrscheinlich ausgestorben.
    Sehr nett ist auch die kleine Bahnverbindung nach Slaggyford. Früher wichtig für die ortsansässige Bleibergbaumine.
    Heute Touristenattraktion und Beschäftigung für Eisenbahnfreunde. Die Lokomotive stammt von 1937. Wir sind aber nicht mitgefahren, weil wir noch Newcastle einen Besuch abstatten wollten.
    Auf der Reise dorthin haben wir doch noch die seltenen „Belted Galloways“ gesehen, die nur wenig gehalten werden. Weltweit gibt es nur 1500 Kühe. Das Fleisch ist hervorragend und die Tiere sind anspruchslos. Trotzdem stehen sie auf der Liste der gefährdeten Hausrassen. Wer also eine Karriere als Landwirt anstrebt, hier gibt es Potential.

    Ganz im Gegensatz zu Glasgow ist Newcastle ein kleines, lebendiges und buntes Städchen. Die Innenstadt ist in großen Teilen autofrei und es gibt reichlich Bars und Restaurants.
    Hat uns deutlich besser gefallen, als Glasgow. An Edinburgh kommen beide nicht ran. Echt cool. Hier laufen noch richtige Punks rum. Selbst im Supermarkt läuft hier gute Musik.
    Wir haben einen kleinen Mittagstisch in einer Weinbar eingenommen, sind unkompliziert auf der Fähre eingecheckt und gehen jetzt an die Bar.
    Das Wetter für die Überfahrt ist ruhig angesagt. Sehr schön.
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    Ulrich Machon

    Das hört sich ja gut an! Wir wünschen euch noch eine gute Heimfahrt! 🚙

    5/21/22Reply
    Margot Schwartz

    Lina, Jürgen und ich wünschen euch eine gute Nacht, eine gute Überfahrt und einen gute Weg nach HH. Der kleine Blaue ist 👍

    5/21/22Reply
     
  • Day13

    Glasgow & Hadrianswall

    May 20 in the United Kingdom ⋅ ☁️ 16 °C

    Die Nacht war gesellig. Ein paar nette Wanderer haben uns an ihr Feuer eingeladen, nachdem wir mit Spiritus ausgeholfen hatten. Jetzt sind dann auch unsere Weinvorräte alle.
    Und es hat natürlich in der Nacht schön geregnet. Sonntag muss ich als erstes das Zelt trocken.
    Aufbruch recht früh Richtung Süden.
    Glasgow ist im Gegensatz zu Edinburgh etwas wilder, jünger, abgestoßener und offensichtlich nicht so wohlhabend.
    Die Stadt ist interessant, aber so richtig spannend ist wohl nur das Nachtleben. Glasgow ist eine DER Musikstädte Großbritanniens.
    Wir sind ein wenig rumgelaufen und das reichte dann auch schon. Zum Feiern kommen wir gern mal wieder. Wenigstens hatten wir Sonne, was man vom Nachmittag nicht behaupten kann.
    Der Plan war im Dumfries & Galloway Forest Park eine letzte Wanderung am Loch Trool zu machen.
    Keine Chance. Das Dreckswetter hat heute Nachmittag wieder alles gegeben.
    Also Planänderung und die Anfahrt an die Ostküste statt morgen, bereits heute absolviert. Wenn’s regnet, kann man auch lange Strecken fahren.
    Ein Teil der Fahrt ist der Besuch des „Hadrians Wall“.
    Wir befinden uns nämlich wieder im Grenzgebiet zwischen England und Schottland. Und schon kommen die Prügeleien zwischen den Lagern wieder auf den Besichtigungsplan.
    Der Wall zieht und zog sich nahe der heutigen Grenze über 117 km von West nach Ost. Erbaut vom römischen Kaiser Hadrian ca. 122-128 n. Chr.
    Bis zu diesem Wall ging das römische Reich, und um die Eineanderung von irischen und Schottischen Volksstämmen zu verhindern, ließ er dieses Bollwerk errichten. Selbstverdtändlich aber auch um beim Warenverkehr und von Reisenden anständig abzukassieren.
    Natürlich haben wir auch endlich echte Galloways gesehen. Mal sehen, was heute Abend auf den Teller kommt.
    Heute machen wir mal was ganz Verrücktes und übernachten auf unserer Schottland Rundreise in England.
    Unser Platz ist ein englisches Country House in den North Pennines. Ganz nette Gegend hier. Das Restaurant ist um 8 reserviert und morgen gibt’s nochmal schönes Wetter. Wir sind gespannt.
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    Margot Schwartz

    Perfekt fotografiert

    5/20/22Reply
    Ulrich Machon

    👍🏼

    5/21/22Reply
     
  • Day12

    Loch Lomond & Trossachs National Park

    May 19 in the United Kingdom ⋅ ⛅ 15 °C

    Heute sind wir alles offen gefahren. Ein ganz neues Erlebnis! Nach einem bunten Abend im Coastal Pub in Tarbert on Kintyre sind wir bestens ausgeschlafen vom wunderbaren Knap Guesthouse gestartet.
    Kurzer Stop am Mussel Beach (Muscheln statt Sand) und dann auf die Fähre rüber auf die Cowal Halbinsel.
    Auf dem Wege einer der zahlreichen Wasserfälle, sowie die „Butter Bridge“. Eine der ältesten erhaltenen Brücken Schottlands. Teil einer Military Road von Drummond nach Inveraray. Gebaut ca 1749. Der Name Butter Bridge kommt von der Tradition die Schafe und Ziegen auf diesen Wegen zu treiben. An dieser Stelle haben die Damen häufig Butter aus der Milch geschlagen.
    Ziel ist Loch Lommond and the Trossachs National Park. Jüngerer der zwei Nationalparks in Schottland. (Cairngorn ist der zweite. ) Erst 2002 eröffnet und sowas wie das Naherholungsgebiet Glasgows.
    Man muss schon sehr weit reinfahren, um das Gefühl zu haben in einem Nationalpark zu sein. Sehr touristisch und viel Verkehr.
    Der Nationalpark ist aber so etwas wie Schottland im Kleinformat. Man hat Highlands, Lowlands, Lochs, Forests, Glens und Weite Wiesen. Alles Wir sind abseits der ausgetretenen Pfade unterwegs, sind am Loch Achray gelandet und Campen heute nochmal.
    Hier darf man nur mit der Erlaubnis der Ranger sein Zelt aufschlagen. Diese bekommt man nach einer kurzen Erklärung, wie man sich zu verhalten hat aber problemlos. Eine Gebühr verlangen sie natürlich auch. Aber ist ja für den guten Zweck und sie haben sogar saubere Toiletten hier.
    Eine kleine „Wanderung“ am Loch Kathrine von 1 Stunde haben wir auch noch absolviert. Heute hatten wir beide nicht so Lust zu fahren und zu laufen. Der Vino ist schon auf, mit Blick auf den See. Sehr nette Landschaft hier.
    Nun hoffen wir mal auf eine trockene Nacht. 🥂
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    Margot Schwartz

    lovely

    5/20/22Reply
    Margot Schwartz

    Eine trockene Nacht sei euch gegönnt. Dann mal Prost!!!

    5/20/22Reply
     
  • Day11

    Glencoe & Agyll and Bute

    May 18 in the United Kingdom ⋅ ⛅ 14 °C

    Der zweite Versuch, die Wanderung im Coire Gabhail (Hidden Valley) zu gehen, ist ebenso am Wetter gescheitert, wie gestern. Rundrum Sonne, im Tal Regen von allen Seiten. Schade, dabei ist dieses Tal ein präsenter Ort der schottischen Geschichte der Clan Kämpfe. Die Clans Macdonalds und Campbell hatten seit jeher Streit. Dieser gipfelte 1692 im Massacre of Glencoe. Ein großer Teil der Soldaten und ihre Familien der Macdonald floh in eben dieses Tal, während die Campbells ihre Siedlungen zerstörten. Seitdem wurde das Glencoe nicht wieder ernsthaft besiedelt. Die Macdonalds verließen die Gegend und kamen nie zurück. Sehr ärgerlich. Das Wetter geht uns hier langsam auf den Sack. Der Eingang zum Tal ist auf dem Foto links oben zu sehen.
    Trotz der schwierigen Witterung, haben wir den nächsten Stop absolviert.
    Wie überall in Schottland, gibt es auch hier an jeder Ecke eine einen Filmset Spot.
    Paar km die Straße runter rechts rein ins Glen Etive, kommen die Bond Fans auf ihre Kosten.
    In Skyfall hatte Bond mit M dort eine sentimentale Szene.
    Anhand der GPS Daten haben wir die Stelle ausfindig gemacht und kurz mal mitgespielt. Wir hatten zwar keinen DB 5, aber unser Foto ist absolut filmreif!
    Die ausgefallene Wanderung musste natürlich nachgeholt werden. Wir sind so lange an der Küste Richtung Süden gefahren, bis die Sonne rauskam und sind dann vom Carnasserie Castle zu den Standing Stones of Kilmartin (Nether Largie Standing Stones) und zurück gelaufen.
    Spektakulärer Spot.
    5000 Jahre alte Stätten an denen die Leute damals Rituale abgehalten haben. Was genau stattfand ist bis heute ungeklärt. Anhand der Inschriften und Funde hatte es jedenfalls mit Sonne und Mond zu tun.
    Ungeplant sind wir nun in Tarbert auf der Halbinsel Kintyre gelandet. Hier ist es heller und die Gegend ist super schön. Tarbert gilt als schönster Küstenort der Westküste. Fast mediterran hier. Very lovely.
    Sehr passend, spielt heute Glasgow gegen Frankfurt. Da setzen wir uns direkt im Pub zwischen die Schotten. Sie singen schon!!!
    Prost!
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    Ulrich Machon

    In Deutschland ist Cabriowetter. 😜

    5/18/22Reply
    André Machon

    Dann fahr mal.

    5/18/22Reply
    Margot Schwartz

    Wir sind gerade vom Essen gekommen und Jürgen schaut auch Frankfurt gegen RAN.

    5/18/22Reply
    3 more comments
     
  • Day10

    Geht doch!

    May 17 in the United Kingdom ⋅ 🌧 13 °C

    Man muss offenbar nur darauf achten, Meeresfrüchte und Fischrestaurants aufzusuchen. Dann klappt es auch mit der Qualität.
    Der gestrige Abend war bisher das Beste, was wir auf den Teller bekommen haben.
    Top Miesmuscheln, frische Langustinos und einen perfekten, halben Hummer.
    Vorweg Austern, groß wie ein Schnitzel! Da muss man tatsächlich kurz durchatmen. So frisch bekommt man sie aber selten.
    Nur an der Auswahl der Weine müssen sie hier überall noch arbeiten.
    Die ganze Insel lebt noch im Pinot Grigio Zeitalter der späten 90 er.
    Der Pinot Grigio steht immer ganz oben und dann kommt Übersee. In erster Linie Chardonnay und Sauvignon Blanc.
    Ich habe noch nicht einen einzigen deutschen Wein auf der Karte gesehen.
    Wenn man dann fragt, warum kein Riesling drauf ist: Ooohhhh I love german Riesling, but the people don’t like sweet wines.
    Na herzlichen Glückwunsch. Da ist noch viel Luft nach oben, auch in Oban.
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    Ulrich Machon

    Schlemmer, dann hast du ja eine Aufgabe vor dir. Konkurrenzlos. 😜🍷

    5/18/22Reply
    Margot Schwartz

    Wir schließen uns Ulrich' Meinung an. Das wäre die nächste Reise nach Schottland. LG Margot und Jürgen

    5/18/22Reply
     
  • Day10

    The Western Highlands bis Oban

    May 17 in the United Kingdom ⋅ 🌧 14 °C

    Der heutige Tag begann mit einer Filmkulisse.
    Das Glenfinnan viaduct ist eine von 1897-1899 gebaute Brücke. Eröffnet in 1900. Gebaut für die Eisenbahnstrecke zwischen Mallaig und Port Williams durch die Western Highlands.
    Neuerdings ist sie jedoch in erster Linie die Brücke über die der Hogwarts Express von Gleis 9 3/4 die Kinder in die Schule fährt.
    Wenn man vollkommen Harry Potter infiziert ist, studiert man den Fahrplan der Bahn und stellt sich schon ca. 1 Stunde vorher mit ca 500-600 anderen Touris an den Hang, um ein Foto zu machen.
    Wir waren morgens das dritte Auto auf dem Parkplatz und saßen dort oben mit noch 6 anderen Personen. Das Ergebnis ist ein schönes Foto der tollen Brücke. Ohne Zug.
    Bevor die Kolonne Busse und Caravans kam, waren wir schon wieder weg.
    Dieser Zug hatte übrigens damals eine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung. Bis heute ist Mallaig nämlich der größte schottische Umschlagplatz für Meeresfrüchte. Damals Hering, heute Garnelen und Hummer. Durch die neue Eisenbahnlinie konnte der Fang schneller vermarktet werden.
    Im Anschluss gab es nochmal eine kleine Fährüberfahrt auf die andere Seite des Loch Linnhe. Geologisch die südliche Verlängerung des Loch Ness. Der ganze Graben, der sich quer durch Schottland zieht, heißt Great Glen, das große Tal.
    Nördlich Loch Ness, Südlich Loch Linnhe.
    Auf dem Weg zum Glen Coe (eines meiner landschaftlichen Highlights) mussten wir ein wenig Zeit vertrödeln, um ein Tief durchziehen zu lassen.
    Gute Gelegnheit um kurz bei den Inchree Waterfalls anzuhalten. Kurzer Spaziergang von 3 km und lohnenswert.
    Danach rund um Loch Leven mit Lunchstop. Freiwillig Haggis! Das glaubt mir keiner.
    Glen Coe beeindruckt mit hohen, Bergen und langen einschneidenden Tälern.
    Diese Wanderung haben wir wegen wiederholtem Dreckswetter auf morgen verschoben und gehen jetzt in Oban in den Pub. Zusätzlich haben wir noch das teuerste Restaurant der Stadt gebucht und essen Hummer!
    So!
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    Margot Schwartz

    Ihr Feinschmecker!!! Ich hatte Zander 😕

    5/17/22Reply
    André Machon

    Zander ist auch gut.

    5/17/22Reply
     
  • Day9

    Ferry from Amandale to Mallaig

    May 16 in the United Kingdom ⋅ ☁️ 13 °C

    Kleiner Extra-Footprint zur Fährüberfahrt nach Mallaig. Spektakuläre Aussichten mit eingezwängtem Auto.

    Margot Schwartz

    Das kleinste Auto ist das Schönste

    5/16/22Reply
    André Machon

    Allerdings und läuft und läuft.

    5/16/22Reply
     
  • Day9

    Eilean Donan Castle, Plockton and Whisky

    May 16 in the United Kingdom ⋅ 🌧 12 °C

    Mit einem sehr guten, kleinen Frühstück ausgestattet, sind wir heute gleich um die Ecke zum nächsten Hotspot des westlichen Schottland gefahren.
    Eilean Donan Castle ist Schauplatz einiger bekannter Filme, wie Highlander, Braveheart und 007-Die Welt ist nicht genug. Das hat zur Folge, dass das Castle von allen gängigen Bustouren und allen anderen, wie uns, angesteuert wird. Es ist aber auch wirklich schön. Wir sind der Meinung, von etwas weiter weg ansehen reicht….
    Selbst Montag Morgen 10:00 Uhr ist der Parkplatz voll. Touri-Alarm vom Feinsten. Da wir wenig Lust haben mit Klaus und Petra aus Wanne-Eickel am Schlafzimmer des Lord Macrae anzustehen, haben wir uns das Teil von draußen angesehen, uns gefreut und sind wandern gegangen.
    Vom sehr hübschen und gepflegten Fischerort Plockton aus, gibt es einen einstündigen Trail zum Duncraig Castle. Er führt um die kleine Bucht herum und geht durch Sumpf und wilden Wald.
    Da sind die Bustouristen nicht.
    Das Schloss wird heute als Hotel genutzt, ist aber von außen nicht weniger attraktiv, als andere.
    Schön, dass uns auf dem Rückweg mal wieder der Regen erwischt hat. Für Schottland kann man alle Wetterapps eigentlich direkt löschen. Es hilft nur die Hand raushalten, oder hochgucken.
    Zum Trocknen sind wir ins Plockton Hotel in die Bar eingekehrt und haben einen kleinen Lunch eingenommen. Geht doch! Endlich ordentliches Essen! Im kleinsten Dorf, ohne viele Touristen, direkt neben der Schule. Lovely!
    In Plockton wachsen sogar Palmen. Der Golfstrom erfüllt seine Plicht. Wirklich glauben kann man das gerade nicht.
    Auf dem Weg weiter läuft einem in Schottland auch gern mal eine Herde Hochlandrinder vor das Auto. Das hat man auch nicht überall. Die rennen da einfach frei im Dorf rum.
    Heute nun haben wir den absoluten Pflichtteil einer Schottlandreise absolviert. Die Besichtigung einer Malt Whisky Distillery.
    Wir haben uns wiederum für die nicht touristische Version entschieden und statt der sehr bekannten Distillery Talisker (knapp 30 Führungen am Tag) die junge, neue Torabhaig Distillery (8 Führungen am Tag) besucht. Die Distillery wurde aus einer verlassenen Farm von der Baugenehmigung 2002 , bis zur Eröffnung 2014 aufgebaut und hat 2017 der ersten „batch“ von nur 100.000 Flaschen herausgebracht.
    Das Produkt ist heute nur noch auf Auktionen für Sammler zu bekommen.
    Der zweite batch aus 2020 mit 300.000 ist erhältlich. Nicht sehr teuer vor Ort mit 59£. Da wir beide keine Whisky lover sind, lassen wir die Flaschen großzügig für andere dort.
    Die Führung war trotzdem sehr interessant und fast privat. Fotos sind innen leider nicht gestattet. Angeblich wegen Explosionsgefahr durch die Batterien. So einen Blödsinn habe ich lange nicht gehört. Die haben einfach keine Lust, dass unauthorisierte Bilder um die Welt gehen. Torabhaig bedeutet übrigens auf gälisch „Haus mit Blick auf die Bucht“.
    Wir verlassen wir die Insel mit der Hebridean & Clyde Ferry von Armadale nach Mallaig.
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    Anton Koschnik

    Geht doch , Prost

    5/18/22Reply
     
  • Day8

    Isle of Skye

    May 15 in the United Kingdom ⋅ ⛅ 17 °C

    Die Isle of Skye ist landschaftlich sicher in den Top 10 in Europa. Dramatische Felsformationen wechseln sich mit sanften Hügeln ab, dazu kommt die traumhafte Küste, die dem Nordwesten Norwegens in nichts nachsteht.
    Der erst Blick heute morgens aus dem Zelt ist das erste Highlight des Tages. Geweckt wurden wir von einer Herde Kühe, die gefühlt 5m an unserem Zelt mit lautem Gemuhe und Geschlabber vorbeigezogen ist. Die Hochlandrinder, die wir später getroffen haben, waren es zum Glück nicht.
    Start Richtung Nord-Osten in Richtung DES Fotomotiv Schottlands schlechthin. Der „Old man of Storr“ ist eine einmalige Felsformation, die erst richtig wirkt und fotogen ist, wenn man einen sportlichen Aufstieg von ca. 1 Stunde hinlegt. Bei strahlend blauem Himmel und Temperaturen für die kurze Hose, kein Problem. Christina hat immer mal gewartet. Die Aussicht von dort oben auf Sound of Raasay in die dazugehörige Insel ist sensationell.
    Weiter im Norden findet man einen der zwei Wasserfälle auf Skye, die direkt ins Meer fallen.
    Beim Kilt Rock fällt der Mealt Wasserfall 70 m in die Tiefe. Der höchste Wasserfall auf Skye. Der Kilt Rock dahinter heißt so, weil er aussieht, wie ein Schottenrock.
    Hinterher sind wir quer rüber auf die Westseite über den Quiraing Pass. Oben angekommen staunt man nicht schlecht über die Größe des Parkplatzes und die Menschenmassen, die da rumlaufen.
    Massenwanderung ins Gebirge. Unglaublich. Schnell weiter.
    Uig, unter anderem der Fähranleger nach Harris, ist etwas schmucklos und hat am Sonntag außer der Tanke nicht mal ein geöffnetes Café.
    Harris und Lewis haben wir leider wie auch die Orkneys gestrichen, da erstens für morgen mal wieder Dreckswetter ansteht und ich zweitens leider nicht bedacht habe, dass es auf einer kleinen Insel auch nur wenige Unterkünfte gibt.
    Da wir nicht bei Regen Zelten, und 350€ für eine Übernachtung in keinem Verhältnis steht haben wir eben einen Tag mehr Zeit auf Skye und besuchen morgen (endlich) eine Whisky Distillery. Christina freut sich schon…. Zusätzlich schaffen wir dann doch noch Plockton.
    Meine liebste, persönliche Schottland Beraterin hat gesagt, da gäbe es sensationelles Seafood. Hin da!
    Der letzte intensive Programmpunkt des Tages waren die Fairy Pools.
    Eine langgezogene Kaskade von kleinen und größeren Wasserfällen, die jeweils einen oder mehrere Pools bilden, in denen man super baden KÖNNTE. Wie die Schotten darauf kommen, das als Badespot zu promoten, weiß man nicht.
    Gefühlte Temperatur maximal 6 Grad.
    Ein paar Verrückte sind reingegangen, meist auch mit Neoprenanzug. Wir sind zwar etwas verrückt, aber hatten leider keinen Neoprenanzug.
    Der Weg dorthin war die zweite ernsthafte Wandertour des Tages. Nochmal 2 Stunden für den Auf- und Abstieg. Hat sich auf jeden Fall gelohnt.
    Deshalb haben wir uns auch heute ein gutes Hotel verdient und lassen es uns gut gehen. Der Gin & Tonic steht schon auf dem Tisch und das Zimmer hat Meerblick. Das mit der Küche müssen die Schotten übrigens noch lernen. Bis auf in Drummadrochit am Loch Ness wurden wir immer enttäuscht. Man kann sich nicht nur von Fish and Chips ernähren. Das ist hier ganz gut, aber man zergeht hier auf lange Sicht entweder an Skorbut oder an Vitamin D Mangel.
    Macht nix. Morgen machen wir uns zum Mittag einen Salat! Oder wenigstens einen Beilagensalat.
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