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Burks Welterbestätten

Meine Follower müssen jetzt sehr stark sein. Das ist hier ja eigentlich nur ein technisches Profil für einen Statistikfan wie mich. Neben dem reinen Tracking in MTP möchte ich aber meine besuchten WHS auch noch gerne personalisieren. Leia mais
  • 176 - Qalʿat al-Bahrain

    25 de dezembro de 2017, Barém ⋅ 🌙 21 °C

    Auf Bahrain besichtigen wir eine alte Festungsanlage, an der man recht gut die verschiedenen Zeiträume sehen kann, zu der sie gebaut wurde. Die letzten, am besten erhaltenen Teile stammen aus portugiesischer Zeit. Man vermutet hier das jahrtausendealte Dilmun, den alten Hauptort der Wüsteninsel am Seehandelsweg zwischen Mesopotamien und Indien.
    Direkt unterhalb findet man ein Phänomen, eine Süßwasserquelle am Strand, die uns tief in die Geschichte dieses kleinen Inelstaates führt. Der Name Bahrain setzt sich aus den beiden Wörtern "thnain Bahr" zusammen, was "Zwei Seen" bedeutet. Der Begriff bezieht sich darauf, daß auf dem Meeresboden vor der Küste Süßwasserquellen sprudeln, die sich mit dem Salzwasser mischen. Die bedeutenden Süßwasservorkommen Bahrains sind einzigartig in der Golfregion.
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  • 123a - Kalabscha

    27 de fevereiro de 2018, Egito ⋅ 🌙 30 °C

    Kreuzfahrt auf dem Nassersee, ein Traum! Bevor wir Assuan verlassen werden wir am nächsten Morgen um 7:30 Uhr ausgetendert (Frühstück war natürlich vorher 😳). Aber morgens um 8 einen Tempel zu besuchen ist im Angesicht der erbarmungslosen Wüstensonne nicht die schlechteste Idee.

    Der Mandulis-Tempel aus Kalabscha ist einer der Tempel, die 1961-63 wegen des Stausees versetzt wurden, weil sie sonst verloren gewesen wären. Für ägyptische Verhältnisse ist der Tempel recht jung. Auf 2 Vorgängerbauten stehend, stammt er aus der Zeit des römischen Kaisers Augustus, und ist nie ganz fertig geworden. Wir befinden uns nun in Unternubien, dem Teil Nubiens der heute in Ägypten liegt.

    Ursprünglich lag diese größte freistehende Tempelanlage Unternubiens 50 km entfernt am Ufer des Nils, und ist der Haupttempel des nubischen Gottes Mandulis, der Horus gleichgestellt wird.

    Ebenfalls auf diese Insel versetzt wurde der wesentlich ältere Felsentempel Beit el Wali ("Haus des Statthalters"), der von Ramses II. in den Fels getrieben wurde. Nachdem beim Mandulis-Tempel die Deutschen federführend waren, haben hier die Polen ihren Beitrag geleistet. Das Innere des kleinen Tempels enthält unfassbar gut erhaltene farbliche Reliefs, die uns begeistern.
    Die heute freistehende Vorhalle, ursprünglich nach hinten in den Berg getrieben, stellt Szenen aus seinen Kriegen dar, ist aber nicht so gut erhalten. Der später geänderte Thronname Ramses' und die Erwähnung nur seiner ersten Kriege weisen auf eine frühe Bauzeit unter seiner 1279 v. Chr. begonnenen Regentschaft hin.

    Hinter dem Mandulis--Tempel wurde eine kleine Felskapelle wieder errichtet, möglicherweise ein nicht fertiggestelltes Mammisi. Die wenigen Reliefs erlauben keine genaue Datierung.

    Davor befindet sich eine Stele aus der Zeit Sethos I., die ursprünglich aus Qasr Ibrim stammt.

    Den Weg säumen Felsmalereien, die aus der vorägyptischen Nubischen Zeit stammen und ebenfalls vor dem Wasser gerettet wurden.

    Den Abschluss der Besichtigung bilden der Kiosk von Kertassi, der der Hathor geweiht war und aus ptolemäischer Zeit stammt. Er stand ursprünglich 40 km weiter südlich am Eingang eines Steinbruchs.

    Von dem ursprünglichen Felsentempel Ptah-Tempel von Gerf Hussein sind einzelne Pfeiler und Reliefs aufgebaut. Der Felsentempel stammte auch aus der Zeit Ramses II. , war aber leider zu brüchig, um den Tempel komplett zu versetzen.
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  • 123b - Wadi es Sebua

    28 de fevereiro de 2018, Egito ⋅ 🌙 27 °C

    Morgens um 6 Uhr aufstehen, um 6:10 Uhr auf dem Sonnendeck die Sonne über der nubischen Wüste aufgehen sehen - wenn man sieht, wie die Scheibe auftaucht und sich in den Himmel schiebt, versteht man den Glauben der alten Ägypter ein kleines bisschen besser -, um 6:30 frühstücken und um 7:30 auf den Ausflug unter der unerbittlichen Wüstensonne zu starten, ist nicht die dümmste Idee.

    Um kurz vor 8 stehen wir schon vor dem Amun-Tempel, erbaut von Ramses II., gerettet vor den Fluten des Nassersees von der UNESCO, diesmal waren es 1964 die Amerikaner. Wadi es Sebua bedeutet Tal der Löwen, benannt nach der Sphingenallee, die zum Tempel führt. Dieser befand sich ursprünglich zum Teil im Fels, nur die vorderen Tempelteile waren freistehend.

    Die Sphingen im ersten Hof trugen das Gesicht von Ramses, die Sphingen im zweiten Hof des Horuskopf. Ramses II. ließ sich hier als Gott unter Göttern darstellen, eine Darstellung seiner selbst, die er sich nur hier in Nubien getraut hat, dafür aber reichlich 😉.

    Ein paar hundert Meter weiter steht der ebenfalls versetzte Tempel von Dakka. Die ersten Teile dieses Tempels wurden um 400 v. Chr. von den Nubiern errichtet. Weitere Teile sowie das Sanktuar folgten unter den Ptolemäern, die letzten Teile unter Kaiser Augustus. Die verschiedenen Zeiten erkennt man unter anderem an der unterschiedlich filigranen Ausführungen der einzelnen Reliefs. Dakka war dem Gott Thot geweiht.

    Wer die Strecke zwischen den Tempeln nicht so gut zu Fuß zurücklegen kann, für den steht ein Karren bereit. Als der Tourismus in Ägypten noch boomte, soll es hier auch Kamele hierfür gegeben haben.

    Die moderneren UNESCO-Weltkulturerbestätten mit ihren zum Teil unzähligen "seriellen" nerven ja teilweise durch ihre schiere Masse, aber dieses "Die Nubischen Denkmäler zwischen Abu Simbel und Philae" sind zu Recht so eingestuft!
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  • 123c - Abu Simbel

    1 de março de 2018, Egito ⋅ 🌙 26 °C

    Zu dem absoluten Höhepunkt der Schiffsreise auf dem Nassersee gehört zweifellos die Ankunft in Abu Simbel. Sich langsam dem Tempel vom Wasser aus zu nähern, während der Triumphmarsch aus Aida blechern aus den Lautsprechern dröhnt, ist grandios.

    Die eigentliche Besichtigung von Abu Simbel steht erst für morgen auf dem Programm. Heute Abend aber gönnt sich der Hase schon mal die Sound- und Lightshow bei den Tempeln.
    Der Sound erzählt die Lebensgeschichte von Ramses II., nichts, was man nicht schon wüsste. Von dem Light sieht man leider nicht so viel, weil der Vollmond über der nubischen Wüste steht und alles in ein mildes Licht taucht (damit aber auch die Light Show boykottiert). Für den Moment der herrlich illuminierten Tempel aber hat sich der Ausflug schon gelohnt.

    Morgens um kurz nach 8 Uhr brechen wir auf zur Besichtigung von Abu Simbel. Ramses II. ließ sich mitten in der Wüste Nubiens einen großen Tempel für sich und einen kleinen Tempel für seine Große königliche Gemahlin und Lieblingsfrau Nefertari anlegen. Man kann das warum wohl kurz zusammfassen: weil er es konnte!
    Zum einen konnte Ramses sich und seine Frau hier an den Außengrenzen seines Reiches als Gott unter Göttern präsentieren, zum anderen dienten die Tempel sicherlich der Selbstdarstellung im Sinne von Stärke, Macht und Geld.

    Der große Tempel inklusive der Fassade wurde komplett aus dem Fels geschlagen und war Re-Harachte und Amun-Re geweiht. Zu seiner Zeit sicherlich eine Meisterleistung der Ingenieurskunst, ebenso wie seine Versetzung in den 60er Jahren, um diese einmaligen Kunstschätze vor den Fluten des Nassersees zu retten.

    33 m ist die Tempelfassade hoch, 50 m tief der Tempel in den Berg getrieben. Ohne Frage kommt man sich klein vor.

    Um halb 9 sind wir mitten im Pulk des ersten Ansturms unterwegs, ist zwar zum Genießen ein bisschen unpraktisch, aber man kann dadurch nahezu unbehelligt fotografieren. 😉

    Die Fotopraxis hat sich uns nicht wirklich erschlossen, erst am Ausgang haben wir gesehen, dass wir eine sündhaft teure Fotoerlaubnis hätten kaufen können (eigentlich würde ich erwarten, dass ein Reiseleiter darauf hinweist 🤔). Im Tempel selbst ist ein Tempelwächter unterwegs, bei dem man das Gefühl hat, der möchte bestochen werden, um nicht zu sehen, dass man fotografiert (etwas, was der Ritter ja schon aus Prinzip nicht tut 🙄).

    Die Reliefs jedenfalls sind unglaublich schön und gut erhalten. In der "Halle" steht 8x Ramses überlebensgroß, an den Wänden findet sich die obligatorische Schlacht von Kadesch, und im Allerheiligsten, das 2x im Jahr bei Sonnenaufgang beleuchtet wird, sitzt Ramses zwischen Re-Harachte, Amun-Re und Ptah.

    Der kleine Nefertari-Tempel ist der Göttin Hathor geweiht. Von außen fast ebenso beeindruckend, steht an der Aussenfassade 2x Nefertari zwischen 4x Ramses. Auch hier die ganze Fassade aus dem Fels geschlagen. Und ebenso wie der Große Tempel in den 60er Jahren versetzt und vor den Fluten gerettet.

    Im kleinen Nefertari-Tempel, der mit 21 Meter bei weitem nicht so tief ist, wie der große Tempel, wird das mit dem Fotografieren dann echt schwierig. Mittlerweile ist der Besucheransturm weg, wir sind fast allein hier drinnen. Dass wir eine Fotoerlaubnis hätten kaufen können, haben wir erst wieder draußen gesehen und der Ritter wollte den modernen Grabräuber immer noch nicht bestechen.
    Wenigstens hat er mit der Kamera den Wächter so lange abgelenkt, dass der Hase mit dem Smartphone aus der Hüfte ein paar Fotos machen konnte...

    Auch hier sind die Reliefs wunderbar erhalten und einfach zauberhaft.
    Was für ein Erlebnis.
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  • 123d - Amada

    3 de março de 2018, Egito ⋅ 🌙 31 °C

    Am Nachmittag, mit der heißesten Zeit des Tages, steht unser letzter Ausflug auf dieser Kreuzfahrt an.
    Der Amada-Tempel war Re-Harachte und Amun-Re geweiht. Er ist tatsächlich älter, als alle bisher besuchten Tempel, wurde er doch von Thutmosis III. und seinem Sohn Amenophis II. erbaut und von Thutmosis IV. erweitert. Echnaton als Monotheist ließ die Götter entfernen, Sethos I. hat es wieder ausgebessert.
    Ursprünglich stand der Amada-Tempel in einer Nilschleife, wurde aber wie fast alles hier vor den Fluten des Nassersees gerettet und versetzt, hier wirkten 1964 die Franzosen, die den Tempel als Ganzes um 2,6km auf Schienen verschoben, was ihm den Beinamen "Eisenbahn-Tempel" eingebracht hat.
    Zwischendurch diente der Tempel als koptische Kirche, die Reliefs wurden mit Gips verkleidet. Das hat auch hier die Farben außerordentlich gut erhalten.
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  • 177 - Pyramiden von Gizeh bis Daschur

    6 de março de 2018, Egito ⋅ 🌙 28 °C

    Es ist nicht zu fassen: alle Pyramiden sind in einem Weltkulturerbe "Memphis und seine Nekropolen" zusammengefaßt! An sich schon unglaublich, und wie soll man das in einem Footprint zusammenfassen, nachdem wir uns bemüht haben, auch alle zu sehen???

    Zuerst geht es über die Tourirennmeile bis zur Cheops-Pyramide. Unser Führer erklärt uns, dass man annimmt, die drei Pyramiden, Cheops, Chephren und die kleinste Mykerinos seien ausgerichtet, anhand von Größe und Anordnung wie der Gürtel des Orion, des Sternbildes, eine Theorie, die wir auch noch nicht gehört hatten.
    Rundherum finden sich noch zahllose kleine Beamten und Königinnengräber, die alle mal mehr und mal weniger gut erhalten sind, sowie Gruben für die Barken.
    Sosehr sich auf der Zugangsseite im Norden die (vor allem asiatischen) Touristen ballen, sobald man um eine Ecke der Cheopspyramide läuft, hat man nicht nur viel schöneres Licht, sondern ist fast alleine, nur mit ein paar Dromedaren.

    Nach der eindrucksvollen Barke geht es weiter auf den Aussichtspunkt, von dem man alle Pyramiden von Gizeh im Blick hat: Cheops, Chephren und Mykerinos. Die Pyramide von Mykerinos ist mit 62 Metern, die kleinste Pyramide. Neben der Mykerinos-Pyramide sind noch 3 kleine unvollendete Pyramiden, die vermutlich der königlichen Familie zugedacht war.

    Von den Totentempeln der Pyramidenerbauern ist kaum etwas erhalten geblieben. Einzig der Taltempel des Chephren ist erhalten geblieben. Die grüne Statue des Chephren, die wir im Museum gesehen haben wurde hier gefunden. Die Säulen und Wände des Tempels sind aus rosa Granit, aber gänzlich schmucklos, im Gegensatz zu den Tempeln der Ramses-Ära, die wir letzte Woche noch gesehen haben. Man spricht hier auch von der stummen Zeit. Vom Taltempel führt ein Weg zur Pyramide hoch, auf dem der Pharao zu seiner letzten Ruhe geleitet wurde.

    Na, wer hat die hübschere Nase? 😜
    Zum guten Schluss steht natürlich noch das letzte Must See heute an, die Sphinx, die zu Ehren von Cheops hier erbaut wurde.

    Am Folgetag stehen Pyramiden satt auf dem Programm. Erste Station ist die archäologische Stätte von Sakkara. Sakkara ist die Nekropole der ehemaligen Hauptstadt Memphis, und vor allem für seine großartigen Relikte aus dem Alten Reich bekannt.
    Diesmal sind wir schlauer und fragen schon gleich am Eingang nach der Fotoerlaubnis. Und ja, die gibt es auch hier, für einen stolzen Preis (umgerechnet ungefähr 15 Euro), aber sie erweist sich bald als ausgesprochen nützlich.

    Unsere nächste Station ist das Grab des Unas. Unas war der 9. und letzte Pharao der 5. Dynastie des Alten Reiches und regierte etwa von 2380 bis 2350 v. Chr.
    Die Unas-Pyramide ist die kleinste Königspyramide des Alten Reichs und steht in Sakkara neben der Djoser-Pyramide. Obwohl der oberirdische Teil der Pyramide kleiner als der aller seiner Vorgänger war, stellte die Pyramide einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung der ägyptischen Pyramiden dar. Als erster König ließ Unas die unterirdischen Pyramidenkammern mit rezitierenden Totentexten in Form von „Totensprüchen“ beschriften. Dadurch sind zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit niedergeschriebene Totenliturgien nachgewiesen
    Das Grab ist erstmals nach Jahrzehnten wieder zugänglich. Während die oberirdische Pyramide ziemlich zerfallen ist, ist die unterirdische Grabkammer sehr sehenswert, vor allem wegen der erstmals verwendeten Pyramidentexte: die ganze Kammer ist über und über mit Hieroglyphen ausgekleidet - der Hase ist Namensbestandteil des Unas - und die Decke mit Sternen übersät.
    Schon allein für dieses Erlebnis hat sich der Kauf der Fotoerlaubnis gelohnt.

    Der Aufgang zur Pyramide des Unas führt an den Resten der einstigen Ummauerung der Stufenpyramide des Djoser vorbei. Von der Umgebung steht unter anderem noch eine Säulenhalle. Zu jener Zeit baute man noch mit der Wand verbundene Säulen, die freistehende tragende Säule war noch nicht erfunden. Der Durchgang ist allein schon wegen seines Lichtspiels ein Genuss.

    Die berühmte Stufenpyramide des Djoser aus der 3. Dynastie, erbaut um 2650 v. Chr. von seinem nicht minder berühmten Architekten Imhotep, beherrscht die Wüste an dieser Stelle. Sie ist im Gegensatz zu den übrigen Pyramiden nicht quadratisch, sondern wie die Mastabas rechteckig. Insgesamt umfasst sie 6 Stufen, ist die älteste und mit einer Höhe von 62,5 Metern die neunthöchste der ägyptischen Pyramiden.

    Nach diesem ereignisreichen Vormittag fahren wir weiter nach Daschur. Der Pyramidenbezirk von Daschur ist Militärgebiet, ebenso wie der Pyramidenbezirk von Abusir. Den Ausflug nach Abusir konnten wir beim besten Willen nicht buchen, das Gelände ist für Besucher gesperrt. Daschur aber ist zugänglich, und so stehen wir nur wenig später vor der Knickpyramide des Snofru, ganz alleine in der Wüste.
    Snofru war der erste Pharao der 4. Dynastie und der erste, der sich um 2650 v.Chr. im richtigen Pyramidenbau versuchte.
    Bei seinem ersten Bauvorhaben war allerdings der Winkel zu steil. Dies wurde bei ungefähr der Hälfte geändert, was der Pyramide ihren Knick verleiht. Die Pyramide wurde zwar fertig gestellt, aber nicht als Grab benutzt.
    Und der Ritter, der diese berühmte Fehlkonstruktion immer schon mal sehen wollte, ist hin und weg...
    Und wenn man direkt zu Füßen der Pyramide herumstiefelt, muß man hier draußen tatsächlich auf Schlangen und Skorpione achten.

    Ebenfalls von Snofru stammt die Rote Pyramide.
    Mittlerweile ist ganz schön viel Sand in der Luft hier in der Wüste (und ja, wir sind hier tatsächlich mitten in der Wüste), so dass die Fotos ein bisschen diesig aussehen.
    Die Rote Pyramide ist die drittgrößte der altägyptischen Pyramiden und übertrifft im Basismaß sogar die Chephren-Pyramide.
    Ob Snofru hier seine letzte Ruhe fand ist allerdings ebenfalls unklar. Wir jedenfalls haben darauf verzichtet, mühsam in die Grabkammer zu klettern...
    Snofrus Sohn und Nachfolger Cheops hat die Pyramidenbaukunst dann jedenfalls perfektioniert, wie wir gestern in Gizeh gesehen haben.

    In der Ferne zu sehen ist noch die auch als „Schwarze Pyramide“ bekannte Pyramide Amenemhets III. aus der 12. Dynastie, als Dahschur wieder als Totenstadt des Mittleren Reiches Verwendung fand.
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  • 177a - Memphis

    7 de março de 2018, Egito ⋅ 🌙 32 °C

    Die Stätte der alten Hauptstadt Memphis hat jedoch einen eigenen Eintrag im Welterbe "Memphis und seine Nekropolen". Historisch absolut gerechtfertigt, von dem was es zu sehen gibt eher nicht.

    Nach dem, was wir bisher an großartigen Schätzen gesehen haben, sind die Reste hier unten im Fruchtland nahezu kläglich. Zu den Höhepunkten zählt eine liegende Kolossalstatue von Ramses, und eine Alabastersphinx, die einst den Eingang zum Tempel des Ptah zierte. Ptah war der Hauptgott von Memphis, von der sicherlich einst vorhandenen Pracht seines Tempels ist nichts mehr übrig.

    Im Zuge der Revolution 2011 soll aber dieses Museum auch stark geplündert worden sein.
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  • 178 - Kairo: Nekropole Qaitbay

    9 de março de 2018, Egito ⋅ ☁️ 25 °C

    Nach einem letzten schnellen Frühstück mit Pyramidenblick müssen wir unser schönes Hotel verlassen. Um 6:45 Uhr startet unser Transfer zum Flughafen, um 10 Uhr geht unser Flug zurück nach München. Wir hatten ja gedacht, es sei eine gute Idee am Freitag nach Hause zu fliegen, werden aber eines besseren belehrt. Die Fahrt zum Flughafen ist tatsächlich kürzer, unser Fahrer fährt sogar noch quer durch die Stadt, und wir können auf die Art im Vorbeifahren wenigstens noch einen Blick auf Zitadelle, Alabastermoschee, Altstadt und die berühmte Nekropole Kairos werfen, die "Stadt der Toten" mit der nördlichen Nekropole von Qaitbay.

    Das müssen wir uns definitiv später mal genauer ansehen...
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  • 179 - Castel del Monte

    9 de maio de 2018, Itália ⋅ 🌧 17 °C

    Spontane erste Aida-Kreuzfahrt und unser einziger organisierter Ausflug: zum Castel Del Monte, von Friedrich II. erbaut. Auf einem Hügel inmitten mediterraner Landschaft gelegen, eingerahmt von Zypressen liegt das 8eck da, und der Ritter ist hin und weg 😍. Ihm geht es heute so, wie dem Hasen in Venedig: dieses unglaubliche Gefühl tatsächlich hier zu sein ist unbezahlbar...Leia mais

  • 180 - Stadtmauern von Zadar

    11 de maio de 2018, Croácia ⋅ ☁️ 28 °C

    Zadar hat uns gut gefallen, vor allem die 3 herausgehoben Kirchen. Um das Triple vollzumachen schlendern wir durch die Stadt bis zu St. Simeon. Diese Kirche birgt Reliquien des Heiligen Simeon, und ist diesem als Schutzpatron der Stadt auch geweiht. St. Simeon aber hat schon Mittagspause, so dass wir unsere Stadtbesichtigung mit nur 2 Kirchen beschließen. Stattdessen bummeln wir weiter zum Platz der 5 Brunnen, schlendern einmal durch eins der schönen Stadttore hinaus, bewundern den venezianischen Löwen, und wieder hinein.

    Um später herauszufinden, damit ein weiteres Weltkulturerbe hinzugefügt zu haben, kurz und knapp: "Venezianisches Verteidigungssystem des 16. bis 17. Jahrhunderts: Stato da Terra – westlicher Stato da Mar"

    Das besteht aus unzähligen Stätten rund um die Adria, mal sehen, welche wir in den nächsten Jahren noch besuchen werden.
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  • 181 - Nasca-Linien

    16 de setembro de 2018, Peru ⋅ ☁️ 26 °C

    Südamerika zieht von Besuch zu Besuch mehr in den Bann, nach Ecuador vor 2 Jahren ist nun Peru endlich fällig. Als erstes fahren wir von Lima in den Süden, gegen 11 Uhr erreichen wir unser erstes Ziel für heute: den Flughafen in Pisco, und zwar trotz Reifenpanne immer noch in Time 😎
    Zwischendurch war die Rede von Delayed und bad weather, aber mittlerweile hat es aufgeklart, es ist sonnig, und unser Flug wird stattfinden.
    Einchecken, Sicherheitskontrolle, Boarding ist so entspannt, wie man das von einem 12-Personen-Flug erwartet, und dann geht's los... 🛩

    Und dann sind wir in der Luft und sehen uns die berühmten, 2000 Jahre alten, riesengroßen Scharrbilder von oben an. Kolibri, Kondor und Co. - im wahrsten Sinne ein einmaliges Erlebnis.
    Hatten wir auf dem Weg zu den Scharrbildern noch gedacht, die Mahnung, nicht zu viel vorher zu essen, sei übertrieben, wird uns beim Überflug der Scharrbilder ziemlich schummrig. Der Pilot legte sich ordentlich in links- und Rechtskurven, damit auch alle genug sehen. 😐
    Zwischendurch war uns so schlecht, dass wir das mit dem Fotografieren nicht mehr koordiniert bekommen haben 😳
    Wir möchten das Erlebnis nicht missen, waren aber glücklich, als der Pilot ankündigte, jetzt den Rückweg anzutreten, bevor wir uns der Benutzung der bereitliegenden Plastiktüten anschließen mussten. Wie wertvoll der Besuch der Austellung zu Nasca in Bonn letztens für das Verständnis dessen, was wir hier zu sehen bekommen, war, erschließt sich uns jetzt auch erst richtig.

    Aber auch schon ohne die Scharrbilder ist die Landschaft ein Erlebnis (und nur geradeaus ist es dann auch wieder zum Genießen).
    Nachdem wir wieder sicheren Boden unter den Füßen haben in Pisco, verstehen wir plötzlich viel besser, warum der Papst immer die Erde geküsst hat... 🙃🙂🤔
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  • 182 - Altstadt von Lima

    18 de setembro de 2018, Peru ⋅ ☁️ 16 °C

    Zurück in Lima Besichtigung der Altstadt, erstes Ziel ist die Kathedrale von Lima, erstmalig 1555 erbaut, in ihrer jetzigen Form nach einem Erdbeben 1746 errichtet. Die Kathedrale ist sehenswert, lange nicht so viel Gold und Protz, wie das Pendant im Quito. In einer Seitenkapelle liegen die angeblichen Gebeine von Pizarro. In den Katakomben finden sich die Gräber der ehemaligen Erzbischöfe von Lima. Eindrucksvoll sind die zahlreichen Holzschnitzereien, wie die Kanzel und das Chorgestühl.

    An der Plaza de Armas, dem zentralen Platz wirklich jeder spanischen Stadt, findet sich nicht nur die Kathedrale, sondern auch das Rathaus, das Casa Alliago sowie der Präsidentenpalast. Zufällig sind wir genau zum täglichen Wachwechsel vor Ort, bei dem eine Blaskapelle ausrückt und hinter dem Zaun (!) Musik macht. Und zwar nicht etwa Militär- oder Marschmusik, nein, eher Tanzmusik fürs Publikum. Und die Touristen, die wie wir dem Schauspiel beiwohnen, applaudieren. Ein interessantes Schauspiel, dass wir so noch nicht erlebt haben.

    Ein echtes Kleinod ist das Dominikanerkloster. Gegründet 1546 und nach einem Erdbeben 1657 bis 1687 neu erbaut, scheint es ein Stückchen andalusisches sprich maurisches Spanien in Südamerika zu sein. Die Kacheln, die die Wände des Kreuzgangs zieren, wurden aus Sevilla importiert. In der Krypta findet sich ein Altar für Santa Rosa, die Schutzheilige von Lima, die der Legende nach mit ihrem Gesang eine Christusstatue zum Weinen gebracht hat. Berühmt ist das Kloster auch für seine alte und umfangreiche Bibliothek.
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  • 183 - Arequipa

    19 de setembro de 2018, Peru ⋅ ☁️ 22 °C

    Heute kommt uns das noch vorhandene Jetlag zugute, denn um kurz nach 1 Uhr ist die Nacht vorbei. Um 5 Uhr geht dann unser Flieger nach Arequipa. Um halb sechs geht langsam die Sonne auf über den Wolken. Das frühe Morgenlicht wirft ein zauberhaftes Licht auf die Anden und die ersten schneebedeckten Gipfel tauchen auf.
    Da ist es dann auch zu verschmerzen, dass das "Frühstück" bei Avianca aus einem Müsliriegel und einem Kaffee, bei dem man den Becherboden sieht, besteht 😐.
    Um halb sieben landen wir in Arequipa. Schon bei der Anfahrt auf Arequipa machen wir einen ersten Stopp, um die Aussicht auf Stadt und Landschaft zu genießen. Hier sieht man auch schon die Anlage der Felder in Terrassen, was wohl schon immer so gemacht wurde. Das werden wir sicher in den nächsten Tagen noch einige Male zu sehen bekommen.

    Arequipa, die weiße Stadt, liegt bereits auf 2350 m Höhe, ein guter Zwischenstopp, sich mit der Höhe vertraut zu machen. Arequipa wird von den 3 Vulkanen Nevado Misti, Nevado Chachani und Nevado Pichu Pichu eingerahmt.

    Der Legende nach bekam Arequipa ihren Namen von den Inka: ari quepay sollen sie gesagt haben, was auf Quechua soviel wie "hier bleiben wir" bedeutet.

    Die Spanier gründeten 1541 die "Stadt unserer Frau der Himmelfahrt vom schönen Tal von Arequipa".

    In Yanahuara, einem Vorort von Arequipa, machen wir einen zweiten Stopp. Am Plaza Principal gibt es einen Mirador, von dem aus man einen schönen Blick auf die Stadt hat. Arequipa heißt auch deshalb die weiße Stadt, weil fast alles aus weißem Sillar, einem besonderen Vulkangestein gebaut ist. Auch die Kirche aus dem 18. Jhd., die in Yanahuara steht, ist aus Sillar gebaut. Besonders beeindruckend ist die Fassade, die indigene Muster mit christlichen Motiven vereint.

    Wir beginnen unseren Bummel durch Arequipa am Rotondo, dem angeblich ältesten Platz der Stadt. Vorbei an der Bibliothek Mario Vargas Llosa - der Literaturnobelpreisträger wurde in Arequipa geboren - geht es durch enge Gassen bis zur Plaza San Francisco.

    An der Plaza San Francisco liegt (natürlich) die gleichnamige Kirche und das Franziskanerkloster. Auch an dieser Kirche finden sich am Portal florale Muster. In den ebenfalls wunderschönen Kreuzgang können wir nur reinspitzen, der ist den Mönchen vorbehalten und nicht zugänglich.

    Die zentrale Plaza Principal de la virgen de la Asuncion wird an drei Seiten von zweistöckigen Arkadengängen umrahmt, die voller Kaffees und Restaurants sind. In einem davon frühstücken wir gemütlich mit Blick auf Berge, lilablühenden Jacaranda und die Kathedrale, die die gesamte Nordseite der Plaza einnimmt. Die Architektur mutet fast orientalisch an, der Platz könnte so auch im Orient zu finden sein, sicher aber im andalusischen Spanien.

    Als nächstes steht unsere Wunschbesichtigung auf dem Plan, das Mumienmuseum. Hier werden sofort alle Handys, Kameras und Taschen konfisziert, der Besuch ist nur mit Führung möglich, fotografieren in der Ausstellung also nicht mal heimlich aus der Hüfte möglich.

    Mumienmuseum ist eigentlich auch falsch, eigentlich ist es ein Museum für Juanita. Und Juanita ist keine Mumie, sondern eigentlich eine 500 Jahre alte gefrorene Leiche eines ca. 12 Jahre alten Mädchens, die 1995 auf dem Vulkan Ampato gefunden und von ihrem Entdecker Juanita getauft wurde.

    Sie wurde vermutlich vor 500 Jahren dem Gott des Vulkans Ampato geopfert. Die Inka glaubten die Vulkane seien der Sitz der Götter. Juanita ging freiwillig hinauf, wurde mit Chicha-Bier eingeschläfert und mit einem Schlag auf den Kopf getötet. Zusammen mit 5 anderen Kindern wurde sie auf dem 6310 m hohen Gipfel rituell beerdigt und war seitdem im ewigen Eis verborgen. Der Ausbruch des Nachbarvulkans schmolz die Eiskappe und machte die Grabungen erst möglich.

    Dass es dort oben auf dem Ampato eine heilige Stätte gab, das war bekannt, und deshalb hat man dort auch gesucht. In dem Museum sind neben Juanita in der Tiefkühltruhe auch noch viele Grabbeigaben und ihre rituelle Bedeutung ausgestellt.

    Ein Besuch, der uns unweigerlich ein wenig an Ötzi erinnert - sehr lohnend.

    Die Jesuitenkirche ist außerordentlich standhaft, als einzige hat sie bisher alle Erdbeben schadlos überstanden. Auch hier findet sich eine interessante Vermischung mit indigenen Motiven. Die Sakristei besticht mit sehenswerten Fresken. Direkt nebenan befindet sich der Kreuzgang des ehemaligen Jesuitenklosters.

    Das 1579 erbaute Kloster St. Catalina gilt als die Sehenswürdigkeit Areqipas. Mit 20000 Quadratmetern ist es eine Stadt in der Stadt, in der zu ihrer Blütezeit 150 Nonnen mit 400 Dienstmädchen lebten. Nur Töchter aus sehr gutem Hause wurden hier aufgenommen, das Eintrittsgeld betrug umgerechnet auf heutige Zeiten 50000 Dollar. Die wohlhabenden Nonnen konnten es sich durchaus sehr gut gehen lassen.
    Eine Stunde dauert unsere Führung durch die maurischen Gassen, die Toledo, Sevilla, Córdoba und Granada heißen.
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  • 184 - Machu Picchu

    28 de setembro de 2018, Peru ⋅ 🌧 21 °C

    Nach großartigen Tagen in den Anden kommen wir nun nach Machu Picchu - was soll man zu diesem einzigartigen Ort schon groß sagen? 😍

    Um 6:30 Uhr treffen wir unseren Guide für heute, laufen zum Bus, fahren hoch, und kämpfen uns die endlosen Stufen hoch bis zum Aussichtspunkt, an dem die Tour beginnt. Und dann stehen wir erstmal staunend und sprachlos, schier überwältigt davon, dieses Wunder sehen zu dürfen.

    Dann machen wir uns langsam auf, die Ruinen zu erkunden. Wir starten in der Oberstadt, mit den Tempeln (das Runde ist der Sonnentempel) und dem Palast.
    Obwohl wir Regen befürchtet hatten, und die Regenjacken dabei haben, haben wir Glück, und die Sonne kommt raus...

    Wir bummeln durch die Ober- und Unterstadt, wo das gewöhnliche Volk wohnte, und jede Ecke bietet neue fantastische Ausblicke.
    Und als dann noch die jungen Kondore über Machu Picchu kreisen, bekommt das ganze noch mehr Flair. Der Tempel des Kondors passt dazu. Nach 3 Stunden sind wir durch mit dem Rundgang, und bei den fotogenen Lamas angekommen. Eigentlich ist es nicht die richtige Höhe für Lamas, aber es ist einfach malerisch.

    Ob Machu Picchu jetzt letzte Bastion oder Sommerpalast der Inka war, ist letztlich egal.
    Der Besuch ist ein einmaliges Erlebnis... 😍
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  • 185 - Altstadt von Cusco

    29 de setembro de 2018, Peru ⋅ 🌧 16 °C

    Von Saqsaywaman aus hat man einen herrlichen Blick auf die Stadt Cusco und natürlich auf die Altstadt. Über die Deutung des Namens Saqsaywaman streiten sich die Gelehrten immer noch. Uns gefällt am besten die Variante "Pumakopf", die die Festung Saqsaywaman als Kopf und die Altstadt von Cusco als Körper des Pumas ansieht.

    Jetzt ist es Zeit, uns der alten Hauptstadt selbst zu widmen, und wie kann es anders sein, natürlich starten wir auf der in keiner ehemaligen kolonialen spanischen Stadt fehlenden Plaza de Armas. Auch in Cusco ist die Plaza gesäumt von Kirchen, der Kathedrale und hübschen Arkadengängen. Am heutigen Samstag findet auf der Plaza nicht nur die eine oder andere Wahlveranstaltung statt (in zwei Wochen sind Bürgermeisterwahlen in Peru, und die entsprechende Propaganda ist allgegenwärtig), sondern auch eine "Kunstausstellung" mit lokaler und indigener Kunst. Entspannt bummeln wir einmal komplett um die Plaza, bevor wir uns dem nächsten Programmpunkt widmen...

    Als nächstes besuchen wir die Kathedrale von Cusco, oder wie sie so schön auf spanisch heißt die Catedral Basílica de la Virgen de la Asunción. Zusammen mit den beiden Nebenkapellen, Kapelle des Triumphs und Kapelle der Heiligen Familie, durch die man die Kathedrale auch betritt, umfasst die Kathedrale eine Fläche mit fast 4000 Quadratmetern. Die Kathedrale wurde von den Spaniern zwischen 1560 bis 1654 auf den Grundmauern des Palastes des 8. Inka, Wiraqucha Inka (etwa um das Jahr 1410) erbaut.
    In der Kathedrale ist - vermutlich um den eigenen Devotionalienhandel zu verbessern - mal wieder das Fotografieren nicht erlaubt. Daher ein paar Impressionen aus der Hüfte.
    Interessant ist der Silberaltar. Ebenfalls interessant die indigene Variante des heiligen Abendmahls, bei der tatsächlich ein gegrilltes Meerschweinchen auf dem Tisch steht, sowie ein Prozessionsaltar mit eingebautem Fahrersitz.

    Ein absolutes Muss in Cusco ist die Calle Hatunrumiyoc (hatun rumiyuq: „mit dem großen Stein“). Auf den Resten der Mauer des ehemaligen Palastes des Herrschers Inka Roca wurde der Palast des Erzbischofs erbaut. Die Mauer ist ein Paradebeispiel für die Bauweise der Inka und ihrer Technik des fugenlosen Zusammenfügens teilweise riesiger Steine. Der berühmteste Stein hat 12 Ecken.

    Unsere letzte Station in Cusco ist der Coricancha, der Sonnentempel. Der Sonnentempel war der wichtigste Tempel zu Inkazeiten. Der Sonnentempel von Cusco soll zu seinen Glanzzeiten komplett vergoldet gewesen sein, die goldene Vertäfelung aber wurde von den Spaniern komplett entfernt und eingeschmolzen. Es existiert das Bonmot, dass die Inka sich gefragt haben sollen, ob die Spanier sich wohl von Gold ernähren würden, so gierig wie sie auf das Edelmetall waren.
    Der größte Teil des Sonnenheiligtums wurde während der spanischen Eroberung zerstört, weitere Zerstörungen folgten durch ein Erdbeben 1650. Die restlichen Ruinen wurden durch den Bau des Convento de Santo Domingo überbaut. 4 Räume des ehemaligen Sonnentempels wurden vom Kloster weiterhin genutzt. Im Coricancha wurden auch einst die Königsmumien in entsprechenden Nischen aufbewahrt und wurden rituell versorgt.
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  • 186 - Pukapukara - Qhapaq Ñan

    29 de setembro de 2018, Peru ⋅ 🌧 17 °C

    Letzte Station in der Peripherie von Cusco ist Pukapukara, eine kleine Bergfestung mit Türmen, Behausungen und Treppen. Pukapukara ist eine Art Stützpunkt, in anderen Regionen der Welt würde man es vermutlich als Karawanserei bezeichnen.
    Die Inka hatten nicht nur ein sehr gut ausgebautes Wegenetz, Qhapaq Ñan genannt, sondern auch ein sehr ausgeklügeltes Nachrichtensystem und alle 20-30 Kilometer einen "Meldeposten". Auf diese Art konnten Nachrichten sehr schnell durch das riesige Inkareich gebracht werden, jede Meldung erreichte in maximal 4 Tagen die Hauptstadt Cusco. Cusco. Das Wegenetz gilt als 4 Länder umfassendes Weltkulturerbe.
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  • 187 - Tyros

    5 de novembro de 2018, Líbano ⋅ ☁️ 19 °C

    Fast ein Jahr sind wir um diese Reise rumgeschlichen. Sollen wir? Oder doch nicht? Dann ist noch eine Woche Urlaub übrig- okay, dann buchen wir!
    Und jetzt sitzen wir am Gate in Frankfurt, schweißgebadet von Pass- und Sicherheitskontrolle und warten auf unseren Flug mit Middle East nach Beirut.

    Unser erster Versuch mit Phoenix Orientreisen. Bis heute hat Phoenix es nicht geschafft, uns sowas profanes wie ein Reiseprogramm oder gar ein Hotel in Beirut mitzuteilen. 😳
    Wir haben also nur eine Reiseagentur, die uns in Beirut in Empfang nehmen sollen. Sowas haben wir auch noch nicht erlebt... Hoffen wir das Beste 🙏.
    Aber wir sind sehr gespannt auf den Libanon 😎.

    Nach wirklich haariger Einreise und ersten Stationen in Beirut und Sidon steuern wir die Mutterstadt von Karthago, wo wir vor über 6 Jahren voller Ehrfurcht an ihrem Hafen standen (der heute nicht mehr als ein Tümpel ist) als nächstes an. Tyrus wurde uneinnehmbar auf einer Insel erbaut, bis Alexander der Große unbedingt dort in den Tempel wollte, was ihm als Ungläubigen verwehrt wurde. So ließ er einen Damm zur Belagerung bauen, der im Laufe der Zeit zu Tyrus als einer Halbinsel führte. Die Römer bauten auf dem früheren Damm ein Stadttor mit Marktstrasse innerhalb, außerhalb begann die Nekropole, ein Gräberfeld beiderseits der Straße. Die besten Fundstücke sind in Beirut im Museum, aber noch immer kann man hier im Stadtteil Al-Bass einen sehr beeindruckende Ort besichtigen.
    Direkt an die Nekropole angrenzend liegt das Hippodrom für bis zu 40.000 Zuschauer, angeblich das größte jemals ausgegrabene der Welt. Im Gegensatz zu der traurigen Anlage in Rom spürt man hier fast schon die Pferde wiehern und stampfen 😀

    Bei einem Mix aus Sonne und bedrohlichen Wolken erreichen wir das Zentrum der Phönizierstadt, leider ist in Tyrus nichts mehr aus dieser Epoche erhalten.

    Eine wunderschöne kolonnadengesäumte und mit Mosaiken gepflasterte Straße aus römischer Zeit führt zu einem der beiden antiken Häfen, dem ägyptischen, der bei dem verheerenden Erdbeben von 551 im Meer versank. Ein wenig kann man noch unter der Wasseroberfläche erahnen, aber zu dem starken Wind kommt jetzt doch der Regen.
    Wir waren sehr fürsorglich zu unserem Schirm, der sicher und trocken im Bus lag, zwischendurch gab es aber tolle Motive und eine interessante Sportarena, doch der dann folgende Platzregen animierte uns dann doch zum sehr eiligen Rückzug 😀
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  • 188 - Anjar

    7 de novembro de 2018, Líbano ⋅ ☁️ 15 °C

    Unser erstes Ziel für heute ist ein echtes Kleinod, die von den Omajiaden etwa ab 710 gegründete Stadt Anjar, malerisch am Fuße des Antilibanongebirges gelegen. Nur etwa 30 km von Damaskus entfernt, war es nicht nur eine nach römischen Vorbildern angelegte Handelsstadt mit vielleicht 5000 Einwohnern und eine Residenz der Kalifen mit 2 Palästen, sondern führt uns auch noch einmal überdeutlich vor Augen, wie unglaublich nahe in dieser Region alles beieinanderliegt.
    Wenigstens sind die Zeiten vorbei, wie unser Reiseleiter hier schon Besichtigungen erlebt hat, währenddessen die Bombardierungen auf der anderen Seite der Berge zu hören waren.
    So können wir uns auf die Anlage zwischen Pinien bei herrlichem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen auf 900m Höhe konzentrieren.
    Da Anjar bereits 744 bei Nachfolgekämpfen der Omajiaden zerstört wurde, ist hier ein nahezu unverfälschtes Beispiel frühislamischer Stadtplanung zu besichtigen, was wir fast ungestört von anderen Besuchern tun können.
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  • 189 - Baalbek

    7 de novembro de 2018, Líbano ⋅ 🌧 16 °C

    So, und nun stehen wir an einem dieser Orte, von dem man noch nicht einmal träumte, sie jemals zu sehen! Man sagt mir nach, mit schier grenzdebilem Grinsen vor dem Zugang zum bombastischen Jupitertempel gestanden zu haben.
    Eine uralte kanaanitische Kultstätte am Quellort der Flüsse Orontes und Litani, die an dieser Wasserscheide nach Norden bzw. Süden fließen und in hellenistischer Zeit in Heliopolis umbenannt wurde, schwang sich ab dem 1. nachchristlichen Jahrhundert in ein Heiligtum ersten Ranges empor mit den größten Tempeln des Römischen Reiches.
    Ursprünglich zog sich eine gigantische Freitreppe über die gesamte Breite der Propyläen, doch während der Kreuzzüge bauten die ägyptischen Mamelucken Baalbek in eine Burg um, die heutige Treppe geht auf die deutschen Ausgräber des 20. Jahrhunderts zurück.
    Etwa 249 war dieser Komplex mit dem anschließenden sechseckigen Vorhof fertiggestellt, die Mamelucken bauten Schießscharten mit Bögen ein, wir stolpern zutiefst beeindruckt hindurch.
    Bilder können diese schier unfaßbare Anlage kaum wiedergeben...
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  • 190 - Byblos

    8 de novembro de 2018, Líbano ⋅ ☁️ 20 °C

    Byblos war schon im 3. Jahrtausend vor Christus die bedeutendste Stadt der Region, unter anderem Zentrum des Zedernholzhandels. Auch nach dem Erdbeben von 551 in einen Dämmerschlaf versunken, kam ihre Renaissance mit den Kreuzzügen, als zweitwichtigste Stadt der Grafschaft Tripoli. Italienische Kreuzritter bauten diese wuchtige und bedeutende Burg auf antiken Fundamenten.
    Im Abendlicht bieten sich immer großartigere Motive.

    Nach der Kreuzritterburg eilen wir noch schnell durch das antike Byblos, schauen uns den Obiliskentempel an, und erreichen pünktlich zum Sonnenuntergang das Theater mit malerischem Blick auf das Mittelmeer und die darin versinkende Sonne. Am Ende dieses spektakulären Tages sind wir allerdings ein bisschen overtempled...
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  • 191 - Zedernwald

    9 de novembro de 2018, Líbano ⋅ 🌧 13 °C

    375 Zedern in 1900m Höhe bilden den „Zedernwald des Herrn“. Von der berühmten Libanonzeder hat sich leider nicht mehr viel erhalten, dies ist eine der isolierten Baumgruppen mit über 1000 Jahre alten Exemplaren. Die Zeder wächst unglaublich langsam, nach 50 Jahren gilt sie noch als jung, sie beginnt erst danach sich zu vermehren. Erst wenn die Spitze aus Wassermangel abgestorben ist, wächst sie in die Breite und bildet ihre charakteristische Form aus. Der Stamm kann bis zu 14 Meter Umfang erreichen.
    Es ist saukalt in dieser Höhe, doch wir wandern zutiefst beeindruckt durch den kleinen Wald.
    Es verwundert uns nicht im geringsten, hier zwei ganz besondere Orte zu finden, eine riesige abgestorbene Zeder mit Schnitzereien wie einer Jesusfigur sowie eine hübsche Kapelle mit aus Bäumen gestaltetem Freiluftaltar. Ein sehr spiritueller Ort, der uns sehr bewegt. Wo sich zwei in meinem Namen versammeln...
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  • 193 - Twyfelfontain

    30 de abril de 2019, Namíbia ⋅ ☀️ 34 °C

    Der Afrika-Bazillus hat uns erfaßt, er läßt einen nicht mehr los. Mein Traumland des Kontinentes war schon immer Namibia. Irgendwann haben wir uns gefragt, was denn eigentlich die größten Traumziele wären unter dem hypothetischen Hintergrund: "Wenn Du nur noch eine Reise machen könntest, welche wäre das?"

    Und so kommen wir im Frühjahr 2019 in dieses Land, welches fast keine Welterbestätten hat, aber zutiefst berührt. Eine der beiden Stätten sind die Felsmalereien von Twyfelfontain. Die Felsgravuren sind zwischen 2400 und 6000 Jahren alt, und zeigen meist Tierfiguren. Während der Hase kurz vorm Kreislaufkollaps aufgibt und sich im Schatten des Eingangsgebäudes nur die Ausstellung ansieht, macht sich der Ritter heroisch auf den Weg, diese eindrucksvolle uralte Kunst zu entdecken.
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  • 194 - Sossusvlei

    9 de maio de 2019, Namíbia ⋅ ☀️ 18 °C

    Natürlich kann man Namibia nicht bereisen ohne das Sandmeer der Namib (so nennt sich das Weltnaturerbe) im Sossusvlei besucht zu haben. Der Teil war leider im Zuge der Zugreise und damit uns etwas zu gruppenmäßig organisiert und daher mit einer Lodge außerhalb des Nationalparks, trotzdem ein großartiges Erlebnis!Leia mais