• Alexandra und Mathias
  • Alexandra und Mathias

Panamericana Teil 2

Karibik, Vulkane und jede Menge Wildlife - mit dem Troopy durch Zentralamerika Læs mere
  • Playa Coyote

    21. februar 2020, Costa Rica ⋅ ☁️ 31 °C

    Wir müssen weiter. Im Camp in Santa Teresa war es nicht zum Aushalten. Da wir nicht direkt am Meer stehen konnten, ging nicht das kleinste Lüftchen und uns erging es nach einem leichten Regenguss wie einer Kartoffel im Dampfkochtopf🥵

    Nur kurz nach Santa Teresa gibt es einen Streckenabschnitt, den man direkt am Strand fahren kann (nur bei Ebbe) mit ein paar anschliessenden River Crossings. Momentan ist Trockenzeit und der Fluss hat nicht so viel Wasser, so dass die Durchfahrten problemlos gehen. Beim nächsten wunderschönen (wieder menschenleeren) Strand, wo es hübsche Schattenplätzchen unter den Palmen gibt, halten wir und schlagen bereits vor dem Mittag wieder unser Camp auf.
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  • Rincón de la Vieja NP

    23. februar 2020, Costa Rica ⋅ ☁️ 23 °C

    Wanderung durch den Horrorwald...

    Auf der Nicoya Halbinsel haben wir nur noch eine Nacht in Tamarindo eingelegt. Es war uns einfach zu heiss und hat uns in die Höhe gezogen.
    Hier sind wir nun und besuchen den Rincón de la Vieja Nationalpark. Es gibt zwei Sektoren des Parks (Maria & Las Pailas), welche mit dem Auto ca. 45 Minuten auseinanderliegen. Wir fahren zu Letzterem und machen die Rundwanderung bei den verschiedenen Fumarolen und Mudpots vorbei. Da es uns zu mühsam ist mit dem Auto in den anderen Sektor (Maria) zu fahren, beschliessen wir kurzerhand dahin zu wandern, wo es heisse Quellen gibt.

    Der Weg führt durch dichte Vegetation und wir merken schnell, dass wir wohl von den ganz Wenigen sind, die diese Wanderung machen. Wir treffen keine andere Menschenseele und auf dem Hinweg sehen wir eine Gruppe Klammeraffen, die sich offensichtlich keine Menschen gewohnt sind - sie verhalten sich recht aggressiv. Dies zum Glück ein paar Stockwerke über uns....

    ...wir brauchen ca. eine Stunde bis wir bei den Hotsprings ankommen und sind positiv überrascht. Sie sind sehr schön gelegen und sehen naturbelassen aus. Baden ist nicht erlaubt, aber wir strecken trotzdem den grossen Zeh ins lauwarme Wasser und schiessen in diesem schönen Ambiente gleich ein Foto für den nächsten Familienkalender, den die Grosis dann wieder zu Weihnachten erhalten😀.

    Auf dem Rückweg entscheidet sich Kerstin einen anderen, etwas anstrengenderen Weg zu nehmen und wir teilen uns auf.
    Ob das eine gute Idee war?
    Sagen wir so: Es hätte definitiv ins Auge gehen können, denn auf dem Rückweg kommen wir uns vor, wie bei Alice im Wunderland. Bereits nach 10 Minuten bleibt Mathias vor mir plötzlich abrupt stehen. Ich weiss sofort wieso. Ein extrem penetranter Geruch nach wildem Tier steigt uns in die Nase. In dem Moment als ich realisiere, dass es sich dabei nicht nur um harmlose Affen handeln kann, höre ich unweit von uns auch schon das laute Knacken von Ästen. Ich kriege sofort Angst und renne hinter den nächsten Baum. Die Tiere erschrecken (es sind mehrere) und rennen auf uns zu. Ich sehe nur einen grossen schwarzen Körper zwischen den Bäumen vorbeirennen und muss mich erst einmal beruhigen, bevor ich darüber nachdenken kann, was es gewesen sein könnte. Wildschweine? Tapire? Es war auf jeden Fall RIESIG!

    Wir getrauen uns fast nicht weiterzugehen. Die Tiere sind immer noch in der Nähe. Was wenn es Muttertiere mit Jungen sind? Wir haben aber keine andere Wahl: Also Augen zu und durch. Wir rennen los und zwar soweit bis wir nicht mehr sehen wo der Weg weiterführt. Wir müssen in der ganzen Hektik vom Weg abgekommen sein und finden uns nun im Dickicht wieder. Als ich so dastehe und warte, dass sich mein Herzschlag etwas beruhigt, schaue ich an mir runter und bemerke zig kleine Tierchen auf mir rumkrabbeln. Zecken! 😱
    Schnell versuche ich sie wegzuwischen, die Mistviecher haften aber wie Kletten an mir. Mathias geht es nicht besser. Auch er findet diverse dieser Parasiten an sich. Wir helfen einander die Dinger loszuwerden und suchen uns panisch an jeder erdenklichen Körperstelle ab. Als wir sicher sind, alle erwischt zu haben, bahnen wir uns den Weg zurück bis wir wieder auf dem richtigen Pfad sind...

    ...nun gehen wir wirklich zügig zurück und kommen fast bis zum Ausgang, als noch das letzte "Hindernis" auf uns wartet. Eine Gruppe Kapuzineräffchen befindet sich in den Bäumen über dem Weg - diesmal fast auf Augenhöhe. Mir kommt sofort Maurice (der Guide aus dem Carara NP) in den Sinn, der meinte, dass diese Affen extrem aggressiv seien und einen Menschen angreifen würden, wenn er allein unterwegs ist. Nun, wir sind zu zweit, aber ich bemerke schon, dass sie über unsere Anwesenheit gar nicht erfreut sind. Sie fauchen, zeigen Zähne und machen Drohgebärden. Wir entscheiden etwas Abstand zu halten und sie vorbeiziehen zu lassen. Dieser Plan geht aber nicht auf. Schnell umzingeln sie uns und einer wirft sogar mit Stöckchen. Wir legen also noch einen letzten Sprint ein und können uns endlich aus diesem Gruselwald befreien.

    Kerstin treffen wir zum Glück wohlauf beim Visitor Center wieder. Sie hat von alledem nichts mitgekriegt.
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  • Llanos de Cortes Wasserfall

    24. februar 2020, Costa Rica ⋅ 🌙 31 °C

    Bei einem Eintrittspreis von fast 7 Franken pro Person für einen Wasserfall, den man sich mit einer Meute anderer Touristen anschaut, hätten ich und Mathias schnell einmal die Flucht ergriffen. Da wir aber momentan mit meiner Schwester unterwegs sind, zahlen wir das Geld.
    Immerhin sind die meisten anderen wasserscheu, so dass wir wenigstens den natürlichen Pool kurz für uns haben😀.
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  • Volcán Tenorio NP

    25. februar 2020, Costa Rica ⋅ ☁️ 23 °C

    Wir fahren zum Nationalpark Volcán Tenorio, auch bekannt als Rio Celeste. Der satt türkisfarbene Fluss ist das Juwel dieses Parks. Seine Farbe hat er nicht, wie erst angenommen, aufgrund von Bakterien, sondern wegen einer optischen Täuschung, die durch die Brechung des Sonnenlichts an Silikaten im Wasser hervorgerufen wird.Læs mere

  • Lago Arenal

    25. februar 2020, Costa Rica ⋅ ☁️ 25 °C

    Eine Recreation Area am Lago Arenal bietet uns einen perfekten Platz für zwei gemütliche Tage. Wir lassen "Encore" aufleben, kochen leckere Omniagerichte und lassen einfach die Seele baumeln.

    Nach einem Bad im See höre ich auf einmal Mathias schreien. Er hat diverse Zecken an sich gefunden (ihr könnt euch vorstellen wo😰). Diesmal muss die Pinzette her, um die 7! Stück zu entfernen. Bei mir hat sich keiner festgebiessen. Ich konnte wohl alle bereits im Wald abstreifen.Læs mere

  • La Fortuna Hotsprings

    26. februar 2020, Costa Rica ⋅ ☁️ 32 °C

    Wir fahren dem Arenalsee entlang und haben zwischendurch immer wieder Sicht auf den gleichnamigen Vulkan. Dieses Fleckchen von Costa Rica gefällt uns wirklich ausserordentlich gut, auch wenn es in dieser Gegend sehr ähnlich wir in der Schweiz ausschaut.
    Oder vielleicht gerade deswegen?!
    Saftige grüne Wiesen, Chalets, ja sogar die gleichen Kühe wie zu Hause gibt es hier! Einzig die Kuhglocken fehlen, um das richtig autenthische Feeling zu bekommen...

    Direkt an der Hauptstrasse befinden sich die Fortuna Hotsprings. So schöne heisse Quellen haben wir lange nicht mehr gesehen, weshalb wir einen ausgiebigen Halt einlegen und uns im natürlichen Whirlpool aufweichen lassen.
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  • Frog's Heaven

    26. februar 2020, Costa Rica ⋅ 🌧 29 °C

    Viele haben uns den Frog's Heaven in der Nähe von Puerto Viejo als "Geheimtipp" empfohlen. Tatsächlich kommen wir bei einem untouristischen herzigen Familienbetrieb an, wo man für den läppischen Betrag von 25 USD pro Person bei einer einstündigen Führung im angrenzenden Wald exotische Frösche gezeigt bekommt.

    Finden wir jetzt schon ziemlich viel! Aber wenn wir schon mal da sind...
    Zudem dürfen wir bei Buchung der Tour gratis auf dem Parkplatz übernachten. Wir sagen zu...

    Wir legen den Zeitpunkt für die Tour auf den nächsten Morgen fest und haben so den ganzen Nachmittag Zeit, um auf eigene Faust im Wald und auf dem Gelände auf Entdeckungsreise zu gehen. Also die Vogelwelt ist ja schon beeindruckend! Da schlagen unsere Birderherze gleich wieder höher. Auch Kerstin geht mit dem Feldstecher bewaffnet auf die Pirsch und macht jegliche Spezies in den Baumwipfeln für uns ausfindig, auf die wir sogleich unser Objektiv richten und auf den Auslöser drücken.

    Die Tour am nächsten Morgen ist dann OK, mehr aber auch nicht! Für den stolzen Preis hätten wir dann doch ein bisschen mehr erwartet, als dass unser Guide an vier verschiedenen Orten die Frösche aus dem bekannten Versteck holt und uns vor die Nase setzt. Schön anzusehen waren diese trotzdem.
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  • Volcán Irazú

    28. februar 2020, Costa Rica ⋅ ☁️ 11 °C

    Wir stellen einen neuen Höhenrekord auf! Nicht wir als Personen selbst, aber wir mit Baloo! Der Gipfel des Vulkans Irazú befindet sich auf 3'432 Meter über Meer und man kann alles auf einer top asphaltierten Strasse hochfahren. Zum Glück haben wir einen schönen Tag erwischt und geniessen nach der Besichtigung des Kraters bei Sonnenschein unser Mittagessen ... inkl. hungrigem Coati😀.Læs mere

  • San Gerardo de Dota

    29. februar 2020, Costa Rica ⋅ 🌧 13 °C

    Ein Highlight wartet auf uns...

    Wir versuchen ja schon seit Guatemala den Quetzal zu sehen, hatten aber an geeigneten Orten dafür bislang kein Glück oder zu wenig Zeit...

    Für diejenigen, die nicht wissen, was ein Quetzal ist:
    Der Quetzal ist der Nationalvogel Guatemalas und auch die Bezeichnung der guatemaltekischen Währung. Er lebt ausschliesslich in den Nebelwäldern Mittelamerikas und ist wegen der starken Rodung in diesen Ländern sehr gefährdet. In der präkolumbianischen Zeit wurde er wegen seinen schönen Schwanzfedern viel gejagt. Die Männchen können inkl. der langen Federn bis zu 1 Meter gross werden.

    ... umso euphorischer waren wir als wir in San Gerardo de Dota ein schmuckes Airbnb fanden - in dem Ort, wo man den Quetzal mit 100%iger Sicherheit zu Gesicht bekommen soll. Wir haben nicht lange gezögert und das Airbnb gebucht, da wir uns mit Kerstin eh einmal noch was Schönes gönnen wollten. Die Arme musste ja schon lange genug auf hartem Boden und kaputter Liegematte nächtigen.

    Nach langer und anstrengender Anfahrt beziehen wir unser dreieckiges Häuschen und machen uns noch am gleichen Abend das erste Mal auf, um den seltenen Vogel zu suchen - leider ohne Erfolg.
    Am nächsten Tag wollen wir keine Zeit verlieren und machen uns bereits bei Sonnenaufgang auf. Diesmal suchen wir uns den anderen uns bekannten Spot aus und wissen auch sofort, dass wir richtig sind, als wir die ganzen Touren auf dem gleichen Fleck antreffen. Von der Strasse aus kann man auf ein Nest (ein Loch in einem abgestorbenen Baum) eines Quetzal-Pärchens sehen. Die Mutter und der Vater lösen sich mit dessen Beschützung ab - wenn es also einen Schichtwechsel gibt, ist jeweils der Zeitpunkt, wo man den Paradiesvogel sehen kann. Dieser Moment hält jedoch immer nur kurz an. Schnell verschwindet der Eine jeweils ins Nest und der Andere fliegt davon, um Nahrung zu suchen.

    Am Morgen ist leider das Licht sehr schlecht. Wir entscheiden uns tagsüber eine Wanderung zu einem kleinen Wasserfall zu machen und gegen Abend nochmals zu kommen. Am Spätnachmittag sind wir dann wieder vor Ort und warten auf die Rückkehr des Männchens (wir sehen, dass SIE im Nest sein muss, da die langen Schwanzfedern von IHM nicht aus dem Loch lugen). Wir positionieren uns mit der Kamera schon mal optimal, Kerstin schnappt sich den Feldstecher und dann warten wir. Und warten.... Und warten....

    Nach 2,5 Stunden ist es aber endlich so weit! Das Männchen kommt angeflogen. Es sieht wunderschön aus mit diesen langen türkis glänzenden Federn, die wild im Wind flattern. Es setzt sich eine ganze Weile auf den Ast vor dem Nest, bevor es hineinhüpft und das Weibchen ausfliegt. Wir sind verzaubert von der Schönheit dieses Vogels. Und das Beste: Wir konnten diesen Moment ganz für uns allein geniessen - ausser uns ist niemand da.

    Am Abend schliessen wir den gelungenen Tag bei einem leckeren Essen in einem neu eröffneten Restaurant im Tal ab und bemerken, dass das lange Warten seine Spuren hinterlassen hat. Unsere roten Köpfe läuchten, wie Laternen in der Dunkelheit😀.
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  • Playa Matapalo

    1. marts 2020, Costa Rica ⋅ ☁️ 28 °C

    Unsere letzte Nacht zu dritt (bevor wir zurück nach San José fahren), verbringen wir nochmals an einem Traumstrand! Wir lassen die vergangenen zwei Wochen Revue passieren und sind unglaublich glücklich, dass wir eine so tolle Zeit mit Kerstin verbringen durften und sind überwältigt von all der Natur und Tieren, die wir sahen.

    Gerade als wir feststellen, dass eigentlich noch ein Zweifinger-Faultier in der Liste der Tiersichtungen fehlt, bemerken wir eine helle fellige Kugel über uns in der Palme. Was für ein Zufall😀

    Ke, faus di doch mau no entscheidisch ds Polarsteps ds installiere: Merci für die schöni Zyt 😘
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  • Tortuguero NP

    9. marts 2020, Costa Rica ⋅ 🌧 26 °C

    Nachdem wir Kerstin verabschiedet hatten, blieben wir erst ein paar Tage auf dem Camping von Luis und Gaby, costa-ricanischen Overlandern, die andere Reisende gratis auf ihrem Grundstück übernachten lassen. Mega grosszügig von ihnen! Von da aus liessen wir ein paar Roststellen bei Baloo ausbessern und hatten Zeit die vergangenen zwei Wochen etwas zu verarbeiten. Bei all den Eindrücken, die wir jeden Tag haben, braucht man von Zeit zu Zeit eine Pause...

    ...nun, als wir uns wieder fit für die Weiterreise fühlen, geht's auf in Richtung Norden. Eigentlich steht der Poas Vulkan auf dem Programm. Mangels guter Sicht werfen wir dieses Vorhaben aber kurzerhand über Bord und fahren an die Karibik. Von La Pavona aus nehmen wir am nächsten Tag ein Boot, das uns in den Tortuguero NP bringt (der Park ist nur zu Wasser oder per Flugzeug erreichbar). Da buchen wir wiederum eine Tour, bei der wir mit einem Guide in einer Nussschale auf den Kanälen rumpaddeln. Der Vorteil: Da wir, entgegen allen anderen Touren, keinen Motor haben, erschrecken die Tiere nicht und präsentieren sich uns zum Teil von ihrer besten Seite.

    Nach der Tour wandern wir noch ein Stück weit auf dem einzigen Wanderweg im Park. Es ist aber soooo heiss, dass wir schnell einmal aufgeben und umkehren. Ein kühler Smoothie muss her!

    Eigentlich wäre der Park noch dafür bekannt, dass hier mehrere Arten von Schildkröten zum Eier legen an den Strand kommen. Dafür ist aber momentan noch nicht Saison (erst ab April / Mai für die Leatherbacks und Juni / Juli für die Restlichen) und so verlassen wir Tortuguero noch am gleichen Tag wieder.
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  • Lago Arenal

    11. marts 2020, Costa Rica ⋅ ☁️ 30 °C

    Wir haben nun schon viel von Costa Rica gesehen ... einen Park haben wir aber noch auf unserer Liste, bevor wir endgültig weiter nach Süden zur Osa Peninsula und dann nach Panama reisen werden.

    Beim Hotel Los Héroes legen wir einen Übernachtungsstopp ein. Hier hat sich ein Schweizer verwirklicht und seine eigene kleine Schweiz auf seinem Grundstück aufgebaut, inkl. Kirche, Eisenbahn, Kühen, Käserei und Drehrestaurant (ausser, dass es sich nicht dreht). Man hat aber einen wunderbaren Ausblick auf den Lago Arenal und fühlt sich tatsächlich ein wenig, wie in den Schweizer Bergen. Natürlich lassen wir uns auch Cordon-Bleu, Rösti und Schwarzwäldertorte nicht entgehen.

    Hier erhalten wir zudem die Bestätigung des Verschiffungstermins (Baloo soll am 4. April von Panama nach Kolumbien verschifft werden) und erfahren, dass unsere Containerbuddies Brock & Claire momentan ganz in der Nähe von uns sind. Wir vereinbaren spontan ein Treffen und fahren dann via Südseite des Sees in Richtung Monteverde Reservat. Dabei müssen wir einen Fluss queren, der auch in der Trockenzeit ziemlich viel Wasser führt, aber seht selbst...
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  • Monteverde Reservat

    12. marts 2020, Costa Rica ⋅ ☁️ 21 °C

    Wir haben eine sehr windige Nacht (mussten unten mit geschlossenem Dach schlafen) ganz in der Nähe des Monteverde Reservats verbracht und sind noch vor der Öffnung des Parks um 07.00 Uhr auf den Beinen.

    Nun bekommen wir das erste Mal richtig zu spüren, dass gerade Hauptsaison ist. Die Besuchermassen sind enorm und das Gedränge geht schon beim Anstehen zum Shuttlebus, der uns vom offiziellen Parkplatz zum Eingang bringt, los. Wir überlegen noch, ob wir gleich wieder die Flucht ergreifen sollen, kaufen uns dann aber doch ein Ticket ... wenn wir schon mal da sind😀 ... und werden zusammen mit ca. 10 anderen Personen einem Guide zugeteilt.

    Wir lesen mittlerweile viel über die Massnahmen, die in der Schweiz aufgrund des Coronavirus verhängt werden und sind froh, dass wir hier sehr weit weg von dem ganzen Geschehen sind. Gerade in Monteverde merken wir, dass das Thema noch gaaaanz weit weg ist von Costa Rica. Menschen aus aller Welt kommen hier in grosser Menge zusammen.
    Allerdings vernehmen wir auch, dass bereits erste Länder in Lateinamerika keine Personen mehr einreisen lassen, die aus Europa ankommen und dass z.B. Kolumbien das Anlegen von Kreuzfahrtschiffen verboten hat, was bei uns erste Befürchtungen weckt, ob mit der Fahrzeugverschiffung dann alles klappen wird in knapp 3 Wochen....

    Erst einmal geniessen wir aber das Wandern im Nebelwald und sehen auch hier wieder besondere Spezies, wie z.b. der "Emerald Toucanet", den wir schon in San Gerardo de Dota vergebens gesucht hatten.
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  • Sirena Ranger Station - Corcovado NP

    16. marts 2020, Costa Rica ⋅ ☁️ 27 °C

    Wir setzen unsere Route wie geplant in Richtung Süden fort und finden auf der Osa Peninsula in Puerto Jiménez den Campingplatz von Adonis. Auf iOverlander lesen wir ausnahmslos gute Berichte über den Besitzer. Wir teilen zwar die allgemeine Meinung der anderen Reisenden, sind aber doch etwas irritiert, als wir Adonis' Fussfessel bemerken🤔.

    Von hier aus buchen wir eine Tour in den Corcovado Nationalpark zur Sirena Ranger Station. Dieses Gebiet ist für sein reiches Artenvorkommen bekannt und man soll gute Chancen haben, Tapiren zu begegnen...

    Eigentlich freuen wir uns riesig auf die Tour. Unsere Gefühlslage wird aber vom immer präsenteren Thema "Corona" getrübt. Meldungen über neue Massnahmen in den umliegenden Ländern prasseln fast im Stundentakt auf uns ein. Inzwischen haben wir erfahren, dass Kolumbien seine Grenzen für jegliche Reisenden bis mind. Ende Mai geschlossen lässt. Somit fällt unsere geplante Verschiffung definitiv ins Wasser. Auch die Grenze zu Panama soll am heutigen Tag schliessen und wir überlegen noch, ob wir nach der Tour "last minute" rüber wollen, entscheiden uns dann aber dagegen, dies schon einmal vorweg...

    Für die Tour treffen wir uns morgens um 05.30 Uhr und werden dann per Boot zur Sirena Ranger Station gebracht. Die Wellen und die Brandung am Anlegeplatz sind enorm! Wir staunen über die Fertigkeiten des Kapitäns, der uns gekonnt zwischen den brechenden Wellen hindurchmanövriert und uns sicher an Land bringt. Anschliessend wandern wir mit unserem Guide und lediglich einem anderen jungen Pärchen während fast 5 Stunden durch den Wald. Was wir hier zu sehen bekommen, ist einfach der Wahnsinn. Praktisch an "jeder Ecke" sehen wir irgendein neues Tier. Alle 4 Affenarten, die es in Costa Rica gibt, sehen wir an ein und demselben Ort.

    Obwohl heute noch viele Touristen hier sind, merken wir, dass bei den Guides die Stimmung angespannt ist und sie nur über das EINE Thema reden. Der Staat hat soeben beschlossen, sämtliche Nationalparks im Lande per sofort und bald auch die Grenzen inkl. Flughafen zu schliessen, was für die Leute hier natürlich sehr beunruhigend ist, sind sie doch vom Tourisums abhängig. Aus diesem Grund können wir die Tour leider nicht gleich geniessen, wie dies sonst der Fall gewesen wäre ... Ein Moment lässt uns aber für kurze Zeit vergessen, dass die Welt gerade Kopf steht. Und zwar, als wir fast zum Schluss eine Tapirmutter mit einem Jungen im Gebüsch finden. Der Anblick dieser stattlichen Tiere lässt unsere Herzen höher schlagen und hinterlässt ein freudiges Lächeln in unseren Gesichtern.
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  • Aventuri Ticos

    25. marts 2020, Costa Rica ⋅ 🌙 29 °C

    Nach der Tour im Corcovado Nationalpark fahren wir zurück nach San José zum Camping von Luis & Gaby. Unser Plan, als wir hier ankommen, ist erst einmal "Abwarten und Schauen, wie sich die Lage entwickelt".

    Um es vorweg zu nehmen: Wir haben uns im Laufe der paar Tage hier schweren Herzens dazu entschieden, unsere Reise abzubrechen und nach Hause zu fliegen😢.

    Natürlich haben wir lange überlegt, in schlaflosen Nächten Vor- und Nachteile abgewogen, die Lage und die weitere Entwicklung einzuschätzen versucht und uns mit anderen Reisenden ausgetauscht.

    Unser Ziel war von Anfang an Ushuaia. Wir sind zu dieser Reise gestartet, um frei zu sein und um diese - notabene zuvor hart erarbeitete - Auszeit unbeschwert geniessen zu können. Auch wenn wir unsere Möglichkeiten in zig Gesprächen hin und her diskutiert haben, sind wir am Ende des Tages immer zum gleichen Schluss gekommen: Wir stecken momentan in einer globalen Krise, wobei das Weiterreisen kurzfristig gar nicht und längerfristig zumindest nicht so, wie wir uns das vorstellen, möglich sein wird.

    Zu unsicher ist uns die momentane Lage und auch wenn die Hoffnung bestand, dass alles in ein paar Wochen wieder normal sein wird und wir die Situation hätten aussitzen können, glaubten wir zuletzt nicht mehr so recht da dran. Auch wenn wir nun nicht mit der Vorfreude zurück in die Schweiz reisen werden, wie wir uns dies gewünscht hätten, sind wir doch froh, dass wir dann wieder in der Nähe von Familie und Freunden sind und hadern nicht mit der Situation. Wir durften wunderbare 1,5 Jahre in Nordamerika verbringen und unvergessliche Eindrücke sammeln. Lieber setzen wir unsere Reise zu einem späteren Zeitpunkt fort - wir sind uns sicher, dass Südamerika auch in ein paar Monaten / Jahren🤷 noch auf uns warten wird😀.

    Ihr, die noch unterwegs seid und momentan irgendwo "feststeckt", wünschen wir viel Durchhaltewillen und natürlich, dass man bald ans Weiterreisen denken kann.
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    Slut på rejsen
    27. marts 2020