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Kreta 2026 "No Risk No Fun"

Was lag näher, als nach den guten Erfahrungen des Vorjahrs, Kreta auch dieses Jahr wieder zu besuchen, lockten uns doch Meer und Sonne sowie feines Essen. Read more
  • Trip start
    October 3, 2026

    Tag 1 - Reise nach Kreta

    October 3 in Greece ⛅ 21 °C

    Bereits zum „Black Friday“ wurde der Flug zu einem günstigen Preis nach Heraklion gebucht. Auch der Mietwagen war mit Frühbucher- und Stammkundenrabatt ein Schnäppchen.
    Nun denn, am 30. September, d.h. vier Tage vor Abflug (03.10.26), begann dort der Regen und weitete sich zu einer mittleren Katastrophe mit Starkregen, den daraus hervorgehenden Überschwemmungen und Steinschlägen mit den resultierenden Schäden an der Infrastruktur aus; Shit happens!
    Der Abflug verzögerte sich bereits um eine Stunde, was doch schon ein kleines Omen für den weiteren Reiseverlauf war. Nachdem die Wolkendecke bereits im Alpenvorland weniger wurde, war Sonnenschein bis Griechenland angesagt. Dies ließ uns doch ein wenig Gutes erhoffen!
    Kurz vor Kreta wurde es aber bereits holprig und so waren wir froh, als dieses in Sichtweite kam und die Landung in Aussicht stand. Etwas beunruhigend war dann aber doch die Tatsache, dass der Wind sehr stramm von „rechts“ kam und meterhohe Brecher an der Küste zu sehen waren. Der Pilot verstand aber sein Handwerk und so konnten wir – frohen Mutes – die Gangway hinabschreiten, zu mindestens die ersten Zentimeter, denn der Wind blies mehr als stramm.
    Mit dem Mietwagen, einer kleiner Toyota, ging`s einige Zeit später in Richtung Westen und schon waren wir mitten im Unwetter. Sinnflutartiger Regen, Sturmböen, alles, was man so braucht im Urlaub. Richtung Berge wurde es dann – Gott sei Dank - weniger, das Wasser war aber mittlerweile auf der Straße (Aquaplaning Gefahr!).
    War die Landstraße noch einigermaßen zu befahren, ging`s später in die Pampa, wo uns tatsächlich eine Bachüberquerung bevorstand. Zu Beginn noch verunsichert, war doch ein Warnschild aufgestellt, zeigten uns Einheimische, wo der „Bartl sein Most holt“, und wir folgten zügig einem älteren Herrn auf dessen Motorrad. Nun denn, ich denke nicht, dass es ihm, wie uns, die Frontschürze zum Teil weggerissen hat 🙄
    Munter den Berg hinauf, dann wieder runter, zeigten sich ständig die Auswirkungen der Unwetterlage, Steine und Auswaschungen auf der Fahrbahn.
    In Lendas verlies uns dann das Google-Routing. Anstatt auf der asphaltierten Fahrbahn zu bleiben, lotste uns dieses in die Offroad-Pampa, megageil mit einem Kleinwagen mit Frontantrieb. Irenes beherztes Routing sei Dank erreichten wir irgendwann die Straße und konnten, nach mehrmaligem Hin- und Herfahren, auch unsere Unterkunft, die Yurt Lithoessa Gaia (Gortina 704 00), finden. Selbstredend war auch hier wieder Offroad angesagt (das arme Auto 😥).
    Im Dauerregen schnell ausgepackt waren wir dann endlich am Ziel.
    Die Unterkunft im Yurten-Stil gebaut (weiß der Geier, was man sich dabei gedacht hat!) erwies sich als unglaublich charmant und selbst die Tatsache, dass man „oben“ schläft, hat seinen Reiz.
    Der alten Tradition folgend war noch ein feines Abendhapperl angesagt, wir wählten das „Meltemi“ mit schönem Ausblick auf die aufgewühlte See. Clever wie sie sind, waren aber Wetterschutzwände vorhanden (bißl kalt war es doch).
    In der Nacht waren wieder Sturmböen und Regen angesagt, nichtsdestotrotz schliefen wir, auf unserem Hochsitz, sehr gut.
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  • Tag 2 - Erst mal ankommen

    October 4 in Greece ☁️ 21 °C

    Nach einem kleinen Frühstück, der am Vortag in einem kleinen Lebensmittelladen gekaufte griechische Schafs-Joghurt erwies sich als genial, erkundeten wir erstmal die nähere Umgebung zu Fuß. Wie sich herausstellte, sind hier fast alle Zufahrtsstraßen Offroad, so dass der Hinweis der Autovermietung, auf keinen Fall abseits der Straßen zu fahren, unlösbar anmutet.
    Nun denn, ein Blick auf unseren Leihwagen zeigte, dass, wie schon angeführt, die Frontschürze nach unten hing. So war erst einmal eine Reparatur angesagt. Als Glücksfall erwies sich die Tatsache, dass die Ferienwohnung neben uns durch Österreicher betrieben wird, welche sogar anwesend waren. Das dort geliehene Werkzeug war mehr als hilfreich, den Schaden zu beheben.
    Der restliche Tag war eher unspektakulär, das Abendessen in der Taverna Nikitas (WWHC+PX Lendas, Griechenland) war aber eine Wucht. Super Ausblick, mega nett und zuvorkommend und man konnte sich das Tagesmenü sogar direkt in der Küche aussuchen. Gefüllte Zucchiniblüten, gefüllte Champignons und Paprika und als Hauptgericht Fisch in Zitronensauce und Biftteki, alles vom Feinsten.
    Unseren „Absacker“ nahmen wir noch in der Roof Top-Bar „Tiger Lilly“ ein, der Name ist durchaus als Programm für die Inhaberin zusehen. Alles in allem, sehr chillig der Tag.
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  • Tag 3 - Langsam fängt der Urlaub an

    October 5 in Greece ☀️ 21 °C

    Wenn schon, denn schon. Nachdem die Gegend von Wandervögeln, jederzeit am Abend erkennbar an ihren hobbyangepassten Klamotten sowie vogelnestartigen Haarschnitten, nur so wimmelt, packten wir die Gelegenheit am Schopf und planten am Vormittag eine kleine Wanderung, direkt vom Cottage aus, auf den sog. Löwenkopf, westlich von Lendas gelegen. Der wirklich malerische Weg führte uns entlang der Küste bis nach Lendas. Von dort aus ging es, leicht ansteigend, nach oben. Leider wurde es immer steiler, so dass Irene vernünftigerweise vor Ort blieb, während ich mir noch den Gipfel „gab“. Die Aussicht dort war atemberaubend. Als Belohnung für die Anstrengung gab`s in Lendas dann später einen kleinen Rosè.
    Nachdem wir im Cottage den Rest des Biftekis vom Vortag vertilgt hatten, gaben wir uns der Muse hin, d.h. „Nichts tun“, lediglich am Abend unterbrochen von einem feinen Esserchen im „Porto Lendas“. Nach Gyros und Moussaka gab es, wie in Lendas üblich, noch Raki und Kuchen (inkl. Obst) als Hausbeigabe. Hier muss man bereits einwerfen, dass die Küche vor Ort wirklich exzellent ist. Egal wo man hingeht, es passt immer!!!
    Wohlgesättigt und mit doch einer kleinen körperlichen Betätigung ließen wir den Tag ausklingen.
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  • Tag 4 - Wandern (was sonst😉)

    October 6 in Greece ☀️ 21 °C

    Was lag an einem wirklich traumhaften Tag näher als – natürlich – zu wandern (unter uns, hier gibt es nicht viel Alternativen dazu 😉). So führte uns die heutige Experience zur Drachenschlucht, ein Einschnitt vor der Küste, leicht begehbar mit nur wenigen Abschnitten, wo man mal die Hände gebrauchen muss.
    Am Ende der Schlucht wartete ein wirklich wunderschöner Strand (vielleicht Drachenstrand genannt) mit Drachen, nein, vielen Nackten, denn anscheinend ist dies ein Geheimtipp von FKK`lern. Der Strand selbst ist aber als super schön und malerisch zu bezeichnen.
    Nach einer kleinen Rast ging es wieder zurück und wir genossen unseren Hausstrand „Paralia Petraki“, nur 5 Minuten zu Fuß den Berg hinab. In der angrenzenden Ostria, den Eigentümer Babis kann man nur als Unikum bezeichnen, gab es, um den Flüssigkeitsspeicher aufzufüllen, noch einen Weißwein. Erwähnen muss man, dass ich die Karaffe hinter der Theke selbst auswaschen musste, Babis wollte das so. Auch das Auffüllen erledigt man selbst. Der Platz selbst ist aber definitiv etwas zum Chillen, wenn man sich auf den Besitzer einlassen kann.
    Für unser Abendessen wählten wir dieses Mal die Taverna Poseidon. Wie üblich in Lendas mega lecker (Rindfleisch in Tomatensauce und Hähnchen Kleftiko).
    Den Abend ließen wir dann auf der Terrasse ausklingen, bis zu dem Zeitpunkt, als die Liebensbezeugungen der Katzen Irene zu viel wurden.
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  • Tag 5 - Irenes Geburtstag (Ausflug)

    October 7 in Greece ☁️ 24 °C

    Irenes xx-Geburtstag (darüber spricht man nicht 🤣).
    Irgendwann muss man ja in die Pötte kommen, somit war ein Ausflugstag angesagt. Über – wie üblich – kurvige Strecken ging es nach Matala, bekannt für seine Höhlen, welche in der 60ern durch Hippies (langes/ungepflegtes Haar, freier Sex mit jedem und jeder, schreiend farbige Klamotten, ausufernder Haschischkonsum) genutzt wurde. Beim zweiten Punkt wäre ich, mit Einschränkung auf Frauen, durchaus dabei gewesen, war aber zu jung 😔. Zudem soll Matala ein nettes Örtchen sein – mal sehen.
    Die Höhlen, hier war ein Eintrittspreis von 5 € pro Person angesagt, erwiesen sich, gerade unter dem Aspekt der körperlichen Hygiene, doch als bemerkenswert. Die müssen gestunken haben wie dich Ziegen, denke ich mal. Aber auch so doch sehr nett anzusehen und zum Teil auch schwierig zu erreichen (weswegen sich Irene irgendwann ausklinkte).
    Matala erwies sich tatsächlich als malerisches Örtchen mit der üblichen Infrastruktur an Shops, Andenkenläden und Restaurants/Bars. Erstgenanntes nutzen wir auch, da ich Dödel meine Badehose vergessen hatte. Nach einem kleinen Petit Dejeuner nutzen wir noch das Angebot an Liegen und Schirmen am Strand und der restliche Tag verging wie im Flug.
    Nach der Rückfahrt wollten wir den Tag bei uns im Ort im Meeraki, einem einfachen Familienrestaurant abschließen. Leider hatte dieses justament an diesem Abend zu und somit führte uns der Weg, in unseren Ausflugsklamotten, zum „besten“ und teuersten Lokal in Lendas, das „El Greco“. Nun denn, bis auf das durchaus gehobene Ambiente und dem Preis hob sich das EG nicht von den anderen vorzüglichen Restaurants im Dorf hervor. „Dudelmusik“, wie ich die Loungemusik nenne, und die Tatsache, dass die Einrichtung auch in Italien, Frankreich oder Thailand hätte sein können, ließen uns den Kreta-Vibe vermissen.
    Wie üblich genossen wir dann noch die himmlische Ruhe bei uns sowie die Tatsache, dass der Mietwagen weiterhin unbeschädigt war.
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  • Tag 6 - der letzte Tag in Lendas

    October 8 in Greece ☀️ 24 °C

    Der vermeintlich letzte Tag (näheres folgt) sollte der Muse und inneren Einkehr gewidmet sein. Während ich mich nochmal auf den Löwenkopf begab, chillte Irene unten im Dorf im Blue Café Lendas.
    Nachmittags noch Hausstrand und schon führte uns der Weg zu unserem Lieblingsrestaurant „Nikitas“ in welchem wir es uns bei Oktopus und gefüllter Aubergine mit Thunfisch gut gehen ließen. Was den Abend etwas unterbrach war die WhatsApp der Vermieterin des „A to Z“ in Paleochoras, hinsichtlich unserer Ankunftszeit, auch CheckIn genannt. Weltmännisch antwortete ich ihr, so gegen 15:00 Uhr. Mittlerweile denke ich, sie wusste schon, dass ich verplant bin.
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  • Tag 7 - auf nach Paleochora

    October 9 in Greece ☀️ 23 °C

    Abreise nach Paleochora. Ganz weltmännisch teilte ich der Vermieterin mit, dass wir nunmehr auf dem Weg sind und der Schlüssel im Tresor abgelegt wurde. Das freute Maria vermutlich wirklich, da wir, wie sie angab, bereits am Vortag hätten auschecken müssen. Mega peinlich – sag ich mal. Nunmehr erklärte sich auch die Nachricht der Betreiberin aus Paleochora! Aber alle kein Problem, Maria nahm das gelassen und wir mussten die Nacht mehr auch nicht zahlen.

    Gerade mit so einem kleinen „Schleifer“ (Toyota Aygo) erwiesen sich die nächste 4 ½ Stunden Fahrt doch als nicht so ganz komfortabel, aber mir machen diese Bergstrecken Spaß und wenn auch kein Reisefahrzeug, Kurven kann er, der kleine Aygo!
    Das "A 2 Z" erwies ich als kleine Anlage mit drei Appartements direkt am Strand. Klein aber fein. Der zur Begrüßung durch die Chefin Georgina gereichte Raki machte die malträtierten Knochen auch wieder schmerzfrei.
    Paleochora selbst erwies sich am Abend als nettes kleines Städtchen, natürlich mit einem breiten Angebot an Restaurants. Glück muss man haben, das „Seagull“ erwies sich als top Lokation mit Blick aufs Meer und die Berge.
    „Agios Bar“, schön in der Fußgängerzone gelegen, schloss den Abend dann noch sinnvoll bei „Kraken“-Rum und Aegan-Spritz ab. Der Ober, vermutlich sein erster Tag am Start, zeigte sich als wahre Perle und wusste tatsächlich gar NICHTS. Hat man auch nicht oft, war aber lustig 😂
    Obwohl nicht am Ruhepol der Welt, wie die Jurt, gelegen, schliefen wir doch sehr gut.
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  • Tag 8 - Wandern, was sonst 😁

    October 10 in Greece ⛅ 23 °C

    WANDERN. Aufgrund der Tatsache, dass die weltberühmte Samaria-Schlucht an einen – für uns – unverhältnismäßig hohen Aufwand (Anreise etc.) gebunden war, entschlossen wir uns einer durch Komoot aufgezeigten Wanderung vor Ort den Vorzug zu geben.

    „Minoische Felsengräber – Oleander-Flussbett Runde von Άκρα Γραμμ“ so hieß die Runde, Schlappe 11 km bei 3 ½ Stunden Gehzeit. Nun denn, so leicht war`s auch wieder nicht, zumal wir, bis auf ein Ehepaar aus England (wir vermuten, dass er sich ihr wegen ihrer Kleiderwahl [rosa Blumenhemdchen, weiße Hose und weißer Hut in den Bergen von ihr „final“ getrennt hat], gänzlich alleine waren.
    Was die ganze Sache auch etwas seltsam machte, waren die ausgeweideten Ziegen bzw. deren Skelette auf dem Weg; möchte sagen, sieht man auch eher selten beim Wandern. Die Schrotpatronen am Boden ließen dann aber doch wieder etwas Zivilisation vermuten.
    Nun denn, bei den Minoischen Gräbern war dann die Luft raus und wir kürzten den Weg ab. Das kretische Olivenbauernpaar auf dem Weg nach unten war sicherlich erstaunt, als wir so um die Ecke kamen. Wir hingegen waren erstaunt, welche Strecken ein gutes Auto schafft.
    An der Straße angekommen war uns schließlich das Glück hold und ein kretisches Ehepaar nahm uns, bis zu unserem Auto, auf der Pritsche mit. Die beiden hat das genauso amüsiert wie uns. Als „Belohnung“ für die Strapazen gönnten wir uns in der Azzurro-Bar einen griechischen Bauernsalat.
    Was auch noch lustig war, war das zerrschossene "40er"-Schild am Straßenrand, so macht man das hier!

    Als Einkehr wählten wir am Abend das Inochoos, vermutlich einer des bestbesuchtesten Restaurants der Stadt. Trotzdem kein Qualitätsmangel feststellbar und der Chef schloss mich, aus welchem Grund auch immer, in sein großes griechisches Herz (Erklärung dazu: obwohl wir nicht mehr dort aßen, begrüßte uns dieser beim Vorbeigehen am Abend mehr als herzlich und sogar mit Handschlag).
    Den Caffe gab`s diesen Abend im „Enigma“.
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  • Tag 9 - Auf nach Elafonisi

    October 11 in Greece ☀️ 22 °C

    Wenn man schon mal im Westen von Kreta unterwegs ist, dann muss man schon den Elafonisi Strand gesehen haben (Auszug Internet: „Elafonisi Beach ist ein bekannter Traumstrand im äußersten Südwesten der griechischen Insel Kreta (Präfektur Chania), der für seinen rosa schimmernden Sand und das seichte, türkisfarbene Wasser berühmt ist. Laut Wikipedia handelt es sich bei Elafonisi um eine kleine, unbewohnte Insel, die rund 200 Meter vom Festland entfernt liegt und über eine flache Sandbank trockenen Fußes zu erreichen ist). So viel zur Theorie.

    Zur Anfahrt wählten wir die etwas „spannendere“ Anfahrt durch eine anfangs enge Schlucht (mit entsprechendem „Schüttgut“ der Berge auf der Fahrbahn) sowie anschließend einer Hochebene mit Ziegen mitten auf der Straße. Auf dem Plateau alles sehr malerisch und lila, was den dort massenhaft wachsenden Erikas, welche gleichzeitig den Bienen als Nahrungsquelle dienen, geschuldet war. Was immer wieder Verwunderte waren die kleinen bewohnten Weiler auf der Strecke. Unsereiner kann es sich vermutlich gar nicht vorstellen, wie das ist, soweit vom Schuss zu wohnen.

    Die Weiterfahrt auf der Hauptroute nach Elafonisi war nicht weniger kurvig, nur mehr befahren. Die letzten Kilometer ging es dann flach durch die Küstenregion, welche mit Kiefern bewachsen war und irgendwie an Portugal erinnert hat. Nachdem es sich bei dem Strand um ein Naturreservat handelt, musste man den gebührenpflichtigen Parkplatz, ca. 10 Minuten Fußmarsch, davor benutzen.
    Der Strand, auch wenn man das „rosa“ schon suchen musste, erwies sich als wirklich phänomenal und traumhaft und lud, zusätzlich zum Faulenzen, zu einem Spaziergang ein. Die 20 € für das Liegestuhlcombo waren zwar kein Schnäppchen, aber nachdem ein starker Wind wehte und der Sand dort wirklich sehr fein war, war dies – für uns – die bessere Variante.

    Auf dem Rückweg machten wir noch einen kleinen „Schlenker“. Zuerst entlang der wildromantischen Westküste war als Ziel „Petroula's Orange Juice Bar“ anvisiert, eine Bar am Berghang, wo – ja genau – frischgepresster Orangensaft serviert wird. Auch hier zeigte sich Google, wie öfters in Kreta, nicht von seiner besten Seite, sondern lotste uns über einen wirklich sehr sehr schmalen Weg (rot markiert) zur oben gelegenen Hauptstraße. Der bessere Weg („grün“) wäre zwar etwas kurviger, dafür aber besser ausgebaut gewesen.

    Nun denn, vermutlich durchs Motorradfahren „eingefahren“ verlief alles problemlos und wir ließen uns den Orangensaft, bei einer phantastischen Aussicht, schmecken. Obwohl wieder Kurven über Kurven verlief die Rückfahrt problemlos.
    Für unser Abendessen wählten wir dieses Mal ganz was anderes, die „Taverna To Roniako“, am Ende der Fußgängerzone gelegen. Hier gab es - zum ersten Mal – sog. Meze, d.h. eher kleine Portionen, dafür kann man mehr Portionen essen 😁. Zusätzlich waren die Speisen auch nicht „Mainstream“ (Bekri Meze, Hungiar Bekendi Beef mir Auberginenpüree). Wie üblich überfressen ließen wir den Abend noch im „Siga-siga kafeneion“ ausklingen, wo endlich ein Platz frei war. So kamen wir nicht nur in den Genuss eines Weines, sondern auch den dargebotenen „Mini-Meze“ 😋
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  • Tag 10 - Relax

    October 12 in Greece ☁️ 23 °C

    Badetag, will heißen Strand und Meer! Nichtsdestotrotz wollte ich meinen, durch zu viel Essen geschundenen Körper etwas gönnen und ging zum Joggen. Nun denn, zum einen lief ich frontal in eine Regenwolke rein, zum anderen waren die Billigtrekkingschuhe keine gute Wahl. Nun denn, 30 Minuten waren’s dann doch😅

    Die dunklen Wolken zogen dann aber doch davon und es wurde schön, so schön, dass wir unseren Plan durchzogen, Baden zu gehen. Nachdem am Kalamia-Beach gefühlt Windstärke 10 am Start war, fuhren wir – natürlich wieder über Stock und Stein – zum „Gialiskari Beach“. Eine gute Wahl, viel weniger Wind, Liegestühle mit Schirm, Taverne vor Ort, alles bestens. Ein kleiner, aber gemeiner Regenschauer brachte zwar kurz etwas Abwechslung, aber dann war Ruhe und wir konnten den nunmehr sonnigen Tag genießen.

    „Des hamma imma scho so gmacht“ war die Devise am Abend, somit blieben wir beim „To Ronakio“ und unserer Meze-Bar.

    Als Abschluss-Gag gönnten wir uns ein Fisch-Spa. Interessante und auch lustige Erfahrung.
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  • Tag 11 - ab nach Chania

    October 13 in Greece ☁️ 20 °C

    Abreise nach Chania! Da keine Hetze nötig war ging`s erst um halb elf los. Nachdem wir wirklich mehr als viel Zeit hatten führte uns unser Weg zuerst zur „Höhle der Weisheit Gottes Katsomatado“ in welcher sich eine Kapelle befindet. Sehr beeindruckend und auch schön angelegt, zudem mit 257 in den Stein geschlagenen Stufen ein kleines Workout.

    Weiter führte uns die Fahrt durch den Tunnel „Topolina“ bis zum Atelier des Holzkünstlers „Tsouris Manolis“. Auch hier zeigte sich unser goldenes Herz in all seiner Güte und wir erwarben, ich möchte sagen natürlich, ein kleines Olivenbreddl. Entweder war der Mann blind oder wir waren ihm sympathisch, jedenfalls war dieses 20 % günstiger als ausgezeichnet.

    Und weiter ging`s mit Sightseeing. Nur ein paar Kilometer weiter wartete schon die „Three-Arch Stone Bridge – Dermitziana“ auf uns, eine alte Steinbrücke aus venezianischer Zeit. Davor befanden sich noch einige Ruinen sowie ein Orangenhain, alles in allem schon fast ein „Lost Place“ und etwas mystisch.
    Abschluss waren die “Komolithi“- Tonhügel mitten im grünen Tal. Auch sehr beeindruckend.

    Nachdem wir unser wirklich geräumiges Zimmer im Hotel „Seaview“ bezogen hatten, wollten wir den Strand erkunden. Die dunklen Wolken hatten aber kein Einsehen mit uns und schütteten ihre nasse Pracht auf uns nieder 😏
    Auch später in Chania fing`s wieder an zu regnen, so dass wir, hurtig wie wir sind, ins Kritamon, einem wirklich vorzüglichen Restaurant, einfielen. Preislich leicht höher, und leider ohne Hauswein, gönnten wir uns Moussaka und Nudeln mit Meeresfrüchten. Auch der Tzaziki war mit Minze und Ouzo verfeinert, alles in allem mega lecker.

    Der Fehler war anschließend, für einen Caffe, in die Confiserie „Sketi Glyka“ zu wechseln. Dem Galaktoboureko („Galaktoboureko ist ein traditionelles griechisches (und türkisch-orientalisches) Dessert bzw. süßes Gebäck aus knusprigem Filoteig und einer cremigen Grießpuddingfüllung, das nach dem Backen mit kaltem Zitronen- oder Orangensirup getränkt wird“) konnte ich nicht wiederstehen 🤤😭 Nun waren wir beide satt und müde!
    Die Fahrt durchs nächtliche Chania erwies sich nur als halb so schlimm wie gedacht.
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  • Tag 12 - Wenn Engel reisen...

    October 14 in Greece 🌧 18 °C

    soll es ja schönes Wetter haben. In unserem Fall bekam Kreta, und insbesondere der Norden, wieder voll die Breitseite einer Tiefdruckzone mit Starkregen und Sturm ab.

    Eine kleine Regenpause ausnutzend nahmen wir die Gelegenheit war und marschierten, weitestgehend an der Küste, in Richtung Chania. Alles sehr wildromantisch, insbesondere das Meer (hier aber nix mit romantisch).
    In Chania nach einer Dreiviertelstunde angekommen zeigte sich tatsächlich die Sonne, so dass wir, ohne groß zu überlegen, die Majestic - Mexican Cuisine & Cocktail Bar, aufsuchten. Was wirklich bemerkenswert war, war die Tatsache, dass das Meer tatsächlich auf die Hafenpromenade überging. Infolge des wiedereinsetzenden Regens waren wir gezwungen in der Bar zu bleiben und trugen dabei nicht unerheblich zum Umsatz bei.
    Irgendwann war aber dann wieder eine Regenpause angesagt und wir wechselten, denn ein Nachmittags-Café muss sein, ins Sketi Glyka, wo ich mir dann endlich den „Cube“ gönnen konnte. Feinste Schokolade, zart aufgeschlagen, des war der Hammer. Irene begnügte sich mit einem Mini-Lemon-Tartelette.

    Nach einem weiteren massiven Regenguss gingen wir wieder, und das tatsächlich zu Fuß, zum Hotel zurück (ca. 4 km).

    Nachdem anzunehmen war, dass alle Lokale in Chania-Town ausgebucht sind, welche eine Indoor-Verpflegung anbieten (mittlerweile zum Teil Windstärke 6) wichen wir ins „Achinios“ aus, was tatsächlich eine sehr gute Wahl war. Irene bekam endlich ihre Miesmuscheln, ich hingegen bestellte Pasta mit Lachs in Orangensauce. Einen direkten Blick ins windumtoste Meer hat man auch nicht alle Tage.
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  • „It`s raining cats and dogs“ bzw. sch… Wetter

    October 15 in Greece ☁️ 19 °C

    Aber es wurde, langsam aber sicher, besser, d.h. es regnete nicht und der Strum hatte auch nachgelassen. Somit begaben wir uns wieder auf Schusters Rappen nach Chania Town. Der dortige Besuch des „Kayak Ice Cream Store“ darf als kulinarische Offenbarung beschrieben werden 😋😋😋 Ich glaube 3,50 € pro Kugel, aber welch ein Geschmack!!!

    Nachdem am Abend keine Gefahr mehr bestand, dass unser kleines Autschgerl von der Fahrbahn geweht wird, ging`s zum Dinner ins Hinterland zu „Babis Markoulakis traditional and family restaurant“, wobei man wissen muss, dass in Kreta 80% der Lokalitäten „family“ sind 😉. Die Speisekarte ist, ich denke bewusst, in Griechisch verfasst, so das der Besitzer „Babis“ an jeden Tisch kommt und einem die Gerichte persönlich erklärt und näherbringt. O.K., man vergisst mehr als die Hälfte dabei, aber trotzdem lustig. Während bei mir wieder die Pastasucht durchschlug (Carbonara kretischer Art), wählte Irene ein Stifado mit Kaninchen. Dies war so exzellent, dass ihr schlechte Gewissen (bezüglich Klopfer, Bambis Freund!) hinweggefegt wurde. Insgesamt war alles vom Feinsten, aber erstaunlicherweise etwas teurer als in der Stadt. Aber egal, dafür gab es Raki bis zum Abwinken und Unterhaltung durch eine sehr forsche Babykatze und einen Papagei mit lautstarkem Mitteilungsbedürfnis. Den Weg ins Hotel fand unser Toyota dann – fast – wie von selbst.
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  • Last Station - Rethymno

    October 16 in Greece ☀️ 19 °C

    Abreise zur letzten Station – Rethymno! Nachdem wir beim Aufstehen etwas verunsichert waren, da es zum einem hell zum anderen sehr ruhig war, begab ich mich zur Rezeption, um zu fragen, was los sei. Wie mir mitgeteilt wurde, handelte es sich hierbei um die Sonne und auch der Wind hatte sich wieder auf sein Normallevel reduziert (in Kreta windelts fast immer!). Wow, wer hätte das gedacht!

    Wohlgelaunt ließen wir uns nochmal das wirklich sehr gute Frühstück schmecken und ab ging`s nach Rethymno.
    Da wir sehr viel Zeit hatten, wie üblich war einchecken erst am frühen Nachmittag möglich, entschlossen wir uns für eine Pause an dem uns bekannten Episkopi-Beach. Nach einer kleinen Strandwanderung klarte es tatsächlich noch weiter auf und wir entschlossen uns, den Tag bei unserer „Kantina Summer“, einem Sonnenschirmverleih mit kleiner Kantina zu verbringen. Eine gute Wahl, zumal es dort einen wirklich köstlich schmeckenden Eintopf gab, natürlich als Zugabe zu einem griechischen Bauernsalat.

    Aufgrund der schlechten Erfahrungen des letzten Jahres fiel diesjährig die Hotelwahl in Rethymno auf die „Palazzo Fortezza“, wie schon der Name sagt, direkt an der alten venezianischen Festung gelegen. Betagt aber charmant, natürlich ohne Aufzug aber dafür mit einem fantastischen Ausblick auf die Stadt und – man glaubt es kaum - auf unser Auto (abgestellt auf einem gebührenpflichtigen Parkplatz fast direkt unter uns).

    Tradition darf manchmal sein, und somit kehrten wir wieder im Fanari ein, welches uns noch gut in Erinnerung war. Qualitativ und von der Menge her immer noch top, nur das Mädel im Service hatte nicht ihren besten, sprich freundlichsten Tag. Linguine mit Scampi und Moussaka ließen uns dies aber verschmerzen.

    Unseren Tagesausklang fanden wir in der „Hunky Funky Coctail Bar“ mit leckeren Cocktails und Blick auf die flanierenden Touristen und den Venezianischen Brunnen Rimondi, welcher heuer tatsächlich seinen 400sten Geburtstag feiert.
    Leider befanden sich die DJ`s der Hunky Funky Coctail Bar sowie dem gegenüberliegenden Cafè Galero vermutlich in einer Challenge, was die Lautstärke und unterschiedliche Musik betrifft, und so verließen wir den an und für sich tollen Platz aus Selbstschutzgründen (Gehörsturz).
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  • Rethymno

    October 17 in Greece 🌬 16 °C

    So toll war das mit dem Wetter auch am letzten Tag der Reise nicht. So entschlossen wir uns die Gassen von Rethymno abzugehen. So führte uns der Weg, gefrühstückt hatten wir nicht, zwangsläufig in eine Taverne. „Stellas Kitchen“ erwies sich als das etwas andere Restaurant. Eine Karte gibt es eigentlich nicht, sondern man wählt, ab 12:00 Uhr (eher NICHT!!), in der Küche die vorbereiteten Eintöpfe aus. Dazu gibt es jeweils zwei Beilagen. Alles Basic aber lustig. Nur vom preis her weiß Stella schon, dass man im Ortszentrum ist 😏

    Nun denn, nach einer Fahrt mit der Bummelbahn durch Rethymno (inkl. Audioguide) begaben wir uns zurück ins Hotel und fanden den wärmsten Ort in der Stadt – unsere Terrasse!!! Unglaublich, kein Wind, Sonne frontal, was will man am letzten Tag mehr (außer Bummelbahn fahren!)?

    Da keine Experimente mehr angesagt waren, verbrachten wir den Abend bei Stavros. Hier experimentierte ich aber tatsächlich noch bei der Wahl meines Gerichts und bekam eine Schweinshaxe, aber kretastyle. Mal was anderes!

    Weil`s auch schon egal war, ließen wir uns abschließend noch Drinks im Passpartou schmecken.
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  • Abreise / Fazit

    October 18 in Germany ☁️ 14 °C

    Nachdem nach Heraklion doch noch über eine Stunde Fahrtzeit zu veranschlagen war, mussten wir tatsächlich vor 5 aufstehen 😒Es funktionierte aber alles und so kamen wir tatsächlich pünktlich in Erding, dort mit einer gefühlt kilometerdicken Wolkenschicht, an.

    Fazit:
    Kreta ist und bleibt, trotz Wetterkapriolen, ein Traumziel für uns. Meer, Berge, Schluchten, großartige Menschen, fantastische Landschaft und megageiles Essen, was will man mehr.
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    Trip end
    October 18, 2026