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Deutschland,Österreich und mehr

A 24-day adventure by Travel-Photographer Read more
  • Trip start
    September 13, 2026

    Leipzig

    September 14 in Germany ⋅ ☁️ 20 °C

    Leichter Nieselregen legt sich bei unserer Ankunft über die Stadt. Macht nichts, denn wir sind am Nachmittag mit einer Freundin zum Kaffee / Tee verabredet.
    Den nächsten Tag verbringen wir zunächst in der schönen Altstadt von Leipzig. Obwohl 60 % der Stadt im 2. Weltkrieg zerstört wurden, entdecken wir immer wieder wunderschön, restaurierte Jugendstilhäuser. Leipzig ist die einwohnerreichste Stadt im Freistaat Sachsen und nach Einwohnern die siebtgrößte Großstadt Deutschlands. Historisch sind die 1989 von der Nikolaikirche ausgehenden Montagsdemonstrationen, die letztendlich zur Wende und damit zum Ende der DDR führten. Nikolaikirche und Thomaskirche haben ihr hohes Alter von ungefähr 1000 Jahre gemein. Die Thomaskirche, 1212 als Klosterkirche erbaut, ist heute weit über die Grenzen Deutschlands als bedeutendes Zentrum der klassischen Musik bekannt. Sie ist seit mehr als 800 Jahren Heimat des berühmten Thomanerchors, einem der ältesten Knabenchöre Deutschlands. Außerdem befindet sich hier die Ruhestätte von Johann Sebastian Bach. Der weltberühmte Komponist war von 1723 bis 1750 an dieser Kirche Thomaskantor. Geschichtsträchtig ist auch Auerbachs Hof. Das Gasthaus Auerbachs Keller, bekannt als einer der Schauplätze in Goethes "Faust", blieb über Jahrhunderte erhalten. All` das bestaunen wir recht früh - fast allein - in der übersichtlichen Altstadt. Gegen Mittag gehts für uns in den neuen Hafen von Leipzig. Einen alten Hafen gibt es übrigens nicht. Auf einen Elektroboot schippen wir auf der weißen Elster und auf diversen Kanälen durch das grüne Leipzig. Der Abschluss des Tages wird komödiantisch. Es geht in die Leipziger Pfeffermühle - in eine Veranstaltung mit dem vielsagenden Titel "Urlaub vom Gehirn".Read more

  • Chemnitz und Karlsbad

    September 15 in Czech Republic ⋅ ⛅ 20 °C

    Planänderung - wir fahren über Chemnitz ins Tschechische Karlsbad. Chemnitz ist nicht weit entfernt und wir haben Zeit. Deshalb machen wir in der Kulturhauptstadt Europas 2025 einen Stopp. Auch hier ist alles sehr schön restauriert, so wie das alte Rathaus und das Siegertsche Haus am Marktplatz. Wir beobachten das Geschehen des heutigen Markttages und schauen so nebenbei bei einem Kaffee/ Tee, welche Unterkunft wir heute Abend in Karlsbad ansteuern wollen. Dann haben wir sie - unser perfektes Hotel im Zentrum - günstig, mit Parkplatz und Frühstück. Super.
    Das Wetter ist bestens und so genießen wir die Fahrt über das liebliche Erzgebirge. Nur um Annaberg-Buchholz wird es kurvig und steil. Der Wintersportort Oberwiesental ist nicht weit entfernt, so dass alles sichtbar auf Ski und Rodel eingestellt ist, nun aber im Sommerschlaf liegt. Der Grenzübergang nach Tschechien ist kaum merkbar. In dem kleinen Dorf Bozi Dar wollen wir was Essen. Parken - Fehlanzeige! Alles für irgendwelche Gäste reserviert - nicht für uns. Es gibt ein Parkplatz am Rand des Dorfes. Kaum parken wir, kommt ein Mann mit seinem Kartenlesegerät aus dem benachbarten Haus. Acht Euro werden fällig, egal was wir machen! Aber wir haben Hunger und wer weiß, wann wir noch was bekommen. Gegen 16 Uhr sind wir in Karlsbad und suchen den angegebenen, nahen Parkplatz. Nach zwei Anrufen erfahren wir, dass die zwei zum Hotel gehörenden Parkplätze bereits reserviert sind. Im oberen Karlsberg gäbe es aber ein zentrales Parkhaus. Harald bleibt mit unserem Gepäck unten, ich fahre ins Parkhaus und laufe im Anschluss wieder runter. Vorteil - das Wetter ist immer noch schön. Zum Einchecken bekommen wir für unser Zimmer einen Türcode. Getan gemacht - dann stehen wir in einem Zimmer, dass eindeutig belegt ist. Noch mal Kontakt mit der Rezeption und dann wird klar, dass wir das Zimmer vom 15. bis 16. OKTOBER 2026 gebucht haben!!!! Nach der Klärung bekommen wir letztendlich doch noch ein Zimmer - zum selben günstigen Preis. Danach genießen wir die zentrale Lage und bummeln an der Promenade von Karlsbad entlang. Im abendlichen Licht erstrahlt die Architektur in einem besonderen Glanz.
    Im berühmtesten und traditionsreichsten Kurort der Welt haben die Menschen kleine, spezielle Tassen in der Hand und zapfen sich an den jeweilen Quellen das Heilwasser. Als es dunkel wird, werden die Läden geschlossen und die Menschen verziehen sich in ihren Unterkünften. Wir auch!
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  • Es geht wieder nach Deutschland

    September 16 in Czech Republic ⋅ ☀️ 24 °C

    Karlsbad ist schon speziell. Die Kuranlagen befinden sich im schmalen, südlich gelegenen Tal des Flusses Tepl. Parkplatz ist knapp, dass hatten wir ja schon bei unserer Ankunft erfahren. Um uns den steilen Aufstieg zu unserem Auto in dem höher gelegenen Teil zu ersparen , können wir für 1 € mit einer Standseilbahn nach oben fahren. Gleich neben dem dreigeschossigen Jugendstilgebäude der ehemaligen Sparkasse, befindet sich der Eingang zur ersten der drei (schienengebundenen) Standseilbahnen in Karlsbad. Die 127 Meter hohe, einzigartige Seilbahn ist in ihrer gesamten Länge unterirdisch geführt, wie eine Art Karlsbader Metro. Bald sitzen wir wieder im Auto und fahren auf Landstraßen Richtung Süden. Da wir an der Stadt Pilsen vorbeikommen, beschließen wir spontan, uns die Stadt anzuschauen. Bei Pilsen denken wir unweigerlich an das Pils – das Bier. Wir könnten die hier ansässige Pilsner Urquell Brauerei besuchen, entschließen uns aber dagegen, denn am Nachmittag soll schlechtes Wetter aufziehen und wir wollen vorher in unserer Unterkunft in der Nähe von Passau sein. Also muss ein Rundgang über den schönen Marktplatz reichen. Die drei modernen goldenen Brunnen auf dem Pilsener Platz der Republik wirken mitten im historischen Zentrum etwas überraschend und sollen seit ihrer Errichtung für Aufsehen gesorgt haben. Unter den Einwohnern der Stadt gibt es deshalb auch Liebhaber und Gegner, erfahren wir. Nach einer schönen Fahrt durch das ländliche Tschechien und durch den Naturpark Bayrischer Wald sind wir noch vor dem Regen in unserer Unterkunft, direkt an der Donau.Read more

  • Passau

    September 17 in Germany ⋅ ⛅ 16 °C

    Die ganze Nacht hat es geregnet. Deshalb hängen am Morgen noch die Restwolken in den umliegenden Bergen. Gegen 10 Uhr kommt die Sonne heraus und wir machen uns auf den Weg, um Passau zu entdecken. Für einen Überblick begeben wir uns zunächst zur Veste Oberhaus. Hoch über Passau erhebt sich eine der größten und besterhaltenen Burganlagen Europas. Seit mehr als 800 Jahren prägt sie das Bild der Dreiflüssestadt (Donau, Inn und Ilz). Von hier aus haben wir wohl den schönsten Blick auf Passau. Dann geht es runter in die Altstadt. Enge Gassen, kleine hübsche Läden und jede Menge leckere Dinge – es gibt viel zu sehen. Unübersehbar ist der Dom St. Stephan. Wir kommen gerade richtig zum Mittagsorgelkonzert im Dom. Die Passauer Domorgel ist wohl die größte Domorgel der Welt. Leider wird sie gerade repariert. Aber so ein Dom hat nicht nur eine Orgel! Eine andere Orgel im Bereich des Altars wird heute vom Domorganist zum Erklingen gebracht. Nach einer halben Stunde ist das schöne Konzert in dieser stimmungsvollen Atmosphäre vorbei. Das sich Passau einen so opulenten Dom überhaupt leisten konnte, lag vor allem am gigantischen Reichtum des Passauer Bistums sowie der perfekten, strategischen Lage der Stadt. Der Dom hat den größten barocken Kircheninnenraum nördlich der Alpen. Passau war im Mittelalter das flächenmäßig größte Bistum des gesamten Heiligen Römischen Reichs. Da die Passauer Bischöfe nicht nur Geistliche waren, sondern als Fürstbischöfe gleichzeitig auch Herrscher, konnten sie Steuern und Zölle einnehmen. Damit waren die Taschen immer gut gefüllt. Der Handel, insbesondere mit dem Salz, füllten ebenfalls die Kassen. Heute sind für die vollen Kassen wohl hauptsächlich die Gäste der Donau-Kreuzschiffe verantwortlich.Read more

  • Auf zu den Österreichern

    September 18 in Austria ⋅ ☁️ 16 °C

    Mit Passau sind wir schon sehr dicht an Österreich – nur die Donau trennt uns. Das ändern wir, denn unser nächstes Ziel ist die Alpenrepublik. In gut 200 km Entfernung haben wir uns eine Unterkunft im Grossarl-Tal ausgesucht. Am Morgen ist es trüb, im Verlauf des Tages lässt sich die Sonne jedoch immer mehr blicken. Wir fahren an zwei Seen vorbei, von den wir noch nie vorher gehört haben – dem Irrsee und dem Mondsee. Letzterer ist im Süden von einer markanten Bergkulisse umschlossen. Wir machen an der idyllischen, schon fast herbstlichen Seepromenade eine Pause. Im Wiestalstausee, ein paar Kilometer weiter, ist genauso wenig Wasser, wie wohl in vielen anderen Stauseen. Der Stausee dient allerdings nicht der Trinkwasserversorgung, sondern der Stromerzeugung der Stadt Salzburg. Da wir nur auf Landstraßen durch das Salzkammergut gefahren sind, erreichen wir erst am Nachmittag den Ort Grossarl auf knapp 1.000 Höhenmeter. In den nächsten zwei Tagen haben wir noch ausreichend Zeit, das Tal zu erkunden.Read more

  • Almabtrieb

    September 19 in Austria ⋅ ⛅ 12 °C

    Großarl wird von bis zu 2.467 m hohen Bergen (Gamskarkogel) umringt und liegt in einem hübschen Tal. Am Morgen hängen die Wolken noch im Tal fest. Die Berggipfel werden aber schon von der Sonne bestrahlt, dann ist überall nur noch blauer Himmel zu sehen. In diesem Teil Österreichs scheint die Welt auf dem ersten Blick noch in Ordnung zu sein. Die Balkone der schönen Holzhäuser sind mit einer üppig blühenden Blumenpracht geschmückt und Rinder, Schafe und Ziegen sorgen auf den alpinen Freiflächen und satten Wiesen dafür, dass diese nicht verbuschen und verwalden. Viele Flächen sind so steil, dass herkömmliche Traktoren kippen würden. Um das Heu für die Tiere im Winter zu bekommen, nutzten die Bergbauern jetzt spezielle Motormäher oder mähen in extremen Lagen sogar noch händisch mit der Sense. Traditionell wird es auch beim Almabtrieb. Familie Hettegger/ Unterviehausbauer bringt nach einem langen Almsommer mit vielen frischen Kräuterwiesen für das Vieh ihre Tiere nun wieder von der höher gelegenen Viehausalm (1.640 Höhenmeter) heimwärts in das Winterquartier auf 1.000 Höhenmeter. Gäste sind willkommen. Alle auf dem Hof sind involviert. Würstchen, Schweinsbraten, Brezeln, Kuchen, Kaffee und Bier stehen bereit. Die Frauen tragen Dirndl, die Männer Lederhosen und die angeforderten vierköpfige Ortsmusikkapelle spielt Blasmusik. Als die Tiere sich dem Hof nähern, merkt man allen Beteiligten diesen besonderen Moment an. Ein Jauchzen, dann ein Schnaps für die Bauern und für die Tiere eine saftige grüne Wiese nebenan. Der Abstieg dauerte auf einem recht gut ausgebauten Weg 1 ½ Stunden. Früher hatten die Bergbauern allen Grund zur Freude, wenn sie ihre Tiere nach einem langen Sommer auf der Alm wieder gesund und wohlbehalten im Tal empfangen konnten. Dieser Moment war nicht nur ein praktischer Abschnitt im Jahreslauf, sondern auch ein Ereignis im Dorfleben. Denn damals war der Weg von den Almen ins Tal oft beschwerlich und führte durch unwegsames Gelände, was Mensch und Tier einiges abverlangte. All ´das funktioniert heute für alle wesentlich bequemer – auch für uns.Read more

  • Mit der Kieserlbahn zur Wolke 7

    September 20 in Austria ⋅ ⛅ 19 °C

    Heute wollen wir hoch hinaus. Dazu nehmen wir die neue, 2023 eingeweiht Kieserlbahn. Vom Tal aus geht es 1.052 Höhenmeter mit der Kabinenbahn hinauf zum Gipfelplateau des Kieserls. Auf dem Gipfelgrat zwischen dem Großarltal und dem Gasteinertal erwatet uns ein atemberaubendes 360° Bergpanorama auf 1.954 m Höhe. Von hier aus gibt es jede Menge Wanderwege. Wer will, nimmt die Himmelsroute mit natürlich himmlischen Aussichten. Wir können die vergletscherten Gipfel der Hohen Tauern sehen, ebenso gut die markanten Kalkwände des Dachsteinmassivs. Das Wetter ist einfach perfekt dafür. Selbst hier oben sind es gute 20 Grad Wärme. In der Wolke 7 gönnen wir uns einen Gespritzter Weiß (Weißweinschorle), bevor wir irgendwann wieder ins Tal zurückkehren. Den Rest des Tages lassen wir es langsam angehen und planen unsere nächsten Stopps.Read more

  • Tunnel Time – über dem Faaker See nach Slowenien

    September 21 in Austria ⋅ ☁️ 19 °C

    Am Morgen regnet es und die Wolken hängen tief. Das schöne Wetter von gestern ist wie weggeblasen. Im Gespräch mit der Inhaberin unserer Unterkunft „Berg-Leben“ wird klar, dass es auch in der idyllischen Alpenrepublik Risse gibt. Familie Mooslechner wird ihr kleines, schönes Hotel im Zentrum von Großarl ab Oktober für 2 Monate schließen, ab Dezember dann wieder für 3 Monate für die Wintersaison öffnen. Früher war die Wintersportsaison ganze 8 Monate lang, erzählt Frau Mooslechner. Das ist endgültig vorbei. Neue Ideen müssen her. Wir wollen weiter Richtung Süden. Dazu nehmen wir dieses Mal den schnellen Weg über die Tauernautobahn und den Karawankentunnel. Nach unzähligen Tunneln machen wir einen Abstecher an den Faaker See, kurz vor der Grenze zu Slowenien. Faaker See und die Insel gelangen 1881 – für uns erstaunlicher Weise - in den Besitz der Fürsten von Lichtenstein. Heute gehören beide der Familie Catasta und Bucher. Ungewöhnlich ist auch das türkisblaue Aussehen des Wassers. Es sind feinste Kalkpartikel, die lange in der Schwebe bleiben und das Licht türkisblau reflektieren, bevor sie zu Boden fallen. Einen Zugang zu dem See zu finden, ist für uns zunächst gar nicht so einfach. Es gelingt uns über einen der Campingplätze. Dann fahren wir in den Südwesten von Slowenien. Hier haben wir eine kleine Unterkunft gefunden, die zu einem Weingut gehört. Zur Begrüßung finden wir deshalb auch eine Flache sehr leckeren Weißwein – gut gekühlt – in unserem Zimmer.Read more

  • Wohin nun? Nach Italien

    September 22 in Italy ⋅ ☀️ 16 °C

    Wir sind etwas unentschlossen. Sollen wir hier in dem kleinen slowenischen Dorf Dobravlje noch eine Nacht bleiben? Möglich wäre es. Wir entscheiden uns dagegen und ziehen lieber weiter nach Italien. Die Grenze ist keine 20 km entfernt und bis nach Udine ist es auch nicht weit. Die Stadt liegt im Nordosten Italiens, etwa auf halbem Weg zwischen den Alpen und der Adria. Ortschilder sind häufig in zwei Sprachen – in Italienisch und Friaulisch. Die norditalienische Großstadt liegt in der autonomen Region Friaul-Julisch Venetien. In Udine finden wir schnell einen Parkplatz, dann schlendern wir bei perfektem Wetter durch die Altstadt, kommen am schönsten venezianischen Platz der Stadt mit der Loggia del Lionello und dem Uhrturm vorbei und laufen über der Piazza Giacomo Matteotti. Eine Eisdiele ist zu verlockend – ein kleines Eis muss sein. Irgendwann verlassen wir Udine und fahren weiter zu unserer nächsten Unterkunft in Forni di Sotto. Dabei begleitet uns der fast vollständig ausgetrocknete Fluss Tagliamento bis zum Dorf. In Forni di Sotto sehen viele Häuser des 500 Seelen Dorfes verlassen aus. Fensterläden sind verschlossen, kleine Läden bereits um 17 Uhr zu und Menschen auf der Straße kaum zu sehen. Es wird eine ruhige Nacht.Read more

  • Über den Passo San Pellegrino

    September 23 in Italy ⋅ ☀️ 15 °C

    Forni di Sotto liegt schön – ruhig, viel Natur und viele Wandermöglichkeiten. Da wir nicht wandern, entschließen wir uns, weiter zu fahren. Um nicht nur im Auto zu sitzen, fahren wir, wenn geht, nicht mehr als 200 km am Tag. Hier in den Alpen brauchen wir dafür gute 4 Stunden. Da wir oft anhalten, uns umschauen, fotografieren und drohnieren, wird es auch schon mal länger. Auf unserer heutigen Fahrt haben wir zudem noch immer herrliches Wetter. Auf dem San Pellegrino Pass machen wir natürlich auch einen Stopp. Es ist ein Alpenpass der Dolomiten auf 1.918 m Höhe. Jetzt im Herbst ist von Skifahrern nichts zu sehen. Unter den Sesselliften weiden nun die Rinder. Auch wenn man sie nicht immer sieht, man hört sie anhand ihrer Glocken um den Hals. Ansonsten sind einiger Wanderer unterwegs. Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts, mit der Ankunft der ersten Touristen und der Verbreitung des Wintersports, blühte das Interesse für den San Pellegrino Pass auf. Tatsächlich stammt der Bau des ersten Skilifts auf dem Pass bereits aus den Jahren 1920-1930. Am Nachmittag sind wir dann an unserem Ziel – Kastell im Fleimstal. Der Ort gehört zur Region Trentino-Südtirol. Klar, dass sich hier viel um den Wintersport dreht. So verwundert es uns auch nicht, dass der kleine Ort einen Olympiasieger hervorbrachte. Es ist der ehemaliger italienischer Skilangläufer Franco Nones. Er wurde 1968 bei den Olympischen Winterspielen in Grenoble über 30 km Olympiasieger.Read more

  • Meran und der Garten von Schloss Trauttmansdorff

    September 24 in Italy ⋅ ☀️ 23 °C

    Meran hat einen wunderschönen Garten. Es ist der botanische Garten von Schloss Trauttmansdorff – der nach seinem Wahrzeichen – dem Schloss – benannt wurde. Der Garten ist unser heutiges Ziel. Zunächst hatten wir die Befürchtung, dass jetzt im Herbst das meiste verblüht ist. Das Gegenteil trifft zu. Die Betreiber geben sich alle Mühe – es blüht und grünt an jeder Ecke. Ein echter Hingucker ist eine große Fläche mit kleinen Sonnenblumen. Dieser Sonnengarten soll die Natur- und Kulturlandschaft der Mittelmeerländer wiedergeben. Der Rundgang macht Spaß, denn es gibt überall etwas zu entdecken. Im Vergleich zu vielen klassischen botanischen Gärten, die in der Ebene liegen, erstreckt sich dieser Garten rund um das Schloss über einen Höhenunterschied von rund 100 Metern. Die Ursprünge von Schloss Trauttmansdorff selber gehen bis ins Mittelalter zurück. Der Bau des Gartens wurde aber erst 1989 beschlossen, sechs Jahre später begann man dann mit der Ausführung. Nach sieben Jahren und rund 24 Millionen Euro Kosten, wurde der Garten 2001 eröffnet. Überall gibt es Plätze zum Verweilen. Und die Aussicht auf den Meraner Talkessel ist fantastisch. Wir erfahren, dass Meran und im Besonderen Schloss Trauttmansdorff zu den bevorzugten Destinationen der reisefreudigen Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn gehörte – wegen des angenehmen Klimas. Nach dem Garten steuern wir die Stadt Meran an. Dazu fahren wir mit dem Sessellift, vom oberhalb gelegenen Dorf Tirol, in die Innenstadt von Meran. Dabei schweben wir über den Weinbergen und Dächern Merans. Der Panoramalift wurde in den späten 1940er Jahren zusammen mit dem heutigen Hotel Panorama erbaut. Es war der erste große Schritt Dorf Tirols auf dem Weg zu einer der wichtigsten Tourismusorte im Meraner Land. Auch heute in der Nebensaison ist die Stadt gut gefüllt. Vor dem Sessellift gibt es deshalb erst einmal einen Stau. Eine franz. Reisegruppe will abgefertigt werden. Für mich ist der freischwebende Sessellift eine Herausforderung, die ich aber mit viel Ablenkung schaffe. Danach geht es wieder zurück zu unserer Unterkunft in Kastell im Fleimstal.Read more

  • Blumen, verschlafene Orte und Wein

    September 25 in Italy ⋅ ☀️ 15 °C

    Neumarkt, oder auch italienisch Egna, ist heute unser erstes Ziel. Die Gemeinde im Südtiroler Unterland ist bekannt für seinen historischen Ortskern. Laubengänge, sowie hier in Neumarkt, prägen oft das Stadtbild Südtiroler Orte. Die Erbauer der mittelalterlichen Städte wollten ein wetterunabhängiges Einkaufen ermöglichen und den Händler und Käufer Schutz für ihre Waren bieten. Heute ist Markttag in Neumarkt und das Wetter ist bestens, deshalb sind die Laubengänge nun für Fußgänger und kleine Bars reserviert. Für die Händler reicht ein Partyzelt. Alle Waren sehen sehr verlockend aus. Vor dem Käsestand hat sich eine große Traube Käuferinnen und Käufer gebildet und ein Händler preist seinen Speck und seine Wurst aus eigener Herstellung an. Wein und Obst sind in Südtirol überall anzutreffen. Natürlich gibt es auch hier eine Weinstraße. Jetzt im Herbst ist Ernte. Schmale, kleine Trecker mit großen Anhängern, auf dem sich Obstkisten stapeln sind auf den Straßen unterwegs. Als wir hinter einem dieser Trecker hinterherzockeln, sehen wir nicht nur unzählige Obstbaumreihen mit leuchtend roten Äpfeln, sondern auch eine unglaubliche Blumenpracht. Spontan fahren wir auf den Hof der Gärtnerei Psenner, in der Hoffnung alles aus der Näher betrachten zu können. Ein älterer Herr kommt uns freundlich entgegen und entpuppt sich als der Senior der Gärtnerei. Im Gespräch erklärt er uns diese unglaubliche Blumenpracht. Es käme auf die Züchtung an, und natürlich auf das Giesen und Düngen der Geranien und co. Hier in der Gärtnerei werden aber alle Pflanzen automatisch versorgt – vom Wässern, Düngen bis hin zum Beschatten. Keiner legt mehr mit der Gießkanne persönlich Hand an. Und die flächendeckende Abdeckung der Obstbäume wären Hagelnetze, dienen aber auch dem Schutz vor Sonnenbrand, Wind- und Starkregen und vor Schädlingen und Vögeln. Das scheint sich bewährt zu haben, denn im Tal sehen wir riesige Flächen Obstbäume auf diese Weise abgedeckt. Weiter geht es auf die Spuren des Weins. Zwei Orte an der Südtiroler Weinstraße haben sich für ihre Kellerei besondere Gebäude erstellen lassen. Renommierte Architekten haben ihren Visionen freien Lauf lassen können. So soll die grüne Stahlstruktur des Gebäudes der Kellerei Tramin an verschlungene Ranken eines Rebstocks erinnern. Bei der Verkostung haben wir einen spektakulären Panoramablick über das gesamte Etschtal. Das trifft auch auf die Kellerei Kurtatsch im gleichnamigen Weindorf zu. Die schroffen Formen der „Millawand“ der Kellerei sollen an die aufragenden Dolomitenfelsen erinnern, die direkt über dem Gut thronen. Gut gelaunt verlassen wir die beiden Kellereien mit ein paar Flaschen Wein im Gepäck und steuern nun erst mal ein Lokal am Kalterer See an. Wir brauchen was zu essen.Read more

  • Seiser Alm

    September 26 in Italy ⋅ ☀️ 11 °C

    Nach drei Nächten in Kastell im Fleimstal wollen wir weiter. Unser nächstes Ziel ist das Vinschgau. Weil das Wetter so schön ist, beschließen wir noch mal in die Höhe zu gehen und damit einen Umweg zu machen. Zunächst fahren wir über die Hochebene zwischen den großen Bergketten des Rosengartens und des Latemar über den Passo Lavaze-Oclini auf 1.800 m. Motorradfahrer nutzen das perfekte Wetter und die vielen Kurven der Auf- und Abfahrt. Ziemlich unbedarft fahren wir nun weiter Richtung Seiser Alm, bis wir 10 km vor dem Ziel gestoppt werden. Seit Juni 2026 benötigen wir für den Parkplatz dort oben ein digitales Ticket, erfahren wir an der Schranke. Ohne das 30 € Ticket kommen wir nicht auf den Parkplatz Compatsch. Klar, das Parkplatzangebot dort oben ist begrenzt – war wohl in den letzten Jahren zu viel. Wir beschließen auf den Parkplatz zu verzichten, kehren um und fahren lieber mit der Seiser Alm Bahn entspannt nach oben. Von der Talstation in Seis bis auf die Bergstation Compatsch auf 1.851 km legt die Bahn in 15 Minuten eine Strecke von über 4 km zurück und bietet dabei fantastische Ausblicke. Die Seiser Alm ist die größte Hochalm Europas und umringt von der Sellagruppe (3.152 m) und der Langkofelgruppe (3.282 m). Im Winter kommen hier die Wintersportler auf ihre Kosten. Das Gebiet verfügt über 60 km Abfahrtspisten und ein fast genauso großes Loipennetz. Allerdings haben sich auch hier die Saisonzeiten für den Wintersport verkürzt. Irgendwann begeben wir uns wieder auf Talfahrt und fahren zu unserer Unterkunft in Prad am Stiflserjoch.Read more

  • Hoch hinaus – Sulden und Stilfser Joch

    September 27 in Italy ⋅ ☀️ 23 °C

    Das Wetter ist auch heute noch sehr verlockend, um sich mal wieder nach oben zu begeben. Sulden ist nicht weit entfernt, so dass dieser Ort unser erstes Ziel ist. Sulden liegt auf 1.900 m Höhe und wird überragt von Bergen der Ortler-Alpen. Die Königspitze und der Monte Zebrù, sowie zahlreiche weitere Dreitausender des Ortler-Hauptkamms und der Laaser Berge gehören dazu. Keiner dieser Berge wird von Wolken verdeckt. Von Sulden gelangen wir schnell und bequem mit der Kabinenbahn in luftiger Höhe auf 2.610 m. Nicht jeder hier oben hat diesen bequemen Weg gewählt. Ein älterer drahtiger Herr steht mit seinem Fahrrad da. Wir fragen nach. Und – unglaublich – der Fahrradfahrer war am Morgen mit seinem Fahrrad in MERAN gestartet und ohne irgendein anderes Beförderungsmittel hier oben angekommen. Für ihn sollte es aber noch höher gehen – über die Madritsch auf die andere Seite hinunter und wieder zurück nach Meran. Gesagt getan, er schwingt sich wieder auf sein E-Bike und radelt los. Er wird an diesem Tag bestimmt nicht nur jede Menge Höhenkilometer hinter sich bringen. Wir sind voller Respekt und steigen wieder in die Kabinenbahn, die uns entspannt nach Sulden ins Tal bringt. Wir wollen heute aber noch einmal hoch hinaus – nicht mit der Seilbahn, auch nicht mit dem Fahrrad, nein mit dem Auto. Unser zweites Ziel ist das Stilfser Joch auf 2.757 m. Der höchste asphaltierte Gebirgspass Italiens ist die Verbindung zwischen Südtirol und der Lombardei. Die Strecke weist einen Höhenunterschied von 1.870 m und beeindruckende 49 Spitzkehren bis zur Passhöhe auf. Der Baubeginn der Straße wurde am 23. April 1820 von der österreichischen Regierung beschlossen. Die durchschnittliche Steigung wurde wegen der damalig genutzten Pferdefuhrwerke mit 9% für solche Passstraßen sehr gering gehalten, an wenigen Stellen weist die Straße eine Steigung von 11% auf. Bis zum Jahre 1959 wurde die Stilfserjoch-Straße das ganze Jahr hindurch befahren. Dazu gab es entlang der Strecke 8 Straßenwärterhäuser mit Unterkünften. Die Kehren sind teilweise extrem eng ausgeführt, flüssiges Fahren ist so kaum möglich. Dennoch ist diese Strecke sehr beliebt. Motorräder, Fahrräder, Autos und ein Bus winden sich Kehre für Kehre nach oben und dann ist noch Sonntag und das Wetter ist unverändert perfekt für eine Tour. Oben treffen all´ die Menschen auf die Menschen, die mit ihren Skiern vom Stilfserjoch – Livrio Skigebiet auf 3.174 m kommen. Eine verrückte Welt und wir mittendrin. Und natürlich haben wir von hier wieder einen phantastischen Blick auf den Ortler.Read more

  • Glurns und wieder nach Deutschland

    September 28 in Italy ⋅ ☀️ 14 °C

    Nicht weit von unserem Übernachtungsort in Prad befindet sich Glurns, eine der kleinsten Städte der Alpen. Ein besonderes Merkmal der Stadt Glurns sind ihre vollständig erhaltenen Stadtmauern. Glurns war schon in der Römerzeit ein Verkehrsknotenpunkt. Die Via Claudia Augusta verlief hier, ebenso ein Handelsweg zu den Helvetiern in der Schweiz. Heute laufen wir durch die Gassen des hübschen kleinen Städtchens, entlang der gewaltigen Mauer, durch die Tore der Türme und schauen in die schöne Frauenkirche Glurns bevor wir über Österreich und dem Fernpass nach Deutschland fahren. Am Nachmittag haben wir Nesselwand im Allgäu erreicht.Read more

  • Mittendrin im Allgäu

    September 29 in Germany ⋅ ☁️ 22 °C

    Italien, Österreich und Deutschland haben den Gebirgszug der Alpen gemeinsam und doch unterscheiden sie sich die drei Länder in vielem. Auf der Speisekarte stehen z. Bsp. nun Gulaschsuppe, statt Pasta und Pizza und am Morgen gibt es auf dem Frühstücksbuffet Bircher Müsli. Nach einem guten Frühstück wollen wir ins Oberallgäu. Wieder einmal geht es in steilen Kehren in den kleinen Kurort Bad Hindelang. Der Ort kommt beschaulich daher. Schmucke Holzhäuser – auch hier mit einer grandiosen Blumenpracht – bestimmen den Ortskern. Weiter geht es zum Kneipkurort Oberstdorf. Bekannt ist Oberstdorf aber eher durch die Vierschanzentournee. Alljährlich findet in Oberstdorf der Auftakt für die Vierschanzentournee im Skispringen statt. Den Wettbewerb gibt es seit 1953. Oberstdorf ist einer der wenigen Orte weltweit, die Wettbewerbe im Skifliegen ausrichten können. Die Sprungschanzen sind schon von Weitem zu sehen. Steht man davor, sieht alles noch viel beeindruckender aus. Etwas weiter gibt es eine andere Schanze - die Heini-Klopfer-Skiflugschanze. Sie ist zurzeit die drittgrößte Skiflugschanze der Welt und liegt in unmittelbarer Nähe zum Freibergsee. Der Sprungturm wird aufgrund seiner frei auskragenden Spannbeton-Konstruktion von den Oberstdorfern auch als „schiefer Turm von Oberstdorf“ bezeichnet. Wir, als Flachlandtiroler, stehen voller Respekt vor diesen Konstruktionen. Ein Sprung – unvorstellbar. Am Nachmittag fahren wir durch das idyllische , schon herbstlichem Allgäu wieder zurück nach Nesselwang.Read more

  • Freiburg und genug der Alpen

    October 1 in Germany ⋅ ☁️ 22 °C

    Wir verlassen die Alpen und fahren durch den Schwarzwald Richtung Markgräfler Land bei Freiburg. Gegen Abend sind wir in unserer Unterkunft auf dem Bohrerhof in Feldkirch. Hier ist der Kürbis-Wahnsinn ausgebrochen. Der landwirtschaftliche Familien-Betrieb hat sich unter anderem zu einer Erlebniswelt gemausert. Relativ neu ist das Hotel, in dem wir absteigen. Davor ein Elvis und eine Marilyn Monroe in Kürbis, genauso wir DJ Ötzi, ein Klavier und die ausgetreckte Zunge der Rolling Stones. Gegenüber befindet sich ein Restaurant, in dem wir am Morgen unser Frühstück bekommen, dazwischen ein Laden mit Direktverkauf. Das sonnige Wetter hat sich mittlerweile verabschiedet. Als wir am nächsten Morgen nach Freiburg fahren, nieselt es leicht. Wir bummeln durch die lebendige Altstadt am Rand des Schwarzwalds und laufen über dem schönen Münstermarkt. Den Platz rahmen Fachwerkhäuser und auf der Südseite das leuchtend rote Historische Kaufhaus aus dem 16. Jahrhundert ein. Gegenüber steht ein gewaltiges Gebäude, das Freiburger Münster. Der 116 Meter hohe, schönste Turm der Christenheit wurde als erster seiner Art in der Geschichte der Gotik erbaut und gilt als Vorbild für unzählige Kirchtürme in ganz Europa. Auch der Innenraum ist imposant. In der Altstadt sind zwei Porzellan-Enten ein Hingucker und lenken den Blick auf das Freiburger Bächle – eine Rinne, die sich durch die Gassen zieht. Das Bächle-System war ursprünglich alles andere als romantisch: Die Rinnen dienten im Mittelalter als Löschwasserreservoir, zur Tiertränke und zur Abwasserentsorgung. Heute werden sie vom Dreisam-Wasser gespeist und im Sommer zu einer natürlichen Klimaanlage. Das Abkühlen ist heute nicht nötig, denn die Temperaturen sind gesunken und Feuchtigkeit kommt von oben.Read more

  • Kaiserstuhl und ganz viel Wein

    October 2 in Germany ⋅ ⛅ 17 °C

    Die Nacht hatte es tüchtig geregnet, am Morgen dann aber aufgehört. Die Sonne kämpft sich schnell durch, schließlich sind wir in der sonnenreichste Region Deutschlands. Gute Voraussetzungen für den Weinbau. Wir sind am Kaiserstuhl und an der „Schönsten Weinsicht Badens“, so die Werbung am Texaspass. Der Texaspass ist die Passhöhe zwischen den Winzerdörfern Vogtsburg-Oberbergen und Endingen-Kiechlinsbergen. Die Strecke ähnelt einem geschwungenen Lasso, deshalb der Name. Von hier haben wir einen unglaublichen Blick auf die Kleinterrassen des Kaiserstuhls. Rund um und besonders im Kaiserstuhl wird reger Weinbau getrieben. Der Kaiserstuhl ist ein kleines Vulkangebirge dessen Vulkangestein in Kombination mit warmen Löss-Lehmböden ideale Wachstumsmöglichkeiten für Wein bietet. Da der fruchtbare Lössboden sehr erosionsanfällig ist, wurden schon früh die typischen Kleinterrassen angelegt, die dem Kaiserstuhl sein markantes Aussehen verleihen. Die Weinlese scheint bereists abgeschlossen. Normalerweise findet die Weinlese in der Region von Ende August bis Oktober statt. Durch die extreme Hitze und Trockenheit waren die Trauben aber in diesem Jahr außergewöhnlich früh reif. Wir machen einen Stopp in Breisach und fahren dann nach Heitersheim in eine Straußi. Die Sulzbach-Straußi des Weingut Lampp hat bereits seit dem 5. September 2026 ihr Straußi wieder geöffnet und preist ihren neuen Wein an. Zweimal im Jahr, im Frühling und im Herbst, stecken die Badischen Winzerinnen und Winzer bunt geschmückte Reisigbesen aus. Eine Einladung an alle - ausgeschenkt wird, was im eigenen Weinberg wächst, und serviert, was Küche, Keller und Räucherkammer hergeben. Der Wein ist wirklich sehr lecker.Read more

  • Colmar

    October 3 in France ⋅ ☀️ 21 °C

    Wir fahren nur einmal über den Rhein – dann sind wir im Elsass, um genau zu sein in Colmar und damit in Frankreich. Hier treffen wir uns mit zwei Freundinnen. Wir sind aber nicht die einzigen, die das kleine, malerische Colmar entdecken wollen, denn das Wetter ist bestens und in Deutschland ist Feiertag. Im romantischen Petite Venise (klein Venedig) stehen farbenfrohe Fachwerkhäuser am Fluss Lauch. Wir schlendern durch die Markthalle mit den vielen verlockenden regionalen Spezialitäten und entlang historischer Bürgerhäuser aus sechs Jahrhunderten. Colmar hat die vielen stürmischen Zeiten gut übersanden. Nach dem zweiten Weltkrieg haben sich die Menschen in der Stadt sehr schnell entschlossen, marode alte Häuser zu sanieren, statt abzureißen. So haben wir die Chance eine so große Anzahl Fachwerkhäuser hier zu bewundern. Bewundernswert ist auch die üppige, unglaubliche Blumenpracht an jeder Ecke. Nur manchmal wird es mit der Deko etwas übertrieben. Eine andere Erkenntnis – Colmar hat berühmte Persönlichkeit hervorgebracht. Es ist Frederic-Auguste Bartholdi. Sein bekanntestes Werk ist die Freiheitsstatur, die auf Liberty Island in New York steht.Read more

  • Und noch eine Weinstraße

    October 4 in France ⋅ ⛅ 21 °C

    Heute sind wir auf der Elsässischen Weinstraße unterwegs – nur ein kleines Stück, nicht die rund 170 Kilometern von Marlenheim im Norden bis nach Thann im Süden. Entlang der Strecke reihen sich über 70 Weinorte. Zwei davon besuchen wir. Es sind Kaysersberg und Riquewihr. Kaysersberg gehört zu den schönsten Dörfer Frankreichs. Der Ort hat ebenfalls eine berühmte Persönlichkeit hervorgebracht. Kaysersberg ist der Geburtsort des deutsch-französischen Arztes, Philosophen, evangelischen Theologen, Organisten, Musikwissenschaftlers und Pazifist Albert Schweitzer. Das zweite Bilderbuchdorf mit Fachwerk, Stadtmauern und dem Grand Cru Schoenenbourg ist Riquewihr. Als wir auf dem Weg zum Schloss Haut-Königsbourg sind, fängt es an zu nieseln. Verschärft kommt dazu, dass sich alle Touristen, die gestern wohl in Colmar waren, nun das Schloss ansehen möchten. Die Hohkönigsburg (französisch Château du Haut-Koenigsbourg) ist eine Höhenburg, die im 12. Jahrhundert vom schwäbischen Herzog Friedrich II. erbaut wurde und im 17. Jahrhundert zur Ruine verfallen ist. Der deutsche Kaiser und preußische König Wilhelm II. hat das Schloss von 1901 bis 1908 wiederherstellen lassen. Nach dem 1. Weltkrieg ist die Hohkönigsburg dann in das Eigentum des französischen Staates übergegangen. All` das zieht an uns vorbei, denn hier oben ist es einfach zu voll. Wir fahren über die Vogesenkammstraße und über die Col de la Schlucht auf 1.139 Metern zurück nach Colmar. Leider ist das Wetter nicht so schön, so dass sich die Schönheit der Strecke nicht richtig präsentieren kann. Trotzdem war es ein schöner Tag mit unseren Freunden.Read more

  • Letzte Station – Bad Ems

    October 5 in Germany ⋅ ☀️ 17 °C

    Unsere Reise geht zu Ende. Bevor wir endgültig nach Hause fahren, wollen wir noch einen Zwischenstopp in Bad Ems einlegen. Unser Weg führt uns zunächst noch durch Frankreich. Im Nord-Elsass beschließen wir in der kleinen Stadt Haguenau, oder auf Französisch Haguenau, eine Pause einzulegen. Wir schlendern durch die Fußgängerzone von Haguenau und wundern uns, dass heute am Montag die meisten Geschäfte geschlossen sind. Auf unsere Nachfrage hin erfahren wir, dass die meisten Geschäfte am Samstag geöffnet haben und deshalb nun am Montag zu sind. Einige Meter weiter sehen wir viele junge Menschen, eine kleine Zahl auch vermummt, die sich an unterschiedlichen Stellen versammeln. Eine Straße ist gesperrt, am Ende steht Polizei, an einer anderen Stelle steigt Rauch auf. Wir wollen diese Situation umgehen, doch plötzlich laufen die jungen Leute auf uns zu. Den Grund sehen wir schnell - bewaffnete Polizei hat sich positioniert. Eine junge Frau spricht uns an. Wir sollten den Platz in die andere Richtung verlassen, die Polizei würde Tränengas einsetzten. Also verkrümeln wir uns. Wir hatten aus den Nachrichten mitbekommen, dass die Schüler in Frankreich gegen schlechte Lernbedingungen protestieren. Dass die Proteste sich landesweit bis in diesen verschlafenen Ort in dieser Weise ausweiten, hätten wir nicht vermutet. Am Nachmittag kommen wir nach Bad Ems und fühlen uns mit der Bad Emser Kurlandschaft ein wenig an den tschechischen Kurort Karlsbad am Beginn unserer Reise erinnert. Eine schöne Zeit geht zu Ende. Wir hatten zu Beginn keinen konkreten Plan, haben uns einfach treiben lassen und letztendlich immer wieder Schönes und Überraschendes erlebt. Über eure „Mitreise“ haben wir uns sehr gefreut.Read more

    Trip end
    October 6, 2026