• Sylvia Wiese
  • Sylvia Wiese

Französisches Jura bis Monte G

Der Sonne entgegen und immer hinterher! Læs mere
  • Start på rejsen
    25. september 2025
  • Genfer See und Schloss Chillon

    26.–27. sep. 2025, Schweiz ⋅ 🌧 12 °C

    Wir standen um 9:00 Uhr auf. Draußen regnete es in Strömen, doch die Vorfreude auf unseren Schwimmbadbesuch ließ uns schnell frühstücken. Gegen 10:00 Uhr machten wir uns schließlich auf den Weg ins Bad – und tatsächlich, die Eintrittspreise in öffentlichen Bädern sind in der Schweiz deutlich günstiger, als in den privaten Wellnessbädern. Nach einem erfrischenden Bad fuhren wir weiter nach Chillon, dem meistbesuchten Schloss der Schweiz. Die mittelalterliche Wasserburg liegt direkt am Genfersee und verzauberte uns mit ihren Türmen, Mauern und dem leider verhangenen Blick auf die Alpen. Doch zuerst kehrten wir in eine gemütliche Taverne zum Mittagessen ein, danach nahmen wir uns viel Zeit, das Schloss zu erkunden und seine besondere Atmosphäre gemeinsam zu genießen. Wir erfuhren etwas über den Dichter Byron, entdeckten das Wappen der Region Waardt, das ehemalige Gefängnis, den Weinkeller und die Schlosskammern. Die Savoyer konnten es es sich dort gut gehen lassen.
    Anschließend fuhren wie über Lausanne zu unserem, von Maren empfohlenen, Schlafplatz.
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  • GENF

    27.–28. sep. 2025, Schweiz ⋅ ☀️ 16 °C

    Genossen den sonnigen Morgen, frühstückten gemütlich, ich joggte um unseren Stellplatz herum und weiter ging es nach Nyon an den See, chillen und ein Café besuchen. In Genf buchten wir einen gepflegten Campingplatz direkt am Ufer des Sees. Dort angekommen, schwangen wir uns auf die Fahrräder und fuhren in die Stadt. Schon von weitem konnten wir den berühmten Jet d’Eau sehen, ein Wahrzeichen, das über dem See thront. In der malerischen, steil angelegten Altstadt schlenderten wir durch enge Gassen, entdeckten die Kathedrale St. Peter, doch leider konnten wir sie wegen eines Konzertes nicht anschauen. Besonders eindrucksvoll war das Reformationsdenkmal, das an die wichtige Rolle Genfs in der Geschichte des Protestantismus erinnert. Wir besichtigten noch das Parlament, das Opernhaus und die goldene Gasse mit den ausgestellten Uhren, bevor wir zurück radelten.Læs mere

  • Genf - der zweite Tag

    28. september 2025, Schweiz ⋅ ⛅ 17 °C

    Heute schliefen wir lang, frühstückten mit Blick auf den See und dann ging ich schwimmen 🏊‍♂️. Es war ein wunderschöner Morgen. Dann ging es mit dem Bus nach Genf und wir fuhren doch glatt in die entgegengesetzte Richtung.
    Nach einem Umstieg landeten wir in der Innenstadt, wo wir uns auf dem berühmten Platz stärkten, im ältesten Haus der Stadt einen Film über die geschichtliche Entwicklung sahen, die Kathedrale besuchten, an der Rhone entlang defilierten, ein lecker Stück Torte naschten, ehe wir uns auf den Heimweg machten.
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  • Ferney und Annecy

    29. september 2025 ⋅ ☀️ 14 °C

    Nach einer unruhigen Nacht voller Geräusche und einem aufdringlichen Mann, der sich an der Schranke zu schaffen machte, folgte ein aufregender Morgen. Gemütlich lag ich mit Kaffee und Buch im Bett, als es draußen plötzlich krachte. Neugierig öffnete ich die Luke – draußen schrien Menschen und riefen nach der Polizei.

    Also ging ich hinaus, um nachzusehen, ob auch unser Bus betroffen war, und hörte die ganze Geschichte: Camper, die im Bus leben, fahren manchmal ohne Erlaubnis auf den Platz, indem sie behaupten, ihre Codenummer vergessen zu haben. In dieser Nacht jedoch raste ein Engländer, der keinen Code hatte, durch die geschlossene Schranke und zerstörte sie dabei.

    Heute Morgen wurde er erkannt. In Panik wollte er fliehen, streifte dabei ein anderes Fahrzeug und versuchte davonzukommen. Doch aufmerksame Camper alarmierten den Platzwart, der ihm den Weg direkt vor unserem Bus versperrte. Kurz darauf traf die Polizei ein – und nun wird hoffentlich die Strafe auf dem Fuß folgen.

    Nun sollte die Stadt Voltairs unser nächstes Ziel sein.
    Er lebte von 1758 bis 1778 im sogenannten Château de Voltaire, das heute ein Museum ist. Dort empfing er Gelehrte, Künstler und Politiker aus ganz Europa.

    So fuhren wir nach Ferney Voilraire. Der Ort wurde zu einem Zentrum der Aufklärung, weil Voltaire hier seine Ideen von Toleranz, Religionsfreiheit und Menschenrechten vertrat. Wir genossen dort in seinem ehemaligen Haus ein pakistanisches Essen und besuchten sein Schloss.

    Anschließend fuhren wir nach Annecy. Eines der schönsten Fleckchen der Erde. Dort radelten wir am See entlang. Ich ging schwimmen, und wir genossen danach auf der Seepromenade im Abendlicht der Sonne eine geniale Fotoaustellung.
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  • Wandertag zum Wasserfall

    30. sep.–1. okt. 2025, Frankrig ⋅ ⛅ 18 °C

    Bis mittags den Bus aufgeräumt, Gymnastik gemacht, und dann fuhren wir mit dem Bus zu unserem Wanderstart Tallories Ecoles. Im Ort Tallories Montmin genossen wir in einem Hotel einen Cappuccino und dann ging es los. Zunächst ging es eine anstrengende, steile Straße hinauf. Diese wurde bald von einem holprigen, schmalen Waldweg abgelöst, der sich immer mehr zu einem schwierigen, steinigen Klettersteigweg entwickelte. Seinen dramatischen, beeindruckenden Höhepunkt erreichte der Weg an einem hohen, tosenden Wasserfall. Der Rückweg war kein bisschen leichter, genauso beschwerlich und rutschig, und meine neue ungewohnte, moderne Gleitsichtbrille machte die Sache leider keineswegs angenehmer. Doch am Ende wurden wir mit fantastischen, farbenfrohen Fotos, atemberaubenden, weiten Aussichten und dem unbeschreiblich stolzen, glücklichen Gefühl belohnt, es wirklich geschafft zu haben.Læs mere

  • ANNECY

    1. oktober 2025, Frankrig ⋅ ☀️ 16 °C

    Der Tag begann nicht etwa mit fröhlichem Sonnenschein oder der verheißungsvollen Frische eines Neubeginns, sondern mit einem dumpfen, polternden Kopfschmerz, der mir im Schädel thronte wie ein schlecht gelaunter König. Dietmar, unerschütterlich wie ein mechanischer Samowar, ließ den Wasserkessel niemals ruhen und verwandelte unsere Unterkunft in eine Art improvisiertes Dampfbad von durchaus rustikalem Charme.

    So schlängelte ich mich, halb Mensch, halb Schatten meiner selbst, durch die Morgenstunden, bis wir schließlich in jenes charmante Kleinod fuhren, das sich selbstbewusst „das kleine Venedig Frankreichs“ nennt: Annecy. Dort kaufte ich mir mit der Anmut eines gebrochenen Helden, die dringend benötigten Schmerzmittel und fand im anschließenden Schlummer ein Stück weit jene Würde zurück, die mir der pochende Schädel bis dahin streitig gemacht hatte.

    Gestärkt – oder zumindest nicht völlig kampfunfähig – machte ich mich daran, die Stadt zu erkunden: ihre Wasseradern, ihre engen Gassen, ihre pittoresken Fassaden, die sich wie kokette Schauspielerinnen um die Gunst des Betrachters bemühen. Doch schon bald offenbarte mir mein Körper, dass er nicht in der Verfassung war, diesen theatralischen Auftritt lange zu ertragen. Ermattet suchte ich den Bus auf, wo ich, leicht pathetisch, Dietmars Rückkehr harrte.

    Und dennoch: Trotz des bleischweren Hauptes, trotz des schwindenden Elans – die Begegnung mit dieser Stadt war wie ein kurzes, funkelndes Kapitel im Roman der Reise. Ein Erlebnis, das selbst im Nebel der Migräne seinen Platz behauptet.
    Am Nachmittag fuhren wir weiter nach Hauterives auf einen Campingplatz.
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  • Hauterives

    2. oktober 2025, Frankrig ⋅ ☀️ 17 °C

    Heute schliefen wir lange und ließen es meiner Erkältung geschuldet ruhig angehen. Doch dann ging es los. Wir fuhren nach Hauterives in der Drôme, dort steht der Ideale Palast des Postboten Cheval – ein märchenhaftes Bauwerk, das Ferdinand Cheval über 33 Jahre aus gesammelten Steinen errichtete. Inspiriert von Natur, Büchern und Postkarten vereint es Tempel, Burgen und exotische Figuren zu einem einzigartigen Kunstwerk. Seit 1969 ist es als Monument geschützt. Im gleichen Stil ist Chevals selbstgebautes Grab. Ein faszinierender Ort der Fantasie!
    Er lebte seinen Traum, allerdings war er im Dorf als armer Irrer verschrien, der seinen Garten mit Steinen zurümpelt.
    Wir fuhren weiter in Richtung Saint Etienne zu einem schönen Stellplatz direkt an der Loire.
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  • Saint Etienne, der Stellplatz am Wasser

    3. oktober 2025, Frankrig ⋅ ☁️ 19 °C

    Morgens aufgestanden – die perfekte Idylle: kein Wasser im Tank, kein Gas in der Flasche, aber immerhin eine Aussicht zum Niederknien.
    Zum Glück hatten wir charmante Nachbarn, die uns großzügig mit heißem Wasser für den Kaffee aushalfen – ein kleiner Luxus inmitten der Improvisation. Ein gutes Frühstück und ein paar freundliche Gesichter, und schon war die Welt wieder in Ordnung.

    Didi wollte nach gescheitertem Gaskauf in die ehemalige Kohlemine Puits Couriot. Der Eintritt und die Kunstausstellung dort waren kostenlos.
    Sie erzählte eindrucksvoll von der Bergbauvergangenheit der Region. Bis 1973 wurde hier Kohle gefördert, heute befindet sich auf dem Gelände ein spannendes Museum. Bei Führungen durch enge, nachgebaute Stollen bekamen wir einen realistischen Eindruck vom harten Alltag der Bergleute – Dunkelheit, Lärm, Staub und schwere Arbeit gehörten zum Alltag. Viele Arbeiter stammten aus einfachen oder zugewanderten Familien und bildeten eine starke Gemeinschaft.

    Auch die Umwelt litt unter dem Abbau: Staub, Bodensenkungen und Wasserprobleme prägten die Stadt. Heute ist das Gelände begrünt und zeigt, wie Industriegeschichte lebendig erhalten werden kann. Auf dem Weg zur Mine kamen wir an musizierenden Schaukeln vorbei (s. VIDEO)
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  • Le Puy-en-Velay

    4. oktober 2025, Frankrig ⋅ ☁️ 20 °C

    Der Abend und der Morgen waren eine schöne Einstimmung in den heutigen Tag. Hoch über Le Puy-en-Velay steht sie wie eine stille Hüterin der Freiheit – die Statue der Liberté. Sie blickt in die Ferne und erinnert daran, dass Liebe und Freiheit wie Sterne sind: am schönsten, wenn sie gemeinsam leuchten. 🌟
    Der Ballon war der krönende Abschluss dieser Wolkenmorgeninszienierung.
    Heute stand uns — trotz verspäteter Abfahrt, versteht sich — ein beeindruckendes Tagesprogramm bevor. Zuerst chauffierte uns der kleine E-Bus gemächlich in die Stadt. Zuerst wanderten wir zur Kathedrale von Le Puy, unzählige Stufen und aus der Puste genossen wir die Ruhe und die Pilgeratmosphäre. Dann folgte der sportliche Teil: 263 Stufen hinauf zur Notre-Dame de France. Oben pfiff der Wind, als wollten die Böen selbst einen Kommentar zur eigenen Kondition abgeben. Der Ausblick jedoch: grandios! Sogar unseren WoMo-Stellplatz konnten wir aus der luftigen Höhe erspähen — wie strategisch platziert.
    Wir stiegen hinunter ins Dorf, wo wir in einer Kneipe Brotzeit hielten, ehe es wieder hoch hinauf ging auf den Klosterberg.
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  • Sainte Enimie

    5. oktober 2025, Frankrig ⋅ ☀️ 14 °C

    Ein Sonntag voller kultureller Leere und sonniger Überraschungen

    Der Tag begann, wie es sich für wahre Genießer gehört: ausschlafen beim Bauern bis sage und schreibe 9:00 Uhr. Frühaufsteher wären entsetzt, wir hingegen fanden es standesgemäß.

    Frisch gestärkt und voller Tatendrang machten wir uns auf den Weg nach Cernac – dem vermeintlichen Hotspot des lokalen Marktgeschehens. Dort angekommen, bot sich uns allerdings ein Anblick, der eher an eine Siesta erinnerte als an geschäftiges Treiben: menschenleer. Ein paar vereinzelte Stände, die in der Herbstsonne vor sich hindösten, ließen immerhin erahnen, dass hier irgendwann einmal Markt gewesen sein könnte.

    Dabei hat Cernac einiges zu bieten: UNESCO-Kulturerbe, malerische Altstadt, und natürlich die Nähe zur berühmten Tarnschlucht – ein Ort, an dem Kultur und Natur in beeindruckender Harmonie aufeinandertreffen. Nur leider nicht an diesem Sonntagmorgen.

    Doch das Schicksal meinte es gut: Supermärkte hatten geöffnet. Ein Hoffnungsschimmer im kulturellen Niemandsland – und eine Gelegenheit, Vorräte aufzufüllen.

    Der eigentliche Höhepunkt des Tages folgte dann in Enimie. Ein malerischer Ort an der Tarn, wo wir einen Platz in der Sonne fanden und von einem herrlich schlagfertigen Kellner bedient wurden. Kaffee, Sonne, Wasserplätschern – fast wie im Prospekt, nur besser.

    Gestärkt und zufrieden machten wir uns anschließend auf zur Besichtigung des alten Benediktinerklosters, das heute eine Ausbildungsstätte beherbergt. Dann entdeckte ich noch einen entzückenden Schmuckladen und wurde fündig.

    So endete ein Tag, der mit gähnender Leere begann, sich aber zu einem kleinen sonnigen Kulturjuwel entwickelte – ganz ohne Menschenmassen, dafür mit Charme und einer Prise Ironie.
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  • Aven Armand

    6. oktober 2025, Frankrig ⋅ 🌙 11 °C

    Der heutige Höhepunkt war die wunderschöne riesige Tropfsteinhöhle auf der Hochebene, die wir nach einem schönen Berganstieg über der Tarn erreichten.
    Nach dem beeindruckenden Höhlenbesuch ging es auf einem Spaziergang zum ehemaligen Höhleneinstiegsloch, und dann gleich weiter hinab in die zweite Schlucht. Das zentrale französische Bergmassiv ist einsame Klasse.
    Die Fahrt endete auf dem Berg oberhalb von Millau mit Blick auf die größte Autobahnbrücke Europas, den Sonnenuntergang und den Aufgang des Vollmondes. Herrlich!
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  • Von der Brücke von Millau nach Malgrat

    7. oktober 2025, Frankrig ⋅ ⛅ 22 °C

    Guten Morgen! Heute schien die Sonne über das Land und wir erlebten erstmals wieder die Weite der Landschaft. Dann suchte ich Daten zu der Brücke, die hier alles zu dominieren scheint. Tolles Ding!

    Gesamtlänge: 2.460 m
    Breite: ca. 32 m (zwei Fahrbahnen mit je 2 Spuren + Pannenstreifen)
    Höchster Pfeiler: 343 m (einschließlich Pylon — höher als der Eiffelturm!)
    Höhe über Talboden: bis zu 270 m
    Spannweite zwischen den Pfeilern: bis zu 342 m
    Bauweise: Schrägseilbrücke mit sieben Pfeilern

    Machten eine längere Wanderung auf der Hochebene und genossen die 23 Grad in der Sonne. An der Tarn im Tal hatte es nachts einmal nur 5 Grad.

    Dann ging es weiter, der Sonne entgegen!
    Gemütlich tuckerten wir durch Frankreich gen Süden, als hätten wir alle Zeit der Welt – was dank billigen Tankens und eines ausgesprochen fesselnden Hörspiels sogar fast stimmte. Die Kilometer flogen dahin, die Uhrzeit verlor jede Bedeutung, und ehe wir uns versahen, stand der Tag ganz im Zeichen der spanischen Siesta. Schließlich rollten wir, nicht ohne ein gewisses Déjà-vu-Gefühl, in unserem altbekannten Malgrat ein – als hätten wir nie woanders hingehört.
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  • Malgrat

    8. oktober 2025, Spanien ⋅ ☀️ 25 °C

    Der Morgen war sonnig, fast schon verdächtig gut gelaunt.
    Das Frühstück? Überschaubar. Zwei Scheiben Brot, kleine Stückchen Käse, Schinken, der so dünn war, dass man die Zeitung darunter hätte lesen können.
    Der Kaffee – schwarz wie die Nacht, natürlich ohne Milch (vergessen einzukaufen). So wie es die echten Helden des Morgens trinken.

    Die Stimmung war top, ausgeschlafen und fast schon motiviert. Im Hintergrund dudelte das Internet mit der WZ, während wir am Frühstückstisch saßen.
    Dann die erste Überraschung des Tages: eine freundliche afrikanische Toilettenfrau, die mir tatsächlich den Weg zur Dusche zeigte. Ein Pfefferpflanzen-Shooting Service, wie man ihn sonst nur in Luxushotels bekommt!

    Frisch geduscht ging’s raus zum Strand. Die Sonne strahlte, der Sand knirschte, und überall waren deutsche Nachbarn, als hätte jemand ein Pauschalreise-Portal in den Himmel geladen.
    Ein kleiner Smalltalk hier, ein „Na, auch schon wach?“ dort – und schon waren wir mittendrin im Morgenprogramm.

    Danach hieß es: auf die Strecke! Das Abenteuer konnte beginnen.
    Am Nachmittag erreichten wir den Campingplatz Eden – leider war er vollständig belegt. Wie passend für ein Paradies. Schließlich fanden wir einen strandnahen Stellplatz für 8,50 €. Ein erfrischendes Bad und der Blick auf die Burg von Peniscola räundeten den Tag ab.
    Bei dem Blick blieb es nicht, wir fuhren mit den Rädern zur Burg und bestiegen sie. Anschließend bestaunten wir sie im Abendlicht und aßen bei schöner Livemusik eine Pizza.
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  • Peniscola und San Clemente

    9. oktober 2025, Spanien ⋅ ☁️ 23 °C

    9⁹In der Nacht zog ein starkes Gewitter auf. Das Zeltdach war geöffnet, Regen trommelte laut auf das Dach. Wir standen unter einem großen Baum – zuerst gemütlich, dann beunruhigend. Blitze, Donner und das Rauschen der Äste hielten mich wach. Gedanken kreisten um mögliche Einschläge. Didi schlief tief und fest. Ich dachte, wir sollten uns in den festen Teil des Campingbusses zurückziehen und das Dach schließen. Es war eine unruhige, aber eindrucksvolle Nacht, und Dietmar war ganz entspannt. In aller Frühe fuhren wir weiter durch den morgendlichen Regen hoffentlich der Sonne entgegen.
    Mittagspause machten wir in
    San Clemente, im Herzen der La Macha, es hat uns echt überrascht! Erst ging’s in die Kirche, aus der Zeit der Renaissance, dann rauf auf den Bürgerturm. Es gab den Rundumblick!
    Zwischendurch stärken wir uns in der Casino-Suppenküche. Dort gab’s Hausmannskost mit einem Schuss Alltagsleben, bevor wir durch die verwinkelten Gassen schlenderten wie Zeitreisende ohne GPS.

    Auf der Plaza Mayor haben wir dann einfach gesessen, das Autodach getrocknet geguckt und genossen – dieser Platz ist so charmant, dass man fast vergisst, weiterzugehen. Doch das musste an diesem Tag leider sein.
    Die heutige Fahrt endete in Marmolejo, wo wir auf Grund eines starken Gewitters in ein Hostel einkehrten.
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  • Marmolejo

    10. oktober 2025, Spanien ⋅ ☀️ 20 °C

    Spanisches Frühstück in der Churrería
    Ach ja, das Leben kann so einfach sein. Ein Morgen in der Churrería, wo die churros de patatas und de oros mit einer fast schon ehrfürchtigen Hingabe ins heiße Öl getaucht werden. Ich habe zugesehen, als würde ich einer Kunstform beiwohnen – und irgendwie war es das auch.

    Das Personal? Überaus nett, fast zu freundlich, als hätten sie heimlich einen Wettbewerb laufen, wer den charmantesten „¡Buenos días!“ hinbekommt. Der Kaffee: stark, rund, genau richtig, um die Lebensgeister zu wecken. Und die tostadas con aceite y sal – schlicht, ehrlich, aber natürlich so köstlich, dass man sich fragt, warum man sich je mit Avocadoquatsch abgegeben hat.

    Kurz: ein Frühstück, das einem das Gefühl gibt, man hätte alles richtig gemacht im Leben – zumindest für diesen einen Vormittag.
    Ein Gang durch die Stadt rundete den Vormittag ab, ehe es dann wieder auf Strecke ging. Abfahrt Huelva, wo wir dann lang und breit den Campingplatz suchten und in einem schönen Wald gelegen fanden.
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  • Huelva - Monte Gordo

    11. oktober 2025, Spanien ⋅ ☀️ 27 °C

    Reisebericht, letzter Akt

    Heute also Monte Gordo – das ersehnte Ziel, das Ende dieser kleinen Odyssee. Mein Reisebericht findet hier sein würdiges Finale.
    Huelva, diese großartige Metropole der Unübersichtlichkeit, hat mich mit all ihrem Charme empfangen: Straßen ohne Richtung, Wege ohne Sinn, und doch – der Strand, immerhin, war schön. Nur leider so erreichbar wie ein Schatz auf einer Schatzkarte ohne Kompass.

    Der Campingplatz? Riesig, laut, ein kleines Abenteuer für sich – wer Ruhe sucht, findet hier immerhin genug Anlass, sie sich herbeizuwünschen. Die Wege dorthin waren beschwerlich, aber man wächst ja bekanntlich an seinen Herausforderungen.

    Ich habe mich tapfer geschlagen, den unvermeidlichen Kaffee genossen, ein Buch gelesen (Bildung muss sein) und mich schließlich – mit einer Mischung aus Sentimentalität und Erleichterung – vom Strand verabschiedet.

    Monte Gordo, wir kommen. Möge es weniger anstrengend, aber ebenso erzählenswert sein.
    Wir fuhren 3340 Kilometer, es war eine sehr schöne Reise und das sonnige Monte Gordo erwartete uns.
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    Slut på rejsen
    6. november 2025