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  • Day147

    Pura Amed

    May 27, 2019 in Indonesia ⋅ ⛅ 28 °C

    Selbst unser Shuttlebus Fahrer war ganz begeistert von Amed, als wir nach drei Nächten Ubud verließen, um auf die andere Seite der Insel zu fahren. Schon auf dem Weg tippte er mich immer mal wieder an, zeigte auf etwas und rief fröhlich:“Look, so beautiful!“. Und als wir in unser Homestay eingecheckt hatten, konnte ich ihm nur Recht geben. Von unserem Zimmer aus konnten wir auf Felder und Berge gucken, die aussahen wie gemalt. Bis jetzt der beste Ausblick aus einem Hostelzimmer!
    Durch Amed selber zu fahren war jetzt nichts besonderes, etwas ärmlich, eine Tauchschule neben der anderen, Warung reiht sich an Warung.
    Aber die Atmosphäre ist eine ganz besondere, schwer zu beschreiben. Ähnlich wie ein Campingplatz auf den immer wieder die gleichen Leute fahren, jeder kennt jeden. Sehr familiär und entspannt. Kein Showoff wie in Canggu, keine Touristenmasse wie in Ubud. So war auf jeden Fall mein Eindruck.
    Das mit der Tourimasse hat sich dann am nächsten Tag erledigt. Wir sind relativ früh morgens zum Pura Lempuyang mit seinem berühmten „heavens gate“ gefahren. Unten am Eingang erzählte uns dann eine Frau, dass wir für das beliebte Instagramfoto mindestens eine Stunde anstehen müssten. „Die übertreibt doch“ dachten wir. Aber wurden kurz danach eines bessern belehrt. Eine riesige Schlange hatte sich da am Tor angesammelt. Verrückt, aber die standen wirklich alle an, nur um dieses eine Foto zu machen. So nötig hatten wir es dann auch nicht. Was eine Verschwendung von Lebenszeit.
    Wir haben uns lieber ein bisschen weiter den Tempel angeguckt, sind dann zum Strand gefahren, haben gelesen, sind geschnorchelt , haben uns gesonnt und „heavensgate“ schon längst wieder vergessen.
    Während alle anderen vermutlich immer noch da stehen und überlegen welche Posen sie in den zwei Minuten Fotozeit machen können, die noch nicht völlig ausgelutscht sind ( ein vergebliches Unterfangen), haben wir das wirkliche Tor zum Himmel im Sonnenuntergang Ameds gefunden.
    Viel einmaliger als der Tempel. Und kein einziger Touribus weit und breit.
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