Nach drei Jahren die langersehnte Fortsetzung von 2019/20. Endlich wieder ohne Corona-Einschränkungen durch Thailand radeln.
  • Day65

    Und aus!

    January 12 in Thailand ⋅ ☀️ 30 °C

    Die untergehende Sonne spiegelt sich bereits in der Glasfassade des CAT-Towers, als ich mit der Fähre den Chao Phraya überquere.
    Es ist geschafft! Back in Bangkok.
    Ich werde noch vor Einbruch der Dunkelheit im Hotel ankommen.
    Am 20. November bin ich an dieser Stelle in mein Rad-Abenteuer gestartet und es war stellenweise mehr Abenteuer als mir lieb war.
    Aber nichts ist geschehen, was mich in Zukunft davon abhalten würde, weiterhin so zu reisen.
    Letztendlich sind es dann doch 1.713,83 offizielle Radkilometer geworden, die mir das Gefühl vermitteln, dass ich trotz der vielen Pausen und Zwangspausen noch fest „am“ Sattel sitze.
    Nach diesen elenden Corona-Jahren habe ich länger gebraucht, um in diesem Radnomaden-Dasein wieder anzukommen.
    Und solange dieses melancholische Gefühl zurückbleibt, das mich nach dem Einchecken im Hotel, dem finalen Abstellen der Satteltaschen überkommt, solange wird es die bevorzugte Form des Reisens bleiben.
    Bereits morgen wird das Rad zerlegt und für den Heimflug verpackt. Es hat tapfer durchgehalten, nur auf den letzten Metern etwas gemuckt. In der Soi Sala Daeng war der ramponierte, nur provisorisch fixierte Kotschützer nicht mehr zu halten und wurde aus der Halterung geworfen, der dann durch Mitschleifen im dichten Abendverkehr kurz für Irritationen gesorgt hat.
    Die Managerin des Hotels ist dermaßen begeistert, dass sie den durch Thailand radelnden Farang lebend wiedersieht, dass ich mit ihr und Teilen der Belegschaft spontan zum Tourabschluss-Selfie gebeten werde.
    Mein Koffer wurde hier die gesamten Wochen kostenlos aufbewahrt und wird mir feierlich übergeben. Dann überbringt die Managerin die nächste frohe Botschaft, dass sie für mich das selbe Zimmer bereit gestellt hat, in dem ich vor Abfahrt logierte. Dass ich eigentlich ein anderes Zimmer in einer höheren Etage wollte, traue ich mich ob ihrer Bemühungen und Freude einfach nicht mehr zu artikulieren. Ein paar Minuten später öffnet sich als déjà-vu die Zimmertüre 306.
    Und alles endet, wie es begonnen hat.
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    Traveler

    Ich gratuliere Dir zu dieser Tour und den Erlebnissen! Freue mich auf ein Wiedersehen!

    Traveler

    Danke! 😀😃bis bald! 👋

    Traveler

    Du bist ein fabelhafter Held!! 🙌 Ich hoffe, du bist stolz auf dich!! Ich, jedenfalls, bin es und lade dich jetzt schon auf ein Essen (deiner Wahl) ein. Ich esse, du erzählst, Monica zahlt. 👍

    Traveler

    😂 😘 👏🏼 der schönste Plan seit Langem. Danke, du Lieber! Ich freu mich riesig auf euch.

     
  • Day65

    Save the best for last II

    January 12 in Thailand ⋅ ⛅ 31 °C

    Auch die gigantische Parkanlage Putthamonthon wäre in Verbindung mit dem Besuch vom Wat Samphran am Anfang der Reise gestanden.
    Heute muss alles nachgeholt werden. 😜
    Doch der Umweg über die beiden Sehenswürdigkeiten lässt die ursprünglichen Tageskilometer (Nakhon Pathom- Bangkok) von 63 auf 95km hochschnellen.
    Die mir bevorstehende rush hour, in der ich dann durch Thonburi nach Bangkok einreiten will, wird mir zeitlich auch noch Einiges abverlangen, sodass für Putthamonthon nur eine kleine, schnelle Runde durch den Park bleibt.
    Herzstück der Anlage ist die riesengroße Buddha-Statue. Leider sorgen auch hier diffuses Licht und vor allem die knapp gewordene Zeit für magere Foto-Ausbeute.
    Spannend ist die Geschichte des Bildhauers, der die Statue entworfen, und gegossen hat:
    Silpa Bhirasri
    Er hieß eigentlich Corrado Feroci, war Italiener, gilt als Vater der modernen Kunst in Thailand und wurde seinerzeit eingebürgert, um ihn vor den japanischen Besatzern zu schützen.

    Wer das auch alles spannend findet:
    👉🏼 https://de.m.wikipedia.org/wiki/Phutthamonthon
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    Traveler

    So muss Reisebericht!! 👏👏

     
  • Day65

    Save the best for last I

    January 12 in Thailand ⋅ ⛅ 29 °C

    Endlich schaffe ich es zum Wat Samphran, dem Drachen-Tempel.
    Die Visite war eigentlich schon nach Ankunft im November als Tagesausflug geplant, wäre aber aufgrund der Abgeschiedenheit ein ziemliches Unterfangen geworden, das ich mir zu dem Zeitpunkt nicht antun wollte.
    Heute ist es ein kurzer Halt auf der nun wirklich allerletzten Etappe zurück nach Bangkok.
    Die beeindruckenden Fotos, die man online findet, sind für mich leider nicht zu schaffen, denn die durch Bewölkung herrschenden Lichtverhältnisse lassen das iPhone an seine Grenzen stoßen.
    Außerdem dürften für die imposanten Totalen, die den um den zylindrischen Bau geschlungenen Drachen in voller Pracht zeigen, andere Hilfsmittel verwendet worden sein. Doch beim Kampf ums beste Drachenfoto kann ich beim „game of drones“ leider nicht mithalten.

    Weitere Infos und Fotos 😜:
    👉🏼 https://www.thestupidbear.com/visiting-wat-samp…
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    Traveler

    Seeehr imposant

     
  • Day64

    Auf letzten Abwegen

    January 11 in Thailand ⋅ ⛅ 28 °C

    Noch einmal zieht es mich abseits der Hauptverbindungen durch die Plantagen und Felder. Weitläufige Agrarlandschaften im Vorzimmer des Großraums Bangkok ermöglichen verkehrsberuhigte Strampelei entlang der Bewässerungskanäle.Read more

  • Day63

    pit stop

    January 10 in Thailand ⋅ ⛅ 30 °C

    Ich fahre seit Hua Hin häufig durch staubiges Hinterland, das mein Rad erneut stark verschmutzt und komme heute zufällig an einer Waschstraße vorbei.
    Das bedeutet lediglich, dass hier Menschen mit Wasserschläuchen eingeseifte Autos und Motorräder abspritzen.
    Da ist nichts automatisiert.
    Die arbeitende Belegschaft winkt mir fröhlich zu, als ich an der Straße vorbeiziehe. Ich verstehe es als Wink des Schicksals.
    Ich bremse, fahre ein paar Meter retour, um die Frage aller Fragen zu stellen: „Wollt ihr das hier anwesende Rad unter Hochdruck säubern, bis dass der Schmutz es meidet?“
    Ja! Sie wollen!
    Sie schlauchen, scheuern und schrubben so lange, bis ich wieder erkenne, ein blaues Rad mein Eigen zu nennen .
    Leider meinen es die Herren zu gut und trocknen es im Anschluss mit irgendeiner Politur, die wahrscheinlich für Boliden und Motorräder vorgesehen ist.
    Man kann nicht alles haben.
    Zwar fahre ich jetzt blitzeblank sauber, dafür aber mit ohrenbetäubendem Gequietsche, sobald ich die Bremsen betätige. Es klingt, als hätte ich eine Armada tollwütiger Singvögel im Gepäck.
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  • Day61

    Hua Hin und weg

    January 8 in Thailand ⋅ ⛅ 27 °C

    In mir schlummert doch ein kleiner Mechaniker. 🙈
    Nachdem ich das Rad zwecks Säuberung komplett zerlegt, und befürchtet hatte, dass es ich es nie wieder richtig zusammenbauen kann, habe ich mich selber eines Besseren belehrt.
    Alles schnurrt wieder.
    Doch dazwischen war oft der Hauch einer gegenteiligen IKEA-Panik.
    Beim schwedischen Schrank – Puzzle hat man immer Angst, dass am Ende eine Schraube fehlt. Hier ist es mehr die Furcht, dass nach Abschluss ein Teil überbleibt.
    Zusätzlich habe ich das gesamte Equipment (Taschen etc.) einer Generalreinigung unterzogen. Das hat mich dermaßen motiviert, dass ich nach den erholsamen Tagen in Hua Hin schon heute meine Zelte abbrechen, und alles nach Bangkok zurückradeln werde.
    Das ist meine persönlich Zugabe, nachdem ich auf dem Weg Richtung Süden ordentlich getrödelt habe. Ich bin erst knapp davor die 1.500km zu knacken und eine Radtour UNTER dieser Marke wäre eigentlich keine richtige Radreise.
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    Traveler

    Naja - samma uns ehrlich - sind ja die 1500 km eigentlich eher a Ausflug denn a Reise… 🙈🤪

    Traveler

    Du verstehst mich! 😗 Genau so ist es! Unter 1.500km = Spaziergang. Ab 1.500 = Ausflug. Ab 2.000 wird es dann mal eine Radreise… 🧐

    Traveler

    Ich versteh das gar nicht, wie du weißt. Mir tut schon der Hintern weh, wenn ich durch die Prater Hauptallee fahr.

    Traveler

    Man muss wirklich zu allem ein Emoji dazutun. 😂 natürlich weiß ich, dass du mich NICHT verstehst… 😝 lies es nochmal mit ironischem Unterton ☺️😉 du verstehst mich 😇 Du verstehst mich 🤞🏼 Du verstehst mich🤥 Bussi 😘

    Traveler

    Lies es noch einmal mit meinem Gsicht dazu. 🤪

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  • Day55

    Der Moment, den ich lange verdrängt habe

    January 2 in Thailand ⋅ ☁️ 27 °C

    😏 Zu lange…🧽 🫧 🚲 🧼

    Zwei volle Stunden hat mich der Versuch einer Generalreinigung gekostet. Versuch! Ohne Hochdruckreiniger wird mir das wohl derzeit nicht 100%ig gelingen.
    Ich kratze immer noch Lehmreste vom anfänglichen Schlamm-Desaster aus diversen Vertiefungen.
    Das Rad hat die letzten Wochen wirklich Einiges aushalten müssen und deswegen erstelle ich zwischendurch schon die Checkliste der Dinge, die komplett erneuert werden müssen.🙄
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    Falls es doch noch etwas aus dem 3D-Drucker sein soll, sag Bescheid - Moritz steht schon in den Startlöchern! ;-) [Heidrun]

    Traveler

    😂 Danke! Ich schick ihm die Checkliste…

     
  • Day51

    Drittklassige Erstklassigkeit

    December 29, 2022 in Thailand ⋅ ⛅ 20 °C

    Ich tappe im Dunkeln.
    Noch vor Tagesanbruch packe ich meine Siebensachen, als eines der hier oft erlebten Blackouts das Packen zu einer haptischen Rätselralley ausarten lässt.
    Ein wenig als Verhöhnung wirkt dann die Rückkehr der Elektrizität just mit Sonnenaufgang.
    Ich sprinte im morgendlich kühlen Chumphon zum Bahnhof. 45 Minuten vor Abfahrt erwerbe ich mein Ticket für die Rückfahrt nach Hua Hin.
    Der Zug, den ich nehmen kann, ist ein sogenannter „ordinary-train“, weil ein solcher über einen Gepäckwaggon verfügt, in dem mein Rad transportiert werden kann.
    Nicht nur, dass diese Züge ausschließlich über 3. Klasse-Garnituren verfügen, bleiben sie auch in jeder Station, in jedem Kaff, stehen.
    37 Stationen in viereinhalb Stunden.
    Ich bin hart im Nehmen, aber diese 3. Klasse, in der das Volk eines der reichsten Monarchen dieser Erde seinen Verhältnissen gemäß leistbar reisen kann, ist für mich eine echte Herausforderung.
    Ich scheitere kläglich, den Gang zur Toilette in diesen viereinhalb Stunden zu unterdrücken.
    Wie auch?
    Mann!
    Über 50!
    Radfahrer!
    Für eine Stunde oder 90 Minuten könnte man es als exotisches Abenteuer mit leicht masochistischer Geschmacksrichtung abhaken.
    Aber fünf Stunden?
    Ja! Richtig gelesen. Fünf!
    Es glaubt wohl keiner, dass diese Züge hier pünktlich abfahren und ankommen.

    Schlussendlich bin ich der einzige Passagier, der in Suan Soan Pradipat den Zug verlässt.
    Das ist zwar zwei Stationen VOR Hua Hin, aber nur eineinhalb Kilometer von meinem etwas außerhalb gelegenen Quartier entfernt.
    Der kurze Sergio Leone-Moment an dieser Haltestelle ist der krönende Abschluss einer Fahrradreise, die mir seit 20. November unfassbare Momente, viele Tiefs, aber immer noch eine überwiegende Mehrzahl an Hochs beschert hat.
    Dieses für mich „letzte Abenteuer in unserer Zeit“, diese so reich an Eindrücken erfüllende Tour ist ein süffiger Cocktail, der an James Bond’s Wodka-Martini Präferenzen erinnert.
    Ja, es hat mich oft geschüttelt!
    Aber letzten Endes bin einfach nur gerührt.

    HAPPY NEW YEAR!
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    Traveler

    Happy New Year!!!!

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    🙏🏼 Alles Gute für 2023, lieber Peter!

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    Wann fliegst du wieder retour? Gruß aus dem Nebel

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    Dass ich rechtzeitig für den 23., 24.1. in Wien bin 😉☺️. Werde am 17.1. in der Früh ankommen.

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  • Day50

    Gone with the wind

    December 28, 2022 in Thailand ⋅ ⛅ 21 °C

    Der Morgen im letzten Quartier in Pathio.
    Nach der gestrigen 77km - challenge, die durch den immer noch anhaltenden Rückenwind leicht zu schaffen war, muss ich heute in südwestliche Richtung abbiegen, um nach Chumphon zu gelangen, wo ich morgen Früh den Zug retour nach Hua Hin besteigen möchte.
    Und siehe da!
    Da passt jemand auf mich auf 😉
    Zum ersten Mal dreht der Wind von Nord auf. Nordost. Just an dem Tag, an dem ich Kurs Südwest einschlage.
    Chumphon, ich komme!
    Schneller als gedacht.
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