• Horu - born4adventure
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Marocco

Ein paar Wochen durchreisen wir das Königreich Marokko, das westlichste der nordafrikanischen Länder, entlang der Mittelmeerküste, über das zerklüftetes Bergland bis zur Atlantikküste. Weiterlesen
  • El Jadida

    26. November 2025 in Marokko ⋅ ☀️ 17 °C

    Einst den Spitznamen Mazagan tragend, steht diese von den Portugiesen errichtete Stadt seit dem 16. Jahrhundert stolz am Meer. Die hervorragende Erhaltung seiner architektonischen Schätze und die fabelhafte Mischung der Einflüsse zwischen marokkanischer und europäischer Kultur haben ihreinen Platz auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes eingebracht.

    Ein Besuch der geheimnissvollen Zisterne mit ihrem majestätischen Gewölbe bleibt uns leider verwehrt. Die Zisterne ist geschlossen. Einige der von Orson Wells in "Othello" verwendeten Dekorationen wären dort wieder zu erkennen gewesen. Auch heute noch profitieren jedes Jahr zahlreiche Film- und Fernsehproduktionen von den Vorzügen von El Jadida.

    Wir spazieren durch enge Gassen spazieren und erhalten auf der Festungsanlage einen schönen Blick im die Medina sowie auf den Atlantik. Auf dem Markt entdecken wir herrliche Datteln und kaufen davon gleich 5 kg, ebenso komplettieren wir unser Geschirr zu Hause mit typischem, marokkanischem Keramik. Unser Ausflug hierher hat sich also gelohnt, vor allem für die Verkäufer. Weiter geht die Fahrt dem wunderschönem Atlantik entlang nach Casablanca.
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  • Rabat

    28. November 2025 in Marokko ⋅ ☀️ 12 °C

    Wir besuchen Rabat nicht nur der Stadt wegen, wir freuen uns riesig, auch Hayat und Omar in ihrem schönen Zuhause in Témara zu besuchen, Hayat‘s Mutter und ihre Nichte kommen eigens vorbei, um uns in einem kulinarischem Rundumprogramm zu verwöhnen. Es ist Freitag und damit Couscous-Tag. Am Abend gibt es Harira, Fleisch- und Spinatküchlein und Früchte, Früchte, Früchte. Es ist ein gelungener Tag voller Freundschaft hier in Marokko und das auf Schweizerdeutsch! Hayat hat über 10 Jahre bei Sam gearbeitet und Omar bei der Schweizer Post.

    Rabat ist für uns die Stadt, in der die Schätze der Vergangenheit mit den modernsten Errungenschaften zusammenkommen!

    Dazu gehören die unvollendete Moschee mit dem halbfertigen Minarett, dem sogenannten Hassan-Turm. Dieser Turm ist eines der Wahrzeichen der Stadt Rabat. Der Name des Turmes und der Moschee stammt nicht etwa von König Hassan II., sondern leitet sich ab von al-Hasan ibn ʿAlī, dem Enkel des Propheten. Der Hassan-Turm sollte ursprünglich an die 80 Meter hoch werden, jedoch der plötzliche Tod des Bauherrn veranlasste seine Nachfolger, die Arbeiten an diesem monumentalen Gebäude einzustellen. Die heutige Höhe des Turmes erreicht etwa 44 Meter. Die geplante Moschee war ein Prestige-Projekt des Almohaden-Herrschers al-Mansour, der sich mit diesem Gebäude ein Denkmal setzen wollte. Noch heute sind Teile der Mauer, ein Wald aus Säulen, sowie der zuvor erwähnte Hassan-Turm zu sehen. Auf dem gleichen Gelände, gegenüber dem Turm, befindet sich das Mausoleum von Mohammed V.

    Die archäologische Stätte Chellah ist eine der acht Komponenten von
    „Rabat, moderne Hauptstadt und historische Stadt: Ein gemeinsames Erbe“, das seit 2012 zum UNESCO-Welterbe gehört. Als wertvolles Zeugnis der marokkanischen Geschichte und kulturellen Vielfalt veranschaulicht diese Stätte drei bedeutende Besiedlungsperioden über mehrere Jahrhunderte: die erste reicht zurück in die vorrömische mauretanische Zeit, die zweite in die Römerzeit und die dritte in die islamische Zeit des 13. und 14. Jahrhunderts unter den Meriniden, als die Stätte zur königlichen Nekropole wurde.
    Diese symbolträchtige Stätte steht auch für die Werte der Verehrung, der Bestattung und der Heiligkeit.
    Neben ihrer historischen und archäologischen Bedeutung besticht sie auch durch ihre natürliche Umgebung, die ihr ein romantisches und malerisches Aussehen verleiht.

    Das Durchqueren der Mauern ist wie der Eintritt in eine andere Welt: Wir gehen zwischen antiken Überresten, wandeln in der Zeit der Meriniden, zwischen Gärten und klappernden Störchen. Wir fühlen uns wie in einer Zeitmaschine.
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  • Tanger Med

    30. November 2025 in Marokko ⋅ 🌧 15 °C

    In Asilah ist unsere letzte Übernachtung in Marocco. Leider ist es schon dunkel, und uns entgeht die Besichtigung des hübschen Städtchens. Es reicht nur noch für ein Abendessen von gehobener Klasse in einem „französischen“ Restaurant. Sam‘s Dorade wird mit Rösti serviert, meine bestellten Teigwaren mit pochiertem Gemüse entpuppen sich als Nasi Goreng. Hauptsache: es hat uns geschmeckt, wichtige Nebensache: der Wein war gut!

    Am nächsten Morgen erwachen wir inmitten eines Sees! Seit drei Stunden regnet es, und wie! Sinnflutartig füllen sich alle ausgetrockneten Flussbette und plötzlich steht uns das Wasser - und nicht der Sand - bis zum Hals. Schwierig, ohne Schlauchboot die Toilettenräume zu erreichen, zudem liegen die Stromzufuhren unserer Camping-Nachbarn im trüben Gewässer, was ein bisschen bedrohlich auf mich wirkt. Ich erreiche aber die Toilette unversehrt und komme auch ohne Dauerwelle wieder zurück.

    Um 11.00 Uhr erreichen wir den Hafen in Tanger Med, zwei Stunden bevor wir nach Europa übersetzen. Alles läuft wie am Schnürchen (oder Tau). Fahrzeug scannen, die Drogenhunde zeigen zum Glück kein Interesse an unserem Fahrzeug und ziehen kaltschnäuzig zum nächsten weiter. Vor uns scheint etwas im Dachgepäck nicht in Ordnung zu sein. Zwei komische Jungs mit originellem Gepäck, verklebt und unübersichtlich. Viel Spass, wir können zum Glück überholen. Die Fähre legt sogar überpünktlich 10 min zu früh ab. Bei der Überfahrt lernen wir noch Dani und Miguel aus Zaragoza kennen. Sie fahren 2 x jährlich mit ihrem Special-Mini-Toyota nach Marocco, um durch die Sanddünen zu preschen, 7000 km in 2 Wochen, das ist beachtlich. Mehr unter www.lacabraraid.com. Falls wir mal mit einem crazy T-Shirt umherlaufen; es ist ein Geschenk der beiden.

    Wir erreichen das Festland in Algeciras und fahren noch weiter bis nach Malaga, wo wir unser Lager im Trockenen aufschlagen.
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  • Malaga

    1. Dezember 2025 in Spanien ⋅ ⛅ 12 °C

    Um 10.00 Uhr erreichen wir das Zentrum von Malaga. Nach einer gefühlten Ewigkeit auf der Suche eines Parkplatzes, müssen wir beinahe kapitulieren. Parkhäuser mit 2.10 m Höhenbeschränkung kommen nicht in Frage. Da bleiben uns nur noch die seitlichen Strassenparkplätze, auf welche offensichtlich ein richtiger Run ist. Da wird sogar angestanden, inklusive Strassenblockade. Die Kunstlust auf Picasso vergeht uns beinahe. Letzter Versuch: Wir erweitern unseren Such-Radius um vier Kilometer und finden einen Platz ohne Höhenbeschränkung. Auch hier ist Glück gefragt. Ich steige aus, denn zu Fuss bin ich schneller am Geschehen (will heissen, da, wo ein Platz frei wird). Und siehe da, um die Ecke bewegt sich ein Auto unauffällig aus seiner Reserve. Geschnappt, eingeparkt. Uber funktioniert super, und eine halbe Stunde später als geplant, stehen wir im Museum. Mittlerweile hätten wir dafür fast jeden Parkplatzpreis bezahlt - unser war aber gratis.

    Pablo Picasso wird für die Erforschung einer Vielfalt an Stilen und Themen aus künstlerischen Traditionen weltweit gefeiert. Diese Betonung der Diversität seiner Werke verdeckt die grundlegende Einheit seiner Kunst. Die Ausstellung lädt uns ein, einige seiner kreativen Wege zu beschreiten, auf denen Picasso den Kubismus, Klassizismus und andere Schaffensperioden miteinander verwebte, und bietet uns so die Gelegenheit, Picasso als Ganzes zu betrachten. Die Ausstellung gliedert sich in fünf thematische Schwerpunkte, welche die besonders wichtigen Momente seiner Karriere beleuchten.

    Unsere Odyssee der Parkplatzsuche hat sich absolut gelohnt! Was für eine atemberaubende Ausstellung über die ausserordentliche Künstlerlaufbahn von Pablo Diego José Francisco de Paula Juan Nepomuceno María de los Remedios Cipriano de la Santísima Trinidad Ruiz Picasso! Nach drei Stunden sind wir nicht mehr aufnahmegähig.

    Kulturwechsel: - wir schlendern noch durch Malagas wunderschöne Altstadt, kaufen T-Shirts und essen Tapas. Bei Unserer Tückkehr steht Horu noch unversehrt auf dem Parkplatz, zum Glück, denn gemäss Google-Rezessionen weiss ich jetzt, woher all die weissen Glasscherben auf dem Boden hier stammen.
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  • Teruel

    2. Dezember 2025 in Spanien ⋅ ☁️ 7 °C

    Unsere Fahrt fürt uns an Almería vorbei, einer Provinz im südlichen Spanien. Sie gilt als eines der wichtigsten Zentren für den Gemüseanbau in Europa. Mit einer beeindruckenden Fläche von etwa 30’000 Hektar an Gewächshäusern produziert die Region jährlich Millionen Tonnen an frischem Gemüse für den Export. Almería wird oft als „Mar de Plástico“ bezeichnet, da die Landschaft von Gewächshäusern von Kunststoffplanen geprägt ist.

    Insbesondete Tomaten, Paprika, Gurken, Zucchini und andere Gemüsesorten haben ihren Ursprung hier. Trotz dieser Erfolgsgeschichte gibt es jedoch auch Herausforderungen, insbesondere in Bezug auf Nachhaltigkeit und Umweltauswirkungen. Uns genügt schon die Aussicht auf Plastik!

    Um 16.30 Uhr erreichen wir Teruel und übernachten auf einem Gratis-Stellplatz, gleich neben dem Einkaufszentrum. Der Platz ist überraschend voll mit Nationen aus Spanien, Frankreich, England, Niederlande, Belgien, Deutschland und Horu aus der Schweiz (und das, gemäss Nummernschild, erst auf den 2. Blick erkennbar). Es ist kalt, empfindlich kalt, in der Nacht soll das Thermometer unter Null sinken. Wir wärmen uns noch ein bisschen im „Alcampo-Einkaufscenter“ auf. Wir werden dieses sogar ein 2. Mal aufsuchen, da unsere Suche nach einem geöffneten Restaurant um 19.00 Uhr fehlschlägt.
    Wir werfen die Heizung an und geniessen spanischen Wein, spanischen Käse und Restoliven aus Marocco in unserem „Schlafzimmer“.
    Beim Google-Sightseeing stosse ich noch über Europas grössten Flugzeugparkplatz- und friedof in Teruel. Aufgrund der günstigen Mietkosten und geeigneten klimatischen Bedingungen (wenig Regen und gemässigtes Klima) ist Teruel Standort mit grosser Nachfrage zum Abstellen von temporär nicht benötigten europäischen Flugzeugen, etwa in Krisenzeiten. Auch das Zerlegen und Verwerten von letztlich nicht mehr benötigten oder zu unwirtschaftlich gewordenen Flugzeugen, der Verkauf und Versand von Ersatzteilen sowie die Verschrottung von ausgedienten Flugzeugen findet gleich in der Nachbarschaft des Flughafens statt. Auch das von der Deutschen Bundesregierung ausgemusterte Regierungsflugzeug vom Typ Airbus A340, die „Konrad Adenauer“ (2012-2023) wurde – nachdem die Lufthansa Technik diese im März 2024 erworben hatte – zur weiteren Verwertung nach Teruel verbracht.

    Wir haben gut (und warm) geschlafen und ziehen weiter in die nächste Weinregion.
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  • Salles

    3. Dezember 2025 in Frankreich ⋅ 🌧 8 °C

    Nach einer wettertechnisch sehr abwechslungsreichen Fahrt, erreichen wir die Kleindtadt Salles, südlich von Bordeax gelegen. 1902 wurde hier ein Werk zur Destillation von Harz der See-Kiefer und Herstellung von Kolophonium errichtet. Kolophonium, genannt auch Geigenharz, ist ein gelbes bis braunschwarzes, durch Destillation aus dem Baumharz (vor allem von Kiefern) gewonnenes Produkt mit muscheligem Bruch und Glasglanz mit breit gefächerten Verwendung. Z. B. als Aktivator beim Weichlöten, Schutzlackierungen für Leiterplatten, als Bogenharz für den Haftgleiteffekt bei Streichinstrumenten, für Farben und Lacke, in der Antike als Bestandteil für reinigende Salben, im Klettersport um dir Haftung zu verbessern, ebenso im Gewichteben und Handball, als Brazilian Hafting, aromatisches Räucherwerk, und und und…- wie erfinderisch der Mensch doch ist.

    In Salles finden wir endlich ein Restaurant, welches geöffnet hat und erst noch gut ist. Natürlich begleitet uns beim Essen ein Glas Bordeaux, denn der heutige Fahrtag von 623 km war infolge heftigen Regenfällen und eingeschränkter Sichtverhältnisse sehr anstrengend.
    Nächste Langstrecke nach Lyon folgt morgen.
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    Ende der Reise
    5. Dezember 2025