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Südinsel Neuseeland

Päättymätön seikkailu — The.resa.95 Lue lisää
  • Tag 227

    27. elokuuta, Uusi Seelanti ⋅ ☁️ 10 °C

    Jetzt ist's richtig greislige Wetter angekommen - Regen, Sturm, kalt, ohne Lichtblick oder Pause. Ein Autotag ist angesagt - lesen, lernen für'n Rettungssanitäter (hab da von meinem Bereitschaftsleiter eine Buchempfehlung bekommen und bilde mich schonmal bissel weiter), Musik und Film, ...

    Übernachtung:
    Colac Bay, Riverton
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  • Tag 226

    26. elokuuta, Uusi Seelanti ⋅ ☁️ 10 °C

    Dicke Wolken, Temperaturrückgang, Wind und ein paar Regenschauer machen's Aufstehen schwer und ziehen sich durch den Tag.

    Verschiedene Buchten und Stopps angefahren:
    1. Curio Bay: Leider bei dem Wetter keine Delphine und Pinguine gesehen und dank der starken Wellen auch den versteinerten Wald aus dem Jura-Zeitalter nicht entdecken können.

    2. Slope Point: Südlichster Punkt der Südinsel Neuseelands. Was für ein Wellengang - die Gischt ist teils bis über die Klippen (einige Meter hoch) geschlagen.

    3. Waipapa Point Lighthouse: Einer von noch zwei original in Neuseeland aus Holz erbauten Leuchttürmen, umgeben von schlafenden Robben und eigentlich auch wieder Pinguinen, die sich aber nicht blicken ham lassen.

    4. Bluff - Stirling Point: Als Gegenstück zu Cape Reinga auf der Nordinsel steht hier ein großes Schild mit den Entfernungen zu bekannten Städten auf der ganzen Welt und man kann bei gutem Wetter bis auf Stewart Island schauen (heute also nicht, obwohl's am Nachmittag deutlich schöner wurde).

    Schlafplatz wieder direkt am Meer in der nächsten Bucht.

    Übernachtung:
    Colac Bay, Riverton
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  • Tag 225

    25. elokuuta, Uusi Seelanti ⋅ ☁️ 12 °C

    Ich werd alt - wenn man sich nach'm schlafen nicht mehr rühren kann, ist das ein eindeutiges Anzeichen 😅 Ab in die Drogerie, ein Wärmepflaster muss her.

    Am Chrystal Beach (feine, kleine Steinchen in warmen Erdtönen) und Cook Head (kleiner Hügel am Strand aus Basaltsäulen) einen langen Spaziergang gemacht. Komplett durchnässt - die Wellen waren schneller als ich und höher als erwartet - barfuß, mit vollgesogenen tropfenden Birkis den Rückweg gesucht. Um zurück zum Auto zu finden schlussendlich den eigenen Fußspuren gefolgt, nach vier fehlgeschlagenen Versuchen den Weg durch's Gestrüpp zu finden.

    Erstmal für'n Buckl und zum Aufwärmen eine heiße Dusche angesteuert.

    Dann wieder weiter zum Nugget Point Lighthouse - der Wind blost und ersetzt an Föhn.

    Da s'Wetter noch überraschend gut hält (nur paar vereinzelte Tropfen) auch noch an die Purakaunui Falls gestiefelt.

    Mit super Aussichten über eine hügelige Küstenstraße zum nächsten Schlafplatz.

    Übernachtung:
    Waikawa Recreation Reserve
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  • Tag 224

    24. elokuuta, Uusi Seelanti ⋅ 🌙 10 °C

    Früh aufgewacht und direkt an den Strand zurückgekehrt. Der Wind hat nachgelassen und es ist zwar frisch, aber vergleichsweise warm.

    Direkt los gestartet an den "Shag Point" - sich in der Morgendämmerung räkelnden Robben zuschauen und den Sonnenaufgang genießen.

    Dann zum Doctor's Point Cave, einen kurzen Strandspaziergang und die ersten Blüten entdecken.

    In Dunedin die steilste Straße der Welt (laut Guinness Buch der Rekorde) - Baldwin Street - mit 35% Steigung begangen.

    Die "Pyramiden" im Okia Reservat umwandert und dabei auf Basaltsäulen und eine Pflanze mit gelben Früchten (nach kurzer Recherche wohl ein Känguruapfel) gestoßen.

    Am Taiaroa Head Lighthouse Ausschau nach Albatrossen gehalten, aber keine entdeckt. Dafür davor wieder hunderte schwarzer Schwäne und sonstige Vögel, sowie fluffige Schafe.

    Zum Abschluss noch zum Tunnel Beach. Der original erhaltene Zugang zum Strand durch einen handgegrabenen Tunnel im Gestein wurde in den 1870er Jahren durch John Cargill für seine Familie geschaffen.

    Übernachtung:
    Ocean View Beach Reserve, Brighton/Dunedin
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  • Tag 223

    23. elokuuta, Uusi Seelanti ⋅ 🌙 9 °C

    Am Morgen blitzt noch ein bisschen aufgehende Sonne durch die Wolken, eine Stunde später Graupelschauer und Sturm, Weltuntergangsstimmung - Wetterkapriolen schlimmer als im April. Gegen Mittag war's zumindest wieder trocken, nur der Wind ist geblieben.

    Auf zu den Alpakas bei den Moeraki Boulders zum Streicheln und Füttern. Dann an den Strand zu den Gesteinsformationen: "Die Moeraki Boulders sind eine Anzahl ungewöhnlich großer kugelförmiger Konkretionen an der Koekohe Beach an der Küste von Otago auf der Südinsel Neuseelands zwischen Moeraki und Hampden. Die grau gefärbten Septarien liegen einzeln oder in Gruppen an der Küste. Die Steine unterteilen sich hinsichtlich ihrer Größe deutlich in zwei Gruppen: etwa ein Drittel hat 0,5 bis 1 Meter Durchmesser, die restlichen zwei Drittel 1,5 bis 2,2 Meter. Die Mehrzahl ist nahezu perfekt kugelförmig. Analysen unter Verwendung von optischen Verfahren, Kristallstrukturanalyse und Elektronenstrahlmikroanalyse stellten fest, dass die Kugeln aus Schlamm, feinem Lehm und Ton bestehen, die von Calcit zusammengekittet werden." (Wikipedia)

    Am Katiki Point Lighthouse entspannen sich die Robben bei dermaßem starkem Wind, dass ich mich tatsächlich dagegen legen konnte ohne umzufallen 🌪️ Die lassen sich echt von Nichts aus der Ruhe bringen und das glatte Fell ist wohl perfekt aerodynamisch.

    Heute Nacht wieder am gleichen Campingplatz mit Sicht direkt auf's Meer. Kurz noch sandstrahlen lassen am Strand - wichtig an Mund geschlossen zu halten, sonst knirschts ganz nett 😅

    Man merkt, dass ich wieder auf Meereshöhe und ohne umgebende Berge angekommen bin und's mit großen Schritten Richtung Frühling geht - die Temperaturen sind deutlich angestiegen und die Tage sind länger.

    Übernachtung:
    Katiki Beach North, Palmerston
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  • Tag 222

    22. elokuuta, Uusi Seelanti ⋅ 🌧 5 °C

    Eigentlich hatte der Wetterbericht richtig richtig greißlig vorausgesagt 🤔 und ich dachte mir perfekt, lass ma's nach der Wanderung wieder ruhig angehen und mach ma an "Haushalt". Naja, es kommt ja irgendwie immer anders - nur am Vormittag ein paar ganz kurze Regenschauer und bisserl windig, aber ansonsten sogar besser als gestern. Trotzdem erstmal in Ruhe frühstücken, dann Wäsche waschen und in die Stadt zum Bummeln.

    Do geht's zua 🫣 Massen an Touristen, ein Souvenirladen am nächsten, dazwischen Sportgeschäfte und Erlebnis-/Abenteueranbieter, Restaurants und Bars, ... Puh, viel zu viel Trubel! Aber für einen Nachmittag geb ich mir das Ganze, schau in ein paar Lädchen (auch wenn ich schon weiß, dass ich eh nichts kaufen werde), war im botanischen Garten und hab nen Burger und ein Eis gegessen. Und ja ich weiß, ich bin auch ein Tourist, aber eine andere Art als der Großteil derer in Queenstown - nicht so gehetzt, laut, künstlich, ...

    Dann noch den Großeinkauf angeschlossen und spontan für die Flucht ans Meer entschieden 😅 Also im Dunkeln auf'm Parkplatz für die Nacht direkt am Strand angekommen und mit sanftem Meeresrauschen im Hintergrund schlafen gegangen.

    (Zwei große Wanderungen rund um Queenstown heb ich mir für wärmere Zeiten auf, die san dann nämlich mit Zelt- oder Hüttenübernachtung.)

    Übernachtung:
    Katiki Beach North, Palmerston
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  • Tag 221

    21. elokuuta, Uusi Seelanti ⋅ ☁️ 2 °C

    Nach einer kurzen Nacht (a paar Halbwüchsige ham gmeint es wär bsonders witzig um drei Uhr nachts auf'm Parkplatz zu driften und mit'm BMW Motor anzugeben) heut ausnahmsweise bisserl später los auf'n Berg und zerst am See gefrühstückt.

    An der Talstation der Skyline Gondola gestartet (zahl doch keine 35€ für 450hm) und die ersten 2km bergauf durch wirklich greisligen Baustellen Wald (die Seilbahn wird wohl vergrößert) unter zig Ziplines (ähnlich unseren Klettergärten, aber ohne Klettern und nur aneinander gereihte Seilrutschen von der Bergstation bis ins Tal) aufgestiegen. Von da an dann über dermaßen batzige Pfade, dass es bis nauf zur Jacke gespritzt und jeder Schritt gschmatzt hat. Die letzten Kilometer dann Gott sei Dank wieder auf Eis und Schnee bis auf den Gipfel des Ben Lomond. Heute ziemlich bewölkt, aber trotzdem super Aussicht auf verschiedene Bergketten drumherum, Queenstown und den See. Im Abstieg natürlich im Batz eine kurze Rutschpartie hingelegt und hing'setzt - zumindest landet ma da weich und s'gibt keine blauen Flecken und waschen muss ich sowieso.

    Dann kurzer Schock im Parkhaus - 18€ für sechs Stunden (ich hasse Touri Städte). So wird auch wandern teuer 😅 Die Begeisterung ist dann gleich nochmal gestiegen als ich festgestellt hab, dass es in und um Queenstown genau zwei Duschmöglichkeiten gibt und bei beiden die Bewertungen eher so naja sind. Aber hilft ja nix - besser eine laue Dusche, als keine. Danach im Auto eingekuschelt um wieder warm zu werden und überraschenderweise gar ned so hie 😎 Es wird (nur meine Knie san leider alt oder verschleißt und maulen bisserl).

    Übernachtung:
    Howards Drive Carpark, Lake Hayes
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  • Tag 220

    20. elokuuta, Uusi Seelanti ⋅ ☀️ 1 °C

    Dichter Nebel liegt ums Auto und alles dick gefroren. Trotzdem ein letztes Mal zum Lake Wanaka gestartet. Beim Bäcker ein Croissant geholt und Frühstück bei Sonnenschein zum Abschied am See. Fällt mir irgendwie schon schwer die Region zu verlassen, war nach einer Woche jetzt angekommen 😅 Wahrscheinlich braucht's aber nur ein neues Highlight und ich verliebe mich in die nächste Region.

    Über den "Crown Range" Pass nach Queenstown mit zwei kleinen Stopps: Bradrona (= Zaun mit BHs um auf Brustkrebs aufmerksam zu machen und Spenden zu sammeln) und Cardrona (= eins der ältesten Hotels Neuseelands). Von traumhaft schönem Wetter zurück unter die Wolkendecke, die sich aber schnell verzogen hat.

    Einen Abstecher nach Arrowtown gemacht - Goldgräberstadt mit vielen erhaltenen Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert. Viele viele Touris, aber wirklich nette Geschäfte, Cafés und Lokale.

    Am Lake Hayes mittags gekocht und die Wartezeit bis das Wasser kocht genutzt um das Auto mal wieder rauszuputzen.

    Die Region um Queenstown ist bekannt für Abenteurer - alles, was auf irgendeine Art und Weise Adrenalin verspricht - Gleitschirmfliegen, Bungee jumpen, Fallschirmspringen, Mountain Gokart, uvm. Am Kawarau River hab ich den Schnellbooten bisserl zugschaut, aber des wär mir jetzt im Winter echt zu nass und kalt. Irgendwas werd ich mit Sicherheit auch machen, aber noch nicht entschieden 😁

    Spätnachmittags dann noch auf den Queenstown Hill gewandert um einen ersten Blick über die Stadt und den Lake Wakatipu zu erhaschen.

    Ich weiß auf alle Fälle schon, dass ich die Stadt soweit möglich meiden werde - Menschenmassen und Verkehr ohne Ende.

    Übernachtung:
    Howards Drive Carpark, Lake Hayes
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  • Tag 219

    19. elokuuta, Uusi Seelanti ⋅ ☀️ 10 °C

    Mit einer zunen Nase aufgewacht und leichtes Halskratzen - scheinbar bisserl verkühlt gestern. Erstmal für die ersehnte Dusche zurück nach Wanaka. Kein großer Muskelkater (s'rechte Wadel zwickt bisserl), der blaue Fleck ist nochmal nachgedunkelt und a paar neue dazugekommen (bei vielen weiß ich gar nicht woher 😅), keine neuen Blasen - mein Körper gwohnt sich so langsam an die höhere Belastung.

    Dann in der Chocolaterie, in der ich schon frühstücken war, ein Eis geholt - eigentlich "nur" zwei Kugeln, aber wären bei uns daheim mindestens vier gewesen. Und noch viel besser - man kann davor erstmal probieren bevor man sich für Sorten entscheidet 😏

    Ein Gefühl von Frühling liegt in der Luft - die Bäume treiben aus und werden saftig grün, Hummeln und Bienen summen an den Blüten der Büsche, in der Sonne ist's angenehm warm und's erste Mal seit langem, zumindest kurzzeitig, ohne Daunenjacke am See gesessen (trotzdem noch mit Top, Langarmshirt und Pullover). Nach dem Lake Wanaka nochmal an den Lake Hawea mit den vielen Flippersteinen zum Spazieren gehen.

    Eine letzte Nacht in der Wanaka Region - damit hab ich alle kostenlosen Übernachtungen ausgereizt und kann 30 Tage nicht zurückkommen bzw. müsste dann auf gebührenpflichtige Campingplätze ausweichen.

    Morgen zieh ich also weiter...

    Übernachtung:
    Red Bridge Reserve, Lake Hawea
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  • Tag 218

    18. elokuuta, Uusi Seelanti ⋅ 🌙 -6 °C

    In der Morgendämmerung zurück Richtung höchster Berg Neuseelands, in den Aoraki Nationalpark. Laut Internet sollten für die Mueller Hut Wanderung 8-10 Stunden eingeplant werden also lieber früher, als zu spät los (vor allem jetzt im Winter).

    Der Aufstieg zum Mueller Hut über Sealy Tarns beinhaltet in der ersten Hälfte laut Internetberichten 2200 Stufen (hab's nicht nachgezählt, aber könnte hinkommen 🥵 und was für Stufen - teils kniehoch, teils eher wie eine Leiter). Danach ging's ein kurzes Stück kraxelnd über Felsen und dann direkt ab in den Schnee. Und was für Schnee 🥰 Von der Nacht noch schön griffig, harschig ließen sich leicht Tritte reinschlagen und dank Stöcken und Grödel den eisigen Partien getrotzt. Bald keine Routenmarkierungen mehr zu finden (Stöcke vom Schnee bedeckt) und einfach nur noch den Spuren früherer Wanderer gefolgt. Die hatten sich leider für eine recht direkte, bestimmt kürzeste Distanz, aber dafür beinahe g'rad nach oben und dadurch ziemlich gache Route entschieden. Aussicht, Schnee und Wetter (alles glitzernd dank dünner Schicht Pulverschnee, klare eisige Luft und weite Sicht, die Gletscherseen auf der einen Seite die höchsten Berge auf der anderen) lassen jede Anstrengung sofort wieder vergessen und machen's zu einem unvergesslichen Erlebnis! Scheint eine ähnliche Endorphin-Amnäsie wie bei der Geburt zu sein 😅 (sonst würde man's sich wahrscheinlich auch nicht regelmäßig freiwillig wieder antun). Die ganze Zeit ein breites Grinsen im Gesicht, Hochgefühl und nur am staunen, genießen, Heimatgefühl, einfach nur WOW - in die Berg fühl ich mich am lebendigsten ♥️

    Die Hütte beinhaltet zwei große Matratzenlager und eine geräumige Küche mit Speisesaal und wäre der perfekte Ausgangspunkt für Ski- oder Bergtouren (vielleicht komm ich nochmal wieder). Nach einer ausgiebigen Pause und Brotzeit auf der Terrasse, mit Blick auf große und kleine Lawinen am Hang gegenüber, schweren Herzens den Abstieg angetreten.

    Die Grödel waren da leider nicht mehr hilfreich - der Schnee von der Sonne zu pappig und mit großen Klumpen an den Schuhen rutscht man und hat gar keinen Grip mehr. Also Grödel aus und mit Stöcken ausgestattet die Fersen hart in den Schnee setzen. Ski oder Gleitschirm wären das Mittel der Wahl gewesen, aber leider beides daheim 🙄 Dann dank alter Spuren auf die Idee gekommen quasi runter zu rodeln - wofür hab ich denn meine Skihose an. Holprig (meine blaue Hüfte fand's ned ganz so gut), aber was für a Gaudi - so geht's deutlich schneller und macht außerdem vui mehr Spaß! Die schlimmsten, steilsten Stellen also im Handumdrehen überwunden nur noch die Stufen (wollten gar nicht mehr enden) und schon wieder zurück im Tal.

    Dann noch einen kurzen Abstecher zum Kea Point angeschlossen, wo sich aber leider keine Keas blicken ham lassen und zurück zum Auto. Ich war alles zusammen inklusive der vielen vielen Pausen für Fotos und Mittagessen keine 7,5 Stunden unterwegs.

    Puh, maushie aber was für ein Tag! A heiße Dusche wär a Sach, muss aber leider bis morgen warten - hier gibt's keine. Also nur zurück an den Lake Pukaki, Abendessen kochen und den Sonnenuntergang beobachten, dann warm einpacken und ab ins Bett.

    Übernachtung:
    Lake Pukaki Reserve, Aoraki Mt Cook
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  • Tag 217

    17. elokuuta, Uusi Seelanti ⋅ ☀️ 2 °C

    Absolut plan- und ratlos in den Tag gestartet: Wo fahr ich als nächstes hin, was mach ich kurz- und aber auch längerfristig (Arbeit oder Woof suchen vielleicht bevor's dann Sommer wird), eigentlich bisserl reisemüde (man glaubt es nicht, aber kostet auch ganz schön Energie jeden Tag tausende Entscheidungen zu treffen, keinen Alltag und Routinen zu haben, immer alleine zu sein), aber noch so viel zu sehen und zu machen...

    Also wieder einen Tag um einerseits den Blessuren (Blasen und Hüfte - handteller großer blauer Fleck) von gestern eine kleine Pause zu gönnen und andererseits zur Ruhe zu kommen und die Gedanken zu sortieren. Dazu erstmal in der lokalen Chocolaterie gefrühstückt und danach an den Lake Wanaka gesetzt und Internetseiten/-foren gewälzt (Jobs, Woof, Wetter, Reiseziele, Campgrounds, ...).

    Resultat: Die nächsten zwei Tage wird's Wetter noch gut, dann min. eine Woche durchwachsen, also ausnutzen und planen verschoben 😅 Am frühen Nachmittag zweihundert Kilometer zurück in den Aoraki Nationalpark gefahren für noch eine ausstehende, sehr wahrscheinlich wintergeeignete Bergtour. Abends zum Sonnenuntergang derat (taub), weil davor zwei Stunden am See entlang mit lautester Musik auf den Kopfhörern allein auf weiter Flur tanzend und singend spazieren gegangen - das Leben ist schön 😎

    Übernachtung:
    Lake Pukaki Reserve, Aoraki Mt Cook
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  • Tag 216

    16. elokuuta, Uusi Seelanti ⋅ ⛅ 0 °C

    Die Sonne scheint wieder, nur der eisige Wind ist geblieben.

    Ab auf den nächsten Gipfel - Isthmus Peak. Bisher längste Bergtour mit den meisten Höhenmetern auf der Südinsel (16km mit 1150 hm), aber sowas von lohnenswert! Der Rundumblick auf die schneebedeckten Gipfelketten, Lake Hawea und Lake Wanaka 🥰

    Oben alle Wege dick vereist, spiegelglatt und umgeben von Schnee. Die Grödel kamen auf'm Runterweg nochmal zum Einsatz, da läuft's sich dann deutlich gmiatlicher und sicherer ohne groß nachzudenken oder Schritte gezielt setzen zu müssen. Morgen trotzdem wieder um ein paar blaue Flecken reicher, vor allem an der Hüfte - ein großer Fels, perfekt für die Brotzeit, aber leider eisglatt hat mich, grad am Gipfel angekommen, zu Boden gebracht (Gott sei Dank hat's niemand gesehen, da war ich noch allein). Alle mitgetragenen Lagen zur Pause wieder angezogen und trotzdem recht schnell ein Eiszapfen.

    Unten dann nur noch zum wieder Warmwerden zurück in die Stadt duschen.

    Übernachtung:
    Red Bridge Reserve, Lake Hawea
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  • Tag 215

    15. elokuuta, Uusi Seelanti ⋅ ☁️ 2 °C

    Ruhetag, dem Wetter angepasst - ein eiskalter Wind, Regen und graue Wolken waren heute die perfekte Ausrede um nichts Großes zu tun.

    Dafür an den Lake Hawea gefahren um mit schöner Aussicht faul zu sein. Einen Spaziergang am Kiesstrand gemacht mit unendlich vielen flachen perfekten Steinen zum Flippen, was ich aber leider überhaupt nicht beherrsche und auch nach einigen Testwürfen keine Besserung eingetreten ist 😅

    Nochmal in die Stadt zum Einkaufen für die nächsten Tage und danach gekocht. Ansonsten aufwärmen und warm halten im Auto mit Filmen, Musik, lesen, rätseln, Fotos aussortieren, und und und...

    Übernachtung:
    Camp Hill Road Carpark, Hawea
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  • Tag 214

    14. elokuuta, Uusi Seelanti ⋅ ☀️ 0 °C

    Zur Abwechslung mal wieder eine klare und eiskalte Nacht, in der Früh alles glitzernd gefroren. Dafür erwartet mich Kaiserwetter - strahlend blauer Himmel ohne auch nur eine Wolke und Sonnenschein pur.

    Rob Roy Glacier Track die Zweite plus, bei dem Wetter, eine kleine Kraxelei über Stock und Stein zum/über den Fluss und den Wasserfällen am Berghang. Mal wieder festgestellt, dass Stein mein Element ist da fühlt es sich erst so richtig nach Berg an und ich viel zu wenig zu Geologie weiß (so viele verschiedene Gesteinsarten auf einem Haufen?!). Auf einem großen Felsen in der Sonne bisserl Pause gemacht. Dann ein lautes Krachen - direkt unterm Gletscher hat sich eine große Lawine gelöst und rauscht über die Felsen - beängstigend und beeindruckend zugleich.

    Auf'm Rausweg neun Flussläufe durchgequert und meinen Autounterboden gewaschen. Außerdem an einem der vielen Wasserfälle angehalten (Wishbone Fall). Dank der Kombination aus Sonne und stäubendem Wasser san wieder Regenbögen ohne Ende entstanden.

    Für ein spätes Mittagessen am See angehalten, gekocht und einen Verdauungsspaziergang angeschlossen.

    Dann zurück in die Zivilisation - nach Wanaka - wo's am Wochenende zwar echt zugeht, aber trotzdem eine total entspannte Atmosphäre herrscht. Der See mit sanften Wellen, die zeternden Möwen und Enten ohne Ende, spielende Kinder, badende Hunde, jazzige Live Musik auf der Terrasse einer der vielen Bars an der Promenade, langsam untergehende Sonne über dem See - was will man mehr.

    Übernachtung:
    Camp Hill Road Carpark, Hawea
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  • Tag 213

    13. elokuuta, Uusi Seelanti ⋅ 🌫 3 °C

    Ein neuer Tag, ein neuer Berg 🫶

    Dem Wetterbericht nach gibt's am Vormittag noch ein kleines Regenrisiko und ab mittags ist's stabil. Also auf geht's in den Aspiring Nationalpark. Die Wolken und Nebelfetzen teilweise noch in den Hängen und auf den Wiesen, aber vielversprechend. Die abenteuerliche 30km Gravelroad mit ein paar Flussquerungen und kurzer Verkehrsbehinderung (waren noch lange nicht alle Schafe auf'm Video, des hat gar nicht mehr aufgehört) gemeistert (mein armes Auto 😬). Dann erstmal frühstücken, viel zu früh dran für die ausstehenden Schauer.

    Leicht bewölkt und ohne eintreten der vorhergesagten Schauer am späten Vormittag gestartet und schon zwei Kilometer später die Regenjacke rausgeholt und den Rucksack wasserfest verpackt. Der Plan ist nicht aufgegangen 😅 Naja, bin ja ausgerüstet und so leichtes Regenwetter hat ja schon auch seinen Reiz - also weiter. Am Ziel mit vielen kleinen, durch den Regen verstärken, Wasserfällen und einem Blick auf den Rob Roy Gletscher belohnt worden - wieder ein absoluter Wow Moment (trotz strömendem Regen)! Den Rückweg in der Hoffnung auf besseres Wetter rausgezögert bis es mir zu kalt wurde und ich dann doch wieder losgezogen bin. Ca. 2km vorm Auto dann (wie beim Aufstieg nur umgekehrt) die zuvor ersehnte Wetterbesserung - hätt' jetzt nicht mehr sein müssen, so ärger ich mich nur zu früh gestartet zu sein.

    Trocken legen und Suppe heiß machen, aufwärmen und nochmal raus natürlich - jetzt ist's ja schön. Die Sandflys sind schon wieder lästig, nichtmal im Winter hat man seine Ruhe. Ich bleibe eine Nacht und werde die gleiche Wanderung morgen nochmal machen.

    Übernachtung:
    Rasperry Flat Carpark, Mt Aspiring
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  • Tag 212

    12. elokuuta, Uusi Seelanti ⋅ 🌧 4 °C

    Am Morgen etwas unentschlossen da der Wetterbericht ab mittags Regen sagt, ich aber eigentlich gerne was machen würde. Also für eine kurze Wanderung zum Rocky Mountain Lookout vorbei am Diamond Lake entschieden. Was für eine Aussicht auf den Lake Wanaka und die umliegenden Berge. Weg wie immer dezent feucht und matschig 😅

    Von oben am Berg gegenüber einen Wasserfall entdeckt und auf Google Maps herausgefunden, dass das die Twin Falls sind. Bis ich dann da angekommen bin hat's auch schon s'regnen angefangen und ich hab nur einen kurzen Spaziergang zum Wasserfall gemacht.

    Danach auf Empfehlung von Lisa (letztes Jahr in Neuseeland kennengelernt und bisserl gemeinsam gereist und gewandert, kommt aus Kanada und ist leider inzwischen wieder daheim) in B.social, eine kleine lokale Brauerei mit Restaurant, eingekehrt. Vier verschiedene Craftbiere empfehlen lassen und verkostet. Um dem Alkohol entgegen zu wirken au no was gscheids dazu gegessen - hab ja daheim scho nix vertragen, aber ohne FW und Bereitschaft ist's jetzt nochmal deutlich schlimmer geworden 😄 Ich war sehr positiv überrascht von den Bieren und würde zwei davon jederzeit kaufen und trinken.

    Um den Restalkohol abzubauen und nachdem der Regen wieder aufgehört hatte, noch am See spazieren gegangen zum Wahrzeichen Wanakas - dem Baum im Wasser 🤷‍♀️ Ist jetzt nichts besonderes, aber wenn man schonmal da ist, schaut man sich's halt auch an (mit den min. 50 posierenden Asiaten).

    Noch ein Stück Schoko-Karamell-Kuchen auf'm Rückweg zum Auto gegessen und nach'm Sonnenuntergang wieder zum nicht schönen, aber praktisch gelegenen Parkplatz für die Nacht.

    Übernachtung:
    Wanaka Recreation Center
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  • Tag 211

    11. elokuuta, Uusi Seelanti ⋅ ☁️ 2 °C

    In dichtestem Nebel aufgestanden und auch die nächste Stunde kein aufreißen. Erst in Lindis Pass kam dann wieder die Sonne raus und ich hab einen Frühstücksstopp am höchsten Punkt eingelegt. Dann ging's weiter nach Wanaka. Dort auf den kleinen Aussichtsberg Mt Iron gelaufen. Davor einen Gleitschirmflieger am Parkplatz gesehen, aber leider nicht mehr wiedergefunden - war mir eigentlich sicher, dass er oben startet - schade. Ab eine heiße Dusche genießen, Wäsche waschen und schon wieder tanken. Die Stadt hat eigentlich ein cooles Onlinesystem in dem alle kostenlosen Campingplätze verzeichnet sind und deren Verfügbarkeit angezeigt wird, nur leider müssten sich die Camper dafür dann auch registrieren wenn sie einen Parkplatz nutzen 🙄 Funktioniert nicht, zwei idyllische Plätze umsonst angefahren und beim Dritten nicht idyllisch gelegenen, aber noch freien Glück gehabt.

    Übernachtung:
    Wanaka Recreation Center
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  • Tag 210

    10. elokuuta, Uusi Seelanti ⋅ ☁️ 1 °C

    Aufwachen am Morgen: Der Regen hat aufgehört und es liegt noch eine Nebelschicht auf'm See, aber die Bergspitzen schauen drüber raus, also genug Grund zur Hoffnung auf schönes Wetter.

    Auf geht's zum höchsten Berg Neuseelands, dem Mt Cook. Besteigen werde ich den sicher nicht - hochalpin und weit über meinem Fitness- und Technikniveau. Aber der Hooker Valley Track führt bis zur schmelzenden Gletscherzunge, vorbei am Muellers Lake und durch schneebedeckte Berge. Man konnte das Knacken des Gletschereises hören und den kleinen Eisschollen im See kann man quasi beim Tauen zuschauen (letztes Jahr gab es noch einen relativ großen "Eisberg" fast mittig vom See, der inzwischen komplett verschwunden ist) 😟 Da wird's einem wieder richtig bewusst welchen negativen und großen Einfluss wir auf die Natur haben...

    Hab ich schon erwähnt, dass ich die Passstraßen liebe?! 😅 Die Südinsel ist mein Traum - Berge ohne Ende, das Meer höchstens eine Stunde entfernt, menschenleere Gebiete oder lebendige bunte kleine Städtchen - die perfekte Kombi für mich 🥰

    Zum Abendessen als Abschluss eines wunderschönen Tages essen gegangen. In Twizel gibt's eine große Lachszucht im Gletscherwasser, also Tagliatelle mit Lachs, Scampi und Muscheln gewählt. Dazu einen Sauvignon Blanc aus der Marlborough Region getrunken und Nachtisch darf natürlich auch nicht fehlen.

    Ach ja, meine Wanderschuhe, die ich mir letztes Jahr für den Neuseeland Urlaub gekauft habe, haben entschieden nicht mehr mit heim zu kommen und werden wohl am Ende der Reise in Neuseeland beerdigt. Das häufige nass werden und die auch ansonsten eher stiefmütterliche Behandlung haben zur Abnutzung ihr Übriges beigetragen und jetzt stoßen sie die Sohle ab 😬 Die nächsten Monate werd ich wohl oder übel Klebeband und Sekundenkleber zur Wanderausstattung ergänzen.

    Übernachtung:
    Lake Pukaki Reserve, Aoraki Mt Cook
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  • Tag 209

    9. elokuuta, Uusi Seelanti ⋅ 🌧 7 °C

    So, das schlechte Wetter ist da, jetzt ist nur die Frage wie lang es sich hält und ob ich die Geduld habe so lange hier auszuharren oder davor schon wieder weiterzieh 😅

    Der ganze Tag war grau in grau und verregnet kalt. Morgens kurz nach Twizel zum Einkaufen und Tanken und nahezu den Rest des Tages im trockenen und verhältnismäßig warmen Auto verbracht.

    Übernachtung:
    Lake Pukaki Reserve, Aoraki Mt Cook
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  • Tag 208

    8. elokuuta, Uusi Seelanti ⋅ ☁️ 2 °C

    Das Wetter macht mal wieder was es will und morgens kommt tatsächlich die Sonne raus. Für meine geplante Bergtour ist's aber nicht gut genug und die Regenwolken stehen schon in den Bergen. Daher nur einen Abstecher an den Lake Tekapo gemacht. Die Idee hatten überraschenderweise noch gefühlt 100 andere und das kleine Örtchen war komplett überlaufen. Nur ein Steinmanderl am See gebaut, bisserl gelesen und spazieren gegangen und dann zurück an den deutlich einsameren Lake Pukaki geflüchtet.

    Übernachtung:
    Lake Pukaki Reserve, Aoraki Mt Cook
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  • Tag 207

    7. elokuuta, Uusi Seelanti ⋅ ☁️ 2 °C

    Mein innerer Wecker hat sich auf 7 Uhr eingependelt, immer genau richtig um den Sonnenaufgang abzupassen. Plötzlich wurde es im Auto merkwürdig rosa und nach einem Blick aus'm Fenster an den Strand gespurtet - was für ein unwirklicher Sonnenaufgang - knalligste bunteste Farben von pink, orange bis gelb und der blaue Himmel dahinter 🤯 Hätte ich's nicht mit eigenen Augen gesehen würde ich sagen die Fotos sind mit einem Filter erstellt.

    Da ich eh schon auf den Füßen war nochmal zurück nach Oamaru und nach späten Pinguinen im Tageslicht geschaut. Nicht überrascht keine zu finden. Einen kurzen Stadtbummel und Kuchen zum Frühstück (Hummingbird Cake - sollte Bananenkuchen sein, hab keine Banane geschmeckt, aber Nüsse, Zimt, Kardamom in den Böden und eine leicht säuerliche Marmelade zwischendrin - richtig gut und nicht so süß wie sonst) angeschlossen. Weiteres Highlight: Nach 7 Monaten ohne Glockenschlag das erste Mal wieder einen Glockenturm mit Uhrschlag gehört - kurzes Heimatgefühl ☺️

    Pünktlich zum ersten Regenschauer zurück im Auto.

    Trotz durchwachsener Wetterprognose wieder in Richtung Berge gestartet.

    Zwischenstopp an den Elephant Rocks, dem Waitaki Dam und dem Benmore Peninsula Walk (Tannenzapfen Paradies).

    Endstation zum zartrosa Sonnenuntergang am Lake Pukaki.

    Übernachtung:
    Lake Pukaki Reserve, Aoraki Mt Cook
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  • Tag 206

    6. elokuuta, Uusi Seelanti ⋅ 🌙 0 °C

    ❄️🥶 Huiuiui, frostig - laut Thermometer im Auto -6°C und draußen laut Wetterapp -9°C. Da glitzert dann sogar das Fliegengitter an der Fensterscheibe und das Deo gefriert. Kleines Experiment: Was passiert mit einer ungeöffneten Wasserflasche die erstaunlicherweise nicht gefroren ist wenn man sie dann in der Kälte öffnet? Durch den Druckabfall und die zuvor bestehende Unterkühlung des Wassers gefriert sie innerhalb von Sekunden komplett durch 🤯 Wieder was gelernt. Bananenschale wird übrigens braun wenn sie gefriert. Die Spiegelungen auf dem See zum Sonnenaufgang mit klammen Fingern versucht einzufangen und das Auto in die Sonne umgeparkt damit es auftaut. Frühstück wurde auf später verschoben, da Semmeln, Marmelade und auch sonst alles ebenfalls - Überraschung - gefroren waren.

    Auf'm Rausweg einen kurzen sonnigen Stopp im Peel Forest Nationalpark für Frühstück und einen kurzen Spaziergang zu "Big Trees" gemacht.

    Dann auf in die nächste Stadt - Timaru. Bisserl außerhalb an der Küste geparkt und bis ins Stadtzentrum gelaufen. Dabei wieder die britisch kolonial geprägten Bauten bewundert und tatsächlich die erste wirklich schöne Kirche von innen und außen gefunden - Sacred Heart Basilica.

    Auf dem Weg nach Oamaru noch zum Jack's Point Lighthouse gelaufen. Und in der nächsten Stadt dann in der Abenddämmerung auf'm Pier positioniert um die blaue Pinguin Kolonie (kleinste Pinguinart der Welt) bei ihrer Rückkehr an Land zu beobachten. Eine gute Stunde später halb erfroren und steif bisserl enttäuscht zurück zum Auto. Kaum losgefahren beinahe einen Kamikaze Pinguin überfahren - quert der einfach direkt in meinem Scheinwerferlicht den Parkplatz. Keine 5m auf'm Spazierweg später dann die erneute Sichtung eines Pinguins und schon waren Kälte und unnütze Wartezeit wieder wettgemacht und vergessen 🥰

    Übernachtung:
    All Day Bay Free Campground, Oamaru
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  • Tag 205

    5. elokuuta, Uusi Seelanti ⋅ ⛅ 4 °C

    Die Nacht blieb nass und stürmisch und auch bis mittags hat sich daran nicht viel verändert. Also die Zeit zum Einkaufen und Tanken genutzt und dann weiter Richtung Süden.

    Einen eigentlich nur spontan und kurzfristig eingeplanten Abstecher zum Mount Sunday (Edoras) - einer weiteren Filmlocation von Herr der Ringe - gemacht. Schon auf'm Neiweg bisserl schockverliebt in das Tal und daher sowohl die kleine Rundwanderung gemacht als auch zum Sonnenuntergang geblieben und alle weiteren Ziele vertagt.

    Nette Beobachtung heute: Bin an einem Auto vorbeigekommen wo ein älteres Ehepaar von einer Wanderung zurück gekommen ist. Soweit so gut und nichts besonderes. Aber musste zweimal hinschauen was noch dabei ist - je eine Ziege gekleidet in einer Warnweste an einer Hundeleine 🤣 Haben brav drauf gewartet auf die Ladefläche des Autos zu klettern. Sachen gibt's, aber irgendwie auch wieder cool 😅

    Einen Schlafplatz direkt am See mit Bergen im Hintergrund gefunden - was will man mehr.

    Übernachtung:
    Lake Camp/Clearwater, Ashburton
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  • Tag 204

    4. elokuuta, Uusi Seelanti ⋅ ☁️ -3 °C

    Der prophezeite Schnee bis in die Tieflagen ist tatsächlich eingetroffen, aber nicht ganz wie als boarisches Landei gewohnt - kein schöner Pulverschnee oder nasser Pappschnee, eher wie kleine Graupelkörner und auch nicht wirklich bodenbedeckend. Da es aber wirklich bis auf Meeresspiegelniveau runter geschneit hat, was das letzte Mal vor 15 Jahren in Neuseeland vorgekommen ist, reichte es in einzelnen Orten für Schneechaos - geschlossene Schulen, ausgefallene Züge, Leute die mit Ski in der Stadt auf der Straße rutschen (die kannst danach wahrscheinlich entsorgen), ...

    Ich bin natürlich trotzdem zu einer kleinen Wanderung mit traumhafter Aussicht bei leichten Schneeschauern im Arthur's Pass aufgebrochen - den Bealey Spur Track. (Video 1 war im Aufstieg, Video 2 im Abstieg)

    Da die Wetterprognose nicht gut ausschaut wieder raus ins Flachland und schon allein die Straße durch die Berge ein absolutes Highlight!

    Danach zum Castle Hill um Limestone Felsformationen mit spirituellem Wert für die Maori zu durchkraxln.

    Einen kurzen Stopp am Lake Lyndon und bei Homer's Donut in Springfield eingelegt.

    Bevor ich dann bei strömenden Regen und Sturm zurück in Christchurch angekommen bin.

    Übernachtung:
    Barnett Carpark, Christchurch
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  • Tag 203

    3. elokuuta, Uusi Seelanti ⋅ 🌫 2 °C

    Also der Wetterbericht hat ja mal wieder komplett daneben gelegen 😤 Nur in die Berge gestartet dank guter Prognosen und was heute beim Aufwachen? Es regnet und ist komplett zugezogen 🙄 Naja, abwarten und langsam in den Tag starten - hilft ja nix.

    Beim ersten Anzeichen von Wolkenreißen, kurzem Sonnenschein und blauem Himmel sofort losgestartet. Immer noch zarter Nieselregen, aber wieder hoffnungsvoll und motiviert in Richtung Temple Basin gestartet. Laut Schildern ein Skigebiet, aber ohne Tallift und Zufahrtsstraße - ich weiß ja nicht - kann's mir nicht erklären. Über vereiste und schneebedeckte felsige Wege - dank mitgebrachten Grödeln ganz entspannt - bis zur Hütte aufgestiegen. Oben angekommen dann tatsächlich drei kleine Liftanlagen, nicht in Betrieb und auch deutlich zu wenig Schnee - vielleicht noch aus vergangenen Zeiten und die Talbahn wurde rückgebaut 🤔 Naja, auf alle Fälle nicht weiter aufgestiegen, da das Gelände deutlich steiler und schneeverhangener wurde und Schneeschuhe o.ä., sowie Lawinenausrüstung sinnvoll gewesen wären und die hab ich tatsächlich nicht mitgenommen.

    In einem recht trockenen Zeitfenster abgestiegen, mit Blick auf schwarze Regenwolken die schnell reingezogen sind und den Rest des Tages auch blieben. Daher war's das dann und nur noch zum Aufwärmen ins einzige Café in einem 100km Umkreis gegangen.

    Heute Nacht soll's jetzt bis auf 800hm schneien, was mich mit einschließen würde - wir werden sehen (ich glaub's ja eigentlich nicht).

    Übernachtung:
    Greyneys Shelter Campsite, Arthur's Pass
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