Phnom Penh
17 августа 2023 г., Камбоджа
☁️ 32 °C
Als ich in den Bus nach Kambodscha gestiegen bin, war ich mehr als froh Vietnam endlich hinter mir zu lassen. Als wir dann in Phnom Penh angekommen sind, wirkte es auch direkt ziemlich entspannt und wir waren sehr froh in unserer Unterkunft noch etwas zu essen zu bekommen, da es schon relativ spät war und wir zu erschöpft gewesen wären, um noch ein Restaurant raus zu suchen. Am nächsten Tag haben wir dann erstmal etwas entspannt und sind gegen frühen Abend losgegangen, um ein paar Erledigungen zu machen (ATM, SIM-Karte). Dann sind wir in eine Mall gegangen, um dort ins Kino zu gehen und Meg 2 zu schauen. Die nächsten beiden Tage widmeten wir den Besuch des S21 Gefängnisses und den Killing Fields, um etwas mehr über die Geschichte von Kambodscha zu lernen. Viele Europäer haben nämlich garnicht auf dem Schirm, dass Kambodscha eine unfassbar grausame Vergangenheit hat, die eine relative Ähnlichkeit zur NS-Zeit in Deutschland aufweist. Von 1975 bis 1979 kamen die Roten Khmer unter Führung von Pol Pot an die Macht. Die roten Khmer waren eine eine maoistisch-nationalistisch-rassistische Guerillabewegung mit dem Ziel die Gesellschaft in einen Agrarkommunismus zu überführen. Während dieser Zeit sind in Kambodscha laut unterschiedlicher Quellen zwischen 750.000 und 2.000.000 Menschen durch Hinrichtung, Hunger oder Zwangsarbeit ums Leben gekommen. Im S21 Prison konnten wir sehen wo die Menschen hingebracht wurden, um gefoltert zu werden. Durch einen Audio-Guide erhielten wir viele Hintergrundinformationen sowie tragische Geschichten einzelner Persönlichkeiten die dort gefangen gehalten und gefoltert wurden. Bei den Killing Fields konnten wir den Ort sehen, zu dem die Menschen verschleppt wurden und systematisch Hingerichtet wurden. Ein extrem grausamer Fakt ist, dass die Menschen um Munition zu sparen entweder erstochen oder durch einen Axthieb auf dem Kopf umgebracht wurden. Ich glaube niemand kann sich vorstellen wie sich das anfühlen muss, mit verbundenen Augen zu knien, nicht richtig zu wissen was los ist und zu hören wie andere erstochen oder erschlagen werden bis man selbst an der Reihe ist. Eines der grausamsten Dinge am Killing Field war ein Baum. Unvorstellbar, aber an einem bestimmten Baum wurden Kleinkinder und Babys erschlagen und dann in eine Grube daneben geworfen. Wie kann die Menschheit nur so grausam sein? Ich werde es nie verstehen.Читать далее
Siem Reap
21 августа 2023 г., Камбоджа
🌧 31 °C
Als wir gegen frühen Abend in Siem Reap angekommen sind hat es uns erstmal auf die belebte Pubstreet verschlagen. Dort haben wir was gegessen und bisschen den Vibe genossen. Die Hauptattraktion in Siem Reap bzw. in ganz Kambodscha ist natürlich Angkor Wat. Angkor Wat ist die größte Tempelanlage der Welt mit einer Größe von 162 Hektar. Leider wurde Sarah am nächsten Tag krank, weshalb der Besuch in Angkor Wat erstmal warten musste. Die nächsten paar Tage während Sarah sich auskurierte verbrachte ich damit an den Pool zu gehen und zu chillen. Als Sarah dann wieder gesund war konnten wir endlich Angkor Wat besichtigen. Durch Zufall lernte Sarah noch ein anderes deutsches Mädchen in einer Gruppe kennen die am selben Tag wie wir nach Angkor Wat wollte, weshalb wir beschlossen es zu dritt zu machen. Unsere Tour startete um 4:30 Uhr, damit wir den Sonnenaufgang im Haupttempel erleben konnten. Dafür mussten wir um 3:30 Uhr aufstehen. Da mein Schlafrhythmus leider so war, dass ich normalerweise nicht vor 3 Uhr müde wurde, musste ich die gesamte Nacht durchmachen. Der Sonnenaufgang selber war dann so mittelmäßig, aber der Tempel an sich extrem beeindruckend. Das einzige Problem war, dass es unfassbar heiß war und es eigentlich so gut wie nie Schattenplätze gab. Dadurch wurde es sehr sehr anstrengend. Mein persönliches Highlight war der Tempel Ta Prohm, da dort einzige Szenen für den Film Tomb Raider: Lara Croft (2001) gedreht wurden und ich den Film als Kind sehr gefeiert habe. Gegen 13 Uhr wurden wir erstmal wieder zur Unterkunft gebracht. Wir ruhten uns etwas aus und wurden dann am späten Nachmittag wieder abgeholt um den Sonnenuntergang von einem Aussichtspunkt zu sehen. Der Tag war zwar mega anstrengend aber insgesamt hat es sich wirklich sehr gelohnt. Am nächsten Tag sind wir zu Kambodschas berühmten HeroRATs gefahren. Kambodscha, Vietnam und Laos sind die Länder mit den meisten Landminen auf der Welt. Da es sehr aufwendig ist diese Landminen aufzuspüren hatte ein Mann aus Belgien die Idee Ratten auf den Geruch von TNT zu konditionieren, um Landminen schneller aufspüren zu können. Die ganze Einrichtung und Führung war mit so viel Liebe gemacht, weshalb es echt Spaß gemacht hat. Vor allem als Psychologe war es natürlich auch sehr interessant diesen Konditionierungsprozess mal zu sehen. Abends waren wir dann noch mit Maria essen und haben noch lange geredet. Ihr Plan war es erstmal nach Laos rüber zu fahren und dann von dort aus nach Thailand zu reisen. Mit Glück sehen wir sie nochmal in Thailand wieder.Читать далее
Bangkok
30 августа 2023 г., Таиланд
☁️ 32 °C
Mit dem Bus von Kambodscha ging es für uns Richtung Bangkok. Die Busfahrt und der Grenzübergang war wirklich sehr gut, da unser Busunternehmen sehr organisiert war. Besonders der Busmanager war freundlich und hat alle über jeden Schritt instruiert und alles begleitet. Insgesamt war dies einer der entspanntesten Grenzübergänge und dass obwohl es zuerst nicht danach aussah. Einerseits habe ich meine Immigrationcard von der Kambodscha-Einreise verloren und andererseits war ich etwas nervös meine Vape mit über die Grenze zu nehmen, da es laut dem Auswärtigenamt heißt, dass dies zu hohen Geldstrafen bis hin zur Freiheitsstrafe führen kann. Glücklicherweise kam es bei der Ausreise zu keinerlei Problemen. Der Grenzbeamte fragte nicht mal nach meiner Immigrationcard. Der nächste Schritt bestand dann darin in Thailand einzureisen. Auch hier klappte alles problemlos und am Checkpoint für Drug and smuggling ware, saßen die beiden Mitarbeiter nur am Handy und ich konnte einfach durchgehen. Thailand ist einfach entspannt haha. Als wir in Bangkok angekommen waren, war die Freude groß, denn wir beide mögen Thailand sehr gern. In Bangkok verbrachten wir unsere Zeit eigentlich mit nichts neuem, es war jedoch trotzdem sehr nice. Wir waren viel auf der Khaosan Road, aßen etwas bei Shake Shack und chillten viel. Am Tag unserer Abreise bemerkte ich dann, dass unsere Drohnentasche samt Drohne usw. weg war. Völlig geschockt durchsuchten wir alles, fragten an der Rezeption, ob es möglich ist, dass jemand in unserem Zimmer war usw. Letzte Hoffnung bestand darin, dass ich sie im Bus vergessen habe und der Busmanager sie im Office in Bangkok abgegeben hat. Wir eilten dorthin und tatsächlich die Drohne wurde dort abgegeben. Wir waren so dankbar, aber Sarah war schon ziemlich angepisst auf mich. Das hat mich einfach nur darin bestätigt dass Kambodschaner unfassbar gute Menschen sind. Diesen Busmanager und sein gutes Herz werde ich nie vergessen.Читать далее
Koh Samui
3 сентября 2023 г., Таиланд
🌧 29 °C
Der Weg zu unserer ersten Insel - Koh Samui - war sehr anstrengend. Wir mussten in einen Nachtbus, dann in einen weiteren Bus zum Pier umsteigen, dann von dort die Fähre nehmen und schlussendlich noch mit einem Taxi zur Unterkunft fahren. Demnach waren wir ziemlich lange unterwegs. Die ersten Eindrücke waren jetzt nicht so überwältigend leider. Man hatte einfach nicht wirklich den Inselvibe und dazu war gefühlt die halbe Insel ein Lost Place, weil durch Corona sehr viele Restaurants, Bars und Hotels schließen mussten. Der Strand war in Ordnung. Im Grunde genommen war er wahrscheinlich sehr gut, aber dadurch dass wir vor kurzem erst auf den Malediven waren, ist es schwer uns noch mit einem Strand zu flashen. Was sehr cool war, war dass es dort viele Katzen gab. Ich habe mir dann am letzten Tag noch eine Massage gegönnt, die auch sehr nice war.Читать далее
Koh Phangan
6 сентября 2023 г., Таиланд
☁️ 30 °C
Eine 30-minütige Speedboat-Fahrt brachte uns zur nächsten Insel Koh Phangan. Unsere Unterkunft wirkte eher so mittelmäßig. Einerseits weil auf Booking.com mit einem Privatstrand geworben wurde, man allerdings erst nach der Buchung erfahren hat, dass man dort nicht ins Wasser darf. Und andererseits, weil das Gemeinschaftsbad ziemlich verdreckt und eklig war. Koh Phangan ist eigentlich bekannt für die geilen Full Moon Partys. Die sind allerdings nur Ende des Monats, weshalb wir nicht in den Genuss einer solchen Party kommen könnten. Das wussten wir aber natürlich schon vorab. Wir waren dort in den zwei Tagen die wir hatten beim Secret Beach und beim Rin Beach. Die waren ganz okay aber haben uns ähnlich wie auf Koh Samui nicht umgehauen. Am letzten Abend sind wir zu einem deutschen Restaurant gefahren. Das war ziemlich witzig und wir haben etwas mit den deutschen Besitzern gequatscht. Am nächsten Tag waren wir dann aber sehr froh weiter nach Koh Tao zu fahren, da wir über die Insel viel positives gehört hatten und deshalb auch hohe Erwartungen an die Insel hatten.Читать далее
Koh Tao
9 сентября 2023 г., Таиланд
🌬 30 °C
Als wir auf Koh Tao ankamen, merkten wir schnell, dass hier die positiven Berichte von Leuten, mit denen wir vorab gesprochen hatten nicht unbegründet waren. Der erste Eindruck war wirklich sehr gut. Oftmals sind die kleineren Inseln einfach am besten, weil sie einen gewissen Flair haben und der Inselvibe wirklich vorhanden ist. Als wir bei unserer Unterkunft ankamen machten wir Bekanntschaft mit einem Kater der genauso aussah wie Jack von Sarah’s Eltern. Zudem bemerkten wir mit der Zeit auch noch, dass er vom Verhalten her dem deutschen Jack sehr ähnlich zu sein scheint. Aus diesem Grund nannten wir ihn Thai Jack (TJ). Abends wollten wir zu einem Döner-Kebab Restaurant, was damit geworben hat originale Döner zu verkaufen. Der Döner sah auch vielversprechend aus, allerdings hat er nicht so geschmeckt. Am nächsten Tag sind wir dann an den Strand gegangen und nach dem Abendessen ins Queen Cabaret. Das ist eine auf der Insel berühmte Ladyboy Cabaret-Show. Die Show war echt sehr lustig gemacht und hat sich total gelohnt. Mir ist an dem Abend vor allem bewusst geworden, dass einer der Hauptfaktoren, weshalb mir Thailand so gut gefällt ist, dass hier einfach jeder machen kann was er will und rumlaufen kann wie er will. Man wird einfach akzeptiert wie man ist. Am nächsten Tag sind wir dann noch zu einem anderen Strand gefahren und danach auf einen coolen Viewpoint gewandert. Am letzten Tag sind wir nochmal zum Sharkbay zum Schnorcheln gegangen in der Hoffnung Schildkröten und Schwarzspitzen Haie zu sehen. Leider haben wir beides nicht gesehen, aber dafür immerhin ein paar schöne Fische.Читать далее
Phuket
13 сентября 2023 г., Таиланд
☁️ 30 °C
Phuket ist die größte Insel Thailands. Deshalb erwarteten wir hier natürlich keinen richtigen Inselvibe, wie wir ihn beispielsweise von der kleinen Insel Koh Tao kannten. Dadurch, dass die Insel so groß ist, sind die Entfernungen zu bestimmten Zielen meist etwas länger. An unseren ersten Abend sind wir in ein Kebab Restaurant gegangen. Für gerade mal 100 Baht (2,50€) erhielten wir eine Art Dürüm Döner mit Pommes. Und dazu war der auch noch richtig gut. Am ersten vollen Tag haben wir uns die Altstadt angeschaut, die uns aber nicht so umgehauen hat. Abends sind wir dann wieder nach Patong und sind dort in ein deutsches Restaurant essen gegangen. Ich bestellte mein liebstes deutsches Gericht - die Currywurst. Sarah gönnte sich Nürnberger Rostbratwürste mit Kartoffelpüree, Sauerkraut und Rahmsauce. Beide Gerichte waren vorzüglich. Danach sind wir noch über die Walking Street gelaufen. Die Stimmung dort wirkte auf mich sehr wie ich mit Pattaya vorstelle. Überall Ladybars, Massagesalons, Bars, Clubs und vieles mehr. Leider war das Wetter generell nicht gut während unseres Aufenthalts, weshalb wir dort nicht all zu viel sonst gemacht haben. Das einzige weitere Erwähnenswerte war die Besichtigung des „Big Buddha“. Und da es so gut war, waren wir anschließend nochmal im deutschen Restaurant. Im normalen Urlaub würden wir das natürlich eher nicht machen, da man dann natürlich die Localküche in vollen Zügen ausprobieren möchte, aber da wir mittlerweile seit 7,5 Monaten unterwegs sind und es erst seit Thailand deutsche Restaurants gibt mussten wir das natürlich ausnutzen.Читать далее
Ko Phi Phi Don
16 сентября 2023 г., Таиланд
🌧 29 °C
Als wir ankamen wirkte die Insel von der ersten Sekunde an extrem nice auf uns. Einfach eine kleine Insel ohne Autos und Verkehr mit einer unbeschreiblich schönen Landschaft. Am ersten Tag haben wir so gut wie nur gechillt und sind abends was essen gegangen. Am nächsten Tag sind wir an den Strand und abends in die berühmte Boxbar gegangen. Das war echt eine der coolsten Bars in denen ich je war. Ich bin ja eigentlich nicht so der Bargänger, weil mir vom Rumgesitze eher schnell langweilig wird. In der Bar kann einem aber eigentlich gar nicht langweilig werden. Es werden die ganze Zeit Kämpfe ausgetragen und dass auch noch meistens von Touristen. Es kann also jeder zu dem Boxleiter gehen und sagen er möchte kämpfen. Der nimmt dich dann mit in den Ring und hält deinen Arm hoch bis ein anderer aus dem Publikum sich meldet um gegen dich anzutreten. Überraschenderweise haben das auch so viele gemacht. Am nächsten Tag sind wir dann aufzumachen Viewpoint 1 und zum Viewpoint 2 gegangen. Die Aussicht hat sich auf jeden Fall gelohnt. An unseren letzten Tag waren wir am Long Beach, der unserer Meinung nach der schönste von allen war die wir bisher in Thailand gesehen hatten. Außerdem hat man von dort aus eine schöne Sicht auf die Maya Bay. Es wurde sogar eine Szene aus dem Film The Beach (2000) von dem Punkt aus gefilmt.Читать далее
Krabi
20 сентября 2023 г., Таиланд
☁️ 30 °C
In Krabi waren wir beide erstmal für 2 Tage krank. Was wir genau hatten kann man gar nicht so sagen. Ich hatte Magenprobleme, Schnupfen, Halsschmerzen, Gliederschmerzen und ein dolles Schwächegefühl. Außerdem hat es jeden Tag stark geregnet weshalb wir eigentlich nicht viel machen konnten. Einen Tag waren wir für ca. eine Stunde am Strand. Als es dann jedoch anfing zu regnen, war der Strandtag auch beendet. Deshalb haben wir viel Zeit mit ausruhen und Vorbereitungen für die weitere Zeit verbracht. Am letzten Abend haben wir einen Kochkurs gemacht. Der Kurs wurde von einer extrem netten und vor allem lustigen Köchin namens Penny geleitet. Wir durften aus einer Auswahl von ca. 12 Gerichten 4 aussuchen die wir kochen wollen. Ich entschied mich für Tom Kha Gai, Green Curry, Pad Thai und Bonensalat. Alle Gerichte gingen ziemlich easy und schnell. Am Ende durften wir dann natürlich alles essen. Das meiste war auch wirklich sehr lecker. Ich bin wirklich froh diese Gerichte gelernt zu haben, da ich die Thailändische Küche liebe und der Kurs war wirklich eine unglaublich lustige Erfahrung mit Penny.Читать далее
Hat Yai
26 сентября 2023 г., Таиланд
☁️ 29 °C
Mit dem Minivan ging es dann weiter nach Hat Yai. Für die Stadt hatten wir keine großen Erwartungen. Es war einfach sinnvoll für uns dort hin zu fahren, da es von dort aus nicht mehr allzuweit nach Malaysia ist. Das einzige war wir in Hat Yai gemacht haben war eine kurze Besichtigung von drei Statuen in den Bergen.Читать далее
Georgetown, Penang
28 сентября 2023 г., Малайзия
☁️ 32 °C
Die Überfahrt nach Malaysia war mega entspannt. Die ersten Eindrücke waren auf jeden Fall positiv und was mir direkt auffiel war, dass Malaysia ein sehr multikulturelles Land zu sein scheint. Durch die ganzen indischen, chinesischen und armenischen Einflüsse gibt es eine unglaubliche Vielfalt an Restaurants, Architektur, Shops und natürlich Menschen. Gerade weil diese Kulturen so unterschiedliche Werte und Glaubenssätze haben, ist es sehr interessant und beeindruckend zu sehen, wie trotz dessen alle friedlich miteinander leben. Zumindest war das mein Eindruck als Tourist. An unseren ersten richtigen Tag erledigten wir übliche Dinge die anfallen wenn man in ein neues Land einreist. Dazu gehört unter anderem Geld abheben und eine SIM-Karte besorgen. Anschließen sind wir nach Little India mit dem kostenlosen Bus gefahren, um dort etwas zu essen. Wir hofften darauf einen Thali zu finden, da wir die während unserer Zeit in Indien geliebt haben. Tatsächlich fanden wir auch ein sehr authentisches indisches Restaurant, die Thalis auf der Speisekarte hatten. Nach dem guten Mittagessen sind wir noch etwas durch Little India gelaufen und dann Richtung Altstadt gegangen, da die sehr schön und mit viel Streetart verziert sein soll. Der Besuch hat sich auf jeden Fall gelohnt und ist sehr zu empfehlen. Nach ner kurzen Kaffeepause hatten wir dann noch Zeit uns ein Jetty anzuschauen. Das besondere an den Jettys dort ist, dass jedes Jetty einem chinesischen Clan gehört die dort wohnen. Meiner Meinung nach war es interessant zu sehen, aber absolut kein Must-visit. Am Abend waren wir dann noch auf einem chinesischen Streetfood Markt, auf dem ich die besten Fried Noodles essen konnte die ich je hatte. Es setzte sich dann auch noch ein australisches Pärchen dazu, mit denen wir uns viel unterhalten haben. Die beiden kommen aus Melbourne und meinten, falls wir bei unserer Zeit in Australien dort sein sollen, können wir uns melden.Читать далее
Tanah Rata, Cameron Highlands
2 октября 2023 г., Малайзия
☁️ 22 °C
Als wir am Busbahnhof ankamen mussten wir uns erstmal durch die Hauptstraße mit den ganzen Restaurants, die einen voll labern und ins Restaurant locken wollen, durchschlagen. Als wir im Hostel ankamen, wussten wir, dass könnten harte drei Nächte werden. Zum Einen sah der Ort nicht gerade einladend aus und zum Anderen roch es in der Unterkunft mega nach Schimmel. Das einzig positive an der Unterkunft war, dass dort sehr viele Katzen rumlungerten. An unserem Ankunftstag machten wir nicht mehr viel. Wir haben Mittag gegessen, uns etwas ausgeruht und sind abends etwas essen gegangen. Den nächsten Tag verbrachten wir damit die möglichen Aktivitäten in der Umgebung mit den Roller abzuklappern. Wir waren im Time Tunnel Museum, dann in einer Teefabrik und anschließend noch bei einem Erdbeerfeld. Mich persönlich hat das alles nicht so umgehauen. Das Time Tunnel Museum war zwar ganz interessant aber eher etwas für Leute die wirklich auf Antiquitäten stehen, wozu ich nicht unbedingt gehöre. Hätten sie alte seltene Comics und Actionfiguren wäre es was anderes gewesen, aber sowas hatten sie nicht. Bei der Teefabrik haben mir die Sorten die man probieren konnte sehr gut gefallen. Besonders der Latte Green Tea war sehr interessant. Der Rest dort war jetzt nicht so besonders für uns, da wir bereits eine Teefabrik in Sri Lanka besucht hatten. Da Sri Lanka als das Land des Tees bekannt ist, war dort die Führung und alles drum herum wesentlich besser und liebevoller gemacht. Die Erdbeerfarm danach war absolut unnötig. Aus irgendeinem Grund werden diese Farmen in Südostasien als totales Spektakel dargestellt. Man kann dort alle möglichen Essens- und Trinkvarianten mit Erdbeeren bestellen und sogar Merchandise kaufen. Da man als Europäer jedoch Erdbeeren in der Regel sehr gut kennt war es für mich jetzt aber kein krasses Erlebnis. Am Tag danach hieß es dann früh aufstehen, damit wir einen Trek machen können. Wir entschieden uns dafür den Trail 10, der auf den Gunung Jasar führt abzulaufen und auf den Rückweg Trail 6 zu nehmen, der durch Dschungel und Teeplantagen führt und an einem Teehaus endet. Ich hatte vorab schon davon gehört gehabt, dass ein indischer Tourist kürzlich vermisst wurde und nach acht Tagen Suchaktion Tod aufgefunden wurde. Während wir den Berg hoch wanderten sahen wir immer wieder Überreste von Polizeiabsperrbändern. Nach kurzer Recherche erfuhren wir, dass die verstorbene Person tatsächlich genau den gleichen Weg gegangen ist. Ich muss auch sagen, dass der Weg hoch ziemlich anstrengend und gefährlich war. Man musste teilweise relativ hohe Abhänge und Baumwurzeln hoch klettern. Der Trail 6 war dann letztlich aber noch härter bzw. vor allem gefährlicher. Man musste oft an engen steilen abhängen entlang, rutschige steile Wege runter kraxeln und durch zugewachsene Pfade gehen. Zu unserem Glück fing es dann natürlich auch noch an zu regnen. Das machte die ganze Sache noch gefährlicher, sodass wir auch beide jeder mehrmals hingefallen bzw. ausgerutscht sind. Nach ca. 3h Rückweg kamen wir dann endlich beim Teehaus an und haben uns dort unseren wohlverdienten Kuchen mit Tee gegönnt. Mein Fazit zu dem Trek ist letztlich, dass ich froh bin ihn gemacht zu haben, weil es wirklich eine abenteuerliche Erfahrung war, jedoch kann ich nur davon abraten ihn alleine zu machen. Wenn man dort alleine ist und etwas passiert ist man echt sehr hilflos, da man dort meistens auch kein Netz hat.Читать далее
Taman Negara
5 октября 2023 г., Малайзия
Nach einer erschöpfenden Mini Van Fahrt kamen wir in dem Dorf Tanah Rata an. Im Gegensatz zu dem relativ kühlen Wetter in den Cameron Highlands, war es hier wieder extrem warm. Am Abend entschieden wir uns spontan dafür, an einem Night Junglewalk mit zwei Frauen, die wir auf der Fahrt kennengelernt haben, teilzunehmen. Dabei sahen wir viele schwarze Scorpione, einen Frosch, eine Tarantula und ein paar andere Insekten. Das coolste waren aber auf jeden Fall die Skorpione. Vor allem, weil man um sie in der Dunkelheit sehen zu können mit einer Schwarzlichtlampe leuchten muss. Am nächsten Tag machten wir mit Gaelle, einer der Frauen die wir kennengelernt hatten eine Tour zu den Orang Asli. Das sind die Ureinwohner in diesem Gebiet. Anders als erwartet, leben sie heutzutage insgesamt aber schon wesentlich moderner. Zwar immer noch im Dschungel, aber sie haben normale Anziehsachen und vereinzelt auch elektronische Geräte. Aus dem Grund war es jetzt nicht ganz so krass in dem Dorf zu sein. Es war aber trotzdem ganz interessant gezeigt zu bekommen, wie sie giftige Pfeile für die Jagd herstellen, wie man mit einem Bambusrohr schießt und wie sie Feuer machen. Auf dem Rückweg machten wir dann noch das sogenannte Rapid Shooting. Das ist einfach eine Aktivität die man dazu buchen kann. Dabei geht es darum mit dem Boot in Bereiche des Flusses zu fahren, in dem die Strömung stark ist. Dann wackelt das Boot extrem, man fährt sehr schnell und wir nass. Klingt unnötig, war aber ziemlich lustig. Am Tag danach machten wir den dort bekannten Canopy Walk. Das war auf jeden Fall sehr nice, aber durch die Hitze auch sehr anstrengend. Sarah ging am Nachmittag noch mit Gaelle an einen Fluss zum Baden. Ich war leider echt zu erschöpft und ruhte mich deshalb etwas aus. Das Essen dort in dem Ort war auch wirklich gut. Wir gingen abgesehen von zwei Malen immer in das gleiche Floating Restaurant 😂Die Besitzerin war schon etwas traurig als wir sagten, dass wir morgen abreisen werden.Читать далее
Perhentian-Inseln (Besar)
8 октября 2023 г., Малайзия
⛅ 29 °C
Eigentlich hatten wir nicht geplant auf die Inseln in Malaysia zu fahren, aber da wir noch ein paar unverplante Tage in Malaysia hatten, entschieden wir uns spontan dazu diese dort zu verbringen. Zunächst sind wir auf die große Insel gegangen. Der erste Eindruck war mega nice. Der Strand an dem unsere Unterkunft lag, war zwar nicht so krass, aber meistens sind die Hauptstrände einfach nicht so schön, weshalb sich die meisten Leute zu abgelegeneren Stränden mit dem Taxiboot fahren lassen. Man hat auch sehr gespürt, dass es eine ziemlich abgelegene Insel ist, da es einerseits nur sehr wenig Auswahl an Restaurants gab und es tatsächlich keinen Supermarkt oder Kiosk gab. Andererseits hatten auch schon von den sowieso sehr wenig vorhandenen Restaurants viele geschlossen, da die Saison bald endet. Ich musste bspw. 20 Minuten über den ganzen Strand laufen bis ich endlich ein Restaurant gefunden hatte, was Wasser verkauft. Und auch die geöffneten Restaurants hatten nur sehr wenig Auswahl. Am härtesten war es an einem Abend, wo wir zuerst in einem Restaurant saßen und alle Gerichte die wir bestellen wollten nicht verfügbar waren. Nach dem die Kellnerin dann zum vierten Mal zurück gekommen war um zu sagen, dass sie das von uns bestellte Gericht nicht da haben, sagte sie dann dass sie nur Fried Rice anbieten können 😂 Wir entschieden uns dann dazu in ein anderes Restaurant zu gehen. Dort machten wir dann leider die gleiche Prozedur durch, bis die Kellnerin irgendwann meinte, dass sie nur die Gerichte von zwei Seiten auf der Karte anbieten. Ich bestellte dann einfach Fried Noodles und Sarah ein Coconut Mango Curry. Meins war in Ordnung und Sarahs war leider eine Katastrophe, weil es nicht mit Kokosmilch sondern mit Wasser gemacht war. Wir sind uns auch ziemlich sicher, dass nur ein Brühwürfel in Wasser zusammen mit Gemüse aufgekocht wurde. Ansonsten war aber alles echt sehr nice. Wir verbrachten unsere Zeit damit durch den Dschungel zu trekken und an coolen Spots zu schnorcheln. Vor allem hofften wir darauf eine Schildkröte zu sehen. Bei dem einen Spot trafen wir dann auf einen Australier, der zu uns meinte, dass er eben gerade eine Schildkröte hier gesehen hatte. Daraufhin haben wir dann ein bisschen die Gegend abgeschnorchelt, die Schildkröte jedoch leider nicht gefunden. Später kam er dann nochmal zu uns und sagte uns, dass wir es nochmal da vorne probieren sollten. Wir gingen ins Wasser, schwammen ca. 20-30 Meter raus. Ich blickte nach unten und plötzlich war da tatsächlich eine riesige Schildkröte. Ich schaute hoch und rief Sarah sofort zu mir. Es war ein so magischer Moment. An den drei Tagen auf der großen Insel haben wir somit eine Schildkröte, Stachelrochen, kleine Schwarzspitzen Haie und viele schöne Fische gesehen.Читать далее
Perhentian-Inseln (Kecil)
11 октября 2023 г., Малайзия
☀️ 29 °C
Da uns die große Insel schon sehr gut gefallen hat und wir mitbekommen haben, dass die meisten Touristen eher auf die kleine Insel gehen, entschieden wir uns dafür noch zwei Nächte auf der kleinen Insel zu verbringen. Somit nahmen wir gegen Mittag mit unserem gesamten Gepäck ein Taxiboot zur kleinen Insel. Die Rucksäcke vom Strand aus bei extremer Hitze zur Unterkunft zu tragen, war wirklich ziemlich anstrengend. Als wir dann bei unserer Unterkunft schweißgebadet ankamen erwartete uns eine böse Überraschung. Neben der Tatsache dass das Zimmer völlig heruntergekommen war und dem Holzschuppen meiner Eltern ähnelte sagte man uns, dass es von 9:00 Uhr morgens bis 18:30 Uhr keine Elektrizität gibt. Da dies vorher nicht kommuniziert wurde und auch nicht auf Booking.com stand, fragten wir natürlich wie das sein kann. Zum Glück zeigte sich der Mitarbeiter kooperativ und bot an, dass wir kostenfrei stornieren können. Allerdings mussten wir dafür natürlich auch eine neue Unterkunft suchen gehen. Nach ca. 1-2 Stunden quer über den Strand suchend entschieden wir uns dann für eins, was zwar leider wesentlich teurer war, aber wenigstens in Ordnung zu sein schien. Malaysia ist leider einfach nicht das Gelbe vom Ei in Sachen Unterkünfte. Zumindest war es auf der Insel viel leichter gutes Essen zu finden und überlebenswichtige Grundnahrungsmittel wie Wasser zu bekommen. An unserem einzigen vollen Tag auf der Insel nahmen wir dann ein Taxiboot zum Turtle Beach um dort etwas zu schnorcheln. Wir konnten zwar leider keine Schildkröte dort sehen, aber dafür hatten wir den gesamten Strand für uns alleine. Anschließen ließen wir uns mit dem Taxiboot zum Fisherman‘s Village fahren, um dort Mittag zu essen.Читать далее
Kuala Lumpur
13 октября 2023 г., Малайзия
🌩️ 33 °C
Nach einer relativ langen Serie von Dörfern und Inseln waren wir sehr froh mal wieder in eine Großstadt zu fahren. Oftmals sind zwar die kleinen Orte und Inseln interessanter, aber auf Dauer fühle euch mich einfach wohler in Großstädten. Liegt denke ich einfach daran, dass ich in einer Großstadt aufgewachsen bin. Unsere Unterkunft war dann zum ersten Mal in Malaysia auch wirklich ein absolutes Highlight. Wir hatten ein Apartment in einem großen Hochhauskomplex mit Skypool, Gym, Sauna und Steambath gebucht. Wir waren anfangs etwas skeptisch, weil es so günstig war, aber tatsächlich war alles wie auf den Bildern. Die Tage in Kuala Lumpur verbrachten wir damit uns durch den Großstadtdschungel zu kämpfen, im Skypool zu chillen, Chinatown zu erkunden und dort zu essen und auf einen Streetfoodmarkt zu Abend zu essen. Einer der Hauptattraktionen die man eigentlich besichtigen muss sind die Batu-Caves. Dort war es auch wirklich mega schön und beeindruckend.Читать далее
Melaka
18 октября 2023 г., Малайзия
☁️ 31 °C
Unser letzter Stopp in Malaysia führte uns in die Stadt Melaka. Wie zu erwarten war unsere Unterkunft wieder ein richtiges downgrade im Vergleich zu der in KL. Am Abend unserer Ankunft sind wir in ein nahegelegenes indisches Restaurant gegangen. Für gerade mal 2,50€ erhielten wir jeder ein Naan mit Dhal und eine Portion Tandoori Chicken. Das Essen war unfassbar lecker und irgendwie hat indisches Essen immer sowas gemütliches an sich. Man dippt entspannt sein Naan ins Curry und isst nebenbei bisschen was vom perfekt gegrillten Chicken😂 An unserem einzigen vollen Tag haben wir dann einmal alle Sehenswürdigkeiten in Melaka abgeklappert. Für mich persönlich war es irgendwie ziemlich langweilig. Die Hauptsehenswürdigkeiten sind zwei Kirchen und ein altes Rathaus von den Holländern. Sowas catcht mich einfach immer nicht. Für mich war Melaka auch eher Mittel zum Zweck, weil wir von dort aus nicht so lange nach Singapur brauchen. Abends waren wir dann wieder indisch essen.Читать далее
Singapore
20 октября 2023 г., Сингапур
☁️ 29 °C
In Singapur hatten wir unseren ersten Housesit, da normale Unterkünfte einfach viel zu teuer sind. Wir hatten echt keine Lust 50€ pro Nacht für einen Schlafsaal auszugeben. Somit kümmerten wir uns um einen alten Kater (Miaou Miaou), einen Hasen (Eyeore) und eine Schildkröte (kein Name 😅). Im Gegenzug dafür konnten wir in der Wohnung von den Besitzern der Tiere leben. Clara und Jon (die Besitzer der Tiere und der Wohnung) empfingen uns nett in ihrer 4-Zimmer Wohnung im Stadtteil Bishan. Sie zeigten uns alles bezüglich der Tiere und der Wohnung. Luden uns abends zum Essen ein und flogen am nächsten morgen dann in den Urlaub. Somit hatten wir die gesamte Wohnung für uns alleine für umsonst. Ich muss aber dazu sagen, dass ich absolut kein Fan davon bin Tiere so zu halten. Der Kater wirkte unglücklich und wollte die ganze Zeit raus. Der Hase hat zwei mal am Tag gefressen und sonst nur rumgelegen. Über die Haltung einer Schildkröte brauche ich glaube ich nichts zu sagen. Ein Tier, wie eine Schildkröte, in welcher Form auch immer zu halten ist absolute Tierquälerei! Tut mir auf jeden Fall sehr leid für die Tiere. Ich bin trotzdem dankbar für die Erfahrung die ich hier gemacht habe und es bestätigt mich nur noch mehr in meiner Meinung zur Tierhaltung. Die Stadt Singapur ist auf jeden Fall sehenswert. Im Vergleich zu den meisten anderen Städten auf der Welt sehr sauber, futuristisch und luxuriös. Man muss allerdings auch Lust auf eine solche Stadt haben, denn gefühlt besteht 90% der Stadt aus Malls. Steigt man aus einer Bahn kommt man in einer Mall raus, will mal in eine Bahn muss man erst durch eine Mall. Selbst die meisten Hotels haben eine Mall im Gebäude 😂 Also zum Shoppen, insbesondere wenn man Bock auf Geld ausgeben hat, ist diese Stadt das Paradies. Wenn man darauf aber keinen Bock hat, kann es auch schnell zum Horrorerlebnis werden. Ich glaube ich habe hier an einem Tag mehr Louis Vuitton Stores als McDonald’s Filialen gesehen, was sicherlich schon einiges über die Stadt aussagt 😉 Am 24. Oktober waren wir dann noch anlässlich Sarah’s Geburtstag im Universal Studio. Wir beide lieben Achterbahnen, weshalb es mega Spaß gemacht hat.Читать далее

Randolph auf ReiseGute Tipps, falls man auch mal was anderes als Malls sehen möchte 😄
Medan, North Sumatra
26 октября 2023 г., Индонезия
☁️ 31 °C
Mit dem Flugzeug ging es für uns in den Medan, im Norden von Sumatra. Uns war beiden bewusst, dass diese Stadt absolut hart wird. Sarah erzählte mir, dass sie von mehreren Quellen gehört/gelesen hat, dass es sogar die hässlichste Stadt der Welt sein soll. Was wir gehört hatten stimmte an sich auf jeden Fall. Die Stadt ist extrem hässlich, jedoch kann man sie eigentlich nicht vermeiden, wenn man nach Sumatra möchte. Und ich würde behaupten viele Städte in Indien waren ähnlich wie zum Beispiel Jullundur. Die zwei Tage die wir im Medan hatten verbrachten wir damit von Mall zu Mall zu fahren, da wir ein paar Ausrüstungsteile für bevorstehende Abenteuer in Indonesien brauchten. Außerdem war es auch echt nicht so leicht eine SIM Karte zu finden. Dafür mussten wir schon durch drei Malls latschen 😂. Da hat man einfach gemerkt, dass der Medan absolut nicht touristisch ist. Abgesehen vom angestarrt werden, waren die Leute aber trotzdem sehr sehr freundlich.Читать далее
Bukit Lawang (Jungle-Trek)
28 октября 2023 г., Индонезия
☁️ 29 °C
Unser Ziel in Bukit Lawang, war es während eines zweitägigen Dschungel-Treks frei lebende Orang Utans zu sehen. Orang Utans sind stark vom Aussterben bedroht und man kann sie auf der Welt nur noch an zwei Orten frei lebend finden. Zu diesen zwei Orten gehört Nordsumatra. Wir wurden mega herzlich in unserer Unterkunft in Bukit Lawang von dem Manager “DiDi Cool” und unserem Guide Helmi empfangen. Wir aßen erstmal Lunch in deren Restaurant und unterhielten uns etwas. Dann haben wir uns ein bisschen ausgeruht und abends nach unserem Abendessen mit dem Organisator der Dschungel-Treks alles nötige besprochen. Am nächsten Tag haben wir uns dann noch auf entspannt das Dorf angeschaut. Dazu mussten wir circa 40 Minuten gehen, da unsere Unterkunft relativ weit außerhalb war. Das Dorf an sich war aber echt sehr schön. Das Highlight ist der Fluss in der Mitte, indem die ganze Zeit Menschen schwammen und sich mit Reifen flussabwärts treiben ließen. Wir haben dann sogar da unseren ersten Thomas‘s Leaf Monkey gesehen. Er hockte gemütlich in einer Palme und hat an einer Bananenschale geknabbert. Das besondere a den Languren ist, dass sie nur in Nordsumatra zu finden sind und extrem witzig aussehen. Als wir dann zurück wollten ist etwas wirklich abgefucktes passiert. Wir standen am Straßenrand, um uns ein TukTuk zurück in unser Guesthouse zu nehmen. Während wir dort standen, sah ich eine Katze, die dort am Straßenrand lang gegangen ist. Ich drehte mich kurz um, weil Sarah etwas zu mir sagte und plötzlich hörten wir ein lautes Katzengeschrei. Wir drehten uns in die Richtung und sahen, dass die Katze von einem Auto überfahren wurde und mit einem verkrüppelten Gang unter dem langsam fahrenden Auto hervorkroch. Das Auto ist wohl über ihre Hinterpfoten oder sogar über ihr ganzes Hintergelenk gefahren. Man sah ihr den Schock und die Schmerzen sehr an. Dieser Anblick hat mir wirklich das Herz gebrochen. Ich weiß, dass sowas natürlich täglich auf der Welt passiert, aber eine vorerst gesunde Katze zu sehen, die innerhalb eines Momentes ein so schlimmes lebensveränderndes Ereignis erlebt war wirklich grausam. Jeder der mich kennt, weiß wie sehr ich Katzen liebe und deshalb war es für mich nochmal besonders schlimm und ich hatte auch Tage danach noch immer wiederkehrende unangenehme Gedanken wegen diesem Ereignis, da sich die Bilder und das Gefühl der Machtlosigkeit so eingebrannt hat. Nichtsdestotrotz musste das Leben natürlich weitergehen und so starteten wir am nächsten Tag unseren Trek in den Dschungel. Dabei wurden wir von unserem Hauptguide Helmi und einem Assistenzguide namens Anto begleitet. Die beiden waren ein cooles Team. Helmi hat uns mit so viel Liebe und Witz Dinge gezeigt und erklärt und Anto ist erstmal vorgegangen, um schon mal nach Orang Utans Ausschau zu halten. Nach kurzer Zeit kam dann auch schon der Anruf von Anto, dass er welche gesichtet hat. Mit zügigen Schritten eilten wir zu dem Spot, den er meinte und dann sahen wir auch schon unseren ersten Orang Utan weit oben in den Bäumen. Kurz danach haben wir dann auch einen weiteren weiblichen Orang Utan mit einem Baby im Arm von ziemlich nahem gesehen. Es war echt ziemlich überwältigend ein so beeindruckendes Tier von so nah sehen zu dürfen. Zum runterkommen gab es dann erstmal ein paar Früchte. Anto packte aus seinem Rucksack plötzlich Drachenfrüchte, Bananen, Passionsfrüchte, Wassermelone und Mandarinen aus. Das war natürlich viel zu viel, aber mega lecker. Als wir etwas weiter gegangen sind sahen wir eine Gruppe von Thomas‘s Leaf Monkeys. Einer kam dann sogar auch ganz nah und es wirkte so als ob er gerne fotografiert wird. Danach gab es dann unser Mittagessen. Die Guides hatten für uns Nasi Goreng mit Ei, Chicken und Tofu dabei. Als Nachtisch gab es dann noch eine halbe Ananas für jeden. Also am verhungern waren wir auf jeden Fall nicht. Nach ungefähr 8 Stunden trekken kamen wir dann am Camp an. Dort entspannten wir erstmal, tranken Tee, spielten Tic Tac Toe und aßen Kekse. Später sind wir dann noch in den Fluss gegangen, um uns ein bisschen abzukühlen und zu waschen. Dann war auch schon Abendessenszeit und es gab Curry, Reis, Potatoecake und Chicken. Nach so einem langen Tag waren wir dann auch echt froh uns hinlegen zu können. Allerdings war das “Bett” absolut unbequem und die Schlafsäcke komplett durchnässt, weshalb die Nacht nicht so erholsam war, wie erhofft. Am nächsten Tag machten wir uns dann nach einem kurzen Frühstück wieder auf dem Rückweg. Der Plan war es aber diesmal nur ungefähr 3 Stunden zu einem Fluss zu gehen, von wo aus wir zurück ins Dorf mit einem Reifen raften würden. Auf dem Weg dorthin sahen wir Thomas’s Leaf Monkeys, einen Pig-tailed Macaque und einen Hornbill (Nashornvogel). Das e Pig-tailed Macaque Begegnung war aber am interessantesten, denn die können durchaus aggressiv sein. Und dieser war es wohl auch 😂. Nachdem wir ihn entdeckten und anhielten, um ihn zu beobachten und Fotos zu machen, kam er mit schnellem Gang auf uns zu und machte bedrohliche Geräusche. Helmi nahm einen Stock und versuchte ihn etwas zu verscheuchen. Wir gingen dann weiter, aber er verfolgte uns tatsächlich noch ein paar Minuten. Als wir ihn dann losgeworden sind, machten wir erstmal eine kleine Pause und aßen wieder diverse Früchte 😂. Kurz darauf erreichten wir dann den Fluss, wo es dann erstmal Mittagessen für uns gab. Wieder Nasi goreng mit Beilagen und zum Nachtisch Wassermelone und Ananas. Ich glaube ich habe noch nie so viel gegessen wie in diesen beiden Tagen. Nachdem wir fertig waren begann dann der spaßige Part. Ungefähr 30 Minuten rafteten wir zu viert flussabwärts und wurden dabei ziemlich nass und hin und her geschleudert. Wieder im Guesthouse angekommen hieß es nur noch entspannen und erstmal verarbeiten, was man da alles in den letzten 36 Stunden erlebt hatte. Auch wenn es mega anstrengend war, wir uns am Ende extrem versifft gefühlt haben, von Blutegeln und Moskitos halb aufgefressen wurden und Sarah mehrmals hingefallen ist war diese Tour auf jeden Fall einer unserer Highlights im Leben bisher und ich kann es nur jedem empfehlen sowas einmal im Leben zu machen.Читать далее
Samosir, Lake Toba
1 ноября 2023 г., Индонезия
☁️ 24 °C
Auf die Insel Samosir im Lake Toba sind wir hauptsächlich zum entspannen gefahren. Nach unserem Dschungel-Trek war dies auch echt nötig. Außerdem liegt Lake Toba auf dem Weg zu unserer nächsten geplanten Aktivität auf den Mentawai Inseln. Neben dem gezielten Entspannen, haben wir ein traditionelles Batak Dorf besucht. Das besonders Interessante an denen ist, dass sie früher Kannibalismus betrieben haben. Deshalb konnte man in dem Dorf auch noch eine alte Exekutionsstelle besichtigen.Читать далее
Padang
5 ноября 2023 г., Индонезия
Um nach Padang zu kommen mussten wir eine 20-stündige Busfahrt durchstehen. Diese Fahrt war leider eine absolute Katastrophe. Es ging um 18 Uhr los und es wurde bis 1:30 Uhr keine Pause gemacht, obwohl wir uns darauf verlassen hatten, dass es auf jeden Fall eine Pause gibt um sich etwas zum Abendessen zu kaufen. Dazu war es extrem kalt, die Straßen waren ruckelig und kurvig, weshalb Sarah sich in der Nacht übergeben musste und aus der Klimaanlage kam bei jeder Kurve ein Wasserfall raus. Als wir dann endlich in Padang angekommen sind haben wir erstmal nur gechillt, bei Pizza Hut gegessen und ein paar Erledigungen für unsere geplante Aktivität gemacht. Am nächsten Tag haben wir Marie und Antoine, ein französisches Paar, mit denen wir zusammen für 5 Tage in den Dschungel auf den Mentawai Inseln gehen werden, kennengelernt. Unser Guide gab uns am Abend noch ein kleines Briefing und klärte letzte Fragen. Abends sind wir zusammen mit Marie und Antoine in ein bekanntes Restaurant gegangen. Das besondere an dem Restaurant ist, dass dort bei Ankunft jedes Gericht der Speisekarte auf den Tisch gestellt wird und man dann entscheidet, was man behält und was nicht. Wir unterhielten uns nett und tauschten uns etwas über unsere Erwartungen und Befürchtungen aus. Sarah und ich mussten dann abends noch unseren Weiterflug buchen, da wir im Dschungel natürlich kein Internet mehr gehabt hätten.Читать далее
Mentawai Islands
7 ноября 2023 г., Индонезия
🌧 29 °C
Für die nächsten fünf Tage hatten wir das Glück uns auf etwas ganz besonderes freuen zu dürfen. Als Sarah mir davon erzählte, dass man fünf Tage mit dem Mentawai Tribe tief im Dschungel verbringen kann, wusste ich erst nicht so ganz was ich davon halten soll. Eins war auf jeden Fall klar, um ein Massentourismus-Erlebnis handelte es sich hierbei nicht. Mit vielen Erwartungen, Befürchtungen und voller Aufregung ging es dann um 6 Uhr morgens von unserer Unterkunft in Padang zusammen mit Marie, Antoine und unserem Guide los. Um dorthin zu gelangen mussten wir einen ziemlich aufwendigen Weg auf uns nehmen. Zunächst ging es mit einem Auto an den Hafen, von wo aus wir eine fünfstündige Fähre auf die Siberut Insel nahmen. Während der Fährenfahrt konnte ich tatsächlich vom Deck aus, während die anderen schliefen, einige Delfine beobachten. Leider kamen die Momente immer so schnell und unerwartet, dass ich es nie schaffte eine Aufnahme zu machen. Als wir dann endlich auf der Insel ankamen hatten wir schon ein gutes Stück geschafft, waren jedoch noch lange nicht da. Am Hafen erwartete uns unser zweiter Guide Ricky, in einem Truck. Wir schwingten uns alle auf den Truck und kauerten für ungefähr 1,5 Stunden in einer eher ungemütlichen Position bis wir an einem Fluss ankamen. Am Fluss warteten zwei Kanus mit Motor und Fahrer auf uns. Auch wenn die ungefähr 2 Stündige Kanufahrt durch eine wunderschöne teils unberührte Dschungel-Landschaft führte, war sie echt krass anstrengend. Einerseits aufgrund der unbequemen Sitzhaltung und andererseits, weil wir ständig aussteigen mussten, da das Kanu aufgrund des niedrigen Flusspegels auf den Steinen lag. Als wir am geplanten Aussetzungspunkt ankamen, ging es noch für weitere 1-2 Stunden zu Fuß weiter. Der Weg war wirklich nicht ohne, teilweise mussten wir durch Flüsse durch, die bis zu den Oberschenkeln gingen und durch matschiges Dschungelgebiet. Dementsprechend war die Erleichterung erstmal groß, als wir im Haus der Mentawai Familie ankamen, bei der wir die nächsten 4 Nächte schlafen würden. Die Häuser des Mentawai Tribes werden „Uma“ genannt und damit ist ein länglich gebautes Haus aus Holz gemeint, was an den Seiten offen ist. Unterm Haus leben Hühner und auf der Etage dadrüber leben die Menschen. Der erste der uns begrüßte und sich vorstellte war Aman Sasali. Er ist das Familienoberhaupt und Schamane. Während wir mit ihm saßen und Tee tranken kamen auch immer wieder weitere Mitglieder der Familie und hießen uns willkommen. Am ersten Abend aßen wir nur noch etwas, ließen alles auf uns wirken und lernte alle Mitglieder der Familie etwas kennen. Insgesamt leben in dem Uma 13 Familienmitglieder. Dementsprechend ist es relativ voll und permanent laut. Sarah schloss direkt eine Verbindung mit der ältesten der Familie, die die Mutter von Aman Sasali ist. Wie alt sie ist, konnte uns leider nicht gesagt werden, da die Mentawais keinen Kalender haben und somit keine Jahre zählen. Die erste Nacht verlief im allgemeinen besser als erwartet. Man schläft zwar auf einer dünnen Matte auf dem Boden, allerdings ist man in einem geschützten Bereich, da ein Bettlaken um die Matte gespannt wird. Das kann man sich wie eine Art Höhle, wie man sie als Kind gebaut hat, vorstellen. Am Morgen wurden wir ziemlich früh wach aufgrund des Lautstärkepegels, was aber nicht sonderlich schlimm war, da wir hier ja nicht zum schlafen waren. Am Morgen lief es eigentlich immer so ab, dass wir uns zu aller erst am Fluss fertig gemacht und gewaschen haben. Danach gab es für uns etwas zum Frühstück und wir saßen ein bisschen zusammen, führten Konversationen, tranken Tee oder Kaffee und besprachen den Plan des jeweiligen Tages. Plan des ersten richtigen Tages war es in den Dschungel zu gehen und Larven zu finden, da sie eine wichtige Nahrungsquelle für die Mentawais sind. Interessanterweise dürfen jedoch die Schamane keine Larven essen. Nach einem kurzen Gang durch den Dschungel von gerade mal 20 Minuten stoppten wir an einer Stelle, wo ein paar morsche Baumstämme lagen. Aman Sasali und ein anderer Schamane der uns begleitete, fingen direkt an mit ihren Macheten die Baumstämme zu zerhacken und friemelten so eine Larve nach der anderen aus dem Holz. Sarah und ich sind eigentlich sehr aufgeschlossene Menschen, wenn es jedoch darum geht lebende Insekten zu probieren, wird man uns bei dieser Thematik nicht als die probierfreudigsten Menschen erleben. Zum Glück waren wir zu viert und die Schamane schafften es Antoine als Probieropfer zu überreden. Es sah schon relativ unangenehm aus als er die Larve gegessen hat, da es wohl relativ schwer war den Körper vom Kopf abzubeißen. Insgesamt dauerte es schätzungsweise 30 Sekunden bis er den Kopf im Mund abgetrennt hatte und den essbaren Körper runterschlucken konnte. Als ich den Struggle von Antoine sah war ich froh das Probieren abgelehnt zu haben, da ich bei sowas sehr schnell einen Kotzreiz entwickle. Wir mussten Aman Sasali allerdings versprechen welche zu probieren, wenn sie gekocht sind. Darauf konnten wir uns einlassen. Die Larven wurden in einem Bambusrohr zum Transport gepackt und (un)glücklicherweise vergaß Adrian das Bambusrohr irgendwo im Dschungel. Anschließend ging es zu einer Palme. Der andere Schamane kletterte innerhalb von 10 Sekunden mit seiner Machete die ca. 10 Meter hohe Palme hinauf und holte uns jedem eine frische Kokosnuss runter. Das war echt lecker. Danach ging es dann erstmal zurück ins Uma um Mittag zu essen. Nach dem Mittagessen spielten wir mit den Guides und den Kindern Uno. Die Verlierer bekamen von dem Gewinner Kaffeesatz ins Gesicht geschmiert. Natürlich war ich einer der Verlierer. Nachmittags zeigte uns die Frau von Aman Sasali wie man Sagu herstellt. Sagu ist eine der wichtigsten Nahrungsmittel für die Mentawai. Es wird aus einer Pflanze gewonnen, zu einer Mehlartigen Masse mit den Füßen zertrampelt und in der Pulverform in ein Blatt eingewickelt. Für den Verzehr wird es dann über dem Feuer geröstet, sodass eine Art fester Stick rauskommt. Die Mentawai essen es dann wie Brot in dem sie es beispielsweise in Suppen usw. dippen. Für mich und Sarah war es ein sehr eigenartiger Geschmack. Man kann es definitiv essen ohne kotzen zu müssen, aber es wäre gelogen wenn ich sagen würde, dass ich es genossen habe. Abends saßen wir dann wieder alle zusammen und aßen etwas. Anschließend wurde sich unterhalten, gespielt und Tee getrunken. Marie stellte sich als ziemlicher Schach Profi heraus, was ziemlich cool war, weil ich schon seit längerem daran interessiert war ein paar Schachstrategien zu lernen. Schlafen ging es für uns meistens immer so gegen 23 Uhr und meist waren wir dann auch immer ziemlich fix und fertig. Das lange trekken im Dschungel, die feuchte Hitze und die permanente Exposition sozialer Situationen können wirklich ziemlich anstrengend sein. In den nächsten Tagen lernten wir diverse weitere Skills die man als Mentawai zum überleben im Dschungel benötigt, wie unter anderem das Aufstellen von Fallen für Wildschweine, das Fangen von Fischen, was interessanterweise eine Aufgabe der Frauen ist sowie die Herstellung von Gift für die Pfeile um Wildtiere wie Affen, Wildschweine, Rehe, Fledermäuse, Eichhörnchen und viele weitere Tiere effektiv zu jagen. Die Mentawai töten allerdings nur, wenn sie es müssen. Um die Seele des Tieres zu ehren hängen sie die Schädel sozusagen als Dekoration im Uma auf. Was auch sehr interessant und suspekt ist, ist dass die Mentawai offiziell seit einigen Jahren Moslems sind. Suspekt daran ist, dass sie sich aufgrund ihrer Traditionen nicht an vieles halten, was der Koran vorgibt, wie beispielsweise den Verzicht auf Schweinefleisch oder das fünfmalige Beten pro Tag. Ich hatte etwas den Eindruck, dass es in Indonesien so ist, dass es von der Gesellschaft als sehr gut angesehen wird wenn man Moslem ist. Dies würde auch erklären, weshalb ca. 92% der Bevölkerung muslimisch ist. Ich denke zum Teil wird das auch das Motiv hinter der muslimischen Zugehörigkeit der Mentawai sein, da sie in der heutigen Zeit trotz ihrer traditionellen indigenen Lebensweise Pässe und bis zu einem gewissen Grad eine Integration in die Gesellschaft benötigen. Allerdings erzählte uns Aman Sasali, dass sie beispielsweise zum Ramadan auch fasten, was dafür spricht, dass wahrscheinlich noch etwas mehr dahinter steckt als nur der gesellschaftliche Zwang. Zum Abschluss unseres Aufenthalts haben Sarah und ich uns dazu entschieden ein wortwörtlich unvergessliches Andenken mit nach Hause zu nehmen. Nämlich ein Tattoo. Ich liebe Tattoos und die Mentawai sind laut mehreren Quellen dafür bekannt, die älteste Tattoo-Tradition der Welt zu haben. Dementsprechend war es für mich fast schon ein muss ein solches Tattoo von einem Schaman zu erhalten, auch wenn ich selbstverständlich ziemlichen Respekt aufgrund der mangelnden Hygiene hatte. Mit einer Infektion oder anderen durch Blut übertragbaren Krankheiten ist ja bekanntlich wirklich nicht zu spaßen. Für Sarah war es tatsächlich das erste Tattoo, weshalb sie lustigerweise eher Sorgen um die Schmerzen des Tätowierungsprozesses machte. Obwohl ich zuerst dran war und zu meiner Überraschung feststellte, dass es 100 mal weniger schmerzhaft ist, als ein Tattoo, was mit der Maschine gemacht wird, stieg ihre Aufregung dennoch stark an bis zu dem Zeitpunkt an dem sie dran war. Sie hat es dann aber auch gut überstanden und war sehr stolz auf sich, dass sie es ausgehalten hat und es weniger schlimm als gedacht war. Am nächsten Tag mussten wir dann mit gemischten Gefühlen die Rückreise zum Festland antreten. Einerseits freuten wir uns natürlich auf gewisse luxuriöse Gegebenheiten, die die Zivilisation zu bieten hat, wie ein weiches Bett oder eine richtige Dusche. Allerdings waren mir diese Menschen und diese Lebensweise wesentlich mehr ans Herz gewachsen, als ich zuvor gedacht hätte. Dementsprechend war der Abschied gar nicht so leicht. Zum Glück können wir aber natürlich die Erinnerungen und das Gelernte mit nach Hause nehmen und für immer in Ehren halten. Als unser Guide Adrian uns fragte, wie es uns gefallen hat, sagte Marie etwas, was mir sehr stark in Erinnerung geblieben ist und was ich aus persönlicher und psychologischer Perspektive nur absolut unterstützen kann. Sie meinte, dass es ihr besonders positiv aufgefallen war, wie die Erwachsenen mit den Kindern umgehen. Kurz zusammengefasst werden die Kinder nie groß angeschrien oder für irgendein Verhalten bestraft. Sie dürfen einfach Kind sein und die Welt mit sehr viel Freiraum explorieren. Der Rückweg war abgesehen davon, dass wir wieder Delfine von der Fähre sehen konnten nicht besonders spektakulär. Alles in allem war es eine wirklich unglaubliche Erfahrung die mit Worten niemals ausreichend beschrieben werden kann. Man muss es einfach selbst erleben.Читать далее
Jakarta
12 ноября 2023 г., Индонезия
☁️ 33 °C
Nachdem wir uns eine Nacht nach unseren Mentawai-Trip in Padang erholt hatten, ging es zusammen mit Marie und Antoine zum Flughafen, um in die Hauptstadt Jakarta zu fliegen. Wir wussten zwar schon vorab, dass wir nicht allzu große Erwartungen haben sollten, aber diese Stadt hat sogar unter unseren bereits sehr niedrigen Erwartungen locker Limbo getanzt. Die Stadt war wirklich extrem hässlich und Sarah erzählte mir auch, dass sie als “die stinkende Stadt“ bekannt ist. Unseren einzigen vollen Tag in Jakarta verbrachten wir mit Marie und Antoine. Wir trafen uns in der Altstadt und schauten uns diese an, wobei uns sehr schnell bewusst wurde, dass auch die absolut nicht schön oder sehenswert zu sein scheint. Aufgrund des anstrengenden Verkehrs sind wir um etwas Zeit bis zum Abendbrot zu überbrücken in eine Bar geflüchtet. Die Bar war zwar etwas komisch, da sie an sich eine Art Nebenzimmer in einem größeren verlassenen Gebäude war und wir die einzigen Gäste waren, aber hier hatten wir dennoch eine gute Zeit. Wir tranken Bier und spielten Billard. Anschließend waren wir richtig geil essen in einem chinesischen Restaurant. Chinesisches Essen gehört seit unserer Reise mit zu meiner Lieblingsküche.Читать далее
Yogyakarta
14 ноября 2023 г., Индонезия
🌧 30 °C
Zusammen mit Marie und Antoine ging es für uns mit dem Zug nach Yogyakarta. Das Hauptziel von mir und Sarah war es dort unser Visum zu verlängern. Die Hauptattraktionen in Yogyakarta sind die beiden Tempel Prambanan und Borobudur. Sarah erfuhr in einer WhatsApp Gruppe für Backpacker in Indonesien, dass man sein Visum direkt am Borobudur Tempel innerhalb weniger Stunden verlängern kann. Normalerweise dauert der gesamte Prozess wenn man wie es die meisten Menschen tun ins Immigration Office geht bis zu 7 Tage und man muss innerhalb der 7 Tage für drei Termine persönlich hingehen, um unter anderem Dokumente einzureichen, Fotos zu machen und Fingerabdrücke abzugeben. Somit wäre diese Option direkt am Tempel ein ziemlicher Jackpot für uns. Zumal es auch noch wesentlich günstiger ist, als wenn man es im Immigration Office machen lässt. Als wir dann dort am Tempel ankamen bestätigte sich dies auch alles und wir konnten ohne Probleme unser Visum für einen Monat verlängern. Die Tempelanlage war leider eine Enttäuschung, was aber auch teils unsere Schuld war, da wir uns für ein Ticket entschieden, was es uns nicht gestattete auf den Tempel rauf zu gehen. Eigentlich wollten wir uns noch zum Sonnenuntergang mit Marie und Antoine an dem anderen Tempel Prambanan treffen, da es jedoch stark anfing zu regnen und wir auf dem Motorroller total nass wurden entschieden wir uns dafür dies auf den morgigen Tag zu verschieben. Am nächsten Tag waren wir zum Mittagessen bei Wendys, was eine reine Enttäuschung war, denn die Burger schmeckten widerlich. Danach trafen wir uns dann mit den beiden am Tempel für den Sonnenuntergang. Der Prambanan Tempel hat uns tatsächlich auch wesentlich besser gefallen. Trotzdem kann ich niemanden empfehlen in diese Stadt zu fahren. Wie bereits alle anderen indonesischen Großstädte zuvor ist auch diese einfach nicht schön. Die Tempel kann man sich anschauen aber kommen nicht ansatzweise an Angkor Wat in Kambodscha ran. Am Abend waren wir noch mit Marie und Antoine essen und anschließend in einer Bar für ein paar Bier und ein paar Runden Uno.Читать далее





































































































































































































































