• Krakau - ehemalige Hauptstadt

    Yesterday in Poland ⋅ ☁️ 6 °C

    Der Tag beginnt mit einem kurzen Moment Sonnenschein, doch die frische Luft lässt uns schnell zur Mütze greifen. Es ist einer dieser Morgen, an denen man spürt, dass der Frühling zwar da ist, sich aber noch nicht ganz durchgesetzt hat.

    Noch bevor wir richtig in den Tag starten, bekommen wir besonderen Besuch: Zwei Alpakas und eine kleine Ziege schauen bei uns vorbei. Sie gehören zum Campingplatz und übernehmen hier ganz natürlich die Rasenpflege. Der Betreiber bringt uns sogar Karotten, sodass wir die Tiere füttern dürfen. Während die Alpakas neugierig und zutraulich sind, hält sich die Ziege lieber im Hintergrund und beobachtet das Geschehen mit vorsichtiger Distanz. Ein herrlich entschleunigter Start in den Tag.

    Der Campingplatz selbst ist ziemlich matschig, doch wir schaffen es problemlos hinaus und machen uns auf den Weg Richtung Krakau.

    Schon bald erreichen wir die Stadt und steuern einen bewachten Parkplatz an, den wir über park4night gefunden haben. Die Lage ist ideal – nur etwa 800 Meter vom Zentrum entfernt. Kaum angekommen, beginnt es leicht zu nieseln. Dick eingepackt und mit Regenschirm ausgestattet, machen wir uns trotzdem auf den Weg.

    Krakau zeigt sich trotz des grauen Wetters von seiner schönen Seite. Die Stadt gehört zu den ältesten und beeindruckendsten in Polen und war einst sogar Hauptstadt. Die Altstadt ist hervorragend erhalten und erzählt Geschichten aus Mittelalter, Renaissance und Moderne. Überall entdecken wir prächtige Gebäude, die restauriert sind.

    Schon bald stehen wir auf dem großen Marktplatz. Passend zur Jahreszeit findet hier ein Ostermarkt statt, der dem Platz zusätzlich Leben einhaucht. Trotz des Regens schlendern wir einmal rundherum, bestaunen die Fassaden und das Rathaus in der Mitte. Eine Passage im Inneren (Krakauer Tuchhallen) bietet uns die perfekte Gelegenheit, auch im Trockenen ein wenig zu bummeln.

    Ein weiteres Highlight ist der Besuch der Marienkirche. Die Atmosphäre im Inneren ist beeindruckend, auch wenn wir den berühmten Trompetenruf zur vollen Stunde leider verpassen.

    Für den heutigen Tag haben wir uns eine Stadttour zusammenstellen lassen, die uns zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten führt. So geht es weiter hinauf zum Wawel-Schloss, der ehemaligen Residenz der polnischen Könige. Von dort oben genießen wir einen schönen Blick auf die Weichsel. Auch die Kathedrale beeindruckt uns sehr.

    Zum Abschluss erkunden wir noch das Viertel Kazimierz, das mit seiner jüdischen Geschichte, kleinen Cafés und Bars eine ganz besondere Stimmung versprüht. Der Rückweg führt uns entlang der Weichsel zurück zu unserem Wohnmobil, während der Regen langsam stärker wird.

    Unterwegs gönnen wir uns noch zwei Pączki – gefüllt mit Kirsch- und Himbeermarmelade. Zurück im Wohnmobil genießen wir sie mit einer heißen Tasse Tee und wärmen uns wieder auf. Ein perfekter Moment, um den Tag kurz innezuhalten.

    Zum Übernachten bleiben wir nicht in der Stadt. Stattdessen fahren wir noch ein Stück weiter ins Umland. Durch den dichten Feierabendverkehr geht es hinaus aus Krakau, bis wir schließlich einen ruhigen Platz finden, an dem wir den Abend entspannt ausklingen lassen.
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