Rouven Klein

Joined December 2016
  • Day55

    Trekking Himalaya: Tag 8-10

    Yesterday in Nepal ⋅ ☀️ 0 °C

    Nach dem Renjola Pass und Abhängen in Gokyo heißt es nun absteigen.
    Der Abstieg ist für 3 Tage geplant - aber ehrlicherweise ist uns das zu lange.

    Das schönste für uns sind die Tage - also das Laufen, der Ausblick und der Trek an sich: Die Herausforderungen auf dem Weg sowie das ständige Auf und Ab, die Esel und Yaks die uns entgegen kommen, Porter die unfassbare Gewichte den Berg hoch tragen und natürlich die kleinen Ortschaften mit ihren Guesthouses und den einfachen aber leckeren Lunches.

    Wir ändern also kurzfristig den Plan und beschließen einen 8h Wandertag anstatt zwei kurzer Etappen einzulegen. Das war im Nachhinein eine sehr gute Entscheidung. Wir haben einen ausgefüllten und anstrengenden Tag, an dem sich das Himalaya Gebirge nochmal von seiner schönsten Seite zeigt. Gleichzeitig sind wir einen Tag näher an einem richtigen Hotel und der ersehnten Dusche.

    Optimal gelaufen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Unbeschreibliche Erfahrung und einfach nur toll, dass wir das erleben durften.

    Die Bilder und Videos sind die unsortierten Eindrücken der letzten Tage.

    P.S.: Die weissen Säcke an Sabrinas Rucksack sind sog. „Carry me Back“ Pakete. Darin befindet sich geshredderter Müll.
    In den höheren Regionen ist es kein Problem den Müll zu sammeln, aber es ist nicht einfach ihn abzutransportieren. Entweder er wird getragen oder per Hubschrauber ausgeflogen. Da letzteres sehr teuer ist, könnt ihr euch denken was passiert: Der Müll wird verbrannt..
    Mit den weißen Säcken (je ca. 300g schwer) leisten wir zumindest einen Beitrag unseren Müll-Footprint ein wenig zu reduzieren und die Region zu entlasten. Wir hoffen auf Nachahmer!
    Read more

  • Explore, what other travelers do in:
  • Day52

    Trekking Himalaya: der Tag danach

    November 13 in Nepal ⋅ ☀️ -5 °C

    Wir schlafen aus. Kein Weckerklingeln. 7.45 Uhr öffnet Sabrina das erste Mal die Augen. Sonne scheint ins Zimmer. Erster Gedanke: heute müssen wir gar nichts. Vorallem aber nicht 1.000 HM überwinden 😁

    Unser Guide macht sich schon Sorgen als wir 8.45 Uhr in den Frühstücksraum stolpern, weil wir so spät dran sind. Nach einem Frühstück entscheiden wir, dass wir uns den 500 m höher liegenden Gipfel Gokyo Ri einfach schenken. Den besten Ausblick hatten wir gestern - besser kann es nicht werden. Also spazieren wir über die umliegenden Hügel, hören den knacken des Gletschers zu und machen immer wieder Pause auf einem Stein um uns die Sonne ins Gesicht scheinen zu lassen und das tolle panorama vollends zu genießen. Wir können uns kaum satt sehen. 🏔️⛰️🌞

    Wir nutzen die Mittagssonne und waschen und das erste Mal seit 7 (!) Tagen die Haare 😂 natürlich nicht unter einer warmen Dusche - aber seht selbst in den Bildern.
    Socken haben wir auch gleich mit gewaschen und in die Sonne zum trocken gehangen.

    Am Nachmittag werden wir eingeladen in eine kleine, provisorische "Klinik" zu einem kostenlosen Info-Gespräch über das Thema Höhen-Krankheit (Altitude Sickness). Sabrina hat im vornherein zwar schon viel darüber gelesen, doch fühlt es sich gut an von einer Ärztin zu hören, was es mit all den Symptomen auf sich hat und wann man sich wirklich Sorgen machen sollte.

    Sie erklärt uns, dass in der aktuellen Höhe nur noch 50% des uns gewohnten Sauerstoffs in der Luft vorhanden ist. (Wir sind bisher von mindestens 75% ausgegangen 🤷🏻‍♀️) Der Körper gleicht das aus, indem er mehr atmet, das Herz schneller schlagen lässt und den Stoffwechsel hoch schraubt. Eine vermehrte Produktion von roten Blutkörperchen findet erst nach mehren Wochen in diesen Höhen statt.

    Klassische, "milde" Symptome der Höhen-Krankheit sind Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Schlafstörung und Abgeschlagenheit. Treten Sie auf ist es wichtig, nicht weiter aufzusteigen sondern einen Tag Pause einzulegen. Lassen die Beschwerden nach, kann es weiter gehen. Wird es schlimmer, muss man umkehren.

    Ignoriert man schwerwiegende Symptome wie Kurzatmigkeit auch im Ruhezustand, schleimigen Husten oder anhaltenden Schwindel, so kann das bis zum Tod durch Lungen- oder Hirnödem führen. Leider kommt genau das immer wieder vor, weil Leute die Signale ihres Körpers nicht richtig deuten oder sie einfach ignorieren. So traurig, erst diese Woche ist hier im Ort ein 26-jähriger Mann genau daran gestorben. 😔 Dabei kann man erkrankte sehr gut und effizient behandeln, indem ihnen Sauerstoff zugeführt wird und sie schnell ins Flachland transportiert werden.

    Doch es gibt auch gutes zu berichten, denn die gemeinnützige Einrichtung bietet Portern (Menschen, die hier Essen, Trinken und Gepäck von Touristen rauf und runter tragen, häufig jedoch in Badelatschen und ohne dicke Kleidung) eine kostenlose Unterkunft, billiges Essen und medizinische Versorgung wenn nötig. Bezahlt wird das ganze indirekt durch Touristen die hier ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Eine wirklich gute Sache! Insgesamt ein aufschlussreicher Nachmittag 🔎

    Der restliche Tag verläuft ebenso entspannt, Tagebuch schreiben, lesen, Abendessen, Karten spielen. Das übliche eben 😉

    Da wir uns entschieden haben, keinen weiteren Pass zu queren, treten wir morgen den Rückweg an, es heißt also: Abstieg für die nächsten 4 Tage.
    Read more

  • Day51

    Trekking Himalaya: Renjola Pass 5.369m

    November 12 in Nepal ⋅ ☀️ -3 °C

    Der Pass-Tag. Er ist da.
    8h wandern, davon 5h steil bergauf.
    Über 1.100 hm müssen überwunden werden, von 4.230m auf 5.369m.

    Der Wecker klingelt viel zu früh. Punkt 4.45 Uhr reißt er uns aus dem Schlaf einer unruhigen, viel zu kalten Nacht.
    Noch Schlaftrunken geht der erste Griff zu den für den Aufstieg bereit gelegten Klamotten, zur Basis Schicht: T-Shirt, Unterwäsche, Socken. Vor dem Aufstehen kommen die Kleidungsstücke für 10 min mit in den Schlafsack, um sie aufzuwärmen. Nachts hat es im Zimmer bis zu -8 Grad und diese Temperatur nimmt gefühlt auch die Kleidung an.
    Es macht das Aufstehen leichter, wenn man in leicht vorgewärmte statt nahezu gefrorene Unterwäsche steigen kann.

    Aus dem Schlafsack schälen ist die erste Herausforderung des Tages. Bei Minusgraden anziehen & Rucksack packen kann in dieser Höhe schon zur ersten Schnappatmung des Tages führen.
    Zähne werden vor der Türe geputzt, während langsam die Dämmerung einsetzt. Schon hier in Lungden ist das Panorama beeindruckend und fast unwirklich. Im leicht rosafarbenen Licht der aufgehenden Sonne scheint die Umgebung zweidimensional, ähnlich einer gut gelungenen Fototapete. Der pfeifende Wind holt uns aber in die Realität zurück. Es geht los, der wahrscheinlich Kräfte raubendste Tag der gesamten Exkursion steht bevor.
    Für ein ordentliches Frühstück ist es zu früh, sowohl für uns als auch für die Gastgeber. Gestärkt wird sich im Stehen mit einem dampfenden Tee und gefrorenen Müsli-Riegeln. Dann schnallen wir die 13kg Marschgepäck auf den Rücken und der Aufstieg beginnt.

    Ganz in der Früh sind wir drei die einzigen auf dem gesamten Trail und freuen uns der mystischen Stimmung im Gebirge. Meditativ ist es zu Laufen, den eigenen Schritt- und Atemrythmus zu finden und sich gedanklich auf die folgenden steilen Passagen einzustellen.
    Trotz der frühen Stunde werden unsere Schritte kürzer, die Geschwindigkeit langsamer, das Atem und der Herzschlag schneller. Die Effekte der Höhe sind nicht mehr von der Hand zu weisen. Wir befinden uns in einem Korridor mit einer Sauerstoffsättigung der Luft von nur noch 50%!! Hier sind nur noch die Nepalesen schnell unterwegs - oder eben die Touris die ihr Gepäck an Porter übergeben haben und den Aufstieg mit Tagesrucksack genießen können.
    Wir müssen auf uns aufpassen und die Signale des Körpers richtig deuten. Lal, unser Guide, ist seh darum bemüht unseren Zustand einzuschätzen und die richtigen Tips zu geben.

    Mit Sicherheit gibt es einige denen der beschriebene Aufstieg ebenfalls leicht von der Hand gehen würde - für uns aber ist es ein hartes Stück Arbeit.
    Nach 3h mäßigem Aufstieg geht es dann ans Eingemachte.
    Die zurückliegende Strecke hat konditionell und muskulär Ihre Spuren hinterlassen. Da wir abseits jeglicher Dörfer unterwegs sind bekommen wir auch keinen Nachschub für unser aufgebrauchtes Wasser - wir zehren also von dem was unser Körper her gibt. Und Snickers. Das Snickers nicht vergessen. 😋
    Vor uns baut sie sich nun auf. Die Wand. Die letzten 370m Steigung vor dem Pass. Nahezu senkrecht nach oben.

    Unförmige, ungleichmäßige Steintreppen übersäht mit losen Geröll, kleinen Eispassagen und mörderischer Steigung. So schaut der Pfad aus, der sich im Zick Zack nach oben windet. Auch wenn Lal wiederholt ruft: „Gleich geschafft, noch 20 min, dann sind wir oben“ spüren wir weniger Motivation sondern mehr die schwindenden Kräfte.
    4 Schritte, schweres Atmen, kurze Pause, weiter. Steiler, rutschiger, eisiger. Minute für Minute. Der Wind pfeift. Sabrina stöhnt ein langezogenes „Ich kann nicht mehr“ und mobilisiert dabei ihre letzten Kräfte. Rouven motiviert weiter: „gleich geschafft!“.

    Und dann: Bäääm!! Wir sind auf dem Renjola Pass angekommen. Bei bestem Wetter, mit wolkenlosem Himmel. Vor uns zeigen sich alle Berge, die wir so gerne mal in Echt sehen wollten.
    Der Mt. Everest in seiner vollen Pracht, das Dach der Welt, daneben Lhotse, Nuptse, Lobuche, Changtse, Makalu, die Liste ist lange und die Berge wirklich hoch.
    Obwohl wir auf fast 5.400m stehen fühlt es sich beim Blick auf dieses Panorama so an als wären wir in Garmisch auf dem Parkplatz und würden zur Zugspitze hoch schauen. Verrückt.

    Ab diesem Moment ist es für uns unvorstellbar wie man die weiteren 3.500 hm überwinden kann um den Everest tatsächlich zu besteigen. Wir sind uns sicher, dieses Abenteuer steht nicht auf unserer Liste. Der Anblick genügt und es ist das tollste Panorama das wir bisher bei einem Picknick hatten. Wir sind begeistert und unser Berghunger ist befriedigt.

    Erschöpft aber stolz und glücklich starten wir die 2,5h Abstieg ins nächstgelegene Dorf Gokyo, welches für zwei Nächte unsere Heimat sein wird. Ein wenig Karibik Feeling in der Höhe: kleine „Strände“ vor türkisblauem Wasser. So blicken wir auf den Gokyo See als wir unser Abendessen zu uns nehmen. Der folgende Tag soll einzig der Entspannung dienen - darauf freuen wir uns sehr!
    Read more

  • Day50

    Trekking Himalaya: Tag 4-5

    November 11 in Nepal ⋅ ☀️ 2 °C

    Nach der zweiten Nacht in Namche Bazaar machen wir uns auf Richtung Westen. Unser Etappenziel ist das kleine Dörfchen Thame, während des Erdbebens 2015 heftig in Mitleidenschaft gezogen. Beinahe alle Häuser mussten neu erbaut werden. Heute sieht man davon natürlich nichts mehr.

    Der Trek ist recht entspannt, wir gewinnen nur wenig Höhe (was gut ist, heute haben wir jeder schließlich wieder 13kg mehr zu tragen) und kommen bereits mittags in der Sunshine Lodge an. Die Zimmer alles andere als Sonnenschein (wie überall eben), der Gemeinschaftsraum dafür super gemütlich, irgendwie zu klein für die vielen Gäste, dadurch aber kuschelig warm geheizt. Wir hängen den Nachmittag in der Sonne draußen ab, bevor es zu kalt wird und wir drinnen weiter lesen, essen und Karten spielen. Und dann: ab in die Eis Höhle (unser Zimmer) 🥶

    Inzwischen merken wir übrigens beide leichte Symptome der Höhenkrankeit, die sich in schwerfälligem Atem, Kopfschmerzen und schlechtem Schlaf äußern. Soweit aber noch kein Grund zur Sorge. Wir befinden uns inzwischen auf 3.800m.

    Am nächsten Morgen geht's weiter durch das Tal Richtung Norden. Zum ersten Mal erleben wir den Vorteil, eine andere Route als die Mehrzahl zu nehmen - wir sind die meiste Zeit allein. Anfangs nur leicht ansteigend machen wir am Vormittag einen Tee Stopp, um danach den ersten heftigen Anstieg auf über 4000 HM zu stemmen. Puh, das ist hart. Uns bleibt beiden regelmäßig die Luft weg, wir müssen ständig Pause machen und pumpen wie Maikäfer. Nach 1 h ist das heutige Ziel jedoch erreicht - eine kleine sehr familiäre Lodge in Lunghden auf 4380m. Da wir hier schon am frühen Nachmittag ankommen und ganz allein sind, haben wir den Aufenthaltsraum für uns und können uns dort (dem einzigen warmen Raum) ausruhen, Zitronen-ingwer-Tee trinken und lesen.
    Kurz vor dem Abendessen kommt noch eine Israelin und so wird es ein kurzer Abend. Wir liegen 19.30 Uhr (!) im Bett um Kräfte für den großen Tag morgen zu sammeln: die Passüberquerung. 1.100 HM warten auf uns - mit Rucksack, Start ist 5.30 Uhr morgens bei - 5°C 😵😱 bei dem Gedanken wird Sabrina schon ganz anders... Die Frage des WARUM tut sich ihr öfter auf als Rouven, doch wir beide hoffen auf die Erleuchtung morgen, wenn es soweit ist.
    Read more

  • Day48

    Trekking Himalaya: Tag 1-3

    November 9 in Nepal ⋅ ⛅ 7 °C

    Wow. Erstmal nur wow...

    Im Positiven, wie im Negativen. Erstmal sind wir nach der Landung in Lukla geschockt, was hier los ist.
    Pro Tag werden ca. 400 Menschen eingeflogen, die Richtung Everest Base Camp aufbrechen. In der Saison (Oktober) sind es bis zu 1.500! Ruhe und Abgeschiedenheit findet man hier nicht.

    Auch merken wir recht schnell, was es körperlich bedeutet, unsere Backpacks bei über 2.500 hm zu tragen. Fühlt sich jetzt schon anders an als in gewohnten Tiefen.

    Auf der anderen Seite das Erlebnis - die Wege, die Berge, die Brücken, der Ausblick, die Kultur, die Menschen, die Porter mit bis zu 50 kg auf dem Rücken, die Yaks ... die Eindrücke sind so vielfältig, wir müssen erstmal klarkommen und uns zurecht finden. Tag 1 überfordert uns also leicht und wir sind froh, im Tea-House unser Zimmer beziehen zu können.

    Der Abend endet mit Dhal Bath im Gemeinschaftsraum - der einzige Raum mit Heizung. Richtig - weder Bad noch Zimmer sind beheizt. Wir schlafen also im Schlafsack und mit Mütze. Obwohl wir noch 2.500 hm unter unserer höchsten Unterkunft sind...

    Tag 2 wird direkt mal eine harte Probe. Heute steht eine hohe Brücke über den Fluss auf dem Programm, gefolgt von 3h konsequentem aufwärts Marsch mit über 1.000hm bis zu unserem Ziel in Namche Bazaar.
    Rouven macht die Höhe und Anstrengung direkt zu schaffen, das Resultat sind Kopfschmerzen die erstmal liegend auskuriert werden müssen. Sabrina die Kämpferin spürt (noch) nichts und hängt derweil im Gemeinschaftsraum des Hotel Kamel ab. „Hotel“ heißt übrigens gar nichts - es handelt sich um schäbige Häuser mit wirklich nur dem Nötigsten ausgestattet. Not nice!
    Zum Abendessen gibt es für Rouven als Berg-Medizin eine leckere Knoblauch Suppe. Die soll angeblich helfen. (@Ines&Sonja: Das Rezept haben wir uns geben lassen, sicher was für euch 🙃🤭)

    Tag 3 startet mit Frühstück um 6.30 Uhr und direkt Anschliessendem Aufstieg zum Namche Viewpoint. Da wir zum akklimatisieren 2 Nächte in Namche Bazaar verbringen sind wir zum Glück nur mit Tagesgepäck unterwegs. Ein Segen!

    Der frühe Aufstieg wird direkt belohnt: ungetrübter Blick auf das Dach der Welt. Mt.Everest. Das erste mal live. Krass. 🏔

    Ebenso krass der folgende Aufstieg: wir kommen heute auf bis 3.880m. Das ist hoch, auch wenn es noch nicht so klingt, spürt man es bei jedem Atemzug.
    Wir verbringen den Tag um das Dorf Khumjung herum (3.780m) und steigen nachmittags wieder nach Namche Bazar ab. Beide geschafft von der Höhe und Anstrengung wird uns ein wenig Bange was noch so kommen mag.

    Die Tour nach Thame, über den Renjo Pass nach Gokyo steht fest. Wir steigen also mindestens auf 5.417 m auf - mit Backpack!
    Geht es weiter über den ChoLa Pass zum Everest Basecamp und auf Kala Pattar werden es sogar 5.545 m... 😱

    Mit Sicherheit eine Grenzerfahrung für uns. Immer Höher, immer Kälter, keine Dusche, keine Heizung, grandiose Ausblicke, magische Momente und ein Abenteuer Trip der unvergessen bleibt.

    Sofern Strom oder Netz vorhanden ist halten wir euch gerne auf dem Laufenden - wahrscheinlicher ist aber eine Sendepause ;)
    Read more

  • Day46

    Trekking Himalaya - Start

    November 7 in Nepal ⋅ ⛅ 23 °C

    Alright - wir machen uns also wirklich auf den Weg. 👏🏼
    Nach einer gefühlten Ewigkeit in Kathmandu, die wir zwischen Outdoor-Läden mit gefälschten Markenartikeln und Hinterhof-Oasen mit westlichen Cafés und Restaurants verbringen, sind wir zum Aufbruch bereit.
    Ausgestattet mit geliehenen Schlafsäcken (bis -20 Grad bzw. für Madame bis -40 Grad) und fetzigen Daunen Jacken (auch geliehen) sind wir breit für die Höhe.
    Kaufen müssen wir übrigens auch noch Einiges:
    Trinkflasche, Woll-Mützen, Handschuhe, Windproof Hosen, Socken, Raincover für Sabrinas Rucksack, ein Baseball-Cap und ne Sonnenbrille.
    Shoppen als gäbe es kein Morgen 😁.

    Dann geht es los:
    Heute morgen um 2.00 Uhr klingelt der Wecker - kann man nicht ernsthaft „Morgen“ nennen, es ist mitten in der Nacht.
    Die letzten Sachen werden gepackt damit unser übriges Material eingelagert werden kann. Nur das nötigste soll mit auf den Berg. Das „Nötigste“ wiegt letztlich leider 13 kg - je Rucksack 🎒 oops!

    Lal - so heißt unser Guide - erwartet uns schon und wir machen uns auf den Weg zum Bus. Kleiner Minibus, der mit nur 5 Passagieren die knapp 4h Fahrt zum kleinsten Flughafen der Welt auf sich nimmt. Es fühlt sich an wie eines dieser Lowrider Fahrzeuge, die sie zum Spaß auf Messen hüpfen lassen 🚎. Die Fahrt ist abenteuerlich, will ich damit sagen.
    Den Flughafen erreichen wir um 7.00 Uhr - ein Erlebnis. Dazu noch unklar, ob wir in die Maschinen wirklich guten Gewissens einsteigen können.
    Nach 3 h Wartezeit ist uns das Flugzeug aber recht egal und wir wollen nur schnell weiter.

    Einsteigen - Propeller anwerfen - abheben. Kann so einfach sein. Die Maschine ist übrigens so klein, dass Rouven fast mit im cockpit sitzt 😂
    Die Landung auf der 13Grad steilen Landebahn ist krass - aber wir kommen sicher vom Himmel.

    Nach notwendiger Stärkung mit gebratenen Nudeln starten wir die erste Etappe.

    3,5 h gemütlich 200 hm abwärts - mit 13kg Gepäck auf dem Rücken. Schon das ist anstrengend. Die nächsten Tage bzw. Wochen werden also definitiv eine Herausforderung. Morgen gehts gleich mal 1000 HM nach oben...
    Read more

  • Day42

    Kathmandu: Beginn eines Abenteuers

    November 3 in Nepal ⋅ ☀️ 26 °C

    Yeah, wir haben es nach Nepal geschafft. Zu Beginn der Reise mal als Stopp No.1 geplant, dann komplett gestrichen, jetzt aber doch durchgezogen: Himalaya, wir kommen!!

    Unser Reisetag verläuft problemlos. Wecker 3.50 Uhr, Abfahrt 4.40 Uhr, Auto abgeben 5.20 Uhr, Boarding 6.05 Uhr, Abflug 7.15 Uhr - easy!
    Die Landebahn ist überlastet, also drehen wir vor der Landung 45 min unsere Kreise über Kathmandu 😂
    Am Boden angekommen startet der Visa Wahnsinn. Wir rechnen mit dem schlimmsten, sind daher positiv überrascht als wir nach 1h 45min „schon“ durch sind. Das auch nur, weil wir die mit Abstand schnellste Schlange mit den fleißigsten Beamten gefunden haben 😁

    Taxifahrer erwartet uns schon mit Namens-Schild - kostenloser Service des Hostels.
    Empfangen werden wir vom Inhaber mit einer Tasse Kaffee und netten Gesprächen. Optimaler Start. Nichts kaputt, nichts verloren, entspannte Anreise.

    Die nächsten Tage verbringen wir mehr als entspannt in unserem Hostel, im Touri Stadtteil Thamel, bei leckerem und günstigem Essen, hauptsächlich aber mit der Planung unserer Trekking Route.

    Die Entscheidung fällt nicht leicht, bei all den Optionen und all den Möglichkeiten der Umsetzung. Da wir es uns schwer gemacht haben sind wir umso glücklicher mit der Wahl.

    Es geht zum MOUNT EVEREST - also, „zum“ nicht „Auf“ 😉 Da liegt ein feiner Unterschied von knapp 3.500 HM dazwischen...

    Wir planen, von Lukla nach Gokyo und wenn alles gut geht über den Cho La Pass (5.420hm) zum Mount Everest Base Camp (5.365hm) zu wandern. We’ll see!

    Entscheidung gefallen, jetzt heißt es vorbereiten. Die benötigte Ausrüstung haben wir nicht dabei. Es steht also Shopping und Mieten auf dem Programm.

    Übrigens werden wir gemeinsam mit einem Guide unterwegs sein und haben uns der Trekking Agentur unseres Hostel Besitzers anvertraut. Bei eventuell 16-20 Tagen in den Höhen des Himalaya mit mehreren Routen Optionen ist uns das so am liebsten 🙂

    Morgen treffen wir einen möglichen Guide - wenn wir uns verstehen, geht es gemeinsam auf Wanderschaft 👏🏼
    Read more

  • Day40

    Flashback: Oman

    November 1 in Oman ⋅ ☀️ 31 °C

    OMAN 🇴🇲 FLASHBACK:

    35 °C,  Canyons, Wüste, Strand, Turtles, 1.490 gefahrene Kilometer - und 8 Vollbremsungen.
    .
    DER ERSTE EINDRUCK
    Die erste Begegnung mit einem Omani ist sehr angenehm. Mit unserem Busfahrer, der uns von Dubai nach Muskat bringt. Die Grenzüberquerung ist eine Tortur, die Fahrt mehr als entspannt. Das erste, was wir vom Oman sehen ist der Flughafen. Die Auszeichnung "Best Airport Middle East 2019" mehr als berechtigt. Selbst die Klodame ruft hinterher "welcome to Omaaaan" 😄 alles blitzblank, geräumig und modern.
    .
    DER ZWEITE EINDRUCK
    Beinahe jeder weitere Omani den wir treffen, ist super freundlich, entspannt und gesprächig. Stress hat hier niemand, jeder lächelt, quatscht, nimmt sich Zeit. Wir fühlen uns sehr willkommen im Land. Und wohl. Wobei für letzteres die Klimaanlage unseres Autos eine entscheidende Rolle spielt 😁
    .
    NATUR
    Wir fragen uns in den 2 Wochen häufig, ob wir uns noch im selben Land befinden, in dem wir gestern waren 🙈 Wir wandern durch riesige Canyons und auf Berge, baden in natürlichen Pools, liegen an weißen Sandstränden, schnorcheln mit Schildkröten und schlendern durch Souqs. 👳🏼‍♂️ Es macht Spaß, alles zu entdecken.
    .
    ESSEN
    Die arabische Gewürzvielfalt und Verfeinerung mit Rosinen etc. finden wir hier nicht. Typische Omani-Gerichte sind irgendwie, naja, einfacher. Sowas wie Camelstew, Dried Shark und Weizenbrei - alles probiert, nichts überzeugt 😅 so haben wir uns letztlich hauptsächlich mit Schawarma, Falafel und Kebap versorgt - immer eine gute Wahl. Alkohol haben wir im Oman übrigens kein einziges Mal getrunken. Wir haben es den Moslems einfach gleich getan 🤷🏻‍♀️☺️
    .
    TRANSPORT
    Diesmal hatten wir leichtes Spiel und haben uns einen Mietwagen gegönnt. Ehrlicherweise ist es der einzige Weg, wenn man viel sehen will. Taxis sind extrem teuer und Busse fahren nur in Muskat. Am liebsten hätten wir natürlich einen fetten 4x4 Jeep genommen, um auch die Offroad Pisten zu fahren, unser Budget reichte jedoch nur für das Saloon Car 🚗😂. All in all: #oman ist eine Reise definitiv wert
    Read more

  • Day39

    Muskat: letzten Tage im Oman

    October 31 in Oman ⋅ ⛅ 29 °C

    Ich wollte gerade schon schreiben, dass wir es die letzten Tage haben ruhig angehen lassen. Aber so ganz stimmt das auch nicht.

    „Ruhig“ bedeutet mittlerweile nur, dass nicht ganz so viel los ist und vor allem nichts Unvorhergesehenes oder Katastrophales passiert.

    Unsere Reise ist ja nicht ausschließlich ein Urlaub. Es ist uns wichtig, die verschiedenen Kulturen, die wir erfahren, ein wenig besser zu begreifen. Der Weg führt uns daher in das Oman National Museum um die Entwicklung und Geschichte des Landes zu entdecken. So verstehen wir auch, weshalb das Land in den letzten Tagen geschmückt wird: nicht Weihnachten oder Halloween sind der Grund, sondern die Machtergreifung des Sultans am 18.11.1970.
    Ein „national holiday“, jedes Jahr für eine ganze Woche. Sultan Quaboos regiert seit 49 Jahren - Rekord für einen arabischen Herrscher. Das wird gefeiert!
    Uns wird aber auch klar, dass in einem monarchistischen System die Propaganda ein beliebtes und wirkungsvolles Mittel ist. Spätestens beim 15-minütigen Image-Film über den Oman, welchen wir uns im Museumseigenen Kino anschauen.

    Verstärkt wird der Eindruck durch unser Gespräch mit 3 Expats, die wir in unserem Airbnb kennenlernen und mit denen wir ein nettes Abendessen verbringen.
    1 Tunesierin, 1 Engländer, 1 Algerier und 2 Deutsche (wir) gehen im Oman Türkisch essen. 😂 Was erstmal wie die Einleitung zu einem schlechten Witz klingt, bringt uns viel Erkenntnis. Zum Beispiel:

    - Alle vom Staat betriebenen Firmen (Tankstellen, Einkaufsmalls, Flughafen etc.) scheinen defizitär zu laufen und werden über Ölgelder finanziert und rote Zahlen ausgeglichen

    - Nahezu jeder Mann im Oman studiert und erhält dafür sogar ein Gehalt (300 Rial, ca. 750€) vom Staat. ABER: Ein Nicht-Bestehen ist unmöglich. Die Abschlussquoten müssen schließlich stimmen. Der Anspruch an die Studenten ist daher sehr gering, und so auch die tatsächliche Qualifikation

    - Die Arbeitsmoral der Omanis scheint sehr gering ausgeprägt zu sein. Der Grund dafür schein klar:

    - Um den arabischen Frühling unbeschadet zu „überstehen“ hat die Regierung führende Revolutionäre verhaftet und über Nacht 60.000 gut bezahlte Stellen in der Polizei geschaffen - damit keine Unruhen entstehen und die Menschen das Gefühl haben, alles sei gut. Doch was machen 60.000 Beamte in einem Staat mit gerade mal 5 Mio Einwohnern? Finde den Fehler...

    - Kindererziehung liegt komplett in der Hand von Nannies aus Indien oder den Philippinen. Kaum eine Mutter (geschweige denn Vater) kümmert sich um die Kids. Bei der Einschulung entspricht der soziale und geistige Entwicklungsstand der meisten einem 3-jährigen Kind.

    - Der illegale Verkauf von Arbeits-Visa an Gastarbeiter aus Indien und Bangladesh ist ein florierendes Geschäft. Die armen Menschen ackern sich im Oman zu Tode (meist als Fischer), nur um ihre Familien in der Heimat zu ernähren.

    - Den ausländischen Arbeitskräften wird vorgegaukelt, dass sie in einem Coffee Shop oder Textilgeschäft aushelfen dürfen. Bei Ankunft gibt es das Geschäft „plötzlich“ nicht mehr, dafür „dürfen“ sie dann als Fischer arbeiten. Der Arbeitgeber nimmt den Arbeitern nicht selten den Pass ab, damit sie nicht einfach wieder „entkommen“ können - das ist quasi moderne Sklaverei.

    - Der Oman wird ziemlich sicher auf eine Krise zusteuern, wenn der Sultan stirbt. Denn er hat keinen Nachfolger ernannt und keine Nachfahren. Wer als Nächstes regiert ist also völlig offen. Es könnte aber alles wieder ändern...

    Die schöne Seite dieses Urlaubslandes hat also, wie so oft, auch eine Schattenseite. Es bleibt für uns interessant, die weitere Entwicklung zu beobachten.

    So, wenn du jetzt immer noch am lesen bist und nicht gelangweilt aufgegeben hast, kommen wir zum Fun-Part ⛱🥙☀️

    Zwei Tage lassen wir es uns in Muscat, hauptsächlich am Qurm Beach, gut gehen.
    Strandspaziergang, Baden, Falafel essen, neues Smartphone für Sabrina kaufen, abhängen. Mehr steht nicht auf dem Programm. Ach doch, ein Speedboat und Schnorchel Ausflug am Samstag.

    Rouven darf sogar das Boot mal fahren 😎 Das erste mal am Steuer von 400 PS - faszinierend. Wir haben Glück und dürfen mit Schildkröten 🐢 schwimmen und ein paar Papageien-Fische 🐠 betrachten. Tiger-Haie sehen wir aber leider keine 😔 ansonsten gehen wir direkt nochmal Türkisch essen weil es einfach so unfassbar gut ist - und nach einer sehr kurzen Nacht machen wir uns auf die Weg zum Flughafen.

    Damit verabschieden wir uns von Muscat, dem Oman, der arabischen Welt und setzen unsere Reise fort in Richtung Himalaya. ✌🏼🏔
    Read more

  • Day38

    Muskat Sightseeing

    October 30 in Oman ⋅ ☀️ 29 °C

    Wir sparen uns die teure Hop-on Hop-off Bustour, schließlich haben wir ein eigenes Auto. Also spielt Sabrina Busfahrer und wir fahren die Orte ab, an die uns auch der Bus bringen würde. Nur besser, da wir in unserem eigenen Tempo - und jeweils bis vor die Haustür - fahren können 😜

    Wir sehen Unspektakuläres wie das Parlamentsgebäude, diverse Stadtautobahnen und den Business District, aber auch Highlights wie den Palast des Sultans und die Marina. Hier lassen wir uns zum Lunch nieder und genießen chillige Musik, sehr gutes Essen und sehr guten Espresso (ja, das ist erwähnenswert im Land des Löslichen Kaffees und Tees).

    Gleich am frühen Morgen besuchen wir übrigens die Grand Mosque - und sie ist wirklich riesig. In der Moschee liegt der zweitgrößte handgewebte Teppich und hängt der zweitgrößte Kronleuchter der Welt (wo der jeweils größte ist? Keine Ahnung, aber mit großer Wahrscheinlichkeit in Dubai 😂). Wir bekommen noch ein bisschen Religionsunterricht von einem Moslem, der uns über den Islam aufklärt und uns auch gleich mal den Koran schenken will 📓 Wir lehnen dankend ab - wegen der kleinen Rucksäcke und der weiten Reise die uns noch bevorsteht 😉

    Am Abend gehen wir in ein Local Omani Restaurant essen. Bedeutet: Wir sitzen auf dem Boden in einem eigenen Essensraum und essen mit den Händen. Wir probieren „Shoowa“, ein über 24h im Bananenblatt gegartes Rindfleisch (Slow Cooked), Awaal (getrockneter Hai in Zitronen-Wasser) und Reis mit Lamm. Ach so, Hummus mit omanischem Fladenbrot sowie ein Salat darf natürlich auch nicht fehlen. Alles in allem sehr reichlich, auch wenn Sabrina mit dem Angebot nicht so zufrieden ist und sich am Hummus und Brot bedient 😅

    PS: Unsere Abendlektüre heute ist das Buch „Understanding Islam“, welches Rouven gerade fleißig studiert (Geschenk des netten Moslems aus der Grand Mosque). 📚
    Read more

Never miss updates of Rouven Klein with our app:

FindPenguins for iOS FindPenguins for Android