Joined December 2016
  • Day183

    Und plötzlich Deutschland

    March 23 in Germany ⋅ ☀️ 30 °C

    Wir treten die Heimreise an. Widererwarten geht alles planmäßig vonstatten und wir landen Montag Abend kurz nach 6 am Münchener Flughafen. Plötzlich sind wir wieder in Deutschland.

    30 Stunden vorher 🕙
    Wir verlassen unser airbnb in Kota Kinabulu (in dem wir uns nach 5 Nächten überraschend heimisch fühlen 😅) und fahren zum Flughafen. Auf der Straße sind kaum Autos, Polizisten kontrollierten Fahrer, warum wer unterwegs ist. Komisches Gefühl.
    Der Flughafen: leer, unser Flug ist neben zwei andern der einzige, der zu gehen scheint (thank God 🙏🏻). 4 Stunden später geht es endlich los. In der Zwischenzeit spielen wir Schiffe versenken, lesen die News, surfen im Internet,...

    Erleichtert kommen wir Mitternacht am Flughafen von Kuala Lumpur an. 90 Prozent aller Flüge sind gecancellt. Oman Air nach Muskat: planmäßig ✅ Erneute Erleichterung: Wir suchen uns ein Schlafquartier. Ungemütlich und im Zug der Klimaanlagen, aber wenigstens auf desinfizieren Sitzbänken schlafen wir (mehr oder weniger), bis 7.30 uhr endlich der Checkin Schalter öffnet.

    Das Flugzeug ist voll: voll mit Europäern, die in ihr Heimatland zurück wollen. Der Flug verläuft ruhig. Während wir Filme schauen und gut verköstigt werden vergessen wir beinahe warum wir hier sind und wohin wir fliegen.

    Zwischenlandung im Oman. Das wir hier nochmal herkommen, hätten wir nicht gedacht 😉. Das Land hat die Einreise für Ausländer und die Ausreise für Omanis auch inzwischen verboten, daher ist hier NOCH weniger los, als es damals schon war. Doch immerhin haben Duty Free Shops und Cafés noch geöffnet, es ist also ein Hauch öffentliches Leben zu spüren. Davon konnten wir die letzten 6 Tage nur träumen - und die nächsten 14 Tage in Deutschland erwarten wir auch nichts dergleichen.

    2h später sitzen wir im Flieger nach München. Die Fluggäste sind fast ausschließlich Deutsche, die Stimmung ähnelt die eines Ferienfliegers, der Urlauber zurück nach Hause bringt. Nichts deutet auf corona hin: Niemand trägt mehr Schutzmasken, es wird Essen, Bier und Whisky serviert, die meisten freuen sich auf Zuhause.

    Die meisten. Nur eben nicht wir... Zwischen uns ist es ruhig geworden (was aber auch am Bier und Whisky liegen könnte 😅) . Wir reden kaum mehr, während alle um uns rum ganz aufgeregt plappern, davon wo sie jetzt hinfahren, wer sie abholt und mit wem sie morgen spazieren gehen 🙄

    Doch die Situation ist wie sie ist, und wir werden sie für uns nutzen. Am Abend sitzen wir auf dem Sofa in Andreas Wohnung, s chauen Hart aber Fair und essen frisches Brot mit Käse und Senf. So weit zu den Vorzügen von Deutschland 😂
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  • Day183

    Flashback: Borneo

    March 23 in Malaysia ⋅ 🌧 25 °C

    BORNEO 🐒 FLASHBACK

    National Parks, Fluss-Safari, Dschungel und Orang Utans. Und Corona Wahnsinn.

    HELLO, BORNEO
    Nach einem kurzen Aufenthalt in KL flogen wir auf die drittgrößte Insel der Welt. Bekannt für die schönsten Sonnenuntergänge, die letzten unangetasteten Regenwälder und frei lebende Orang Utans. Das wollen wir sehen!

    NACHTS IM DSCHUNGEL
    Wir verbrachten sowohl in Sarawak (Westen Borneos) als auch in Sabah (Osten) einige Nächte im Dschungel. Im Bako Nationalpark trafen wir vorallem bärtige Wildschweine, Nasenaffen, fliegende Eichhörnchen - und jede Menge Spinnen 🕷️, Schlangen 🐍 und Skorpione 🦂 bei unserer Nachtwanderung (mit Guide 😉). Es ist verrückt, wie der Regenwald erwacht, sobald die Dunkelheit einbricht. Außer, dass es extrem heiß war, schliefen wir sogar ganz gut 😅

    AFFENWANDERUNG
    Bei einer Fluss Safari auf dem Kinabatangan beobachteten wir zahlreiche lustige Nasenaffen und goldige Makaken aus nächster Nähe. Highlight war die Flussüberquerung hunderter Affen, die mit lautem Geschrei und teilweise recht zögerlich über die Seilbrücke kletterten. Dabei konnten wir Zeit und Raum einfach vergessen ☺️

    ORANG UTANS
    Natürlich kamen wir nach Borneo, um die "persons of the forest" - so werden die Menschenaffen genannt - zu sehen. Im Rehabilitationszentrum Kuching überraschte uns eine 48-jährige Orang Utan Dame auf dem Parkplatz, als wir gerade mit dem Roller losfahren wollten 😍 In Sepilok konnten wir zahlreichen jungen Orang Utans beim spielen, fressen und Quatsch machen zusehen - einfach zu goldig die Kerle 🐒 Schon allein für diese Begegnungen hat sich die Reise hierher gelohnt!

    CORONA
    Ja, und auch das gehört zu unserer Reise und in das Borneo-Kapitel. Nicht wenig Zeit verbrachten wir hier nämlich ausschließlich mit dem Lesen der News, dem Umschmeißen unserer Pläne aufgrund neuer Reisebeschränkung - und schließlich dem Organisieren unserer Heimreise und einer Quarantäne-gerechten Bleibe in Deutschland. Und wieder einmal wissen wir, wie wertvoll gute Freunde und die eigene Familie sind 🙏🏻❤️

    KURZUM
    Borneo hat leider nicht die verdiente Aufmerksamkeit von uns bekommen. Doch wir sind sicher, Orang Utan, Nasenaffe und alle anderen Dschungelbewohner haben uns dies bereits verziehen. Die Natur und die Tiere dürfen sich nun (nicht nur in Borneo) ausbreiten, während sie Menschheit Pause hat.
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  • Day180

    Pause unserer Weltreise

    March 20 in Malaysia ⋅ ⛅ 30 °C

    Pause.

    Die sich weiter zuspitzende Lage durch die Corona Pandemie zwingt uns, nach Deutschland zurück zu kehren.
    Gereist sind wir die letzten Wochen schon mit schlechtem Gewissen. Auch wenn es uns gut geht, wissen wir um die Gefahr und nehmen diese sehr ernst.

    Unsere Überlegung: Abbruch in Asien, Weiterreise nach Neuseeland, in einem gemieteten Camper in die Natur fahren und isoliert ausharren bis die Lage sich entschärft.

    Gute Idee eigentlich 💡
    Also haben wir unsere Einreise und Selbstisolation in einem Camper Van von der Neuseeländischen Einreisebehörde bestätigen lassen, uns den größeren Camper gemietet - und in unserer Wohnung in Kota Kinabalu gewartet bis der Flug endlich geht. Inzwischen ist in ganz Malaysia bereits ein Shutdown, außer Supermärkte hat nichts geöffnet. Ein Grund weniger, das Haus zu verlassen. Wir wollen eh nicht raus, uns nicht anstecken, keine Gefahr sein.

    Doch es kommt anders: täglich überschlagen sich die Ereignisse. Malaysia shutdown und Reisestopp, und dann: Neuseeland und Australien schließen die Grenzen, Flüge werden zu 90% gestrichen, das Auswärtige Amt gibt eine „weltweite Reisewarnung“ aus.
    Und damit ist unser Schicksal besiegelt. Wir müssen zurück nach Deutschland.

    Doch so einfach ist das nicht. Es gibt wenige (bezahlbare) Flüge, die kürzeste Verbindung ab Borneo dauert knapp 30 Stunden mit mindestens 3 Stopps. Da kann einiges schief laufen.
    Wir finden einen Flug für den 23.03. - und drücken die Daumen, dass er auch fliegt. Und, dass sie uns mitnehmen. Mehrere Reisende berichten, dass sie ohne negativen Corona Test nicht mitgenommen wurden. Die Lage ist angespannt.

    Kurzum: Fast auf den Tag genau nach 6 Monaten kommt unsere Reise zu einem ungewollten, unwürdigen und unvorhersehbaren Ende.
    Wir sind traurig. Traurig, dass wir nicht weiter machen können aber auch traurig, dass wir uns nicht auf das Heimkommen freuen können.
    Keine überschwänglichen Begrüßungen, keine Besuche bei Freunden, keine Umarmungen der Liebsten. 😔

    Wir hatten gerade den Punkt erreicht, dass die Reise unser Alltag, unser Leben ist. Wir sehen die Etappe in Deutschland also erstmal als Teil der Reise.
    Auch wenn wir im Heimatland sein werden, bleiben wir vorerst Reisende. Mit Rucksack und der Einstellung, dass wir mit jeder Herausforderung klar kommen werden, solange wir zusammenhalten 👩‍❤️‍👨

    Auf geht‘s in die Heimat, ohne „Heim“ zu kommen. Spannendes, neues Kapitel - sofern alles klappt 🛫

    Damit es auch noch was zu gucken gibt, ein paar Eindrücke aus unserer aktuellen Quarantäne und ein Einblick, was sich mit einer Mikrowelle so alles "kochen" lässt 😉
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  • Day176

    Kinabatangan Fluss-Safari

    March 16 in Malaysia ⋅ ☀️ 30 °C

    Wir machen einen Ausflug zum Kinabatangan River, dem längsten Fluss in Borneo.
    Auf einer Fluss-Safari hat man hier sehr gute Chancen wilde Tiere zu Gesicht zu bekommen.

    Leider haben diese guten Chancen einen traurigen Hintergrund. Rechts und links des Flusses wurde der Regenwald fast vollständig abgeholzt. Dort reiht sich heute eine Palmöl Plantage an die nächste und wirklich: wir sehen während der 2-stündigen Anfahrt fast nichts anderes als Palmen, in Reih und Glied. So wurden die Tiere immer weiter an den Fluss verdrängt und leben heute entlang des Flusses in einem 50-100m breiten, verbliebenen Streifen Regenwald, da sie auf den Palmöl Plantagen nicht überleben können.

    Traurig aber wahr, doch für uns eine Möglichkeit den Affen besonders nah zu kommen. Und das tun wir auch. Wir sind allein auf einem Boot und unser Ranger hat einen guten Riecher. So finden wir immer wieder ganze Affen-Familien, die wir in aller Ruhe im Abstand von teilweise 5 Metern beobachten können. Einen Orang Utan oder die extrem seltenen Fluss-Elefanten sehen wir zwar nicht, dafür aber ein Krokodil, welches - wie wir später erfahren - auch nur sehr selten gesichtet wird.

    Highlight ist die Flussüberquerung von bestimmt 100 Affen, teilweise ganz kleinen Jungtieren und Müttern mit ihren Babys, über einer von Menschenhand errichtete Seilbrücke. Wir sehen eine Dreiviertelstunde dabei zu, wie die geschickten Tiere dort oben lang balancieren oder sich rüber hangeln und schließlich mit einen Satz in die Büsche die Querung erfolgreich beenden. Und nicht jedem Affen scheint das ganz geheuer zu sein 😉

    Auch die lustigen Nasenaffen bekommen wir erneut zu Gesicht. Sie sind einfach zum schießen, sodass ein Beobachten maximal 30 Sekunden ohne lachen möglich ist 😂🐒🤥
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  • Day175

    Orang Utan Parade in Sepilok

    March 15 in Malaysia ⋅ ⛅ 29 °C

    Orang Utans soweit das Auge reicht 🐒🐒🐒

    Nach einem 25-minütigen Flug landen wir in Sandakan, einer kleinen, unbedeutenden Stadt nordöstlich Borneos. Unser Guesthouse ist nahe Sepilok, einer noch kleineren, dafür aber bedeutenderen Stadt gelegen. Hier befindet sich nämlich ein weiteres Orang Utan Rehabilitationszentrum.

    Wir beziehen ein kleines Chalet mit Balkon und Blick in den Dschungel (Dschungel Geräusche all night long inklusive) und alles könnte so schön sein. Könnte.
    Leider lassen uns die Nachrichten über Corona und die soeben verkündeten Einreise Beschränkungen für Neuseeland keine Ruhe.
    Wir müssen - Stand heute - in eine 14-tägige häusliche Quarantäne wenn wir einreisen. Was bedeutet das für uns? Was wird sich ändern bis nächsten Freitag? Haben wir die richtige Entscheidung getroffen? (Nein) Haben wir viel Geld für den Flug umsonst gezahlt? (möglicherweise) Können wir überhaupt Weiterreisen? Sollten wir aussetzen? Verweilen? Wenn ja, wo? Wo sind wir sicher? Wo können wir hin?...
    Fragen über Fragen, auf die wir keine Antwort wissen. Wir können nur warten.

    Am nächsten Morgen versuchen wir diese Sorgen kurz zu vergessen und fahren zu den Orang Utans. Anders als in dem anderen Rehabilitationszentrum gibt es hier nicht nur eine Fütterung für ausgewilderte Tiere, sondern man kann auch die Tiere, die aktuell noch aufgepeppelt werden, sehen. Fühlt sich zwar ein bisschen an wie im Zoo, dafür bekommen wir gleich ein ganzes Dutzend junger verspielter Orang Utans zu Gesicht und sehen ihnen stundenlang beim Essen, spielen, kämpfen und quatsch machen zu. Einfach herrlich 😍

    Mittags statten wir den Sun Bears, den kleinsten Bären der Welt, nebenan einen Besuch ab. Auch diese Spezies ist stark gefährdet, da die Innereien der Tiere für Medikamente der traditionellen chinesischen Medizin genutzt und besonders Jungtiere gerne mal als Haustier gehalten werden. In diesem Conservation Center werden Bären aus Gefangenschaft gerettet und auf das Leben in Freiheit vorbereitet. Putzige Tiere, von deren Existenz wir bis heute nicht einmal wussten. Am Nachmittag besuchen wir erneut die Orang Utans und schauen ihnen weitere 2 Stunden beim tollen zu 😁

    Bzglich der Weiterreise kommt noch am frühen Abend ein wenig Erleichterung auf: angeblich zählt das Mieten und Unterwegssein mit einem Camper als soziale Isolation, sodass unserem Flug und dem geplanten Trip nach Neuseeland (Stand heute) nichts im Wege steht 🎉
    Es sind noch 5 Tage bis zum Flug. 5 Tage in der aktuellen Situation sind lang, es kann sich viel ändern.
    Bis dahin hoffen wir, dass es euch allen gut geht und ihr schön gesund bleibt! Auch wir geben uns Mühe 😷
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  • Day173

    Kota Kinabalu

    March 13 in Malaysia ⋅ ⛅ 29 °C

    Next destination: Kota Kinabalu im Nordosten Borneos, Heimat des gleichnamigen, höchsten Berges in Malaysia. Die Besteigung würde uns 600 Euro kosten - also entscheiden wir uns dagegen, auch wenn es schwer fällt. Man muss Prioritäten setzen 😉
    Wir werden die Zeit also nutzen, um erneut in den Dschungel zu fahren und (hoffentlich) Orang Utans zu sehen.

    Vorher aber müssen wir unsere Weiterreise planen ☝🏻 Der Corona Virus beschäftigt uns ziemlich und wir müssen damit rechnen, dass immer mehr Länder ihre Grenzen für Deutsche oder gar alle Touristen schließen. Da wir unbedingt vor Wintereinbruch in Neuseeland sein wollen, entscheiden wir kurzum, Südostasien schnell hinter uns zu lassen und buchen für nächsten Freitag einen Flug nach Auckland. Zu groß ist das Risiko, dass wir nicht mehr reingelassen werden wenn wir jetzt noch nach Indonesien und die Philippinen reisen. Und irgendwie schreit es in uns eh nach neuen Abenteuern, neuer Landschaft und Natur und frischer Luft 🌄🏞️🏕️. Gleichzeitig schaffen wir dann auch, uns an die empfohlenen Maßnahmen zu halten. Soziale Isolation - im Camper Van in Neuseeland.

    Die Flug-Buchung und Visumanträge (wir steigen in Singapur und Melbourne um) kostet uns den ganzen Vormittag. Jedes Mal aufs Neue eine Tortur - und da Visa nicht unsere Freunde sind geht natürlich auch diesmal wieder etwas schief - anstatt eines kostenlosen Transitvisum für Australien (was einen Aufenthalt von 72h erlaubt und daher perfekt zum Umsteigen ist), haben wir plötzlich ein teures 3-Monats-Visum zur mehrmaligen Einreise 😅 🤦‍♀️
    Ihr wisst was das heißt 😉 Nach Neuseeland besuchen wir dann wohl Australien. Das Visum wollen wir ja nicht für umsonst beantragt haben 😂

    Nach diesem chaotischen Vormittag mit iPad und Handy auf dem Bett müssen wir raus, was erleben, uns bewegen!
    Wir fahren zum Mari Mari Cultural Village, eine Art Freilichtmuseum, in dem wir die Häuser, Rituale und Lebensumstände von 5 verschiedenen Tribes (Stämme) kennenlernen können.
    Einige Tribes zählten zur Gruppe der "Headhunter" - sie töteten Menschen aus anderen Tribes und brachten ihre Köpfe als Trophäe mit in ihr Dorf - der wertvollste Kopf war der einer Tochter. Kein Scherz, diese Tribes waren bis 1970 aktiv (das Köpfen wurde erst 1960 von der englischen Regierung offiziell verboten) Heute köpft natürlich niemand mehr jemanden, trotzdem sehr komisch zu wissen, dass es noch nicht so lange her ist...

    Unser Guide ist super nett und erzählt uns viele interessante Dinge, wir könne zahlreiche Snacks probieren (u. A. Reiswein, Pfannkuchen, frittierte Kokosraspeln - alles wird ausschließlich mit Bambus Utensilien und über offenem Feuer gemacht) und bekommen am Ende noch eine traditionelle Showeinlagen mit Tanz und Gesang präsentiert.
    Normalerweise sind hier hunderte von Menschen - wir sind heute zu zehnt. Die Leute hier leiden wirklich unter dem fehlenden Tourismus wegen des Corona Virus.
    Uns hat's gefallen und so freuen wir uns auf morgen, wenn es wieder in den Regenwald geht. Monkeys, wir kommen 🐒
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  • Day170

    Bako National Park

    March 10 in Malaysia ⋅ ⛅ 28 °C

    Zwei Tage wollen wir den National Park von Bako unsicher machen.

    Wir starten nach gemütlicher Morgenroutine und ausgiebigem Frühstück mit unserem Taxi um kurz vor 9.00 Uhr und sind 20 min später schon vor Ort.
    Leider erwartet uns gleich die erste Enttäuschung: Aufgrund der schnell einsetzenden Ebbe fährt kein Boot mehr. Wir haben das letzte Boot um 20 min verpasst... Gemütlichkeit am Morgen kann also auch nach hinten losgehen 🙄

    3 Stunden haben wir also zu überbrücken. Was erst sehr ärgerlich ist, ergibt dann auch schnell wieder neue Optionen. Wir lernen einen Amerikaner kennen, mit dem wir das nahe gelegene Dorf erkunden. Bootsfahrt inklusive.
    Danach eine Stunde Recherche der Weiterreise, dann Mittagessen. Und Zack, schon sind drei Stunden um. Wir schwitzen!

    Im Park angekommen - nach abenteuerlicher Bootsfahrt bei welcher sich der Skipper zweimal fast festfährt und einmal Seegras mit seiner Schraube einfängt, kommen wir im Park an.
    Check-in in unsere Kasernen Baracke (anders kann man das nicht nennen) und schnell los zur ersten Wanderung.
    Wir entscheiden uns für den Trail, dessen Eingang man am besten mit dem Boot erreicht und schippern mit neuem Skipper los - auf dem Weg noch das Wahrzeichen des Parks, den Sea Shak betrachtend - bis zu einem verlassenen Strand von dem aus wir den Weg in den Dschungel starten. Wir schwitzen!

    Es ist brütend heiß. Wir haben eine Luftfeuchtigkeit von über 80%. Ernsthaft, es fühlt sich an als würden wir durch warmes Wasser laufen. Keine 15 min später sind wir bis auf die Knochen durchnässt - doch man gewöhnt sich auch hieran irgendwie schnell. Angenehm ist es dennoch nicht.

    Der Trail ist fantastisch, über Wurzeln, Brücken, vorbei an Palmen, Lianen, unzähligen fremdartigen Pflanzen (inkl. Der fleischfressenden Arten) - eine Wanderung der besonderen Art.
    Highlight aber, sind definitiv die Affen. Nasenaffen, Makkaken und Silber Schwanz Affen. Ganze Rudel begegnen uns auf dem Trail und, als wir zurück sind, um das Hauptquartier herum.

    Um 20.00 Uhr geht es auf zur geführten Nachtwanderung. In knapp 2 Stunden ist die Anzahl der Tiere die unser Guide im Dschungel findet mehr als beachtlich. Alleine hätten wir nichts gesehen, durch ihn ist die Liste aber lang;

    - grüne Viper 🐍
    - Huntsman Spinne 🕷
    - Flying Lemur
    - Nasen Affe 🐒🤥
    - Schwarzer Skorpion 🦂
    - Stick Insects
    - Süßwasser Welse
    - Wasserspinnen, Fledermäuse, Termiten, Riesen Ameisen, Gift-Frösche,....

    Wir fallen erschöpft ins Bett, genießen eine unruhige und schwüle Nacht und sind darum sogar froh, früh raus zu können.

    Trail des Tages startet für uns um 7.45 Uhr und führt uns weitere 6km durch die uns unbekannte Dschungelwelt. Unser früher Aufbruch hat etwas sehr positives, denn wir sind die einzigen.
    Die einzigen Menschen! Affen treffen wir Rudelweise schon auf dem Weg zum Trail Eingang und auch unterwegs. Für sie sind wir allerdings keine gern gesehenen Gäste, was sie uns durch Droh Gebärden deutlich zu verstehen geben.
    Wir schwitzen!

    Der Rückweg verläuft angenehm ruhig. Wir treffen unseren alten Kumpel, das Wildschwein mit Bart wieder, hängen im Hauptquartier ab, Essen Mittag und werden um 15 Uhr mit dem Boot zurück gefahren. Ach so, und wir schwitzen 😅

    Top Ausflug. Noch nie konnten wir so viele wilde Tiere in ihrer natürlichen Umgebung beobachten. Schweine, Eidechsen, Warane, Affen, Vögel, Fische, alles dabei!
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  • Day169

    Kuching

    March 9 in Malaysia ⋅ ⛅ 30 °C

    Heute möchten wir Kuching erkunden. Dafür lassen wir den Tag ganz ruhig angehen, indem wir ausschlafen und gemütlich frühstücken. Unsere Unterkunft ist wirklich absolut basic, doch der Host ist super lieb und teilt jeden Morgen sein Frühstück mit uns. Gestern schon gab es einen indischen Roti mit Currysoße. Heute bekommen wir Sticky Rice mit einer Erdnuss-Chili-Soße. Unser gekauftes Obst und Porridge bleibt also wieder im Kühlschrank 😅

    Wir besuchen das Fort Margerita, in welchem ein überraschend interessantes Museum die Ankunft Charles Brooke's aus England 1836 und seine guten Taten für das Volk von Borneo beschreibt.
    Der Abenteurer bot seine Dienste im Kampf gegen die Feinde von Sarawak an und erhielt als Gegenleistung die politische Kontrolle über das ganze Gebiet. Über drei Generationen herrschte die Familie Brook, dabei weniger im Interesse der Engländer sondern mehr im Interesse der Stäme der Iban und Dayak.
    Klasse ist übrigens auch die erste Darstellung eines Orang Utan die in Europa verbreitet wurde 🐒🙈
    Anschließend hüpfen wir von Restaurant (eher Kantine) zu Café Haus über in die (klimatisierte!) Shopping Mall.

    Beim Spaziergang durch die Indian Street und der Altstadt können wir fetzige 3D-Streetart bewundern, hauptsächlich mit Affen, logisch.

    Und dann steht heute mal wieder ein Friseur Besuch an. Aber nein, nicht bei einem Friseur, sondern bei Sabrina, Rouvens privater Friseuse 💇‍♂️🙋🏻‍♀️
    Da unser Zimmer zu klein, und wir den Garten unseres Gastgebers nicht mit Haaren besäen wollen, gehen wir einfach auf die Straße - also auf den "Gehweg" und schneiden Rouvens Haare kurzum einfach dort. Hupende und grüßende Rollerfahrer lassen darauf schließen, dass der Anblick hier im Dorf nicht so oft gesehen ist 😁

    Der Abend steht wieder im Zeichen der Futtersuche, was sich in Malaysia und auch hier auf Borneo für uns schwierig gestaltet, denn a) gibt es kaum vegetarische Gerichte und b) ist wenn dann alles ungesund. Ein wenig reicht es und gerade mit Fried Rice Vegetable und desgleichen 🙄
    Naja, gesund finden wir zwar auch heute nicht, aber zumindest Veggie, und so landet jeweils eine Pizza in unseren Bäuchen und wir treten gesättigt den Heimweg an.
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  • Day168

    Oh Monkey, where are thou?!

    March 8 in Malaysia ⋅ ⛅ 32 °C

    Ja, wo haben sie sich versteckt?

    Der heutige Tag steht im Zeichen der Affen 🐵. Genauer: der Suche nach Orang Utans.

    Was wir leider vor Ankunft in Borneo nicht wussten - Anfang März ist gerade noch Fruit-Season. Also die Zeit, in welcher im Regenwald genügend Früchte wachsen, sodass die Tiere nicht auf zusätzliches Futter angewiesen sind.

    Das heißt, sie machen das gleiche wie wir wenn wir satt sind und genug zu essen haben: Nicht aus dem Haus gehen.
    Unser Vormittags-Besuch im Semmengoh Wild Life Reservation Center, in dem Orang Utans aufgenommen und wieder aufgepäppelt werden, sodass sie wieder alleine in freier Wildbahn leben können, verläuft leider ohne Sichtung 😔

    Ein wenig enttäuscht ziehen wir von dannen, beschließen aber, am Nachmittag wieder zu kommen.
    Da wir heute mal wieder mit eigenem Roller unterwegs sind, also kein Problem die weitere Gegend zu erkunden. Ziel ist das Annah Rais Longhouse.

    Traditionell leben die Stämme der Iban und der Bidayuh in riesigen „Häusern“ auf Stelzen zusammen. Ein kleines Dorf von ca. 200 Menschen, die praktisch in einer aus Bambus gebauten Reihenhaussiedlung leben.

    Wir besichtigen das Haus und Essen vor Ort. Es kommt uns sehr entgegen, dass in Malaysia Englisch gesprochen wird - somit können wir uns auch problemlos mit den Einheimischen verständigen.

    Auf dem Rückweg nach Kuching am Nachmittag dann Chance Nr. 2 - 🦧
    Doch leider auch hier: Enttäuschung. Wir warten 45 min bis wir schließlich aufgeben. Kein Affe.

    Enttäuscht Rückzug zum Parkplatz. Doch dann: gerade wollen wir aufsatteln, da zeigt sich die 49-jährige OrangUtan Dame und möchte gefüttert werden. 30 Minuten sehen wir dem Spektakel zu uns sind hin und weg, klasse!!
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  • Day167

    Reisetag: Auf nach Borneo

    March 7 in Malaysia ⋅ ⛅ 32 °C

    Was wir gelernt haben: Reisetage vom Ablauf so zu gestalten, dass sie sich angenehm anfühlen.
    So auch heute.

    Nach kurzem Aufenthalt in Kuala Lumpur, den wir eher zum entspannen genutzt haben, geht es heute auf die drittgrößte Insel der Welt, Borneo, genauer gesagt nach Kuching, im Westen der Insel.

    Nach dem gemütlichen Aufstehen, Yoga 🧘🏻‍♀️ bzw. Sport 💪🏼 und einem Hipster-Frühstück wie es nur in einer Großstadt zu finden ist, gehts los. Top Morgen!
    Ohne die App „Grab“, so haben wir uns sagen lassen, sollte man keine Taxen besteigen - bis jetzt haben wir von keiner guten Erfahrung mit üblichen Taxen gehört. Abzocke - falsche Adressen angefahren, Fahrten unterbrochen und Gäste „ausgesetzt“ - alles schon vorgekommen. Wir halten uns also an die „privaten“ Fahrer, ähnlich einem „Uber“, und sind darin bisher zufrieden und günstig unterwegs.

    Vorteil an Mittags fliegen: Entspannter Morgen und leckeres Frühstück.
    Nachteil: bei geringer Vorbereitung nur „Flughafen Essen“ für die Mittagspause . Also Pizza Bun und Käse Crêpe. 🤷‍♂️🤢
    Ohne Mittagessen zu reisen haben wir uns abgewöhnt. Unterzuckerung, neue Umgebung und Reiseanspannung sind ein Garant für ungute Laune (bei beiden übrigens, nicht nur bei Rouven 😋)

    Der Flug verläuft reibungslos, mittlerweile ist das alles ein wenig zur Routine geworden. Neu ist allerdings, dass wir Angaben zu körperlichen Symptomen machen müssen, die auf COVID-19 hinweisen könnten. Die Pandemie wird hier sehr erst genommen und demnach die Bevölkerung deutlich sensibilisiert - ohne Panik zu verbreiten.

    In Kuching angekommen geht es mit dem Taxi zum Guesthouse, bevor wir am frühen Abend die Innenstadt zu Fuß erkunden.

    Ein „Highlight“ soll die Wassershow sein, 38Mio. Ringgit hat die Regierung dafür ausgegeben. Leider an den falschen 😂 nach Wasser- und Musik Shows in Dubai können wir hingehen auch nicht befriedigt werden 😅

    Da wir weiter außerhalb wohnen gehört zu unserem Heimweg auch eine Fluss Überfahrt mit einer kleinen Fähre - unsere liebste Beschäftigung an diesem Abend 🚣‍♂️

    Gute Nacht 😴
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