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August 2019
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  • Day2

    St Petersburg,

    September 1, 2019 in Russia ⋅ ⛅ 23 °C

    Endlich war es heute soweit...nach nunmehr einem Jahr Planung sind wir in St Petersburg, unserer ersten Etappe, angekommen.
    Der Flug war gut und schnell, 2,5 Stunden. Auch die Passkontrolle kein Problem, jeder bekam eine Emigrationscard ( Zettelchen) in den Pass gelegt.
    Hui, wir sind Emigranten!

    Mutig ab zum nächsten Mobilnetzhändler, ne Sim Karte gekauft und ab zum Buss, der uns zur nächsten Metrostation brachte.
    Auch diese Hürde war schnell bewältigt.. das Ticket kaufen, dann ab in den Zug.

    6 Stationen weiter und wir waren fast da.
    Noch ein kleiner Spaziergang zur Unterkunft und da begann ein kleines Drama..meine Emigrationscard war verschwunden :(
    Nachdem ich ohne Erfolg alle Taschen in heller Aufregung umgedreht und geleert hatte, war klar..keine Card...auch der Versuch im Flughafen beim Handyanbieter anzurufen, scheiterte.
    Das bedeutet, dass wir morgen zum Amt müssen, um eine neue Card zu beantragen, keine Ahnung was sonst passiert .

    Aber was solls, wir waren erst einmal in dieser schönen Stadt unterwegs,
    Eine kleine Orientierungsrunde gedreht und schon wunderschöne Gebäude entdeckt.
    Morgen geht's dann weiter..
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  • Day3

    Emigrationscard

    September 2, 2019 in Russia ⋅ 🌙 18 °C

    keine Sorge, ich werde euch nicht jeden Abend zutexten.. einige haben sich gefragt, ob Walter allein weiterreisen muss, oder ob ich als legale Einwanderin das Land auch wieder verlassen darf.

    nun, heute früh um 9:30 nach einem schnellen Kaffee ging es ab zur Behörde, die sich zum Glück ganz in Fußnähe der Unterkunft befindet.
    Vor der Tür stellten wir fest, dass unser Russisch nach wie vor nicht ausreicht, wir sprechen es schlichtweg nicht.
    Eine freundliche Frau (Marietta, Anfang 60, die genauso viel redet wie ich) die ausgezeichnet Englisch sprach, fühlte sich berufen uns zu helfen.
    An der Information stellte sich heraus, dass sie von sich aus der nicht lächelnden Dame unser Problem erklärte. Sie übersetzte, dass in dem ganzen Büro keiner Engisch spricht.... oh nein.... und dass heute keiner für mich Zeit hat.
    Ich müsste morgen wiederkommen, dann würden sie meine Fingerabdrücke nehmen und das Bearbeiten der Emigrationscard dauert ca 1 Woche... Mist... wir fahren doch am Mittwoch schon nach Moskau!
    Entmutigt und nicht wirklich entspannt sind wir mit dieser Information erstmal raus.
    Nur die Ruhe behalten, wird schon irgendwie schiefgehn, dachte ich.
    Aber das ist einfacher gesagt als getan..
    Wir hatten noch einen Termin mit Michael, einem Mitarbeiter unseres deutschen Reisebüros aus Münster ( übrigens TOP !! Natascha Reisebüro am Bahnhof wirklich empfehlenswert!) . Er hatte unsere Zugtickets für die Mongolei und Peking, die wollten wir einsammeln.

    Michael hat sich als die Rettung erwiesen, nach einigen Telefonaten sagte er uns, einer seiner Kollegen sei heute am Flughafen.
    Dieser würde im Laden wo wir unsere Sim gekauft haben, nachfragen, ob meine E.Card dort gefunden worden ist.
    Und das war sie!!! Puh, die Erleichterung war riesig.
    Abends haben wir uns zur "Übergabe" getroffen, so froh dass alles noch einmal glimpflich abgelaufen war :)
    Den restlichen Tag sind wir meilenweit gelaufen,
    St Petersburg ist eine unglaublich schöne Stadt. Sehr sauber und die Gebäude sehr beeindruckend und riesig.
    Außerdem gibt es ein paar Dinge die wir festgestellt haben

    Es gibt sehr viele sehr neue, große Autos auf den Straßen und sie fahren alle SEHR schell
    Lächeln ist für viele Menschen hier wohl auch schwer

    und ich hab noch ein Geständniss:
    ich habe mich schockverliebt :)
    habe die Asiaten immer belächelt mit ihrem Selfiestick..... Aber, er ist großartig !! Ich liebe ihn und stehe dazu ! Konnte in großen Menschenmengen über den Köpfen Bilder machen und auch von uns.... genial.... wünschte, hätte es schon vorher ausprobiert, grins
    so, nun ein paar Bilder.....
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  • Day5

    Moskau

    September 4, 2019 in Russia ⋅ ⛅ 18 °C

    Wir haben heute Moskau ganz bequem mit dem Schnellzug erreicht. Sehr entspannt und luxuriös, obwohl nur normale 2. Klasse.
    Da kann sich die DB eine Scheibe von abschneiden.
    Hier ticken die Uhren insgesammt etwas langsamer, denn auch das Kontrollieren der Fahrkarten nahm (langsam) seinen Lauf,
    und ja, ich musste meinen Pass vorzeigen, aber nicht die E.Card.😅
    Nach einigen hin und her am Bahnhof (nehmen wir ein Taxi oder versuchen wir die Metro),
    haben wir uns für die Metro entschieden.
    Unser Zögern: in St Petersburg waren alle Straßennahmen etc noch auf Latain abgebildet, hier in Moskow nicht. Mit etwas Russisch wäre es hier tatsächlich einfacher....
    Doch auch hier sind die Metro Stationen extrem sehenswert, außerdem kostet ein 4 Tages Ticket nur Euro 1,50 pP

    Unsere Unterkunft, ein Hostel, liegt in der 5 Etage eines Mietshauses.
    Zum Glück mit Fahrstuhl, der allerdings nicht sehr vertrauenswürdig wirkt, also werden wir den nur im Notfall nutzen.
    Unser Zimmer ist nicht sooo schön, ok, aber sauber und wir wollen ja hier nur schlafen.

    Nach einer kurzen Pause wieder ab auf Schusters Rappen und Herrn Putin einen Besuch abstatten.😎

    Der Kremel und die Basilikakathedrale, sowie der rote Platz am Abend sind wunderschön,
    daneben das riesige Luxuskaufhaus GUM am roten Platz , alles hübsch beleuchtet. Sieht schon aus als wenn Weihnachten wäre.
    Morgen gehts dann etwas intensiver weiter.....
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  • Day9

    Kremel Besuch- eine Herausforderung

    September 8, 2019 in Russia ⋅ ⛅ 19 °C

    Vorgestern starteten wir den Versuch, in den Kremel zu gelangen. Als wir das Gebäude mit dem Ticket Schalter erblickten, wurde uns Angst und Bange.
    Es hatte sich eine Schlange von Wartenden gebildet, dessen Ende kaum sichtbar war.
    Und wieder bemerkten wir... es geschah nichts... keine Bewegung... sie standen einfach nur herum !?
    Also, kurz ums Haus geschlendert und den Hintereingang genommen ...

    Keiner hinderte uns, ich hatte etwas Sorge, von wegen Lynchen usw. ... Es gibt ca 6 Schalter, und alle Damen brauchen UNENDLICH lang, um die Karten zu verkaufen.
    Eigendlich faszinierend, wo nehmem die diese Ruhe her.? Kein Besucher schien Plan zu haben, wo kauft man was, denn auch die Karten sind in unterschiedliche Kategorien gestaffelt.
    Und... die Schlange am eigendlichen Eingang war noch länger, da alle Besucher durch einen Scanner müssen.
    Nach einem kurzen Kriegsrat stand fest,
    wir kommen am nächsten Tag ganz früh und legen unser Handtuch nieder, damit wir als erster in der Warteschlange sind, grins.

    Gestern gestalltete es sich nicht wirklich besser, aber wir hatten schließlich die Tickets und konnten in den Kremel hinein.
    Beeindruckende Kirchen und Gebäude, wie auch alles andere in Moskau, riesig.

    Nach einer Extrapauschale war es uns gestattet, die Juwelen - Ausstellung zu betreten.
    Aber bitte in der Ausstellung nur flüstern ! Sonst wird man von einem uniformierten Menschen (irgendwie tragen hier alle Uniformen...man weiß gar nicht, wer ist wichtig und wer nicht) böse ermahnt, leise zu sein.

    Vom inneren der Kirchen waren wir überrascht, denn im Vergleich zu St. Petersburg waren sie eher schlicht gehalten.
    Über und über bemalt mit Fresken , doch nicht soviel Gold und Glitzer wie in St. Petersburg.

    Nach ca 4 anstengenden Stunden und einer totalen Reizüberflutung haben wir uns für eine kleine Pause ins Hostel zurückgezogen.

    Die ganze Innenstadt ist an diesem Wochenende sehr beschäftigt, denn es findet ein Stadtfest statt.
    Überall Buden, leider weniger Freßstände, darauf hatten wir gehofft um uns mit russischen Spezialitäten vertraut zu machen.

    Und es ist laut ! Unfassbar laut ! In den Kneipen, vor den Kneipen ... immer dröhnen diese UZ UZ UZ Bässe von überall... Unterhalten ist da nicht möglich.

    Heute Abend um 23 Uhr gehts los mit der Transib, wir sind beide schon sehr gespannt und freuen uns.
    Großstädte sind sehr anstrengend und wir haben festgestellt, dass wir vorab keine Kirche mehr von innen sehen wollen....
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  • Day11

    Transsib- von 100 auf 0

    September 10, 2019 in Russia ⋅ ⛅ 15 °C

    Am Sonntag waren wir sehr früh an Platz der 3 Bahnhöfe,
    Nikolaever - Jaroslavler und der Kazaner Bahnhof, und zwischendrin auch noch die Metro.... welcher ist denn nun der Richige? Einsteigen müssen wir am Jaroslaver...
    zum Glück haben wir schnell herausgefunden, wohin und bekamen auch neue Tickets ausgedruckt, die Kopien aus Deutschland, da konnten wir noch etwas entziffern aber die neuen ... tja... wird wohl passen, haben wir gedacht.

    Nachdem wir unsere Koffer in einer Gepäckaufbewahrung abgegeben hatten (da wollte uns der Mann doch den doppelten Betrag abknöpfen ! Ein kleiner Hinweiß mit dem Finger auf das angebrachte Informationsschild... und schon änderte sich die Zahl auf seinem Taschenrechner von 1000 auf 500 Rubel ) , ab in das nächste Geschäft, denn im Zug ist Selbstversorung angesagt.

    Geraten wird, sich mit Tee, Kaffeepulver und Tütensuppen, Kartoffelbrei in Bechern und Knabberzeug einzudecken.
    Beladen mit einer Tüte voll guten-gesunden Lebensmitteln begaben wir uns zurück zum Bahnhof und hatten noch sehr viel Zeit übrig.
    Aber wenn man unsicher ist, wie der Hase läuft, besser vorab länger warten !

    Endlich ging es los, unser Zug wurde aufgerufen...ab zum Gleis 3.
    Dort kam schon der Zug und die Fahrgäste stellten sich auf Höhe ihres Waggongs auf.

    Ich fragte mich, ob wir unser Abteil für uns haben, oder ob die 2 anderen Plätze auch belegt sein würden.
    Eine Frau mittleren Alters sah nicht wirklich glücklich aus...puh dachte ich, ob die wohl bei uns schläft...
    und....
    jaaaa, sie und ein Mann waren schon im Abteil und hatten sich häuslich eingerichtet.
    Es dauerte ein wenig bis wir auf kleinen Raum alles sortiert hatten, der Bettkasten unter der unteren Liege ist etwas klein für 2 Koffer,
    aber hat dann irgendwie doch gepasst.
    Dann als der kleine Trubel vorüber war, sprach uns der Mann auf Deutsch an. Wir waren überrascht.
    Ivan erzählte uns über den Zug und zeigte Walter wie das mit dem Samowar (Heißwasserkocherteildingsbums) funktioniert. Das ist ein großer Behälter von dem man immer heißes Wasser zapfen kann , eben für Getränke oder Süppchen :)
    Wir haben uns noch viel unterhalten, Ivan hat übersetzt und auch Katharina hat gelächelt, auf einmal war sie sympathisch.
    Später bat sie mit strengen Ton die Männer aus dem Abteil, wir konnten uns umziehen und haben unsere Betten bezogen, dabei war sie resolut und wollte unbedingt meins herichten !
    Irgendwie komisch auf so engen Raum mit total fremden Menschen zu schlafen, aber es war tatsächlich nicht unangenehm.
    Die Pritschen etwas hart, nachts bin ich öfters wach geworden, das Rumpeln und Schaukeln, Pfeifen der entgegenkommenden Zügen ist doch recht gewöhnungsbedürftig.
    Morgens verabschiedeten sich beide und wir hatten das Abteil für uns.
    Was macht man nun den ganzen Tag im Zug.....

    von 100 auf 0

    nichts !

    Doch das war für uns nach den anstrengenden Tagen in St.Petersburg und Moskau genau das Richtige um die erlebten Dinge sacken zu lassen und ein wenig zur Ruhe zu kommen.

    Wir haben noch viel geschlafen und ein paar kleine Kontakte geknüpft.

    Am lustigsten war Jane (so nennt sie sich), russischer Name für mich nicht aussprechbar) Sie ist eine ältere Dame, die mir nach gefühlten 5 Minuten ihre gesammten Fotos zeigte und dann noch ihre Medallie und CD herausholte. Beruflich ist sie Musiklehrerin und schreibt Gedichte, hat wohl 12 Bücher veröffentlicht.. soweit ich das richtig verstanden habe. Sie kann ca 5 Wörter Englisch, die restliche Konservation macht sie auf russisch und mit sehr viel Körpereinsatz, was kurzweilig war :)
    Nachdem sie sich frisch geschminkt hatte wurde Walter hinzugerufen um Fotos von uns beiden zu machen :))

    Abends kam ein junger Mann auf uns zu, der sehr gut Englisch sprach, er war mit seiner Feundin und der gemeinsamen Katze unterwegs (!) , wir haben bis spät in der Nacht Tee getrunken und uns gut unterhalten.
    Die Beiden reisen viel mit diesen Zügen und er sagte uns, dieser wäre der Älteste in dem sie bisher gefahren sind... das Heißwasserdingsbums wäre bestimmt schon antik... so 68er-70er Jahre, als ich ihm sagte, das wäre mein Jahrgang mussten wir alle lachen.....

    Als wir schon im Bett waren, stieg noch eine Frau zu, sie krabbelte in ihr Bett und wir sahen uns erst am Morgen. Valentina, eine so Liebe.... sprachlich ein Abendteuer ... aber irgendwie geht es immer....
    Mit viel Gelächter und gemeinsamen Essen, ging es auf die letzte Nacht im Zug zu.
    Wir besuchen Novosibirsk.
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  • Day12

    Novosibirsk von 26 auf 5

    September 11, 2019 in Russia ⋅ 🌧 10 °C

    Die Schaffnerin weckte uns um ca 5 Uhr, seit Moskau hatten wir 3 Zeitzonen durchfahren. Es war erst 1 Uhr nach Moskauer Zeit.
    Schnell war alles zusammengeräumt und wir nahmen Abschied von Valentina :(
    Und dann... wie kalt es aufeinmal war, in Moskau hatten wir 24-26 Grad, hier regnete es und die Anzeige stand auf 5 Grad.....
    müde und frierend verbrachten wir noch eine Stunde im Bahnhofsgebäude, denn es war viel zu früh um zum Hotel zu gehen.
    Später dort angekommen, haben wir erst heiß geduscht, herrlich, nach fast 3 Tagen Katzenwäsche im Zug.

    Die Hauptstadt Sibiriens ist eher so, wie wir uns Russland vorgestellt haben.
    Die Menschen sehen "normaler" aus, nicht nur gesteilt und in Canel gekleidet,
    hier sind sie so wie du und ich.
    Es gibt sehr viele sehr baufällige große Häuser. Bürgersteige mit großen Löchern und... große Pfützen überall....
    ich erinnere mich als Kind durch Pfützen gesprungen zu sein... heute ist alles doch sehr ordendlich bei uns

    Beeindruckend und bekannt ist das grün/türkise Bahnhofsgebäude, in Form einer Eisenbahn, sowie das Staatliche Theater für Oper und Ballett.
    Es ist das Wahrzeichen der Hauptstadt.
    Inmitten einer sehr verkehrsreichen Straße steht eine kleine Kapelle, mit einer (natürlich) Goldkuppel.
    Sie wurde 1915 zu Ehren der Romanov-Dynastie gebaut und zum 100 jährigen Stadtjubiläum originalgetreu wieder aufgebaut.
    Hier soll angeblich der geographisch vermessene Mittelpunkt Russlands liegen !

    Auch gibt es mitten in der Stadt eine kleine Straße mit sehr alten Holzhäusern, die hübsch sind, sehen etwas verloren aus.
    In einem vermuten wir einen Kindergarten, in einem anderen werden werden mit Hackfleisch gefüllte Teigtaschen verkauft.

    2 Tage Novosibirsk waren für uns ausreichend, um einen kleinen Eindruck zu bekommen und wir freuen uns auf den nächsten Stop in Irkusk....
    dann geht es in Richtung Baikalsee
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  • Day16

    Im Zug von Novosibirsk nach Irkutsk

    September 15, 2019 in Russia ⋅ ⛅ 8 °C

    Der Zweite Teil unserer Zugreise begann nicht sehr vielversprechend.
    Wir sind in unser Abteil gezogen, gefühlt war dieser Waggon noch älter als der Erste und auch viel enger.
    Wir hatten 2 Reisebegleiter, die wortkarg waren (und Käsefüße hatten).

    Da die Außentemperatur deutlich nach unten gegangen ist, dachter der Schaffner wohl, mach mal warm !
    Die Heizung lief auf Hochtouren, die Tür zum Abteil war Nachts geschlossen und 4 Erwachsene Menschen schwitzten fleißig auf ca 2,8 qm vor sich hin .
    Wir waren fix und fertig am nächsten Morgen.

    Zu unserer Überraschung gab es ein Frühstückspacket mit Brötchen, Wurst, einer kleinen Flasche Wasser und ein paar Keksen. Später kam noch ein Silberschälchen mit Reis und Hühnchen dazu !

    Nach dem Essen musste ich raus aus dem Abteil.... für mich war es unerträglich heiß und ungemütlich geworden, Walter hielt einen kleinen Verdauungsschlaf....
    auf dem Flur kam ich mit Hannah ins Gespräch.

    Sehr lebhaft mit und wenig Englisch beklagte sich über die Quallität des Waggongs und das schlechte Essen, ich sollte mit ihr kommen, sie hätte ein paar leckere echt russische Süßigkeiten für mich.
    Natürlich konnte ich der Versuchung nicht wiederstehen und ging 2 Türen weiter.
    Im Abteil waren Max 13 Jahre, Simon 7 Jahre und Hannahs Mann Evgeni.
    Als nach einiger Zeit Walter noch dazukam, wurde kurzentschlossen der selbstgebrannte Schnaps ( 2 Liter, die auch aufgetrunken wurden ) die Mettwurst, Gurken und Tomate aus der Tasche geholt.
    Im bestimmenden Ton (für unsere Ohren) musste Evgeni Gabeln suchen , Gläser waschen etc, wir kamen aus dem Lachen nicht mehr heraus. Er trug das Ganze mit einer stoischen Gelassenheit !

    Der Zug machte an jeder Milchkanne Halt, manchmal auch etwas länger, dass wir auf den Bahnsteig gehen konnten zum Luftholen.

    Die Kinder rannten herum, wir haben sie mit Süßkrams eingedeckt und der kleine Simon hatte schon bald einen Narren an uns gefressen.
    Es hagelte Küsschen und Umarmungen.

    Mit einmal machte Evgeni schlapp.... er wurde mit viel Gelächter und Hilfe ins obere Bett geschoben, blieb dort den Rest des Abends.... ja es war spät geworden !
    Walter saß mit einem glückseeligen Gesichtsausdruck neben Hannah und sagte nur : geil, ich habe einen Russen unter den Tisch getrunken".
    Als dann auch noch der Schaffner auftauchte, Aleksander, mit einem Körbchen Souveniers ...war es um Walter geschehen und er kaufte eine kleine Glocke für 500 Rubel.
    Bin vor Lachen fast von der Bank gefallen.
    So haben wir den 2 Teil unserer Zugfahrt doch noch richtig schön zu Ende gebracht.....
    Der Tag war kurzweilig und sehr lustig... es lebe die russische Gastfreundschaft und die vielen netten Menschen die wir bisher getroffen haben.
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