Canada
Stuart Bay

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6 travelers at this place:

  • Day28

    The real rainforest experience

    August 1 in Canada ⋅ 🌧 15 °C

    Wir haben es tatsächlich geschafft, noch vor 6 Uhr aufzustehen und nach Tofino aufzubrechen. Wie schon so oft in diesem Urlaub scheint der Weg das Ziel zu sein. Im Moment sind wir gerade im 'The Blue Room', einem kleinen netten Restaurant (Diner-like) mit Water View - was heute Himmel und Erde in einem ist, denn es regnet an der Westküste gerade in Strömen. Aber wir haben tatsächlich freien Blick in eine kleine Bucht, die am Pazifik liegt. Wir sind in Ucluelet (you-clue-let), einem Nachbarort von Tofino, dem Surferparadies an der Westküste Vancouver Islands. Am Nachbartisch durfte ich einen außergewöhnlichen Cocktail fotografieren, den sich gerade viele Leute hier bestellt haben - scheinbar die Spezialität des Hauses - mit kandiertem Schinken... - wir befinden uns in Kanada - manchmal merkt man das auch am Essen, äh Trinken.
    Die nette junge Coastal Rangerin meinte im Info-Büro gerade, wir würden jetzt das 'real rainforest feeling' mitbekommen, so wäre das Wetter im Winter immer - jeden Tag. Es regnet in Strömen und dabei haben wir nur heute und morgen bis zum Nachmittag, um die Gegend hier am Pazifik kennen zu lernen. Na gut. Dann wissen wir nach dem Urlaub eben, wie es an der Westküste im Winter aussieht.
    Im Hostel in Tofino: Direkt am Meer gelegen, von unserem sehr geräumigen (sehr teuren) Familienzimmer haben wir einen hervorragenden Blick aufs heute sehr dunkelgraue Meer. Dafür hatten wir auf dem Weg hierher herrlich klare Seen, siehe unten. Ich schicke euch Erklärungen für interessante Orte und Umweltinformationen ganz einfach immer zum Lesen mit. Ella gefällt das Hostel hier am besten von allen, weil es über schöne im ganzen Hostel verteilte Kuschelecken mit dicken Matratzen verfügt, in die man sich zum Lesen oder U-Tube-Videos schauen zurückziehen kann. Und eben haben wir alle Billiard an einem wirklich schmucken Billiardtisch gespielt. Mein Favorit ist noch immer das Hostel in Nanaimo. Hier in Tofino haben wir beim Einchecken einen jungen Deutschen wiedergetroffen, der vorher in Nanaimo war und eben sind die Kanadier aus Québec eingetroffen, die gestern in Nanaimo mit mir an einem Tisch saßen. Die Hostel-Reisenden wirken so langsam wie eine Gemeinschaft, die sich immer wieder über den Weg läuft. Es gefällt mir gut, nette Leute wieder zu treffen und ich hoffe, dass unsere Franzosen morgen noch im Painted Turtle in Nanaimo sein werden. Hier in Tofino sind viele junge Leute. Wir sitzen gerade im Aufenthaltsraum vor der Küche und ich höre die Gespräche um mich herum - es wird deutsch gesprochen, aber auch von vielen englisch - die Gäste sind international, die 'staff' französisch und deutsch (eine deutsche Hostelleiterin gibt es hier). Ich habe gerade so ein Auslandssemesterfeeling - so war es in England, wenn alle sich auf englisch unterhalten haben mit ihren unterschiedlichen Akzenten - schön.
    Morgen gegen 11 Uhr werden wir sehen, wie das Wetter wird, meinte die Französin, die hier an der Rezeption arbeitet - in Frankreich ist Kanada gerade der Renner. Viele bewerben sich in der 'Lotterie' für eine Aufenthaltsgenehmigung für zwei Jahre. Sie ist schon zum zweiten Mal in Kanada - das erste Mal war sie in Québec, jetzt hier im Westen. Wie ich schon erzählt habe, genießen es die Leute, die im Hostel arbeiten, dass sie dann frei in allen Hostels in Kanada wohnen können, wenn sie verreisen.
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  • Day29

    Nationalpark 'The Pacific Rim'

    August 2 in Canada ⋅ ⛅ 16 °C

    Super geschlafen! Ich hatte ein französisches Bett ganz für mich alleine :-)
    Es hat aufgehört zu regnen und zum Frühstück stand für alle Pancaketeig bereit. Auf einer rechteckigen elektrischen mobilen Kochplatte haben wir unsere Pancakes zubereitet und sie mit frischen Blaubeeren, Bananen, raw sugar und Peanutbutter gegessen (die wir mittlerweile selbst gekauft haben - von Kraft, die grüne, smooth, crémeux - hier ist ja immer alles auf englisch und französisch beschriftet - ideal für Leute, die die Sprachen lernen wollen...).
    Jetzt muss sich nur noch die Sonne zeigen, damit sich der Nebel auflösen kann, der noch in den Hügeln hängt und dann kann es los gehen. Wir wollen heute den Nationalpark 'The Pacific Rim' erkunden und dabei auch Halt an dem einen oder anderem Strand machen, um den Surfern zuzusehen, die ja sehr wetterfest sind. Der eine meinte gestern zu mir: 'Ob es regnet oder nicht, im Meer wird man ja sowieso nass, dann kann man auch surfen gehen.' Gute Einstellung. Dirk hat gestern seine Schuhe noch trocken gefönt - dann kann es jetzt los gehen. Regenjacken haben wir ja auch für alle Fälle dabei.
    Okay - das mit dem Schuhe trocken föhnen hat wohl nicht so ganz geklappt. Dirk hat jetzt ein paar Schuhe und ein paar Socken weniger. Er trägt seine Schuhe sowieso immer so lange, bis die Sohle durch ist. So war es auch bei diesen - und da unsere Koffer ja sowieso schon so schwer sind, hat Dirk entschlossen, dass er sich von seinen alten Schuhen trennt.
    Wir haben heute Beach-hopping gemacht und uns die Surferstrände angeschaut. Begonnen haben wir mit dem Standpaddling-Strand. Der hat uns am besten gefallen. Die Standpaddler sind ein lustiges Völkchen. Ich habe einer Frau dabei zugeschaut, die nur mit Bikini bekleidet (die Surfer tragen Neopren-Anzüge), versucht hat, nur auf einem Bein auf ihrem Standpaddlingbrett zu stehen. Es sah aus wie eine Yogaübung - der Baum auf dem Brett. Es gibt sogar Standpaddlingbretter zum Aufblasen, die man dann ganz einfach im Rucksack transportieren kann. Ich habe mich mit einem Ehepaar darüber unterhalten, die gerade dabei waren, ihre Bretter aufzupumpen. Die Surferstrände waren eher enttäuschend, da schmuddelig und grau. Ich hatte einen hellen Sandstrand wie in Malibu erwartet - schließlich schwärmen alle von Vancouver Island - grauer Sand wurde nie erwähnt. Außerdem waren auch kaum Surfer dort oder einfach nur im Wasser wie an einer Perlenschnur aufgereiht. Das sah ganz merkwürdig aus. Vielleicht warteten sie auf die perfekte Welle, die dann doch nicht kam, wer weiß. Aber ich bin eben auch keine Surferin. Standpaddling würde ich gerne mal ausprobieren. Das geht sicherlich auch zu Hause auf einem See. Ella meinte zwar, das sei viel schwieriger als surfen. Sie hat mit der Schule ja im Juni einen Surfkurs an der Ostsee gemacht, aber ich glaube ich bin eher der Typ 'Baum auf Brett'.
    Mittagessen noch einmal im 'The Blue Room' und dann zurück nach Nanaido, von wo aus wir morgen früh die Fähre zurück nach Vancouver nehmen wollen. Wir haben noch versucht, die Fähre von Sonntag auf morgen früh umzubuchen und ich habe mich dabei lange mit der Service-Dame unterhalten, die mir erklärte, dass heute Nachmittag das Computersystem zusammengebrochen ist. Als nach einer guten halben Stunde immer noch niemand per Telefon erreichbar war - die Tickets werden per Telefon gebucht - haben wir entschieden, es morgen früh um 8 Uhr einfach so zu versuchen. Wird schon klappen.
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Stuart Bay

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