Chile
Coihaique

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Travelers at this place
    • Day122

      Roadtrip nach Patagonien - Teil 2

      January 23 in Chile ⋅ ⛅ 14 °C

      Nach dem Besuch auf der Insel Chiloé haben wir noch mal unsere Vorräte aufgestockt, Wäsche gewaschen und aufgetankt. Dann ging es über Puerto Montt auf die Ruta 7 - die Carretera Austral. Diese Straße windet sich weitere 1200km nach Süden durch den nördlichen Teil des chilenischen Patagoniens. Am Anfang muss man allerdings eine fünfstündige Fährpassage durch einen Fjord unternehmen, weil die Landschaft nebendran - im Nationalpark Pumalin - zu bergig für eine Straße ist. Und diese Passage ist das Nadelöhr.

      Unser Boot sollte um 8 Uhr morgens ablegen. Deshalb waren wir bereits am Vorabend vor Ort, um am nächsten Tag rechtzeitig um 7 Uhr - wie von der Verkaufsmitarbeiterin in Puerto Montt empfohlen - am Fähranleger zu sein. Als wir dort ankamen, hatte sich allerdings schon eine lange Autoschlange von beiden Seiten und mit mehreren Reihen gebildet. Wie wir dann später erfahren hatten waren darunter auch viele Leute, die eigentlich bereits 3 Tage vorher fahren wollten. Diese Fähre war aber wegen Motorschadens ausgefallen. Außerdem waren viele ohne Ticket da, die hofften, sich auch so irgendwie aufs Schiff schmuggeln zu können.
      Insbesondere auf Letztere waren natürlich viele andere Leute mit Ticket sauer, weil sie befürchteten, gar nicht mitfahren zu können.
      Das Ergebnis waren wild diskutierende Menschenansammlungen und ein aufgebrachter Mob, der wahrscheinlich alles dafür getan hätte, dass Leute ohne Ticket nicht aufs Schiff kommen. Was die Situation nicht einfacher gemacht hat, war, dass lange Zeit niemand vom Fährunternehmen vor Ort war und auch das Schiff selbst erst mit viel Verspätung ankam.
      Zwischendurch mussten sogar mehrere Polizisten anrücken um zu vermitteln.

      Am Ende hatten wir ein weiteres Mal Glück: Zwar haben wir keinen Platz mehr auf unserem eigentlich reservierten Boot bekommen, allerdings dann auf dem nächsten. Weil auch das mit 2 Stunden Verspätung anlegte, sind wir schließlich erst gegen Mittag losgefahren und am frühen Abend auf der anderen Seite angekommen. Wir wollten zwar noch ein bisschen Fahrtstrecke hinter uns bringen, aber letztendlich haben wir relativ bald einen Ort für die Nacht gesucht.

      Die nächsten Tage bestanden dann aus ziemlich viel Autofahren. Aber auch das ist hier in diesem wilden Teil Patagoniens schon sehr aufregend. Immer mal wieder besteht die Straße nur aus losem Schotter. Wegen der Hitze und Trockenheit kommt zu den vielen Schlaglöchern auch noch sehr viel Staub dazu. Das kann sich auch mal über Dutzende Kilometer ziehen. Aber die Landschaft entlohnt auf jeden Fall für die Mühen. Bis zum Lokalzentrum Coyhaique (450km nach dem Fähranleger) sind wir durch viele grüne Wälder und Täler gefahren, an vielen Bergen und blauen Seen vorbeigekommen und haben vor allem eine Vielzahl großer und kleiner Flüsse überquert. Nach Coyhaique wird die Landschaft dann karger mit mehr Grasland und Steppe, was optisch aber auch sehr reizvoll ist.

      Nach 3 Tagen und 800km sind wir dann schließlich an unserem Endziel in Puerto Rio Tranquilo angekommen. Wir wollten unbedingt hierher, um im Nationalpark Laguna San Rafael eine Wanderung über einen Gletscher zu machen. Wir konnten Gott sei Dank noch auf den letzten Drücker zwei Plätze bei einer selbstständigen Gletscherführerin für den nächsten Tag ergattern.
      Dann ging es also durch ein enges Tal mit dem Auto zum Exploradores-Gletscher und dort anschließend zu Fuß durch einen Wald, über ein Geröllfeld und dann auf den Gletscher selbst. Am Anfang gibt es einige Schmelzwasserseen und bräunlich bis schwarzes Eis, weil so viele Sedimente eingeschlossen sind. Danach wird das Eis immer weißer und blauer und die Gletscherspalten nehmen zu. Ausgestattet mit Steigeisen sind wir über den Gletscher gewandert und dabei auch an mehreren Höhlen und Tunneln im Eis vorbeigekommen. Es war echt ein tolles Erlebnis. Sehr traurig hat uns dabei aber der Gedanke gemacht, dass dieser Gletscher wie die meisten anderen auf der Welt in ein paar Jahren bis Jahrzehnten komplett verschwunden sein wird. Vor Ort konnte man die Eisschmelze nahezu live miterleben. Allein seit November hat die Eismasse im vorderen Teil 6 m verloren...

      Im Anschluss an dieses unvergessliche aber zugleich mahnende Erlebnis hatten wir 3 weitere Tage, um wieder nach Norden zu fahren. Vor der erneuten Überfahrt mit der Fähre haben wir noch mal einen Abstecher in den Nationalpark Pumalin gemacht. Die Rückfahrt auf dem Schiff ging dann schließlich ohne Probleme und Verzögerungen vonstatten. Zurück in Puerto Montt haben wir dann innerhalb eines Vormittags noch einen PCR-Test für die Weiterreise gemacht, das Campingauto gewaschen und am Flughafen abgegeben.
      Von dort sind wir zurück nach Santiago geflogen.
      Da die Grenzübergänge weiterhin geschlossen sind, mussten wir unseren Plan B, mit dem Bus über die Grenze nach Mendoza in Argentinien zu fahren (Plan A war mit dem Bus in Patagonien die Grenze nach einem Besuch im Nationalpark Torres del Pain zu queren), in Plan C umzuwandeln. Das bedeutete, weiter nach Buenos Aires zu fliegen. Dort sind wir dann spät am Abend angekommen. Nach der abenteuerlichen Reise durch Chile steht jetzt also Argentinien auf dem Programm, wo uns unsere Freundin Pia aus Deutschland für eine Weile besuchen kommt.

      Wahrscheinlich werden wir euch bald noch mit einem Footprint zum Essen in Chile 😋 erfreuen, bevor dann die Berichte zur weiteren Reise folgen 😉
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      Traveler

      Stress mit Transportmitteln / Engpässen und grandiose Landschaften im Wechsel... echte Globetrotter!

      1/31/22Reply
       
    • Day88

      Coyhaique

      October 29 in Chile ⋅ ⛅ 7 °C

      Bei strömendem Regen sind wir nach Coyhaique weitergefahren. Coyhaique ist die einzige richtige Stadt in dieser Region, mit etwa 60'000 Einwohnern, und wurde erst 1929 gegründet. Hier haben wir einige Sachen eingekauft und auf besseres Wetter gewartet.
      Die Sonne war bald wieder zurück, und wir sind Richtung Süden weitergefahren. Auf dem Weg haben wir angetroffen: blaue Bergseen, Schnee, einen vaquero (cowboy) mit seinen Kühen, und zwei Huemuls! Diese Tiere (eine Art Hirsch) sind selten und leider vom Aussterben bedroht.
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      UN HUEMUL.....!!!! nunca he visto uno.... [Mariana]

      Que lindas se ven....😁 [Mariana]

       
    • Day13

      Patagonia!

      November 19, 2019 in Chile ⋅ 🌧 11 °C

      We have arrived in a very cold and rainy Coyhaique. Quite the contrast with the Atacama desert! The flights thankfully went ok.

      Now we're finding out what we want to do here and how we want to reach Argentina by the end of next week to meet Franzi in El Chaltén.Read more

      Traveler

      Happy that you guys made it ok!

      11/19/19Reply
      Traveler

      How are you doing Machiel? Everything ok? How are the riots? They are also in that city?

      11/19/19Reply
      Traveler

      I'm alright! Almost completely fit. Riots are not an issue, we thankfully haven't been anywhere near them. We've only seen small protests in the places we've visited. We do notice that in particular areas shops (walls, glass) are damaged, but we're not entirely sure what the cause of that is.

      11/19/19Reply
       
    • Day24

      Coyhaique, Lago Caro

      March 2 in Chile ⋅ ☁️ 15 °C

      Die ca. 350km bis nach Coyhaique, der einzigen größeren Stadt mit immerhin 50.000 Einwohnern beginnt straßentechnisch als echtes Abenteuer. Es regnet in Strömen, es geht hoch die Berge hinauf, die Straße ist eher ein Schotterhaufen der nur aus Schlaglöchern besteht und wir fragen uns, ob irgendwann wieder eine richtige Straße folgt und der Camper das durchhält.
      Auf dem Pass angekommen, lichtet sich aber dann etwas der Himmel, die Landschaft ist atemberaubend schön und nach einer gefühlten Ewigkeit, in der wir aber nur ca. 50 km zurückgelegt haben, beginnt endlich wieder die befestigte Straße. Wir nutzen die Sonnenstrahlen am Rio Cisnes für eine Pause, gehen zum Fluss hinunter, angeln ein bisschen und lassen uns die Sonne ins Gesicht scheinen 🤩. Der Fluss ist auch für mich zum üben ideal (auch wenn es noch etwas nach Hammerwerfen aussieht) und es beißt sogar eine kleine Bachforelle an, die aber so klein ist, dass wir sie wieder frei lassen. Aber hey, Petri Heil! 🎣🤣

      Irgendwann müssen wir aber den Rest der Strecke in Angriff nehmen und kommen am frühen Abend in Coyhaique an. Wir stellen uns direkt auf den Markplatz im Zentrum, kochen uns Abendessen und lassen den Abend bei einem Bier um die Ecke ausklingen.

      Am nächsten Morgen können wir endlich unsere mittlerweile 5 Kg Wäsche abgeben und gehen in dem letzten richtig großen Supermarkt einkaufen. Während wir ziemlich zügig alles für die nächsten Tage in der Wildnis zusammen haben, bilden sich ewige Schlangen an den Kassen. Wir können die Kassierer und Kunden mit ihrer Langsamkeit, oder eher Gelassenheit - auch „tranquilo“ genannt, kaum ertragen. Mann und Frau stehen hier einfach geduldig mit ihren super vollen Einkaufswägen, meckern nicht, beeilen sich weder beim Aus- noch beim Einpacken und die Kassierer/innen tun es ihnen gleich. Obwohl wir gerade jetzt eigentlich genug Zeit haben, müssen wir uns zusammenreißen um keine Aggressionen zu bekommen. Wir legen diese angewöhnte Gestresstheit aber sicherlich noch ab, hoffen wir zumindest 😉😁. Nach einer geschlagenen Stunde Schlangestehen sind wir dann aber endlich aus dem Laden raus und können bei blauem Himmel noch zum Nationalpark Coyhaique fahren, in dem wir noch eine kurze Wanderung zur Lagune Verde machen.
      Wir beschließen, heute Abend einmal in dem gestern ausfindig gemachten netten Lokal zu essen und unsere Geräte alle aufzuladen, um dann morgen für ein paar Tage ins Nirgendwo fahren zu können.
      Es gab Entrecôte, Salat mit geräuchertem Lachs und Avocados und zum Abschluss sogar ein Stück Kuchen für jeden 🍰😋. Das muss auch mal sein.

      Am Freitag, 04.03 holen wir morgens unsere frische Wäsche ab und machen uns auf die ca. zwei stündige Fahrt zum Lago Caro. Vorbei am Lago Elizalde wechselt sich immer wieder der Regen mit der Sonne ab und die Landschaft mit den Bergen, Gletschern und Seen um uns herum, lässt uns nach jeder weiteren Kurve wieder stauen und anhalten.
      Am Lago Caro angekommen, finden wir einen einsamen Strand mit Steg und einer kleinen Holzhütte mit Blick auf den Gletscher Cerro Huemules vor und wir müssen nicht lange überlegen, hier bleiben wir.

      Während Manu erneut die Angelrute schwingt, wandere ich ein wenig mit den Kühen und Kälbern die Hügel auf und ab, bis wir es uns schließlich zum Abendessen (leider ohne frischen Fisch) wind- und regengeschützt am Lagerfeuer gemütlich machen 🥰 .
      Wir hören Musik, trinken Dosenbier und können auch endlich einen wahnsinnigen Sternenhimmel bewundern. Der Himmel ist einfach übersäht mit kleinen und großen funkelnden Sternen ✨⭐️💫🌟.

      Wir wachen am nächsten Morgen das erste Mal seit Tagen ohne Regen auf, dafür mit einem leichten Brummschädel 😅. Daher geht es schnell an die frische Luft, die noch warme Glut wird zu einem neuen Lagerfeuer entfacht und so starten wir mit Kaffe am See entspannt in den Tag 🥰.
      Wir hoffen, dass unser Sonnenanbetungsspruch wieder Wirkung zeigt und sich das Wetter zumindest regenfrei hält ✊🏻.
      Nach dem Frühstück wollen wir ein wenig am See entlang gehen, einen wirklichen Weg gibt es nicht. Wir hangeln uns eher am Ufer von Fels zu Fels, gehen auf den von den Kühen geschaffenen Trampelpfaden die Hügel hinauf und hinab und werfen immer mal wieder die Angel ins Wasser. Die Sonne lässt sich hin und wieder blicken und wir genießen immer wieder aufs Neue diese unglaublich schöne Landschaft, die wir mit den Kühen ganz für uns alleine haben 👍🏽.
      Am Nachmittag springt Manu in den eiskalten See 🥶 während ich mir eine kurze Katzenwäsche gönne 😅 und so lassen wir auch den zweiten Abend hier am Lagerfeuer ausklingen.
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      Traveler

      Ein Träumchen

      3/8/22Reply
      Traveler

      wie war dein angelerfolg? 🤠

      3/13/22Reply
      Traveler

      Hatte eine kleine Bachforelle am Haken, leider so klein, dass davon keiner satt geworden wäre 🙄 seitdem ist Ebbe 😔

      3/13/22Reply
      Traveler

      oh nein 😪

      3/13/22Reply
      Traveler

      Naja, ich werd schon noch meinen großen Wurf machen 🤣☝🏻

      3/13/22Reply
       
    • Day185

      Der Norden der Carretera Austral

      March 6 in Chile ⋅ ☁️ 10 °C

      Nachdem wir mit der Fähre in Caleta Gonzalo ankommen, fahren wir weiter in den Pumalín Nationalpark. Dieser Nationalpark wurde vom The North Face Gründer Doug Tompkins ins Leben gerufen und soll eines der Highlights der Carretera sein. Im Gegensatz zu allen anderen Nationalparks Chiles ist hier der Eintritt gratis, da die Carretera quer hindurch führt.
      Wir müssen nur etwa 10min im Auto warten, bevor der Regenschauer nachlässt und wir den "Sendero Los Alerces" machen können. Der kurze Weg führt durch den Regenwald, vorbei an Bäumen (den Alerces - südamerikanischen Zypressen), die seit bis zu 4000 Jahren dort stehen. Obwohl wir nach weniger als einer Stunde wieder beim 🚐 sind, war der Weg super schön und für einmal hat's nicht mal geregnet. 🥳😉
      Weiter geht's zum "Sendero Cascadas Escondidas". Auf Holzstufen und -leitern und durch schlammigen Regenwald gehen wir zu zwei ziemlich beeindruckenden Wasserfällen. Der Weg macht Spass, auch wenn wir wahrscheinlich besser unsere (wasserdichten) Wanderschuhe, statt (definitiv nicht wasserdichte) Turnschuhe angezogen hätten. 🙈 Heute übernachten wir auf einem wunderschön gelegenen Camping im Nationalpark und geniessen sogar noch ein Bierchen in der Abendsonne. Als Dessert gibt es ein Stück Kuchen, den wir aus dem Kofferraum eines fliegenden Händlers gekauft haben (das Wort "Kuchen" wird hier übrigens genau so verwendet. Nicht torta, sondern kuchen. Daran merkt man den deutschen Einfluss in dieser Region. 😊).
      Am nächsten Morgen nehmen wir es sehr gemütlich und fahren um den Mittag rum zum "Sendero Volcán Chaitén". Das Wetter sieht zuerst vielversprechend aus (wir müssen sogar die 😎 hervornehmen), aber als wir nach einer anstrengenden Wanderung (Mittaggüpfi-Style 😊) oben ankommen, ist es leider wieder bedeckt, die Aussicht sehr beschränkt und nach etwa 15min fängt es wieder an zu regnen. Also wieder ⬇️.
      Wir fahren etwas weiter zum Strand von Santa Bárbara. Den Nachmittag verbringen wir mit ⚽ hören (Manu) und ganz viel Recherche. Ausserdem gönnen wir uns noch eine warme Dusche. 🚿
      Für den Sonntag ist nur einmal 🌧️ gemeldet, sodass wir uns entscheiden, eine grosse Strecke der Carretera in einem Stück zurückzulegen. Im Norden ist nicht wirklich eine Wetterbesserung in Sicht und wir wollen den Regen nicht aussitzen (das könnte noch Tage dauern). Also fahren wir den ganzen Tag - rechts und links Regenwald und immer wieder Wasserfälle und zwischendurch blitzt ein Berg und/oder Gletscher durch den Regen auf. Irgendeinmal hört der Regen auf und die Landschaft verändert sich; wird trockener und das Tal breiter. Am Abend haben wir es nach Coyhaique geschafft; die einzige grössere (50'000 Einwohner*innen) Stadt auf der ganzen Strecke. Hier werden wir am Montag einkaufen müssen, unsere (frischen) Vorräte sind komplett aufgebraucht.
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      Traveler

      en typische Haglöfs halt mit em schirm😉

      3/12/22Reply
      Lukas Keusch

      ...ach Manoli du Stadtchend

      3/12/22Reply
      Traveler

      Die einte wärded gärn nass ond die andere wössed sech z hälfe.. ☔🦊😝

      3/12/22Reply
      Traveler

      Esch halt ned jede draussen zu Hausi😉

      3/12/22Reply
      Lukas Keusch

      hööhöhöhö!!! GWW. Gelungener Wortwitz 😆

      3/12/22Reply
       
    • Day43

      Coyhaique

      November 21 in Chile ⋅ ☁️ 14 °C

      Coyhaique ist mit seinen 50’000 Einwohnern die letzte einigermassen grosse Stadt auf unserem Weg nach Süden. Die 100 Jahre junge Stadt etabliert in früherer Zeit ihren Standort aufgrund der Nähe zum Puerto Aysén. Die Forstwirtschaft, Zinkminen wie auch der Tourismus lassen sie zum Wirtschaftzentrum der Region werden. Wir staunen wie klein und ruhig es hier ist. Die ganze Stadt ist Pentagon-förmig aufgebaut und besteht fast ausschliesslich aus kleinen Einfamilienhäuschen. Die meisten Restaurants befinden sich in derselben Hauptstrasse im Zentrum, ansonsten gibt es hier nicht allzu viel zu sehen.
      Das Autofahren ist hier aufgrund der diversen Querstrassen mit unzähligen Einbahnen/Fahrverboten und nicht immer klar ersichtlichen Vortrittsregeln relativ gewöhnungsbedürftig.
      In dieser Stadt erleben wir zudem in kurzer Zeit eine Achterbahn an Gefühlen… Als wir versuchen die nächsten Tage etwas zu planen, stossen wir auf unüberwindbare Hindernisse. Um nach Punta Arenas zu kommen und alle Highlights auf dem Weg zu besuchen, *muss* man nämlich die argentinische Grenze überqueren. Zuerst teilt uns die Autovermietung per Mail mit, dass dies mit den entsprechenden Papieren problemlos möglich sei. In der Filiale vor Ort heisst es dann aber, dass dieses Unterfangen genau mit unserem Suzuki unmöglich sei und sie auch kein anderes Auto für uns haben. Bei der Tourist Information heisst es dann, dass es auch keine Busse zur/über die Grenze gibt und die nächsten Flüge nach Süden (idiotischerweise via Puerto Montt) erst in einer Woche wieder verfügbar sind und und und…
      Als wir schon fast keinen Ausweg mehr sehen, zahlt sich unsere Hartnäckigkeit schliesslich doch noch aus: die Autovermietung konnte doch noch irgendwie ein anderes Auto für uns organisieren - Hallelujah!
      Während wir am nächsten Tag auf die entsprechenden Papiere warten, erkunden wir die Umgebung der Kleinstadt. Da das „Reserva Nacional Coyhaique“ wie fast alle Nationalparks in Chile aktuell wegen Streiks der Parkhüter geschlossen ist, entscheiden wir uns für einen Abstecher zum „Monumento Natural Dos Lagunas“. Auf einem schönen Rundweg zwischen und entlang von zwei kleinen Seen können wir den Frust der letzten Tage etwas vergessen.
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    • Day45

      Coyhaique

      November 23 in Chile ⋅ 🌧 13 °C

      Unser (hoffentlich) letzter Tag in Coyhaique beginnt sehr gemütlich, da wir unser neues Auto erst gegen 11 Uhr abholen können. Wir geniessen also ein gutes Frühstück und dann zum letzten Mal das Rumkurven mit unserem Suzuki Baleno. Bei der Autovermietung angekommen bittet man uns, um 14:30 noch einmal vorbeizukummen - irgendein Formular für das „international permit“ fehlt noch. Dank der Fussball-WM können wir uns unterdessen jedoch gut unterhalten. Um 14:30 steigt dann der Puls wieder etwas an, denn die letzten Tage haben uns einiges gelehrt…
      Dieses mal scheint alles gut zu laufen, nur das Depot für das Auto fällt viel höher aus als vorgerechnet. Mit Anruf an die Viseca-Notrufzentrale, Kartenlimite hochsetzen, Depot aufteilen und und und regeln wir die ganze Situation (mehr oder weniger) locker - wir sind eben krisenfest geworden.
      Endlich können wir den weissen Hyundai Tucson entgegennehmen und staunen über den Komfort des Fahrzeugs. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit nehmen wir zügig den Weg nach Puerto Rio Tranquilo in Angriff. Dieser Teil der Carretera Austral ist heute geprägt durch sehr wechselhaftes Wetter und ab der Hälfte fahren wir nur noch auf Schotterstrassen…. Wer hätte es gedacht: wir sind tatsächlich noch sehr dankbar um unser Auto-Upgrade.
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    • Day27

      Border Crossings

      November 4 in Chile ⋅ ☀️ 26 °C

      After the constant battering rain, snow or hail of Patagonia, my relationship with camping had taken a bit of a toll. Honestly, I would have been happy to chuck the tent, move on and enjoy hostel travel for the rest of the trip. Some long awaited sun was needed, meaning it was time to head north. We discussed several methods of heading north but our favourite plan was to cross the border north of El Chalten, as it seemed like the most adventures option. This route entailed crossing the Argentinian border, camping in no mans land and then hiking for a day or two to the Chilean border where we would get our passports stamped and catch a ferry to Ville O’Higgens, the start of the Carretera Austral. We managed to receive conformation from the Argentinian border authorities that the border would open on the 1st of November, however when we tried to organize the ferry, every ferryman we Whatsapped was doubtful that the Chilean border would actually open, and therefore refused to sail. This was the end of our plan, as we weren’t willing to hike the two days without assurance that their would actually be a boat waiting for us. When the 1st of November rolled around, the Argentinian border opened diligently, however, as predicted by the ferrymen, the Chilean border remained shut. Thankfully we had made alternative plans, however we heard that another couple biking the route were not as lucky. They crossed the boarder and after a long section of trail and dirt road were met by a closed Chilean border and the realisation that they had to return the way they had come. I can only hope they had enough food and water supplies. How this is possible completely escapes me. The incompetence and lack of coordination required to open one side of a border but not the other is almost comical.

      Our alternative plan was to head to another strange border. We found buses to a town called Los Antiguos on the border. At this crossing, the border posts of Chile and Argentina were less than a kilometre apart. Now before we assume too much competence, it is important to point out one of the major idiosyncrasies of this border crossing. While the two border posts are a stones throw apart, they are separated by a river. One might assume that the logical course of action would be to build a bridge over the river between the two posts right? Incorrect! The decision seems to have been to build the fucking thing 3kms down the road. So we found ourselves walking in no mans land. Thankfully, we had company. After rolling out the overnight bus, we sat down on a bench next to an Australian couple who also looked rather worse for wear. After overhearing each others conversations, we discovered we both wanted to cross the border so we decided to join forces. A shared taxi dropped us at the border where we got given a piece of paper that had several boxes we apparently needed to get stamped at different booths in order to complete the crossing. The walk actually landed up being rather pleasant, and we enjoyed some good chats as we ticked off the kilometres on our 6km out and back route. It turned out Megan was a doctor back home and Lachlan was a musical theatre performer turned economist. Too date they remain some of the most easy going badass adventurers I have met. Once across the border in Chile Chico we all had to wait for the ferry, which would only be going the next afternoon, so we grabbed a room in a hostel downtown.

      To say the ferry was very windy would be a major insult to Patagonian winds. Too be fair, it started out very relaxed. The four of us spent the first hour sprawled out on the roof of the ferry shooting the breeze and enjoying the sun. Then things got really windy. Our cooling breeze turned into gale force winds that felt like they were going to blow us off the roof. Our boat began smashing into waves, sending metallic crashes through the vessel. All the passengers took refuge in the cabin of the boat or one of the busses parked in the ferry. We, on the other hand… We were not going to let the opportunity for some fun pass. We spent a solid hour messing around in the wind with big smiles and flapping cheeks. The captain, seeing us outside, must have assumed the wind wasn’t actually that bad. He decided to come out and smoke a cigarette with us. As soon as he opened the door his cigarette went out and the wind caught his mug, sending coffee flying everywhere. He beat a rather hasty retreat back into the cabin, fighting the wind-caught door all the way.

      One beautiful minibus ride later, and we were in Coyhaique where we ate dinner at the fire station. Too this day I am still a bit confused as to why the fire station had a restaurant, but the food was pretty good so we didn’t ask too many questions.
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    • Day82

      Entlang der Carretera Austral

      January 26, 2020 in Chile ⋅ ⛅ 14 °C

      Patagonien wir kommen!😍 Nach dem lohnenswerten Abstecher auf die Chiloé-Insel geht es nun auf einer der bekanntesten Strassen Südamerikas Richtung Süden. Bald merken wir auch, wieso die Carretera Austral so beliebt ist: Die Landschaft am Strassenrand ist enorm abwechslungsreich und hat von Fjorden mit steilen Küsten, dichten Wäldern, versteckten Seen, geschwungenen Flussläufen, weiten Ebenen über schroffe Berglandschaften alles zu bieten! So geniessen wir die vielen Fahrkilometer trotz dem mässigen Ausbaustandard der holprigen Schotterpisten und zahlreichen Schlaglöchern sowie einer 20-stündigen Wartepause auf die nächste Autofähre, die mit einer etwas besseren Vorbereitung unsererseits vorgesehen hätte werden können...😉
      Abseits der Strasse fanden wir wunderschöne Wildcamp-Schlafplätze, auf denen wir mal wunderbar ruhige, mal stürmische oder ungeziefer-/bremsengeplagte Nächte verbringen durften.
      Höhepunkt war der Abstecher abseits von der Carretera Austral nach Futaluefú - bekannt für seinen wunderschönen reissenden Fluss. Dort unternahmen wir einen actionreichen River-Rafting-Ausflug mit coolen Stromschnellen und einer (fast noch spannenderen) Rettungsaktion, da ein Boot aus unserer Gruppe kenterte...😄
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      Traveler

      Chantal bisch DU gsprunge😱?

      1/31/20Reply
      Traveler

      Natürlich 😎

      1/31/20Reply
      Traveler

      Ohaaaa 😱

      1/31/20Reply
      6 more comments
       
    • Day17

      Fin de Asfalto

      December 16, 2018 in Chile ⋅ ☀️ 14 °C

      Heute morgen regnet es in Strömen, also lass ich mir Zeit. In der Küche hat man mir ein gutes Frühstück vorbereitet, dann stell ich das Motorrad erst mal unter Dach, damit ich trocken packen kann. Dann sicherheitshalber noch zur Tankstelle und auffüllen. Das sollte eigentlich bis Argentinien reichen, knapp 600 km reicht mein Fass.
      Hinter Puyuhuapi ist dann fin de asfalto. Die nächsten 50 km sind noch die alte austral auf Schotter, engen Spitzkehren mit Badewannen und immer zwischen dichten grünen Wäldern. Auch bei Regen macht das Spaß. Viel zu früh endet der Schotter, dafür lässt sich tatsächlich die Sonne blicken. Auf guten Straßen geht's jetzt gemütlich durch schöne Landschaften, auch die umliegenden Berge verstecken sich nicht mehr.
      Vor Coyhaique werde ich nochmal nass, fahre zielstrebig ein Hostel an und suche mir ein gemütliches Cafe mit Erdbeerkuchen. So kann's weiter gehen.
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      Traveler

      I really have to learn German, the automatic translator of my smartphone does not allow me to understand almost anything... Or so it is better so not to die of envy

      12/17/18Reply

      Ha I can send you a recap in english

      12/17/18Reply

      Werner danke fuer den bericht! Xxx

      12/17/18Reply
       

    You might also know this place by the following names:

    Coihaique, GXQ, Койайке

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