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- Wednesday, March 21, 2018
- ⛅ 5 °C
- Altitude: 127 m
GermanyWiesbaden-Schierstein50°3’19” N 8°12’35” E
Die Wahrheit über die Unwahrheit

Stunden, Tage, Wochen, gefühlte Monate Kälte, Regen und Gänsehauttemperaturen lassen die Sehnsucht nach ein paar warmen Tagen immer größer werden. Die Aussichten auf WetterOnline inmitten unserer Urlaubsplanung verheißt nichts gutes - nur ein kleines Fleckchen in diesem verregneten Europa verspricht sonnige Tage während der Osterferien - das südliche Spanien. Ryanair fliegt nach Barcelona , Flüge sind in ausreichender Zahl vorhanden - Uli, Constance, Vincent, Noah, Amon und Carlotta. Ausreichend bezahlbare Flüge, voraussichtlich gutes Wetter, passender Mietwagen - falsches Abflugdatum. Schulpflicht besteht leider bis zum 23.03. - und unser Flug verlangt nach uns schon am 22.03. 20 Uhr. Die Entscheidung fällt sehr schnell. Was sollte dieser blödsinnige letzte Schultag schon am Bildungsstand unserer Kinder ändern? Eine Krankheit muss her. Die Gefahr, dass eine der vier Schulen die Notwendigkeit unserer Reise nicht versteht, ist zu groß für ein reines Gewissen mit aufrichtigen Worten. Das Abenteuer beginnt. Vincent nimmt seine angekündigte Krankheit sehr gelassen, kein Problem für ihn “das passt”. Hier liegt das Problem eher bei seinem Vater, der die Schule nie wirklich geschätzt hat, mich aber leider noch weniger und da ich Teil der Reiseplanung bin, ist es ein von Vincent gefürchtetes Unterfangen, seinen Vater wohlwollend zu stimmen. Mit geschickter Wortwahl in “Engelszungen” und einem BestechungsgeburtstagsGin läßt er mit sich reden und Vincents Anreise nach Wiesbaden steht am Donnerstag nichts mehr im Weg.
Die Verantwortung für die drei Anderen liegt bei Uli. Mit der Mama wird er sich schnell einig - und alle 3 planen ihre Krankheiten über Tage. Das kann nur schief gehen! “ Soll ich krumm gehen und Bauchschmerzen täuschen? Soll ich aus der Schule rennen und sagen mir ist schlecht? Muss mir plötzlich heiß werden? Fischvergiftung? “ Oje, die erfundenen Krankheitsgeschichten nehmen kein Ende und die Aufregung steigt. Stillschweigen wäre wohl besser gewesen als die Wahrheit über die Unwahrheit.Read more
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- Day 1
- Thursday, March 22, 2018 at 6:18 PM
- 🌫 1 °C
- Altitude: 489 m
GermanyFlughafen Frankfurt-Hahn49°56’47” N 7°16’14” E
Eine spannende Anreise

Die Anreise oder der Tag der kranken Kinder
Am Tag unserer Abreise laufen die Uhren wie immer schneller. Uli ist nicht ansprechbar. Dinge, die seit langer Zeit unbearbeitet auf seinem Schreibtisch liegen, werden heute erledigt. Ich dränge Vincent über Stunden, einen früheren Zug zu nehmen - “ hä, warum das denn?” Um ehrlich zu sein, befürchte ich, dass er zu gechillt auch den nächsten Zug nicht erreicht und wir deswegen in Reisestress geraten. Und um ganz ehrlich zu sein, befürchtet Uli genau das, gibt seine Befürchtung an mich weiter und ich nerve Vincent den ganzen Vormittag ;-) und tatsächlich, der Zug - den er dann Gottseidank erwischt, hat 68 min Verspätung. Diese ganzen Befürchtungen waren doch nicht ganz grundlos.
Alle Taschen sind gepackt, Kinder ins Auto gestopft und überpünktlich mit unserer altbekannten Zeitsicherheitszone sitzen wir auf dem Flughafen Frankfurt Hahn. Alles ganz gechillt - wäre da nicht der falsche Reisetag. Da ich in großem Geschick die Kinder gebeten habe, sobald das Ordnungsamt oder die Polizei in der Nähe ist, möchten sie schnell auf Toilette rennen, stehen 3 verschrecke Kinder auf dem Flughafen. Carlotta vermutet in jedem größeren Koffer versteckte und geschmuggelte Kinder und alle halten permanent Ausschau nach dem Hüter des Gesetzes. Es gibt auch die Idee, sich als französische Kinder auszugeben, stumme französische Kinder . Uli könnte dann ja französisch antworten. Noch viele blühende Ideenminuten weiter und wir befinden uns in der Fastschulpflichtsicherheitszone - der Sicherheitskontrolle. Ich werde noch einmal von allen Kindern darauf hinweisen, meinen Lippenstift doch ganz sicher zu verpacken - Hinweis auf frühere Reiseerlebnisse! Großartig wie 6 Leute - darunter 4 Kinder - erfahren diese Kontrolle passieren. Ohne Zwischenfälle, kein verlorener Lippenstift - und doch, hier der Hinweis auf etwas verdächtiges in unserem Gepäck. Viiiiiincent! Was im Himmel hast du mit geschleppt!? Erstaunlicherweise ist mein Rucksack Objekt des Verdachts und die nette Dame an der Kontrolle fragt mich, ob es tatsächlich mein Sohn war, der diese Flasche Sekt !!! nach Spanien schmuggeln wollte! Vincent schaut mit unschuldigem und vorwurfsvollem Blick - “Mum, das war ich nicht!” OK, war er wirklich nicht. Ich hatte ein kleines “Sektchen” in meiner Tasche, als Feier des Tages, auf gesunde kranke Kinder, erwartet schönes Wetter, Ferien, Barcelona - und meinen Geburtstag. Die nette Dame des Sicherheitspersonals begleitet mich wieder nach draußen, vorbei an den anderen Fluggästen während der Kontrolle, um dort meine Flasche Sekt zu “leeren” . Da stehe ich nun, alleine auf der anderen Seite mit der Pulle in der Hand. Um das ganze ein wenig entschuldbarer zu gestalten, erzähle ich zwischen einzelnen große Schlucken den wartenden und verwunderten Fluggästen von meinem Geburtstag.
Nach einer Verspätung von mehr als einer Stunde landen wir sehr müde in Girona. Uli sprintet zur weit entfernten Autovermietung und sehr müde erreichen wir unsere erste Unterkunft hier in Spanien - Figueras. Ein Hotel direkt im Dalli Museum Figueras. Das steht morgen auf unserem Plan. Das Wort Museum sollte man bei den Kindern nicht allzu oft benutzen. Am ersten Tag ist es noch möglich, danach erzeugt es aber immer wieder sehr komische Grimassen und eigenartige Laute.
Heute Nacht gibt es aber weder das Eine noch das Andere. Alle liegen um 1.30 Uhr totmüde in ihren Betten.Read more
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- Day 2
- Friday, March 23, 2018 at 5:00 PM
- ☀️ 15 °C
- Altitude: 58 m
SpainDalí Theatre and Museum42°16’5” N 2°57’34” E
Hohe Elefanten und zerflossene Zeit

An unserem ersten Morgen schälen wir uns nur sehr langsam aus unseren Betten. Angekündigte Museumsbesuche lösen keine große Begeisterung aus, da wir aber nun schonmal hier sind, ist es wohl in Ordnung;-) Das Dali Theatre Museum ist großartig. Der Innenhof mit Blick auf sein großes Theater einzigartig, bunt, verrückt. Die Kinder fragen unentwegt “Was soll das denn sein?". Vincent fragt nicht mehr, stellt für sich in bekannter Teenagermanier fest “ Das macht gar keinen Sinn”. Nur Carlotta zeigt sich durchaus kunstinteressiert und findet hier und da Details, die man in dieser Fülle fast übersehen hätte. Ich liebe diesen Überfluss an Verrücktem und Uli plant schon die Neugestaltung seines Hauses. Ob ich diese Inspiration gut finde, weiß ich noch nicht. Im gesamten Theater begegnen uns immer wieder merkwürdige Gestalten, allen voran die langbeinigen Elefanten, imposante hochstelzige Tiere (wie sie halt so aussehen, diese grazilen Elefanten;-). Uli macht schon gedanklich Platz im Koffer für eines dieser Tierchen. Wir haben noch ein paar Tage vor uns, ich befürchte, er findet noch eines. Carlotta entdeckt eine zerflossene Zeit nach der anderen, überall versteckt im ganzen Haus. Zeit scheint wohl auch Dali damals schon durch die Hände geronnen zu sein. Carlottas Frage “Hat der Name Dali etwas mit Dalli,Dalli zu tun?“ - schnell, schnell - macht plötzlich Sinn;-)
Die Jungs beenden in ziemlicher hoher Geschwindigkeit ihren Rundgang durchs Museum. Auf nach Barcelona! Die wissen noch nicht, dass noch ein Museum auf unserem Weg liegt;-) Dalis Wohnhaus und das seiner geliebten Gala ;-)Read more
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- Day 2
- Friday, March 23, 2018 at 8:00 PM
- 🌙 11 °C
- Altitude: 16 m
SpainPlaça Reial41°22’48” N 2°10’39” E
Dali Nummer 2

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- Day 3
- Saturday, March 24, 2018
- 🌧 8 °C
- Altitude: 16 m
SpainPlaça Reial41°22’48” N 2°10’39” E
Viele duftige Katzen und Tschernobyl

Nach Dalis Wohnhaus und einem kurzen Ausflug an einen wunderschönen Strand der Costa Brava sind wir am Abend endlich auf dem Weg nach Barcelona. Ich fühle mich der Männergrippe sehr nah, liege nur noch regungslos im Auto mit der Navigation in meinen schlaffen Händen. Die Muntermachergrippemedizin haben wir schon am Morgen gekauft. Über lange Zeit warte ich vergeblich auf die einsetzende Wirkung. Pünktlich bei Ankunft in Barcelona lassen diese gemeinen, blind machenden Kopfschmerzen nach. Die Frage nach unserer Unterkunft in Barcelona lässt die Kinder in den letzten 30 min der Fahrt intensiv diskutieren. “Nein, niemals gehe ich mit Fremden in ein Zimmer! “ verteidigt Noah seine Position mit Vehemenz. Die Erklärungen, dass es in der Innenstadt, zu Beginn der Osterferien und mit 6 Menschen sehr schwer ist, eine bezahlbare Unterkunft zu finden, stößt auf taube Ohren. Und Vincent? Der kennt als Einzelkind nur die luxuriösen Hotels mit seinem Vater in Ägypten - schüttelt nur den Kopf. Carlotta ist in freudiger Erwartung auf die 6 angekündigten Katzen in unserer Stadtwohnung in Barcelona , neben der Frau mit ihren 2 Söhnen, die diese Wohnung über Airbnb vermietet. Ich habe ob dieser Katzen auch meine Zweifel. In einsetzender Dunkelheit finden wir nach kurzem Fussmarsch durch die Gassen des Barrio Gotico unsere Bleibe für die nächsten drei Tage. Vincents “erfahrene” Nase könnte wohl als Drogenschnüffelnase später Karriere machen. An jeder Ecke riecht er Spuren von merkwürdigen Substanzen “Mum, rauchen die hier alle in Barcelona?” “Geil”! Was wollte mir mein Teenager damit sagen? Die Geruchsnote, die uns in der Katzenwohnung trifft, ist eine andere. Hier findet meine Nase - die sucht leider ungefragt - nahezu betäubende Nuancen. Ich spreche nicht spanisch, wäre aber auch kaum in der Lage gewesen, etwas zu sagen - jede Hirnfunktion duftig außer Kraft gesetzt. Würde man Duftzonen für diese Wohnung zeichnen, dann wie folgt :
Eingangsbereich vor der eigentlichen Wohnungstür : süßer schwerer Duft gemischt mit Essensdüften aus den anderen Wohnungen,
Flurbereich der Wohnung: noch süßer, schwerer und chemischer (Dufträucherstäbchen aller Art, plus Plastikaufsteller aus dem Drogeriemarkt gefühlt mit süßester Süße) Hier mischt sich aber schon sehr merklich Katzenfutter und Katzentoilette in den Duft. Also alles kaum zu ertragen. Die eigentliche Geruchsexplosion befindet sich aber in der Küche. Vermutet man hier Düfte von Brot, Kaffee, Wurst und Käse drängt nur noch eine Note in die Nase - KATER ! Katerklo, Kateressen, Katerpisse ! Wenn man bedenkt, dass der eigentliche Ort des Katergeschehens hinter der nächsten Tür erst beginnt ,das sogenannte Esszimmer , und man schon die Küche als oberste Geruchsquarantänestufe einstufen möchte, dann ist das das Tschernobyl dieser Wohnung. Atmen kann man nur in unseren Zimmern, die scheinen irgendwie luftdicht verschlossen gewesen zu sein vor unserer Ankunft.Read more
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- Day 3
- Saturday, March 24, 2018
- 🌧 8 °C
- Altitude: 12 m
SpainMuseu Marítim41°22’32” N 2°10’31” E
Am Tag als der Reeeeeegen kam

Die Sonne lacht NICHT in unsere Zimmer am ersten Tag in Barcelona. WetterOnline kündigt 100% Regen an. Dass 100 % wirklich 100 % sind, beweist sich heute. Die Karten für Casa Batllo sind gebucht, 14.30 ist Einlass, schon wieder ein Museum! Dieses Wort ist wie immer zu vermeiden (“wir gehen in ein Haus”, “wir schauen uns was an” was was???). Vincent hat seine ganz eigenen Vorstellungen, wie man eine Stadt kennenlernt. Gibt es einen H&M an einer großen Straße, daneben noch Addidas, Nike, Gucci und Versace ist das eine tolle Stadt! So stellt man sich eben einen Stadtbesuch vor! H&M? Gucci, Versace? Den einen Laden gibt es in jeder mittelgroßen Stadt und die anderen darf er nicht mal mit dem kleinen Fußzeh betreten. Aber da das nunmal eine “große”Stadt ausmacht und er Noah und Amon genau davon erfolgreich überzeugen konnte, laufen wir in strömendem Regen nicht durch Barcelonas charmante Altstadt, sondern die große La rambla entlang, triefnass von Laden zu Laden - die Kinder im Shoppingparadies ohne Geld und Kreditkarte, Uli stets am Bremsen und Vincent entscheidungsunfähig, wegen eingeschränktem Budget. Vincent und seine Verbündeten in die eine Richtung, da könnte ja noch ein Laden sein und wenn nicht, dann wieder zurück in den ersten Laden , und Uli in die andere Richtung. Und ich versuche in der Mitte zu regulieren. Ich finde das Tragen diese Bürde wesentlich anstrengender, als meine mittlerweile klatschnasse Jacke. Carlotta, die genügsamste in der Runde, wurde als erste beshopped. Die Not der Stunde erfordert neue Schuhe. Sie läuft seit Stunden in durchnässten Schuhen von Geschäft zu Geschäft. Eine neue Jacke gibt's gleich obendrauf. Amon lässt nicht locker und verlässt den Laden mit einem neuen Sweatshirt. Nur die beiden Großen sind nicht fündig ,oder eben reglementiert worden, und verlassen mit langen Gesichtern die Shoppingmeile. Die Aussicht auf ein Museum unterstützt die langen Gesichter ungemein.
Es regnet unentwegt auf dem Weg zu Casa Batllo, dem kreativsten Bauwerk von Gaudi. Uli im Stechschritt vorweg, Carlotta an seiner Hand, Amon springt von einem zum anderen Fuß - nein, er springt vor den Füßen der anderen hin und her und steigt enorm auf der Beliebtheitsskala. Vincent und Noah traben schimpfend hinterher (“sch.. Museum, sch… alte Stadt,sch…. Katzen) und ich versuche neutralisierend in der Mitte alle Befindlichkeiten zu entschärfen. Ach, die Kopfschmerzen hab ich noch immer im Gepäck;-)
Im Regen stehen wir vor der Gaudis Meisterwerk, der Casa Battlo. Im Sonnenschein glänzt die Fassade sicher nochmal so schön, aber auch im Regen ist sie beeindruckend. Selbst die Kinder lassen sich zu einem hörbaren Staunen hinreißen. Glücklicherweise müssen wir nicht lange warten. Es wird immer ungemütlicher im spanischen Regen, und wir bekommen im Eingangsbereich unsere technische Ausrüstung für das Mmmmm….useum;-) Mit blauen Kopfhörern auf den Ohren schleichen wir zwischen vielen anderen Besuchern von Raum zu Raum, sind meist völlig sprachlos von Gaudis prachtvollem Haus und ebenso von dieser grandiosen technischen Umsetzung auch für die Kinder. Die Geschichte des Hauses wird erzählt. Alle Kinder lauschen aufmerksam, sogar Vincent. Fast hat man den Eindruck, der lernt das auswendig. Und im Display unseres kleinen Tablets wird jeder Raum lebendig. Tiere, die Gaudi als Vorlage für seine Architektur nutzte, wollen entdeckt werden und fliegen über das Display, Räume richten sich mit schönsten Möbeln ein und Lichter glitzern durch die Fenster.
Trotz vorheriger Unkenrufe, Museumsnörgeleien und Shoppingmisserfolgen sind wir alle auf unserem Heimweg noch total beeindruckt von diesem wunderschönen Haus, von seinem Baumeister Gaudi. Durchnässt, müde aber gut gelaunt sitzen wir hungrig eine gefühlte Ewigkeit lang in einer kleinen Tapasbar. Die Kinder lassen sie Karten glühen, Uli wird im Restaurant vom Schlaf übermannt, und ich genieße die friedliche Atmosphäre - und den Wein. Müde kehren wir am Abend zurück in unseren Tigerpalast (Uli hat unsere Wohnung so getauft). Ein Highlight erwartet uns noch - die Katzenarena! Die Katzen in dieser Wohnung sind in 2 Lager geteilt , Katzen zur einen und Kater auf der anderen Seite. Wir dachten, eine Begegnung der beiden wäre sicher sehr amüsant. Die Katzenhüterin ( heute morgen abgereist ;-) , erwähnte die Kampfeslust der beiden Gruppen und wir möchten doch bitte alle Türen geschlossen halten. Davon wollen wir uns jedoch überzeugen - Voila! Türen auf!!!;-) Alle Kinder stehen gespannt im Spalier im Flur und warten auf das große Rennen! Um? Ein enttäuschendes Nichts! Sechs Katzen und Kater schleichen unbeeindruckt durch den Flur, nicht ein klitzekleines Kratzen oder Fauchen;-) Auf einen neuen Versuch, morgen ;-)Read more
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- Day 4
- Sunday, March 25, 2018 at 3:00 PM
- ⛅ 11 °C
- Altitude: 28 m
SpainPlaça de Gaudí41°24’16” N 2°10’33” E
Und wieder was auf die Ohren

Nach langem Ausschlafen und Minecraft bis das Tablet glüht sind wir wieder auf dem Weg in die Stadt. Da die großen Shoppingmetropolen H&M, Zara und Co heute geschlossen sind, stellt sich für die Kinder die Frage, was tun in der Stadt, macht doch genau das die Stadt aus? Wir hätten da noch etwas - die Sagrada Familia;-) Waaas? Ne Kirche? Was will ich in einer Kirche, hää? Vincent zu überzeugen ist nicht immer ganz leicht. Bereitwillig läuft er mit, die Begeisterung hält sich doch erneut in Grenzen. Hier kommt aus den eigenen Reihen unerwartete Unterstützung. Noah versucht ihn tatsächlich davon zu überzeugen, dass die Sagrada für eine Kirche wohl echt cool sei.
Auf dem Weg zur Sagrada ,ein T-Shirt und Graslollis für Vincent reicher, stehen wir - tatsächlich ungeplant - vor dem Palau Guell. Da kein hipper Laden mehr lockt, sind die Widerworte nicht sehr groß. Einmal Gaudi geht schon noch. Vincent fand die Ohrhörer gestern ziemlich gut nach eigener Aussage, aber "schon auch anstrengend" - "keinen Bock heute darauf"! Doch kaum sind wir am Einlass vorbei werden wir schon wieder technisch ausgerüstet, schon wieder was auf den Ohren, OK an den Ohren ;-) Ich gerate hin und wieder etwas durcheinander mit den Raumnummern und dem Audiotape - und siehe da, Vincent ist immer eine Unterstützung, weiß genau in welchem der schon wieder großartigen Räume er sich befindet und beschreibt mir unterstützend die Dinge, die er gerade gesehen und gehört hat;-) Bravo, die Jugend ist noch nicht verloren ;-)
Tatsächlich geraten wir auf unserem Rundgang etwas in Eile, die Sagrada wartet. Die Kinder haben sich nun gänzlich dem Besichtigungsschicksal ergeben. Nörgelfrei sind wir mit der Metro auf dem Weg zur Sagrada.
Sprachlos stehen wir vor dieser riesigen, unvollendeten, einmaligen Kirche. Noah weiß sich bestätigt in seiner Vermutung von der coolen Kirche. Vincent plant vor lauter Begeisterung seine Hochzeit mit Lara, genau hier und nirgends anders ;-)
Und tatsächlich ist die Sagrada Familia für uns eine Kirche der Superlative. Soooo alt und so modern, so unfertig und so vollkommen. So viel Religion und so viel StarWars - immerfort ein großes Wow.
Begeistert, hungrig und müde finden wir ein kleines Restaurant - das Essen mittelprächtig, der Wein OK, die Stimmung gut. Unser Heimweg führt uns am Hafen entlang, vorbei an Prada, Gucci, Adidas und Nike. Unser Markenexperte Vincent erkennt sofort die Fakes, scheinen aber ganz OK zu sein - aber Fake halt;-) Nach einem langen Tag sind wir gegen 21 Uhr zurück im Tigerpalast. Vincent fragt nach dem Buch über die Sagrada! Großes Staunen - sein neustes Minecraft Projekt gemeinsam mit Noah. An der echten Sagrada bauen sie auch schon über 100 Jahre;-)Read more
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- Day 4
- Sunday, March 25, 2018 at 4:00 PM
- ⛅ 12 °C
- Altitude: 16 m
SpainPlaça Reial41°22’48” N 2°10’39” E
Unterwegs in Barcelona

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- Day 4
- Sunday, March 25, 2018 at 5:00 PM
- ⛅ 12 °C
- Altitude: 16 m
SpainPlaça Reial41°22’48” N 2°10’39” E
Sagrada Familia

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- Day 5
- Monday, March 26, 2018 at 8:49 PM
- 🌙 11 °C
- Altitude: 14 m
SpainPlaya Denia38°50’24” N 0°6’6” E
Reise nach Denia

Wir verabschieden uns von den Katzen. Carlotta vermutet eine große Katzentrauer. Ich hingegen bin sehr froh, meine Geruchsnerven wieder in Rekonvaleszenz zu schicken. Der Regen hat sich verabschiedet und wir haben eine große Reise vor uns. Leider hat Uli bei der Reiseplanung die km Angaben ein bisschen außer Acht gelassen und so liegen jetzt ca 400 km auf spanischer Autobahn vor uns. In unserem großen Wagen (kein Kind muss sich im Gegensatz zu anderen Reisen Gurt und Platz mit einem anderen Kind teilen)- und mit ausreichend geladenem technischem Equipment durchcruisen wir die spanische Küste. Von der Costa Brava über Costa Dourada nach Costa del Azahar bis hin zur Costa Blanca - hier in das Hafenstädtchen Denia, unsere Bleibe in den nächsten 2 Tagen.
("Die Deutschen, die nach Dénia kommen, verbringen dort ihre besten Jahre: die letzten im Job oder die ersten im Ruhestand. Sie sind alt genug, um die Plackerei hinter sich zu lassen, und jung genug, um das Leben noch genießen zu können. Es ist der pensionierte Mittelstand, der an die Costa Blanca kommt und dort heimisch werden will. Heimisch wie in Deutschland. Dénia ist für sie am schönsten, wenn es möglichst wenig mit Spanien zu tun hat." http://m.spiegel.de/panorama/gesellschaft/denia… )
Irgendwie ist Uli in seinen Recherchen nicht auf diesen Artikel gestoßen;-) Die Einfahrt nach Denia ist durchaus uncharmant, wie viele spanische Orte, denen wir auf unserer Fahrt begegnen. Unsere Wohnung ist jedoch klein aber sehr geschmackvoll eingerichtet, ausreichend Platz für alle und eine nette Dachterrasse. Nach vielen Metern zu Fuß durch Barcelona und (für die Kinder) zu vielen Museen , ist heute kein Programm geplant. Die Kinder spielen lautstark Karten auf der Terrasse, Uli schlendert in den nächsten Supermarkt und ich lese das Gaudi Kinderbuch ;-) leichte Lektüre für den Abend;-)Read more
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- Day 6
- Tuesday, March 27, 2018 at 10:06 PM
- 🌙 18 °C
- Altitude: 6 m
SpainSanta Lucía38°49’53” N 0°8’48” E
Denia die Zweite

Wir verlassen mit Bedauern unsere erste Unterkunft in Denia. Leider ist das Appartement heute Nacht schon verbucht und so müssen wir weiter ziehen. Dieses Mal im gleichen Ort nur an anderer Stelle - direkt am Meer. Einen Spaziergang durch das verschlafene Städtchen bis hin zur Festung Denia bei wunderschönem Wetter und ein Mittagessen am Hafen überbrücken unsere Wartezeit bis zum Bezug unseres Häuschens am Meer. Die Karten wieder auf dem Tisch zocken die Kinder in warmer Frühlingssonne. Nach einigem Suchen finden wir unserer Häuschen und "chillaxen" den Rest des Tages. Unsere Tage werden von Tag zu Tag länger. Vor 24 Uhr findet kaum ein Kind in sein Bett. Ich denke, Uli hat seine Armbanduhr verlegt ,gewöhnlich werden die Kinder sehr viel früher geschickt. So viel unnützes Zeug den ganzen Tag erzählt und vor allem gefragt wird, die Frage nach der Schlafenszeit scheint nicht in ihrem Repertoire zu sein. Hier ducken sie weg, lösen sich nahezu auf, tauchen ab in Unauffälligkeit. In den meisten Fällen bemerke ich die Uhrzeit irgendwann - irgendwann gegen Mitternacht.Read more
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- Day 7
- Wednesday, March 28, 2018 at 4:00 PM
- ☀️ 22 °C
- Altitude: 277 m
SpainTorrero41°36’31” N 0°53’12” W
Puerto Venezia

Ein Tag länger hätte uns allen auf dieser Reise hier gut getan. Das Haus mehr shabby als schick - die Lage aber sehr schön, das Meer direkt vor unserer Tür. Gestern tönen die Jungs noch in höchsten Tönen, dass sie natürlich ins Wasser gehen. Heute ist von diesem Vorsatz nichts mehr zu hören. Carlotta und ich sitzen am frühen Morgen am Meer und lassen uns die Meeresbrise um die Nase wehen. Die Jungs treiben wir anschließend mit Maria Callas aus dem Bett;-) Nach dem Frühstück ist das Auto schon nahezu professionell schnell gepackt und wir machen uns auf dem Weg Richtung Saragossa. Ich finde, ein toller Name für eine Stadt - leider schon wieder recht weit weg und eine Fahrt von ca 4 h liegt vor uns. Die Stimmung im Auto ist OK, die Sitzordnung bei ausreichend Platz ist endgültig geklärt und die technischen Geräte glühen. Saragossa hat laut TripAdvisor ein paar Höhepunkte, steht aber natürlich hinter Barcelona oder Madrid. Ein Highlight jedoch hat Uli bei seiner Recherche außer Acht gelassen - vermutlich vorsätzlich - Europas größte Shoppingmaul Puerto Venezia! Schön das Wort Shoppingmaul löst bei Uli allergische Reaktionen aus - das Wort Venezia im Titel macht es nicht besser. Da aber Noah noch immer nach seiner “Löcherjeans” sucht und Vincent nach dem Mr.coolman Outfit schlecht hin - als Markenexperte und zukünftiger Trendsetter immer auf der Suche ;-) versuche ich 1 h vor unserer Anreise in Saragossa Uli von dem Shopping-Erlebnis zu überzeugen. “Die haben Lust…” “Ja aber” - “das wünschen die sich” - “ja aber egal” - “dann sind sie später Shoppingsatt “ - “ wahrscheinlich nicht, deshalb aber…..” Ein schwieriges, nahezu unmögliches Unterfangen - wäre da nicht der von Uli schon lange gesuchte Baumarkt direkt vor der Shoppingmaultür! Bravo! Schön ändert sich die Navigation Richtung Puerto Venezia ;-)
Gegen 16 Uhr fahren wir auf den Parkplatz einer riesigen Mail, direkt im Eingangsbereich Primark. Alle Gedanken an ökologische Textilverarbeitung und gute Arbeitsbedingungen für die Angestellten eines Unternehmens werden ignoriert , große erstaunte Kinderaugen und ein Freudenfest für alle Kinder - endlich eine große Stadt und genau das, was sie schon lange suchen. Kaum zu glauben und für Uli entsetzlich, ist vaber eben so. Ich hefte mit den Shoppingmaul - Orden gleich an die Jacke und stürzte mit allen Kindern über die Primarkschwelle.
Sobald Uli den Parkplatz Richtung Baumarkt verlässt, kommt meine Bedienungsanleitung : kleines Zeitfenster weil Uli drängen wird, alle suchen für sich, packen in meine Tasche, und anschließend gemeinsame Umkleidekabine. “Hä, warum so schnell, warum so ein Stress?" Das ist recht schnell erklärt, verstehen sogar die Kinder, klappt ausgezeichnet und schon stehen wir erfolgreich an der Kasse;-) Kaum haben wir die Kasse passiert, ist auch schon Uli am Handy - “Wie, ihr seid noch immer in Primark?" Wie um alles in der Welt sollten wir nicht mehr hier sein?! Vier Menschen schauen sich auf (bisher) nur 1 Etage nach etwas Schickem um, wirklich in Eile, probieren an, fällen Entscheidungen und stehen an der Kasse! Das Shopping-Zeitmanagement sollte man niemals einen Mann überlassen. Nach erfolgreicher Primarktour möchten Noah und Vincent natürlich - diesmal etwas entspannter - die Shoppingmaul unsicher machen. Ulis Zeitfenster dafür 20 min - ist ja fast ne halbe Stunde! Vincents großen Augen sprechen für sich - und unbemerkt erweitere ich das auf 45 min, irgendein Kaffee oder Bier finden wir hier für Uli oder auch 2;-) Carlotta und ich schlendern Richtung Eisdiele - Vincent und Noah durch Klamottenläden - und Uli zählt die Minuten bis zur Abreise. Gegen 17.30 verlassen 4 shoppingerfolgreiche Kinder Puerto Venezia.Read more
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- Day 7
- Wednesday, March 28, 2018 at 8:00 PM
- ⛅ 20 °C
- Altitude: 220 m
SpainPlaza deNtra Senora del Pilar41°39’21” N 0°52’44” W
Zimmer mit Aussicht in Saragossa

Unsere Einfahrt nach Saragossa gestaltet sich etwas schwieriger. Scheinbar liegt sogar das Parkhaus in der Fußgängerzone, so dass Google hier wenig von Nutzen ist. Der Sohn der Gastgeberin führt uns aber und so stehen wir auf dem größten Platz Saragossas, direkt vor der riesigen Barockkirche “Basilica del Pilar” und - direkt vor unserer Wohnung in einem unglaublich unglaublichem Stadtschloss. Unserer Wohnung ist für mich die schönste, die ich je gesehen habe. An jeder Ecke gibt es Großartiges zu entdecken, eine perfekte Mischung zwischen Industrieschick und Shabbygemütlichkeit - und noch viel unglaublicher ist die Aussicht. “Zimmer mit Aussicht” lässt sich hier kaum übertreffen, vor uns in aller Pracht und Größe die “Basilica del Pilar” und der Blick auf den ersten Platz im Ort, wunderschön! Unsere Gastgeberin führt uns wegen unserer vielen bewundernden Worte noch in ihren Keller des fast 500 Jahre alten Hauses. Dort ist es nicht weniger spannend. Wir laufen staunend durch ein ehemaliges Gefängnis. Und noch viel größer war unser Staunen zu erfahren, dass genau hier um uns, auf dem Boden unter unseren Füßen der spanische Monarch Phillip II. in Gefangenschaft war und sich hier auch das Leben nahm. Geschichte wird lebendig - oder eben tot lebendig, besonders für Vincent, der sich an die Geschichte aus seinem Unterricht plötzlich gut erinnern kann;-)
Der Tag scheint heute unendlich. Wir spazieren durch die herrliche Altstadt von Saragossa, überall Menschen in Feierlaune und essen in einer tollen hippen Tappasbar in mitten der Altstadt herrliche Tapas. Um 23.45 sitzen wir - in erster Reihe;-) an den Fenstern unserer Palastwohnung und bewundern die österliche Prozession in der Heiligen Woche am Vorabend des Gründonnerstag. Tausende Menschen versammeln sich vor der Basilika, um dort die Prozession zu bewundern. Immer wieder lautstarkes Trommel und Menschen in verschiedenen eigenartigen bunten und schwarzen Gewändern schreiten über den Platz. Gegen 0.45 Uhr liegen wir müde und sprachlos, mit einer Überdosis an buntesten Bildern und Geschichten in unseren Köpfen in unseren Stadtschlossbetten.
https://youtu.be/NF8mZJgtTtARead more
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- Day 7
- Wednesday, March 28, 2018 at 8:30 PM
- ⛅ 18 °C
- Altitude: 228 m
SpainPlaza deNtra Senora del Pilar41°39’21” N 0°52’44” W
Zimmer mit Aussicht in Saragossa 2

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- Day 7
- Wednesday, March 28, 2018 at 9:00 PM
- 🌙 16 °C
- Altitude: 225 m
SpainPlaza deNtra Senora del Pilar41°39’21” N 0°52’43” W
Zimmer mit Aussicht in Saragossa 3

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- Day 8
- Thursday, March 29, 2018 at 12:00 PM
- ⛅ 15 °C
- Altitude: 191 m
SpainAcuario de Zaragoza41°40’10” N 0°53’56” W
Expogelände 2008 in Sagarossa

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- Day 8
- Thursday, March 29, 2018 at 1:00 PM
- ⛅ 16 °C
- Altitude: 191 m
SpainAcuario de Zaragoza41°40’9” N 0°53’56” W
Expogelände 2008 in Saragossa 2

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- Day 8
- Thursday, March 29, 2018 at 2:00 PM
- ⛅ 15 °C
- Altitude: 396 m
SpainMonegrillo41°39’38” N 0°27’24” W
Irgendwo im spanischen Nirgendwo

Auf dem Weg in unserer vorletztes Zuhause laden uns eine Wildwest Landschaft und Hunger zum Picknick irgendwo im spanischen Nirgendwo ein. Dort, wo es weder Handyempfang noch Internet gibt, blüht die Phantasie. Wir drehen Filme mit dem Trendsetter Vincent auf verlasser Straße. Kiloweise Kristallsteine werden gesammelt - ich hab keine Ahnung, wo die die alle wieder verstecken wollen - Jonglierübungen unter Vincents Anleitung , Naturbeobachtungen und spanisches Weintasting - ein grandioses Picknick.Read more
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- Day 8
- Thursday, March 29, 2018 at 5:00 PM
- ☀️ 15 °C
- Altitude: 194 m
SpainParc de Catalunya41°32’59” N 2°5’52” E
Nichts wie weg!

Das Beste kommt eben nicht immer zum Schluss! Mit großem Bedauern habe ich diese wunderschöne Wohnung in Saragossa verlassen, aber irgendwie sind wir immer in netten Wohnungen und Häusern untergekommen. So verlassen wir uns auch in diesem Fall auf Ulis Wahl. Hier habe ich im Vorfeld der Planung das Haus auch gesehen. Es war nett anzusehen und die Lage am Fuße des Montserrat sehr günstig gelegen für Tagesausflüge.
Da 2 Feiertage vor uns liegen, haben wir ausreichend Pasta, Pesto, Wurst, Schinken, Käse, Kaffee …… im Gepäck - eben für gemütliche, verdiente , ruhige 2 Tage in den Bergen, wie Carlotta bemerkt hat. Es sollte anders kommen. Noch während der Anfahrt auf den letzten 100 Metern staunen wir alle über ein großes, schickes mit Marmormosaiken geschmücktes Häuschen, freuen uns auf die nächsten Stunden. Nachdem Ulis erstinspiziert, folgen wir ihm mit Sack und Pack und Verpflegung. Eigenartige Gerüchte kannten wir schon von Tigerpalast. Was uns hier jedoch trifft, übertrifft jede negative Erwartung. Ulis Gesicht versucht noch inkognito durch das Haus zu laufen. Mir jedoch fällt das immer schwerer. Hier trifft alles aufeinander. Geruch trifft Schmutz trifft Schmuddel. Auf den ersten Blick seit Jahren unbewohnt. Staub liegt nicht nur in der Luft sondern fingertief auf allen Möbeln und Geländern. Der zweite berührungsfreie Blick in die Küche lässt jedoch einen Restekühlschrank entdecken. Die Kindernase erkennt faulen Fisch. Ich sehe alte Zwiebeln, Joghurt und diverses “was auch immer”. Die Kinder halten sich bisher in ihrem Urteil taktisch zurück, Vincent ist sprachlos. Und ich kann meinen Unmut nicht mehr zurück halten, schon gar nicht, nachdem ich die schmutzigsten Handtücher, Bettwäsche und “was auch immer ekliges Zeug” auf dem Boden gestapelt finde, darüber stolpere! Kein Bett ist bezogen und wenn doch, mit fleckigem Laken. Ich überlege, im Sitzen zu schlafen und denke darüber nach, welche Kleidung mich in der Nacht vor dem Ekel schützt. Vincent hat die gleichen Gedanken, ist aber immer noch sprachlos. Nachdem Uli den Besitzer telefonisch kontaktiert , und ihn freundlich ( ich wäre verbal geplatzt!) auf Schmutz und fehlende Bettwäsche hinweist, bittet er uns auf genau diese zu warten. Und der Ekel? Der Schmutz? Wo sind die Schutzanzüge für diese Bähbude? Ich hoffe auf keine Bettwäsche sondern nur auf Flucht! Ich versuche, nichts in diesem Haus zu berühren und meine Arme ganz eng an den Körper zu drängen, damit nicht allzuviel Ekelluft an mich gerät.
Eine neue bezahlbare Bleibe für 6 Menschen an Ostern zu finden, ist nicht leicht. Tatsächlich rückt für mich das Geld in diesem Fall immer weiter in den Hintergrund. Uli ist mindestens genauso entsetzt, bewahrt aber Ruhe und findet endlich neue Zimmer. Alles, was er vermeiden wollte, wird jetzt gebucht - spanischer Hotelschick der 90er Jahre in einem Vorort von Barcelona! Aber alles ist besser als dieses Bäh. War die Katzenwohnung Tschernobyl, ist das hier Fukushima! Also nichts wie weg!!!! Unserem Ärger und Ekel lassen wir auf unserer Fahrt in unser Hotel am Stadtrand von Barcelona freien Lauf.
Nicht ich war besonders empfindlich. Auch Vincent findet seine Sprache wieder und ist sichtlich erleichtert über unsere Abreise. Die anderen drei finden unentwegt neue Geschichten und Beschreibungen über diese Gruselbude und den vermeintlichen Besitzer. Die Wahrheit werden wir wohl nie erfahren und Uli ficht schon heute Abend seine Schlacht in den Wirrungen des Airbnb Universums - hoffentlich erfolgreich.
Müde und doch noch ekelabenteuerwach beziehen wir unsere Betten in dem “ist doch eigentlich ganz schön” Hotel. Die drei Jungs in ein Zimmer und Carlotta, Uli und ich in das andere. Saubere Betten und sauberes Bad! Wir finden ein nettes Tappasrestaurant, besprechen brandaktuelle Ekelthemen und finden erst wieder nach Mitternacht in den Schlaf. Carlotta bemerkt treffend “ Wir gehen immer erst nach Mitternacht schlafen! Naja, im Urlaub muss man sich ja auch mal was gönnen” ;-)Read more
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- Day 9
- Friday, March 30, 2018 at 12:00 PM
- ☀️ 15 °C
- Altitude: 221 m
SpainMonistrol de Montserrat41°36’45” N 1°51’27” E
Monsterschöner Berg Monserrat

Nach unserer ersten Nacht in Ulis "Lieblingshotel " planen wir bei gutem Frühstück im Nachbarcafé unseren Ausflug in die Berge Montserrat und in den Guell Park nach Barcelona. So wirklich sind die Kinder nicht mehr zu motivieren, jeden Tag Bewegung, jeden Tag Strecke. Fast klaglos auf dem Weg nach Montserrat erscheint vor uns eine grandiose große, graue, zerklüftete Felswand - unglaublich. Die Kinder haben aber schon so viel "Unglaubliches" gesehen, dass sich ihre Begeisterung in Grenzen hält. Hin und wieder kommt ein "ja, cool" - wahrscheinlich können sie meine Begeisterung für große Steine schon gar nicht mehr hören. Die Erwähnung des Wortes "Kloster" auf dem Berg vermeide ich, die Gefahr, wir besichtigen noch eine Kirche, ist zu groß;-) Neben uns möchten heute am Karfreitag natürlich noch viele andere die Welt von oben betrachten und der Weg auf den Berg Montserrat wird gebremst durch 2 km Stau in Serpentinenform. Die erste Straßenbucht ruft zur Kehrtwende. Der Berg sieht von unten sowieso viel imposanter aus. Und schon sind wir auf dem Weg zu unserem zweiten Tagesziel - dem Güell Park in Barcelona - einem Garten von Gaudi.Read more
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- Day 9
- Friday, March 30, 2018 at 3:00 PM
- ☀️ 17 °C
- Altitude: 148 m
SpainCasa Museu Gaudí41°24’52” N 2°9’10” E
Besuch im Guell Park

Unsere Fahrt führt uns etwas abseits der Route mit dem Rücken zum Montserrat. Diesen beeindruckenden Fels lassen wir hinter uns , leider nicht vollständig bezwungen, und fahren Richtung Barcelona. Die Kinder werden müde. Eine Woche in "Mehr ist Mehr" Eindrücken verlangt nach Entspannung, auch für mich - aber eben dieser letzte Gaudi geht noch. Und auch hier am Eingang des Güell Parks versammeln sich unendlich viele Osterpilgerer und Feiertagsausflügler. Trotz der vielen Menschen ist es noch erträglich bei sommerlichen Temperaturen durch den Park zu spazieren. Wir besuchen inmitten des Parks Gaudis Wohnhaus, etwas bescheidener als seine Auftragsarbeiten. Die Kinder erwarten bunte Ideen. Hier ist es aber viel ruhiger, klarer, durchscheinender. Ein kreativer Kopf braucht Raum vor seinen Augen - meine Interpretation. Die Ruhe gefällt mir. Die Füße werden lahm und mittlerweile hungrig verlassen wir den Park auf der Suche nach einem Restaurant. Das ist in Spanien gegen 17 Uhr schon an normalen Tagen nahezu unmöglich, am Nachmittag ist hier meist alles geschlossen. An dem wichtigsten Feiertag der Katholiken - dem Karfreitag - bleibt nach ewiger Suche nur ein heidnischer Fresstempel - McDonald's! Die Kinder sind begeistert, endlich McDonald's! Uli macht den Besuch von McDonald's und Co wieder an den sozialen Schichten fest. Die Aufgabe, ihn damit zu enttäuschen, übernimmt Noah. In der Mittel und Oberstufe auch an seinem Gymnasium ist es ein häufiges gesellschaftliches Event, nach der Schule McDonald's zu besuchen. Im Teenageralter steht der soziale Event deutlich vor Ernährungsbewusstsein und verbotene Dinge machen besonders viel Spaß. Heute also Fastfood, heißt langsam bestellen, 3 mal anstehen und dann eben im doppelten Tempo essen. Irgendwie schmeckt so ein Burger mit Pommes ja hin und wieder. Anschließend liegt er im Magen. Fressgelähmt und müde liegen wir heute schon gegen 20 Uhr in den Betten der spanischen Bettenburg, nach alter Urlaubstradition finden alle aber erst weit gegen Mitternacht in den Schlaf.Read more
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- Day 9
- Friday, March 30, 2018 at 5:00 PM
- ☀️ 17 °C
- Altitude: 148 m
SpainCasa Museu Gaudí41°24’52” N 2°9’10” E
Besuch im Guell Park 2

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- Day 10
- Saturday, March 31, 2018
- ☀️ 13 °C
- Altitude: 133 m
SpainFlughafen Girona41°53’52” N 2°45’57” E
Das Zelt ist kein Aprilscherz

Nach einem üppigen Frühstück in unserer kleinen Bar gegenüber des Hotels sind wir auf dem Weg in unsere letzte Unterkunft, entlang der wunderschönen Costa Brava bis nach Loret de mar. Die Costa Brava ist hier, noch vor der Bettenburgen von Loret, eine wunderschöne Küste mit kleinen Buchten, netten Dörfern und einer kurvigen Straße hoch über dem Meer. An dem Stand von Playa Canet genießen wir die Sonnenstrahlen. Nach einem kleinen Spaziergang an den Strand und die Felsenküste schleichen sich die Kinder auf den Tennisplatz, spielen Tennis ohne Schläger und Uli und ich sonnen uns auf der Terrasse eines hübschen Restaurants auf der Felsterrasse hoch über dem Meer. Gespannt auf unser letztes Zuhause fahren wir hungrig weiter Richtung Loret de mar auf den Campingplatz;-) Alle sind gespannt.
Final stehen wir vor unserem ZELT!!! Tatsächlich ist der erste Eindruck dieser stoffbespannten Hütte für mich ganz interessant. Nett anzusehen, ausreichend groß und genügend Schlafplätze. Die Kinder streiten sich um die Herzhöhle, wird einfach diktatorisch demokratisch entschieden! Noah und Vincent dürfen unter dem “Dach der Welt” schlafen, Amon und Carlotta in der anderen Kammer - den letzten beißen eigentlich die Hunde, in diesem Fall eben anders herum. Einen sehr großen Topf Pasta mit Pesto und alle sind wohl gesättigt und rundherum zufrieden, wenn da nicht diese anschleichende Kälte wäre. Dass ich heute Nacht eher mehr Kleidung als weniger an mir habe, war klar - die Empfehlung, Anweisung, Befehl ;-) wurde recht zügig an alle Kinder übertragen. Kein Strumpf wird ausgezogen, Hose an, Pullover an. Bei mir war es Hose, Pullover, Jeansjacke, Überwurf, Anorak. Ich hätte bei den Kindern noch etwas mehr ins Detail gehen sollen, denn die Kälte schleicht sich unbarmherzig in das Zelt. Wir schlafen sozusagen bei 4 Grad Nachttemperatur im Freien - geschützt von einem Hauch von Nichts - Stoff eben.Read more
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- Day 11
- Sunday, April 1, 2018 at 10:35 AM
- ☀️ 12 °C
- Altitude: 130 m
SpainFlughafen Girona41°53’54” N 2°45’55” E
Eine Nacht im Kühlschrank

Da Vincent und Noah den Sternen am nächsten lagen, wissen die jetzt genau, was Überlebenstraining heißt - oder wie es sich eben anfühlt, in einem Kühlschrank zu übernachten. Gegen 7.30 Uhr ist die Nacht beendet. Nie habe ich so schnell 4 Kinder aus ihren Betten springen sehen. Vincent ist schon seit Stunden wach, in der Hoffnung auf steigende Temperaturen . Schlotternde, zitternde Kinder mit blauen Nasen sitzen am Frühstückstisch unter Decken mit heißer Milch in ihren Tassen. Oje!!!!! Sind Gottseidank wieder alle im Auto aufgetaut, noch niest keiner! Carlottas angstbestetzte Frage “ Müssen wir im Sommer auch im Zelt schlafen” lässt alle erschrocken aufblicken. Vincent? Lara? ;-)Read more
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- Day 11
- Sunday, April 1, 2018 at 3:00 PM
- ⛅ 9 °C
- Altitude: 134 m
GermanyWiesbaden-Schierstein50°3’21” N 8°12’34” E
Und wieder nach Hause...

Mit Kristallen, Schlangen, Türklinken, Steckdosen - und Kleidung in unserem Gepäck reisen wir nach spannenden, anstrengenden, abenteuerlichen, sonnigen und frostigen 10 Tagen wieder nach Hause. Eine Überraschung hat Uli noch im Gepäck - sehr zum Bedauern aller anderen Reisenden, die möchten nun endlich schnell in die eigenen gewohnten 4 Wände. Ein roter Jaguar Oldtimer wartet noch auf Besichtigung, unweit von Frankfurt Hahn. So schön das Auto auch ist, wir drängen auf Weiterfahrt. Zu Hause erwartet die Kinder ein köstliches Osteressen - Lucca und ihr Freund Roman kochen den ganzen Tag mit großem Eifer und noch größerem Erfolg, die Ostereier möchten gefunden werden und Vincent erwartet seine vermisste Lara.
Spät am Abend beginnt die Planung unserer großen Sommerreise;-)
Und hier unsere Reise in allen Bildern:
https://photos.app.goo.gl/9YAuA3FpD6YpZn032Read more