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Atlantic to Pacific

El Camino de Costa Rica.
Zu Fuß vom atlantischen zum pazifischen Ozean. 🌊
Sir Hillary (Michel), Mr. Big (Lars) und Dancing (Flash) auf der Suche nach neuen Abenteuern.
https://diewodaso.blogspot.com
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  • Beginn der Reise
    24. September 2023

    Es geht los

    24. September 2023 in Deutschland ⋅ ⛅ 9 °C

    Abschied ist ein scharfes Schwert. Wir schneiden uns daran. Es dauert ein wenig bis die Blutung gestillt ist.

    Auf nach München. Wiesn-Zeit. Oktoberfest im September. Scheint niemanden zu stören. 

    Das lieb gemeinte Angebot von 300€ Übernachtungsentgeld p.P. in einer Pension schlagen wir dankend aus. 

    Parkplatzsuche. Ein schwieriges Unterfangen. Selbst die Firma für organische Düngemittel jagt uns vom weitläufigen Hof. 

    OK, die Exil-Ilmenauer können sicher weiter helfen. Auch dies gestaltet sich schwierig. Wir lernen, von München nach München sind es 2h Entfernung. Sir Hillary übt sich in Erklärungsversuchen: "Der Peitschende versteht den Gepeitschten nicht."

    Wir treffen unseren Freund, den Damei Lala. Wie schön. Essen, trinken, lachen, Weltfrieden.

    Als sich Müdigkeit breit macht, fährt uns der Ozean des Wissens zum Flughafen. Ein opulentes Nachtlager ist schnell gefunden. Knickerbocker & Biene zum Einschlafen: "Zruck zu dir". 

    Buenas noches.
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  • Die statt der Liebe

    24. September 2023 in Frankreich ⋅ ☀️ 14 °C

    Hui, holprige Airportnacht.
    Einchecken. Der texanische Cowboy drängelt sich unbemerkt in der Schlange vor die 3 Amigos. Wir lassen ihn gewähren. Sicher ist sein Colt geladen.
    Im Flieger neben uns sitzend tut er unbescholten.

    Paris, die Frisur hält. Beim Aussteigen versucht der Cowboy unauffällig den Rollkoffer der jungen Frau zu entwenden, wird aber auf frischer Tat ertappt. Creepy.

    Monsignore Dancing wird mit Monsieur angesprochen. Richtig so.

    Die Stadt der Liebe und Mr. Big matchen. Er wählt die, statt der Liebe. Sehnsüchtig tätigt er 300 Anrufe.

    Die Lust nach einem frischen französischen Baguette befriedigen wir mit einem knochenharten aber teuren Baguette.

    5h Aufenthalt. Erstmal Bierchen schleckern.
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  • San José

    25. September 2023 in Costa Rica ⋅ ☀️ 27 °C

    Weiter geht's über den Atlantik - das Haar bleibt geschützt - drei Wetter Taft.
    Dem Weltenbummler werden Decken, Kissen und Hors-d'œuvre gereicht.
    Flugbegleiter Daniel Brühl kümmert sich rührend. Das Mehr an Beinfreiheit hat auch Schattenseiten...Dancing sitzt gänzlich im Dunkeln. Er lernt physisch alle Mitpassagiere an der Bordtoilette kennen...

    Juché, San Jose. Sir Hillary lässt mit seinem Charme kurz die Passcontrolleurin erröten.
    Wir wählen DEN Taxifahrer, der uns am nettesten anlächelt. Nachdem Fernando mit uns den Preis ausgehandelt hat, klatscht er alle seine Kollegen ab. Hm, wahrscheinlich fährt er uns dreimal um den Flughafen und macht dann Feierabend. Mr. Big und Fernando matchen und talken. Irgendwas mit Santana Revival. Oder Satan und Deiwel?
    (Notiz an uns selbst... neue Geschäftsidee: Rückenkratzer verkaufen an der Bärenkreuzung zu Ilmenau.)
    Fernando identifiziert Mr. Big als Crocodile Dundee. Hahaha, symphatischer Kerl.
    Hostel beziehen. Welcome Getränk am Pool. Eine 2m Fledermaus streift das Wasser und Sir Hillary schwadroniert über Surferskills.
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  • Jetlag, Raub und Feuerwehr

    26. September 2023 in Costa Rica ⋅ ☁️ 26 °C

    8:30 Uhr, putzmunter. Es ist hell. Moment, laut Ortszeit ist es aber gerade mal Mitternacht. Jetlag. Die Ursache für die Helligkeit ist auch schnell gefunden... der Bettnachbar hat 3 Bausstrahler als Lesebeleuchtung aufgebaut.
    OK, liegen bleiben.

    Typical Costa Rica Breakfast. Wir planen unsere Trekkingtour. Conchita Wurst hilft. Sie ist unbeschreiblich euphorisch, zuvorkommend und nett. Increiblemente.

    Dann der erste Rückschlag. Die Kehrseite der Medaille erfolgreicher Reiseblogger: Ein perverser Fan raubt Mr. Bigs ausgetretene Sandalen. Pfui.

    Wir laufen zur Busstation.
    Unterwegs laden uns die Bomberos Firefighters zur Besichtigung ihrer beachtlichen Feuerwehr-Fahrzeugflotte ein. Carlos zeigt uns die Oldtimer, Motorräder, riesige Trucks - alles probieren wir aus. Pura Vida.

    Wir vertreiben uns noch ein wenig die Zeit in San Jose. Typische Licht- und Schattenseiten einer Großstadt.
    Zurück im Hostel regnet es. Mag daran liegen, dass gerade Regenzeit ist.
    Sodann etwas Sport. Muskeln stählen am Karttisch.
    Zum Abendessen zwingt uns Erika lustige Hüte auf und versucht uns zu mästen.

    20 Uhr Bettruhe. Hasta luego.
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  • Bus, Boot und Babyschildis

    27. September 2023 in Costa Rica ⋅ ☁️ 31 °C

    Sag mir cuando, sag mir wann, kommen wir im Dschungel an?
    Ein Erdrutsch und mehrere Unfälle bringen die Pläne der 3 Muchachos zeitlich ziemlich durcheinander.
    Die Anreise dauert den ganzen Tag.
    Mr. Big ist im Flirtmodus und wird fast von der neben ihm sitzenden Tica adoptiert. Indes spielt das Radio Nena. Hinter uns ein Mann der 4h ununterbrochen reden kann. Als seine Sitznachbarin frühzeitig aussteigt, weil ihr vermutlich die Ohren bluten, dreht er sich einfach zur Seite und redet weiter.
    Wir landen in immer abgelegeneren Orten. Die Blicke verraten, hier verirrt sich nur selten ein Touri hin.

    Nach endlosen Buckelpisten, vorbei an endlosen Plantagen, ist Endstation. Ab hier geht es nur mit dem Boot weiter.
    Abseits, weit weg, in einem kleinen Dorf, welches nur über eine Wasserstraße erreichbar ist, finden wir bei Josh eine coole Unterkunft direkt am Atlantik. Rastaman Josh und Mr. Big matchen sofort.

    Es dämmert. Schnell noch im Atlantik baden.
    Just in dem Moment schlüpfen am Strand Babyschildis, nachdem sie 5-6 Wochen im Nest verbracht haben.
    Es ist unbeschreiblich.
    Einige werden von den Wellen mitgerissen und landen auf ihrem Minipanzerchen. Dancing und Sir Hillary retten ihnen das Leben und drehen sie zurück auf den Bauch.
    Dann kommt Tollpatsch-Schildi. Sie ist schwach, langsam und etwas orientierungslos. Die Amigos feuern sie an, helfen ihr mehrfach und begleiten sie bis ans Meer. Welch emotionaler Moment als sie es endlich geschafft hat.
    Fantástico.
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  • El Camino, Ananas und Homestay

    28. September 2023 in Costa Rica ⋅ ⛅ 28 °C

    Estoy muy encantado de conocerte.
    Soooo viel erlebt. Kurzabriss:
    4:30 Uhr, ab in die Atlantikwellen. Wir sehen Spuren der gewaltigen Schildi-Mamas.
    Das Frühstück - recht spärlich - besteht aus riesigen (hierzulande aber unreifen) Bananen, einem Kaffee und nettem Talk mit Joshuas Familie.

    Jason fährt uns ca. 1h mit dem Boot durch üppigen Dschungelwald zum Startpoint unserer Trekkingtour. Eine sehr aufregende Fahrt.
    Unterwegs zeigt er uns unzählige Vogelarten, Affen und einen Leguan.

    Dann geht's los. Wir laufen bei gefühlten 40 Grad und 80% Luftfeuchtigkeit los. Ständig lernen wir nette, interessierte Ticos kennen. Alle grüßen. Wir sehen Krabben, Geckos, Schlangen, Schmetterlinge, Blattschneideameisen, ...
    Wenn die 3 Muchachos Durst haben, köpfen sie sich einfach eine Kokosnuss.

    Die Sonne brennt, der Schweiß läuft in Strömen. Eine Frau schenkt den 3 Amigos unbekannte Früchte. Sir Hillary hat Glück. Er erwischt die Premiumversion (inkl. Wurm).

    Ein Truck nimmt uns mit und wir sparen uns ein paar heiße Asphaltkilometer.
    Abkühlung im Fluss.

    Vorbei an Ananasplantagen überholt uns David, der diese als Security-Mann bewacht. Er hält, kommt zu uns und kredenzt uns 2 frisch geerntete, wunderbar saftige Ananas. Dann drückt er jedem der 3 Freunde noch eine Ananas in die Hand.
    Das muss erstmal bei einem Bier (Grüße an UeK) verarbeitet werden.

    Schlussendlich landen wir bei Mireyas netter Familie, die uns mit Limonade begrüßt. Homestay. In ihrem kleinen einfachen Haus werden wir heute übernachten, duschen und uns wie zu Hause fühlen. Herzliche Gespräche und leckerstes Essen.
    Was für ein unglaublich freundliches und herzliches Völkchen, diese Ticos.
    Increíblemente.
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  • Schweiß, Spinnen und Schlamm

    29. September 2023 in Costa Rica ⋅ ☀️ 28 °C

    Mr. Big kränkelt. Die Companieros begeben sich auf die nächste, abermals sehr anstrengende Etappe. Es geht viele Hm bergauf. Der Schweiß brennt in den Augen.
    Die Geräusche des Dschungels sind ohrenbetäubend. Man vermutet, dass die Handyklingeltonindustrie hier ihre Inspirationsquelle hat.

    Wir sehen Tucane, Grün-Metallic-Frösche, Schildkröten, Schlangen, Rummelboxer-Ameisen und Spinnen.

    Sir Hillary geht mit erhobenem Stock voran, um nicht ausversehen in eines der riesigen Spinnennetze mit den noch riesigeren Spinnen zu laufen.

    Wir kämpfen mit Schlammpisten und gegen den Schweinehund, der bei diesen Temperaturen allgegenwärtig ist.

    Heute übernachten wir in Zelten am Rande eines Nationalparks. Unsere Nachbarn quälen uns mit Xylophon-"Musik".
    Dann doch lieber die Dschungel-Geräuschkulisse.
    Buenas noches.
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  • Schluss mit lustig

    30. September 2023 in Costa Rica ⋅ ☀️ 29 °C

    Mr. Big geht es wieder besser. An einem der hiesigen Frösche lecken hat geholfen.

    Heute geht es tief in den Dschungel.
    Dafür brauchen und haben wir einen Guide. Alfredo ist 16, geht noch zur Schule und gehört zur indigenen Bevölkerung Costa Ricas.
    Er führt die 3 Muchachos auf verschlungenen, schmalen Pfaden immer tiefer in den Regenwald. Alles ist klitschig, rutschig und nass. Höchste Konzentration ist geboten und jeder Schritt wohl überlegt.
    Ältere Semester haben Mühe mit Alfredo Schritt zu halten. Nur Sir Hillary bleibt dran.

    Dann die erste Flussdurchquerung. Alfredo trägt unsere Schuhe zur anderen Seite und verschwindet bis zur Hüfte im Wasser.
    Sir Hillary folgt ihm, verliert das Gleichgewicht, taumelt - und schwupps - macht er "die lange Else" (ugs. für hinfallen, sich brettern, schmeißen, stürzen, Flachköpper, sich aufs Ei legen, eintauchen, zu Fall kommen, ...). Pitschnass aber mit besten Haltungsnoten kommt er auf der anderen Seite an.
    Der Respekt seiner Freunde ist ihm gewiss.

    Schweißtreibend geht es bergauf. Mr. Big reduziert mitunter sein Rucksackgewicht, indem er ab und an etwas vergisst respektive verliert. Heute ist es eine Unterhose, die er dem Dschungelgott als Opfergabe darbietet.

    Das Dschungeldach spendet wohltuenden Schatten. Die Luftfeuchte erreicht Maximalwerte. Was einmal nass ist, bleibt nass.
    Alfredo redet nicht viel. Einzig ein "Auqa" deutet den Amigos an, dass wir eine Trinkpause einlegen.

    Die Wege gleichen einer Rutschbahn, alles beginnt zu schmerzen und
    Dancing kommt an seine Grenzen.
    Indes langweilt sich Alfredo vermutlich. Die 3 Companieros mutmaßen, dass er jetzt wohl lieber Xylophon spielen würde.

    13 Uhr, nach rund 7h erreichen wir ein indigenes Dorf und machen es uns im Schatten gemütlich. Für die Nacht hat man uns 3 Kinderzelte aufgebaut. 2 Hunde bewachen die Amigos und schlagen Alarm, sobald sich etwas nähert (und sei es eine Kuh).

    Die kleinen Mädchen im Dorf bekommen Luftballons von Sir Hillary. Später bespaßen wir sie noch mit selbstgebauten Papierfliegern. Dafür reicht die Kraft gerade noch.
    Dann verschwinden die Amigos in ihren 3 Kinderzelten ... während über ihnen eine riesige Spinne drohnt.

    Sollten sich die geneigten Blogleser gelegentlich fragen: Warum tut man sich das an?
    Diese Frage stellt sich der Schreiberling dieses Blogs auch zuweilen.
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  • 4. Etappe

    1. Oktober 2023 in Costa Rica ⋅ ☀️ 28 °C

    Die bisher unbequemste Nacht. Einzig Mr. Big kann sich in seinem Kinderzelt voll entfalten.
    Nächtlicher Besuch im Klohäuschen. Das Klopapier liegt wild verteilt herum.

    Nachdem Sir Hillary einer Kuh seine Hose aus dem Maul entrissen hat, versucht diese die Handwaschpaste am Waschbecken inkl. Flasche zu verspeisen. Handwaschpaste klappt (Schaum quillt aus dem Maul). Plasteflasche: negativ

    Meist brechen die 3 Companieros zwischen 6 und 7 Uhr auf, um der großen Hitze zu entfliehen. Normal sind 23 Grad im Oktober. Wir haben 33 Grad.
    Alfredo holt uns ab und begleitet uns bis zum nächsten großen Fluss. Dieser wird per Gondel überquert.
    Alfredo hat Mühe (Kraft seiner Wassersuppe), die mittels Seil und Handbetrieb zu bewegende Gondel inkl. Insassen auf die gegenüberliegende Flussseite zu befördern. Die Amigos gehen ihm zur Hand.
    Alfredo kritzelt auf einen Zettel "pamper me for the walk" und macht die Biege. Ab hier sind die Muchachos wieder auf sich allein gestellt.

    Sengende Hitze und viele Meilen bergauf. Die Hitze macht die relativ kurze Etappe wieder wett.

    Am Zielort angekommen klopfen wir lechzend an einer Bar. Man öffnet die Pforte und den Companieros werden sogleich eiskalte Getränke serviert.
    Prost, Nadine.
    Die Kids des Schankwirts beginnen (mittels Schulenglisch und Google Übersetzer) eine interessierte Konversation mit Dancing. Bianca (6) und Isairis (10) fragen Dancing Löcher in Bauch. Sie werden dicke Freunde.

    Quartier beziehen wir heute bei Wilma. Eine äußerst reizende ältere Dame, die uns sofort sympathisch ist. Sie reicht uns Erfrischungsgetränke und Schokolade. Trotz Sprachbarriere versteht man sich blendend. Ihre Herzlichkeit und ihr Humor rennt bei den Amigos offene Türen ein.
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  • Etapa cinco y seis

    2. Oktober 2023 in Costa Rica ⋅ ⛅ 28 °C

    La cucaracha, la cucaracha.
    Morgenritual: Blick in die Schuhe. Es könnte sich über Nacht etwas eingenistet haben.

    Dutzende Hähne krähen um die Wette. Hinzu kommen Vögel, Kühe, Insekten und nicht zuordenbare Laute. Für den gemeinen Mitteleuropäer eine ungewohnte Geräuschkulisse.

    Eben war es noch finster. Ein paar Augenblicke später ist es hell. Dann erhebt sich Mr. Big und verdunkelt die Sonne.
    Dancing hatte einen Albtraum. Er hat geträumt, er müsse den ganzen Tag latschen.

    Wilma verabschiedet uns mit selbstgemachten Leckereien und begleitet uns noch ein Stück. Sie will sicher gehen, dass wir den richtigen Abzweig nehmen.
    Dann herzt sie die Amigos noch mal.

    Heute ist es soweit. Sir Hillary entdeckt Kolibris. So klein und so schnell, sind sie nur schwer auszumachen.
    Sie laben sich an Blütennektar.

    Eine leichte Etappe. Wir kommen gut voran.
    Also hängen wir noch eine dran, die wir partiell trampen.

    Wir landen in La Suiza, einer größeren Stadt und stocken die Geldvorräte für den nächsten Jungle Dive auf.

    Schmierlappen Dennis begrüßt uns in seinem Bed & Breakfast. Ab der Hüfte abwärts ist er unsichtbar. Später bemerken wir, er trägt eine Tarnhose. Excellent.

    Heute mal etwas Kultur. Die 3 Muchachos gehen zum Frauenfussball. "11 Stars" gegen den Juray F.C.
    11 Stars gewinnen. Das missfällt aber dem Schiedsrichter. Also werden noch so lange Elfer geschossen, bis der Juray F.C. gewonnen hat. Begrüßenswertes Konzept.

    Buenas noches, queridos.
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  • Winken, Zuckerrohr und Malerei

    3. Oktober 2023 in Costa Rica ⋅ ☁️ 29 °C

    Schmierlappen Dennis beglückt uns am Morgen mit Panflötenmusik. Passend zum Ambiente.

    Erneut eine Easy-Etappe. Für Sir Hillary bedeutet dies, laufen mit Bremsklotz UND angezogener Handbremse.

    Zuckerrohrplantagen soweit das Auge reicht.
    1. Stufe: Die Amigos ernten, schneiden und kosten Zuckerrohr. Schmeckt süßlich.

    Jeder, wirklich jeder, der uns begegnet winkt oder hupt und freut sich. Ein freundliches Völkchen, diese Ticos.
    Die Folge, heftiger Wink-Muskelkater im Winkarm.

    Die Chance sich mal richtig zu verlaufen wäre deutlich größer, würde Mr. Big mal auf Sir Hillary hören.
    Unzählige Hunde-Begegnungen täglich. Sie werden liebevoll "Flashpoint" genannt.
    Man gönnt sich einen frisch aufgebrühten Kaffee aus der Samenbank (Grüße an Anne).

    Schneller als gedacht erreichen wir unsere heutige Bleibe. Das Glück ist uns hold. Wir landen bei einer äußerst bezaubernden Familie.
    Zeitgleich beginnt es wie aus Eimern zu schütten. Regenzeit.

    2. Stufe: Fernando serviert uns frisch geerntetes, REIFES Zuckerrohr. Schmeckt wie Zuckerwatte.

    3. Stufe: Fernando lässt uns frisch geerntetes, reifes Zuckerrohr durch seine selbst gebaute Zuckerrohrpresse leiern. Harte Arbeit. Unten kommt hummelsüßer Saft raus.
    Die Insulinpumpe läuft inzwischen auf Volllast.

    Fernando nimmt uns mit in die Stadt.
    Die 3 Muchachos reiten in einen local Pub ein und tanzen zu spanischen Rhythmen.
    Zurück per pedes.
    Die bezaubernde Familie lädt uns zum malen ein. Zwischendurch serviert man den 3 Künstlern das bisher leckerste Diner.
    Gesättigt und zufrieden stellen wir unsere kleinen Kunstwerke fertig.

    Buenos sera, buenos sera, buenos sera.
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  • Höhe, Hüte, Hälfte, Husche

    4. Oktober 2023 in Costa Rica ⋅ ☁️ 18 °C

    Kurz und knapp:
    Die Muchachos haben schlecht geschlafen. Dancings geräuschintensive Matratze hat alle wach gehalten.

    Herzliche Verabschiedung.
    Etwas angeschlagen und lethargisch ziehen wir los. Die Malerei hat geschlaucht.
    Über 1000 hm bergauf und das ganze fast auch wieder runter.
    Landschaftlich reizvoll und abwechslungsreich.

    Unterwegs überholt uns Jan Ullrich. Wir treiben ihn vor uns her. Er ist bereit eine Niere für uns zu spenden, im Tausch gegen frische Schneidezähne.

    Die Landschaft erinnert an den Film Avatar. Wir basteln uns Sonnen- und Regenschutzkleidung.

    Am Ende erwischt uns ein böser Regenguss.
    Bergfest, die Hälfte ist geschafft.

    Estoy cansado.
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  • Charlie, Dschungel, Kolibris

    5. Oktober 2023 in Costa Rica ⋅ ☁️ 25 °C

    Ein aufregender Tag.

    Erneut eine bonfortionöse Unterkunft. Man wäscht und trocknet der 3 Amigos besudelte Kleidung.

    Bei Abreise werden die Muchachos einzeln gewogen. Erst ohne, dann mit Rucksack. Dancing wiegt OHNE mehr als die anderen Beiden MIT. Das erklärt einiges.

    Auch heute gilt es wieder über 1000 hm zu bezwingen.
    Charlie und sein Bulle (siehe Bild)nehmen uns ein Stück mit.
    Mr. Big zeigt Mut und deponiert seinen Rucksack zu Füßen des Jungbullen auf der Ladefläche des Pick-ups. Es wird niemand verletzt.

    Wir ernten Pampelmuse. Dabei kommen Dancings Gehhilfen zu Schaden.

    Eine Katze findet Gefallen am Vorhaben der 3 Campanieros und begleitet diese ein paar Kilometer. Wir nennen sie zu Ehren von Charlie, Charly.

    Es geht immer nur extrem steil bergauf oder extrem steil bergab. Dazwischen existiert nichts.

    Auf unserer Bucketliste steht noch eine Fahrt auf der Ladefläche eines Pickups. Gesagt, getan. Dreams come true. Wir fahren ein paar Meter auf der Ladefläche eines Pickups mit.

    Nachfolgend, zur Abwechslung mal extrem steil bergauf.
    Heute tauchen wir erneut in tiefsten Dschungel ein. Nelson, unser Guide, kommt uns entgegen.
    Im Regenwald angekommen, regnet es. Logisch. Erst moderat, dann weniger moderat und am Ende erbittert.
    Nichtsdestotrotz genießen wir den Weg durch den Dschungel sehr. Nelson zeigt und erklärt uns viel. Er ist sehr belesen.
    Das Dschungelareal gehört seiner Familie. Sie haben es gekauft um es zu schützen.💚

    Am Ende landen wir bei seiner Familie. Nobel-Lodge und ein bombastisches Essen, mal ohne Reis und Bohnen.

    Sein Vater zeigt uns später noch das Kolibri-Paradies. Dutzende Kolibris, 18 verschiedener Arten, schwirren in atemberaubender Geschwindigkeit um uns herum. Draußen, in freier Natur, ohne Käfig. Amazing.

    Gleich gibt es noch lecker Dinner.

    ¡Que aproveche!
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  • Maximales Maximum

    6. Oktober 2023 in Costa Rica ⋅ ☁️ 18 °C

    Die Antwort auf Sir Hillarys Frage, ob es sich bei der Suppe um Kolibrisuppe handelt, bleibt man ihm schuldig.

    Nach dem Dinner noch lange Gespräche mit Nelson und seinen Eltern.
    Die Freundlichkeit der Ticos haut uns erneut um.
    Wir lernen, in Costa Rica sind Pilze Teufelszeug und der Verzehr weckt Dämonen.

    Heute fröstelt es uns etwas. Man befindet sich nun in 1800m Höhe. Wir genießen das wohlige Gefühl einen Kuschelpullover überzustreifen.

    Am Morgen kämpft Mr. Big mit Unstimmigkeiten im Verdauungstrakt.
    An die herzlichen Verabschiedungen gewöhnen wir uns langsam.
    Man verheißt uns eine taffe und stronge Etappe.

    Und man soll Recht behalten.
    Anstiege, so steil, dass wir anatomisch an Grenzen stoßen. Die Füße lassen sich nun mal nicht parallel zu den Schienbeinen einklappen. Maximale Achillesfersendehnung.

    Nach dem heutigen Walk sind die 3 Amigos nur noch 3 Bmigos (Danke für den Ohrwurm, Anne).

    Die Companieros befinden sich jetzt auf dem höchsten Punkt ihrer Expedition in 2100 m Höhe. Zudem sind die restlichen zu bezwingenden Kilometer bis zum Pazifik nur noch zweistellig. Hossa!

    Wir beziehen für die Nacht eine Alpenvereinshütte.
    Wunden lecken, Bierchen schleckern und Pläne schmieden.

    Te amamos.
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  • Goethe, Schiller und Bach

    7. Oktober 2023 in Costa Rica ⋅ ☁️ 26 °C

    Wir steigen fix auf 2400m auf.

    Etappe Numero 12 setzt ungeahnte Synapsen frei. Die 3 Muchachos führen tiefgründige Gespräche über Sexismus, Feminismus und Tantra.

    Ein älterer Herr beschützt uns vor am Wegesrand lauernden Killergänsen.
    Heute mal typisches deutsches Sommerwetter.

    Irgendwann nötigt man uns zum Besuch eines Biergarten-ähnlichen Etablissements und zwingt uns zum Verzehr handelsunüblicher Mengen des alkoholischen Getränkes Bier.
    Vergessen sind Goethe, Schiller und Bach. Die 3 deutschen Amigos werden nur auf ihren Bierdurst reduziert.
    Kurz vor dem Versumpfen schaffen wir den Absprung.

    Sir Hillary alias Don "Tres cervezas por favor" führt uns, trotz Nebel und Regen, sicher zu unserer heutigen Bleibe.

    Tom Araya, Sänger der Beatmusikgruppe Slayer (hier nennt er sich Carlos), und seine ADHS-Hunde begrüßen uns überschwänglich in ihrem etwas eigentümlichen Haus.
    Die deutschen Schäferhunde schenken uns glücklicherweise nur peripher Beachtung. Noch haben sie ausreichend an den Knochen von Bernd, dem letzten Übernachtungsgast, zu knappern.

    Das Haus erinnert ein wenig an ein besetztes Haus inkl. Gruselfaktor.
    Allen Daheimgebliebenen, die es gerne reinlich mögen, sei gesagt: Ihr fändet hier einen Endgegner.
    Wir nächtigen in einem Zimmer mit Glasfassade und direktem Blick in den Dschungel.
    Carlos und Sohn kochen für uns Auflauf. Männerhaushalt. Wir gehen früh zu Bett und verbarrikadieren die Tür, um nicht wie Bernd zu enden.

    Comprende.
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  • Etappe Numero 13

    8. Oktober 2023 in Costa Rica ⋅ 🌫 22 °C

    Wir knacken die 200 km-Marke. Fantástico.

    Sir Hillary verweichlicht zunehmend. Er verlängert eine Pause um ganze 2 Minuten.

    Vorbei an Kaffeeplantagen. Die Ernte ist in vollem Gange. Uns begehrt nach einem frisch gebrühten Kaffee.
    An einer Kaffeerösterei halten wir an und fragen. Eigentlich wollen wir nur einen ganz profanen Kaffee trinken. Am Ende sind wir die neuen Werbegesichter der Rösterei und posieren für Werbefotos.
    We are german Models.
    Man führt uns durch die Produktionsstätte und brüht verschiedene Kaffeesorten auf. Anschließend bringt man uns bei, wie man mittels Plastiklöffel lautstark das Aroma in sich hinein schlürft.
    Einen Kaffee (in einer Tasse) bekommen wir aber nicht. Verständigungsprobleme.

    Die letzten km wieder im Regen. Kurzerhand entern wir einen Kaffee-Ernte-LKW und fahren im Stehen auf der Ladefläche mit. Wieder einen Kindheitstraum erfüllt.

    Da unsere Herbergsdame uns noch nicht empfängt, sind wir gezwungen die Zeit in einer Bar zu überbrücken.

    Schlussendlich bringt man uns zu einer einsamen Berghütte mit fantastischen Ausblicken.
    Die Krönung: Von hier aus sehen wir schon den Pazifik.

    Abrumador.
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  • It's a rainy day, hallelujah

    9. Oktober 2023 in Costa Rica ⋅ ☁️ 23 °C

    Heute schüttet es fast ununterbrochen.
    Als es mal kurzzeitig aufhört, hören wir das Rauschen des weit entfernten Ozeans. Das Ziel ruft nach uns.
    Die tolle Aussicht vernebelt der Nebel.

    Wir kommen gut voran. Zeit für einen Abstecher. Eine vollmundige Werbetafel verspricht einladendes Ambiente sowie Gaumenfreuden in nur 500m, rechts vom Wege ab.
    Prima, dem können wir nicht wiederstehen.

    Als sich uns nach mehreren 100 Metern steil bergab immer noch kein Gourmettempel oder irgend eine Art Lokalität offenbart, werden wir skeptisch.
    Kurze Abstimmung:
    2:1 pro Feinschmeckerlokal.
    Also suchen wir weiter und werden fündig.
    Hm, nur soviel: Der angepriesene Genusstempel ist keiner. Zumindest ist er nicht das, was wir erwartet haben. Schnell wieder das Weite suchen. Doch da klappern schon die Töpfe für uns. Wir bestellen etwas zu trinken und geben vor, uns verlaufen zu haben. Adiós und winke, winke.
    Als wir das Gelände verlassen, steht der Besitzer mit Machete hinter den 3 Muchachos und fragt, ob er noch ein Foto machen darf.
    Ähm, klaro. No problemo.
    Dann deutet er uns einen kleinen versteckten Trampelpfad und führt uns in den Dschungel. Uns wird etwas mulmig.
    Wieder fängt es an zu regnen, während Machete vor uns den schmalen Pfad durch den Dschungel begehbar macht. Er ist sehr bemüht, zeigt uns Dinge, räumt Steine aus dem Weg und arbeitet sich mit der Machete gekonnt voran.
    Am Ende stehen wir wieder auf unserem Weg. Der Amigo hat uns eine Abkürzung durch den Dschungel gezeigt. Noch einmal fotografiert er uns und verschwindet im prasselnden Regen.
    So sind alle unsere Erfahrungen mit den Menschen in Costa Rica. Sie wollen immer helfen. Ohne großes Federlesen.
    💚

    Der Regen nimmt unwetterartige Züge an. Klitschnass, trotz Regenkleidung, kommen wir an unserem Zielort für heute an. Man macht uns Kaffee, Eierkuchen und wäscht unsere Sachen. Unaufhörlich gießt es.
    2h lang kochen 2 Frauen auf einem Holzofen Abendessen für die 3 Companieros. Schnitzel auf eine Art, wie wir sie das letzte Mal als Kinder gegessen haben.
    😋

    Dann ab ins Kinderzelt. Kennen wir ja schon.

    Lluvia, lluvia, lluvia.
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  • Vorletzte Etappe

    10. Oktober 2023 in Costa Rica ⋅ ☁️ 27 °C

    Die Menschen am El Camino de Costa Rica, die eine Herberge für Wanderer anbieten, haben eine gemeinsame WhatsApp-Gruppe. Dort teilen sie Fotos von ihren Gästen und bewerten jene gelegentlich auch.
    Dies hat zur Folge, dass die 3 Amigos schon bekannt sind, bevor sie irgendwo eintreffen. Ihr guter Ruf eilt ihnen quasi voraus.
    Nun fiel uns eine derartige Rezension (über Lars, Stefano y Miguel) in die Hände (siehe Bild).

    Die heutige Etappe soll die Leichteste sein. Bedeutet, nur 10x einen Berg der Kategorie Skischanzenauslauf empor.

    Unterwegs machen die Amigos (die nun auch Kaffee-Models sind) neue Fotos für die nächste Werbekampagne (für die sie sicher bald gebucht werden). Heute mal Aktfotos unter einem Wasserfall. Sex sells.

    Kurz vor dem Etappenziel machen wir bei Liz halt und trinken einen Kaffee. Liz, eine ältere Dame, ist uns sofort sympathisch. Schade, dass wir weiter müssen.

    Die heutige Bleibe ist etwas schickimicki. Nach 2 Wochen an den abgelegensten Orten Costa Ricas, fühlen wir uns hier etwas unwohl und bemerken sofort, je gehobener die Unterkunft, desto weniger Hingabe und Herzlichkeit.
    Also beschließen die 3 Muchachos Liz noch mal zu besuchen und verabreden sich bei ihr zum Frühstück. Sie freut sich und wir uns auch.

    Heutige Challenge: 2 Amigos in einem Kinderzelt.

    Mañana pacífico.
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  • Ocean to ocean, baby

    11. Oktober 2023 in Costa Rica ⋅ 🌧 28 °C

    Mission completed successfully.
    Woohoo!
    🥳

    In 14 Tagen vom karibischen Meer im atlantischen Ozean zum pazifischen Ozean. Wir haben es geschafft!

    Sieger im Kampf gegen Ängste, Schmerzen, Vorurteile, Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit, den innerer Schweinehund, Schlamm, Insekten, Bohnen und Reis, unzählige Wehwehchen, Regen, Schweiß, extreme Steigungen, das eigene Ego und eine Erkältung.
    So viele neue Eindrücke, Erfahrungen, Erlebnisse und Erkenntnisse. Unbezahlbar.
    Vielen lieben Dank an unsere Familien, die uns dabei unterstützt haben.
    Te amamos.

    Ein letztes Mal genießen wir die Gastfreundschaft der einfachen Leute.
    Liz macht uns das beste traditionelle Costa Rica Frühstück.

    Dann gehts los. Vamos a la playa.

    Sir Hillary kämpft schon die letzten Etappen mit Schmerzen. Also beschließen wir, ein paar km den Daumen raus zu halten.
    Schwach ist nur, wer keine Schwächen zeigt.
    Wir haben Glück und werden von einem super freundlichen Pärchen mitgenommen.

    Dann ist es soweit. Wir stehen am Pazifik. Fantástico.

    Den Rest des Tages genießen, feiern, sich freuen, baden, chillen, durch Blechhütten-Favelas laufen, ins Logbuch der El Camino-Hikers eintragen, Freibier abholen, Unterkunft suchen und schlafen.
    Die kleinen Details ersparen wir heute mal dem geneigten Blogleser.
    Estoy cansando.

    Für alle arithmetisch Interessierten:

    265 km Gesamtlänge, 10.000 Höhenmeter hoch und wieder runter, 14 Tage.

    Una jarra de cerveza.
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  • Zweiklassengesellschaft

    12. Oktober 2023 in Costa Rica ⋅ ☁️ 29 °C

    Auf der Suche nach einem Surfcamp verirren wir uns in eine Gegend, in die sich Touris wohl eher selten verlaufen.
    Wellblechhütten, Müll, unzählige Straßenhunde und seltsame Gestalten.
    Eine Halbinsel, die wir per Fähre erreichen. Wunderschöner einsamer Strand, Palmen und zusammengeschusterte Hüttchen.
    In unseren Breitengraden wäre solch ein Ort fraglos mit Hotels zugepflastert.

    Senior Juran spricht uns an und bietet uns ein schattiges Plätzchen an.
    Auch eine Unterkunft für die Nacht zeigt er uns. Direkt am Strand. Traumhaft.
    In der Wellblechhütte sind es 48 Grad.
    Juran köpft uns ein paar Kokusnüsse.
    Wir gehen baden und man erwischt uns bei einer Musestunde.

    Hier ist es herrlich. Juran und seine Frau sehr herzlich. Wir bekommen selbstgemachte Limonenlimonade.
    Schweren Herzens und ein bisschen befangen verlassen wir Juran irgendwann wieder.

    Auf dem Rückweg sind wir etwas perplex ob der vermeintlichen Armut an diesem paradiesischen Ort. Alle grüßen und sind sehr nett.

    Als wir den Vermieter unserer Unterkunft später auf diesen Ort ansprechen, rümpft er nur die Nase.
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  • Nationalpark, Wellen und Cojones

    12. Oktober 2023 in Costa Rica ⋅ ☁️ 29 °C

    Endlich mal bis 5:30 Uhr ausschlafen.
    Die Ömigos geben sich die volle Touristenbreitseite. Ein Bus bringt sie zu einem Nationalpark und sogleich fallen sie auf mehrere Touristenfallen gleichzeitig rein.
    Wir sind wohl etwas aus der Übung.

    Im Nationalpark befindet sich ein Bilderbuchstrand, dessen fette Wellen sich Mr. Big sogleich zu eigen macht.
    Seine 2 nudistischen Companieros tun es ihm gleich und werden aufgrund ihrer spärlichen Badebegleitung vom Personal getadelt.

    Im Nationalpark sind einige Wege als unbegehbar abgesperrt, deren Zustand sich die 3 Amigos auf ihrer Tour des öfteren gewünscht hätten.

    Ein Affe verrichtet sein Geschäft. Wir entgehen nur knapp dem herabrieselnden Goldschauer.

    Wir gleiten auf herrlichen Shore-Breaker-Wellen dahin, köpfen uns Kokosnüsse, klettern auf Felsen und bestaunen Tiere.

    Am Eingang versprach man uns vollmundig mindestens 15 zu bestaunende Wildtiere. Inkl. der einäugigen Hosenschlange kommen wir genau auf 15. Versprechen gehalten.

    Am Abend sind wir in Partystimmung, welche durch ein heftiges Unwetter jäh im Keim erstickt wird.
    Vollkommen durchnässt geben wir auf. Sir Hillary hat nasse Cojones.
    Und Sir Hillary HASST nasse Cojones.

    Doch da, ein Lichtstreif am Firmament. Aus nicht zu weiter Entfernung dringt Tanzmusik an unsere für Tanzmusik empfänglichen Hörorgane.
    In Costa Rica beginnt der Karneval. Eine der traditionellen Kapellen übt.
    Dancing und Mr. Big gehen auf Tuchfühlung und staunen, während Sir Hillary mit trocknen beschäftigt ist.

    Um den Abend noch mal etwas spannender zu gestalten, verliert Mr. Big kurzerhand den Schlüssel unserer Unterkunft.
    Obwohl Sir Hillary nasse Cojones hasst und er alle Hände voll mit trocknen zu hat, rettet er durch seinen Verbleib in der Unterkunft seine Companieros vor einer Nacht im Regen.
    Ende gut, alles gut.

    Volare oh, oh
    Cantare oh, oh
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  • OHRenbetäubend

    13. Oktober 2023 in Costa Rica ⋅ 🌧 28 °C

    Sir Hillary hat Wasser im Ohr. Oder Bier. Man weiß es nicht. Dies schlägt auf sein Gemüt. Er hat kein (bzw. nur ein) offenes Ohr für seine Muchachos und haut sich noch mal aufs Ohr.

    Heute noch mal im Abenteuermodus. Wir begeben uns zum geheimsten Strand weit und breit. Gefühlte Stunden krauchen, kriechen und klettern wir einen kaum ersichtlichen Trampelpfad durch den Dschungel. Dé·jà-vus an unsere härtesten Etappen kommen auf.

    Nach dieser körperlichen Ohrfeige erstmal stärken. Ohregano Kekse.
    Wir lösen einen Gutschein ein und gehen in ein völlig verlassenes Hotel zum Baden in den Pool. Mit Bar. Sir Hillary spitzt das Ohr. Doch die Bar ist gleichfalls verlassen und leer.

    Zurück in der Unterkunft hören wir ein paar Ohrwürmer. Natürlich in Mono.

    Sir HillOhry alias Don "Tres cervezas por favor" geht es wieder besser und sofort schlägt er wieder zu. Er und seine 2 Companieros reiten in eine Bar ein.
    Und so schnell wird man sie auch nicht wieder los. Der Lops ist gedrutscht.

    "Tres cervezas por favor". Mucho delicioso, viel lecker. Aber pronto.
    Sofort räumt man uns Rabatt ein.

    On fire verlassen wir die Bar. Nur um festzustellen, dass alle anderen Schankstuben um 22 Uhr bereits geschlossen haben.
    Kurzerhand kehren wir zurück. Die Freude in der Bar ist grenzenlos und ohrenbetäubend (reden wir uns ein).

    Als auch diese Bar schließt gehen wir ohrdentlich in unsere Unterkunft und träumen von Ohrenstock.

    Oído
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  • Danke

    17. Oktober 2023 in Deutschland ⋅ ☀️ 10 °C

    Vielen lieben Dank an alle, die unser kleines Abenteuer über unseren Blog https://diewodaso.blogspot.com verfolgt, begleitet und kommentiert haben.
    Danke für die vielen positiven Rückmeldungen.
    ❤️
    Es hat uns riesigen Spaß gemacht, die anstrengenden und aufregenden Tage auf diese Art und Weise zu verarbeiten, festzuhalten und Revue passieren zu lassen.

    Wir sind alle wieder wohlbehalten (mit kleineren Blessuren) daheim angekommen.
    Und nein, bisher sind auch keine Fliegenlarven unter unserer Haut aufgetaucht.

    Unsere kleine Expedition wird noch lange nachhallen, uns begleiten und uns im Alltag tragen.
    Wir haben viel gelernt. Über uns, das Leben, das Miteinander, die Welt.
    Dinge, die zweifelsfrei positive Auswirkungen auf unser tägliches Leben haben werden und uns in schwierigen Situationen bestärken werden.
    Die Amigos sind zu echten Companieros zusammen gewachsen.

    Somit endet dieser Blog an dieser Stelle (vorerst).

    Muchas gracias amigos!
    🙌
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    Ende der Reise
    17. Oktober 2023