Germany
Freyburg

Discover travel destinations of travelers writing a travel journal on FindPenguins.

7 travelers at this place

  • Day9

    Arche Nebra

    August 31 in Germany ⋅ ☁️ 17 °C

    Ruhige gemütliche Nacht am See mit schönem Sonnenaufgang.
    Tagesziel das Museum Arche Nebra.
    Obwohl die Straße für Autos gesperrt war, durften wir wegen meinen Schwerbehinderung bis vor die Tür fahren und dazu gab es sogar noch ermäßigten Eintritt. (Endlich mal was Gutes - obwohl ich hätte lieber doppelt gezahlt....)
    Schönes Museum und ziemlich interessante Ausstellung.
    Schon geil was man bereits vor 4.000 Jahren wußte und noch vor ein paar hundert Jahren abstritt. Irgendwie haben diese Religionstypen ja was von den modernen Verschwörungstheoretikern. Teilweise ähneln sich die Hüte ja auch.
    Egal.
    Die Himmelsscheibe von Nebra, eine 3.700 bis 4.100 Jahre alte, kreisförmige Bronzeplatte mit Applikationen aus Gold, ist die älteste bisher bekannte konkrete Himmelsdarstellung. Das Artefakt der Aunjetitzer Kultur aus der frühen Bronzezeit Mitteleuropas zeigt astronomische Phänomene und religiöse Symbole und gilt als einer der bedeutendsten archäologischen Funde aus diesem Zeitalter. Längere Zeit nach der Entstehung eingearbeitete Gold-Tauschierungen und die vermutlich bewusste Vergrabung vor etwa 3.600 Jahren lassen den Schluss auf einen längeren, möglicherweise religiösen Gebrauch zu. Gefunden wurde sie am 4. Juli 1999 von Raubgräbern auf dem Mittelberg in der damaligen Gemeinde Ziegelroda nahe der Stadt Nebra in Sachsen-Anhalt.
    Seit Juni 2013 gehört die Himmelsscheibe von Nebra zum UNESCO-Weltdokumentenerbe in Deutschland.
    Da wir schon mal da waren, sind wir noch nach Freyburg, zu Turnvater Jahns Wirkstätte, gefahren.
    1811 gründete Jahn den Berliner Turnverein, der bis 1815 auf 778 Mitglieder anwuchs. Auf dieses Beispiel hin wurden Turnvereine in 150 Städten Deutschlands gegründet, die 1818 insgesamt 12 000 Turner vereinigten.
    Zweck der Turnbewegung war nur scheinbar der Sport. Wichtiger war zum einen die nationalistische Willensbildung, zum anderen die paramilitärische Ausbildung der Turner, um die „Feinde der Freiheit“ zu besiegen. Diese Feinde waren die Franzosen und die deutschen Fürsten, denen er vorwarf, Einheit und Freiheit der deutschen Nation zu verhindern. Jahn war gegen die Kleinstaaterei und für ein einheitliches Deutschland.
    Von diesen, zumindest aus unserer Sicht,
    nicht ganz astrein Ansichten steht hier an den Gedenkstätten wenig bis nichts.
    Read more

  • Day10

    Rotkäppchen

    September 1 in Germany ⋅ ☁️ 16 °C

    Heute haben wir die Sektkellerei Rotkäppchen besucht. Man konnte wegen Corona nur eine kleine Tour buchen, die war aber sehr interessant.
    Das Gebäude und die besichtigten Räumlichkeiten sind toll.
    Es lohnt sich auf jeden Fall.
    Während Dirk einkaufen war, ist Tina von der Burg Neuenburg im Nieselregen ins Tal gewandert.

    Die Traditionsfirma Rotkäppchen steht für eine wahre Erfolgsstory aus den neuen Bundesländern: Rotkäppchen ist eine der wenigen ostdeutschen Marken, die nach der Wende eine bundesweite Karriere starteten.
    Rund jede vierte Sektflasche, die zu Silvester in Deutschland geöffnet wird, kommt aus Freyburg. Mehr als 82 Millionen Mal wurde Rotkäppchen Sekt 2007 verkauft, was der Marke im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von gut 15 Prozent bescherte. Und ihr zudem einen nationalen Marktanteil von mehr als 26 Prozent sichert. So rosig fiel die Bilanz für die Sekt-Macher allerdings nicht immer aus. Vor fast zwei Jahrzehnten, im Wendejahr 1989, kamen 15 Millionen Rotkäppchen-Flaschen aus der Kellerei im Osten. Dann fiel der Absatz tief in den Keller: 1990 sank er auf nur 1,5 Millionen Flaschen.
    Im selben Jahr wurde das Unternehmen unter Führung der Treuhand in eine GmbH umgewandelt und 1993 durch ein Management-Buy-out der Geschäftsführung um Gunter Heise privatisiert. Mit der Übernahme des Betriebs durch Heise wendete sich das Blatt. Das Ruder herumzureißen, hatte allerdings seinen Preis: Ein Großteil der Mitarbeiter musste nach gehen, 33 Großbehälter für die Gärung bezahlt und Werbung finanziert werden. Der harte Einschnitt lohnte: Sieben Jahre nach der Privatisierung verkaufte Rotkäppchen 50 Millionen Flaschen im Jahr und stieg damit zum Marktführer in Deutschland auf.
    Der endgültige Durchbruch gelang, als die Firma im Osten zu Beginn des neuen Jahrtausends die Mumm-Standorte und die Geldermann Sektkellerei im Westen übernahm. Inzwischen gehört auch Eckes Spirituosen & Wein-Sortiment zur Rotkäppchen-Mumm Sektkellerei. Als Gruppe erwirtschaftete die Rotkäppchen-Mumm Sektkellerei mit rund 500 Mitarbeitern 2007 einen Umsatz von rund 710 Millionen Euro. Inzwischen ist das Unternehmen an vier Standorten - Freyburg, Hochheim, Eltville und Breisach - tätig.

    In Freyburg gründeten 1856 die Brüder Kloss und ihr Freund Foerster ein Weingeschäft und vergärten schon bald heimische Trauben zu Sekt. Das Ergebnis hieß zunächst "Monopol". Erst als das französische Champagnerhaus Heidsieck & Co Monopole 1894 gegen die Verwendung des Namens durch die deutschen Sekt-Macher protestierte, wurde der Schaumwein unter dem Markennamen Rotkäppchen verkauft - benannt nach der roten Kappe und nicht etwa nach dem bekannten Märchen.
    In den fünfgeschossigen, in einen Berghang gegrabenen Kellergewölben befinden sich die Rüttelpulte, auf denen heute noch kopfüber Sektflaschen stecken. Darin gärt eine erlesene Weinmischung ein zweites Mal. Täglich werden die Flaschen von Hand gerüttelt, bis die Hefe als Pfropfen im Flaschenhals sitzt. Der schießt dann, zuvor im Eisbad gefroren, durch den Innendruck heraus. Der Sekt bleibt bis zum Verkauf in ein und derselben Flasche.
    Besonders aufwendig reift in Freyburg der "Rotkäppchen Weißburgunder Extra trocken", von dem jährlich nur bis zu 40.000 Flaschen aus den besten Trauben von Deutschlands nördlichstem Weinanbaugebiet produziert werden. Für alle anderen Sorten reicht die Ernte an Saale und Unstrut nicht. Um die Nachfrage bedienen zu können, werden Weine aus dem Süden der Republik und aus Europa zugekauft. Bei Rotkäppchens Flaschengärung reift der Sekt zwar auch in Flaschen, zur Enthefung wird er aber in Tanks und danach erneut in Flaschen gefüllt. Der meiste Sekt gärt jedoch auch in Freyburg inzwischen in großen Tanks und wird nach sechs Monaten vollautomatisch abgefüllt.
    Von Großtanks und automatischer Abfülllinie bekommen Besucher kaum etwas zu sehen, dafür im Domkeller aber Deutschlands größtes geschnitztes Cuvée-Fass. Es wurde Ende des 19. Jahrhunderts aus 25 Eichen gefertigt und hat ein Fassungsvermögen von 120.000 Litern, ausreichend für gut 160.000 Flaschen Sekt. Bis 1935 wurden darin die Grundweine zur Cuvée gemischt, heute dient es als Touristenattraktion.
    Read more

You might also know this place by the following names:

Freyburg, Freyburg (Unstrut), فرايبورغ, Фрейбург, فریبورگ, Фрајбург, Фрайбург

Join us:

FindPenguins for iOSFindPenguins for Android

Sign up now