Germany
Schneppenbach

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Travelers at this place
    • Day 73

      Von der Eichberg- zur Teufelshütte

      May 12, 2023 in Germany ⋅ ☁️ 13 °C

      Der Morgen beginnt wie der Abend aufgehört hat. Es regnet. Ich drehe mich noch einmal um und schlafe weiter. Um sieben stehe ich dann auf. Es nieselt noch und ist sehr neblig. Ich esse etwas, um den Aufbruch hinauszögern. Nützt nix. So um acht gehe ich los. Ziel ist die Schmidtburg. Dort kann man zelten. Einen Platz konnte ich nicht mehr buchen. Aber es wird sich schon was finden, denke ich.

      Die Windmühle an meiner Hütte war tatsächlich die letzte auf dem Weg. Und der wird wunderschön. Zaubert trotz des Wetters ein anhaltendes Grinsen in mein Gesicht. Das Wetter hat dann am Nachmittag auch ein Einsehen. Der Regen verzieht sich. Die Sonne kommt nicht raus. Die Wege sind teilweise sehr matschig. Wenn sie an einem Bach entlang gehen, ist dieser zu einem Fluß mutiert und der Weg zu einem Nebenbach. Wenn dann der Weg in den Fluß mündet ist zum Glück immer eine Brücke da. Einmal reicht sie nicht ganz rüber und ich muss über Steine balancieren. Klappt zum Glück.
      Die Füße sind den ganzen Tag naß. Der Weg ist so schön, dass mich das heute kein bisschen stört. Ich lasse mal einfach die Bilder dafür sprechen.

      Auch die buchbaren Trekkingcamps sind gut. Aber außer der Schmidtburg sind alle zu früh. Und dann verliert die Schmidtburg auch noch gegen die Teufelshütte ein paar Kilometer vorher. Die ist so großartig, dass ich heute schon um halb sechs Feierabend mache.

      Die Hütte ist eigentlich ein richtiges Blockhaus. Mit rustikaler Einrichtung, Schlafboden, Kronleuchter und USB-Kabeln zum Laden. Es gibt Wasser klassisch oder naturell gegen eine kleine Spende. Ich finde einfach keinen Grund zum Weitergehen. So sitze ich jetzt auf der Bank auf der Terrasse, schreibe den Footprint und genieße den Abend.
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    • Day 121

      Tag 120 & 121

      September 20, 2022 in Germany ⋅ ⛅ 8 °C

      -TAG 120-

      Morgens ein ungewohntes Geräusch. Der Wecker klingelt, ich darf das Frühstück nicht verpassen. Die Nacht war kurz, nicht einmal fünf Stunden schlaf, aber es sollte reichen.

      Um kurz vor zehn, draußen vor der Jugendherberge, bereit los zu gehen, kommen zwei junge Mädels mit Wanderrucksäcken aus der Herberge. Sie sind letzte Woche den Soonwaldsteig gelaufen geben mir gute Tipps und einen Pocketguide für den Weg mit.

      Nach ein paar Kilometern auf dem Rheinburgenweg und Steckeschlääferkamm gelange ich schließlich auf Soonwaldsteig, dem ich folgen werde. Nicht komplett aber einen großen Teil davon.

      Zwei Tageswanderer laufen etwa in meinem Tempo in die selbe Richtung. Zusammen laufen wir bis zu einem Aussichtsturm, dem Salzkopf.

      Hier ist kaum was los, man trifft nicht viele Menschen. Die herrlichen Buchenwälder, sattgrünen Nadelwälder, sind bis auf ein paar Windräder direkt am Weg, sehr ruhig.

      Die Schutzhütte für den Abend ist nicht so Hängematten freundlich, aber mit etwas gefummel hängt die Matte.


      -TAG 121-

      Nach nur kurzer Zeit unterwegs, eine Frau auf dem Weg, die so viele Pilze in den Händen hält, wie sie nur tragen kann. Da muss ich natürlich nachhaken. Es sind Steinpilze und flockenstielige Hexenröhrlinge, in ihrer Kaputze sind noch mehr davon.

      Die Frau heißt Manu und ist mit ihrem Hund Mahima unterwegs. Wir unterhalten uns ein bisschen und schon bietet sie mir an mit zu kommen. Ich könnte bei ihr duschen und was essen. Eine Dusche brauche ich momentan nicht, aber zum Essen kann ich nicht nein sagen 😁

      So sitze ich ein paar Stunden bei Manu und genieße die Gesellschaft und das sehr leckere Essen. Rührei von den eigenen Hühnern, Brot, Aufstriche etc. Joey, ein guter Freund von Manu ist auch da und hat viele spannende Geschichten von seiner Zeit als Kameramann, wo er sehr viel gereist ist, zu erzählen. Von Manu erfahre ich auch viel Interessantes und außerdem zeigt sie mir ein paar gute Yoga Dehnübungen, die meine Abendroutine ergänzen werden. Damit kennt sie sich gut aus, sie gibt nähmlich Yoga Kurse.

      Wahnsinn, wieder so eine umwerfende Gastfreundschaft zu erleben. Nach einem so kurzen Gespräch eingeladen zu werden. Das Herz offen und lieb, das ist Manu! Vielen vielen Dank, hat mich sehr gefreut mit euch ein paar Stunden zu verbringen! 🍀

      Zurück auf dem Trail ist es an vielen Stellen so ruhig dass ich den Flügelschlag der großen Vögel höre.

      Am Aussichtsturm Alteburg wird Pause gemacht und auf der Karte geschaut wie weit es heute noch ungefähr geht.

      Die Teufelshütte kommt in etwa 10Km. Die Mädels von der Herberge haben mir die Hütte sehr empfohlen. Aber es ist schon fast 19 Uhr, bald wird es dunkel. Also weiter geht's.

      Einer der vielen Fichtensteinpilze am Wegesrand wandert mit und wird das Abendessen aufwerten.

      Langsam wird es immer dunkler. Mit Kopflampe geht es weiter. Eine kleine Nachtwanderung ist doch auch was schönes. An einem Abschnitt geht es einen steinigen, steilen Weg runter. Puh, damit habe ich nicht gerechnet.

      Um etwa halb Zehn an der Teufelshütte angekommen, staune ich über diese. Eine märchenhafte Hütte. Die kleine Nachtwanderung hat sich mehr als gelohnt.

      Elf Personen aus der Gemeinde Hennweiler haben sie in freiwilliger Arbeit errichtet. Das merkt man, hier steckt viel Liebe drin. Es gibt sogar ein Wasserdepot, wo man sich gegen eine freiwillige Spende was nehmen kann. Das Geld fließt in die Ausstattung und den Erhalt der Hütte. Eine Empore zum schlafen, Strom von einem Solarpanel. Draußen viele Bänke, eine Feuerschale, Schaukelpferd für Kinder, eine tolle Aussicht, viele liebevolle Details uvm.

      Die Blockhütte soll Wanderern, die den Soonwaldsteig laufen, die Möglichkeit geben, dort zu rasten, sich vor einem Unwetter zu schützen oder eben dort zu übernachten. Die Hütte steht jedem offen, eine Übernachtung kostet nichts. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Dieses Motto gilt nicht nur in den Bergen, sondern auch im Soonwald.

      Liebe Grüße, Gena
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    • Day 1

      1. Etappe - mit Aua

      April 18, 2021 in Germany ⋅ ☁️ 8 °C

      Obwohl nicht einmal die Sonne schien, hatte ich einen wunderschönen ersten Tag auf dem Soonwaldsteig. Zum Glück hat es nur ein bisschen geregnet, so dass bis jetzt noch alles schön trocken ist. Die Krönung des Tages ist allerdings, dass ich direkt am Weg auf eine wunderschöne, nagelneue Hütte für Wanderer gestoßen bin. Die extra Kilometer bis hierher haben sich gelohnt. Denn eigentlich hätte ich schon viel früher Schluss machen müssen, weil meine linke Wade ab KM 15 gestreikt hat. Nun kann ich vor Schmerzen kaum noch laufen. Autsch! Das wird morgen spannend. Statt vor dem Zelt 🏕️ auf dem Boden hocke ich nun auf der Terrasse der Hütte und genieße das Vogelgezwittscher um mich herum. Mega! 🤣🤣Read more

    You might also know this place by the following names:

    Schneppenbach, Q32288968

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